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am 25. Februar 2011
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Blickt man in Rantalas markantes rundes Gesicht, begegnet man zumeist diesem unverschämt breiten, schrägen Grinsen. Und dann ist da noch dieser verschmitzte Schalk in den Augen. Irgendetwas darin erinnert ein wenig an einen Troll, diesem Fabelwesen, das es faustdick hinter den Ohren hat. Oder doch eher in den Fingerspitzen ...

Ein Stück weit von diesem offensichtlichen Naturell findet sich stets in seinem Pianospiel wieder - das Heitere, Humorvolle, drollig Trollige im Ernsthaften, Nachdenklichen, Elegischen, Romantischen, in jedem Fall tief empfunden Innigen. Kühle, farblose Metallglätte, purer Minimalismus, nein, diese Eigenschaften analog zum Coverbild mit einer Joel-Shapiro-Skulptur lassen sich dem finnischen Tastenvirtuosen nicht wirklich zurechnen. Es ist in dem Fall wohl weit mehr der vergleichbare Ausdruck von dynamischer, manch unerwartet wendiger Beweglichkeit, die der zitierten Skulptur inne wohnt. Wer Rantalas überwiegend energiesprühenden, respektlos phantasievollen, vor keinem Musikgenre halt machenden und doch auch überaus einfühlsamen Werke, insbesondere die famosen Eigenkreationen bereits kennt, die er mit seinem langjährigen, jazzklassisch instrumentalisierten, jedoch eher weniger derart verwendeten Trio Töykeät bisher dargeboten hat, der weiß, wovon ich spreche (töykeät s.v.w. "unfreundlich, barsch", nach rd. 20-jährigem Bestehen in 2008 aufgelöst). Dass er sich das alles - ich möchte dreist behaupten, widerspruchslos - leisten kann, verdankt er seiner ausgefeilten, bei allem oftmals blitzschnell gespielten hot Stuff wunderbar leicht wirkenden, exzellenten Spieltechnik und einer gehörigen Portion Stilempfinden und brillianter Eleganz.

Auch auf diesem in seiner langen Karriere erstaunlicherweise ersten Soloalbum ist von purem, coolem Jazz im engsten Sinne eher weniger zu spüren. Seine jetzigen Soli widmet Rantala z. T. in Widerspiegelung von Charakteristika einigen - zumeist viel zu früh verstorbenen - meisterhaften Könnern ihres Fachs, zu deren Person bzw. Musik er eine mehr oder weniger besondere persönliche Beziehung hat, in der Trackfolge:
Pekka Pohjola (1952-2008),
Bill Evans (1929-1980)
Jaco Pastorius (1951-1987),
Esbjörn Svensson (1964-2008),
Erroll Garner (1921-1977),
dem Ehepaar Jean (1865-1957) und Aino (1871-1969) Sibelius,
Art Tatum (1909-1956),
Michel Petrucciani (1962-1999),
Oscar Peterson (1925-2007)
Luciano Pavarotti (1935-2007).
Wer im Einzelnen mehr zu den Auswahlhintergründen erfahren möchte, dem seien die beim Label veröffentlichten Anmerkungen Rantalas (nur in Englisch) sowie die Produktinfo empfohlen (... ggf. dürfte es auch mal ein echtes Download-Booklet sein?).

Von den insgesamt zehn Titeln sind Track 7 und 9 Coverversionen bekannter Jazzstücke von Charlie Parker bzw. Toots Thielemans. Mit Track 10 bringt er einen Hauch Klassik von Pietro Mascagni ein.

Von den übrigen Eigenkompositionen bestand z. B. Track 1 bereits zuvor in anderer, nicht minder schöner Form: Auf youtube gibt es davon einen Liveclip mit Rantalas ehemaligem New Trio (Piano, Gitarre, Human Beatbox; einziges Album: Elmo von 2008, erwähnter Titel dort nicht enthalten).

Track 8 ist die Fortsetzung Rantalas musikalischer Verbeugung vor dem von ihm vorbildhaft sehr verehrten Petrucciani, enthalten auf dem in 2000 erschienen Trio-Album Kudos. Zu Kudos ist übrigens anzumerken, dass es sich konzeptionell ebenfalls um eine personelle Hommage handelt, wobei sich die Namen der Bezugspersonen z. T. versteckt in den Titeln wiederfinden und sich das Trio damals sogar den schrägen Gag erlaubte, sich dabei selbst zu be(ge)denken. Von daher kann ich die nun für das Soloalbum vom Label extra betonte Erst- und Einmaligkeit einer Hommage Rantalas nicht recht nachvollziehen, wenngleich die beiden Alben charakterlich grundlegend verschieden gestaltet sind. Auf Kudos ist fast alles sehr witzig, abgedreht humoresk und sprühend.

Unterm Strich präsentiert Rantala nun jedoch ein wunderbar melodisch fließendes, mit leichter Melancholie überzogenes Album, das für ein breites Publikum bei einigen heiteren Anstrichen viel Ernsthaftigkeit, Tiefgang und Feingefühl bietet. Und wenn er es mit dem bearbeiteten Intermezzo aus Cavalleria Rusticana sanft wie traumverloren schließt, wünschte ich mir, dass es nach diesem "Zwischenspiel" noch ein bisschen weiter ginge ...

***

Hinweis:
Gegenwärtig arbeitet Rantala auch mit Pekka Kuusisto zusammen, als Duo veröffentlichten sie 2009 die CD "Subterraneo".
Kuusisto (Jg. 1976, jüngerer Bruder von Jaakko Kuusisto) ist einer der bedeutendsten finnischen "jungen Wilden". Als ausgezeichneter klassischer Violinist hat er bereits ein Vielzahl verschiedener sinfonischer Werke u. a. von Vivaldi, Prokofjew, Paganini, Bach und selbstverständlich dem finnischen Nationalkomponisten Sibelius aufgenommen. Zudem spielt er Jazz, Folk, elektronische Musik, liebt Improvisation und hat z. B. mit Nightwish (Metal) zusammengearbeitet.

***
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am 20. April 2011
Iiro Rantala hat nicht das Solopiano neu erfunden, er hat ihm eine wunderbare, emotionale und sehr melodische Idee hinzugefügt. Lost Heros is eine Hommage an große Künstler, Rantala ist in der Lage (allein das erfordert Bewunderung) sich in den Stil und die Musik der geehrten Vorgänger hineinzuspielen. Und das nicht nur im Studio, er ist im Konzert mindestens so überzeugend (wer ihn live hören kann, sollte unbedingt hingehen! ein ganz seltener und anrührender Genuß). Zwei Stücke würde ich auf die Insel mitnehmen: das tief brummende für Jaco Pastorius (der technische Trick: er spielt über Kreuz) und die "Tears for Esbjörn", das die tiefe Trauer über den Verlust von Esbjörn Svensson fühlen lässt. Wer es lustiger mag sollte sich die älteren Trioaufnahmen nicht entgehen lassen. Iiro Rantala ist großartig, ich denke er wird in seiner so sympathischen Art zu spielen viele Fans finden. Fünf Sterne für die Musik und einer extra für die Idee.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Februar 2012
Ich kann die vorherigen euphorischen Rezensionen nur bekräftigen. Wenige CDs haben mich auf Anhieb so überzeugt, wie Iiro Rantalas "Lost Heroes". Hier stimmt einfach alles. Die Kompositionen sind so mitreißend wie ausgefeilt, das Klavierspiel ist raffiniert ("Thinking of misty"!!!) ohne jemals in rein technische Akrobatik abzudriften und alles wird so zupackend und mit soviel Charme vorgetragen, dass auch ruhigere, gefühlige Stücke, wie "Tears for Esbjörn", "One More Waltz For Michel Petrucciani" oder "Intermezzo" nicht ein einiges Mal ins kitschige abgleiten. Man kann gar nicht anders als sich an die Hände nehmen und sich ein Stündchen lang mit einem Grinsen im Gesicht die Klangwelten von Iiros Lieblingsmusikern vorführen zu lassen. Hier und da wischt man sich noch verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel, während Iiro schon wieder mit Karacho um die nächste Ecke biegt.
Seid einigen Monaten läuft die CD nun schon in meinem Player und noch immer noch möchte ich die CD sobald sie zu Ende ist am liebsten gleich wieder von vorn anhören. Ein ganz wunderbares Album!
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am 10. August 2011
Mit "Lost Heroes" gibt der finnische Pianist Iiro Rantala sein Solo-Debüt beim Label ACT Music.
In diesem widmet er sich stilprägenden verstorbenen Künstlern mit jeweils einem Titel. Die 8 Eigenkompositionen und 2 Coverversionen (Titel 7 & 9) bilden einen solopianistischen Klangkosmos, der einen in den Bann zieht.

01 pekka pohjola
02 waltz for bill (for bill evans)
03 can't get up (for jaco pastorius)
04 tears for esbjörn (for esbjörn svensson)
05 thinking of misty (for erroll garner)
06 jean and aino
07 donna lee (for art tatum)
08 one more waltz for michel petrucciani
09 bluesette (for oscar peterson)
10 intermezzo (for luciano pavarotti)

Iiro Rantalas pianistische Klasse ermöglicht es, die Stücke im Geiste der zu ehrenden Künstler zu spielen. Hierbei greift er auf die musikalischen Besonderheiten seiner Helden zurück. Seine Gedanken zu den jeweiligen Stücken sind im Innenteil des Digipacks aufgeführt.

Den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für das Jazzalbum des Jahres 2011 hat dieses Album zu Recht verdient.

* Spielzeit 54:23 Minuten
* Digipack
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am 17. Dezember 2011
Ein wunderbares, sehr abwechslungsreiches Album, welches verdient den Schallplattenpreis für das beste Jazz-Album des Jahres gewonnen hat. Nach dem fantastischen Konzert im Rahmen des Jazzfestes Berlin spiegelt das Album sehr schön die Stimmung des Konzertes wieder und bietet spannende Arrangements, nicht nur von anderen Pianisten, sondern enthält auch eine gelungene Hommage an den großartigen Bassisten Jaco Pastorius.
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am 9. November 2012
Es soll ja InterpretInnen geben, durch deren Brille sich ein/e KünstlerIn in die Lage versetzt sieht, zu erkennen, was er/sie geschaffen hat - sofern man noch unter den Lebenden weilt.
Rantala ist einer von denen, die die Kommunikation von Seelen in Gang setzen können und damit die Unsterblichkeit von Jazz...und uns daran teilhaben lassen.
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am 8. Oktober 2014
Ein wahrer Genuß für Klavier- Liebhaber, besonders im Jazz-Bereich. Iiro Rantala hat eine ganz besondere Art in die Seiten zu
greifen und bezaubert mit Tonfolgen, die ins Ohr gehen. Wie immer gut verpackt und einwandfrei zum pünklichen Zeitpunkt bei mir angekommen.
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am 19. Dezember 2013
Zuerst live im Konzert erlebt musste dieser Pianist in die CD Sammlung. Schöne Interpretationen und Einspielungen des Musikers , die Qualität der CD ist wie bishe rimmer bei ACT einwandfrei.
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am 23. Mai 2014
auch wenn man nicht alle zitierten heroes kennt, diese cd klingt schön, klug, unaufdringlich und doch sehr inspirierend! Geeignet zum Lauschen oder auch "Hören-Lassen".
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am 23. April 2014
Ein Ausnahmepianist der seine Heroes wunderbar würdigt und dabei selbst nicht auf der Strecke bleibt. Ein Soloalbum, das deswegen nie langweilig wird.
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