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75 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Grönemeyer
Tatsächlich singt Grönemeyer diesmal irgendwie anders, denn man kann seine Texte erstaunlich gut verstehen. Auch seine Stimme wirkt etwas dunkler und rauer, so als hätte er gerade ein paar Konzerte absolviert. Das kann aber auch daran liegen dass der Klang des gesamten Albums in den Höhen etwas gedämpft scheint. Insgesamt ist der Klang sauber und...
Veröffentlicht am 18. März 2011 von Joss

versus
67 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Hirn sagt ja, das Herz sagt nein
Grönemeyer scheint es satt zu haben, der Alibi-Deutsche in der Radiolandschaft zu sein, der immer dann dran kommt, wenn irgendwer meckert, es würde nur englischsprachige Musik gespielt. Um aus seiner Rolle auszubrechen, scheint er diesmal ein Album gemacht zu haben, das die Erwartungen vieler seiner Fans nicht erfüllt: Eigenwillige Arrangements, ein paar...
Veröffentlicht am 31. März 2011 von Hugo Humpelbein


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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht zu empfehlen, 13. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Lange habe ich auf ein neues Album von Herbert gewartet. Als es dann endlich da war, war die Enttäuschung gross.
Es ist, in meinen Augen, das schlechteste Album was er je Produziert hat.
Die Lieder sind komisch und haben für mich keinen Sinn.
Wahrscheinlich ist man einfach zu sehr von den alten Liedern verwöhnt.
Hätte ich es vorher gewusst das die CD so schlecht ist, hätte ich Sie nicht gekauft. Auch als Grönemeyerfan nicht.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Selbst für Hebert Fans gewöhnungsbedürftig, 10. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Ich hatte mich sehr auf die "Neue" von Herbert gefreut und war dann doch sehr enttäuscht. Nach dem ersten Durchhören gefiel mir kein Lied so richtig. Kein Vergleich zu der Mensch CD. Ok, habe die CD dann in den CD-Wechsler im Auto getan und gehofft nach wochenlangen morgentlichem Hören stellt sich Besserung ein, tat es aber nicht.
Wir haben für das Konzert in Frankfurt Karten und hoffen nun, dass der Anteil von der neuen Scheibe sehr gering wird.
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tiefpunkt, 9. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Ein derart schlechtes Album hat Grönemeyer noch nie gemacht; er macht sich mit
einem solch uninspirierten Album vieles kaputt, die Qualität seiner Texte ist vielleicht immer noch gut, allerdings ist es schon sehr schwach, was er für langweilige, wenig zugängliche Musik abliefert. Die extrem schwache Single "Schiffsverkehr" war schon der Vorbote für sein schlechtestes Album seiner Karriere. Dann soll er lieber keine Alben mehr rausbringen .... schade
..die alten Platten sind wirklich klasse ..........
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20 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Furchtbar, 17. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Ich bin wirklich ein Grönemeyer-Fan der ersten Stunde. Aber das hier ist der größte Mist, den er je produziert hat.

Die Texte: "völlig sinnentleert" (Zitat aus einem früheren Lied). Da ist aber auch wirklich gar kein Rest Poesie mehr drin. Statt dessen Wörter aneinandergereiht - zwischen Wirrnis, totalem Quatsch und "reim dich oder ich fress dich". Grausam.
Die Musik: schmerzhaft.
Das Ganze: unerträglich.

Autofahren macht keinen Spaß mehr, wenn diese CD im Wechsler liegt.

Fazit: Gröni hat seine beste Zeiten (schon lange) hinter sich.
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28 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wilhelm Busch wäre stolz!, 24. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Um meine Meinung zu diesem Werk ausdrücken zu können, werde ich Musik und Text getrennt bewerten.

Musikalisch geht Herbert neue Wege mit diesem Album. Schiffsverkehr, welches zumindest hier und da mal im Radio zu hören ist würde ich als gut gemachten Deutschrock bezeichnen. Kreuz meinen Weg ist dagegen schon eher was für die Rammstein-Fraktion. Das auf diese beiden Lieder fogende Auf und Ab wirkt ziemlich ungeplant. Tiefpunkte sind für mich eindeutig die drei Balladen wie "Zu Dir". Das Klavier zu Beginn klingt echt super, wird dann aber mit zunehmender Lieddauer von den einstimmenden Streichern überlagert. Weniger ist halt manchmal mehr!

Nun zu den Texten. Hier hat mein ehemals sehr geschätzter Herbert den absoluten Tiefpunkt seiner Karriere als Musikschaffender erreicht. Wie die Überschrift dieser Rezi schon andeutet, fühlt sich der geneigte Hörer unweigerlich an Reime von Wilhelm Busch erinnert. Da jedoch unser Herbert wahrscheinlich nicht die humoristische Unterhaltung seiner Fans im Blick hatte, kann ich nur zu dem Fazit kommen: Thema verfehlt! Wer hier versucht sinnhaftes zu erkennen hat, mit Verlaub, eine sehr blühende Fantasie und macht sich wahrscheinlich mehr Gedanken als der Texter selbst!

Über all die genannten Unzulänglichkeiten kann leider auch nicht die gute Arbeit am Mischpult o.ä. hinwegretten. Zusammengefasst,auch wenn es in der Seele schmerzt, ist ein Stern schon fast zu viel.
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29 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kann mir das Album nicht schön hören...., 22. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Als Grönemeyer Fan der ersten Stunde kann ich mit dem neuen Werk leider nichts anfangen. Seine Stilveränderung mag für den einen Innovation sein, für mich defintiv nicht. Kein Lied, welches sofort ins Ohr geht. Auch nach dreimaligen hören, kann ich dem Album nichts abgewinnen. Ich will kein Schiffsverkehr. Ich hoffe, dass ich von BAP in den nächsten Tagen nicht genauso entäuscht werde.
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21 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ja, der Herbie ..., 21. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Als jemand, der sich noch zur "alten" Fan-Gemeinde zählt, der zu "Sie mag Musik nur ..." getanzt, der "Alkohol" gemocht und "Flugzeuge im Bauch" geliebt hat, kann ich mit dem schwülstigen "Schiffsverkehr" leider so gar nichts anfangen.

Sicher wird unser aller 4630-Herbie an dem Album noch einmal ordentlich verdienen, aber ansonsten drängt sich mir das Gefühl auf, dass die Zeit eines textlich immer verschwurbelteren, musikalisch immer beliebigeren und inhaltlich immer gutmenschelnderen Grönemeyer einfach abgelaufen ist.
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Soooo neu ist das alles auch nicht..., 19. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Im Vorfeld kam ja durch die Singleauskopplung "Schiffsverkehr" ein bisschen der Eindruck auf, dass Grönemeyer sich hier völlig neu erfunden hat. Diesen Eindruck kann man nach mehrmaligem Hören guten Gewissens revidieren, finde ich.
Grönemeyer-Alben sind ja immer so eine Sache. Bei mir zünden viele Songs erst spät, so bin ich mit Demo z.B. lange Zeit nicht warmgeworden, auch Kopf hoch, tanzen fand ich lange gruselig. Und die Kernfrage ist immer: Welchen Maßstab setze ich an? Messe ich Schiffsverkehr an Bochum oder an Jeanette Biedermanns Alben?
Der Opener Schiffsverkehr ist ein Knaller. Volle Punktzahl, weil einfach innovativ und tatsächlich so noch nicht dagewesen bei Grönemeyer. Düster, rockig, textlich zwar unzugänglich wie eh und je, aber schon ein würdiger Titelgeber des Albums.
Die beiden Songs, die folgen, "Kreuz mein Weg" und "Fernweh" sind dagegen für mich eine völlige Blockade. Melodisch nicht zugänglich, textlich komme ich da auch nicht großartig mit zu Rande. Die textliche Hektik ("Fernweh nach Wiesen, Eis, Strand...will ganz weit weg, nur weg") von Fernweh kommt passt zwar zur ebenfalls etwas hektischen Musik, aber mir fehlt da eine Melodie, irgendein Faden, der mich durch den Song bringt.
Unfassbarer Grund erinnert mich ein bisschen an "Zur Nacht". Gefällt mir gut, kurz und einigermaßen klar, musikalisch und textlich.
Deine Zeit ist super, eines der stärksten Lieder auf dem Album.
Erzähl mir von morgen und Auf dem Feld sind dann wieder zwei Songs, mit denen ich nicht richtig warm werde. Der thematische Zusammenhang zum Afghanistan-Krieg ist zwar mit sehr, sehr viel Wohlwollen rauszulesen, allerdings unnötig, da er dem Song eine unnötige moralisch belehrende Note verpasst. "Glücklich ist nur der, der auch vergisst", ist da so eine typische Grönemeyer-Floskel, vergleichbar mit "Wer nicht traurig sein kann, hat im Leben nicht getanzt" (12). Klingt sehr gewollt...
Zu dir gefällt mir wieder besser, das darauffolgende Stück "Wäre ich einfach nur feige" ist dann das Album-Highlight. Mit Abstand das stärkste Stück. Erinnert mich spontan an Demo und wirkt zwischen all dem Nachdenklichen und Düsteren einfach angenehm optimistisch und positiv.
Lass es uns nicht regnen ist flott und jazzig, ein Song, in dem sich Grönemeyer tatsächlich mal neu erfindet.
So wie ich ist zum Schluss eine nette, selbstironische Nummer, die im Countrystil daherkommt, dann aber doch etwas verflacht gegen Ende (gefühlte 20 mal "keeeeeeiiiiiiner liebt mich so ich ich").
Tja, unterm Strich so zwischen drei und vier Sternen anzusiedeln. Ich runde mal großzügig auf, in der Hoffnung, dass der ein oder andere Spätzünder dabei ist. Ein Hitalbum ist es sicherlich nicht, Grönemeyer kann keiner vorwerfen, dass er irgendeinem Mainstream verfällt oder Music for the masses macht.
Fazit: Ich bereue den Kauf absolut nicht, aber für einen Stammplatz im CD-Player reicht es nicht ;-)
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr Enttäuschung als Gefallen, 31. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
OK, ein Künstler entwickelt sich weiter. Daher ist es nicht fair, aktuelle Werke immer mit früheren zu vergleichen. Und das Herbert Grönemeyer etwas von seinem Handwerk Musik zu machen versteht, darüber braucht man seit "The American" nicht reden. Keine Vergleiche, aber beim Texten war er aber schonmal um einiges besser. Wenn auch manchmal nach Grönemeyer-Art schwer verständlich, so hatten seine Lieder eine Geschichte erzählt oder Bilder entstehen lassen können. Bei "Zwölf" war "Leb in meiner Welt" mit den Phrasen ohne Sinn noch lustig anzuhören (vor allem wegen der musikalischen Vielfalt). Grönemeyer hatte damals auch in einem Interview zugegeben, dass der Text an einem Abend entstanden ist und siner Art und Weise zu komponieren entspricht ("Texte kommen immer zum Schluss"). Auf "Schiffsverkehr" bleibt bei mir der Eindruck, dass es zuviele "Gaga"-Texte auf das Album geschafft haben. Zuviele Wortphrasen, die sich auf Teufel komm raus zwei Zeilen weiter reimen müssen. Hin und wieder passiert es dann, dass ähnliche Wortphrasen in einem anderen Lied erneut auftauchen. Was mir sonst noch auffällt, dass die Albem seit "Mensch" ähnlich aufgebaut sind und immer wieder diesselben Themen behandeln ... "Keine Monotonie." "Lebe jetzt." "Trennung ist ein Neuanfang". Prinzipiell nichts dagegen zu sagen, aber wenn das in Zukunft die einzigsten Themengebiete bei Herbert bleiben werden ...

1. Schiffsverkehr (4/5) ... Oft gehört im Radio, setzt sich im Ohr fest, typisches "Aufbruchs"-Lied
2. Kreuz Meinen Weg (5/5) ... Gefällt mir, textuell als auch musikalisch, ein weiteres "Aufbruchs"-Lied
3. Fernweh (4/5) ... Bis hierher alles gut, wobei ein weiteres "Keine Monotonie"-Lied
4. Unfassbarer Grund (1/5) ... Musikalisch zu langweilig, der "Text" erschließt sich mir nicht wirklich ...
5. Deine Zeit (2/5) ... Dito ... wobei ... Nachdem ich gelesen habe, dass es um Alzheimer-Erkrankung handelt, machen einige Zeilen "Sinn"
6. Erzähl mir von morgen (2/5) ... Der Versuch, auf die Musik von "The American" einen Text draufzupacken. Was will der Künstler damit sagen?
7. Auf dem Feld (2/5) ... Rockig, aber der Text ... ????
8. Zu Dir (2/5) ... Die Liebeserklärung (a'la "Du bist Die")
9. Wäre einfach nur feige (4/5) ... Mal wieder ein Lied, wo der Text einen Sinn ergibt
10. Lass es uns nicht regnen (3/5) ... Das Trennungslied (a'la "Kein Pokal" oder "Ohne Dich")
11. So wie ich (3/5) ... Ironie auf sich selbst, gefällt musikalisch
12. November (4/5) ... Warum man das als "hidden" Track mit 7 Minuten Leere davor und nicht als 12ten Track auf das Album gebracht hat, weiß wahrscheinlich nur Herbert (oder auch nicht).

Künstler entwickeln sich weiter, Herbert hat sich weiterentwickelt. Bei "Schiffsverkehr" meiner Meinung nach aber eher zum schlechteren. Er muss ja niemandem mehr etwas beweisen oder sich bemühen, anderen zu gefallen. Er kann nun ganz "Künstler" sein und das machen, was ihm gefällt. Das Album wird trotzdem verkauft und die Konzerte werden gut besucht sein. Da kann man auch schonmal die Tickets ein halbes Jahr vor dem Erscheinen des zugehörigen Albums verkaufen.

Achja, ich hatte mir die Special Edition gekauft. Auf der Bonus-CD sind Lieder aus "dem englischen Album" zu hören (??? welches englische Album, geplant war mal eines zu veröffentlichen, wurde es denn auch??) Neu eingespielt wurden Lieder aus "Mensch" und "Zwölf" ... klingt irgendwie komisch, ich bleib dann lieber bei den deutschen Originalen.
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15 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es bleibt alles anders!, 22. März 2011
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Special Edition) (Audio CD)
Schon das letzte Album 12 war eine Abkehr vom radiotauglichen Mainstream. Im Vorfeld kündigte Herbert Grönemeyer an, dass das neue Album gitarrenlastiger werden würde. Der als Single ausgekoppelte Titeltrack gab dann auch schon einen guten Vorgeschmack: Eine eingängige Melodie, ein toller Refrain und ein für Grönemeyer typischer Text, der sich nach dem ersten Hören nicht jedem erschließt, ließen die Vorfreude auf das Album steigen.

Nun liegt es in Gänze vor und nach mehreren Durchgängen muss ich sagen, Herbert Grönemeyer hat Wort gehalten. Er wollte sich an früheren Alben orientieren, musiklaisch wieder etwas rauer werden und das Album nicht so kopflastig machen. Und genau das hat er mit SCHIFFSVERKEHR erreicht. Natürlich ist auch dieses Album kein zweites BOCHUM oder Ö, doch wollen wir das? Herbert Grönemeyer hat sich in den letzten Jahren dadurch ausgezeichnet, die Musik zu machen, die ihm gefällt. Und genau das macht seine Authentizität aus, für die ihn die Leute lieben. Und wer sich für BLEIBT ALLES ANDERS begeistern konnte (für mich sein bestes Album), wird auch SCHIFFSVERKEHR lieben.

Bereits nach dem Titeltrack als Opener kommt der vielleicht beste Song des Albums. KREUZ MEINEN WEG. Ein Song, der eine solche Dynamik hat, dass ich mich schon jetzt auf die Livekonzerte freue. Textlich ein geniales Stück über Freundschaft hat der Song das Zeug zu einem Grönemeyer Evergreen. Nach dem eingängigen FERNWEH wird das Album ein wenig ruhiger. UNFASSBARER GRUND, DEINE ZEIT und ERZÄHL MIR VON MORGEN werden auch alte Grönemeyerfans zufrieden stellen. Erst mit AUF DEM FELD gibt es wieder einen kantigen Song, der nach dem dritten oder vierten Hören zu gefallen weiß. Nach ZU DIR folgt dann die nächste Perle des Albums, die bereits auf der Single enthalten war: WÄRE ICH EINFACH NUR FEIGE ist eine grandiose Ballade und textlich einer der besten Grönemeyer Songs überhaupt. Über den ebenfalls erst spät zündenden Song LASS ES UNS NICHT REGNEN geht es zum offiziellen Abschluss des Albums. SO WIE ICH bringt, wie kaum ein anderer Titel, Grönemeyers Selbstironie perfekt zum Ausdruck. Wer nach diesem Track noch ein wenig Geduld besitzt, erreicht den Hiddentrack NOVEMBER, der so gut ist, dass er nichts als versteckter Track hätte platziert werden müssen.

Wer die Special Edition hat wird noch mit sechs englischen Tracks belohnt, die ebenfalls überzeugen. Vor allem AIRPLANES IN MY HEAD gibt einem der strapaziertesten Grönemeyersongs eine neue Note.

Unterm Strich bleibt für mich die Erkenntnis, dass Herbert Grönemeyer Deutschlands bester Sänger bleibt. Stimmlich gibt es sicher bessere Virtuosen, doch das Gesamtpaket aus Musik, Text und Interpret sucht in diesem Land seines Gleichen. Und das hat Herbert Grönemeyer mit SCHIFFSVERKEHR einmal mehr unter Beweis gestellt. Wer sich in die Platte einhören möchte, dem sei, neben dem Titelsong vor allem KREUZ MEINEN WEG, UNFASSBARER GRUND und WÄRE ICH EINFACH NUR FEIGE empfohlen.
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Schiffsverkehr
Schiffsverkehr von Herbert Grönemeyer (Audio CD - 2011)
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