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Kundenrezensionen

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am 25. November 2010
Nach vier langen Jahren des Wartens (unterbrochen nur von der sehr folklastigen "The white EP" und den neu aufgelegten Demos auf "The demonstration archives") erscheint nun endlich mit "Marrow of the spirit" der neueste Geniestreich von Agalloch. Nach dem Erfolg des Vorgängers "Ashes against the grain" aus dem Jahr 2006 haben die Jungs aus Portland, Oregon einige Angebote großer Plattenfirmen ausgeschlagen, um freie kreative Entfaltung nicht dem kommerziellen Erfolg unterordnen zu müssen...eine Entscheidung, der man nur mit dem höchsten Respekt begegnen kann. Folgerichtig begeben sich Agalloch mit "Marrow of the spirit" auf etwas sperrigeres Terrain als noch auf "Ashes against the grain" - die warmen, zaghaften Melodiebögen sind einer dunklen und kalten Atmosphäre gewichen, in der allerdings immer wieder ein kleines, unscheinbares Licht aufflackert...

"They escaped the weight of darkness" leitet das neue Werk ein, sehnsuchtsvolle Celloklänge, Vogelgezwitscher und ein plätschernder Bach laden zum Träumen ein, bevor der rasende Beginn von "Into the painted grey" sämtliche Traumgebilde jäh zerplatzen lässt. Hier kommen die Black Metal-Wurzeln der Truppe deutlich zum Vorschein, Doublebass-Attacken und heiseres Gekeife werden jedoch schnell untermalt von wehklagenden Gitarrenläufen...ein fantastischer Einstieg.

"The watcher's monolith" geht dann etwas rockiger zu Werke, jedoch nicht weniger eindringlich, anfangs noch umgarnt von Akustikpassagen und Klargesang wandelt sich das Stück fortwährend zu einem keifenden Postrock-Koloss.

Das anfängliche flirrende Insektengezirpe und die einleitenden Pianoklänge von "Black lake Nidstang" lassen vor dem geistigen Auge eine wilde Sumpflandschaft entstehen, inmitten von dunklen, undurchdringbaren Wäldern...und genauso präsentiert sich das Stück auch...man folgt dem wehmütigen Klagen von Haughm, verirrt sich hoffnungslos in den dunklen und kalten Klängen und geht Stück für Stück immer weiter unter in diesem zähen, pechschwarzen Sumpf, dessen Griff sich erst gegen Ende wieder etwas lockert.

"Ghosts of the midwinter fires" dagegen legt schon fast eine gewisse Leichtigkeit an den Tag und reißt den Hörer dann auch komplett aus der gerade eben noch so intensiv empfundenen Hoffnungslosigkeit von "Black lake Nidstang" heraus.

Den Abschluss des Albums bildet "To drown", ein ruhiges und sehr emotionales Stück, das die Celloklänge von "They escaped the weight of darkness" wieder aufgreift, begleitet von Flüstern und dunklen Soundcollagen.

Agalloch legen mit "Marrow of the spirit" in meinen Augen ein absolutes Meisterwerk vor, das mit seiner Schnittmenge aus Black Metal, Doom, Folk und Postrock seinesgleichen sucht. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich Musik das letzte Mal so intensiv gepackt und solch gegensätzliche Emotionen freigesetzt hat - dieses Album ist ein totales Auf und Ab der Gefühle...wenn man denn bereit ist, sich fallen zu lassen und tief in diese Welt einzutauchen.

"Marrow of the spirit" wurde komplett analog aufgenommen und weist eine angenehm raue und kantige, dennoch druckvolle Produktion auf, die sich wunderbar mit der dunklen Atmosphäre der Musik ergänzt. Die auf 2000 Exemplare limitierte Auflage des Albums erscheint im schwarzen Jewelcase mit schönem Prägedruck.
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am 26. Januar 2011
Eines der besten wenn nicht das beste Metalrelease von 2010 und hier steht nur eine einzige Rezension? Das kann nicht sein! Auch wenn ich nicht viel mehr mache, als in Jagdheims Lobeshymne einzufallen, möchte auch ich hier ein Review dalassen.

Agalloch liefern seit über 10 Jahren musikalische Ergüsse auf höchstem Niveau ab, werden dennoch eher als Geheimtip gehandelt. Obschon man dafür Respekt zollen muss, hängt dies sicher auch zusammen mit der konsequenten Weigerung der Band, mit einem großen Label zusammen zu arbeiten. Aber auch der Tatsache, dass man hier keinen "Fastfood-Konsum" präsentiert bekommt. Die Musik von Agalloch braucht Zeit. Man muss sich die Muße nehmen, sich komplett darin zu verlieren, in die Klangwelten und die Lyrics eintauchen. Auch die größtenteils gekeiften Vocals stehen in einem starken Kontrast zu den teils einfach nur wunderschönen Klängen und sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer jedoch nur einen Funken übrig hat für Musik der etwas düstereren Sorte, sollte sich das Album zulegen. Meiner Meinung nach haben Agalloch den perfekten Soundtrack für den Winter geschrieben.

Das zerbrechlich anmutende Intro leitet die Reise ein in schneebedeckte, nebelverhangene Wälder und produziert bereits pures Gänsehautfeeling.

"Into the painted Grey" reißt den Hörer aus der gerade aufkommen wollenden Melancholie und präsentiert sich als Black Metal Song erster Güte. Doch auch hier schwingt immer ein wehmütiger Unterton mit, lässt keinen Zweifel daran von welcher Band dieses Lied geschrieben wurde. Stets präsent sind komplexe, verschachtelte Melodien, welche sich in ihrem vollen Umfang erst nach mehrmaligem Anhören erschließen.

Anfangs etwas gemächlicher geht es bei "The Watchers Monolith" zu Werke. Doch auch dieser Song hält die bereits gesetzte qualitative Messlatte. Aus den verwendeten Melodien hätten kommerzieller ausgerichtete Bands vielleicht vier oder fünf Lieder gestrickt. Doch es ist eben gerade diese Dichte, die den Reiz von Agalloch ausmacht, ohne dabei zu progressiv zu wirken und sich stets wie aus einem Guss präsentiert. Abgeschlossen wird das Lied von einer wunderschönen Piano-Melodie

"Black Lake Nidstang" ist das finsterste, doomigste Stück auf dem Album. Wie ein träger Fluss schwarzer Lava fließt es langsam in die Gehörgänge und setzt sich dann dort fest, bis dann der Gesang bei siebeneinhalb Minuten seinen Höhepunkt erreicht und eine tiefsitzende Trauer vermittelt, wie man sie nur selten in einem Musikstück zu hören bekommt.

Von den soeben durchlebten Qualen trägt einen dann "Ghosts of the midwinter Fires" wieder zurück in einer etwas farbenfroheren Welt. Über der Winterlandschaft geht nun die Sonne auf und verbreitet auch im Herzen wieder etwas Licht und Wärme. Auf beeindruckende Weise wird ein Thema eingearbeitet, welches man bereits vom Song "The Melancholy Spirit" auf Agallochs erstem Demotape von 1998 bekannt ist. Doch wo derartige Experimente bei anderen Bands nach einem selbstverliebten Eigenzitat wirken, klingt es bei Agalloch nach einem Brückenschlag zu ihren Wurzeln, der einen freudig aufhorchen lässt.

Auch "To drown" ist ein Brückenschlag und greift noch einmal Elemente des Intros auf und rundet das Album damit ab. Die Reise ist nun abgeschlossen, doch man möchte sie sofort wieder von vorne beginnen...

Abschließend sei das stimmige Artwork des Albums erwähnt, welches den Besitzer einmal mehr im Kauf dieses Albums überzeugt.
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am 3. Oktober 2012
Atmosphärisch, düster, unheimlich. Ich finde die CD beschreibt eine solche Sumpflandschaft.
Beginn des 65 Minuten langen Meisterwerks ist ein Cello-Solo, welches den Beginn einer düsteren Reise in die Sumpflandschaft beschreibt.
Ich kann schwer beschreiben, was diese Musik so einnmalig macht. Ich denke es ist das Zusammensppiel einer einzigartigen Stimme (flüstern, growlen (aber nicht im "DeathMetal-Stil"), kreischen/keifen (aber nicht im "BlackMetal-Stil") und atmosphärischer Musik mit harten, aber passenden Riffs und auch Piano Einlagen "The Watcher's Monolith".
Hervorzuheben ist das längste Lied auf der CD "Black Lake Nithstang". Spannung baut sich auf, der (für mich) Höhepunkt ist bei 7:23 Minuten: eine Stimme, welche unter die Haut geht.
Die CD vermittelt Trauer und Glückseligkeit in einem.
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am 26. Mai 2011
Man muss schon ein Metalheart sein, um nachzuempfinden, wie man bei einer solchen Platte ins Träumen, Abtauchen, in Gedanken schwelgen geraten kann. Agalloch haben sich stilistisch deutlich verändert (ich möchte nicht von Entwicklung sprechen, sowas ist Geschmackssache). Jedenfalls tun Celloklänge dem Album ebenso gut, wie der interessante, wenn auch deutlich leichtere Metalanteil im Vergleich zu den Vorgängern. Wer jetzt sagt, das sei langweilig, ok sei's drum. Ich finds grossartig, so abtauchen zu können. Das schaffen nicht viele Bands.
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am 1. Januar 2012
Es ist unglaublich, was uns die Waldschrate hier wieder vorlegen. Dass Haughm und Co sich für die Texte in die unwirtlichen Karpaten zurück gezogen haben verwundert nicht, und dass diese düstere Atmosphäre auch über die Musik transportiert werden soll, leuchtet einem ziemlich schnell ein. Dabei lässt man nordische Mythen zur Entsteheung der Welt auf sich wirken und Naturgeister werden herauf beschworen. "Black lake Nidstang" erzählt von dem "deep sorrow [that] travelled through the woods", einem Fluch, der jeden straft, der den heiligen Wald oder den schwarzen See antastet und dessen Seele für immer in den dunklen See bannt. Hört sich finster an ? Isset auch, aber auch schaurig schön. Sowohl musikalisch als auch textlich zieht sich diese dunkle Atmosphäre wie ein roter Faden durch das ganze Werk. Insgesamt würde ich es als das reifste Album der Truppe bezeichnen. Der Spannungsbogen wird immer hoch gehalten. Die Songs entwickeln sich und wachsen. Trotzdem macht man schnell Pasagen aus, die man besonders geil findet. Das ganze ist weniger sperrig als man denkt und nach kurzer Zeit empfindet man auch 15 Minuten Tracks als "Songs". Ok, manchmal sind auch Zwischnspiele versteckt, denen man gut und gerne einen Titel hätte verpassen können. Kritikpunkt: Die sehr geilen Texte kann man selten richtig verstehen. Musikalisch reicht die spannweite von Cure mäßigem Postrock bis zu düsterem Black Metal, verwoben zu einer einzigartigen Melange, die ihre eigene Sparte schafft und monolithische, schwere, zähe "Hits" parat hält. Große Kunst, die den klassischen Progmetal Bands meilenweit voraus ist. Aber wenn man mal das Wort progressiv, also sagen wir mal fortschrittlich, für sich nimmt, dann kann man Agalloch durchaus dieses Prädikat anheften. Dream Theater und Konsorten wirken dagegen wie billige Konservenkagge. Prog-Metal auf einem neuen Level, und keiner hats gemerkt. Deßhalb spielen Agalloch im April auch vor 40 Männekes im Oberhausener Tempel. Die Jungs hätten es verdient von Ihrer Mucke leben zu können.
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am 31. März 2011
nachdem mich agalloch's 2006er output "ashes against the grain" noch mit starker atmosphäre und wunderschönen, singenden gitarrenlicks für sich einnehmen konnte, entschied sich die band - sicherlich im rahmen irgendeines musikalischen reifeprozesses - zu einer weiteren abkehr von den eigenen, ohnehin eher zarten schwarzmetallischen wurzeln und verstärkt hin zu verträumt-vertrödelter bedeutungslosigkeit.

in seinen nicht selten zehnminütigen songschinken (ganz zu schweigen von einzelnen nichtssagenden instrumentalen interludien) läßt das werk musikalisch weitgehend jegliche thematische stringenz vermissen.
nicht nur nicht leicht zu erfassen, ist das songwriting hier einfach nicht griffig - und für mich schlichtweg nicht spannend genug, um mich länger davon besch(w)allen lassen zu wollen...
und die kraftlos wirkenden, gekeiften vocals erscheinen im musikalischen kontext nicht etwa als reizvoller kontrapunkt, sondern lediglich nicht stimmig.
wie das - und nicht nur das - besser geht, machen übrigens wolves in the throne room mit jedem ihrer alben auf's neue vor.

nach meinem empfinden also ein klarer rückschritt zum niveau des ebenfalls eher mauen "the mantle" von 2002 und somit zurück zur langeweile.
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am 28. Januar 2011
Habe lange darauf gewartet und war sehr gespannt.Das ganze ist beim ersten Hören recht zäh.Definitiv eine Scheibe zum öfter hören.Wird jetzt immer besser.
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