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4.0 von 5 Sternen Starkes Comeback mit neuem Sound nach 13 Jahren Wartezeit
Beim Sweden Rock Festival im Juni 2004 raubten die seit 2003 wiedervereinten und wieder in frühester Originalbesetzung angetretenen Europe dem (beneidenswerten) anwesenden Publikum den Atem - und auch das neue Studioalbum ist ein ganz großes Lebenszeichen einer der großartigsten Rock-Bands aller Zeiten. 13 Jahre nach dem "Prisoners in Paradise"- Album von...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2004 von Boris Theobald

versus
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3.0 von 5 Sternen "METAMORPHOSE+COMEBACK VON EUROPE"
Comeback-Album der schwedischen Rocker von 2004 in Original-Besetzung mit John Norum an den Saiten. John Norum der einst am Karriere-Höhepunkt der Band nach den Welterfolgen "Final Countdown", "Carrie" und "Rock the night" ausstieg, da er nicht vor Mädels mit Zahnspangen spielen wollte, drückt der düsteren und harten Comeback-Scheibe seinen Stempel...
Veröffentlicht am 25. Juni 2011 von Christian Hadek


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starkes Comeback mit neuem Sound nach 13 Jahren Wartezeit, 10. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Beim Sweden Rock Festival im Juni 2004 raubten die seit 2003 wiedervereinten und wieder in frühester Originalbesetzung angetretenen Europe dem (beneidenswerten) anwesenden Publikum den Atem - und auch das neue Studioalbum ist ein ganz großes Lebenszeichen einer der großartigsten Rock-Bands aller Zeiten. 13 Jahre nach dem "Prisoners in Paradise"- Album von 1991 geht "Start from the Dark" andere Wege als man es von der Band gewohnt war. Statt satter Keyboardmelodien sind die neuen Europe- Songs sehr riffbetont und rücken die gar nicht mehr nach den 80er Jahre- Europe klingenden Gitarren von John Norum, der einst 1987 die Band schon nach dem "Final Countdown"- Album verließ, deutlich in die vorderste Position. Keyboarder Mic Michaeli hat nur noch einen Statistenpart und darf vordergründig kaum mehr als ein Klavierintro zu SPIRIT OF THE UNDERDOG und ein paar stützende Harmonien beitragen. Die Marschrichtung des heavy ausgefallenen Albums wird beim Opener GOT TO HAVE FAITH klar: ein straighter Rocker mit großartigem Groove. Gefühlvoller geht es beim Titeltrack START FROM THE DARK zu, der mit seinem eingängigen Refrain dem Ruf der Band für grandiose Melodien alle Ehre macht und direkt ins Ohr geht. FLAMES überzeugt als einer der stärksten Songs des Albums mit einem eindringlichen Refrain, dessen grandiose Harmonien einen großen Suchtfaktor darstellen und beweisen, dass Europe auch heute noch packende Songs schreiben, die unter die Haut gehen und nicht klingen, als hätte man sie irgendwo schon einmal gehört.
Mit SUCKER ist noch eine waschechte und ultracoole Pose-Rock- Nummer mit am Start. Der Knaller der CD dürfte SPIRIT OF THE UNDERDOG sein. Der geniale Drive der von Breaks durchsetzten Riff im herrlich fesselnden Chorus erzeugt eine neue Pflicht- Nummer für Live- Auftritte. Kleinere Schwachstellen auf "Start from the Dark" sind WAKE UP CALL und REASON, die auch von hundert anderen Band stammen könnten. SONG NO.12 geht Europe- untypischerweise stark in Richtung Grunge, rockt aber enorm mit einem ekstatischen Chorus und den besten und höchsten Stellen für Joey Tempests Wunderstimme.
Auf dem Gebiet der Balladen klingen Europe wohl noch am meisten nach Europe. Außer der Slow Rock- Nummer SETTLE FOR LOVE zum Abschluss gibt es mit HERO eine super melodische Powerballade und mit ROLL WITH YOU einen wunderbaren Lovesong zwischen Melancholie und Mut. Beide Refrains glänzen mit dem gewissen "Etwas", dem richtigen Akkord zur richtigen Stelle, der den unverwechselbaren Flair von Europes 80er Jahre-Balladen aufleben lässt.
Alles in allem ist "Start from the Dark" ein klasse Album geworden. Stimmwunder Joey Tempest und Gitarrenzauberer John Norum halten im Team das, was ihre großen Namen versprechen: Gelungenes Songwriting und grandiose Umsetzung. Tempests Stimme hat rein gar nichts an Überzeugungskraft verloren - auch, wenn die ganz hohen Passagen seltener geworden sind. Norums Gitarrenarbeit ist bestechend in treibenden Riffs und knappen, songdienlichen Soli wie bei AMERICA. Wenn man sich ein bisschen an den neuen, moderneren Sound gewöhnt hat und ganz wenige schwächere Songs verzeiht, dann findet man schnell Gefallen an der Mischung aus solidem unerwartet straightem, erfrischendenem Hard Rock und der nötigen Portion Authentizität aus den Ursprüngen der Band.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes Comeback, 22. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Die Jungs aus Schweden sind zurück. Vorbei ist die Zeit, in der Songs wie "The Final Countdown" geschrieben wurde. Man gibt sich weniger kommerziell, sondern geht eher "back to the roots" und die Songs sind von eher härteren Riffs geprägt. Die Songs gehen gut ins Ohr.
Im Einzelnen:
Got to have faith: Erste Singleauskopplung (dafür zu hart), etwas monoton aber ok
Start from the dark: Sehr melodisch, Mid-tempo, Ohrwurmqualität, etwas düster klingend
Flames: Ebenfalls sehr melodisch, mein Favourit, auch mid-tempo, abwechslungsreich, klingt etwas nach "The Rasmus"
Hero: Sehr schöne Ballade, Bon Jovi-like
Wake up call: düsterer Track, harte Riffs, Tempiwechsel, melodisch
Reason: Klingt etwas alternativ, aber warum nicht etwas abwechslung, eher ruhiger Track.
Song #12: Teilweise wie früher Black Sabbath, klingt recht nichtssagend und sehr Europe-untypisch. Für mich das schlechteste auf der CD.
Run With You - Schöne Ballade - nicht mehr nicht weniger
Sucker: kann man sich anhören, aber recht langweilige monotone Melodie
Spirit of the underdog: geht gut ins Ohr, nette Melodie und geprägt von gutem Gittarensound
America: Schnelle typische Hardrocknummer, vielleicht auch nen Tick zu monoton....Rammsteins America ist da abwechslungsreicher ;-)
Settle for love: Nochmal ne schöne Ballade.
Insgesamt also ein gutes Album mit unterschiedlichen Rhythmen, bis auf 2-3 Songs schön melodisch, sehr gittarenlastig, alle aber eher mit einem depressiven Hauch... Mir gefällts
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich, 26. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Ich hab es nicht mehr für möglich gehalten, dass diese Band nochmal eine CD aufnimmt und dann noch eine so starke. Ich bin begeistert! Am Anfang war ich skeptisch, aber das hat sich sehr schnell gelegt. Zu den Liedern
1. Got to have Faith
Ein würdiger Opener mit viel Drive, einem Hammersolo und diese Stimme :-) 5/5
2. Start from the Dark
Fängt etwas verhaltener an, steigert sich, dann aber, sehr melancholisch. 5/5
3. Flames
Ein wirklich starker Song, geile Zwischenpartien und super Refrain 5/5
4. Hero
Endlich ein Song der an alte Europe-Lieder erinnert, sehr schöner Refrain und soofter als die Anfangslieder. 5/5
5. Wake up call
Noch geiler als Hero, toller Refrain und schönes Solo, sehr heavy der Song! 5/5
6. Reason
Nicht schlecht, aber ein schlechter Song dieser CD und zu langweillig, aber trotzdem anhörbar. 4/5
7. Song No.12
Komischer Songtitel, geht leicht in den Grunge. Anhörbar aber auch kein Highlight. 4/5
8. Roll with you
Die erste richtige Ballade. Schön melancholisch und schön emotional. 5/5
9. Sucker
Toller Poser-Metal Song. Der Refrain ist nicht so toll, sonst sehr gut. 4,5/5
10. Spirit of the Underdog
Der geilste Song auf der CD. Schöner Anfang, toller Rfrain, geile Gitarrenarbeit und ein geiles Solo. Besser gehts nicht 5/5
11. America
Kurz und gut. Tolles langes Solo. 5/5
12. Settle for Love
Tolle Ballade zum Abschluß. Schöne Akkustikgitarre und toller Text. Mein Lieblingslied :-) 5/5
Was will man dazu noch sagen, außer bis auf die kleinen Schwächen eine tolle CD, die die neuen Bon Jovi Sachen locker übertrifft, von der Gitarrenarbeit könnten sich Mr Bon Jovi und Mr Sambora noch was abgucken.
Stay savage
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "METAMORPHOSE+COMEBACK VON EUROPE", 25. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Comeback-Album der schwedischen Rocker von 2004 in Original-Besetzung mit John Norum an den Saiten. John Norum der einst am Karriere-Höhepunkt der Band nach den Welterfolgen "Final Countdown", "Carrie" und "Rock the night" ausstieg, da er nicht vor Mädels mit Zahnspangen spielen wollte, drückt der düsteren und harten Comeback-Scheibe seinen Stempel auf. Vorweg die Scheibe rockt mörderisch, jedoch zündet sie zu keiner Zeit. Auf der Strecke bleibt die musikalische Kreativität der Band und vorallem Sänger/Songwriter Joey Tempest, der seine gesangliche Möglichkeiten nie ausschöpft. Keyboarder Mic Michaeli findet leider nur im Booklet Erwähnung, musikalisch ist er kein Thema, denn Norums brachiale Gitarrenriffs übertönen alles. Bei den Brachial-Rocker "Got to have faith", "Start from the dark" und "Wake up call" nimmt er Anleihen bei Black Sabbaths Tony Iommi mit tiefgestimmter Gitarre. Der neue Sound ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, Band und Sänger sind jederzeit austauschbar, der Wiedererkennungswert der Band nicht gegeben. Dann doch der nicht mehr erwartete Kommerz-Kniefall der Scheibe mit der Ballade "Hero", die in Gesang und Spiel einen Bon Jovi-Klon gleicht. Peinlich wird es dann beim Refrain, der ebenfalls stark an Bon Jovi erinnert. War das notwendig? Wenn ich Hardrock mit schweren Riffs oder Radio-Mainstream-Balladen hören will, dann greif ich zu den Originalen, Black Sabbath und Bon Jovi und nicht zu Europe. Stärken zeigt die Scheibe dort, wo der Einfluß Norums begrenzt ist, und die Stimme von Tempest richtig gut zur Geltung kommt, wie bei den anspruchsvollen Balladen "Roll with you" und "Settle for love". Die Vorgabe an die Band scheint um alles in der Welt nicht zu klingen wie in den verruchten 80iger, musikalisch wie auch gesanglich, darum werden die Keyboards auch vorgegeben. Alles in allem ein sehr durchwachsenes Comeback, näher bei John Norum als bei Europe, das kommerziell floppte, denn fünf gute Nummern sind für eine Klasse-Band wie Europe viel zu wenig, vorallem wenn der Wiedererkennungswert der Band nicht mehr gegeben ist. Dies sollte der Anfang der Metamorphose des neuen Band-Sound sein, der sich mit dem nächsten Studio-Album 2006 weiterentwicklen sollte, aber dies ist eine andere Geschichte, bzw. Rezension.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sign of the times, 27. September 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Nun, da ist sie also, die neue Scheibe von Europe, auf die sicherlich nicht nur ich seit Jahren gewartet habe. Als ich die ersten Soundschnipsel im Internet hörte, war ich, so wie viele Andere, ziemlich überrascht und vielleicht auch ein bischen enttäuscht über die moderne, härtere Gangart von Europe, die so gar nicht mehr nach den "alten" Zeiten a la "Prisoners in Paradise"... klingen. Wer sich also ein Comeback mit einer zweiten "The Final Countdown" CD gewünscht hat, wo doch auch der Produzent von "Start from the dark" schon der selbe ist, der wird an dieser CD keinen Gefallen finden. Es sei den man ist aufgeschlossen gegenüber den neuen Europe, die sich nicht, wie so viele anderen, einfach mal selbst zitieren und nichts Neues mehr zu Stande bringen. Die Stärke der Songs auf "Start..." erschließt sich sicherlich erst nach mehrmaligem Hören. Bis auf "Song no. 12" sind aber alle Stücke bärenstark, toll gesungen, gespielt und produziert und rocken was das Zeug hält. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Textzeilen von der ersten Single "Got to have faith" wahr werden: "I get the feeling Things will never be the same I get the feeling That I can win again". Gebt der CD eine faire Chance...
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles andere als ein alter Aufguß, 3. Oktober 2004
Von 
Stefan Belz "stefan_belz" (Dortmund, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Zugegeben, ursprünglich hatte auch ich ein neues, typisches Europe-Album erwartet: Eben jenen 80ties-Melodic Metal mit breiten Keyboard-Sounds, Flitzefinger-Riffs, usw. Kein (teils überproduziertes) Album im Stil von "Prisoners in paradise", eher eine Fortsetzung von "The Final Countdown", zumal ja auch John Norum wieder dabei ist. Da mit Bands wie "The Darkness" oder Edguy der 80ties-typische Metal scheinbar wieder salonfähiger wird, hätte ein Anknüpfen an alte Zeiten gepasst...
Das erste komplette Durchhören der CD irritierte mich dann aber doch, weil diese Vermutung überhaupt nicht aufging: Joey Tempests Stimme brilliant wie eh und je, aber es gibt nur wenige Stücke (u.a. "Hero"), von denen man sagen könnte "DAS ist typisch Europe", das meiste andere Songmaterial ist einerseits tiefer, andererseits aber auch härter und direkter auf den Punkt gespielt. Mich hat dieses Album eher an die späteren Solo-Alben von John Norum erinnert, der auf Einzelpfaden ja doch deutlich härter war als Europe. Sein Einfluß bei der Komposition der neuen Songs ist unverkennbar.
Man sollte sich daher vom klassischen Europe-Bild lösen, die Band hat sich musikalisch ziemlich gewandelt. Der Breitwand-Sound wird heut nicht mehr über Keyboards produziert, sondern über die fetten und druckvoll gespielten Riffs von Gitarrist John Norum, der im Gesamtmix recht weit im Vordergrund liegt. Generell ist die Band heute puristischer, kommt eher auf den Punkt und selbst die Gitarrensoli orientieren sich nicht mehr am 80er-"Höher,schneller,weiter"-Syndrom, sondern am Song selbst, mit sehr hohem Wah-Wah-Anteil.
Alles in allem eine positive Weiterentwicklung, nur kann ich jeden alten Europe-Fan vor dem ersten Hören warnen: Europe sind nicht mehr gleich Europe - super, aber anders!
Man kann der Band nur wünschen, daß der Stilwandel bei den Fans ankommt und die Band einen zweiten Frühling erlebt. Verdient hätten sie es...
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Härter, aber gewohnt herzlich, 14. April 2005
Von 
Markus Hauck "ProgRockDrummer" (Würzburg, Unterfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Den Synthiepopfreaks, die Europe in erster Linie mit "Final Countdown" und dem 88er Album "Out of this World" verbinden, empfehle ich dringend, die Finger von diesem Werk zu lassen. Joey Tempest und der zurückgekehrte John Norum haben auf diesem Werk die Gitarren mal wieder schön krachen lassen. Aber wie gewohnt in bester melodischer Manier. Keyboarder Mic Michaeli, der sich in den 13 Jahren seit dem letzten Europe-Studioalbum mit Basser John Leven und Schlagzeuger Ian Haugland bei Brazen Abbot vergnügt hat, kann einem fast ein wenig leid tun: Bis auf das virtuose Vorspiel bei "Spirit of the underdog" kommt er praktisch nicht zum Tragen. Den Headbanger stört das wohl wenig. Anspieltipps: Das hitverdächtige "Spirit of the underdog", das schnulzig-schöne "Hero" und der Starttrack "Got to have faith".
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein neuer Anfang - und was für einer!!!, 2. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Ein neues Europe-Album - hatte ich darauf wirklich gehofft?
Seit 1995 habe ich das Internet nach Europe-Seiten durchforscht, dabei alle Anfänge von diversen, teils großartigen Fan-Pages erlebt, und die Wege meiner Helden verfolgt - eine Reunion schien in weiter Ferne: John ging seine eigenen Wege (seinen starken Anfangsalben folgten unausgegorene, die natürlich trotzdem mit phantastischer Gitarrenarbeit aufwarteten; Mic, John L. und Ian spielten mal hier, mal dort ((unbedingt Glenn Huhges "Burning Japan Live" anhören)) und Joey folgte einem recht eigenwilligen Weg ((dem meiner Ansicht nach großartigen ersten Album folgte ein zweites Starkes und ein drittes Unvollkommenes) - doch würden die Jungs es erneut zusammen probieren?
Tja, sie haben es und legen nun dieses Album vor, das Fragen aufwirft...
Warum haben die Jungs die eigene Vergangenheit konsequent ignoriert? Warum singt Joey heute tiefer; spielt Mic keine Hauptrolle mehr, John songdienlich und nicht mehr virtuos und show-off-mässig wie in den 80ern?
Ganz einfach - weil wir mittlerweile eben in 2004/2005 leben und die Jungs sich der Sache klar waren: Ein "Final Countown Part 2" würde keinem irgend etwas bringen.
Und mal ehrlich, kann man ein solches Album, das zudem ja am Anfang auch von vielen Produzenten verkannt und abgelehnt worden ist, toppen?
Kann man einen solchen Alltime-Heuler wie "TFC" noch einmal schreiben?
Nein, denn daran krankte schon "Out Of This World", ein sehr starkes Album, das aber leider den Erwartungen nicht Stand halten konnte, obschon die Jungs schon damals nicht einen "TFC"-Nachfolger einspielen wollten...
"Prisoners In Paradise" war nicht nur für mich (der ich ja nun seit 1986 Fan bin) eine mittlere Katastrophe - hier verhob man sich am Versuch, den amerikanischen Markt a la Bon Jovi zu knacken, dabei allerdings grundlegend verkennend, daß sich der Musikgeschmack in Amiland grundauf geändert hatte. Grunge regierte und klassischer Hair-Hardrock ätzte fortan - Bon Jovi hatten mit "Keep The Faith" ein weitaus besseres Näschen, obgleich ich dieses Album immer als Anbiederei empfunden habe.
Nein, Europe haben diesmal fast alles richtig gemacht.
Sie haben sich auf ihre Wurzeln (britischer und deutscher Hardrock ((Deep Purple, UFO, Thin Lizzy, MSG, Scoprions)) besonnen und den Bogen zur Gegenwart gespannt - „Start From The Dark" ist einfach eine zeitgemäße und ehrliche Standortbestimmung einer immer noch überirdisch gut spielenden Band, die sich nunmehr aber voll in den Dienst ihrer Songs zu stellen vermag. Da wird kein Gitarren-Gepose, keine unnötige Vokal-Akrobatik, kein überflüssiges Keyboard-Breitwandgewitter heraufbeschworen - nein, hier sollen einfach gute Rocksongs im Vordergrund stehen und für sich sprechen.
Und warum gibt keine 5 Sterne?
Einfach aus dem Grund, da ich zu viele Mitschnitte aus dem Proberaum oder aus vorangegangenen Studio-Sessions gehört habe , die noch besser waren. Jungs, packt diese Sachen in ein zeitgemäßes Gewand und ab dafür!!!
Live sind die Jung zudem tight, heavy und mit einer Spielfreude ausgestattet, daß es dem geneigten Fan (und nicht nur dem) die Tränen der Rührung in die Augen treibt!
So muß ein Comeback klingen - ob es gelingt ist fraglich...
Die Tour im Herbst 2004 hat mich elektrisiert - dennoch fand sie im Schatten der Öffentlichkeit statt. Schade, aber der Post-Bravo-Faktor hängt ihnen noch heute an. Viele meiner Kumpel wollten sich die einstig pinkfarbenen Adidas-Trainingsanzugträger nicht mehr antun.
Ich wünsche den Jungs Mut und Kraft - die Nord-Amerika-Tour diesen Jahres war wohl auch in kommerzieller Hinsicht eher ein Flop, so daß abzuwarten bleibt, ob die Jungs dranbleiben oder aufstecken...
Egal, "Start From The Dark" bleibt ein Werk, das für sich spricht - Danke Europe!
Und wer weiß, vielleicht kriegen die Jungs es ja doch wieder hin...
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich würde 8 von 10 mögl. Punkten geben..., 21. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Das Album war kaum 2 Wochen draußen, da fingen die ersten schon zu unken an : "Flop, da schon wieder aus den Top 100 bei uns raus !" Dabei startet die Tour bei uns erst in der 44 KW und da erscheint ein re-entry realistisch...
Dafür dass die Band 12 Jahre weg war, legen die Schweden - komplett im Original Line-up, also wieder mit John Norum - von dieser Warte aus beurteilt ein tolles packendes Rock-Album mit Metal-Anleihen vor. Klar, die heftigen Riffs, die von einigen als Trendanbierung bezeichneten vermeintlich tiefer gestimmten (?) Gitarren, fordern eine Umorientierung heraus, die einige nicht mitmachen wollen. Hat ernsthaft jemand ein zweites "The Final Countdown" erwartet ?! Das Kuriose ist, der Unterzeichner bezeichnet sich auch als Traditionalisten, aber das Album gefällt mir sehr gut - phasenweise sogar ausgezeichnet. Denn die Verbindung der harten Riffs mit dem brillanten Gesang von Joey Tempest, Paradebeispiel hier das Titelstück sorgen zumindest hinter dieser Tastatur und vor diesem Mischpult hier für Begeisterung : "Tonight...this is where we go..." SUPER !! Weitere Beispiele ? Gerne : das verhalten beginnende "Flames", das dann in die Gänge kommt, powervoll abrockt, dann plötzlich wieder abrupt abgestoppt wird, bevor es dann wieder weitergeht mit einem Text, der die Befindlichkeiten in der Band wiedergibt. Nämlich, dass sie es noch einmal versuchen, alles auf dieses Album setzen : "There is no going back, this is what we know, we've come to entertain, asking you to follow" - und man wird live merken, wer das Stück mit den vielen schon Breaks kennt J
Oder das mit schönem Pianointro ( sonst ist von Mic Michaeli wenig zu vernehmen) eingeleitete "Spirit Of The Underdog" mit Chören, den für die Band ungewohnten harten Riffs und einem tollen Gitarrensolo von John. Der sich zurückhält und songdienlich agiert, obwohl eine Textzeile "Sucker for a Guitar-Hero" laute :-)
"America" ist nahezu als Heavy Metal zu bezeichnen, und hier sei mal gesagt, dass die Band immer schon härter war, als sie in der öffentliche Wahrnehmung durch diesen einen Song oder eben "Carrie" (das in Asien ein größerer Hit war) ankam. Genau kann ich mich an einen Artikel im Kerrang! erinnern, dass sie die messtechnisch lauteste Band überhaupt jemals waren !
Was natürlich nichts zu bedeuten hat, aber von TV-Brechmittel Oliver Geissen brauchen sie sich auch nicht als "One Hit Wonder" schimpfen lassen, oder ?! Der Ausfall soll nicht verschwiegen werden : Durch einen konfusen siebten Song namens "Song No.12", der verloren und desorientiert wirkt, bietet man natürlich Angriffsfläche für die Skeptiker. Es mag noch 2-3 weitere Songs geben, mit denen man nicht ganz zufrieden sein kann. Wenn mir aber von 12 Songs 8 gut gefallen, ist es wie o.e. ein Album, zu dem der Daumen ganz klar hochgeht !
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie haben sich weiterentwickelt, 17. Februar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Start from the Dark (Audio CD)
Europe in den 80igern kann man nicht mehr mit Europe von jetzt vergleichen. Wer denkt, dieses Album knüpft an die alten Zeiten an, hat sich getäuscht. Europe sind zwar älter geworden und haben mit den früheren Zeiten nicht mehr viel gemeinsam, aber sie sind auch besser geworden (auch optisch *lach*).
Joey Tempests Stimme hat nichts von ihrem Reiz verloren. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, was mein Vorschreiber meint, wenn er schreibt, Joey's Stimme klingt gelangweilt. Von Langeweile keine Spur.
Wer nicht schon lange Europe-Fan ist, muss es mit diesem Album werden. Meine Meinung: kaufen, kaufen, kaufen !!!!!!!!!
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