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5.0 von 5 Sternen Reine Willkür......
Irgendwo in der Wüste: Ein Reifen erhebt sich. Zuerst schwankend und umfallend, dann immer sicherer und schneller.
Beobachtet wird dieses epische Spektakel von einer Menschenmenge die mit Ferngläsern bewaffnet dem unfassbaren Zeugnis tragen.
Derweil entdeckt der Reifen, dessen Name Robert lautet wie man im Abspann erfährt, die Welt und seine...
Veröffentlicht am 21. September 2011 von Frank Linden

versus
26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine sehr eigenwillige Hommage an "Kein Grund"
"Rubber" ist ein durch und durch absurdes, extrem eigenwilliges und an Prätensiösität grenzendes Experimental-Filmkunstwerk. Bei der durchaus einzigartigen und originellen Ausgangslage eines telepathischen Reifens Killerreifens, der durch die Gegend rollt und Köpfe (und Tiere) zum Platzen bringt, würde man eigentlich ein amüsantes B-Movie...
Veröffentlicht am 28. Juni 2011 von Florian Hoffmann


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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine sehr eigenwillige Hommage an "Kein Grund", 28. Juni 2011
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
"Rubber" ist ein durch und durch absurdes, extrem eigenwilliges und an Prätensiösität grenzendes Experimental-Filmkunstwerk. Bei der durchaus einzigartigen und originellen Ausgangslage eines telepathischen Reifens Killerreifens, der durch die Gegend rollt und Köpfe (und Tiere) zum Platzen bringt, würde man eigentlich ein amüsantes B-Movie erwarten, etwa im Stil der Killertomaten. Doch der französische Regisseur und Musiker (siehe der legendäre "Flat Beat") Quentin Dupieux hat das nur teilweise im Sinn.

Dupieuxs Film soll scheinbar keinen Spaß machen. Er bietet eine Art Reflektion auf B-Movies und Filme im Allgemeinen, bei denen Dinge ohnen bestimmten Grund passieren. Außerdem kommentiert er noch die Beziehung des Publikums zu Films.

Der Film beginnt mit der Hauptfigur Sheriff Chad (Stephen Spinella), der mitten in der Wüste (der Hauptschauplatz des Films) aus dem Auto steigt und direkt zum Publikum spricht. Auf dieser Meta-Ebene stellt er Fragen, warum etwa E.T. in Steven Spielbergs Films braun ist und beantwortet alles mit "Kein Grund". Er vollendet seinen Vortrag mit der Anweisung, dass dieser Film eine Hommage an "Kein Grund" ist. Dann sehen wir, dass er zu einem tatsächlich im Film anwesenden Publikum spricht, das dann mit Ferngläsern (cooles Bild) ausgestattet wird und fortwährend die "Handlung" kommentieren und darauf reagieren.

Der Anfang funktioniert, das ist amüsant, clever und ironisch. Auch das "Erwachen" des Reifens in der Wüste ist sehr gut gelungen, als Zuschauer ist man hier definitiv gefesselt. Der Reifen wurde ferngesteuert und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, niemals stellt man die Illusion in Frage. Auch die Splattereffekte sind hervorragend und sehen verdammt realistisch aus.

Doch leider baut der Film nicht die geringste Spannung auf. Das "Heranschleichen" an die Opfer und der Abschluss seiner Mordlust wird irgendwann sehr eintönig. Dann gibt es ein junges Mädchen (Roxane Mesquida), die durch die Wüste fährt und die es dem Reifen ganz besonders angetan hat. Ein weiterer Charakter ist der im Abspann betitelte "Accountant" (Jack Plotnick), der sich um die Zuschauer im Film ganz speziell kümmert.

Als Film funktioniert "Rubber" leider nicht. Man spürt dem Werk konstant an, wie überzeugt Dupieux von seiner Idee ist, wie clever er das Konzept findet. Ihm gelingt es durchaus, dass der Zuschauer sich selbst in Bezug auf Sehgewohnheiten hinterfragt, dass er irgendwann von dem Film genervt ist, scheint sogar Teil des Plans zu sein.

Jedoch ist der "Rubber" ausgezeichnet gefilmt. Die Bilder stammen von einer Canon 5D und sind kristallklar, besonders gut kommt das auf der Blu-Ray zur Geltung. Dupieux hat außerdem ein hervorragendes Gsepür für Bildgestaltung, somit sieht der Streifen wirklich toll aus und wirkt definitiv nicht wie eine Billigproduktion, sondern auf technischer Ebene sehr hochwertig. Auch Dupieux Musik funktioniert, wenig überraschend, sehr gut, dasselbe gelingt für die Soundgestaltung allgemein.

Die Darsteller, die man fast alle schon mal in größeren Filmen gesehen hat, machen ihre Sache eigentlich durchweg gut, jedoch tritt ihre Leistung bei dem Konzept des Films etwas in den Hintergrund. Besonders überzeugt jedoch Hauptdarsteller Spinella.

Der Film ist somit eine ganz eigenständige Kreation, sicherlich interessant, originell, kreativ und technisch hochwertig umgesetzt, doch er ist einfach zu besessen von seinen eigenen Ideen, die einfach nicht so rüber kommen, wie man sich das erhofft hätte. Wer gar nicht auf solche Skurrilitäten steht, wird sicherlich von "Rubber" schreiend davon rennen und auch sehr aufgeschlossene Zuschauer müssen hierfür vielleicht noch etwas aufgeschlossener sein.

Das Mediabook von Capelight Pictures ist jedenfalls wie gewohnt enorm liebevoll und sehr ansehnlich gestaltet. Auf dem Cover liegt nur ein abnehmbares Titelblatt, darunter befindet sich dann das Cover ohne FSK-Flatsche. In der Mitte des Mediabooks befindet sich dann ein mehrseitiges Heft mit aufschlussreichen Interviews, eins mit Dupieux selbst, eins mit den Produzenten Julien Berland und Gregory Bernard. Dazu gibt es noch den Soundtrack, der 15 Tracks enthält. Außerdem gibt es zu der Blu-Ray noch die DVD oben drauf. Bild- und Tonqualität sind ebenfalls erstklassig. Die Extras sind eher rar: Es gibt Interviews mit Dupieux (ca. 8 Minuten, nervigerweise teilweise rückwärts inkl. Untertitel), Stephen Spinella (ca. 6 Minuten), Roxane Mesquida (ca. 4 Minuten) und Jack Plotnick (ca. 9 Minuten).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reine Willkür......, 21. September 2011
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Rubber (DVD)
Irgendwo in der Wüste: Ein Reifen erhebt sich. Zuerst schwankend und umfallend, dann immer sicherer und schneller.
Beobachtet wird dieses epische Spektakel von einer Menschenmenge die mit Ferngläsern bewaffnet dem unfassbaren Zeugnis tragen.
Derweil entdeckt der Reifen, dessen Name Robert lautet wie man im Abspann erfährt, die Welt und seine Vorliebe Dinge Platt zu walzen.
Aber diesem Trieb sind natürliche Grenzen gesetzt....wie eine Glasflasche eindrucksvoll beweist.
Da Robert aber auch Telekinetische Kräfte besitzt lässt er die besagte Flasche einfach platzen.
Ein unheilvoller Vorgang der sich auch an Menschen wiederholen soll....denn Robert ist ein Killer-Reifen.

Jeder von uns hatte doch schon mal das Gefühl von einem Reifen verfolgt zu werden....
Rubber aus dem Jahr 2010 von Quentin Dupieux (besser bekannt als Musiker Mr. Oizo) setzt diesem unheimlichen Gefühl ein Denkmal.
In faszinierenden Bildern, die fast dokumentarisch daher kommen, manifestiert der Meister des avantgardistischen Arthaus-Kinos ein Szenario des absoluten Schreckens.
In mir wurden Urängste ausgelöst und der Film lies mich verstört zurück.
Dieses Cineastische Juwel glänzt aber nicht nur durch die epische Bildsprache sondern auch durch essentielle Dialoge.
Hier geht es ans eingemachte.
Ich persönlich stellte mir mehrfach die Sinn-Frage.....also eigentlich unentwegt.

Garniert wird das ganze durch grandiose Darstellerische Leistungen der Schauspieler....Method-Acting bis zur Selbstaufgabe ist hier keine Seltenheit.
An dieser Stelle ärgert es mich das die Mimen Stephen Spinella als sinnierender Sheriff und Wings Hauser als stoisch-beobachtender Rollstuhlfahrer keinen Oscar gewonnen haben.
All diese Pluspunkte sind allerdings nur das Œuvre.
Die Brillanz dieses Kafkaesken Meisterwerks kulminiert in den Effekten und dem Soundtrack sowie der sensationellen Atmosphäre die ihres gleichen sucht.

Außerdem: Man wird förmlich in den Sessel gepresst wen Robert seinen Weg durch die öde Wüstenlandschaft sucht um seine Existenz als Individuum zu definieren.
Alles in allem also ein leider unterschätztes Meisterwerk des Surrealismus mit leichten Anklängen in der Gotischen Romantik.
Bei der ersten Sichtung war ich wohl noch nicht bereit für solch intensiven Stoff, daher eine schlechtere Bewertung.....aber nun wurde ich illuminiert und werde wohl alle anderen Filme in meinem Besitz verschenken.....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reine Willkür, 22. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rubber (DVD)
kurze, nicht tragfähige zusammenfassung: hier bewegt sich ein stück gummi, was wir geschaffen und benutzt haben und was uns überstehen wird. zumindest was die verrottung angeht.
ist es kunstkino? eher nicht.
ist es gewollter trash? nicht wirklich.
eine andere art von "angriff der killertomaten" ist das hier sicher nicht.
will mal so sagen: wer "dark star" von john carpenter schätzt, wird bei "rubber" wohl zugang finden.
im übrigen ist der streifen handwerklich sehr gut in szene gesetzt worden!
hut ab und hat spass gemacht, 4 sterne
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17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino für Leute, die das nicht mit Blockbustern verwechseln., 5. August 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
'Rubber' ist einer dieser Filme, die man entweder liebt oder hasst ' ich mag ihn sehr. Das hat nichts damit zu tun, dass der Regisseur Quentin Dupieux international unter dem Namen 'Mr Oizo' als DJ und Produzent bekannt ist, und ich bei seinen Sets schon sehr viel Spaß hatte; solche Leute gibt es ja, die jeden Unsinn gut finden, nur, weil sie den Kopf dahinter mögen.
'Rubber' ist Unsinn. Doch geplanter.

Zu Beginn gibt es eine kurze Einführung, ein Monolog, der über die 'Willkür' in Filmen (und eigentlich auch im Leben) philosophiert, und das ist 'Rubber' in weiten Teilen. Alles geschieht willkürlich. Alles? Nein. Eben nicht. Und genau darüber macht sich schon der Monolog lustig, denn nicht Alles, was der Sheriff da aufzählt, geschah wirklich willkürlich. So hat der Film in der Willkür selbst durchaus einigermaßen logische Handlungsstränge. Ansonsten würde gar keine Geschichte erzählt werden.

Die Geschichte ist die eines Autoreifens, der zum Leben erwacht. Zu dem hat er telekinetische Kräfte, mit denen er mordet ' aber nicht willkürlich ;) Verfolgt wird die Handlung von Zuschauern, die über Ferngläser dem Reifen bei seinem Treiben zusehen. Auch, wie der Reifen sich verliebt'

Das klingt Alles sehr abgefahren, doch bei genauerer Betrachtung spielt Dupieux mit dem Horrorgenre, den dort sind solche Verrücktheiten (vlt nicht ganz so überzeichnet) Normalität. Aber der Film ist nicht nur eine Hommage an Horrorfilme, sondern er spielt auch mit dem Zuschauer. Wo beginnt Voyeurismus? Und passieren Dinge noch, wenn man nicht hinsieht? Was ist Inszenierung, und was Realität? Ist der Zuschauer sogar hinderlich für die Handlung? Oder nur ein überschätztes Detail?
Da spitzelt schon der Humor heraus, den der Film auf jeden Fall besitzt (und damit wird leider sehr schlecht auf der Hülle geworben) und ihn an der eine oder andere Stelle sogar rettet; denn etwas dröge kommt die eine oder andere Szene schon daher ' wenn man sich nicht wirklich in den Reifen hineinfühlen kann.
DAS aber, kann man sehr gut. Ich kann nur sagen: 'Respekt', denn Gefühle für einen Reifen zu entwickeln (oder 'seine' nachvollziehen zu können), das muss man als Regisseur erst einmal hinbekommen.
Zurück zum Zuschaueraspekt: Immer wieder sieht man den Figuren über die Schulter, oder beobachtet sie selbst dabei, wie sie etwas ansehen ' auch wenn man selbst es gar nicht sieht. Es ist ein Spiel mit der Perspektive und den Erwartungshaltungen, was eigentlich wieder sehr David Lynch like ist: Der Film baut sich im Endeffekt erst im Kopf des Zuschauers richtig zusammen. Und wir wissen ja: Jeder hat seine eigene Realität.

Die Schauspieler sind sehr überzeugend und als Zuschauer kann man wirklich froh sein, dass keine 'großen Namen' für das Projekt verpflichtet wurden, die irgendeine unbegründete höhere Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Stephen Spinella sollte einen Oscar bekommen und Roxane Mesquida ist ein tolles Eye-Candy (yamm :. ).
'Rubber' ist eine Low-Budget-Produktion, doch das sieht man dem Film nicht an. Die Effekte sind Handgemacht und somit hervorragend (jetzt mal ehrlich: Seit ihr nicht auch genervt von schlechten Computeranimationen und wünscht euch echte Tricks zurück?) und die Bilder sind wirklich beeindruckend und fesselnd ' das Wüstenszenario erinnerte mich an 'Electroma' von Daft Punk; die elektronische Heroen mögen allgemein künstlerische Filme und staubige Bilder. Mir gefällt das.

Der Soundtrack ist nebenbei von (jetzt doch wieder so genannt) Mr. Oizo und Gaspar Auge (der eine Hälfte von 'Justice' ist ' auch beim Label 'Ed Banger' wie der Oizo selbst) und leider nichts Besonderes. Er fällt nicht weiter auf, hier und da hört man siebziger Jahre Einflüsse, aber Electroclash wie wir sie von den Tanzflächen kennen, gibt es kaum ' bezeichnenderweise ist der Track 'Rubber' nicht im Film, obwohl der in der Szene rauf und runter gespielt wurde.

Jeder, der auf den Film nur ein halbes Auge wirft, zuckt vlt nur mit den Achseln und meint: 'Schrott'. Kann ich auch verstehen, doch das sind dann wohl eher solche Menschen, die Blockbuster sehen und kein richtiges Kino (jaha, da kuckt ihr jetzt, doch Blockbusterkino ist leider nur noch Franchise-Scheiß) schätzen.

'Rubber' ist einfach einmal etwas anderes. Ein Film, der keine Antwort liefert und im Prinzip nicht viele Fragen stellt ' doch der Zuschauer beginnt selbst Fragen zu stellen. Auch so etwas mag ich
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Arthouse? Vielleicht! Für Cineasten eindeutig zu empfehlen!, 25. August 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rubber (DVD)
Rubber ist anders. Diese Rezension beschäftigt sich nicht mit dem Plot des Films, da dieser - zumindest in meinen Augen - zu vernachlässigen ist. Auch ist eine Genre-Einordnung nur schwierig realisierbar, Horror ist es jedenfalls eindeutig nicht. "Blutige" Szenen wirken visuell wie aus einem Trashfilm entlehnt; in diese Schublade lässt sich der Film jedoch nicht zwängen, auch wenn man - bezüglich der Produktion - von Low-Budget sprechen kann.
Es handelt sich bei Rubber sicherlich um einen ungewohnten Film, da er Film-Rezeption und Film-Gewohnheiten thematisiert und dabei irritiert. Aus dieser Irritation heraus können schnell Frustration und Langeweile enstehen. Die Stärken dieses Films liegen jedoch nicht in einer fesselnden Story, blutigen Sequenzen oder actionlastigen Passagen. Hier werden vielmehr verschiedene Erzählebenen kunstvoll ineinander verwebt sowie Erwartungen (und Zuschauer?) enttäuscht, wodurch ein dynamisches Verhältnis zwischen Zuschauer und Film entsteht, aus welchem die möglichen "Meta-Beobachtungen" erwachsen, die diesen Film so wertvoll machen.

Dieser - doch relativ kurze - Film ist sicherlich kein Popcorn-Kino. Es fehlt auch an typischen Horror-Elementen und auch dem Trash ist er nicht zuzuordnen. Dennoch thematisiert Rubber all dies und bewegt sich dabei in der Peripherie des Film-Mediums mit seinen Möglichkeiten und Rezeptionsangeboten.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer etwas anderes sehen will als normale Unterhaltungsfilme ist richtig, 11. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Rubber (DVD)
Der Hauptdarsteller ist flüssig und lebendig, das Setting erinnert an Vanishing Point S.F., und der Soundtrack ist passend und nicht aufdringlich, die Story originell.
Und nun zum Rest:
Wenn ich hier die Bewertungen lese, vor allem die mit nur einem Stern, huscht mir schon ein Lächeln über die Lippen. Ich musste bei den Zuschauern im Film ständig an die wirklichen Zuschauer vor dem Film denken.
Das sich über die Story streiten lässt, seh' ich ein. Wer einen trashigen Horrorfilm erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Man muss schon die Haltung des (letzten) Zuschauers im Film behalten, als er gebeten wird, es doch sein zu lassen weiterzuschauen. Nach dem Motto: "Mir gefällt was ich seh, ich will sehen was passiert"
Der Film bietet viel Platz für Interpretationen, weil die Willkür, auf die der Film ja auch selbst Bezug nimmt, für den Menschen unerkärlich bleibt, aber er sie sich erklären will. Entweder man erkennt das Stilmittel und kann damit umgehen oder man schaltet genervt weg. Ich bin aber auch der Meinung, dass der Film nicht sinnloser als andere Filme ist. Nur der Regisseur Dupieux (aka MR. OiZO) will gar nicht den Zuschauer von seinem Sinn überzeugen. Er zeigt schon mit der Einstiegsszene in welche Richtung es geht - so als Hinweis, für die, die sich nicht damit anfreunden können, dass ein Reifen die Hauptrolle hat.

Das lässt mich zum Schluss kommen, dass ich hier ein eigenwilligen, selbstironischen und "doch mehr durchdachtem Film als es den Anschein macht" Film gesehen hab, und das gefällt mir: 5 Sterne.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auferstanden, 12. Juli 2011
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Held der Geschichte hat seine eigenen Zuschauer, die mitten in der Wüste ausgerüstet mit Ferngläsern die Ereignisse betrachten, die da kommen werden. Ein alter Reifen befreit sich vom umgebenden Sand, stellt sich aufrecht hin und erlernt Nutzen aus seiner kreisrunden Form zu ziehen, in dem er sich fortbewegt. Dinge die seinen Weg kreuzen nimmt er zur Kenntnis, ist aber nicht zimperlich, sie plattzuwalzen. Für größere Objekte verfügt er über eine weitere Gabe. Er vermag die Luft in Schwingungen zu versetzen und Lebewesen damit zum Platzen zu bringen.

Die originelle Horrorgeschichte wird mit einem Augenzwinkern erzählt. So kommt es sicher nicht von ungefähr, dass die filmeigenen Zuschauer in der ersten Reihe zu Schaden kommen. Der Fokus der Kamera erfasst stets die interessanten Details und die ansonsten asketische Landschaft lenkt nicht weiter vom wesentlichen ab. Der Regie ist ein bemerkenswerter Film gelungen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WELTKLASSE!!!!!!!, 19. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Rubber (DVD)
Ich kann diesen herausreagenden Film absolut jedem empfehlen!
Dieser Film besticht nicht nur durch die große schauspielerische Leistung von Jack Plotnick und Wings Hauser, sondern beantwortet alle Fragen, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln. Darüber hinaus ist die exzellente Kameraführung zu erwähnen.

Schaut euch diesen Film an!
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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absurditäten statt Logik, 26. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Rubber (DVD)
Ein Autoreifen, der zum Leben erwacht, seine telepathischen Fähigkeiten entdeckt und zum Serienmörder wird: Allein schon diese Grundidee dürfte an Absurdität kaum zu überbieten sein.

Doch auch der Film selbst beschert einem einen "WTF?!"-Moment nach dem anderen.
Nachdem gleich in der einleitenden Erklärung jeglicher Logik eine klare Absage erteilt wird, macht es sich als eine Art Meta-Handlung eine Truppe "Kinozuschauer" in der amerikanischen Einöde bequem und betrachtet das Geschehen des "Films" durch Ferngläser. Dieser zweite Handlungsstrang, der so allmählich aufgebaut wird, besticht am Anfang vor Allem durch herrliche ironische Kommentare und spielt später auch noch eine wichtigere Rolle.

Die Haupthandlung hingegen bleibt arg gemächlich und stellenweise recht eintönig. Angelegt ist der Film nach eigener Aussage als Hommage an die vielen Dinge, die in Filmen ohne Grund passieren, im Grunde aber auch als Absage die Filmindustrie ansich. Das einzig wirklich "andere" bleibt dennoch die weitgehende Abwesenheit von Logik, der Rest ist grundsolides Machwerk.

Bilder und Kameraführung sind erstklassig, zusammen mit dem Sound ergibt sich eine stimmige Gesamtkomposition. Hat man Probleme mit explodierenden Köpfen oder anderen Splatter-Szenen, sollte man die Finger von diesem Film lassen - für alle Anderen gilt:
Wer auf Skurrilitäten à la "Being John Malkovich" steht und noch dazu dem aktuellen Kino kritisch gegenübersteht, findet hier seine helle Freude. Besteht man dagegen auf eine logische, spannungsreiche Handlung, treibt einen dieser Film wohl schnell in den Wahnsinn. Für mich persönlich durchaus sehenswert.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen R. Corman meets L. Bunuel, 18. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Rubber (DVD)
Dieser Film ist ein kleines absurdes Meisterwerk, dass man einfach gern haben muss, wenn man einen Sinn
dafür hat. Mich erinnert er auf liebenswerte Weise an die "Mitternachtskino - Filme" aus den 70ern.
Die Handlung ist geschickt auf mehrere Ebenen verteilt, die aber plötzlich und unerwartet miteinander
verschmelzen. Klar, die Frage nach dem Sinn des Ganzen muss man sich nicht unbedingt stellen....
Ist es nur Blödsinn? Höhere Philosophie?
Egal - mir hat der Streifen Spaß gemacht!
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