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am 16. August 2011
An sich erzählt Ruppert in "Collapse" - einer Dokumentation, die wie ein 80-minütiges, durch Bilder des aktuellen Zeitgeschehens hinterlegtes Verhör des Journalisten inszeniert ist - nichts Neues. Von der Ölknappheit, der steigenden Nachfrage und unserer eigenen Abhängigkeit vom Rohstoff hat so ziemlich jeder schon einmal etwas gehört. Alternative Energien wie Wind, Sonne oder ganz aktuell der Bio-Kraftstoff E10 sind fester Bestandteil des alltäglichen öffentlichen Diskurses. Nur sind sie noch lange nicht dafür geeignet, das Öl als Energiequelle im großen Stil abzulösen. Die Debatte um E10 kann man laut Ruppert jedenfalls sofort beenden, da in jeden Liter Bio-Treibstoff mehr Energie reingesteckt werden muss, als man rausbekommt. Atomenergie? Zu teuer. Kohle? Ein Witz. Wind und Sonne? Die einzige echte Alternative, jedoch nur, wenn die Energie an Ort und Stelle produziert wird.

"Collapse" lässt Michael Ruppert ohne jede Wertung für sich selbst sprechen und seine Thesen darlegen. So mag man zunächst denken, dass hier nur ein weiterer Verschwörungstheoretiker eine Plattform für seinen Weltuntergangsnonsens gefunden hat. Jene Menschen, die glauben, Lee Harvey Oswald hätte nach der Inszenierung der Mondlandung eine Lenkrakete in die Twin Towers gesteuert, sind bedauernswerte Kreaturen. Doch Ruppert wirkt nicht so, als wäre er der nächsten Nervenheilanstalt entflohen, sondern der nächsten Universität. Seine Argumente sind von bestechender Logik. Das Bild, das er zeichnet, ist nicht nur logisch und erschreckend, sondern plausibel und regelrecht erschütternd. Ist der Kollaps der Industrienationen tatsächlich bereits im Gange? In diesem 2009 gedrehten Film sagt Ruppert die Staatsbankrotte Griechenlands und der USA voraus - ersterer ist im letzten Jahr eingetreten, letzterer steht kurz bevor. Indien und China mögen zwar ihren wirtschaftlichen Aufschwung feiern, doch auch sie sehen sich letzten Endes mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, dass steigender Bedarf mit finiten Ressourcen kollidiert.

Selbst dem abgehärteten Rationalisten wird angesichts der Argumentationskette Rupperts ziemlich mulmig - man muss sich nach dem Film erst mal ins Gedächtnis rufen, dass man hier nur die ungefilterte Meinung eines Mannes präsentiert bekommen hat, der außerdem kaum Quellenangaben für seine Informationen nennt. Doch damit hat "Collapse" sein Ziel schon längst erreicht. Das Thema des globalen Ölfördermaximums und seine perspektivische Einordnung in geopolitische Vorgänge sind längst im Kopf verankert, man spielt die Vorgänge, die Ruppert beschreibt, längst wie einen grauenhaften Katastrophenfilm mit sich selbst in der Hauptrolle durch und beginnt, eigene Recherchen anzustellen.

Natürlich wird die Abnabelung von der Ressource Öl nicht ganz so apokalyptisch zugehen, wie Ruppert es in seinem Szenario beschreibt. Natürlich wird der Kollaps der Industrienationen nicht so vollständig und vernichtend eintreten, wie er es prophezeit. Natürlich wird der Mensch in seinem Hunger nach natürlichen Ressourcen sich nicht selbst auslöschen. So gesehen schliddert Ruppert mit seinen Beispielen stets dicht am besagten Verschwörungstheoretiker (er selbst spricht lakonisch von "Verschwörungsfakten") aus der Irrenanstalt vorbei - und doch wäre man dumm, seinen Warnungen nicht zumindest ein Quäntchen Aufmerksamkeit zu schenken. "Collapse" sollte daher zum Pflichtfilm werden für ... naja, eigentlich für jeden. Und das, obwohl der Film aus nichts anderem besteht als aus einem Mann und einer Meinung. Kein Horrorfilm war je verstörender, kein Drama aufwühlender.

Ohne fossile Brennstoffe ist die wichtigste Energiequelle dieses Planeten die Sonne, deren Energie über die Photosynthese der Pflanzen in die Nahrungskette überführt wird, deren fester Bestandteil auch wir immer noch sind. Wird die Sonne also letzten Endes über sieben Milliarden Menschen ernähren können?
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Öl ist begrenzt, Öl wird es bald nicht mehr geben. Doch so ziemlich alles ist aus Öl gewonnen oder von Öl abhängig, nicht nur der Treibstoff für unsere Autos oder die Wärme für unsere Heizungen. Die alternativen Energien sind keine ultimativen Lösungen und der Kollaps steht unmittelbar bevor.

Hat Ruppert mit seinen Aussagen Recht? Ich denke, jeder mit ein wenig gesundem Menschenverstand wird den Aussagen Rupperts folgen können. Er erkennt den großen Gesamtzusammenhang und erläutert die drohende Krise, die alle Vorangegangenen in den Schatten stellen kann.

Ruppert plädiert für ein radikales Umdenken, für das Ende des Einbahnstrassen-Denkens und dem Glauben an das unendliche Wachstum, was niemals funktionieren kann. Dabei ist er keineswegs ein Schwätzer, Verschwörungstheoretiker oder Aufschneider, im Gegenteil. Jahrzehntelang hat sich Ruppert stark gemacht für die Aufdeckung korrupter Machenschaften, sagte die globale Finanzkrise voraus; seine Quittung ist jene, dass er fast allein da steht, kaum Gehör findet, ein Hund sein treuester Begleiter ist und finanziell nicht gerade gut dasteht.

Ruppert 's Voraussagen haben etwas Finales, anhand der Titanic erklärt er faszinierend unser unterschiedliches Verhalten bei dramatischen Veränderungen.

Ruppert's Hoffnung liegt auf einer evolutionären Revolution der Weltgesellschaft. Können wir als Menschheit den Kollaps aufhalten? Das wird sicher nur gehen, wenn alle ausnahmslos eine völlige Kehrtwende im Denken machen und wir der Welt des scheinbar ungebrenzten Wachstums, den vielzähligen Lügen aus Politik und Mainstream-Medien und der zügellosen Geschäftemacherei mit dem begrenzten Rohstoff Öl den Kampf ansagen.

Die DVD ist ein wichtiger Beitrag und eine gute Ergänzung zu seinem fast gleichnamigen Buch Confronting Collapse.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2015
Ein geniales Werk, wenn eine gewisse Vorkenntniss besteht bzw. Interesse an alternativen aus unserem abhängigen an Öl gekoppelten System vorhanden ist. Eine absolute Empfehlung für alle die nicht nur unterhalten werden möchten, sondern Informationen, Anregungen, Fantasien entwickeln. Dieser Film lässt mich so viel nachdenken wie es nur ein Buch schaffen könnte. Bin überwältigt!!!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2011
Vieles davon, was Ruppert erzählt, bestätigt kritisch denkende Menschen in ihren Vermutungen, dass die Welt wie wir sie kennen, am Abgrund steht.

Bedauerlicherweise erkennen viele Menschen den Ernst der Lage nicht, weil alles noch so funktioniert, wie man es gewohnt ist. Vieles wird als Verschwörungstheorie abgetan, oder die überwiegend naive Masse denkt, dass man solche Probleme irgendwie schon lösen wird - hat ja bis jetzt auch geklappt.

Collapse ist - wie ich finde - Pflichtprogramm für uns alle Wohlstandsbürger. Negative Kritiken sind für diese Dokumentation verantwortungslos.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. August 2011
Michael Ruppert zeichnet eine Zukunft, in der eine große Chance für die Menschheit liegt, sich zum besseren zu entwickeln. Unser Überleben wird von unseren ethischen Werten abhängen. Wir alle müssen daran arbeiten. Sollte Pflichtlektüre für unsere Politiker sein!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2015
Ein sehr guter und aufschlussreicher Beitrag zum aktuellen Weltgeschehen. Leider sind wir noch weit entfernt vom hundertsten Affen ... und die UHR tickt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Oktober 2014
Hat sich am 13.04.2014 das Leben genommen.

Die genaue Todesursache wurde durch eine gerichtsmedizinische Untersuchung fest gestellt.
Der Rest ist schweigen.
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 10. Februar 2011
Mike Ruppert ist in den USA ein durchaus bekannter Mann. Der Journalist war früher als Polizist bei der Drogenfahndung in Los Angeles tätig, musste seinen Beruf aber aufgeben, nachdem er die CIA beschuldigte in Drogengeschäften verwickelt zu sein. Seitdem hat er sich die US-Regierung und deren Politik zum Thema gemacht, wobei er seine Erkenntnisse auf seiner Internetseite veröffentlicht. Seine Arbeit dreht sich um politische Verwicklungen, industrielle Themen der USA und das Aufdecken verdeckter Operationen seines Heimatlandes. So kam auch die 2009 gedrehte Dokumentation "Collapse - Das ist eine Warnung! Von dem Mann, der bereits die Finanzkrise vorausgesagt hat." von Regisseur Chris Smith zustande. Sie dreht sich um unseren immer knapper werdenden Rohstoff Öl, an dem weit mehr hängt als nur unsere Heizungen und Autos. Ruppert will uns verdeutlichen, dass uns wesentlich weniger Öl zur Verfügung steht, als man uns glauben machen will, und die Weltwirtschaft aufgrund dessen in Bälde zusammenbrechen wird. Zwar ist die Doku interessant, und gut aufgearbeitet, aber man sollte sie teilweise mit Vorsicht genießen. Ruppert vertritt die These, dass die Anschläge des 11. September nur ein Vorwand für die USA waren, um an weitere Ölreserven zu kommen, und ähnliches. Wie auch immer man zu solchen Theorien steht, bewiesen ist bisher nichts, und somit dient es nicht gerade einer sachlichen Berichterstattung. Sicher ist mehr als ein Funken Wahrheit an Rupperts Ausführungen, die er im Übrigen auch in seinem Buch "Crossing the Rubicon" vertritt, aber man sollte sich mit diesem Werk etwas distanzierter auseinandersetzen.
Als Extras finden sich auf der Scheibe neben Interviews auch entfernte Szenen, sowie ein Trailer.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Februar 2011
Eine Schilderung der tatsächlichen Situation, mit Schlußfolgerungen der Zukunft die uns erwartet. Keineswegs pessimistisch sondern realistisch. Jeder sollte sich diese DVD mit VERSTAND ansehen und sein Verhalten und Konsum überdenken !!!
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am 5. Mai 2015
Er bringt es auf den Punkt. Die Menschheit wird so lange nicht aufhören, solange es noch irgentwo einen Dollar zu verdienen gibt. Es wird solange weitergehen bis der Punkt erreicht ist und alles zusammenbricht. Und ich glaube nicht das die Menschheit es noch aufhalten kann, weil es immer noch was zu verdienen gibt und es immer noch jemanden gibt den man irgentwo über den Tisch ziehen kann. Und wenn ich die ganze Politik, die Wirtschaft, die Religionen sehe, alles Marionetten des Geldes wie er es sagte. Das Geld ist unser schlimmster Feind.
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