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5.0 von 5 Sternen Nicht in der Wahrheit...
...aber in der Dichtung! Da bleiben Lotte und der junge Werther für ewig ein Paar. Dabei ist die Dichtung ohnehin stärker und wichtiger als die banale Realität. An diesem Gedanken aus Goethes -Die Leiden des jungen Werther- hat sich Regisseur Philip Stölzl für "seinen" Goethe überaus kreativ und erfolgreich entlang gehangelt. Das trifft auch...
Veröffentlicht am 30. März 2011 von Thomas Knackstedt

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist Realität immer wichtiger als Unterhaltung?
Der Spielfilm „Goethe!“, ein Drama mit historischem Hintergrund, spiegelt Goethes Zeit in Wetzlar wider. Der Regisseur Philipp Stölzl spricht eher die breite Masse als Geschichtswissenschaftler an.

1772 begibt sich Johann Goethe (Alexander Fehling) auf Wunsch seines Vaters (Henry Hübchen) nach Wetzlar. Dort entflammt eine Liebe zwischen...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2012 von Annika P.


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50 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht in der Wahrheit..., 30. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
...aber in der Dichtung! Da bleiben Lotte und der junge Werther für ewig ein Paar. Dabei ist die Dichtung ohnehin stärker und wichtiger als die banale Realität. An diesem Gedanken aus Goethes -Die Leiden des jungen Werther- hat sich Regisseur Philip Stölzl für "seinen" Goethe überaus kreativ und erfolgreich entlang gehangelt. Das trifft auch auf die manchmal fehlende Authentizität zu Goethes wirklichem Leben zu. So werden einige Goethe-Kenner sicher stirnrunzelnd den mahnenden Finger heben und mit dem Film -Goethe- so keinen rechten Frieden schließen können. Doch das Medium Film im Jahr 2010 darf sich natürlich die gleichen Freiheiten herausnehmen wie der aufstrebende junge Dichter Goethe im Jahr 1772. Schlimm, wenn es nicht so wäre. Und so kommt der Film -Goethe-, jedenfalls für mich, nicht als geschichtstreue Historiendoku dahermarschiert, sondern als leichter, beschwingter, romantischer Film für Träumer und solche, die es werden wollen.

1772. Der 23jährige Goethe(Alexander Fehling) versagt bei der Doktorenprüfung. Sein Vater(Henry Hübchen) tobt und der junge Goethe wird nach Wetzlar zum Reichskammergericht abgeschoben. Dort soll er Advokat werden. Goethe beugt sich, obwohl er lieber schreiben würde. Aber seine eingesandten Texte werden mit Bausch und Bogen abgelehnt. So arbeitet er sich unter Gerichtsrat Kestner(Moritz Bleibtreu) in eine gute Position und genießt nebenbei das Leben mit seinem Kollegen Jerusalem(Volker Bruch). Beim Tanz lernt er die schöne Lotte(Miriam Stein) kennen. Die Liebe schlägt in die beiden Menschen wie ein Blitz ein. Doch Lotte ist von ihrem Vater schon dem Gerichtsrat Kestner versprochen. So scheint die große Liebe für immer zum Scheitern verurteilt zu sein. Aber...das ist ja "nur" das richtige Leben. In der Dichtung sieht das alles komplett anders aus...

Es ist vor allem die pure Lebensfreude, die Stölzls Film ausstrahlt und ihn so sehenswert macht. In wunderbarem Technicolor-Farb-Look begleiten wir Goethe durch ein Deutschland, das so fremd und doch so vertraut für uns ist. Dabei hat Stölzl es geschafft, den großen Dichterfürsten Goethe von seinem idealisierten Podest herunterzuholen und ihn uns als Mensch von rechtem Fleisch und Blut darzustellen. Alexander Fehling spielt Goethe erfrischend lebensecht. Mit Miriam Stein, Volker Bruch und Moritz Bleibtreu überzeugen drei weitere Darsteller in Stölzls Film auf ganzer Linie.

-Goethe- bezieht sich vor allem auf -Die Leiden des jungen Werther-. Dieser Stoff ist noch heute topaktuell und wird es auch bis in alle Ewigkeiten bleiben. Wie heißt es am Ende des Films so schön: "Wie banal. Er liebt sie und sie liebt ihn. Aber sie heiratet einen anderen und er nimmt sich das Leben." Diesen Plot haben wir Tausendmal so, oder so ähnlich gelesen, gesehen und gehört. Nichtsdestotrotz wird er nie seine Anziehungskraft verlieren.

Mein Fazit: -Goethe- ist absolut sehenswertes deutsches Kino der Extraklasse. Unterhaltsam, interessant, witzig und schier platzend vor Lebensfreude. Wem Stölzls Film dann doch zu weit von der Realität entfernt ist, der darf sich gern einen Goethe-Originalband zur Hand nehmen. Allen anderen verspreche ich schon jetzt beste Unterhaltung beim Anschauen des Films.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist Realität immer wichtiger als Unterhaltung?, 8. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
Der Spielfilm „Goethe!“, ein Drama mit historischem Hintergrund, spiegelt Goethes Zeit in Wetzlar wider. Der Regisseur Philipp Stölzl spricht eher die breite Masse als Geschichtswissenschaftler an.

1772 begibt sich Johann Goethe (Alexander Fehling) auf Wunsch seines Vaters (Henry Hübchen) nach Wetzlar. Dort entflammt eine Liebe zwischen Johann und Charlotte Buff (Miriam Stein), einer belesenen verantwortungsbewussten jungen Frau. Diese ist allerdings mit seinem Vorgesetzten Albert Kestner (Moritz Bleibtreu) verlobt…

Der Film ist sehr umstritten. Realisten kritisieren die fiktionale Gestaltung, welche die Geschehnisse vereinfacht und damit für den, mit dem Thema nicht vertrauten, Zuschauer verständlicher darstellt. Die breite Masse feiert den Film für seine emotionale Liebesgeschichte und die spannende und amüsante Umsetzung.

Ich finde man kann sich „Goethe!“ durchaus angucken, wenn man unterhalten werden möchte, allerdings sollte man nicht zu hohe Ansprüche in Bezug auf die Darstellung der historischen Fakten haben.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spielfilm: Vergnügung vor wissenschaftlicher Korrektheit, 23. Februar 2012
Von 
Tomate "TMW" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
Der 2010 erschienene Spielfilm polarisiert. Bei Kritikern und insbesondere Geschichtsfanatikern fiel er durch, bei Filmpreisen und dem Kinopublikum kam er erstaunlich gut an.

HANDLUNG

Goethe (Alexander Fehling), vom Vater (Henry Hübchen) getrieben, studiert in Wetzlar Jura. Dies eher leidlich als leidenschaftlich. Bewegender ist da für ihn schon Lotte Buff (Miriam Stein), in die er sich verliebt. Problematisch dabei - und zunächst weiß er es auch nicht -: Sein Chef, Gerichtsrat Kestner (Moritz Bleibtreu), möchte Lotte gerne ehelichen.

MEINUNG

Wer diesen Film danach beurteilt, ob er auch faktentreu ist und ob er vor allem Goethe gerecht wird, befindet sich unweigerlich auf dem falschen Areal. Dieser Film ist keine Geschichts-Doku für den Deutschunterricht, sondern eine unterhaltende Liebes-Tragödie fürs Kino. Bewertet man ihn schlicht danach, stellt man fest: Gut gelungen!

Dabei kann man der Fiktion danken, welche die Fakten im Sinne der Kurzweil besiegt. Verantwortlich sind aber auch zwei hervorragende Hauptdarsteller (Fehling, Stein), ein gutes Szenenbild, eine beeindruckend gut gelungen 18. Jahrhundert-Atmosphäre, das Einstreuen von lyrisch-literarischen Segmenten, die Jedermann versteht, und unaufdringliche, aber umso wertvollere Botschaften.

FAZIT

Wer hier mault, "das stimmt doch so nicht", oder gar flucht "Schande über die Ausnutzer deutschen Lyrik-Gutes", der vergisst, dass viele, die ins Kino gelaufen sind, gar nicht zu seinem geneigt zuhörenden Klientel gehören. Es aber bald tun könnten, nämlich dann, wenn dieser Film erreicht, dass man sich beschäftigt, und zwar mit Goethe, seinen Werken und seinem Leben und nicht der Frage der Detailtreue in einem schnellen Film. Und die, diesen Auslöser nicht verspüren, sind immer noch gut unterhalten worden. Dafür werden Spielfilme gemacht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Darsteller, bescheidenes Drehbuch, überforderter Regisseur, 15. November 2013
Von 
Jana Herold "bertholdin" (Dresden, Sachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
Wenn endlich einer den Mut hat, einen Film über Goethe, den Menschen, den Leidenschaftlichen, den hintergründigen Denker, der gleichwertig Künstler u n d Wissenschaftler war, zu drehen, dann sollte er die für den Film verbrauchten 7 Millionen Euro verfilmen dürfen, wenn er w e n i g s t e n s annähernd in einem Punkt das Format eines Goethe hat. Die Idee ist g e n i a l, dem guten alten Goethe unter der Staubdecke der Gelehrtenehrfurcht Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen, indem der junge leidenschaftliche, sich selbst in Frage stellende und somit Schritt für Schritt zu dem dichterisch Genialen Werdenen (das Genie selbst definiert sich in der Goethezeit als ein geistig hochpotentiell angelegter Charakter, der sich literarisch ausdrücken kann)aufgegriffen und nachvollziehbar ins Bild gerückt wird.
Ein Lob für das Casting, nahezu alle Darsteller waren/wären ihrer Aufgabe gewachsen. Umso trauriger die unterbelichtete Sicht von Regisseur und Produzent, die ja auch hauptverantwortlich für das Drehbuch sind. Ich habe nichts dagegen, Dichtung und Wahrheit in Vergangenheit und Heute zu mischen, sich gegenseitig steigern zu lassen, und wenn es dem Film Glanz und Gloria, Wonne und Würde gegeben hätte, Goethe ein wenig einzusperren, ihm seine Abschlüsse wegzuschwindeln und eine über mehrere Jahre bereits mit Kestner verlobte Lotte in 68er- Manier über feuchte Wiesen wälzend Goethes (scheinbare) Unschuld rauben zu lassen (sich damit skrupellos selbst aus ihrem Stand -oberste Bürgerschicht- sog. Hübsche Familie- mit der gesamten Familienehre katapultierend), dann hätte gerade ich, die ich das flügelfreie Leben bevorzuge, es mit Wonne genossen. Jedoch gerade diese Wonne wurde mir mit dieser kindlich/kindisch anmutenden Umsetzung nicht gegönnt, weil zu viel Zuckerschaumschlagen nun einmal niemandem bekommt. Leider kein Goethe, leider kein Werther, leider kein Filmcharisma in diesen Punkten zu finden, wo es gerade mit dieser Besetzung wundervoll gelungen wäre.
Traurig, dass eine Produktion 2009 /2010 es computertechnisch nicht schafft, überzeugende Kulisse zu schaffen. Die wunderbaren Realaufnahmen in Görlitz, Quedlinburg und anderswo werden mit so viel unnötigen Blöff überschüttet, ganz zu schweigen vom Mißgriff in Canalettos wunderbares Spektrum, das zum albernen Comic im Stil früher Panoramenfilmproduktionen wird. Weniger wäre hier viel mehr gewesen. Die Kostüme sind meistenteils vorzüglich recherchiert und umgesetzt, nur aus Charlotte Buff ist der frühklassizistische oder französische Revoluzzervamp geworden- das hätte man der bildschönen Frau nicht antun müssen, um ihre reizvolle Erotik und Natürlichkeit herauszustellen.
Schade, als Produzentin vieler historischer Veranstaltungen von Mittelalter bis Goethezeit in Görlitz, im Harz, Weimar und andrerer Gegenden war ich besonders gespannt auf den Film und bin deshalb so bitter um diese Vergeudung enttäuscht, weil mit dem vorhandenen Potential ein Film von Weltniveau hätte entstehen können. Das kommt davon, wenn man sich im Nähkästchen anderer Macher vergreift: Ein Abklatsch eines nun passierten Konglomerates von "Amadeus in Love" wird eben kein Goethethriller mit Liebeseffekt und holt den Mann auf seinem Sockel nicht ein...
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40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Dichtung als Wahrheit, 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
Lange hat es gebraucht, bis sich mal jemand entschlossen hat,
einen Film über den größten Dichter der Sturm und Drang Zeit zu produzieren.
Und dieser erste Versuch einer Verfilmung im "Shakespeare in love" Style kann
sich wirklich mehr als sehen lassen!

Bildtechnisch sehr liebevoll gestaltet kommt der Film ganz ohne Special Effects aus
und er zeigt sehr gelungen, Goethe nicht als Überuniversales Genie (was er durchaus auch war),
sondern als normalen jungen Menschen mit seinen Gefühlen und Problemen,
die heute genauso aktuell sind wie damals. Und gerade das macht diesen Film so besonders:
die richtige Portion an Gefühl und Poesie!

Es wurden zwar viele Kritikerstimmen laut, dass einiges den historischen Fakten widerspräche,
doch wie sagte es Lotte am Ende des Filmes so schön: "Es ist mehr als Wahrheit - es ist Dichtung!"

Auch ein großes Lob an die drei Hauptdarsteller Alexander Fehling, Miriam Stein
und Moritz Bleibtreu sei an dieser Stelle für ihre großartige Leistung ausgesprochen!
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufschlussreich, 16. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Goethe! [Blu-ray] (Blu-ray)
Es war wieder einmal sehr interressant den Lebensweg bzw. die Entwicklung eines
großen Mannes zu verfolgen.

In der damaligen Zeit war die Schreibkunst nicht beliebt, jeder sollte eigentlich
einen ordentlichen Beruf erlernen.

Die Versuche des jungen Goethe scheiterten und so mußte er sich den Anordnungen und dem
Geld seines Vaters unterordnen. Erstaunlicherweise hat er sich gut eingearbeitet und
auch einen eigentlichen Außenseiter als Freund gewonnen. Mit diesem lernt er bei einem
fröhlichen Abend die junge Lotte kennen. Nach Anfangsschwierigkeiten finden sich die zwei
symphatisch und es entsteht eine zarte Liebe.

Leider spielt wie so oft in dieser Zeit Geld eine große Rolle und so freut sich der Vater
als die Verbindung mit Kestner zustande kommt. Goethe erfährt dadurch erst durch einen dummen
Zufall und er hat auch noch dabei geholfen. Mir tat er in diesem Moment leid.

Diese Liebe hatte auch etwas gutes. Es entstand "Die Leiden des jungen Werthers" und dies war
der Durchbruch. Der Rest von Goethes Geschichte dürfte allen bekannt sein.

Gespielt wurde der junge Goethe von Alexander Fehling den ich ganz prima finde. Unbekümmert geht er
an die ganze Sache heran und wächst dann doch über sich hinaus.

Erfrischend und doch dezent die Darstellerin der Lotte.

Sehr unterhaltsamer Film und daher sehr zu empfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spielfilm für zwischendurch, 10. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
Inhalt
In Philipp Stölzls "Goethe!" geht es um den noch jungen ungestümen Goethe, welcher sein Jura-Studium vernachlässigt und deshalb von seinem Vater an ein Reichskammergericht geschickt wird.
Kurz darauf lernt er die junge Lotte kennen und verliebt sich, diese wird jedoch dem Vorgesetzten Kestner versprochen damit beginnt eine typische Liebesgeschichte.

Kritik
Wer sich von "Goethe!" einen Dokumentar-Film erhofft wird sicher enttäuscht, denn es handelt sich um einen Spielfilm und dieser Konzentriert sich auf die Liebesgeschichte mir Lotte – meiner Meinung nach zu stark. Innerhalb diese Liebesgeschichte bedient der Film sich auch an Goethes Lyrik, was einen Kenner zum schmunzeln bringt. Dennoch hätten dem Film mehr interessante Fakten gut getan. Er stellt die Zeit meiner Meinung nach realistisch dar allerdings zu Gunsten der Liebesgeschichte dafür wurden sicher einige Dinge ausgelassen - schade.

Fazit
Ein gut inzinierter Liebesfilm - allerdings hätte ich mir gewünscht mehr über Goethe zu erfahren. Ein Film für zwischendurch mehr aber auch nicht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwärmerische Jugendliebe...., 27. Juli 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
Der junge Johann Goethe (Alexander Fehling) studiert in Straßburg Jura und vermasselt sein Staatsexamen. Sehr zum Ärger von Vater Goethe (Henry Hübchen), der den Sohnemann nach Frankfurt zurückholt, um ihm seine Dichterflausen auszutreiben. Er muss wohl oder übel seine Ausbildung zum Juristen am Reichskammergericht in Wetzlar fortsetzen.
Sein Vorgesetzer, der fleissige Gerichtsrat Kestner (Moritz Bleibtreu) deckt ihn zuerst einmal mit alten Akten ein, die er zu studieren und zu bearbeiten hat.
Mit dem anderen Auszubildenden Jerusalem (Volker Bruch) entsteht dabei sehr schnell eine Freundschaft, die die beiden mit jugendlichem Eifer ausleben. Auf einer Tanzveranstaltung lernen die beiden jungen Mädchen Charlotte Buff (Miriam Stein) kennen. Goethe wirft ein Auge auf sie, als er sie einige Tage später in der Kirche singen hört.
Auch bei Charlotte funkt es, doch die Familie Buff ist verarmt, der Vater (Burkhart Klausner) wird wohl sein Haus verlieren. Eine Katastrophe für die vielen Geschwister Charlottes.
Einziger Ausweg erscheint die Verlobung mit Kestner, der auch ein Auge auf die attraktive junge Frau geworfen hat.
Die Verwirrungen dieses Sommers 1792 inspirieren den jungen Dichter Goethe zu seinem persönlichsten Werk "Die Leiden des jungen Werther", ein Briefroman, der im damaligen Europa auf einen Schlag ein populärer Beststeller wird und die melancholisch geprägte Stimmung der Jugend zu dieser Zeit exakt wiedergibt...
Philipp Stölzls Film "Goethe" ist eine deutsche Ausgabe von "Shakespeare in Love", denn der Film ist von einer leichten beschwingten Art, die aber so gut und straff inszeniert wurde, dass auch die traurigen und melancholischen Zwischentöne nie zu kurz kommen.
Es ist eine wunderschön bebilderte Romanze zwischen zwei Jugendlichen, die zwar nicht in der Realität, aber dafür in der Dichtung zusammenkommen, wie der Film sehr schön im Dialog anmerkt.
Mit Alexander Fehling tritt ein sehr modern orientierter Goethe aufs Podium, aber er wirkt authentisch, denn nur mit diesem Spirit lässt sich seine Popularität auch in der Romantik, seiner gelebten Epoche, erklären.
Der Film bietet eine ganze Vielzahl schöner Bilder, die es leicht machen, sich in diese Zeit hineinversetzen zu lassen. Ein deutscher Film, der ebenso viel Spass macht wie sein US-amerikanisches Vorbild von John Madden.
Man sollte den charmanten, gut gelungenen Film daher eher als Biopic mit einigen gewagten Fiktionen bewerten.
Was bewirkt, dass ein Goethe auch einem größeren und jungen Publikum nahe bebracht werden kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Verfilmung der Sturm- und Drangjahre Goethes - mehr Dichtung als Wahrheit, 26. Dezember 2013
Von 
Norma Schlecker - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
Zunächst muss ich als Germanistin feststellen: Was man hier zu sehen bekommt, entspricht nicht den biografischen Tatsachen. Auch historisch ist nicht alles einwandfrei. Aber muss es das? Nein! Wer etwas über die "wahren" Hintergründe erfahren möchte, sollte zu einer Biografie greifen. Wer aber einen unterhaltsamen Spielfilm für die ganze Familie sehen möchte, ist hier goldrichtig. Die Darsteller sind sehr gut. Das muss man einfach sagen, denn es gibt so viele Filme, in denen schon diese Grundlage nicht gegeben ist. Hier stimmt in puncto Schauspiel einfach alles. Die Ausstattung ist sehr gut, wenngleich auch einige Kostüme vielleicht nicht exakt der Zeit entsprechen. Charlotte wird anders dargestellt als in Goethes Werther. Aber all das ist in Ordung, so lange das große Ganze stimmt. Und das tut es!
Wir haben den Film mit unserem 8-jährigen Sohn gesehen, der schwer begeistert war.
Worum geht es? Johann Goethe fällt in seiner Heimatstadt Frankfurt/Main durch die Doktorprüfung und auch seine literarischen Werke finden leider keinen Anklang. Der enttäuschte Vater schickt ihn nach Wetzlar, wo er als Schreiber bei Gericht das nachholen soll, was er in seiner Heimatstadt angesichts seiner "Flausen" nicht hinbekommen hat - einen ordentlichen Abschluss als Jurist. Doch auch in Wetzlar kommt der junge Stürmer und Dränger nicht zur Ruhe. Mit seinem Freund Wilhelm Jerusalem zieht er um die Häuser und sieht auf einer Feier erstmals Charlotte Buff, eine rothaarige Naturschönheit, die im die Sinne vernebelt. In der Kirche trifft er sie erneut - und ab diesem Zeitpunkt ist eines klar: Goethe ist verliebt. Gemeinsam mit Jerusalem reitet er bald zum Gutshaus der Buffs, in dem Charlotte sich um ihre 8 kleineren Geschwister kümmern muss, da die Mutter vor einem Jahr verstorben und der Vater in der Arbeit ist. Parallel dazu hat Lottes Vater einen adäquaten Ehemann für sie gefunden: Albert Kestner (hervorragend gespielt von Moritz Bleibtreu), seines Zeichens Vorgesetzter von Goethe und Jerusalem am Gericht...
Wie ich bereits eingangs erwähnt habe, ist diese Verfilmung sehr viel mehr Dichtung als Wahrheit, aber ich glaube Goethe hätte es gefallen! Es kommt zu tragischen Missverständnissen und spannenden Situationen. Der Film ist nie langweilig und das ist mehr als man von einem gewöhnlichen Spielfilm erwarten kann. Freilich ist es kein Film von Weltruf, aber ausgesprochen gelungene Unterhaltung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hollywoodglanz gespickt mit geschichtlichem Halbwissen, 23. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Goethe! (DVD)
"Goethe!" ist kein gänzlich geschichtlich fundierter Film, jedoch für Kinobesucher aller Art geeignet.

Nach dem missglückten Versuch einen Doktortitel zu erlangen, wird der rebellische Goethe von seinem Vater nach Wetzlar geschickt, um praktische Erfahrungen in einer Anwaltskanzlei zu sammeln.
In seiner Zeit in Wetzlar trifft er die junge Lotte Buff, deren Zauber er verfällt. Nichtsahnend, dass sein Vorgesetzter in dieselbe Frau verliebt ist wie er, beginnt ein hartes Spiel um Liebe und Verrat.

Philipp Stölzl gelang es, einen recht unterhaltsamen Film zu schaffen, dessen Fundament weniger auf geschichtlichen, als auf unterhaltungskonzentrierten Boden gründet.
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Goethe! von Alexander Fehling (DVD - 2011)
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