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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super gelungen!
Ein toller Dokumentarfilm zum Thema Vatikan.
Wirklich beeindruckent welche Bilder man in dem Film zu Gesicht bekommt.
Jedem der sich nur im entferntestn für die römisch-katholische Kirche interessiert, würde ich den Film empfehlen.
Veröffentlicht am 14. Juni 2011 von KHaT

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Recht langweilig
Zwar gibt es hier schöne Aufnahmen, aber leider ist es sehr einseitig und auf die Dauer wird es langweeilig. Die versprochene Informationen kommen nicht wirklich rüber.
Vor 18 Monaten von Anne veröffentlicht


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super gelungen!, 14. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Vatikan - Die verborgene Welt (DVD)
Ein toller Dokumentarfilm zum Thema Vatikan.
Wirklich beeindruckent welche Bilder man in dem Film zu Gesicht bekommt.
Jedem der sich nur im entferntestn für die römisch-katholische Kirche interessiert, würde ich den Film empfehlen.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Premium Doku, 28. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Vatikan - Die verborgene Welt (DVD)
Einer der besten Dokumentationen die ich seit langem gesehen habe. Ich habe sie im Fernsehen schon geschaut und war total begeistert, nur schade das solche Sachen immer sehr spät gesendet werden.

Wer wie ich noch nie im Vatikan war, will nach dem Film unbedingt einmal dort hin. Die Einblicke in die Papstgräber, die Päpstlichen Gärten und die Archive sind unglaublich. Man sieht Bereich in die man als normal Bürger wohl nie sieht.

Vor allem der Blick auf die Menschen hinter dem Papst sind sehr beeindruckend!

Ich hoffe die Macher bekommen für Ihr Werk einen Preis!!!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Einblicke in den Vatikan, 26. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Vatikan - Die verborgene Welt (DVD)
Eine tolle DVD über den Vatikan mit klasse Einblicke in die Welt des Vatikans ! Sehr zu empfehlen für jeden der sich für den Vatikan und die katholische Kirche interessiert !
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend wie ein Krimi, 12. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Vatikan - Die verborgene Welt (DVD)
Diese Fernsehproduktion läßt wirklich sehr tief (nicht nur in die tiefen Etagen des Petersdomes)in die Geschichte des Vatikans blicken. Wer diesen Film gesehen hat, ahnt vielleicht etwas von den Gebräuchen, denn Machtstrukturen, aber auch vom einfachen Leben im Vatikan. Vollständig vermitteln kann dieser hervorragend produzierte Film das nicht.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Recht langweilig, 18. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Vatikan - Die verborgene Welt (DVD)
Zwar gibt es hier schöne Aufnahmen, aber leider ist es sehr einseitig und auf die Dauer wird es langweeilig. Die versprochene Informationen kommen nicht wirklich rüber.
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4 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was will der suggestive Film bezwecken und was wollen die Filmemacher mit den wunderschönen Bildern verheimlichen und verbergen?, 2. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Vatikan - Die verborgene Welt (DVD)
Der Film "Vatikan - die verborgene Welt" ist am 7. Juni 2012 gegen die Endausscheidung von "Germany's next Topmodel" in Sat 1 gelaufen. Dies war eine Herausforderung. Der Bayerische Rundfunk brachte anlässlich des Fronleichnamsfestes am 7. Juni 2012 einen Film ins Rennen, der die verborgene Welt hinter den Mauern des Vatikans zeigen soll. Offensichtlich ließen sich die Programmverantwortlichen nicht so sehr von den Programmen der Konkurrenzsender leiten. Sie wollten einen "typisch katholischen" Akzent nicht nur zum katholischsten aller Feiertage bringen, sondern auch noch "schöne" und seltene Bilder aus dem Vatikan, die die Gläubigen beschwichtigen sollten. Einige Tage zuvor war der Kammerdiener des Papstes Paolo Gabriele am 25. Mai 2012 verhaftet worden und erklärte der ehemalige Chef der Vatikanbank Ettore Gotti Tedeschi nach einem einstimmigen Misstrauensvotum der vier Aufsichtsräte der Bank seinen Rücktritt. Der Film "Vatikan - die verborgene Welt" sollte nun Normalität und Sicherheit wieder herstellen, die scheinbar in der noch nicht völlig aufgeklärten Krise im Vatikan zu verschwinden drohte. An dem tatsächlichen normalen Routinealltag und an der Vertrauens- und Sicherheitskrise im Vatikan ändert ein solcher Film selbstverständlich gar nichts. Er dient letztlich nur der Beschwichtigung und Negierung der Probleme im Vatikan, die den Zuschauerinnen und Zuschauer mit den immer gleichen Methoden vom Bayerischen Fernsehen seit Beginn des Pontifikates von Papst Benedikt XVI. vorgeführt werden. Somit stellt sich die Frage: Was hilft der Bayerische Rundfunk hinter den vatikanischen Mauern zu verbergen?
Wer nur etwa zwei Jahre zurück denken kann und wer, zugegebenermaßen, ein Vatikanfan ist, der wird sich vielleicht duster daran erinnern, große Teile des Films "Vatikan - Die verborgene Welt" schon einmal im Bayerischen Rundfunk gesehen zu haben. Die DVD, die 2010 produziert wurde und die ab dem 25. März 2011 zu kaufen war, beinhaltet somit die ältere Version dieses Filmes. Auch kino.de stellte den Dokumentarfilm "Der Vatikan - die verborgene Welt" von Richard Ladkani vor. Von dem BR-Redakteur Michael Mandlik ist bekannt, dass er gerne schon einmal ausgestrahlte Filme leicht verändert und aktualisiert nochmals senden läßt. Für die erneute Ausstrahlung des Films korrigiert er dann dessen Titel geringfügig. Sofort fällt ins Auge, dass der am 7. Juni 2012 ausgestrahlte Film den Titel "Vatikan - Die verborgene Welt" trägt und somit eine Variation des 2010 bereits gezeigten Ouevres "Der Vatikan - Die verborgene Welt" ist. Im Nachspann wird Michael Mandlik als Berater des Films genannt.
Sehr verwundert ist man, wenn man sieht, dass auch der bis zum 31. Mai 2012 beim Bayerischen Rundfunk angestellte Fernsehdirektor Gerhard Fuchs und die Leiterin der Redaktion "Kultur und Familie", die die Aufsicht hat über die Redaktion "Kirche und Welt", Dr. Sabine Scharnagl neben Michael Mandlik ebenfalls als Berater und Beraterin tätig waren. Dr. Sabine Scharnagl, die über "Plato and the mysteries" in der Philosophie in Großbritannien promovierte und die die Tochter des ehemaligen Chefredakteurs des Bayernkuriers Dr. Wilfried Scharnagl ist, leitet seit 2001 das Ressort "Kultur und Familie" des Bayerischen Fernsehens. Ihr Vertrag wurde für die Zeit vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2016 verlängert. Beim Bayernkurier hat es für die promovierte Philosophin scheinbar keine Stelle gegeben. Gleichzeitig kommt dem durchschnittlichen Fernsehzuschauer und der laienhaften Fernsehzuschauerin diese Häufung an hierarchisch hochkarätigen Beraterinnen und Beratern seltsam vor. Gibt es vielleicht presserechtliche Gründe dafür, dass man sich so institutionell abgesichert hat bei der Beratung zu diesem Film? Oder sollte es ein Prestigeprojekt sein?
Einige Passagen wurden aus dem im Jahr 2010 ausgestrahlten Film bei der Neusendung in diesem Jahr herausgeschnitten und er wurde um einen aktuellen Schluss ergänzt. "Der Vatikan - Die verborgene Welt" endete damit, dass Papst Benedikt XVI. vor der Monstranz kniend, begleitet von einer großen Schar römischer Bürgerinnen und Bürger auf die Kirche Santa Maria Maggiore in Rom zufährt und in der Zuschauermenge sind Gudrun Sailer, 2010 Redakteurin bei Radio Vatikan, und Davide Giulietti, Leibwächter des Papstes, zu sehen. In der Version von 2012 wurden die Interviewpassagen mit Davide Giulietti, einem bekennenden Legionär Christi, wesentlich ausgebaut, während die Szenen mit Gudrun Sailer zum Teil herausgeschnitten wurden, zum Teil neu mit Text unterlegt wurden und zum Teil durch andere Passagen ersetzt wurden.
Gudrun Sailer ist eine der schillerndsten Journalistinnen, die für den Vatikan arbeiten. Auf ihrer eigenen Homepage endet ihre Vita im Jahr 2003, als sie Redakteurin bei Radio Vatikan wird. Sie studierte Literaturwissenschaft und Romanistik, ihrem Italienisch wie ihrem Deutsch ist der starke österreichische Akzent stets anzuhören. Journalistische Ausbildung hat sie keine, was man ihren Anmoderationen und ihrer Bearbeitung von Themen immer wieder anmerkt und was auch in dem Film "Der Vatikan - die verborgene Welt" auffällt. Man fragt sich, wie eine Frau, die selbst von sich in dem Film "Der Vatikan - Die verborgene Welt" sagte, dass sie ein Taufzeugnis und eine Firmbestätigung brauchte, um bei Radio Vatikan angestellt zu werden, immer wieder als Vatikankennerin in den Medien auftreten kann. In dem Film "Vatikan - Die verborgene Welt" maßt sie sich gar an, Ratschläge zu geben, wie richtige Historiker, selbstverständlich benutzt sie nur die männliche Sprachform, schließlich arbeitet sie für einen "Priesterstaat", bei der Erforschung der Judenfrage bezüglich des Vatikans vorzugehen hätten. Die Anmaßungen dieser als Journalistin tätigen Literaturwissenschaftlerin sind schwer erträglich. Eine Ausbildung als Historikerin besitzt sie nicht. So ist es nur zu verständlich, dass sie in dem Original von 2010 davon spricht, dass Edith Stein elf Jahre, nachdem sie einen "Brandbrief" an den Papst geschrieben hatte, gestorben sei. Genau diese Stelle wurde für die Version von 2012 neu synchronisiert und nun spricht Gudrun Sailer davon, dass Edith Stein "getötet" wurde, ja sogar "ermordet" wurde. Obwohl die Stelle der Ermordung Edith Steins durch die Nazis in dem Film "Vatikan - Die verborgene Welt" nun neu vertont wurde, merkt man der historischen "Nachforschung" von Gudrun Sailer immer noch an, wes Geistes Kind sie ist.
Gudrun Sailer hatte es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, der Frage nachzugehen, wer die erste Frau war, die im Vatikan angestellt wurde und meint, sie in der 1898 geborenen Hermine Speier, einer Jüdin aus Frankfurt, gefunden zu haben, die ab 1938 im Vatikan als Archäologin gearbeitet haben soll und die im Jahr 1989 verstarb. In der Filmversion von 2012 hält Gudrun Sailer ein Photo von Hermine Speier in die Kamera, das zeigen soll, dass ein Weinglas auf dem Tisch steht und dass eine Zigarettenpackung auf dem Tisch liegt. Dazu kommentiert Gudrun Sailer, Hermine Speier sei eine lebenslustige Frau gewesen und hätte sich gar nicht so verhalten, wie man es von einer Frau in dieser Zeit erwarten würde. Hier fragt man sich, was in dem Kopf von Gudrun Sailer vorgeht und welches kulturelle Wissen sie vermitteln will. Das Photo zeigte eine Frau in den mittleren Fünfzigern des vergangenen Jahrhunderts. Damals war es absolut üblich, dies ist in alten italienischen Filmen der Zeit durchaus zu sehen, dass Frauen öffentlich rauchten. Was ist bei einem geselligen Abend gegen ein Glas Wein einzuwenden? Ähnlich geht die Stänkerei von Gudrun Sailer weiter. Sie faßt mit ihren blanken Fingern historische Originaldokumente an und schmiert über die Seiten. Handschuhe, wie bei Historikerinnen und Historikern während der Erforschung von Quellenmaterial üblich, zieht sie nicht an. Später in dem Film "Vatikan - Die verborgene Welt" wird man Angelo Kardinal Commastri und Bischof Sergio Pagano sehen, die mit aller Mühe und mit allen Mitteln versuchen, historische Dokumente, die dem zeitlichen Verfall ausgesetzt sind, zu retten.
In dem Film wird sowohl in der Version von 2010 als auch in der Version von 2012 gleich zweimal betont, welch gute Kontakte Gudrun Sailer "zur Kurie" haben würde. "Die Kurie" ist groß. Für manche reichen nur zwei sehr persönliche Kontakte zu langjährigen, alt eingesessenen Kurienmitgliedern, und es öffnen sich Personalakten im Governatorat, dem Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone vorsteht. Über solche Kontakte verfügt Gudrun Sailer offensichtlich. Sie selbst klagt in dem Film, dass noch nicht einmal sie Interviews mit Eminenzen bekommen habe, als der Missbrauchsskandal gerade besonders hoch schwappte. An dieser kleinen Passage kann man ersehen, wie ein "Spezialist" bzw. in diesem Fall eine "Spezialistin" in der Presseberichterstattung über den Vatikan generiert wird. Eine ungelernte Journalistin knüpft zwei Kontakte zu langjährigen Vatikanmitarbeitern, dafür darf sie dann Personalakten einer Jüdin völlig unbeaufsichtigt und alleine einsehen. Schließlich hat sie es sich zum Ziel gesetzt, "das schlechte Image des Vatikans" bezüglich der Rettung von Jüdinnen und Juden während der Nazizeit zu revidieren. Sie erwähnt zwar, dass Hermine Speier 1938 angestellt wurde und dass es einen Briefwechsel gegeben hat, ob sie wirklich Jüdin sei. Gudrun Sailer verwundert sich sehr darüber. Mit gespitztem Mund erzählt sie, dass sie bei ihrer Anstellung bei Radio Vatikan Taufzeugnis und Firmurkunde vorlegen musste. Wann Hermine Speier zum Katholizismus konvertiert sei, habe sie nicht herausfinden können. Aber da die Jüdin auf dem Campo Santo Teutonico beerdigt worden sei, obwohl sie in Montreux verstorben war, müsse sie wohl irgendwann katholisch geworden sein, denn sonst hätte nicht der Rektor des Campo Santo Teutonico Erwin Gatz höchst persönlich eine Trauerfeier auf dem Campo Santo Teutonico vornehmen dürfen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Besonders unflätig wirkt die Bemerkung Gudrun Sailers am Grab Hermine Speiers, deren Bekannte hätten sie "Spinni" genannt. Vielleicht ist dies nur eine Erfindung einer Vatikanjournalistin, da Gudrun Sailer für diese Aussage keine Zeugen beizubringen imstande ist? Verunglimpfung Toter ist nicht nur ethisch mehr als fragwürdig, sondern auch gesetzlich verboten. Eine durch den Vatikan angestellte und damit vor den Nazis gerettete Jüdin so herauszustellen und damit die Ermordung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden erst gar nicht zu erwähnen, ist so geschmacklos, dass man darüber gar keine richtige Freude über die sonstigen in dem Film "Der Vatikan - die verborgene Welt" wunderschönen Aufnahmen aus dem Vatikan empfinden kann. Vielleicht wird genau dies unterschwellig mit diesem Film suggeriert und transportiert: Es zählt allein die Glorifizierung dessen, was der Vatikan an Besitztümern hat. Was der Vatikan tut, ist immer richtig, über jegliche Kritik erhaben und an sich bereits sakrosankt.
Mit keinem Wort sagt Gudrun Sailer allerdings, wahrscheinlich, weil es ihr überhaupt nicht aufgefallen ist, dass die Anstellung Hermine Speiers im Vatikan im Jahr 1938 unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. stattgefunden hat und nicht unter dem seines Nachfolgers Papst Pius XII., der besonders in der Kritik steht, zu wenig für die Rettung verfolgter Menschen vor dem Naziregime getan zu haben. Papst Pius XI. hat nun bekanntlich bereits im Jahr 1931 in "Non abbiamo bisogno" vor der faschistischen Staatsauffassung als heidnischer Staatsvergottung gewarnt (vgl. Gelmi Josef (2001): Pius XI., in: Steimer Bruno (Hg.): Lexikon der Päpste und des Papsttums, Freiburg/Basel/Wien, Sp. 340) und in der auf deutsch erschienen Enzyklika "Mit brennender Sorge" bereits im März 1937 auf die Vergöttlichung der Rasse hingewiesen und den Unterschied zwischen dem päpstlichen Verständnis und dem nationalsozialistischen Verständnis des Menschen deutlich ausgesprochen.(vgl. Bello Nino Lo (1990): Vatikan im Zwielicht. Die unheiligen Geschäfte des Kirchenstaates, München, S. 100; vgl. Gelmi, Pius XI., Sp. 341) Man kann nun schlecht historisch mit einer Maßnahme unter Pius XI., eine Jüdin als erste Frau im Vatikan anzustellen, begründen, dass Papst Pius XII. sich besonders und speziell im Geheimen für die Rettung von Jüdinnen und Juden eingesetzt hat und dass Edith Stein nur deshalb "Pech" gehabt hatte, wie Gudrun Sailer es benennt, weil sie am falschen Ort war, nämlich nicht im Vatikan. Solche Gedanken des Abwägens von zwei Menschenleben zweier zum Katholizismus konvertierter Jüdinnen, jedenfalls nimmt Gudrun Sailer die Konversion von Hermine Speier hypothetisch an, erscheinen ungeheuerlich angesichts der Tatsache, dass sechs Millionen Jüdinnen und Juden in ganz Europa von Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten umgebracht wurden. Ob solch menschenverachtender Dreistigkeit, die Gudrun Sailer mit stoischer Mine über den Bildschirm bringt, und die sich damit als seriöse Geschichtsforscherin darstellen will, verschlägt es einem fast die Sprache.
Besonders fällt auf, dass Gudrun Sailer seit rund zwei Jahren gerne die Hand in die Kamera hält, an der sie einen Ehering trägt. Es ist aber nicht bekannt, mit wem sie verheiratet ist. Bislang waren spirituelle Ehen nur unter Nonnen und Mönchen üblich. Dass sich Nicht- Verheiratete in besonderer Weise dem geistlichen Leben verpflichten, gehört zu den geistlichen Bedingungen des Opus Dei.(vgl. Aymans Winfried/Mörsdorf Klaus (1997): Kanonisches Recht: Lehrbuch aufgrund des Codex iuris canonici, Band II: Verfassungs- und Vereinigungsrecht, Paderborn/München/Wien, S. 750; vgl. Eder Manfred (2003): Opus Dei, in: Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft, Band 6, Tübingen, 4., völlig neu bearbeitete Auflage, Sp. 600) Der Journalist Peter Hertel entnimmt der internen Schrift "Vademecum" des Opus Dei, dass es eine "Klasse" gibt, die als Inscritos bzw. Inscritas ein zusätzliches Treuversprechen gegenüber dem Opus Dei abgelegt haben und deshalb für Leitungsfunktionen innerhalb des Opus Dei qualifiziert sind.(vgl. Hertel Peter (1992): Anfragen an das Selbstverständnis des Opus Dei, in: Schützeichel Harald (Hg.) (1992): Opus Dei. Ziele, Anspruch und Einfluß, Düsseldorf, S. 39) Ob Inscritos bzw. Inscritas nach ihrem zusätzlichen Treueversprechen einen Ehering tragen, wie manche Mitglieder geistlicher Orden dies tun, ist nicht bekannt. Ob Gudrun Sailer ein solches zusätzliches internes Treueversprechen gegenüber dem Opus Dei abgelegt hat, ist ebenfalls nicht bekannt. Es stellt sich die Frage, ob sich an dem suggestiv sehr eindringlich gestalteten Film "Der Vatikan - die verborgene Welt" nicht eine Reihe in der Presse sehr erfahrener Opus Dei-Anhängerinnen und Anhänger beteiligt hat.
Auf jeden Fall verdienen die Berichtigungen, die die Version von 2010 erfahren hat und die in der DVD noch nicht vorgenommen wurden, eine erhöhte Aufmerksamkeit. Es stellt sich die Frage, was mit einem solchen Film bezweckt werden soll jenseits der schönen, mächtigen und beeindruckenden Bilder und jenseits der scheinbar praktizierten Offenheit bezüglich früherer vatikanischer Geheimnisse. Ganz offensichtlich hat die Version von 2010 eine große Resonanz gefunden, denn sie wurde 2011 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet und wird vom Bayerischen Rundfunk gewerblich vertrieben. In der Begründung für den Bayerischen Filmpreis heißt es, dass der Film am 6. Januar 2011 erfolgreich in der ARD unter der Redaktion von Dr. Sabine Scharnagl ausgestrahlt worden sei. Welche Version nun wann wie bearbeitet wurde und welche Passagen genau herausgeschnitten wurden und durch neu gedrehte Episoden ersetzt wurden, läßt sich nur schwer kontinuierlich verfolgen. Die seltenen und schönen Filmpassagen aus dem Vatikan sind sehr beeindruckend und wirken äußerst suggestiv. Es bleibt die Frage offen, was mit dem Film "Der Vatikan - die verborgene Welt" bezweckt werden soll.
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Der Vatikan - Die verborgene Welt
Der Vatikan - Die verborgene Welt von Richard Ladkani (DVD - 2011)
EUR 9,49
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