Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Prime Photos Philips Multiroom Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen20
3,3 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:9,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 23. Juni 2011
Das Thema des Films ist der Inder Shree Rajneesh Mohan (1931-1990), später bekannt als Bhagwan und Osho. Ein Mann über den weltweit zahllose Artikel, Bücher und Hausarbeiten geschrieben wurden, und der bis heute die Meinungen polarisiert.

Dieser Gurufilm ist weniger ein Film über den Guru, als je ein Portrait über zwei seiner engsten Vertrauten. Es ist auch keine Analyse über die Anfänge, den historischen Werdegang und die Anziehungskraft der von ihm begründeten und (in einer neuen Form) bis heute existierenden alternativ-spirituellen Bewegung.

Wer sich freimacht von Erwartungen, die nicht Thema des Films sind, wer sich keine Ja-Nein-Antwort auf die Frage erhofft, ob der berühmt-berüchtigte Meditationslehrer nun ein Erleuchteter oder ein Scharlatan gewesen ist, wer (eine vergleichsweise milde) Kritik an Bhagwan vertragen kann, wird dieser Dokumentation einiges abgewinnen. Besonders empfohlen sei die Arbeit von Gisiger und Häner allen, die die meist negative Berichterstattung der Medien in den 70er und 80er Jahren interessiert mitverfolgt haben, allen die in Poona (heute Pune) gewesen sind, und allen, die sich für das Thema neue religiöse Bewegungen interessieren, - im Spannungsfeld zwischen Spiritualität und Kommerz.

Strukturell besteht der Schweizer Dokumentarfilm aus zwei getrennten, ausführlichen, chronologisch aufgebauten Interviews, sowie aus sorgfältig ausgewähltem Archivmaterial. Im Jahre 2009 halten die beiden so unterschiedlichen Interviewpartner noch einmal Rückschau auf die 70er und 80er Jahre. Die Gegenüberstellung der beiden sehr persönlichen und emotionalen Erzählungen, sowie die kunstvolle Verflechtung der Interviews mit den eindrucksvollen alten Aufnahmen aus Poona und Oregon verleihen dem Film seinen besonderen Reiz.

Die Inderin Sheela begegnete dem Atheisten Baghwan mit 21 Jahren und wurde schließlich zu seiner Sekretärin und zur mächtigen autoritären Leiterin der Großkommune in Oregon, - allerdings ohne die menschlichen und fachlichen Kompetenzen dafür zu besitzen. Der inzwischen drogenabhängige Guru zog sich immer mehr zurück, nahm seine Führungsrolle nicht wahr und legte sich die schon totzitierte Rolls-Royce-Sammlung zu. Nach dem Aus der Kommune landete Sheela für drei Jahre im Gefängnis. Heute leitet sie zwei Wohnheime für Alte und Behinderte in der Schweiz und verehrt Bhagwan noch immer.

Der Schotte Hugh Milne kam mit 25 Jahren auf der Suche nach seinem wahren Ich sowie sexueller Befreiung nach Poona und wurde später zum Bodyguard des Meisters ernannt. Lange Jahre erlebte Hugh den Guru in unmittelbarer Nähe. Nach dem Bruch mit Rajneesh unternahm er einen Selbstmordversuch, verbrachte einige Monate in einer psychiatrischen Klinik und veröffentlichte 1987 das Buch "Bhagwan: The God That Failed". Es ist eine über 300 Seiten starke, schonungslose Aufarbeitung der Zeit mit seinem charismatischen Lehrmeister.

When did it all start to go wrong? - diese Frage stellt sich Hugh im Buch und zu Anfang des Films. Jochen Werner hat es treffend formuliert: Guru ist vor allem deshalb ein faszinierender Film, weil er den allmählichen, manchmal quälend langsamen Erkenntnisprozess von Hugh geduldig nachzeichnet.

Zum Abschluss ein Tipp für alle, die nur wenig Vorkenntnisse haben über dieses kuriose Kapitel menschlicher Sinnsuche: Vor dem Anschauen des Films den informativen Wikipedia-Artikel über Osho lesen. Mit dem Hintergrundwissen des Artikels lassen sich die Aussagen von Sheela und Hugh besser einordnen.
0Kommentar|31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2011
Ich bin selbst Sannyasin und war in Oregon dabei und insofern haben mich die Szenen über Bhagwan gefreut - er ist noch immer in meinem Herzen! Was mich an dem Film gestört hat war, dass am Ende beide die Schuld ihm zuschieben - in meinen Augen nicht die Wahrheit. Wann begann es zu kippen? Als die Kommune nach Amerika ging - es mußte so enden. Zudem war für mich ganz klar Sheela ihrem Schatten, der "Macht" erlegen und der Bodygard tatsächlich seinem Schatten, der "Gewöhnlichkeit". Bhagwan hat selbst nach dem Desaster gesagt, dass es ein Experiment und er sehr traurig darüber war, dass es gescheitert ist. Und wir seien noch nicht so weit. Und das ist so! Wir sind noch nicht soweit auf dieser Erde - unsere Schatten holen uns immer wieder ein. Und was mich ärgert ist die Beschreibung zu dem Film: Sannyasins als Sklaven, arbeiten 12 Stunden usw. Es war wundervoll dort zu "arbeiten", eine sagenhafte Stadt ist entstanden, keiner wurde gezwungen dort zu sein.
33 Kommentare|24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Februar 2011
Guru - Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard
Orange war die Farbe der 80er Jahre. Orange waren die Gewänder der Anhänger von Bhagwan, jenem charismatischen Guru, der mit seinen Lehren von freier Liebe, Meditation und tantrischer Sexualität Tausende junger Menschen in seinen Bann zog - und der Schrecken einer mittelständischen Bürgerlichkeit war.
Die Schweizer Dokumentarfilmer Sabine Gisiger und Beat Häner haben sich auf die Suche begeben nach den beiden wichtigsten Anhängern des Gurus, die seinen Aufstieg aus nächster Nähe nicht nur miterlebten, sondern aktiv mitgestalteten.
Sheela, die wahrscheinlich engste Vertraute Bhagwans, war fast von Beginn an an dessen Seite. Sie war seine Sekretärin, seine Vertraute, sein Sprachrohr. Sie war verantwortlich für den Aufbau der Modellkommune in den Bergen von Oregon, die als Ideal einer Lebensgemeinschaft galt und am Ende kläglich scheitern sollte. Für Sheela endete der Aufenthalt in den USA sogar im Gefängnis.
Die zweite wichtige Persönlichkeit im Leben und Wirken des Gurus war dessen Leibwächter, ein junger Brite namens Hugh. Für ihn endet der Traum von Spiritualität in einem persönlichen Desaster.
Bislang unveröffentlichtes Archivmaterial und die Interviews mit den beiden Vertrauten machen diesen Film zu einem kleinen Schatz, einem Fundus an Bildern aus einer Zeit, in der die Gesellschaft sich im Umbruch befand. Während die einen gegen Konsum, Krieg und die Gesetzte der Marktwirtschaft politisch (und bisweilen radikal und brutal) angingen, versuchte ein kleine Gruppe von Menschen sich am Aufbau einer Parallel-Gesellschaft, die nach idealen Maßstäben zum höchsten Glück führen sollte. Sensibel, ohne wenig Kommentare aus dem Off geht der Zuschauer den Weg mit den Zeitzeugen bis zu dem Punkt, an dem die Lehren des Meister kippten, an dem seine charismatischen Reden mündeten ins Sammeln von Rolls-Royce-Limousinen, in einen sanften Drogenrausch und paramilitärischen Maßnahmen zur Selbsterhaltung der Kommune.
Die beiden Filmemacher nehmen beide Protagonisten ernst, die sich begeistert an den Beginn erinnern- um dann in ihrer posthumen Beurteilung weit auseinanderzudriften. Für mich einer der besten Dokus seit langem !
0Kommentar|29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Dokumentation hat dahingehend Schwächen, da die Gründe, weshalb Bhagwan alias Osho so viele Anhänger hatte und hat, nur unzureichend dargestellt wird.
Man erfährt kaum etwas über sein Credo, seine Impulse, sein unterhaltsames Philosophieren, seine Gedanken zu Buddha, Jesus, Yoga, Tantra, Meditation...

Was dagegen umfassend und ausgewogen gezeigt wird, ist der kometenhafte Aufstieg des Gurus mit dem Schalk in den Augen und dem früh gelichteten Haar sowie sein Niedergang, seine Habgier, seine Heuchelei und seine Abhängigkeit mit sämtlichen Details aus der Sicht der schuldhaft verstrickten Ex-Sekretärin Sheela Birnstiel (dreieinhalb Jahre Haft) und dem schottischen Ex-Bodyguard Hugh Milne, der den nötigen Abstand gewonnen hat und das Geschehene klug und kenntnisreich reflektiert, aber nicht verbittert ist.

Insgesamt ist diese Doku mit zahlreichen historischen Originalaufnahmen ein Lehrstück über Identifizierung, Lehrer-Schüler-Fehlentwicklung und Sektenstruktur; eher aufklärend als verklärend.
11 Kommentar|33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. August 2015
Warum ließ man Sheela reden, die erst großen Mist baute und jetzt Bhagwan die Schuld in die Schuhe schieben will, und warum gibt es keine Fotos von seiner angeblichen Drogeneinnahme!? Der bodyguard sagt doch, es seien viel Fotos gemacht worden. Die hätte man m.E. bestimmt gerne gezeigt, wenn es sie nur gäbe ;-) Das klingt unglaubwürdig und nach übler Nachrede, wenn man es nicht beweisen kann.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2015
ist mir immer wieder ein rätsel,weshalb man solche filme macht von osho , einem der größten mystiker unserer zeit mit durchgeknallten leuten wie sheela , die ja maßgeblich beteiligt war an der schlechten presse und mit dem milne , der schon in den späten siebziegern nicht mehr bei osho war .... und die leute glauben das dann noch ....
11 Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Mai 2012
Osho ist auf dem Cover abgebildet, es gibt viele Filmausschnitte über ihn, aber es ist ein Film über zwei, die in seiner Nähe waren: seine Sekretärin und ein Leibwächter.

Das immer gleiche Problem: man sieht etwas, woher kommen die Bewertungen? Aus einem selbst!

Da fährt einer mit Rolls durch die Gegend, trägt teure Roben und Uhren. Das sieht man. Und die Bewertung? Die Dokumentation zeigt die Bewertungen von Sheela und Hugh. Es sind IHRE Meinungen.

Wenn ich einen Berg erfassen will, frage ich dann die Kuh, die an seinen Hängen grast oder den Senner, der diese auf die Weide führt? Sie werden den Berg aus ihrer Perspektive schildern. Es gibt das schöne Beispiel mit einem Elefanten, der sich hinter einem Zaum bewegt, der viele kleine Astlöcher hat und jede schaut durch eines: der eine sieht einen Rüssel, eine andere ein Bein, ein dritter einen Schweif. Und den Elefanten? Sieht keiner.

Crazy wisdom ist eine immer wieder auftauchende Herausforderung. Wer kann dies erfassen?
Vielleicht sind die Antworten darauf immer nur individuelle? Was gibt mir diese Weisheit?

Sind die Aussagen von Osho falsch, wenn man feststellt, dass der Mensch Handlungen macht, die man verurteilt oder sehr fremd findet ?

Glaubwürdigkeit ist kein notwendiges Beiwerk von Sinn.Oftmals erlebt man, dass Menschen einem viel geben können, auch wenn man sie als Mensch nicht schätzt. Wer wollte schon mit Mozart oder Beethoven Kontakt gehabt haben? Aber mit welchem Reichtum haben sie die Menschheit beschenkt.

Deswegen gefällt mir schon der Titel dieses Werks nicht. Es ist nicht der Guru- mit dem macht man Werbung für dieses Produkt,sondern es sind zwei Menschen in seiner Umgebung, die ihr Verhältnis zu Shree Rajneesh offenbaren.

Für den Umgang mit Shree Rajneesh könnte man sich überprüfen, was sein Dasein für einen selbst bedeutet? Die Schriften, die Bewegung, die durch ihn entstanden ist.

Der Film ist dazu ein Mosaikstein, ein gar nicht sehr grosser.
11 Kommentar|19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Dezember 2014
Ein schlecht gemachter Film weil es Osho nicht annähernd wiederspiegelt zudem reden nur 2 ausgeschlossene.....bin sehr enttäuscht von diesem Film
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Oktober 2014
Ich war damals™ nicht persönlich im Ashram und hab auch kein Sanyas genommen. "Irgendwie" war Bhagwan aber Teil meiner Jugendkultur, durch seine allgegenwärtigen Jünger mit ihren orangen Klamotten, ihren Holzperlen-Ketten und seltsamen spirituellen Vorstellungen aber natürlich auch durch die schicken, teueren, hellen & cleanen Discotheken wie das Far-Out am Lehniner Platz in Berlin. Das Video zeigt mit Archivausschnitten reich garniert den Blick zurück durch die Augen seiner engsten Sekretärin und eines Leibwächters. Sehenswert.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Mai 2011
ein übles Machwerk. Ich war in Poona, ich war auf der Ranch. Erst wird der Zuschauer in diesem Film mit idyllischen Bildern (die es alle auch als Videos irgendwo auf Youtube gibt) eingelullt. Dann kommen ein Versager und eine Verbrecherin breit zu Wort. Beide geben die Verantwortung dem Meister, den sie hintergangen haben. Shiva, Ok, schade. Sheela Birnstil habe ich auf der Publikumspremiere in Berlin erlebt. Bei der nützen auch Jahre im Knast nichts um Einsicht und Reue zu entwickeln. Sie hat Mordanschläge auf Sannyasins zu verantworten. Ich hätte in so einem Film erwartet, dass eine kritische Stimme zu Wort kommt. Und eine Stimme, welche die Sicht derer darstellt, die durch sie bedroht und geschädigt wurden. Der Film tu so, als wäre die Sannyas-Bewegung mit der Ranch beendet gewesen. Dem ist ganz und gar nicht so. Es war eine Erfahrung, aus der gelernt wurde. Am Ende des Films war ich konsterniert, wie man die Tatsachen verdrehen kann. Das Ganze scheint mir von Sheela Birnstil als Rechtfertigungs-Propaganda gesponsort.
33 Kommentare|30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,97 €
9,49 €