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Ich habe den deutsch-britischen "Black Death" (2010) und den Nicholas Cage-Hollywood-Film "Der letzte Tempelritter" (2011) innerhalb kurzer Zeit gesehen. Die inhaltlichen Parallelen sind offensichtlich: Beides sind Mystery-Abenteuerfilme im düsteren Drumherum aus tiefstem Mittelalter, Pest, Hexerei und religiösem Fanatismus. In beiden Filmen begeben sich Ritter mitsamt Gefolge im Auftrag der Kirche auf einen kleinen Kreuzzug gegen eine unbekannte dämonische Bedrohung, um der grassierenden Pest endlich Herr zu werden...
Mein Fazit: "Black Death" ist dem "Tempelritter" klar eine Pestbeulenlänge voraus.
Der "Tempelritter" entwirft zwar ein gelungen ungemütliches Bild des Mittelalters, weiß aber weder als ernstzunehmende Auseinandersetzung mit religiös bedingtem Hexenwahn, noch als Horrorfilm (Abwesenheit gruseliger Szenen), geschweige denn als Action-Abenteuer (alles schon x mal gesehen) zu überzeugen; zudem sind seine Animationen dürftig. Der - zeitweilig immerhin recht spannende - Film wirkt letztlich inhomogen und wie ein Schnellschuss. - Und mutet dabei sogar etwas wie ein kleiner Nachzieher zu "Black Death" an.
Dieser ist ebenso keine allzu tiefschürfende Unterhaltung, hier vermag die genreübergreifende Erzählung aber von Beginn an zu fesseln. "Black Death" überzeugt mit seiner konsequent, aber nicht übertrieben düsteren und dreckigen Inszenierung, brachialen Kampfszenen, interessant ambivalenten Charakteren und einer stimmig aufgebauten Geschichte, die sich am Ende nicht einfach im Happy End-Wohlgefallen à la Hollywood auflöst.
SPOILER Zudem schafft es der Film in seinem letzten Drittel immerhin, den Zuschauer Überlegungen darüber anstellen zu lassen, ob die, nach eigenem Verständnis "christlichen", jedoch zuweilen überaus skrupellosen Recken im Vergleich mit der vermeintlich besessenen Dorfgemeinschaft nicht vielleicht doch das größere Übel darstellen.
"Der letzte Tempelritter" reibt sich anfangs zwar ebenso an den Fragen um Glaubenzweifel, Fanatismus und religiös verbrämte Gewalt, scheitert dann aber spätestens bei seiner eher plumpen Auflösung.
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am 22. April 2013
"Black Death" ist ein Film, der eine schöne, interessante Filmperle darstellt, die aber, nicht zuletzt aufgrund völlig falscher Bewerbung vollkommen am öffentlichen Interesse vorbeiging.
Das unglaublich billige DVD- Cover Bild suggeriert einen durchschnittlichen Fantasy Trash Film, der Titel "Black Death" verspricht auch keine grossen Innovationen und ebenfalls die vollmundigen Attribute: Action, Horror,Erotik, die auf der Rückseite zu lesen sind, werden dem Film nicht gerecht.
Sehr schade, denn nur durch den Namen Sean Bean horcht der geneigte Käufer auf.
Und wird hier mit einer deutschen, außergewöhnlichen Produktion belohnt, die von Christopher Smith, ebenfalls verantwortlich für den U- Bahn Horror "Creep" sehr gekonnt, stringent und kraftvoll inszeniert wurde.
Ungewohnt düster und schmutzig werden wir hier sogartig in die Abgründe des finstersten Mittelalters entführt.
Die Zeit des Aberglaubens, der Wunderheilungen, der Hexenverfolgungen, der fanatischen Gottergebenheit, des Blutes, der Verfolgung und der ständigen Bedrohung durch die Pest.
Rauchende Nebelschwaden, ein Verwesungsgeruch den man zu spüren glaubt, Berge von entstellten Pesttoten, Leichenkarren, tote Krähen die im Wind baumeln.
Die Ausstatter setzten alles daran, daß wir so authentisch wie möglich jeden einzelnen Lehmbrocken, jedes einzelne vernarbte, gezeichnete Gesicht, jedes Flackern der Fackeln in dunklen, rattenverseuchten Kellern miterleben können, und das macht den Film so außergewöhnlich und so weit ab von doch mehr oder weniger gestylten Mittelalterfilmem wie zum Beispiel "Säulen der Erde".
Wir schreiben das Jahr 1348, das Volk ächzt und stöhnt unter dem Joch des schwarzen Todes. Der Hexenglaube ist auf seinem hysterischen Höhepunkt. Welche dämonische Kraft, welche Gotteslästerung ist wohl für diese Geißel der Menschheit, der fast jeder zweite, nach furchtbaren Todeskampf durch schwärende Geschwüre entstellt zum Opfer fällt, verantwortlich.
Finstere Mächte, Dämonenglauben müssen es sein. Und ebenso müssen unheilvolle magische Kräfte dafür verantwortlich sein, daß in einer englischen Grafschaft ein kleines, abgelegenes Dorf, so vollkommen frei von jeglicher Infizierung ist, die dortigen Anwohner gesund und imun gegen den schwarzen Tod erscheinen.
Ein einfacher Mönch, der mit sich und der Kirche hadert wird sich nun einem durchs Land ziehenden Söldner-Trupp anschließen, der ausgerüstet mit verschiedenen grausamen Folterwerkzeugen fest entschlossen ist, das Geheimnis der Dorfbewohner, ihren möglichen Pakt mit dem Teufel ans Licht zu bringen.
Ritter Ulric (knorrig und grandios wie immer Sean Bean) ist der charismatische und zwielichtige Anführer, der fanatisch entschlossen ist jeden wieder zu Gott zu bekehren oder zu opfern und das gesamte Dorf,sollte es sich als Keimzelle des Satans wirklich herausstellen auszuräuchern und dem Erdboden gleich zu machen.
Gerüchte gehen um, dort sei eine betörende Heilerin am Werk, die dort jeden Menschen in ihren unheilvollen Bann geschlagen hätte. Dieses Dorf wird zu einer nicht einschätzbaren Gefahr für alle Beteiligten des Trupps werden und ihr Glaube selbst auf eine lebensbedrohliche Probe gestellt. Hysterie, Wahnsinn, Wunderglaube, der in den grausamen Tod führen wird.
Die beschwerliche Reise hin zu diesem Dorf im entlegenen Moorgebiet macht nun einen Großteil des Filmes aus, der hier sehr viele hypnotische, psychedelische Züge aufweist, ganz auf die unheilvolle, bedrohliche Atmosphäre setzt, sodaß man den Film eben in keiner Weise als Actionfilm beschreiben kann sondern eher als einen bizarren, nebelverhangenen, auch fast ruhigen, schwelenden Trip ins Herz der Finsternis. Wenn hier schemenhaft, selbst geißelnde Mönche in Booten auf einem See zu sehen sind, erinnert das mehr an Filme wie "Wahlhalla Rising" oder "Aguirre der Zorn Gottes" in seiner ruhigen, rauschhaften Bedrohlichkeit.
In gemäldeartigen, grossartigen Bildern wird hier das finstere Mittelalter zelebriert ohne Zugeständnisse an weichgespülte Mainstream- Sehgewohnheiten.
Auch in seiner Grausamkeit zeigt der Film authentisch ein Abbild der Zeit ohne in plakativen Horror zu verfallen.
Hier wird gevierteilt, hingerichtet, gefoltert, verbrannt. Und wenn Menschen sterben , dann sterben sie qualvoll. Jedoch ist dies alles kein Selbstzweck, nie explizit und eingebunden in das authentische Zeitpanorama und die Aussage der düsteren Tragödie.
Der Film ist ein vollkommen ernstes, nicht durch falschen Humor verwässertes, sich langsam entwickelndes Drama, welches seine Faszination nicht aus der erzählten Geschichte, die mag manchmal etwas dünn sein, sondern durch das authentische Miterleben, die starke, erdige, dreckige, brutale Atmosphäre dieser dunklen Zeit erhält.
Ohne Einschränkung sehenswert, wenn man eben nicht mit der falschen Erwartungshaltung herangeht hier oberflächliche, schnell konsumierbare Action- oder vordergründige Effekte geboten zu bekommen.
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am 25. Februar 2011
Ein sehr düsterer Film, sowohl optisch wie auch inhaltlich, über das Mittelalter. Die Story weiß zu gefallen indem sie zunächst geradlinig daherkommt, dann aber einige erschreckende Überraschungen bereithält. Die Kämpfe sind sehr brutal und realistisch. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei "Black Death" um eine rein deutsche Produktion handelt, sei dem Film ein besonderes Lob ausgesprochen, da man es ihm nicht ansieht! Visuell und vom Setting sehr ansprechend, holt aus dem vorhandenen Budget viel raus ohne große Aufbauten zu brauchen. Warum sowas nicht öfter hierzulande, es geht doch?!? Wahrscheinlich weil Regisseur und Cast nicht aus Germany kommen.
Fazit: Wer bei anderen Filmen häufig denkt:"Das ist mir alles zu weichgespült, zu glatt und zu strahlend." ,der kommt voll auf seine Kosten. Wer ansonsten schon bei normalen Kämpfen wegsieht, Finger weg. :-)
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am 28. Juni 2016
Als ich den Film zum ersten mal gesehen hatte, hat er mich anfangs stuzig gemacht. Nach einiger Zeit aber hat er mich gefesselt. Er ist düster, dreckig und ehrlich. Er zeigt wie das Leben im Mittelalter teilweise wohl war, hat eine packende Story mit einem Ende, welches einem im Gedächtnis bleibt.

Eine kleine Perle halt..
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am 21. Januar 2011
Black Death macht es einem nicht leicht und das in vielerlei Hinsicht.

Zuerst: Wo ordnet man diesen Film ein? Ein Kostümfilm ist noch eine relativ sichere Einschätzung aber neben brutalen Schwertkämpfen ist auch ein gut durchdachter und dargestellter Thriller Herzstück des Films. Denn vor allem die Handlung und nicht die Action treibt den Film spannend zum Schluss.

Dann: Wer sind die Sympathieträger? Irgendwie ist von Anfang an klar, der junge Novize wird am Ende über sich hinauswachsen und das Schiff schon schaukeln. Boromir (Ulric) ist der harte Kerl der wohl am Ende vom Novizen etwas Menschlickeit erlernen wird etc.
Doch so einfach ist es eben nicht in Black Death, Ulric (Boromir) bekommt recht früh sein fett weg und es ist somit auch kein Spoiler zu sagen: Ganz so ein strahlender Held ist er wohl doch nicht.
Und auch der Rest der Truppe wird nie die moralischen Erwartungen der Zuschauer erfüllen. Wirklich keiner!

Ansonsten: Der Film strotzt so vor authentischen Zweikämpfen. Mit authentisch meine ich durchaus brutal.
Überhaupt sei hier erwähnt, dass der Film extrem dreckig daherkommt. Keine Person wird frisch gewaschen durchs Bild huschen. Allerdings wirkt dies nicht aufgesetzt, denn auch die Orte an denen die Handlungsträger verweilen sind durchaus als dreckig zu beschreiben und so verwundert es nicht, dass die Kleidung nicht gerade sauber ist. Die Haare sind stets etwa 5-Tage-nicht-gewaschen-fettig und überhaupt weiß der Film subtil zu vermitteln, dass hier niemand im Schlamm baden musste um auszusehen wie er es eben tut.
Aber zurück zur Brutalität. Wird jemand getötet geschieht dies nicht wie in VIELEN anderen Filmen durch einen sauberen Schnitt der Kehle entlang, als ob man nicht mit schweren robusten Stahlschwertern sondern einer übergroßen Gilette Fusion Rasierklinge kämpft. Natürlich hat ein Schwert eine Schneide, aber es ist erfrischend wie die Darsteller offensichtlich Kraft aufwenden um eine Kehle zu öffnen.
Andererseits weiß der Film, wann es zuviel des Guten ist. Man bekommt keine Eingeweide zu Gesicht und wenn es ins Splatter oder "Porn" Genre abdriftet wird lieber vorher ausgeblendet oder geschwenkt. Wobei zu sagen ist, dass eben diese Leerstellen in der Darstellung natürlich nicht vom Zuschauer unausgefüllt bleiben. Ein bitterer Nachgeschmack bleibt somit zurück, wesentlich eleganter und wesentlich wirkungsvoller als viele andere Filme heutzutage. Wie heißt es so schön in der Filmtheorie: Die Kunst besteht darin, etwas zu zeigen ohne es zu zeigen.

Black Death hält die ein oder andere Überraschung bereit. Obwohl auf eine Einführung jeden Charakters verzichtet wird entwickeln sie durch ihr Handeln genug Persönlichkeit um ihre Entscheidungen am Ende schon erahnen zu lassen.
Ob nun Magie im Spiel war oder nicht möchte ich nicht beantworten, aber eben dieses Katz und Maus Spiel mit dem Zuschauer ist überaus gelungen.
Dass das 14 Jahrhundert eine harte Zeit war wird während der Handlung klar, dass die Kirche wohl mehr Blut vergossen hat als alle Satanisten je werden...check!
Der Film ordnet sich seiner Logik wirklich unter und nichts wirkt aufgesetzt. Nach Aristotelischem Sinne wird Anfang und Mitte konsequent auf ein vorherbestimmtes Ende hinauslaufen, welches dennoch überraschen sollte und nicht engstirnig wirkt.

Von mir zu bemängeln sind lediglich Kleinigkeiten.
So wird zwar nicht jeder Charakter einzeln eingeführt, eleganter als ein Dialog der jedes Mitglied der Truppe beschreibt hätte es dann aber doch sein dürfen.
Außerdem fehlt zu Beginn des Films zwar nicht eine treibende Kraft in der Handlung, jedoch etwas die übergeordnete Spannung. Man hätte irgendwie schon früher den Bogen zwischen dem persönlichen Konflikt und der eigentlich Story schlagen müssen.
Eigentlich gäbe es von mir 4 Sterne, aber mir sei nun etwas Subjektivität gegönnt...ein deutscher Film wie dieser gehört einfach belohnt. Nach reichlich Gurken endlich mal ein Film (abseits von reiner Filmkunst und reinrassigen Thrillern) der den Mut hat dem Zuschauer mit Anlauf in den Hodensack zu treten! Das hat die Höchstwertung verdient. Es ist zwar keine Filmkunst oder besonders wertvoll, aber eben hervorragend. Im Genre Kostümfilm eine neue Referenz und hey...Boromir in einer deutschen Produktion!

Zur DVD:
Da gibt es nicht viel zu sagen, auf meinem System ist alles wie es sein soll. Ton und Bild sind gut bis sehr gut. Im O-Ton gefällt mir der Sound besonders gut.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Oktober 2011
Die Pest hat im 14. Jahrhundert das Land fest im Griff. Die Leute sind sehr abergläubisch. Hexenverfolgung und Folter stehen an der Tagesordnung. Nur ein kleines Dorf mitten im Sumpf bleibt von der Pest verschont. Es wird ein Trupp streng "christlicher" Folterknechte geschickt, angeführt von Sean Bean, um aufzuklären, ob das Dorf mit dem Teufel im Bund steht.

Dem Zuschauer werden zahlreiche Grausamkeiten, Krankheiten, Tod, Verstümmelung und Folter im Namen des jeweiligen Glaubens präsentiert. Das Besondere an diesem Film ist, dass es keine klare Gut- / Böse Verteilung bei den Charakteren gibt. Die unterschiedliche Motivation der einzelnen Protagonisten wird nachvollziehbar und interessant thematisiert.

Black Death ist kein Splatterfilm, die Brutalität wird der 16er Altersfreigabe entsprechend dargestellt. Der Film verdeutlicht die katastrophalen Zustände im "finsteren" Mittelalter. Übernatürliches/Geister/Hexen kommen nicht vor, sehr wohl aber extremer Aberglaube.

Die 16er DVD ist uncut.

Bild- und Tonqualität (DD 5.1) der DVD Version sind Ok, ich habe daran nichts auszusetzen.
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am 4. Dezember 2010
als mittelalter fan musste ich mir black death unbedingt ansehen und wow: das mittelalter wird echt toll dargestellt. Der ganze film ist wie aus einem guss. das einzige was mir nicht so gefiel war die handlung. die story ist relativ dünn, weiss aber bis kurz vor schluss sehr gut zu unterhalten.
zum ende hin packt einen nur noch entsetzen und man stellt fest das das kein "schöner" film ist ... eher ein sehr böser ... aber echt gut gemacht.
was ich sehr gut fand war das ausblenden von unnötiger gewalt, also versteht das nicht falsch ... es wird echt brutel aber immer wenn man nicht mehr hinsehen mag wird die kamera geschickt positioniert so das is nicht zum splatter ausartet.

kurz: ein guter happen mittelalter der schwer im magen liegt.
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am 28. Mai 2013
Ein Film der unter Haut geht und für eine beklemmende Stimmung sorgt .
Von der ersten bis zur letzten Minute hat er eine tolle Spannung aufgebaut .
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TOP 1000 REZENSENTam 23. April 2014
Die meisten Filme die ich schaue, die laufen bei mir immer nebenher ab. Ich sehe sie, ertappe mich aber oft dabei das ich versuche irgendetwas anderes zu machen. Bei Black Death fand ich die Stimmung mehr als fesselnd. Der Tot ist allgegenwärtig und macht vor nichts halt. Die Pest greift um sich mit ihrem qualvollem Würgegriff an Sympthomen und zieht eine blutige Schneise durch das mittelalterliche Europa.
Da ich zu Anfang uninformiert an den Film heran trat, fürchtete ich eine stupide und schon fast typische Kirchenkritik, so berechtigt diese zu gewissen Epochen auch sein mag, man wird dieser mit der Zeit überdrüssig. Nein was mir hier gefallen hat ist das Spiel mit der eigenen Motivation nach Recht und das keiner ohne Schuld ist. Egal welche Seite man betritt es wird immer Fanatiker geben die versuchen ihren Stempel den anderen mit Gewalt wenn nötig aufzudrücken. Einige lernen daraus wie die Geschichte zeigt und manche nicht...
Der Film hält sich mit der Stigmatisierung einer Seite also zurück, was dem Film gleich Anspruch verleiht, wo so mancher Hollywood Blockbuster sich eine Scheibe abschneiden könnte mit seinen Stereotypen Fronten. Ein Rezensent schrieb das der Ritter Ulric ein Fanatiker ist, der mit blindem Eifer versucht alle zu bekehren. Das stimmt nur auf den ersten Blick, wer etwas genauer hinschaut, wird erkennen das auch diese Figur von Trauer und Erbarmen begleitet wird. Genau das macht für mich Schlussendlich auch den Reiz der Figuren aus, alles wirkt halt ein wenig "grauer" als nur schwarz-weiß.

Die technische Seite möchte ich auch als gelungen bezeichnen. Es ist in letzter Zeit nicht selten geworden das so mancher Streifen unausgewogen an Sound und Stimme ist. Hier wurden die Regler zur richtigen Zeit an die richtige Stelle gesetzt. Nichts klingt zu laut oder zu leise, was gerade mir als hörgeschädigten Menschen eine Freude ist.

Der Sound kommt hier im DTS 5.1 daher. Die Extras beeinhalten u.a. Trailer, Fotogallerie, entfallene Szenen und einiges mehr. Ein Wendecover sucht man hier aber leider vergebens, schade eigentlich, aber aufgrund des für mich wirklich hervoragend in Szene gesetzten Filmes leicht zu verschmerzen.
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TOP 500 REZENSENTam 6. Juli 2011
"Black Death" ist ein Film, der gekonnt ein Geheimnis aufzubauen versteht, der aber auch das finstere Mittelalter mit all seinem Aberglauben, wie man es aus Büchern kennt, zum Leben erweckt.
Überall wütet das, was Geißel der Menschheit genannt wurde, die Pest. Bis auf ein Dorf, das davon verschont bleibt. Für den Bischof der Region ist klar, dass das nur Teufelswerk sein kann und er schickt Ritter Ulric mit einem Söldnertrupp inklusive Folterknecht los...
Man kann den Film keinem Genre direkt zuordnen. Ist es zunächst ein realistischer Historienfilm darin, wie er den Stand der Dinge zur Zeit der Pest zum Leben erweckt und den kirchlichen Fanatismus widerspiegelt, wird das Ganze nach und nach mit Mystik um Wiederbelebung von Toten und Horrorelementen angereichert.
Zimperlich gehts dabei nie zur Sache. Ob der Tod durch die Pest gezeigt wird, Folterwerkzeuge, brutale Kampfszenen, nach denen dann schonmal Gliedmaße fehlen, jemand zwischen zwei Pferde gespannt und zerrissen wird.
"Black Death" ist der passende Film für jeden, der zum einen finstere Filme, wie z.B. "Solomon Kane" mag. Gegen diesen Film wirkt ein Film wie "Braveheart" z.B. fast freundlich. Doch auch wer "Der Name der Rose" mag, könnte an "Black Death" in Punkto Düsternis seine Freude haben. Spielt doch hier wie dort die Inquisition eine nicht unbedeutende Rolle. Nur zeigt "Black Death" noch härtere Methoden davon oder deutet sie an, wenn der Folterknecht im Anblick seiner Maschine z.B. sagt: "Die spaltet einen bis zum Kopf"
Der Film weicht auch zu keinem Zeitpunkt von seiner Linie ab. Irgendein 'ist ja alles nicht so schlimm'-Element wie Hollywood es gern macht, gibt es nicht - Im Gegenteil. Die Auflösung der Story ist richtig düster und zynisch.
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