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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise von der Coolness ins dunkle Herz der Finsternis
Diese UK-Ausgabe der ersten Staffel der Serie hat 12 Folgen mit je ca. 40 Minuten (nur die Pilot sind 50 min). Sprache ist Englisch mit ziemlich viel Slang- und schwierigen Ausdrücken bzw. akkustisch oft schwierig zu verstehender Betonung. Englische UT sind vorhanden.

Im Mittelpunkt steht Deputy US Marshal Raylan Givens. Nachdem er auf zweifelhafte Art in...
Veröffentlicht am 6. März 2012 von Grüner Baum

versus
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1.0 von 5 Sternen naja
Ich halte die Serie auch für absolut überbewertet. Sorry, Fans.
Nach den ersten paar Folgen geht es immer darum: Der Bösewicht wird am Ende gerechtfertig (justified) Erschossen. Ohne Gerichtsverhandlung.
Die Umsetzung ist recht flach.

Die Serie befriedigt damit das dringende Bedürfnis nach Rache und nach einer "einfachen...
Vor 22 Monaten von PMP veröffentlicht


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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Reise von der Coolness ins dunkle Herz der Finsternis, 6. März 2012
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Diese UK-Ausgabe der ersten Staffel der Serie hat 12 Folgen mit je ca. 40 Minuten (nur die Pilot sind 50 min). Sprache ist Englisch mit ziemlich viel Slang- und schwierigen Ausdrücken bzw. akkustisch oft schwierig zu verstehender Betonung. Englische UT sind vorhanden.

Im Mittelpunkt steht Deputy US Marshal Raylan Givens. Nachdem er auf zweifelhafte Art in Miami einen Gangster eines Drogenkartells erschießt wird er strafversetzt nach Harlan, einem Landkreis in Kentucky, wo er aufgewachsen ist und wohin er nie mehr zurück wollte. Dort bearbeitet er im Team mit seinem Boss und zwei anderen Deputies ein paar Fälle, die innerhalb einer Episode abgehandelt werden (z.B. rund um gefälschte Bilder oder einen ehemaligen Buchhalter des Kartells, der aussagen will). Wie bei einem Beispiel angedeutet, tauchen immer wieder Verbindungen zu seiner Vergangenheit in Miami auf. Parallel zu Fällen je Episode wird eine breite Storyline rund um Givens Familie und die der örtlichen Crowders erzählt. In aller Kürze: Die Crowders sind seit Jahrzehnten schwer kriminell in der Gegend aktiv; Givens Vater Arlo lebt auch hauptsächlich von illegalen Geschäften. Zwischen den Familien besteht eine Mischung aus Feindschaft und sich gegenseitiger belauernder Koexistenz. Eine entscheidende Wendung im Chrakter eines der Crowders allerdings ist eine wichtige Storyline. Und da sind noch Ava Crowder, die mit einem Crowder verheiratet war, ihn aber erschossen hat und früher in den Marshall verknallt war und dessen Ex-Frau, die inzwischen mit einem Immobilienmakler verheiratet ist. Die Familiegeschichte in ihren persönlichen und kriminiellen Verwicklungen wird im Laufe der Folgen mehr und mehr Handlungsschwerpunkt der Staffel.

Die Staffel beginnt als 'cooler Cop' Serie: Rayland trägt immer einen Cowboyhut, lächelt cool, hat flotte Sprüche, zieht schnell (manchmal etwas sehr schnell) und trifft sicher. Dabei ist er nicht aufgesetzt cool wie anderen Filmen oder Serien, sondern sehr zurückhaltend, sozusagen auf coole Weise cool. Sehr beeindruckend und von Timothy Olyphant klasse gespielt. Die Stories sind in der Kürze einer Folge schnell erzählt und es geht flott und oft handfest voran.

Mehr und mehr wird es aber eine Reise, die tief ins dunkle Herz der menschlichen, aber speziell amerikanischen Seele und Gesellschaft führt. Die Gegensätze zwischen den Akteuren brechen auf, die Handlungen spitzen sich zu, die Gewalt eskaliert und wie in einem tief-finsteren Neo-Western bleibt nur noch Vergeltung und gegenseitiges Töten als Lösung. Der Charakter ändert sich hier deutlich und die Freigabe 'ab 15' ist z.T. grenzwertig.

Sehr besonders und gut gemacht die Figurenzeichnungen, die durchweg sehr real und lebensnah wirken. Sie 'glänzen' nicht, sondern im Stil von Südstaatenfilmen sehr 'down to earth' (bedienen sich aber gleichzeitig der rhytmischen und präzisen Sprache wie man sie aus HBO-Filmen kennt - stark gemacht mit einigen überragenden Dialogen). Besonderes Merkmal, dass sie sich - v.a. die Bösen - oft erstaunlich doof verhalten, teils durch schlichte Dummheit, teils durch Stolz bedingt. Gerade das macht sie oft so real wirkend und so ergreifend.

Der Ausmaß an Gewalt ist hoch und Waffen und ihre Nutzung erscheint wie ein völlig natürlicher Teil des Alltags. Vielleicht ist es die europäische Sicht, aber mir war, als ob die Abgründe der amerikanischen Seele und Gesellschaft hier schon fast bis an die Schmerzgrenze in ihren finsternsten Anteilen vorgeführt werden, gerade durch die Selbstverständlichkeit und teilweise Belanglosigkeit mit der Gewalt und Waffen benutzt werden.

Fazit: Unbedingt sehenswert, sowohl in den anfänglichen 'cooler Cop'-Teilen als auch in den späteren elegischen, dramatischen, fast literarisch angehauchten. Ich bin mir nicht sicher, ob diese sehr eigenartige und indviduelle Mischung jedem gefällt, aber ich fand's Klasse und war vor allem gegen Ende der Staffel sehr gebannt.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cool, cooler, Givens, 25. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Justified : Complete Season 1 (DVD)
Raylan Givens, US-Marshal, einer der coolsten TV-Cops seit langem, wird nach einer von ihm provozierten Schießerei, die aus seiner Sicht gerechtfertigt (justified) war, vom sonnigen Florida in seine hinterwäldlerische Heimat strafversetzt, wo noch einige unerledigte Rechnungen und dunkle Familiengeheimnisse auf ihn warten. Dabei ist die Handlung längst nicht immer vorhersehbar und verläuft auch nicht nach dem üblichen Serienschema, wo nach 40 Minuten der Schurke erschossen wird und der Fall abgeschlossen ist. Die eng miteinander verwobene Geschichte der Familienclans zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Staffel und birgt noch manche Überraschung, auch für die Zukunft.

Obwohl Givens der Ruf vorauseilt, triggerhappy/schnell am Abzug zu sein, gibt er sich aber auch bei scheinbar aussichtslosen Fällen große Mühe, eine friedliche Lösung zu erreichen, aber manchmal geht es eben nicht anders, und dann wird nicht lange gefackelt...

Die Serie zeichnet sich durch schrullige Charaktere, trockene Dialoge und Humor aus.
Timothy Olyphant gibt nach Deadwood erneut den coolen Gesetzeshüter mit stählernem Blick und ebensolchen Nerven, hat hier aber deutlich mehr zu tun als in der alten Westernstadt.
Auch die Nebendarsteller sind sehr gut gewählt und haben noch Potenzial für viele weitere Folgen.

Ich freue mich schon auf die zweite Staffel.
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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deadwood in Kentucky, 20. Februar 2011
(Besprechung bezieht sich auf die US BR-Version).

Timothy Oylpahnt spielte schon einmal einen Gesetzeshüter in der Serie Deadwood. Übrigens ebenfalls sehr sehenswert. Jetzt ist er ein US-Marshal, der wegen eines Vorfalls von Miami wieder in sein heimatliches Kuhdorf in Kentucky versetzt wird. Hier hat er es u.a. mit Meth-dealenden Neo-Nazis und militanten Rednecks zu tun. Ebeso mit seiner Ex-Frau und einer Verehrerin aus Schulzeiten.

Gleich in der ersten Folge werden viele Western-Motive in die Jetztzeit überführt. Ein Duell, witziger Weise im Sitzen am Tisch ausgeführt, eine Schießerei auf offener Straße und ausgiebige Saloonbesuche, gerne auch mit etwas Gewalt garniert. Auch sonst geht es nicht zimperlich zu.

Die Fälle, die er mit seinen Kollegen und alleine bearbeitet, sind nicht die üblichen abgehobene Drehbuch-Konstrukte für Hochglanz-Detectives aus Glas und Chrombüros, sondern sehr erdige Angelegenheiten. Die Grundidee kommt von einer Elmore Leonard Kurzgeschichte. Von ihm stammen so geniale Vorlagen zu Filmen wie Out of Sight, Jackie Brown, Killshot, Schnappt Shorty u.a..

Die Darsteller sind exzellent. Allen voran Timothy Oylpahnt (Deadwood, Die Hard 4) und Walton Goggins (The Shield). Es tut gut, mal wieder menschliche Charaktere zu sehen, mit denen man mitfiebern kann und die einen immer wieder überraschen. Das sind nicht die üblichen drehbuchaufsagenden Schauspieler, die immer etwas zu perfekt gekleidet und hergerichtet sind, gemessen an ihrem Gehalt und der Zeit, die sie schon auf den Beinen sind.

Die 1. Staffel enthält nur 13 Folgen, die leider viel zu schnell angeschaut sind.

Fazit:
Sich diese DVD oder BR zuzulegen ist in jedem Fall "Justiefied".
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5.0 von 5 Sternen Geniale Serie über einen modernen U.S. Marshall!, 2. Dezember 2012
Von 
Der Plot dieser genialen Serie ist schnell erzählt: der U.S. Marshall Rayland Givens, versehen mit einem coolen, smarten und bestimmten Auftreten, der aber dennoch auch einfühlend und nachdenklich sein kann, wird nach einer Schießerei vom sonnigen Miami in das hinterwäldlerische Lexington in Kentucky versetzt, um dort unter den Augen seines ehemaligen Mentors und Chief Deputy U. S. Marshalls Art Mullen weiter seinen Dienst zu versehen.
Givens ist in der Kleinstadt Lexington aufgewachsen und er wollte eigentlich nie mehr dorthin zurück.
Mit der Strafversetzung trifft er zwangsläufig wieder auf seine Vergangenheit. Darunter befindet sich sein Vater Arlo Givens, mit dem er eigentlich schon gebrochen hatte, seine hübsche und inzwischen wiederverheiratete Ex-Frau Winona Hawkins, deren Mann, ein Immobilien-Makler, in den Schwierigkeiten der Rezession steckt, seine Jugendliebe Ava Crowder, die ihren gewalttätigen Ehemann erschossen hat, und den berüchtigten Crowder-Clan, eine sehr weitläufige Familie, die nur aus schießwütigen Verbrechern zu bestehen scheint.
Es versteht sich von selbst, dass bei diesen Konstellationen die Komplikationen nicht ausbleiben. Dabei muss ein Freund nicht immer ein Freund bleiben. Aber ich will nicht zu viel verraten...
Die Serie Justified hat mich von der ersten Minute an fasziniert und schreit einfach nach mehr. Das Genre ist hierbei mal ganz neu und meines Erachtens hervorragend umgesetzt. Die dreizehn Folgen der ersten Staffel waren leider viel zu schnell um.
Die Bild- und Klangqualität der drei DVDs auf einem neueren LED-Fernseher ist gut bis sehr gut. Es handelt sich ja doch um fast neun Stunden Filmmaterial.
Deshalb auch volle Punktezahl und eine wirkliche Kaufempfehlung!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grossartiges Fernsehen - besser als die meisten Kinofilme, 30. März 2012
eine wirklich grossartige Serie - tolle Darsteller - allen voran Timothy Olyphant - wirklich cool, tolle Dialoge, tolle Kamera, tolle Drehbücher und Regie
schade, daß die Serie hier bei kabel eins versendet wird
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen endlich mal etwas Neues, 16. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
nicht schon wieder eine Krimiserie nach Schema F dachte ich. Trotzdem schaut man mal ja aus Neugierde in Folge 1 und...man bleibt wirklich vor dem Bildschirm kleben und ist schlichtweg begeistert.

Deputy US Marshal Raylan Givens wird wegen seiner Schießwut von Miami nach Kentucky strafversetzt. Kentucky, das ist die Provinz aus der er in jungen Jahren geflüchtet ist und in die er nie mehr zurück wollte. Ein Kuhkaff voller degenerierter Menschen und bibelverspredigender Hinterwäldler. Zu allem Unglück lebt seine Exfrau ebenfalls in diesem Kaff und er begegnet dort auch seiner Jugendfreundin Eva wieder. Eva erschießt ihren Mann mit einer Schrotflinte als dieser Raylan bedroht. Im Laufe der Serie beginnen Rylan und Eva eine Affaire miteinander, die von der Staatsanwaltschaft aber nicht gerne gesehen wird, da Eva eine Mordverdächtige ist und Raylan der einzige Zeuge ihrer Tat ist.
Neben diesem roten Faden der Staffel 1 muß Raylan, wunderbar cool gespielt von Timothy Olyphant, eher skurile Verbrechen lösen, die einiges Fingerspitzengefühl erfordern. Kennt hier doch jeder jeden und sind doch alle irgendwie verschwippt und verschwägert. Eine unbedachte Aktion gegen eine Person kann die Wut einiger großen Familien auf sich ziehen. Raylan, der in diesem Umfeld groß geworden ist ist, kennt die Macken seiner Mitmenschen und schafft es in unnachahmliche Art, seine Fälle zu lösen.
Sein Spruch: ich ziehe meine waffe nur, wenn ich damit auch schießen will.
Was mir an dieser Serie so gut gefällt ist, dass sie anders ist alle anderen Krimiserien. Hier stürmt nich ein ganzes Einsatzkommando ein Haus, auch wenn garnicht mal klar ist ob der Verdächtige wirklich schuldig ist. Nein, hier wird höflich geklopft und angefragt, ob der Verdächtige zu Hause ist.

Beispiel: Hier ist Deputy US Marshal Raylan Givens. Öffnen Sie bitte die Tür. Ansonsten sidn wir gezwungen diese einzutreten. Ss wird dann kein Schadensersatz gestellt. In Verbindung mit der ganzen Szene lacht man sich echt weg. Einfach köstlich. Und man glaubt Timothy Olyphant jedes Wort das er von sich gibt.

Auch wenn er bei einer Geiselnahme mit dem Geiselnehmer verhandelt und ihm Huhn und Bourbon abietet und sich höflich entschuldigt, wenn er die Verhandlung unterbrechen muß.

Schon lange hatte ich beim Ansehen einer Krimiserie nicht mehr soviel Spaß wie hier und ich bin gespannt, wie sich die serie weiter entwickelt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach der dritten Folgen liebe ich diesen Typen ;-), 14. Oktober 2013
Ich habe mir diese Serie eher aus Langeweile angeschaut. Auch waren / sind mir zwei der Schauspieler durch andere Serien positiv in Erinnerung geblieben. (Deadwood und The Shild.
Die ersten beiden Folgen plätscherten so dahin. Ab der dritten Folge und nun nach der siebten bin ich hin und weg. Man hat sich in die Welt dieser Serie "reingeschaut" und kennt den Großteil der Charaktere. Gut finde ich, dass sie sich nicht immer ganz so ernst nimmt und bei Zeiten wirklich witzige Dialoge mit Hintergrund hat. Der Marschall ist einfach cool und dabei glaubwürdig. Denn er hat Ecken und Kanten und ist, was seine Vergangenheit angeht, kein unbeschriebenes Blatt. Da ist viel Potenzial vorhanden. Aber, es ist halt auch eine Serie und keine Reality-Soap! Daher sind unrealistische oder besser überzogene Szenen/ Dialoge/ Handlungen normal und (für mich) auch wichtig. Andernfalls bitte Harry und co. auf den Privaten schauen (nix für ungut, jeder soll das sehen was er möchte).
Mir jedenfalls gefällt Justified. ich werde gut unterhalten und freue mich immer auf die nächste Folge- was will ich mehr als Serien Konsument!?
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine aber feine Neo-Western-Krimi-Serie der alten Schule, 4. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Hier stimmt einfach alles:

Story, Charaktere, Locations, Dialoge, Darsteller und die wohldosierte Action.

Die Serie lebt von den überaus gut ausgearbeiteten Charakteren, den hier zu meisternden Situationen, den spritzig-ironischen Dialogen und den allesamt passenden Darstellern.
Besonders Timothy Olyphant mit seinem großen Hut - wer "Deadwood" kennt, der weiß was dieser Kerl kann...einfach sympathisch.
Aber auch sein "Gegenspieler" Walton Goggins (hier zu sehen als Boyd Crowder) sammelt ordentlich Punkte.

Anstatt mit Effekten und Nonstop-Action um sich zu werfen, bleibt "Justified" auf dem Teppich und fesselt den Zuschauer durch klassisches, hochkarätiges Erzählkino.
Geschickt entwickelt sich die Serie Stück für Stück und spielt ironisch-lässig mit den Lone Ranger-, Kleinstadt- und Redneck/Hillbilly-Klischees.
Man wird von der ersten Folge an süchtig...Hut ab!

Die DVD von Sony (ärgerlich, dass es bis dato keine Blu-ray für Deutschland gibt) kann qualitativ ebenfalls überzeugen:
Bild und Ton sind einwandfrei - als Bonusmaterial werden diverse Audiokommentare, Feauturetten und ein Musikvideo geboten.
Not Justified empfinde ich allerdings die Freigabe: FSK:18 ist für mich absolut schwachsinnig - zumal diese Freigabe nur für eine Episode (13.) vergeben wurde; letzten Endes aber die gesamte Season-Box betrifft.
Eine Freigabe ab 16 wäre hier absolut ausreichend.

Des weiteren nervt die Veröffentlichungspolitik von Sony: Während ab Januar 2013 die 4. Staffel im US-TV läuft, liegt bis dato bei uns noch kein Termin für die 2. Staffel (DVD/Blu-ray) vor!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kentucky Blues., 9. Juni 2012
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Als US-Marshal Raylan Givens in Miami einen Gangster erschiesst ahnt er nicht welche Folgen das für sein Privat und Berufsleben haben wird.
Man versetzt ihn nach Harlan County/Kentucky, wo er einst aufwuchs.
Noch am ersten Tag fangen die Probleme an, in Form seines alten Freundes Boyd Crowder der mittlerweile einer rechtsradikalen Gruppierung angehört.
Dieser wird verdächtigt eine Kirche mittels Raketenwerfer zerstört und dabei noch seinen Komplizen gekillt zu haben.
Auch Ava Crowder, die Frau von Boyds Bruder, drängt sich in Raylan's Leben, hat sie doch via Pumpgun eben jenen getötet weil er sie misshandelt hat.
Das die örtliche Polizei korrupt und sein Vater kriminell ist passt dann auch noch perfekt ins Bild.

Die Darsteller leisten gute Arbeit. Vor allem Timothy Olyphant, der schon in Deadwood bewiesen hat das er Westernmässig mit einer Waffe umgehen kann.
Die Dialoge sind meist stimmig.
Die Storylines sind spannend, packend und rasant inszeniert.
Der Soundtrack ist klasse.

Justified verbindet die Welt der Gegenwart mit der des Wilden Westens.
Als unbarmherziger US-Marshall in bester John Wayne (Rooster Cogburn) Manier schiesst, liebt und ermittelt sich der Charakter Raylan Givens durch eine niedergegangene Bergbaugegend in den Appalachen.
Die Atmosphäre ist betont drückend und wenig hoffnungsvoll.
Der häufige Gebrauch der Schusswaffe spiegelt das ebenso wieder wie die heruntergekommenen Häuser und Höfe der einstmals malerischen Gegend.
Einzig Raylan und einige wenige andere Protagonisten verfügen scheinbar über Gerechtigkeitssinn und setzen diesen auch durch.
Ich war zwar selber nie dort aber das zeitgenössische Bild dieser Gegend scheint sehr gut eingefangen worden zu sein und vom American Dream ist nichts mehr übrig.
Dieser authentische Einblick in Verbindung mit Raylans teils biblischen Maßnahmen machen den Reiz der Serie aus.
Ich hoffe jedenfalls das so schnell wie möglich Staffel 2 erscheint und kann es kaum noch abwarten.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Helden mit Hut kehren zurück!, 18. Oktober 2013
Von 
Nach ,Miami Vice' in den 1980ern hat mich erst ,24' wieder richtig begeistert und CTU-Agent Jack Bauer mich durch das erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts samt der Post-9/11-Ära begleitet. Ein würdiger Nachfolger ist noch immer nicht in Sicht (,Burn Notice' ist leider nicht ernsthaft genug), aber mit ,The Walking Dead' und ,Justified' eine angenehme Abwechslung zu den inzwischen doch recht abgenutzten Forensikkrimis:
,Justified' kommt eigentlich rund 30 Jahre zu spät - aber doch rechtzeitig! Nachdem seit dem Millenniumswechsel das amerikanische Krimigenre hauptsächlich von ,CSI', diversen Ablegern und ähnlich konstruierten Serien geprägt war, in denen normale Bürger mehr durch widrige Umstände zu Gesetzesbrechern wurden und die anonymen Buchstaben des Gesetzes mehr galten als Menschlichkeit, bietet ,Justified' mit Timothy Olyphant als US Deputy Marshal Raylan Givens endlich wieder einen wahren Helden, der nicht ständig in Labors und vor Computermonitoren hockt, sondern sich draußen herum treibt. Ein Gesetzeshüter mit flinkem Abzugsfinger und Cowboyhut - kommt doch bekannt vor:Zuvor wurde diese Heldenfigur während der 1990er propagiert, mit Chuck Norris als titelgebender ,Walker, Texas Ranger'. Serie und Figur gerieten jedoch schnell durch die überzogenen Moralvorstellungen und die übertriebene Selbstdarstellung der Titelfigur (Cordell Walker verlor nie einen Kampf, selbst wenn er gegen mehrere Gegner gleichzeitig antreten musste) zur eigenen Karikatur, auch wenn sie zu dieser Zeit eine angenehme Abwechslung zu den schier übermächtigen Mysteryserien bot. US Deputy Marshal Raylan Givens dagegen hebt sich angenehm sowohl von ,CSI' als auch von ,Walker, Texas Ranger' ab:Nachdem er einen Gangster in Miami auf den Boot Hill geschickt hat, wird der Marshal in seine Heimat Harlan, Kentucky strafversetzt. Waren in ,CSI' und ,Walker, Texas Ranger' gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen meist ausgeblendet worden, so ist die Wirtschaftskrise in ,Justified' stets spürbar:Außer den Gesetzeshütern scheint kaum jemand einem wirklichen Beruf nachzugehen, alle schlagen sich irgendwie durch - deutlich werden hier die Schattenseiten des American Way Of Life sichtbar, in der jeder sich selbst der Nächste ist und nur der Zaster zählt! Raylan Givens ist deutlich bodenständiger, zeigt er sich doch gegenüber seinen Landsleuten, die auch irgendwie über die Runden kommen müssen, meist verständisvoll und drückt beide Augen zu, wenn diese ihr Marihuana anbauen oder ihren Moonshine brennen. Wo kein Kläger, da kein Richter! ,Justified' zeigt sich erstaunlich liberal, lässt hin und wieder die Erkenntnis durchblicken, dass es wenig Sinn macht, Steuergelder zu verschleudern, Bagatelldelikte zu verfolgen und Gefängnisse vollzustopfen. Die Charaktere reduzieren sich auch nicht auf irgendwelche klischeehaften Unholde und Psychopathen. Das Verbrechen wird aus sozialer Not und Unwissenheit geboren! Die Handlung scheint mehr dem realen Leben verhaftet, neigt also in ,Justified' nicht zu jenen inzwischen überstrapazierten Plot Twists wie in anderen modernen (Krimi-)Serien.
Dabei wird Raylan Givens auch nicht als Übermensch inszeniert, sondern bekommt auch mal aufs Maul und blutet. Gegenüber richtigen Verbrechern und Kriminellen fackelt der Marshal jedoch nicht lange - in diesen Momenten sind dann die Parallelen zu Dirty Harry deutlich, ohne sich jedoch auf Zitate zu reduzieren. Dennoch sind Actionszenen in ,Justified' rar und diese auch nicht so plakativ, wie dies noch in den Krimiserien der 1980er der Fall war, in denen die Mängel einer klischeehaften Story durch Verfolgungsjagden und Schießereien beschönigt wurden. Und während viele andere amerikanische Krimiserien in diversen Metropolen in urbaner Umgebung spielen, ist der Handlungsort von ,Justified' das dem TV-Publikum eher unbekannte Kentucky. Und so zeigt ,Justified' auch weniger Gemeinsamkeiten mit ,Walker, Texas Ranger', sondern eher mit ,Dukes Of Hazard', obwohl seitdem die amerikanischen Backwoods auch für diverse Horrorreißer herhalten mussten, bis sich dann Tom Selleck als Robert B. Parkers Polizeiveteran Jesse Stone hinaus aufs Land wagte:Jesse Stone und Raylan Givens - Potential für ein cooles Crossover!

In der ersten Staffel von ,Justified' sind die einzelnen Folgen eher lose miteinander verknüpft, werden Charaktere und Eigenheiten der Bewohner vorgestellt:Hier nimmt man es nicht krumm, wenn man mal aufeinander schießt, derlei gehört schon fast zum guten Ton, deshalb macht niemand ein Fass auf, Schwamm drüber, derlei Angelegenheiten werden außergerichtlich geregelt - man müsse sich derlei mal in Deutschland vorstellen! Auf satirische Art wird hier das Waffenrecht der Amerikaner, to keep and bear arms, aufgegriffen. Gesetzeshüter, Schwarzbrenner, Marihuanapflanzer, Neonazis, schwere Jungs und leichte Mädchen, zwischen Gut und Böse ist nur schwer zu unterscheiden, stattdessen wird dies alles als Teil des American Way of Live präsentiert. Und waren in den Krimiserien der 1980er die Hierarchien noch klar (Der weiße, männliche Held war stets der Wortführer und saß auch meist am Steuer, derweil der weibliche oder schwarze Partner meist nur als Beifahrer fungierte), so wird in ,Justified' der weiße Marshal zum Beifahrer degradiert, derweil am Steuer ein weiblicher, afroamerikanischer Marshal sitzt und sich über den Cowboylook von Raylan Givens amüsiert - der klassische Westerner ist im 21. Jahrhundert angekommen!
Verlor man bei vielen modernen Krimiserien schnell die Übersicht über Darsteller und gerieten die Charaktere schnell zum austauschbaren Alibicharakter, so prägen sich in ,Justified' die Charaktere schnell ein:Obwohl ich Timothy Olyphant als Oberschurke in ,Live Free Or Die Hard' doch recht blass fand - als Raylan Givens ist er einfach klasse! In dem Remake ,The Crazies' scheint er schon etwas für diese Rolle geübt zu haben. Die anderen Darsteller heben sich angenehm vom aktuellen Hang, möglichst sympathisch-jugendlich wirkende Nullgesichter zu besetzen, wohltuend ab, denn ,Justified' wartet mit authentischen Visagen auf:Walton Goggins war schon in ,The Shield' kein Sympathieträger - in ,Justified' wird er es auch nicht! Erica Tazel als US Marshal Rachel Brooks hält sich meist im Hintergrund, aber angenehm, dass die Macher darauf verzichtet haben, hier einen in anderen Krimiserien so beliebten Problemcharakter zu installieren (Allein erziehende Mutter, 9/11-Trauma, Spielsucht oder irgendwas anderes, toootal Originelles oder einfach gleich Monk!). Das Verhältnis zwischen Raylan Givens und seinem Vater Arlo, die oft auf verschiedenen Seiten des Gesetzes stehen, ist schwierig genug!
Auch Raylans Verhältnis zu Frauen ist nicht so locker-flockig, wie man dies noch von einem Sonny Crockett gewohnt war.
Obwohl in der Moderne angesiedelt, propagiert der Film dennoch Moral und Werte, die mit dem Westerngenre untergegangen sind, dann in Heulern wie eben ,Walker, Texas Ranger' überzeichnet wurden und dann im Zuge von Nostalgieboom und 9/11-Trauma wieder populär wurden, vielleicht auch, weil in der Post-9/11-Ära dieses Cowboytum der Amis doch einfach zu viel und auch nur noch hohle Pose war.
Es ist ,Justified' zu wünschen, dass es möglichst lange läuft, aber nicht so lange, dass man die Lust daran verliert, ein Kritikpunkt an diversen Forensikserien, die sich gegenseitig das Wasser abgegraben und sich selbst überlebt haben.
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