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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend, trotzdem unbedingt sehenswert
Ich habe den Film vor 1 bis 2 Jahren gesehen und mich einfach nur erschrocken ...
Die Hauptfigur erinnerte mich an Stevenson's Dr. Jekyll und Mr. Hyde, eine schizophrene Persönlichkeit, bei der das Böse im Inneren des Menschen die Oberhand gewinnt und die reine Lust am Kriminellen zur Sucht wird.

Der Film zeigt einen typischen Normalo, der...
Veröffentlicht am 16. August 2011 von Joan

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Banalität des Bösen
Es ist ja keine neue Erkenntnis: Der Serienmörder ist kein Monster. Er ist unter uns, unauffällig und umgänglich. Hannah Arendt hat diesen Tätertypus im Falle Adolf Eichmanns bereits ausführlich beschrieben und analysiert. Diese scheinbare Normalität besitzt auch Daniel, der als Gärtner in einem botanischen Garten arbeitet. Von seinem...
Veröffentlicht am 2. Juni 2012 von L. Raphael


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend, trotzdem unbedingt sehenswert, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Distanz [Deluxe Edition] (DVD)
Ich habe den Film vor 1 bis 2 Jahren gesehen und mich einfach nur erschrocken ...
Die Hauptfigur erinnerte mich an Stevenson's Dr. Jekyll und Mr. Hyde, eine schizophrene Persönlichkeit, bei der das Böse im Inneren des Menschen die Oberhand gewinnt und die reine Lust am Kriminellen zur Sucht wird.

Der Film zeigt einen typischen Normalo, der einerseits als Gärtner arbeitet, sich also mit Lebewesen beschäftigt, sie hegt und pflegt - aber andererseits Menschen tötet. Über seine Kindheit, Elternhaus usw. wird der Zuschauer bewußt im Unklaren gelassen. Auch finden hier die sonst üblichen Versuche, solche Straftaten zu begründen: Perspektivlosigkeit, Druck, Frustration, keine Anwendung. Und genau das ist so erschreckend !! Denn wenn man sein Töten nicht begründen kann, kann man es auch nicht verhindern.... weder durch Verbote von Waffen noch sonstwas.

Auch Liebe reicht nicht aus. Höchstens vielleicht mehrere "Lieben" wie Freundschaft, Elternliebe usw.
Auffällig ist, dass die Amokläufer von Winnenden und Norwegen und auch hier dieser Typ eine Sehn-Sucht nach Alleinsein haben.

Ken Duken spielt den Daniel Bauer stoisch emotionslos ohne wesentliche Mimik - eigentlich ohne Gesicht - faszinierend und erschreckend.

Unbedingt ansehen und nachdenken .....
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Todesengel, 7. Januar 2012
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Distanz [Deluxe Edition] (DVD)
Der introvertierte Daniel arbeitet als Gärtner im botanischen Garten. In seiner Freizeit lebt er eine Neigung aus, die für seine Mitmenschen lebensbedrohliche Formen annimmt. Zunächst sind es nur kleine Kieselsteine, die er von einer Autobahnbrücke fallen lässt. Ein faustgroßer Stein bringt einem Menschen den Tod. Daniel findet Gefallen an seinen Taten und beschafft sich ein Gewehr. Mit dem geht er im Park auf Menschenjagd.

Während die Polizei ihre Ermittlungen aufnimmt, lernt Daniel Jana, eine Arbeitskollegin näher kennen. Jana bemüht sich sehr um Daniel. Auch als sie von seinen Gewalttaten erfährt, hält sie zu ihm.

Die Geschichte vom unauffälligen zum arbeitenden Establishment gehörenden Einzelgänger erschreckt und beunruhigt. Der eher sprachlose Protagonist gibt seinen inneren Zustand nur durch schlüssige Handlungen preis. Überraschende Wendungen geben der Story immer wieder Spannungsschübe. Authentische Szenarien generieren Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist ein filigranes Gesellschaftsdrama gelungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Banalität des Bösen, 2. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Distanz [Deluxe Edition] (DVD)
Es ist ja keine neue Erkenntnis: Der Serienmörder ist kein Monster. Er ist unter uns, unauffällig und umgänglich. Hannah Arendt hat diesen Tätertypus im Falle Adolf Eichmanns bereits ausführlich beschrieben und analysiert. Diese scheinbare Normalität besitzt auch Daniel, der als Gärtner in einem botanischen Garten arbeitet. Von seinem Vorgesetzten wird er wiederholt verbal gedemütigt. Mit stoischer Ruhe lässt er dies über sich ergehen. Während eines Spaziergangs trifft er auf einen soeben erlegten Fuchs. Das noch frische Blut des toten Tiers scheint etwas in ihm auszulösen. Später findet er im Kofferraum eines Autos das Gewehr eines Jägers.

Daniels Blick bleibt den ganzen Film über gefühlskalt und irgendwie leer, eben: distanziert. Seine Stimme kommt kaum über ein Flüstern hinaus. Hierbei unterscheidet er sich durchaus vom ewiglächelnden und freundlichen Sunnyboy-Massenmörder vom thematisch ähnlichen The Minus Man, welcher von Owen Wilson dargestellt wurde. Die psychologische Unerklärbarkeit des verborgenen Bösen wird in Distanz zum obersten Credo stilisiert. Wir wissen gar nichts über des Täters Vergangenheit oder potentielle Motive. Zuerst scheint es, wir könnten eine Kausalität herstellen, als Daniel seine hübsche Arbeitskollegin beobachtet, wie sie einen Mann leidenschaftlich in einer Bar küsst. Und dies, nachdem Daniel ein erfolgloses Date mit eben jener Jana abgebrochen hat. Die Morde als Folge sexueller Frustration also? Aber hier legt uns der Film nur eine falsche Fährte. Später kommen die beiden nämlich tatsächlich zusammen, nach anfänglicher Abwehr Daniels. Zu diesem Zeitpunkt hat dieser bereits drei Menschen auf dem Gewissen. Fast irritiert beobachten wir, wie liebevoll und zärtlich der Mörder seine Jana liebkost und berührt. Die Geschichte zieht in der Folge hauptsächlich aufgrund der emotionalen Ambivalenz des Protagonisten seine Spannung. Ist seine Liebe stärker oder sein Tötungstrieb?

Das Langfilmdebut von Thomas Sieben erinnert nicht nur der Handlung wegen, sondern auch formell sehr an Benjamins Heisenbergs Der Räuber. Gefühlsleere Räume, dialogarme Szenen und hauptsächlich statische ruhige Aufnahmen erzeugen eine beklemmende Stimmung. Berliner Schule und Haneke lassen grüssen. Kein Meisterwek, aber trotz der deutlichen Referenzen durchaus beeindruckend und nachwirkend in seiner formal konsequenten Umsetzung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Risiken ......, 21. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Distanz [Deluxe Edition] (DVD)
Der Einzelgänger Daniel Bauer verrichtet als Gärtner in einem botanischen Garten sein Tagwerk. Nachts wirft er von Autobahnbrücken Steine auf Autos. Einen dadurch ausgelösten Unfall mit Todesfolge registriert er emotional reglos und folgt seinem Drang zu Töten weiter, indem er mit einem geklauten Jagdgewehr in einem Park unerkannt auf Menschenjagd geht. Als sich seine Kollegin Jana in ihn verliebt, bricht sie die abweisende Schale des Mörders auf, ohne von seinen Taten zu ahnen, die bereits von der Polizei ermittelt werden.
Verstörend!
Ken Duken in einer seiner besten Rollen: Erschreckend und glaubhaft verkörpert er den Einzelgänger und Triebtäter Daniel, der - auf der Arbeit - seine Maske trägt, danach aber (durchaus vorstellbar!) den schmalen Grat zwischen Leben und Tod durchaus billigend in Kauf nimmt...
Bis ins Detail erzählt Regisseur Sieben seine Geschichte und manche Szenen wirken lange nach! Obwohl ein Gegner der FSK, so bleibt zu hoffen, WENN dieser Film im TV kommt, möge er einen späten Sendeplatz erhalten: "FSK16" ist hier vielleicht ungewohnt "großzügig" von der Filmsicherheit!
Fazit:
"Distanz" geht ungewohnt nah an die Psyche.
Duken füllt seine Rolle perfekt aus.
Wirkt nach!!!
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5.0 von 5 Sternen Ein ganz normaler Mörder, 21. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Distanz [Deluxe Edition] (DVD)
Daniel Bauer (Ken Duken) arbeitet im Botanischen Garten. Mit der gleichen scheinbar gleichgültigen Selbstverständlichkeit, mit der er
tagsüber seiner Tätigkeit nachgeht, wird er nachts zum Mörder. Zunächst wirft er Steine von der Autobahnbrücke, tötet damit zwei
Menschen. Als ihm dies nicht mehr genügt, stiehlt er ein Jagdgewehr.
An seinem Arbeitsplatz lernt er Jana (Franziska Weisz) kennen. Es scheint so, als könne Daniel sich öffnen und seine Innenwelt der
Außenwelt angleichen. Doch Jana schafft es nicht, in die Tiefen seiner Seele vorzudringen. Das ungeheure Aggressionspotential im
Charakter des Daniel Bauer dringt nur punktuell, dann aber drastisch, nach außen. Er erschießt - nach dem Zufallsprinzip ausgewählt -
Menschen im Park.
Als Jana entdeckt, daß Daniel hinter den Morden steckt (inzwischen interessiert sich die Polizei für ihn), versucht sie, ihm zu helfen,
doch es ist zu spät...

Dieser Film durchleuchtet, ja seziert geradezu die tiefen Abgründe in der Seele des Protagonisten, eines scheinbar harmlosen, introvertierten unauffälligen Menschen. Jegliches moralische Wertesystem scheint außer Kraft gesetzt, die Taten wirken folgerichtig
in der logischen Konsequenz, in der D. seine Maßstäbe setzt.
Ken Duken ist zweifellos einer der wichtigsten und besten Schauspieler des zeitgenössischen deutschen Films. Er verleiht der Figur
des Daniel äußerste Authentizität und Glaubwürdigkeit und lebt nahezu die Teilnahmslosigkeit und Ratlosigkeit. Glaubhaft auch Franziska Weisz als Jana, deren moralische Wertvorstellungen in Unordnung geraten, als sie D. zu schützen versucht.
Regisseur Thomas Sieben ist hier ein kleiner großer Film gelungen, zu Recht preisgekrönt. Der Zuschauer bleibt seltsam berührt und
betroffen zurück.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Angst vor dem fehlenden Motiv, 11. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Distanz [Deluxe Edition] (DVD)
Der Film Distanz erhält in diesen Tagen wieder eine eigenwillige Aktualität. Kurz nach den Dreharbeiten fiel ein Holzklotz von einer Autobahnbrücke irgendwo in Deutschland und tötete eine Frau. Alle Welt fragte nach dem Motiv. jetzt kurz vor dem Filmstart schaut die ganze Welt nach Norwegen und fragt, wie ein einzelner Mensch in der Lage ist, so kaltblütig und mechanisch zu handeln. Unser Film gibt dafür kein Rezept ab und möchte auch nicht im Fahrwasser solcher Handlungen schwimmen, jedoch stellt er berechtigt die Frage: Gibt es immer ein klares Motiv? ist der Täter immer Gamer, im Schützenverein oder sexuell frustriert? Gibt es nicht einfach Menschen, die so etwas als etwas vielleicht pathologisches in sich tragen? die man nicht therapieren kann, die man aber auch nicht erkennt, weil sie sich eingerichtet haben. Wir wissen es nicht, der Film weiß es auch nicht und kann und will es nicht wissen. Er gibt Euch jedoch die Möglichkeit, sich darauf einzulassen und dem Mörder zu folgen, ohne Vorurteile und ohne Vorkenntnisse. Diskutiert mit uns, teilt uns Euer Feedback mit oder stellt uns Fragen. oder erzählt uns einfach, warum ihr den Film empfehlt oder nicht.
[...]
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ruhiges Kleinod, 13. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Distanz [Deluxe Edition] (DVD)
Dieser Film besticht durch seine leise, unaufdringliche, aber intensive Machart und die überzeugenden, wahrhaftig agierenden Schauspieler.
Er ist ein Kleinod, das ich jedem, der ruhige Filme mit psychologischen Schwerpunkten liebt, wärmstens empfehlen will.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Geschenkverpackung, 24. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Distanz [Deluxe Edition] (DVD)
Schneller Versand wie immer bei Amazon.
Leider fand ich den Geschenkkarton,in der die DVD verpackt war, weder ansprechend noch praktisch.

Um die DVD entnehmen zu können,ich möchte ja wissen, ob die richtige DVD verpackt ist, mußte ich die Geschenkpackung entlang des Klebestreifens "aufreissen".

Unschön,weil sich dadurch die farbige Kartonage mit ablöst.
Abgesehen davon macht die Kartonage nicht viel her, ich hatte mir für den Preis von 2.99 Euro etwas anderes vorgestellt.
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Distanz [Deluxe Edition]
Distanz [Deluxe Edition] von Thomas Sieben (DVD - 2011)
EUR 4,97
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