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am 30. Oktober 2012
Vier Jahre nach dem Erstling "Reborn From Chaos" beglücken die Franzosen von HORD den geneigten Hörer nun endlich mit ihrem Zweitling.
Doch Zweitling trifft den Tatbestand nicht gänzlich, schließlich sei "The Wasteland" quasi ein erstes Album, so die Band in einem Forum. Denn in den vier Jahren hat nahezu das gesamte Lineup gewechselt.

Und das ist in vielerlei Hinsicht wahrnehmbar. Der leicht abgedrehte Industrial Metal mit heftigem Strapping Young Lad Einschlag ist einem getrageneren Stil zwischen Neo Thrash und Death Metal gewichen, der an eine stringentere Mischung aus Textures (zumal Jochem Jacobs von Textures das Album produziert hat) und Hacride erinnert. Der Strapping Young Lad-Einfluss dagegen lässt sich primär noch im Gesang finden.
Auch die Ambitionen sind gestiegen. War "Reborn From Chaos" noch in erster Linie eine Songsammlung, so ist "The Wasteland" ein in drei Kapitel aufgeteiltes Konzeptalbum um einen einsamen Überlebenden einer weltweiten Epidemie, der mit verlorenem Gedächtnis durch die Einöde zieht, um zu verstehen, was in seiner geistigen Abwesenheit passiert ist.
Aber ist das alles real?

Die Story ist an sich eher konventionell aber gut geschrieben und nicht unspannend.
Was äußerst passend erscheint, denn in etwa das gleiche gilt auch für die hörbare Dimension des Albums.
Konventionell ist diese schlicht, weil es nichts grundlegend Neues oder gänzlich Eigenes gibt, das Hord hier auf den Plan bringen würden. Die Gitarren pflügen, grooven und stampfen sich zwischen grollendem Death Metal Riffing, progressiven Meshuggah-Polyrhythmik Ausbrüchen, Strapping Yound Lad-schem Industrial Geaxte und Textures-esken offenen Melodieflächen durch die düsteren, dezent eingewobenen Endzeit-Synthkulissen. Meist im Midtempo, mit wenigen Uptempo-Ausbrüchen.
Der Bass sorgt für die angemessenen Tiefen, das Schlagzeug blastet und rockt sich gitarrenorientiert aber meist angenehm technisch durch die Riff/Synth-Wände.
Der Gesang zeigt im Wechsel zwischen harschen Shouts, keifenden Screams, tiefen Growls und mal rau aggressivem, mal gänzlich klarem Gesang eine amtliche Varianz.
Dies alles verbindet sich in progressive angehauchtem Songwriting, welches aber stets auf einen Refrain zurückkommt und jegliches Showoff, wie Soli und dergleichen konsequent auslässt, lieber atmosphärische halb-akustische Passagen einschiebt.

Nicht allzu spektakulär auf den ersten Blick, also. Doch wie so oft täuscht auch hier das omnipräsente Midtempo eine Langeweile an, die sich bei genauerem Hinhören in Luft auflöst.
Das getragene Tempo ist der staubigen, verlorenen und trostlosen Endzeitstimmung des Albums gänzlich zuträglich. Die Homogenität des erdigen Sounds und der schleppenden Grooves macht die Apathie des Protagonisten fühlbar, wie kurze Momente der Klarheit brechen aus den anspannenden, stets auf einen unbestimmten Höhepunkt wartenden Grooves heftige Uptempo Passagen und gewaltige, eingängige Melodiebögen hervor.
Mit einer passagenweise fast ergreifenden Energie arbeiten Gitarrenspiel, Rhythmussegment und Gesang zusammen und verpflichten sich ganz der dichten trostlosen Atmosphäre, immer wieder gebrochen durch intensive emotionale Höhepunkte.

Was Hord hier mit ihrem Zweitling auffahren wird letztlich sicher keinen Innovationspreis gewinnen. Dazu erinnert es zu stark an andere Künstler. Doch innerhalb des Stilrepertoires des progressiven Metals modernerer Prägung zwischen Neo Thrash, technischem Thrash und melodischerem Death Metal hat die Band ein wirklich bemerkenswert intensives Werk mit meterhoch aufgetürmten Groovewänden und großartigen Melodieflächen geschaffen, das von der ersten bis zur letzten Note seinem Konzept verpflichtet ist.
Lässt man sich auf die konsequent trostlose Stimmung ein, so hat man damit zweifelsohne eines der zwar routiniertesten aber auch besten Alben des Jahres auf diesem Sektor vor sich.
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am 5. April 2014
hord verfügt über gute ansätze für wirklich außergewöhnlichen metal. nur wenige bands schaffen es, starken und klaren gesang mit kräftigen und überwältigenden shouts zu verbinden. hord hat eindeutig die fähigkeiten dafür, nutzt diese aber leider noch zu selten und verlässt sich zu oft auf den klassisch langweiligen "dauerbrüller" und ist daher zu selten abwechslungsreich und ausdrucksstark.
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