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am 12. Juni 2012
NINA SIMONE, diese großartige Künstlerin, die so gar nicht in die vorgefertigten Schubladen des Musikbusiness passen wollte, gab 1976 (und danach) einige denkwürdige Konzerte während des Montreux (Jazz) Festivals.

Ich wurde bereits in den 1960er Jahren auf NINA SIMONE aufmerksam, kaufte Album nach Album, war jedes mal wieder überrascht, dann begeistert und wurde schließlich einer ihrer größten Fans.

Schon die Musik dieser Ausnahmekünstlerin, die sich im Jazz genauso souverän zu bewegen wusste, wie in Soul, Blues, Pop und hochpolitischem Protestsong, ist eine Klasse für sich. Niemand kann der, leider bereits verstorbenen, Sängerin und Pianistin bis heute auch nur "das Wasser reichen". Noch viel mitreißender, in ihrer fast unerträglich wirkenden, Intensität und Interaktion mit dem Publikum waren aber Ninas Live-Auftritte:

NINA SIMONE erwartete von Ihrem Publikum absolute Konzentration und Ruhe. Sie gab alles, wenn sie auf der Bühne war und konnte sehr ungehalten werden, wenn sich das Publikum unaufmerksam oder geschwätzig verhielt. Dann gab es Situationen, in denen die Künstlerin plötzlich minutenlang schwieg, die Störer fixierte und auch schon 'mal zur Ordnung rief. Wer so etwas jemals erlebte, vergisst es nicht mehr.

Die auf dieser ausgezeichneten DVD (Bild- und Klangqualität sind hervorragend) enthaltenen Konzerte sind Dokumente für die Ewigkeit und ein 'must have' für absolut jeden NINA SIMONE Fan. Im 1976er Konzert erleben wir Nina künstlerisch in Hochform (allein der "Backlash Blues" ist das Geld der DVD wert) und in der Interaktion mit ihrem Publikum herrscht derartige Hochspannung, dass einem schier der Atem stockt.

Unbedingt ansehen!

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Zur DVD-Serie "Live At Montreux":

Das Montreux ('Jazz') Festival ist ein seit 1967 jeweils im Juli am Genfersee (Schweiz) stattfindendes musikalisches Highlight der absoluten Spitzenklasse, unter der Leitung des Musik-Enthusiasten Claude Nobs.

Schon früh traten Künstler aus dem Rock- und Pop-Bereich zusätzlich zu den großen Namen des Jazz hier auf, weshalb Nobs den Namen der Veranstaltung auch bereits vor Jahren in 'Montreux International Festival' änderte, allerdings der Name "Montreux Jazz-Festival' hat sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt und lässt sich dort wohl auch nie mehr entfernen.

Die Palette der Künstler-Namen reicht inzwischen von:
"Jazzmusikern", wie Les McCann, Ella Fitzgerald, Nina Simone, Count Basie, Charles Lloyd, Keith Jarrett, Cecil McBee und Jack DeJohnette, Art Blakey, Dexter Gordon, Oscar Peterson, Herbie Hancock, Lionel Hampton, Lester Bowie, Wynton Marsalis, Randy Brecker, Carmen McRae, Pat Metheny, Pasadena Roof Orchestra, Gil Evans, Keith Jarrett
bis zu
Künstlern aus dem Rock- und Popbereich, hier seien stellvertretend für andere genannt Aretha Franklin, Marianne Faithfull, Led Zeppelin, Frank Zappa, Queens of the Stone Age, Simon & Garfunkel, Mike Oldfield, 70's-Supremes, Sonic Youth, Jethro Tull, Carlos Santana, Audioslave, Peter Tosh, Roberta Flack, Leonard Cohen, James Brown, John Lee Hooker, Paolo Conte, Nina Corti, Etta James, Johnny Cash, Van Morrison, Marvin Gaye, George Benson, Keziah Jones, Stevie Ray Vaughan, Deep Purple, Chic, Isaac Hayes u.v.a.

Das Festival zieht jährlich ca. 200.000 BesucherInnen an und dauert im Schnitt jeweils etwa 16 Tage, wobei die Auftritte sich auf 17 Bühnen verteilen. Sämtliche Konzerte wurden von Anfang an in voller Länge auf Video aufgezeichnet. Es handelt sich dabei inzwischen um ca. 4.000 Künstler/Bands, die in den letzten 40 Jahren in Montreux aufgetreten sind.

Claude Nobs hat vor einiger Zeit damit begonnen seine musikalischen Schätze auf DVDs zu veröffentlichen und ich muss Ihnen sagen: Ein Hochgenuss jedes einzelne Bild- und Tondokument (zur Technik: Die Bild- und Tonqualität ist jeweils auf dem damals aktuellen Stand der Aufnahmezeit).

PS
Jazz- und Produzentenlegende Quincy Jones ist ein enger Freund von Claude Nobs und hat sich im Laufe der Jahre viele Verdienste um dieses Musik-Festival erworben. Deshalb wurde er bereits zu Lebzeiten mit einem Denkmal geehrt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2010
der mitschnitt einer sternstunde jenseits aller schubladen. konzert, performance, therapiesitzung, seance. eine so souveräne verbindung von rückhaltloser emotionalität und gleichzeitiger absoluter kunstlerischer kontrolle habe ich in der form nirgends gesehen. was für eine präsenz! wer intensität sucht, bereit ist, sich berühren oder gar verstören zu lassen, sollte sich diese konzertdokumentation unbedingt anschauen. wer unterhaltung sucht oder nette musik ist hier falsch.
schnitt und kameraführung sind perfekt auf die simone abgestimmt, die tonqualität ist gut. absolut empfehlenswert!!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2007
Wer Nina Simone kennt und schätzt, muß das Konzert aus 1976 sehen. Blues, Jazz, Pop? Nina Simone-Musik! Bei vielen Konzert-DVDs frage ich mich, ob ich die Bilder wirklich brauche. In diesem Fall brauche ich sie. Nina Simone ist unvergleichlich. Sie zeigt sich so, wie man es über sie gelesen hat. Verletzlich und mutig, einmalig!

Wenn man das Konzert sieht, weiß man, welch große Künstlerin wir durch ihren Tod verloren haben.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Diese DVD ist ein Hammer, vor allem die 1976 Aufnahmen. Nicht nur die Sache

mit dem widerspengstigen Mikrophone oder ihre Frage nach David Bowie, sondern

einzigartig und ganz grosse Klasse das Medley von "Stars/Feelings". Sie beginnt mit Janis Ian's "Stars" um gleich darauf eine Zuhörerin zu zwingen

wieder auf ihren Stuhl zu sitzen und dann beginnt sie diesen wunderbaren Song

"Stars, they come and go, they come fast or slow...", "Some of us are downed,

some of us are crowned and some are lost and never found" usw. Unglaublich

schön, Gänsehaut erzeugend und dieser Topsong geht über in den Hitparadenknaller "Feelings", aber was für eine Interpretation. Man möchte

weinen, so schön kann selbst Kitsch sein, wenn er in den Händen einer

Künstlerin wie Nina Simone zu Gold verwandelt wird. Hier erlebt man hautnah

was Musik imstande ist zu sein und man ist dankbar fürs Leben um solches

zu erleben.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Sehr zwiespältig...wie die ganze Person.

"Ich trete nicht mehr bei Jazz-Festivals auf..." sagt sie auf der Bühne in Montreux, sie sei keine Sängerin, sondern Pianistin..., sie moniert Mikrofonbewegungen, die sie selber durch ihr Hinundherschieben auslöst... alles nicht sooo wahnsinnig toll, dabei zuzusehen, wenn man keine psychiatrische Selbstdarstellung, sondern eigentlich Jazz haben will.

Nina S. zelebriert sich selbst. Bühnen-Logorrhoe ohne Ende, sinnloses Gerufe nach D.Bowie, wie vollgekokst, "high", leider auf die unangenehme Art, also "low": zynisch lachend - aggressiv - depressiv. Von Liebe redend, singend, aber maßlos enttäuscht.
Dann scheint es , als besinne sie sich, dass sie auf einem Jazzfest ist, - vielleicht bekommt sie auch ein Zeichen? - dass sie ihr Geld nicht für Theater, sondern ihre Musik bekommt, setzt sich wieder ans Piano, fummelt am Mike, und dann geht's endlich wieder weiter...aus allem bekifften Gequatsche:
Der großartige Blues "Mr.Backlash", der den Kauf der DVD lohnt
und - "feelings", unnachahmlich anders.
Immer traurig.
Nina S. zieht runter.
Und deshalb singt und spielt sie den Blues so irre gut.
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