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252 Rezensionen
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157 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich
Selten hat mich ein Film so fasziniert wie "Memento". Die absolut ungewöhnliche Erzählweise ist verwirrend und erfrischend zugleich. Die Geschichte handelt von einem Mann, Leonard, der sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Dies geschah weil er von dem Vergewaltiger und Mörder seiner Frau angegriffen wurde. Nun will Leonard seine tote Frau rächen...
Veröffentlicht am 17. September 2002 von Amazon Kunde

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Film gut, aber DVD nicht gut
Heute lasse ich mich zu einer Rezession hinreißen. Habe diesen Film schon öfter gesehen und gedacht, den kauf ich mir. Mit dem Hintergedanken, in den Genuß des Hidden Features zu kommen habe ich bestellt. Die DVD wurde schnell geliefert...dank amazon. Vom Hidden Feature ist auf dieser DVD nichts zu sehen, obwohl es in der Beschreibung des Films eindeutig...
Veröffentlicht am 14. Januar 2013 von Ingo


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen G E N I A L !, 16. August 2002
Von 
Jens Fütterer (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Dieser Film ist perfekt. Von der ersten bis zur letzten Minute Spannung pur. Zugegeben, der Streifen erfordert etwas Konzentration vom Zuschauer, aber ich bin eh der Meinung, dass man VOR einem Film zur Toilette geht und sich Getränke und Knabbereien schon vorher bereitstellt. Sollte man einige Minuten verpassen kann es passieren, dass einem ein wichtiges Puzzleteil der Story fehlt. Der Film wird nämlich rückwärts erzählt, und genau das hat mich auch so begeistert.
Der Hauptdarsteller ist super, er kann sich seit der Ermordung seiner Frau an nichts mehr erinnern, was länger als einige Minuten zurückliegt. Durch das rückwärts erzählen bekommt man als Zuschauer in etwa einen Eindruck davon was das für ein Gefühl sein muß.
So, er sucht nun den Mörder seiner Frau, aber wie soll er sich merken DAS er ihn sucht??? Ganz einfach! Indem er von Allem und Jedem Polaroids macht und sich dazu Notizen aufschreibt. Und, was schon etwas krank ist, er Tätowiert sich die wichtigsten Hinweise auf seinen Körper.
Mehr möchte ich jetzt nicht verraten, aber wer auf eine gute Handlung und auf Spannung steht, der MUß diesen Film gesehen haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut von Amazon, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Memento [Blu-ray] (Blu-ray)
Zusammengefasst kann man sagen, bin ich sehr zufrieden mit dem Artikel. Nachdem ich ihn direkt bei Amazon bestellt habe, wurde er am nächsten Tag versendet und war auch entsprechend schnell angekommen. Die Verpackung war entsprechend gut, da macht Amazon echt niemanden was vor. Die Gutscheine, sind eher nutzlos gewesen, aber das ist was anderes.

Zum Film selber, ich kann mich nur den ganzen positiven Rezensionen anschließen. Der Film selbst ist beim ersten Anschauen etwas schwer nachzuvollziehen. Das er Rückwärts erzählt wird, macht ihn zu einem Film, der volle Aufmerksamkeit verlangt. Also garantiert nichts für einen Abend, an dem Alkohol fließen wird.

Qualitativ entspricht der Film den Ansprüchen die ich persönlich an eine Bluray Neufassung stelle. Bild und Ton sind sehr gut. Der Preis war auch echt top.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der eigentliche Film beginnt erst, wenn der Film zu Ende ist, 10. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Mein Tip : Nicht lange lesen, sondern den Film ansehen ! Gottseidank habe ich das gemacht, _bevor_ ich im Web mehr über die Story erfahren habe, ansonsten wäre das Erlebnis nur halb so gut gewesen. Wer sich unvoreingenommen auf memento einläßt, wird erst einige Zeit brauchen, um sich an den Erzählstil zu gewöhnen. Hat man das dann aber geschafft und schraubt sich sein Verständnis der Story zusammen, dann passieren plötzlich Dinge, die das gerade Gelernte wieder in Frage stellen.
Ich habe den Film mittlerweile 6x gesehen und jedesmal genossen. Es kommt nicht oft vor, daß man die Story mehrmals mit Interesse verfolgt : Um sicher sein zu können, daß man alles verstanden und das Rätsel gelöst hat. Im Gegensatz zu anderen Vertretern des Kopfverdreher-Genres (Usual Suspects oÄ) läßt sich memento nicht in einem Satz erklären, sondern erfordert ein komplexeres Verstehen. Die Wahrheit in memento ist vielschichtig.
Daß stellenweise hier und im Web von inhaltlich-logischen Fehlern in der Story fabuliert wird, dürfte vor allem an mangelnder Beschäftigung mit dem Film liegen. Leonhards Erinnerung an seine Krankheit z.B. erklärt sich aus der simplen Tatsache, daß er eine Kopie der ärztlichen Untersuchung in seinen Akten hat. Und so ist es mit vielen Elementen in memento : Für den naiven Betrachter scheint es sich um Fehler oder Unstimmigkeiten zu handeln, tatsächlich aber sind es Indizien, ohne die ein vollständiges Verstehen der Geschichte nicht möglich ist.
Hat man den Film das erste Mal gesehen, fängt der Film erst richtig an : Bei dem Versuch, die Puzzlestücke zusammenzusetzen, stellt man mehr und mehr sicher Geglaubtes in Frage; versucht, sich zu erinnern, nur um die Erinnerung dann doch wieder in Frage zu stellen. Mehrmals ansehen hilft da nur bedingt, man muß schon den Film in seine Bestandteile zerlegen und die Strukturen und Inhalte analysieren. Dann aber wird man mit einem Meisterwerk konfrontiert, das so sauber gearbeitet ist, wie wenige andere Streifen aus diesem Genre.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderner Klassiker, 4. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Mich wundert es, daß Memento erst langsam zum Kultfilm avanciert, seitdem er auf DVD erschienen ist.
Memento hat nämlich alles, was ein innovativer, spannender und höchst verstörender Thriller braucht.
Der Aufbau der Geschichte ist gar nicht so kompliziert ... nur die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird wirft den Betrachter vollkommen aus der Bahn. Dabei wird nicht nur das Gedächtnis und das Realitätsempfinden des Protagonisten in Frage gestellt, sondern auch der Zuschauer sieht sich konfrontiert mit der Frage "Was stimmt denn jetzt noch?".
Vielleicht ist sowas nicht jedermanns Sache - besonders nicht, wenn man auf Filme steht, die von A nach B laufen ohne irgendwelche Fragen aufzuwerfen - aber gerade das macht in meinen Augen einen wahren Kultfilm aus.
Memento kann man auf eine Stufe setzen mit Filmen wie "Mulholland Drive" oder "Lost Highway" ... allerdings ist er viel nüchterner und ohne jede Mystik erzählt und definiert sich in seiner Erzählweise ganz klar und eigenständig.
Memento wirkt so, als wäre man ständig life dabei, es ist nichts geschönt, es gibt keine Effekte, die Schauspieler agieren grausam glaubhaft und die sphärische Musik untermalt das Ganze so stimmungsvoll, wie ich es selten erlebt habe.
Ständig hat man das leere und verlorene Gefühl, daß den Hauptdarsteller durch den Film treibt.
Memento bleibt im Kopf haften ... ein wahres Meisterwerk des modernen Film Noir.
Absolut empfehlenswert!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen faszinierender Gang durch die Zeit..., 13. Februar 2007
Von 
pseudonym (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Nicht die Geschichte an sich vermag zu fesseln, sondern die Art und Weise, wie sie erzählt wird.

Streng genommen sieht man sich zwei Handlungsstränge an, die (zum Glück) auch optisch voneinander getrennt sind.

- schwarz-weiß: die Handlung im Hotelzimmer.

- in Farbe: die Handlung im allgemeinen.

Während die Handlung in schwarz-weiß chronologisch vorwärts geht, wird sie von Handlungen in Farbe unterbrochen, wobei der Anfang der aktuellen Szene dem Ende der vorherigen (farbigen) Szene entspricht. Somit läuft dieser Handlungsstrang rückwärts. Zum Höhepunkt des Filmes beginnt die Szene schwarz-weiß und wird farbig und wird zum Verbindungsstück beider Handlungsstränge. Verwirrt? Kein Wunder! Ich denke, man sollte sich den Film mehrfach ansehen, zu detailliert sind die Spiele, die Christopher Nolan mit der Zeit anstellt. Umso faszinierender, wie man Szenen ohne Vorkenntnis interpretiert, nur um etwas später festzustellen, dass man völlig falsch lag.

Sollte man nun mit dieser Erzählweise überhaupt nicht zurecht kommen, so bietet die DVD als Easteregg die Möglichkeit, sich die Szenen in chronologischer Folge anzuschauen, auch noch ein toller Film, aber in keinster Weise so faszinierend.

Was bleibt? Ich habe selten einen derart faszinierenden und verstörenden Film gesehen - nicht ohne Grund wurde dies einer meiner Lieblingsfilme - somit kann sich meine Wertung wohl denken ;-) 5/5
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu kompliziert oder zu simpel?, 5. Dezember 2003
Von 
S. Ganser "SamBruce" (Aachen, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Man kann von diesem ersten größeren Machwerk Nolans sagen, was man will; diskussionswürdig ist es allemal. Dass der Film episodenweise rückwärts erzählt wird, sollte dabei nicht als ausschließliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Filmen des Genres verstanden werden, zumal diese Technik in Memento ja nun mal nicht neu erfunden wurde. Vielmehr fasziniert Nolans Stil mit Schwarzweiss-Passagen, surrealen Bildern und einem kühlen, ja geradezu als "weiß" charakterisierbaren Look, den der Regisseur auch in seinem überdurchschnittlichen Nachfolger "Insomnia" beibehalten hat und der somit fast schon als sein Markenzeichen betrachtet werden kann.
Die reversible Erzählweise führt dazu, daß man am Ende fast jeder "Episode" einen Aha-Effekt erlebt, da das Ende der aktuellen Storyline immer mit dem Anfang der vorherigen korreliert, die nur zwischendurch von den Schwarzweiß-Szenen im Hotelzimmer unterbrochen werden, in denen man mehr über Leonards Zustand sowie dessen Folgen (u.a. die Tattoos) erfährt. Ein weiterer Nebeneffekt ist der, daß man als Zuschauer zu keinem Zeitpunkt in der Lage ist, die einzelnen Charaktere und ihre Intentionen einzuschätzen. Grenzen zwischen Gut und Böse, Schwarz und Weiß werden vermischt, Leonards Umwelt ist grau.
Die Schnittfolgen und der Szenenaufbau führen zur verstärkten Identifikation des Zuschauers mit dem Protagonisten. So werden zum Beispiel einige Szenen zweimal gezeigt, jeweils in einer anderen Variation, um die Irrbarkeit des menschlichen Gedächtnisses zu demonstrieren. Man wird also auch selber bald nicht mehr unterscheiden können, welche der Szenen sich im Film wirklich so abgespielt haben sollen und welche dem Geist Leonards entsprungen sind.
Der Inhalt von Memento führt im Endeffekt zu folgender Frage: welche Bedeutung haben Emotionen wie Rache, Liebe und Leid in Anbetracht der Tatsache, daß das menschliche Leben endlich ist? Wie können Gefühle und Handlungen stetige Signifikanz erzeugen, wenn die Lebensdauer des Menschen und damit seines Geistes (hier: Leonards Wesen, das mit seinen Erinnerungen ausgelöscht wurde) begrenzt sind? Eine interessante Frage, über die es sich lohnt, nachzudenken.
Nachdem der Film beim ersten Ansehen noch recht verworren erscheint, klagen einige Filmfreunde nach mehrmaligem Ansehen über zu starke Simplizität der Ereignisse, vor allem nach Konsum des Filmes in geordneter Reihenfolge (dies ist auf der DVD auch möglich: wenn ich mich recht erinnere, muss man dazu ein Easteregg in der rechten unteren Ecke des Hauptmenüs der ersten Disc anklicken). In der Tat erzählt der Film, lässt man ihn noch einmal auf sich wirken, rein handlungsmäßig doch recht wenig, besitzt mit gerade mal 109 Minuten Laufzeit auch eine dem Genre entsprechend unterdurchschnittliche Laufzeit. Die Substanz liegt in diesem Fall aber auch nicht in der Handlung, sondern in dem, was durch diese verschlüsselt ist.
So strittig die letztendliche Qualität auch ist, die DVD ist über fast jeden Zweifel erhaben. Das Bild gibt den Film so wieder, wie der Regisseur es beabsichtigt hat. Die vielen Stilmittel kommen gut zur Geltung, und davon abgesehen glänzt der visuelle Aspekt der Scheibe mit glasklarer und messerscharfer Sicht auf das Geschehen. Den Sound will ich aufgrund fehlender Hardware nicht beurteilen; er wird aber in Englisch 5.1 sowie in Deutsch 5.1 und DTS angeboten und soll der Handlung angemessen sein.
Die Extras sind für einen solchen Film-Geheimtip sehr gut, vor allem in qualitativer Hinsicht. So gibt es auf Disc 1 einen Regiekommentar sowie die eben bereits erwähnte Möglichkeit, sich den Film in geordneter Reihenfolge anzusehen. Disc 2 bietet dann noch verschiedene Trailer, ein Interview mit Christopher Nolan (normalerweise sehe ich Interviews nicht allzu gerne, aber solche mit Nolan sind immer empfehlenswert), Das Making Of "Anatomie einer Szene", Biografien, Fotogalerie, "Memento Mori", und Produktionsnotizen.
Unter dem Strich also eine DVD, die zwar seit ihrem Erscheinen bis zum heutigen Tage noch immer überall viel zu teuer angeboten wird, die andererseits aber auch hohe Qualität in jeder Hinsicht bietet. Zweifler sollten vielleicht noch ein wenig warten; vielleicht wird auch für diese DVD eines Tages die Zeit des "Nice Price" kommen.
P.S. aufgrund der hohen Anzahl der Vorgängerrezensionen habe ich mir diese vor dem Erstellen dieses Textes nicht alle angesehen. Sollten also irgendwelche Informationen oder Meinungen doppelt enthalten sein, so war das nicht meine Absicht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir alle brauchen Erinnerungen, um nicht zu vergessen, wer wir sind, 6. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Ein Film, hochgelobt wie kaum ein anderer: Meilenstein, unglaublich, mit nichts vergleichbar, so die Zuschreibungen.
Und: sie sind völlig berechtigt!

Lenny leidet an Amnesie; nicht jedoch an der "herkömmlichen", die zu klar abgegrenztem Gedächtnisverlust führt. Nein, die perfide Variante: er kann sich nur einige Minuten am Stück merken, dann verschwindet das Erlebte. Er greift daher zu allerhand Methoden, um dieses "abzuspeichern", allein: weitgehend erfolglos. Bzw. besser gefährlich: Solcherart wird eine vermutet plausible Erinnerung generiert, die jedoch nicht immer tatsächlich stimmen muss (was zu schlimmen Konsequenzen führt)...
Verloren hat er jedenfalls seine Frau, hingemeuchelt vom Vergewaltiger. Er selbst: von diesem schwer am Kopf verletzt - der Grund für die Amnesie? Und er beginnt eine konsequente Täterjagd...

Geniale Idee, noch genialer umgesetzt: Parallel bietet uns Regisseur Nolan Rückblenden und chronologische Geschehnisabläufe zu sehen, die mehr verwischen als aufklären; wer nicht konzentriert bei der Sache ist, steigt schnell aus. Gewissenhaftigkeit wird jedoch reich belohnt: mit einem spannenden, ungewöhnlichen Filmmeisterwerk, völlig einzigartig in der Filmgeschichte!

Nolan spielt hier voll seine inszenatorische Finesse aus: jener Mann, dem wir noch hochintelligente Blockbuster wie "The Dark Knight" und "Inception" verdanken sollten, zeigt hier bereits auf.
Guy Pearce und Carrie Ann Moss sind jedenfalls solide, wenngleich für mich nicht unbedingt Idealbesetzungen (aber: eine solche ist sicherlich Joe Pantoliano als versiffter Cop - Traumdarbietung!). Das ist aber nicht vordringlich: alles wird überlagert von der genialen Grundidee, die wahrlich ihresgleichen sucht. Und ähnlich wie ein Jahrzehnt später (in "Inception") Fragen über Fragen: Rührt die Amnesie vielleicht von Experimenten mit Insulin her, ausgelöst durch Schuldgefühle des Titelhelden? Spielt sich alles etwa nur in der etwas eigenen Psyche von Leonard ab?

Fazit: Einzigartig. Sehr anspruchsvoll, sehr lohnend.
Allenfalls vergleichbar mit den späteren Meisterwerken "Iception" und "Shutter Island" (letzterer von Martin Scorsese, einem der Vorbilder von Nolan), allerdings - nicht wie jene - auf abendfüllende Breitbildunterhaltung breiter Massen angelegt, sondern eher subtil, feinfühlig, leise.

12 von 5 Punkten für einen der besten Filme der Neuzeit.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Memento - gefangen in der Gegenwart!, 14. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Memento (DVD)
Vorab:

-----------------

Der Film Memento verfolgt zwei Erzählstränge: Zum einen wird die eigentliche Geschichte des Films und des Protagonisten Leonard Shelby erzählt. Damit der Zuschauer wie der Protagonist Leonard Shelby das Gefühl, sich nicht zu erinnern, selbst erfahren kann, laufen die Szenen chronologisch rückwärts ab und noch dazu bedient sich der Regisseur eines episodenhaften Erzählstils, der fragmentarisch und unvollständig auf den Zuschauer wirkt.. Man befindet sich damit permanent in einer Handlung, ohne deren Vorgeschichte zu kennen, wodurch es erschwert wird, das Gesehene zu ordnen und in Bezug zu setzen. Zum anderen werden gegenwärtige Geschehnisse gezeigt. Die dazugehörigen Szenen sind schwarz-weiß, laufen chronologisch vorwärts und über den ganzen Film verteilt. Durch dieses permanente Durcheinander wird das pathologische Krankheitsbild des Protagonisten auf das Publikum übertragen, was wesentlich zur Stärke dieses Streifens beiträgt.

Kameraführung und Farbwahl geben dem Zuschauer das Gefühl eines stark begrenzten, unpersönlichen, ja beinahe sterilen Umfeldes, in dem Leonard sich ohne seine Fotos und Notizen keinesfalls zurechtfinden könnte und seine gesamte gegenwärtige Persönlichkeit verlöre. Die Handlung und besonders der ungewöhnliche Schnitt fordert eine Auseinandersetzung mit der Wahrheit und der Sicherheit der eigenen Erinnerung. Was dem Regisseur bei diesem Film gelungen ist, ist ein gewagter Hochseilakt aus Kunstfilm, französischem film noir und einem potenziellen Kassenschlager, der ein breites Spektrum von Publikum in die Kinos zieht.

Zur Story:

-----------------------

Bei einem nächtlichen Überfall auf sein Heim wird der Versicherungsagent Leonard (genannt Lenny) Shelby niedergeschlagen und verliert dabei die Fähigkeit, neue Erinnerungen in sein Langzeitgedächtnis aufzunehmen, sodass er fortan gezwungen ist sein Dasein in der geistigen Umnachtung der permanenten Gegenwart zu fristen. Seine Frau wird von den Einbrechern jedoch erst vergewaltigt und dann anschließend ermordet. Leonard erinnert sich zwar an sein gesamtes Leben vor dem Angriff, kann aber keine neuen Erinnerungen mehr speichern. Einst konnte er einem Kunden mit genau den gleichen Beschwerden die Auszahlung der beträchtlichen Versicherungssumme mit Hilfe eines gerissenen Tricks verweigern – nun trifft ihn das gleiche Schicksal, was dem Zuschauer irgendwo ironisch vorkommen sollte.

In diesem Zustand ist er auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau, um Rache zu üben. Selbst kaum in der Lage, sich an den Anfang eines längeren Gesprächs zu erinnern, nutzt er Polaroidfotos, Tätowierungen und schriftliche Aufzeichnungen als externes Gedächtnis - eine externe Festplatte sozusagen, wie sie im Buche steht. Unterstützt wird er bei seiner Suche von dem merkwürdigen Polizisten Teddy und der undurchsichtigen Kellnerin Natalie (Carrie-Ann Moss aus Matrix), die jedoch beide nicht nur Gutes im Schilde führen. Natalie sind Leonards Probleme fast egal, nach einem Streit beschließt sie, statt ihm zu helfen, ihn lediglich auszunutzen. Teddys Absichten bleiben noch mehr im Dunkeln und fesseln den Zuschauer bis zum Schluss. Doch auch die eigenen Absichten von Leonard wirken zusehends immer verworrener bis schließlich die beiden Erzählstränge in einem infernalen Ende kulminieren und die Beweggründe der Protagonisten preisgeben. Mehr sollte ich nicht preisgeben, da ansonsten die Pointe des Filmes verraten würde.

Fazit:

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Einer der besten Filme der vergangenen zehn Jahre, - auf jeden Fall sollte man ihn gesehen haben. Die Schauspieler überzeugen genauso wie die Arbeit des Regisseurs und bilden insgesamt ein sehr kompaktes Produkt, das man nicht so schnell vergisst. Absolute Kaufempfehlung! Top Movie!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sind wir die Summe unserer Erinnerung?, 2. Januar 2006
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Das Kurzzeitgedächtnis des Protagonisten Leonard Selby funktioniert nicht mehr. Sein Gehirn hörte auf sich Dinge zu merken, als seine Frau gewaltsam starb. Er will die Tat rächen. Dazu muss er den Täter finden. Doch wie ermittelt ein Mensch, der die gefundenen Fakten wieder vergisst? Leonard entwickelt ein ausgeklügeltes System mittels Sofortbildern und zusätzlich versehenen Handnotizen. Besonders wichtige Informationen, lässt er sich auf die Haut tätowieren.
Diese besonderen Schutzmaßnahmen sind auch notwendig. Die Menschen, mit denen Leonard es zu tun hat, sind nicht immer ehrlich zu ihm. Sie nutzen ihn und seine Krankheit aus, um eigene Ziele zu verfolgen. Doch das Misstrauen richtet sich nicht nur gegen andere, sondern auch gegen sich selbst. Was geschieht mit einem Menschen, der jedes Mal aufs neue am gleichen Erfahrungspunkt aufwacht. Welche Bedeutung hat dann Zeit?
Die Erinnerung aus Leonards Berufleben als Versicherungssachbearbeiter über einen Kunden, der ebenfalls kein Gedächtnis mehr besitzt, begleiten die Ereignisse. Liegt eine körperlicher Schaden vor, oder simuliert der Kunde? Wenn er simuliert, wie kann man dies testen? Oder war der Fall ganz anders?
Der Zuschauer bekommt er recht gutes Gefühl dafür wie es Leonard ergeht. Das liegt daran, das der Film von hinten nach vorne erzählt wird. Immer wenn eine Sequenz beginnt, steht der Zuschauer genauso wie Leonard bei null. Das Wissen aus der „Zukunft“ nutzt dem Zuschauer nur wenig, weil er ja die Vergangenheit „noch“ nicht kennt. Mit diesem Trick ist ein ganz außergewöhnlicher Film entstanden. Eine rückwärts aufbauende Spannung ist so gesehen einmalig. Der Film regt auch zum Nachdenken darüber an. Wer sind wir eigentlich, wenn wir uns nichts mehr neues merken können?
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefangen in der gegenwart! Ein gewagter, toller Film!, 14. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Vorab:

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Der Film Memento verfolgt zwei Erzählstränge: Zum einen wird die eigentliche Geschichte des Films und des Protagonisten Leonard Shelby erzählt. Damit der Zuschauer wie der Protagonist Leonard Shelby das Gefühl, sich nicht zu erinnern, selbst erfahren kann, laufen die Szenen chronologisch rückwärts ab und noch dazu bedient sich der Regisseur eines episodenhaften Erzählstils, der fragmentarisch und unvollständig auf den Zuschauer wirkt.. Man befindet sich damit permanent in einer Handlung, ohne deren Vorgeschichte zu kennen, wodurch es erschwert wird, das Gesehene zu ordnen und in Bezug zu setzen. Zum anderen werden gegenwärtige Geschehnisse gezeigt. Die dazugehörigen Szenen sind schwarz-weiß, laufen chronologisch vorwärts und über den ganzen Film verteilt. Durch dieses permanente Durcheinander wird das pathologische Krankheitsbild des Protagonisten auf das Publikum übertragen, was wesentlich zur Stärke dieses Streifens beiträgt.

Kameraführung und Farbwahl geben dem Zuschauer das Gefühl eines stark begrenzten, unpersönlichen, ja beinahe sterilen Umfeldes, in dem Leonard sich ohne seine Fotos und Notizen keinesfalls zurechtfinden könnte und seine gesamte gegenwärtige Persönlichkeit verlöre. Die Handlung und besonders der ungewöhnliche Schnitt fordert eine Auseinandersetzung mit der Wahrheit und der Sicherheit der eigenen Erinnerung. Was dem Regisseur bei diesem Film gelungen ist, ist ein gewagter Hochseilakt aus Kunstfilm, französischem film noir und einem potenziellen Kassenschlager, der ein breites Spektrum von Publikum in die Kinos zieht.

Zur Story:

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Bei einem nächtlichen Überfall auf sein Heim wird der Versicherungsagent Leonard (genannt Lenny) Shelby niedergeschlagen und verliert dabei die Fähigkeit, neue Erinnerungen in sein Langzeitgedächtnis aufzunehmen, sodass er fortan gezwungen ist sein Dasein in der geistigen Umnachtung der permanenten Gegenwart zu fristen. Seine Frau wird von den Einbrechern jedoch erst vergewaltigt und dann anschließend ermordet. Leonard erinnert sich zwar an sein gesamtes Leben vor dem Angriff, kann aber keine neuen Erinnerungen mehr speichern. Einst konnte er einem Kunden mit genau den gleichen Beschwerden die Auszahlung der beträchtlichen Versicherungssumme mit Hilfe eines gerissenen Tricks verweigern – nun trifft ihn das gleiche Schicksal, was dem Zuschauer irgendwo ironisch vorkommen sollte.

In diesem Zustand ist er auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau, um Rache zu üben. Selbst kaum in der Lage, sich an den Anfang eines längeren Gesprächs zu erinnern, nutzt er Polaroidfotos, Tätowierungen und schriftliche Aufzeichnungen als externes Gedächtnis - eine externe Festplatte sozusagen, wie sie im Buche steht. Unterstützt wird er bei seiner Suche von dem merkwürdigen Polizisten Teddy und der undurchsichtigen Kellnerin Natalie (Carrie-Ann Moss aus Matrix), die jedoch beide nicht nur Gutes im Schilde führen. Natalie sind Leonards Probleme fast egal, nach einem Streit beschließt sie, statt ihm zu helfen, ihn lediglich auszunutzen. Teddys Absichten bleiben noch mehr im Dunkeln und fesseln den Zuschauer bis zum Schluss. Doch auch die eigenen Absichten von Leonard wirken zusehends immer verworrener bis schließlich die beiden Erzählstränge in einem infernalen Ende kulminieren und die Beweggründe der Protagonisten preisgeben. Mehr sollte ich nicht preisgeben, da ansonsten die Pointe des Filmes verraten würde.

Fazit:

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Einer der besten Filme der vergangenen zehn Jahre, - auf jeden Fall sollte man ihn gesehen haben. Die Schauspieler überzeugen genauso wie die Arbeit des Regisseurs und bilden insgesamt ein sehr kompaktes Produkt, das man nicht so schnell vergisst. Absolute Kaufempfehlung! Top Movie!
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