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153 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich
Selten hat mich ein Film so fasziniert wie "Memento". Die absolut ungewöhnliche Erzählweise ist verwirrend und erfrischend zugleich. Die Geschichte handelt von einem Mann, Leonard, der sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Dies geschah weil er von dem Vergewaltiger und Mörder seiner Frau angegriffen wurde. Nun will Leonard seine tote Frau rächen...
Veröffentlicht am 17. September 2002 von Amazon Kunde

versus
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Film gut, aber DVD nicht gut
Heute lasse ich mich zu einer Rezession hinreißen. Habe diesen Film schon öfter gesehen und gedacht, den kauf ich mir. Mit dem Hintergedanken, in den Genuß des Hidden Features zu kommen habe ich bestellt. Die DVD wurde schnell geliefert...dank amazon. Vom Hidden Feature ist auf dieser DVD nichts zu sehen, obwohl es in der Beschreibung des Films eindeutig...
Vor 18 Monaten von Ingo veröffentlicht


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153 von 167 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 17. September 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Selten hat mich ein Film so fasziniert wie "Memento". Die absolut ungewöhnliche Erzählweise ist verwirrend und erfrischend zugleich. Die Geschichte handelt von einem Mann, Leonard, der sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Dies geschah weil er von dem Vergewaltiger und Mörder seiner Frau angegriffen wurde. Nun will Leonard seine tote Frau rächen. Als Hinweise dienen ihm nur Polaroid Fotos, auf denen er sich selbst Notizen macht, und seine bizarren über den ganzen Körper verteilten Tätowierungen. Nach dem Unfall weiß Leonard zwar alles über seine Person und den Mord an seiner Frau, doch im Alltag kann er sich nicht daran erinnern, was 5 Min. vorher passiert ist.
Die Erzählweise des Films ist atemberaubend. Die Story wird vorwärts und gleichzeitig rückwärts erzählt. Der Film beginnt mit dem Ende. Hierbei gelang den Machern des Films genau das, was sie erreichen wollten: Sie wollten zu Anfang in den Köpfen der Zuschauer genau so eine Verwirrung schaffen, wie sie Leonard Tag für Tag empfindet. Man erkennt jedoch sehr schnell das Konzept des Films und hat kaum Probleme, diesem zu folgen.
Die Rückblicke sind in Farbe, während die anderen Parts s/w sind. Die s/w Sequenzen sind mehr wie eine Art Dokumentation gehalten. Man erfährt durch Leonard, wie jemand den Alltag meistert, der an Kurzzeitgedächtnis-Verlust leidet. Die farbigen und s/w Szenen wechseln sich ab, bis sie schließlich am Ende des Films quasi zusammengeführt werden. Das "Ende" ist sehr überraschend und faszinierend. Man kann sich der düsteren Atmosphäre des Films kaum entziehen.
Memento ist der ERSTE Film, den ich mir gleich zweimal hintereinander angesehen habe.
Plus: ein super Guy Pearce, der die Rolle einfach perfekt spielt. Auch der Rest der Besetzung ist klasse.
Dieses gute Stück kommt als Doppel DVD mit vielen aufschlußreichen und ausführlichen Extras! Ein MUSS!
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85 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Momentaufnahmen einer Suche, 26. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
"Memento" ist schon ein schwieriger Film. Seine Handlung ist schwierig, seine Erzählweise ist schwierig, denn er wird rückwärts erzählt, seine Themen sind schwierig. Ungeachtet dessen lohnt es sich, "Memento" Aufmerksamkeit zu zollen, mehr noch, als bei einem normal erzählten Film mit normalen Themen nötig wäre.
Leonard hat seine Frau verloren, und das ausgerechnet an einen Vergewaltiger, der ihm selbst auch noch das Kurzzeitgedächtnis geraubt hat: Leonard ist unfähig, sich Dinge mehr als ein paar Minuten lang zu merken, abgesehen von denen, die er schon vor dem Unfall seiner Frau und seiner selbst gespeichert hatte. Leonard ist auf der Suche nach dem Vergewaltiger, angewiesen auf seine Notizen, Tättowierungen und Polaroid-Photos, die er braucht, um sich Ergebnisse seiner Suche merken zu können. Begleitet wird er auf seiner Suche von Teddy und Natalie, deren Rollen in der ganzen Sache noch nicht einmal Leonard selbst klar sind.
Das ist die eigentlich recht simple Geschichte, die "Memento" zugrundeliegt. Gewiss ergeben sich hier einige Unklarheiten: Warum Leonard trotz seines mitunter brutalen Vorgehens und seines "Zustands" frei herumlaufen darf, zum Beispiel. Das Interessante ist aber, dass solche Fragen den Film gar nicht interessieren: "Memento" geht es um zweierlei: Einerseits die Klarheit des Drehbuchs, die absolut logische Verzahnung von Ursache und Wirkung, andererseits um die gut durchdachte philosophische Metaebene des Films, die sich besonders im allerletzten (bzw. allerersten) Dialog mit Teddy eröffnet: Da Leonards gesamte gegenwärtige Identität nur auf ein paar Zetteln und Polaroids zu finden ist, ist er manipulierbar, und zwar durch sich selbst und durch andere: Andere können ihm seine Zettel stehlen, ihm falsche Ratschläge geben, die er sich dann aufschreibt und zu Dogmen erhebt. Er selbst, der keine Vergangenheit kennt, ist anfällig eben für diese Zettelchen und Hinweise, hinter denen die eigentliche Aufgabe, der er sich stellen möchte, verschwindet: So wenig wie er selbst mehr eine Identität besitzt, besitzt sie für Leonard sein gesuchter Vergewaltiger, denn im Grunde ist es ganz beliebig, wen er umbringt; wenn er sich den Mord nicht aufschreibt, vergisst er ihn ja sogar.
Und genau auf dieser Ebene völligen Identitäts- und Klarheitsabsenz funktioniert "Memento" bestens: Er offenbar viele Möglichkeiten, aber keine Lösungen, er öffenbart viele Taten, aber keine absolut gültigen Motive: Die Suche Leonards nach einem Vergewaltiger ist im Grunde ebenso motivlos wie der Gesuchte identitäslos ist; zumindest für Leonard. Das alles ist verpackt in eine brilliant erzählte Geschichte, in der die Spannung nicht das "wie geht es weiter?" ausmacht, sondern das "wie ist es dazu gekommen?". Die Rückwärtserzählung entlarvt Leonards anfangs sehr gerichtet erscheinende Suche als eine Suche ohne Ziel, als eine Suche um des Suchens Willen. Guy Pearce schafft es dabei, den Mann, der sich alle paar Minuten selbst neu erfinden muss, mit einer unglaublichen Präsenz und Echtheit zu spielen, dass sich "Memento" allein schon deshalb lohnt.
Inmitten des Films stellt sich Leonard die Frage, ob die Welt, wenn er die Augen schließt, immer noch da ist. Diese Gewissheit braucht er, damit seine Suche überhaupt einen Sinn macht. Und genau dazu hält "Memento" uns alle an: Die Augen zu schließen und uns zu fragen, wie unsere Position in dieser Welt ist und ob unsere Suche Sinn macht, egal wonach wir suchen. Denn auf der Suche sind wir alle. Ob nun mit - oder ohne Identität.
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91 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein mit genialer DVD-Ausstattung, 24. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Da die über jeden Zweifel erhabene Genialität dieses Meilensteines des Erzählkinos hier bereits vielfach sehr treffend gewürdigt wurde, will ich diese Lobgesänge nun auch auf die hervorragende DVD-Ausstattung ausweiten.
Denn gerade die zweite Disc bietet dem Interessierten eine großartige Vielfalt an Möglichkeiten tiefer in die komplexe Handlung einzusteigen. Statt des üblichen PR-(selbst)gerechten Schulterklopf-Making-Of Marke "es war ja soo aufregend mit diesem Team zu drehen und alle waren so großartig und kreativ" beschäftigt sich die etwa halbstündige Doku vor allem mit der Entstehung und Umsetzung der rückwärtigen Erzählstrucktur und öffnet für das nächste Ansehen des Filmes die Augen für bisher unentdeckte Details wie der Wirkung von Farbpalette und Kamerapositionierung. Fast genauso lang ist ein Interview mit Autor und Regisseur Christopher Nolan, der spürbar frei von PR-Sätzen bereit ist, seinen Film zu diskutieren. Weiterhin gibt es Produktionsfotos von den Dreharbeiten, Setentwürfen und - besonders interessant - allen Tätowierungen. Die vollständige Kurzgeschichte Memento Mori, die das Motiv für den Film lieferte, ist ebenso enthalten wie eine Interaktive Website, die über einen Zeitungsartikel, der mit Notizen, Fotos und ärtztlichen Diagnosen verlinkt ist, fragmentarisch Lenny's Vergangenheit beleuchtet. Obligatorisch sind dagegen schon die Kurzbiographien über die Hauptdarsteller, Produzenten und den Regisseur, einige kurze Textstatements über den Produktionsverlauf und als Füllmaterial einige Trailer des Verleihs. Besonderer Leckerbissen für echte Fans ist dagegen das komplett abfotographierte Drehbuch einschließlich aller Notizen, Kritzeleien und Kommentierungen von Christopher Nolan. So endeckt man nur hier seine verschiedenen graphischen Darstellungsversuche der Schnittstruktur (es ist eine Haarnadel!?) oder schmunzelt darüber, dass er handschriftlich das Steak, das Teddy essen sollte, durch Suppe ersetzt hat, weil ihm ersteres "too Matrix" war. Kurz: Es ist eine gigantische Fundgrube. Die Filmdisc bietet neben dem leider nicht untertitelten, sehr informativen, aber stellenweise etwas gemurmelten Regiekommentar noch ein ganz besonderes Easter Egg: wer auf dem Filmstartbutton des sich wie Lenny's Erinnerung wunderschön immer wieder auflösenden Menüs zweimal die Rechtstaste auf der Fernbedienung drückt, schaltet die Option frei, den kompletten Film in chronologischer Reihenfolge zu sehen. Ideal für alle, die selbst nach dem zweiten oder dritten Anschauen noch nicht jede Szene zuordnen können.
All dies macht die DVDs zu einer dem Film angemessen hochwertigen Umsetzung für anspruchsvolle Filmkenner und Genießer, die ich nur uneingeschränkt empfehlen kann.
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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo war ich stehengeblieben ?, 13. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Zum Inhalt des Films: Leonard Shelby wird nur von einem Gedanken getrieben: Rache an dem Mörder seiner geliebten Frau zu nehmen. Die Suche nach diesem gestaltet sich für ihn als äußerst schwierig, denn er hat, durch eine Kopfverletzung bei dem Anschlag, die Fähigkeit verloren sich Erlebnisse länger als ungefähr 10 Minuten zu merken, ausgenommen der Ereignisse vor dem Mordanschlag. Er entwickelt ein komplexes Erinnerungssystem, um sich bei seiner Jagd nicht zu verzetteln.

Das Raffinierte an diesem Film ist seine Erzählform. Die Haupthandlung des Krimis läuft szenenweise rückwärts ab und beginnt konsequenterweise mit der chronologisch letzten Szene. Danach wird die vorletzte Szene gezeigt und so weiter, bis wir am Anfang der Geschichte sind. Parallel wird ein Ablauf in zeitlich linearer Reihenfolge gezeigt, der ganz in schwarz/weiß gehalten wird und ganz auf die Innenwelt des Protagonisten eingeht. Irgendwann gegen Ende des Films treffen sich beide Zeitlinien.

Christopher Nolan hat diese Erzählweise, zusammen mit seinem Bruder Jonathan, wie ich vermute, unter anderem deswegen entworfen, damit sich der Zuschauer stärker mit der Hauptfigur Lenny identifizieren kann. Denn genauso wie er fragen wir uns, was denn immer jeweils vor der aktuellen Szene passiert ist. So schlüpfen wir gefühlsmäßig in den armen Protagonisten, der von Ort zu Ort tappt und nicht merkt, wenn er von seinen Mitmenschen als Marionette mißbraucht und ausgenutzt wird.

Der Spiefilm gehört zu der Sorte, den man wohl erst durchschaut, wenn man ihn mehrmals gesehen hat. Dann werden viele Dinge offensichtlich, die man vorher, als der Zuschauer noch ausschließlich durch Lennys Augen die Handlung verfolgt hat, nicht erkennt. Denn auch die Nebenfiguren haben ihre eigene Geschichte, die auf den ersten Blick nicht zu sehen ist.

In der Hauptrolle glänzt der Australier Guy Pearce, der vorher in 'L.A. Confidental' aufgetreten ist. An seiner Seite agieren ebenfalls bravourös die beiden 'Matrix'-Darsteller Joe Pantoliano als sein Kumpel Teddy und Carrie-Anne Moss als die undurchsichtige Natalie.

Zum Film kann man optional einen Audiokommentar des Regisseurs hören, in dem er detailliert auf die Struktur des Films eingeht und noch einige Hinweise zur Auflösung der Story gibt.

Wer sich die Geschichte in chronologischer Reihenfolge anschauen möchte, kann dazu ein nettes 'Hidden Feature' der DVD nutzen. Man klickt auf 'Filmstart' und drückt dann zweimal auf die 'Rechts'-Taste der Fernbedienung. Es erscheint der Schriftzug 'Memento'. Dann drückt man OK und die Szenen laufen in zeitlich linearer Folge ab.

Auf der Bonus-DVD befindet sich neben dem kurzen, aber informativen 'MakingOf' noch die Kurzgeschichte 'Memento Mori' von Jonathan Nolan, die man unbedingt lesen sollte, da man mehr über die Krankheit Lennys erfährt.

Fazit: Regisseur Christopher Nolan hat wohl den intellektuell anspruchsvollsten Film Noir seit Jahren gedreht. Von diesem Regisseur wird wohl auch in den nächsten Jahren noch zu hören sein. Da der Film einen so ungewöhnlichen zeitlichen Handlungsverlauf hat, ist er nicht unbedingt leichte Kost und daher nur eingefleischten Cineasten zu empfehlen.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend - mein absoluter Lieblingsfilm, 16. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Der Regisseur Christopher Nolan hat damals auf die ersten überraschten Reaktionen von Kinobesuchern hin einmal - fast beiläufig - erwähnt, "Memento" sei der bestgeeignete Film für das DVD-Format, da es ein problemloses Hin- und Herspringen zwischen einzelnen Szenen erlaube. Mir ist außer "Pulp Fiction" kein Spielfilm bekannt, für den diese Aussage zutreffender wäre.
Memento lief in Deutschland als Geheimtip nur in ausgesuchten Kinos, die den Film fast verschwörerisch untereinander weiterreichten. Schon damals war ich von diesem unglaublichen Werk derartig fasziniert, daß ich es mir in der Anschlußvorstellung gleich noch einmal ansehen wollte. Um so glücklicher bin ich heute, die hier vorliegende Special Edition in Händen zu halten, die wirklich keine Wünsche mehr offen läßt und jeden Cent wert ist.
Memento ist lateinisch für "du sollst gedenken" und stützt sich auf eine fragmentartige Kurzgeschichte von Nolans Bruder Jonathan. Der Film handelt vom Versicherungsvertreter Leonard (Guy Pearce), der nach einem gewaltsamen Raubüberfall auf sein Haus sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat. Resultat: er kann keine neuen Informationen mehr speichern. Gezeichnet durch seine Behinderung, besteht Leonards einziger Lebenssinn nach dem Vorfall darin, die Mörder seiner Frau ausfindig zu machen und zu töten. Der Leser mag sich jetzt fragen, wie er sich das merken kann; ganz einfach: es ist in Spiegelschrift in großen Lettern quer über seine Brust tätowiert. Die Tätowierungen entsprechen quasi einem auf dem Körper ausgebreiteten, visualisierten Beweisarchiv, das auf seiner Jagd nach den Schuldigen stetig anwächst. Mit Polaroids versucht er zusätzlich, eine gewisse Routine in sein schwieriges Leben zu bringen. Das aus dem Werbespot bekannte "mein Haus, mein Auto, mein Pferd" gewinnt damit eine ganz andere Bedeutung. Auf seiner Suche begegnet Leonard einigen Personen, die ihm bei seiner Mission mehr oder weniger behilflich sind, unter ihnen dem korrupten Polizisten Teddy (Joe Pantoliano).
Ach ja, habe ich eigentlich schon erwähnt, daß der Film rückwärts abläuft? Der ebenso wie die Kurzgeschichte fragmentartig angelegte Streifen beginnt mit dem Beweisphoto des erschossenen Schuldigen. Nolans Film besteht aus etwa fünf- bis zehnminütigen Episoden, die er chronologisch verkehrt herum aneinanderreiht. Als ob das für die Konzentration des Zuschauers nicht schon Zumutung genug wäre, wechselt er diese Episoden mit schwarz-weißen Fragmenten über Leonards Zustand ab, die chronologisch richtig und damit den anderen Episoden zuerst entgegengesetzt, ablaufen, um am Ende (Entschuldigung, es muß natürlich Anfang heißen) miteinander unmerklich zu verschmelzen. Nolans Eingangskommentar wird damit nicht nur verständlich, sondern zu einem essentiellen Werkzeug für das Komplettverständnis des Films, ist man doch beim ersten Durchlauf zu sehr damit beschäftigt, wenigstens die Haupthandlung halbwegs zu erfassen.
Abgesehen von der wirklich innovativen Story hat Nolan nicht nur das Kino und dessen Erzählweise neu erfunden, sondern auch einen superspannenden und einfach nur unglaublichen Film mit vielen Überraschungen vorgelegt, der auch beim wiederholten Durchsehen keine Sekunde langweilig wird. Im Gegenteil, hat man die Handlung einmal im Kopf, entdeckt man immer wieder neue Puzzlestückchen, die das Gesamtbild stetig formen und weiterentwickeln. Diese DVD ist also nicht nur Pflichtkauf für alle Cineasten, sondern kann neben der üblichen hervorragenden Bild- und Tonqualität noch dazu mit ein paar wirklich interessanten Features aufwarten.
So bietet gerade die Special Edition mehr als genug Futter für alle Memento-Süchtigen. Neben der Kurzgeschichte von Jonathan Nolan gibt es ein umfassendes Making-of, ausführliche Produktionsnotizen, Links auf wichtige Websites (ansehen!), überraschende Blicke hinter die Kulissen und Interviews mit den Hauptakteuren. Geniales Superschmankerl: das hidden feature, mit dem man den Film in der chronologisch richtigen Reihenfolge ansehen kann. Aber mal ehrlich, wer will das schon?
P.S.: Mein Tip: Achten Sie unbedingt auf den Filmvorspann, in dem üblicherweise die Produktionsfirma sowie der Verleih erwähnt werden!
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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Thriller der letzten 10 - 15 Jahre!, 20. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Beim ersten Mal war ich anfangs fasziniert von der Idee, einen Film rückwärts verlaufen zu lassen, noch dazu mit ziemlich dichter Handlung. Ich muss zugeben, dass ich zuerst schon meine Probleme hatte, mich auf die Story selbst zu konzentrieren, weil ich mich (und das werden viele, die den Film auch gesehen haben, wohl bestätigen) zu sehr von der fast sarkastisch rückwärtsverlaufenden Handlung überwältigt fühlte. Man sieht eine Szene bis zum Schluss und sieht am Ende dem eigentlichen Anfang entgegen. Am Ende des Films blieb bei mir dann Erstaunen übrig, zum Einen eben wegen der Reihenfolge der Szenen, zum anderen wegen des doch überraschenden Endes. So, dann ca. 5 Wochen später sah ich ihn mir erneut an, und ich muss ohne Übertreibung sagen, es hat mich richtig umgehauen. Da die Story nun schon bekannt ist, fällt einem das doppelte Denken einfacher und man wird überwältigt von der Qualität bzw. Originalität dieses Meisterwerkes. Um jetzt die Leute, die noch nicht in den Genuss gekommen sind, den Film zu sehen, nicht zu sehr abzuschrecken, würde ich vorschlagen, beim ersten Mal ansehen die Handlung einfach über sich ergehen zu lassen. Bei wiederholtem Genuss wird der Film von Mal zu Mal interessanter, ähnlich bei Werken von David Lynch wie z.B. Lost Highway oder Mulholland Drive. Außerdem würde ich raten, das ansonsten wirklich tolle Bonusmaterial, inklusive dem ganzen Film in richtiger Reihenfolge, vorerst bei Seite zu lassen und erst nach wiederholtem Genuss des Filmes sich darauf zu stürzen, weil es sonst die Qualität des Werkes mindert. Ich kann nur jedem, der sich für diesen Kauf entscheidet, zu seiner Entscheidung gratulieren und versichern, dass derjenige, wenn er nur ein bisschen Geschmack für originelle und hochklassig spannende Filme wie diesen hat, sicherlich nicht enttäuscht wird. Großes Kino, tolle Besetzung, atemberaubende Klasse für ein Erstlingswerk: dieser Film ist für mich bereits Kult!
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovatives Drama zum Mitdenken, 1. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Memento ist ein außergewöhnlicher Film, der die Bereitschaft zum Mitdenken vorraussetzt. Für alle, die kurzweilige Unterhaltung wünschen, ist er deshalb nicht geeignet. Der Protagonist des Films, Leonard Shelby (gespielt von Guy Pearce aus L.A. Confidential), hat bei einem Überfall nicht nur seine Frau, sondern auch die Möglichkeit sich Gedächtnisinhalte einzuprägen, verloren. Unfähig neue Erinnerungen längerfristig einzuspeichern versucht er mit Hilfe von Aufzeichnungen, Polaroid - Fotos und Tätowierungen sein Leben zu strukturieren. Dabei dient ihm die Suche nach dem Mörder seiner Frau als Lebensinhalt. Um die besondere Situation des Protagonisten für den Zuschauer nachvollziehbar darzustellen wird auf ein sehr innovatives Mittel zurückgegriffen. Die Handlung verläuft in zahlreiche Sequenzen unterteilt rückwärts, das heisst der Film beginnt mit dem Ende und endet mit dem eigentlichen Anfang der Handlung. Unterbrochen werden diese Sequenzen von Szenen in schwarz/weiss, die das Innenleben des Protagonisten darstellen und in zeitlich linearer Reihenfolge ablaufen. Der Zuschauer ist dadurch in einer ähnlichen Lage wie die Hauptfigur des Films, denn man besitzt keine "Erinnerung" und muss mutmaßen warum bestimmte Dinge geschehen und warum Menschen in Leonard's Umfeld sich in entsprechender Weise verhalten. Meiner Meinung nach ist dieser außergewöhnliche Versuch der Darstellung hervorragend gelungen. Zum einen kann man sich somit tatsächlich in die Lage des Protagonisten hinein versetzen; zum anderen zeigt es, wie abhängig Menschen von ihren Erinnerungen sind, welche Macht unsere Erinnerungen auf unser Handeln ausüben und das Erinnerungen auch durch Emotionen beeinflusst werden können. Unabhängig davon ist der Film durch die aktive Teilnahme des Zuschauers wahnsinnig interessant und spannend. Schlussfolgernd kann ich "Memento" somit allen empfehlen, die Interesse an intelligenten Filmen zum Mitdenken haben und bereit sind, sich auf die beschriebenen Besonderheiten einzulassen. Als Bonus gibt es neben dem Making of eine Kurzgeschichte des Regisseurs über die Krankheit des Protagonisten und eine Version des Films in zeitlich linearer Reihenfolge.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 13. Oktober 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Das faszinierende, kunstvoll verschachtelte Film-Noir-Puzzle über einen Mann ohne Gedächtnis auf Mördersuche widersetzt sich den Konventionen Hollywoods.Ein Meisterwerk des modernen Erzählkinos und nebenbei das Intelligenteste, was seit "L.A. Confidetial" zu sehen war.Aber Vorsicht:Christopher Nolans Kopfnuss ist nicht leicht zu knacken und erfordert hundertprozentige Konzentration.
Was macht diesen Film so gut?
Nolan kümmert sich nicht um die Konventionen des kommerziellen Kinos.Er dreht die Zeitlinie einfach um."Memento" beginnt mit dem Schluss und arbeitet sich "von hinten nach vorne" voran- in kleinen Etappen von fünf bis zehn Minuten.Parallel dazu verläuft eine zweite,in schwarz-weiß gehaltene Handlungsebene gradlinig nach vorn,um am Ende bei der Auflösung auf die Hauptebene zu treffen.Hört sich kompliziert an,ist es auch teilweise. edenfalls solange, bis man sich an Nolans extravagante Erzählstruktur gewöhnt hat.
Nichts ist so,wie es scheint.Nolan lässt die Zuschauer bis zum schockierenden Finale genau wie Protagonist Leonard im Dunkeln tappen,um die Geschichte dann mit einem Clou,der "The Sixth Sense" zur Ehre gereicht,aufzulösen.Genau wie bei M. Night Shyamalan Meisterwerk hat man bei "Memento" das dringende Bedürfnis,den Film gleich nochmal zu sehen,um alle Details aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Denn die Auflösung ist durchaus diskussionsfähig und die Betrachtung hängt davon ab,wie jeder einzelne die Fakten,die Nolan präsentiert,interpretiert-ein schlichtweg genialer Schachzug.
Dass das gewagte Spiel mit den gegeneinander laufenden Zeitebenen überhaupt funktioniert, ist einerseits dem brillanten Drehbuch von Christopher Nolan und andererseits dem grandios aufspielenden Hauptdarstellertrio zu verdanken. Der Australier Guy Pearce,der bisher als Drag-Queen in "Priscilla-Königin der Wüste" und als Cop in "L.A. Confidential" überzeugte, liefert eine Glanzleistung ab.Er muss seine Figur von Szene zu Szene immer wieder neu ergründen und entdecken,strahlt dabei Verletzlichkeit,aber auch die nötige Härte aus, die er auf seinem Kreuzzug braucht,um glaubhaft zu sein.Ihm stehen Carrie-Ann Moss ("Matrix", "Chocolat","Red Planet"),die als undurchschaubares Gift überzeugt,und Joe Pantoliano als zwielichtiger Teddy zur Seite.
Das alles zusammengezählt ergibt den cleversten Film noir der letzten Jahre-ein Kopffilm,der aber ausdrücklich nicht zu kopflastig ist.Schlicht: ein Meisterwerk, ohne Special Effects, ohne Gimmicks,ohne Mätzchen-einfach eine faszinierende Geschichte,herausragend gespielt.
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum großartig, 4. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Memento (2 DVDs) (DVD)
Wie leicht hätte Christopher Nolans zweite Regiearbeit misslingen können, einen Film rückwärts zu erzählen. Doch das rundum perfekte Drehbuch und nicht zuletzt die großartigen Schauspieler haben diesen Film zu einem Meisterwerk werden lassen. Sicher, Memento ist nichts für bierselige Videoabende. Die Geschichte des Mannes, der durch eine Kurzzeitgedächtnisschwäche gehindert den Mord an seiner Frau rächen will, fordert einfach zu viel Konzentration vom Zuschauer.
„Ich kann mir nicht merken, dich zu vergessen." - Dieser groteske „Zustand" wird zum Mittelpunkt des Handelns Leonard Shelbys. Angewiesen auf Notizen irrt er scheinbar durch eine Welt, die in Memento völlig ausgeblendet scheint, sie existiert nur auf den Polaroid-Fotografien, mit deren Hilfe Lenny Schritt für Schritt seinen Weg der Rache beschreitet. Er beurteilt die Menschen seiner Umgebung nach der kleinen Notiz auf dem weißen Rand unterhalb des Fotos, das er immer in seiner Tasche bei sich trägt. Nur so lernt er, Freund von Feind zu unterscheiden.
Guy Pearce, der den Rächer Leonard Shelby spielt, passt sehr überzeugend in seine Rolle. Er versteht es „Lennys" Entschlossenheit, die Liebe zu seiner Frau und die Unbeholfenheit seiner Situation zu vereinen.
Auf Lennys Weg begegnen ihm die überragend dargestellten Personen Teddy (Joe Pantoliano) und Natalie (Carrie-Anne Moss). Die Tatsache, dass der Zuschauer schon anfangs das Ende erfährt, gibt ihm Gelegenheit, sich ganz auf die Zusammenhänge zu konzentrieren und die Handlung zu analysieren. Unterbrochen wird diese Haupthandlung von kurzen Rückblicken, die durch ihre Farblosigkeit und die andere Kameraperspektive erfolgreich Beziehungen klären und die Farbszenen verknüpfen.
Die deutsche Synchronisation hat ganze Arbeit geleistet und gerade die erzählten Gedanken des gedächtnislosen Leonard Shelby gut umgesetzt.
Die Szenen sind größtenteils gut geschnitten, die Kameraführung ist zwar nicht revolutionär aber angemessen. Wieder sehr positiv ist dagegen die Beleuchtung und Farbgebung, die sich auf blaue bis hellbraune Töne konzentriert und einen kühlen, fremden Eindruck vermittelt.
Die Extras auf den zwei DVDs lassen nichts zu wünschen übrig. Neben einer Galerie mit den Tätowierungen Lennys kann der Zuschauer auch die zu Grunde liegende Kurzgeschichte „Memento Mori" von Christopher Nolans Bruder Jonathan zweisprachig lesen. Sehr sehenswert auch die „Anatomie einer Szene", die das Konzept des Filmes erklärt. Das „Hidden Feature" ist außerdem ein besonderes Schmankerl, auf das ich wie auf einige weitere Extras aber nicht näher eingehen will.
Zum Schluss möchte ich Erstsehern einen kleinen Tipp geben, der vielleicht beim Verständnis behilflich sein kann: Man sollte sich besonders den Anfang der farbigen Szenen merken, das heißt die erste Einstellung, den ersten Satz. Denn hierauf bezieht sich wieder das Ende der darauffolgenden Farbszene.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut von Amazon, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Memento [Blu-ray] (Blu-ray)
Zusammengefasst kann man sagen, bin ich sehr zufrieden mit dem Artikel. Nachdem ich ihn direkt bei Amazon bestellt habe, wurde er am nächsten Tag versendet und war auch entsprechend schnell angekommen. Die Verpackung war entsprechend gut, da macht Amazon echt niemanden was vor. Die Gutscheine, sind eher nutzlos gewesen, aber das ist was anderes.

Zum Film selber, ich kann mich nur den ganzen positiven Rezensionen anschließen. Der Film selbst ist beim ersten Anschauen etwas schwer nachzuvollziehen. Das er Rückwärts erzählt wird, macht ihn zu einem Film, der volle Aufmerksamkeit verlangt. Also garantiert nichts für einen Abend, an dem Alkohol fließen wird.

Qualitativ entspricht der Film den Ansprüchen die ich persönlich an eine Bluray Neufassung stelle. Bild und Ton sind sehr gut. Der Preis war auch echt top.
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