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am 22. September 2009
"Dieser Mensch hat eine Stimme, sie dringt in die Tiefen des Herzens"
Wenn man sich einmal mit der Tatsache angefreundet hat, dass es sich hier um eine Mono Aufnahme handelt, dann kann man sich der künstlerischen Qualität zuwenden: Zunächst gehe ich davon aus, dass entsprechend der Aufnahmetechnik im Jahr 1950 in einem ohne Schnitt aufgenommen wurde. Dies vor Augen geführt stelle ich einmal fest, dass ich mir eine derartige dichte, authentische Aufführung mit heutigen Sängern nur wünschen kann! Allen voran Kirsten Flagstadt, die mir in dieser Einspielung noch besser gefällt als die Nilsson, die ich auch persönlich noch gehört habe. Wunderbar singend und dennoch bösartig ist der Pizarro von Paul Schöffler, der auf Platten sonst oft nicht gut rüberkommt. Ein Genuss der Bass von Josef Greindl - steckt alle derzeit auftrentende führende Bässe locker in die Tasche. Luxus pur ist Elisabeth Schwarzkopf als Marzelline.
Kommen wir zu den Tenören, die ja beide in Ihrer Karriere den Florestan gesungen haben: da scheiden sich wohl die Geister. Anton Dermota gefällt mir auch in der kleinen Rolle des Jaquino nicht sehr gut. Es wäre aber unfair, ihn nur nach dieser Einspielung zu beurteilen ohne ihn zu seiner Glanzzeit in seinen wirklichen Glanzpartien des italienischen Faches gehört zu haben.
Und Julius Patzak als Florestan: viel wurde über seine eigenartig gefärbten Vokale geschrieben, er klingt auch im Bemühen um deutliche Artikulation sehr Wienerisch. Die Stimme ist im Vergleich zu den Tenören, die sich heute mit der Partie recht und schlecht abquälen (auch für frühere Sängergenerationen war die Rolle oft zu schwer) sehr hell und er scheint die schwierigen Spitzentöne in der großen Arie mühelos zu erreichen. Mir rieselt beim Anhören von Julius Patzak ein Schauer über den Rücken, denn er läßt mich das ganze Elend und den ungebrochenen Willen zum Überleben des Florestan spüren! "Dieser Mensch hat eine Stimme, sie dringt in die Tiefen des Herzens"! Bei wem, wenn nicht bei Patzak trifft dies zu!
Die musikalische Leitung durch Wilhelm Furtwängler ist sehr pathetisch, aber für mich ist das genau richtig bei Beethoven. Zur Qualität des Orchesters (Wiener Philharmoniker) kann man durch die Mono - Limitierung nicht sehr viel sagen, klar, sie spielen fehlerfrei und sehr präzise. Der Orchesterklang ist aber durch die Aufnahemtechnik ziemlich flach und nicht "durchhörbar".
Für Freunde historischer Aufnahmen absolut empfehlenswert; wer noch keien Fidelio - GA hat ist sicher mit einer der neueren, technisch besseren Aufnahmen besser bedient.
33 Kommentare|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 15. Oktober 2010
Der 05.11.1955 war ein besonderer Tag für Österreich. Kurz vorher war durch den Staatsvertrag mit den Alliierten die staatliche Souveränität des Landes wieder hergestellt worden. Und nun wurde nach 10 Jahren die im Krieg zerstörte Wiener Staatsoper wieder eröffnet - ein Symbol für die ganze Nation, vergleichbar fast mit der Fußball-WM 1954 für Deutschland.

Als Eröffnungspremiere wählte man Beethovens Fidelio und übertrug live im Rundfunk und sogar im jungen Fernsehen. Den Mitschnitt hat Orfeo jetzt technisch überarbeitet wieder herausgebracht. Das Ergebnis ist kurz gesagt überwältigend. Offenbar hat die festliche Stimmung sich auch auf alle Mitwirkenden übertragen und sie über sich hinauswachsen lassen:

Operndirektor Karl Böhm dirigiert temperamentvoll, dramatisch, ja fast heftig und doch detailreich - wer nur seine braven, akademischen Studioaufnahmen kennt, wird von dieser mit- und hinreißenden Aufführung sehr überrascht sein.

Die Sänger folgen ihm und wachsen über sich selbst hinaus: Martha Mödls Leonore ist live viel temperamentvoller als in ihrer Studio-Aufnahme, Irmgard Seefried in absoluter Topform singt eine entzückende Marzelline - mit ihrem Jubelklang ist sie eine echte Alternative zu träumerischen Sena Jurinac. Ludwig Webers väterlicher Rocco (leider wie damals üblich ohne seine Arie im ersten Akt) und Waldemar Kmentts ernsthafter Jaquino lassen ebenfalls keine Wünsche offen.

Paul Schöffler - damals schon 57 Jahre alt - macht durch Temperament und Erfahrung wett, was seiner Stimme an Schönheit fehlt. Als Pizarro überzeugt er damit.

Der Star der Aufführung ist für mich aber Anton Dermota als Florestan: Der große Mozartsänger zeigt sich auch der Anforderung eines jugendlichen Heldentenors gewachsen und bewältigt die schwierige Partie technisch mit Bravour und dem nötigen Schmerzenston in der Stimme - eine der ganz großen Interpretationen dieser Rolle.

Chor und Orchester glänzen ebenfalls durch Temperament und Präzision.

Kurz - eine auch musikalische Sternstunde, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
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am 9. Juni 2011
Diese Gesamtaufnahme stammt aus dem Jahr 1953 und überzeugt zum einen durch die großartige Besetzung der einzelnen Rollen und zum anderen durch die Wiener Philharmoniker, welche unter dem Dirigat von Wilhelm Furtwängler in Beethovens Musik schwelgen. Auch die Klangqualität ist für das Alter der Aufnahme sehr gut.
Martha Mödl ist eine große Sängerdarstellerin, das beweist sie einmal mehr in der Rolle des Fidelio. Wolfgang Windgassen als Florestan wirkt etwas blass, ich hatte ihn aus Wagner-Aufnahmen stimmgewaltiger in Erinnerung. Gottlob Frick ist ein hervorragender Rocco, er singt die Partie sehr nuanciert. Aber besonders gefällt mir hier der Jaquino. Bisher hat er mir in keiner Aufführung wirklich gefallen, die Tenöre tun sich irgendwie schwer mit dieser Partie. Aber hier gibt es einen wunderbaren Jaquino, gesungen von Rudolf Schock. Und er füllt die Rolle aus, mit der ihm eigenen Ernsthaftigkeit.
Was mich an dieser Aufnahme sehr stört, ist, dass die gesprochenen Dialoge nicht mit aufgenommen wurden. Dabei sind diese für die Handlung von Bedeutung. Das ist sehr schade. Daher nur vier Sterne.
Aber trotzdem eine sehr empfehlenswerte Aufnahme.
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am 17. Februar 2012
Hat je ein Trompeter das berühnmte Signal, das die Wende im Drama einleitet, so schmissig, so exatissime gespielt wie in der Aufführung bei Toscanini ? Sie standen in der Furcht ihres Meister, und es war ein Zuchtmeister.

Unübertroffen. Der Rest ist sehr historisch.Jammerschade, dass dieser Präzisionsfanatiker keine gute Technik zur Verfügung hatte ( der Mitschnitt von Bruno Walter, drei Jahre zuvor, ist technisch viel besser).

Der hier anzutreffende Klangbrei ist eigentlich nicht anhörbar, bis auf den grossartigen Trompeter.....
22 Kommentare|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. November 2012
Dieser Mitschnitt entstanden am Wiedereröffnungsabend der Wiener Staatsoper nach dem zweiten Weltkrieg ist Zeugnis einer wirklich gelungenen Aufführung. Spiritus rector Karl Böhm dirigiert hitzig ohne zu hudeln und die Sänger sind nahezu ausnahmslos spitzenklasse. An ganz vorderster Front muss da der sensationelle Anton Dermota genannt werden; der lyrische Tenor gibt den Florestan so selbstverständlich, als sei die Partie für ihn und nicht eigentlich für einen jugendlichen Heldentenor geschrieben. Auch Paul Schöffler als bitterböser Pizarro und der väterlich-liebende Ludwig Weber sind hier bei den Herren sehr gute Vertreter ihrer Partien.
Bei den Damen fällt die Summe nicht ganz so positiv aus. Ist Irmgard Seefried wirklich hübsch anzuhören, so ist doch die Leistung von Martha Mödl in der Titelpartie eher skeptisch zu beurteilen. Ihr Mezzosopran ist, auch im Vergleich mit anderen Rollenvertreterinnen gerade ihrer Stimmgattung, doch etwas zu schwerfällig für die Leonore, die Koloraturen wollen nicht so aus richtig aus der Kehle strömen. Und die Höhe wird hart erkämpft, wirkt unfrei und an exponierten Stellen einfach nur schrill.
Dennoch ist dies im Gesamtbild ein Mitschnitt der lohnt, weil die positiven Aspekte durchaus überwiegen; ein wahrlicher Meilenstein.
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am 22. November 2005
Der vorliegende live-Mitschnitt aus der Bayerischen Staatsoper (1978) unter der Leitung von Karl Böhm hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck: Überschattet von einem trüben Klangbild kommt das gesamte Ensemble erst ab der Mitte des zweiten Akts so richtig in Fahrt. Bis dahin klingen die Stimmen von Hildegard Behrens (Leonore/Fidelio) und James King (Florestan), und auch die der anderen Protagonisten, seltsam belegt und blass. Von echter Dramatik ist, trotz Böhms Ansätzen mit seinem Orchester, keine Spur zu hören. Einen dramatischen Höhepunkt gibt es allerdings: die 3. Leonorenouvertüre, zu der gegen Ende etwas Unglaubliches und "Unerhörtes" geschieht: Das Blochsche "Prinzip Hoffnung" (der Philosoph Ernst Bloch äußerte sich wiederholt zu 'Fidelio') bricht mit aller Gewalt in die Aufführungshandlung, und der musikdramatische Verlauf rollt auf hohem Niveau ab. Keine Jahrhundertaufnahme, aber dank Böhms geistiger Kraft zum Ende hin ein sehr beeindruckendes Hörerlebnis.
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am 28. Januar 2002
Es würde die Suche nach dieser Aufnahme vereinfachen, wenn Sie statt Verdi Beethoven als Komponisten angeben würden.
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