wintersale15_finalsale Hier klicken Jetzt Mitglied werden studentsignup Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen23
4,3 von 5 Sternen
Format: Audio CDÄndern
Preis:12,66 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. Januar 2011
Anna Calvi lässt sich schwer in eine Stilrichtung zwängen. Rockig-Düster-Depro-Jazzig-Indie-und-was-weiss-ich: Kurz, ihr Debüt wird zur Berg- und Talffahrt zwischen schmissigem Liedgut (Desire) und düster-unheilvollen Schmachtballaden (Morning Light). Oft sparsam, aber spannend arrangiert und interpretiert. Frau Calvi hat eine wandlungsfähige Stimme und spielt eine leidslich gute Gitarre. Anleihen bei anderen Künstlern sind nicht zu überhören, stören aber nicht.
Mein Favorit: Der Istrumental-Opener, der ein wirklich spannendes Albun ankündigt.
Zwischen vieler Mainstream-Massenware ist Calvis Erstling ein schillerndes Stück Musik!
0Kommentar13 von 14 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2011
Anna Calvi veröffentlicht das erste kleine besondere Highlight des neuen Jahres 2011:
da trifft düsterer Independent Poprock auf fröhlichen Wave und Punk, eingängige Melodien auf schrammelige Passagen und leiser, zurückhaltender Gesang auf dramatische, hypnotisierende Gebärden.
Eingängig wird's bei "Suzanne and I" oder "Desire", etwas düsterer in "The devil" und "Love won't be leaving", dagegen wieder fetziger bei "Blackout".
Gitarrenpassagen und Gesang wechseln sich ab, die Dramaturgie ist in jedem Song spürbar, doch besonders gelungen sind für mich die Songs, in denen mich der Musikstil an "The X" erinnert wie in "Suzanne and I" und "Desire". "Love won't be leaving" glänzt vor allem durch einen dramatischen Aufbau und dem finalen durch Streicher wunderbar besetzten Schlussrefrain.
Ab und an ist mir das Ganze etwas zu depressiv angehaucht und sehr strange wirkend, wie in dem kurzen, instrumentalen "Rider to the sea".

Beeindruckend ist vor allem, dass Anna Calvi Sängerin, Instrumentalistin (vor allem Gitarristin) und Songwriterin gleichzeitig ist und man das auch das ganze Album durchspüren kann. Das ist besonders und einfach aufreibend. Nichts zum Nebenbeihören. Sicherlich noch ausbaufähig, aber ein tolles Debut.
22 Kommentare30 von 34 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Januar 2011
Manchmal hilft der Zufall. Als ich im Herbst in den Hamburger Docks eigentlich auf Grinderman wartete, betrat plötzlich eine zarte Person mit einer viel zu schwer wirkenden Telecaster die Bühne und entlockte ihrem Vox AC30 Klänge, die man von einer so jungen Musikerin heute gar nicht mehr erwarten würde. Clean und perlend, mit gelegentlichen Beißattacken, rein und ursprünglich, ohne jegliche Effekthascherei. Kurz darauf erschloss sich mir dann auch, was denn da seitlich von ihr auf dem Tisch stand, aha, ein Harmonium, lange nicht gesehen auf deutschen Bühnen, oder gar nie? Der Support-Gig war für mich die Überraschung des Abends, allerdings verließ ich die Docks ohne zu wissen, wenn ich da eigentlich gesehen hatte. Das Internet half schließlich, dies aufzuklären, es war Anna Calvi. Natürlich wollte ich sofort ihr aktuelles Album haben... gab es aber noch nicht.

Nun liegt das Debüt der Italo-Engländerin vor und es gehört zu dem spannendsten, was ich in den letzten Jahren gehört habe. Gemeinsam mit der Multiinstrumentalistin Mally Harpaz (die eben unter anderem das Harmonium bedient) und dem Schlagzeuger Daniel Maiden-Wood hat sie einen Zyklus abgeliefert, dessen spartantische Instrumentierung viel Raum für ihre äußerst variable Stimme bietet. Mal säuselt sie zart und verletzlich, mal begehrt es in ihr auf und ein erschauerndes Vibrato erklingt, im nächsten Moment glaubt man, PJ Harvey hätte sich neben sie gestellt um ein paar Töne beizusteuern. Musikalisch fischt sie in so vielen Gewässern, dass Schubladenfetischisten Probleme bekommen dürften. Für Independent ist sie zu variabel, für Pop sind ihre Arrangements zu komplex. Was nicht heißt, dass nicht auch eingängige Melodien möglich sind, wie etwa bei "Desire". Doch der billige Höhepunkt ist nicht Anna Calvis Stil. Oft zerstört sie die gerade gewonnene Harmonie in ihren Songs, und lässt für Sekunden Hindemithsche Geister und Dämonen ihr Unwesen treiben, bevor sie aus dem vermeintlichen Chaos zurück ans Licht findet und am Ende doch wieder ihre Stimme triumphiert. Natürlich ist es nicht nur ihre Stimme. Exzellent verwebt sie ihr eigenes Gitarrenspiel mit drückend-düsteren Harmonium-Klängen, Schlagzeuger Maiden-Wood stabilisiert das Ganze.

Dieses Album mag am Anfang irritieren und auch verstören. Doch mit jedem Hören wächst die Sucht, es immer und immer wieder in sich aufzusaugen. Anna Calvis Songs sind wohl weniger Geschichten als kraftvolle Bilder, die mit jedem Hören neue Details preisgeben.

Einfach nur traumhaft spannend. Hoffentlich geht es bald so weiter.
0Kommentar31 von 36 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 2. März 2011
Anna Calvi ist die Tochter eines musikbegeisterten italienischen Vaters und war in ihrer Kindheit einer Vielzahl von Musikrichtungen ausgesetzt. Nach dem Abitur wollte sie ursprünglich Kunst studieren, entschied sich aber für ein Studium der Musik. Calvi spielte in mehreren Bands, wie z.B. Cheap Hotel, bevor sie mit Multi-Instrumentalist Mally Harpez und Schlagzeuger Daniel Maiden ihre jetzige Bandbesetzung fand. Bei einem frühen Auftritt der Band gewann Calvi die Aufmerksamkeit des Ex-Coral Gitarristen Bill Rider-Jones der Laurence Bell von Domino Records aufforderte sie unter Vertrag zu nehmen. Die renommierte Musik-Legende Brian Eno wurde durch einen Freund auf Calvi aufmerksam und sagt in einem Radiointerview über die Sängerin, dass sie das größte Ding seit Patti Smith sei.
Anna Calvis Musik ist sehr vielschichtig, über Rhythmen (aus Belero oder Flamenco)und den Anleihen aus der Klassik bis hin zum Alternative Rock deckt sie ein breites Spektrum ab. Über allem liegt aber der dominante Einsatz ihrer Stimme und die, über einen alten Vox-Verstärker und mit viel Hall gespielte Gitarre. Auf ihrem Albumdebüt regieren häufig Herbheit und Drama, oft gleichzeitig. Dabei kommt einem schnell PJ Harvey in den Sinn, deren Produzent Rob Ellis auch hier bei der Klangfindung half. Einiges auf diesem Album ist nervenzehrend: manchmal übertreibt es Anna Calvi etwas mit der Spröde ihrer Kompositionen, einiges will erst gar nicht recht zum Song werden. Im Gegensatz dazu gibt es famose Momente, wenn die Band mit echten Songs, wie "Blackout", konfrontiert wird.
11 Kommentar11 von 13 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 9. Juli 2012
Anna Calvi leistet hier Erstaunliches und füllt sogar eine Art Vakuum mit ihrer umwerfenden Klangkunst, die uns quasi "aus dem Nichts" überfällt.

Die ganz passende Tour im Nick Cave - Umfeld brachte schon angemessene Erst-Aufmerksamkeit und sicher einige, magische Live-Momente. Und das Album hält diese Versprechen auch ganz gut. Gibt ihm eine weitere Dimension und wirkt in stillen Momenten noch fragiler.

Anna Calvi spielt eine sehr eigenwillige elektrische Gitarre. Soundlich durchaus in der Nähe von Jeff Buckley oder Chris Isaak, aber mit einem sehr individuellem Ansatz, der durchaus "neu" und sehr spannend klingt.
Und diese Parallelen finden sich auch in den Stimmungen der Songs wieder. Plus ein wenig Scott Walker, PJ Harvey vielleicht, und man wird auch oft an "The Joshua Tree" von U2 erinnert - diese weiten Klanglandschaften! Hier sind sie in einem völlig anderen Kontext. Aber das klingt dennoch fantastisch. Auch Nick Cave oder Leonard Cohen schwingen mit. Diese Vergleich sollte man aber nur als vage Anhaltspunkte verstehen - das Ergebnis hier kann jederzeit für sich selbst bestehen!
Der Gesang streift auch oft klassische Sphären, besonders wenn Mrs. Calvi in die höheren Register abhebt. Das klingt ein bißchen nach psychedelischer Oper - wirklich sehr entrückt und intensiv.
Und wenn sie dann, an anderer Stelle, ganz zart und zerbrechlich die Worte ins Mikrofon haucht, wird man aufs Neue völlig in den Bann gezogen.
Dieses Album ist wirklich ein seltenes Ereignis, dass man nicht verpassen sollte. Hier werden höchste Ansprüche befriedigt - Eine eindeutige Empfehlung von mir!

Gruß und viel Freude beim entdecken!

ps: Das Album wirkt daneben auch sehr inspirierend. Ich hatte merkwürdiger Weise sofort den Impuls zum malen... Ich denke, man sollte es auch nicht zu leise hören, damit die sich Power gänzlich entfalten kann.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Februar 2011
Einige Lieder würden ohne Probleme auf einem solchen Sampler Platz finden: Mystischer Gitarrensound und eine unbeschreibliche Stimme zwischen Zerbrechlichkeit und Megakraft (siehe und höre amazon-Trailer). Insbesondere die fast reine instrumentale Einleitung "Rider To The Sea" oder "No More Words" wecken Erinnerungen an "Kill BIll" oder "Desperado".
Für mich ist der absolute Anspiel-Tipp "Desire" und "Black Out". "Black Out" könnte übrigens stimmlich auch von Crissie Hynde aus den Anfangstagen der Pretenders stammen. Der Rest vom Album ist auch gut anzuhören, wirkt aber manchmal ein wenig zu experimentierfreudig bzw. ein wenig wie eine Demoversion.
So ist ein interessantes Album entstanden, das sich nur schwer einordnen lässt und aufgrund des eher düsteren Sounds nicht unbedingt für jede Stimmung geeignet ist. Aber welches Album ist das schon?
11 Kommentar5 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2011
Entdeckt habe ich Anna Calvi beim zappen auf arte, wo die letzten Minuten eines Konzert-Mitschnitts liefen. Gleich am nächsten Tag dann der Album-Download bei amazon. War das erste mal für mich, funktioniert einfach, schnell und gut! Nun zu Anna Calvi. Im Zeitalter von youtube kommt man um einen visuellen Eindruck nicht herum. Das ist ein wenig schade, weil sehr viel tolle Musik gemacht wird, aber viele Musiker visuell zu wenig hergeben. Ich meine nicht das Aussehen, sondern Charakter, Ausstrahlung und so. Da fällt mir z.B. die (Anna Calvi recht ähnliche) Band 'My Gold Mask' ein: Starke, faszinierende Songs, aber visuell/persönlich eher fade. Das innere Auge schaut beim Musikhören nun mal mit. Dieses 'mitschauende' Auge wird bei Calvi reichlichst bedient mit einer sehr prägnanten Ausstrahlung... ein Wesen aus dem Elfenbeinturm, hübsch, nicht böse, aber doch gefährlich... toll. Tja, und die Musik passt halt ziemlich genau in mein persönliches Beuteschema: Americana-Gruselfolk mit ein bisserl melancholischem Shoegazer-Größenwahn. Deshalb 5 Sterne.
0Kommentar3 von 4 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Februar 2016
über die Art der Musik braucht man nicht streiten. Das ist halt Geschmacksache. Ich finde den gitarrenlasteigen Sound toll.
Die Scheibe (Vinyl) habe ich auf Grund von vorhandener Macke umgetauscht, was problemlos funktionierte. Ich galube das ist nicht überall so problemlos möglich...
Ich bin trotzdem etwas enttäuscht, da ich von Livemitschnitten größere Erwartungen an die Platte hatte.
Es fehlt in der Studioversion ein wenig die Kraft und der überspringende Funke, den Liveauftritte zu haben scheinen.
Trotzdem eine ausgesprochen gute Platte für Hörer, die nicht nur den (Radio) Mainstream hören wollen. ich möchte sie nicht missen, weiß aber nicht, ob ich mir die zweite Platte auch zulegen werde.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juni 2011
..., so titelte mein Lieblingsradiosender, der Deutschlandfunk, am 20.06.11 in der Sparte "Rock et cetera" eine Sendung von Marlene Künster über Anna Calvi, mit ausführlichem Interview und erhellenden Kommentaren. Zwar hebt Marlene Küster immer wieder auch die Diskrepanz hervor, die in allerdings bestürzender Art zwischen der Sprech- und der Singstimme Anna Calvis besteht: einerseits ihre extrem schüchtern hingehauchten Wortbeiträge im Interview, andererseits die Singstimme voll zumeist dunkler Präsenz. Zu dieser Diskrepanz befragt, sagt Anna Calvi sinngemäß an einer Stelle im Interview, dass sich auf der Bühne der Teufel ihrer bemächtige (womöglich der Teufel, der schon den Teufelsgeiger Paganini ritt?), siehe dazu auch den "Devil"-Song!. - Schon die kurzen Hörbeispiele bei Amazon lassen einen Hauch davon ahnen, dass wir es bei Anna Calvi mit einer Künstlerbegabung zu tun haben, deren Originalität, Können, Vielseitigkeit und - ja - Besessenheit den Musikdschungel bei weitem überragt. Allerdings ist hier der "Zauber" keineswegs ein fauler: Anna Calvi hat - sagt sie - mehr als 2 Jahre an diesem Debütalbum gearbeitet. Ihr Gitarrespiel ist von geradezu orchestraler Wirkung, und zu Recht erklärt die DLF-Redakteurin Marlene Küster: Das Album "besticht mit Virtuosität und einem gelungenen Mix aus etwas Flamenco, Chanson, Blues und Rock." Übrigens sind Anna Calvi Musik UND Text gleichermaßen wichtig, beide sind untrennbar, und beides zusammen ergibt die hypnotische Wirkung jedes einzelnen Songs. Apropos hypnotisch: Laut DLF sind Anna Calvis Eltern beide Fachleute für Hypnose!
0Kommentar7 von 10 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Oktober 2011
Ich kann keine mehr oder weniger "fachkundigen" Bemerkungen machen, nur soviel: Als ich hier auf AMAZON in das Album 'reinhörte, hing ich sofort "am Haken" und habe es mir bestellt - und das nicht bereut! Die Musik ist einfach toll, sicher nicht für jeden Pop/Rockmusik-Fan, aber auf jeden Fall für den, der gerne etwas "anderes" hört und offen ist für Neues. Und seit ich das Konzert von Anna Calvi auf ARTE gesehen/gehört habe, ist meine Hochachtung für diese Künstlerin noch gestiegen, weil sie nicht nur phantastisch singt, sondern auch - wie im Fernsehen zu sehen - sehr gut Gitarre spielt. Mein Lieblingstitel ist übrigens "The devil".
0Kommentar2 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €