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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen319
4,0 von 5 Sternen
Plattform: PC|Version: Premium Edition|Ändern
Preis:85,01 €+ 2,99 € Versandkosten
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am 3. Juli 2011
Diese Rezension ist (zu 98%) spoilerfrei. Viele Spielmechaniken werden nur rudimentär erläutert, um nichts vorweg zu nehmen.

Nachdem ich das Spiel nun einmal durchgespielt habe, möchte ich hier meine erste ausführliche Rezension zu einem Spiel schreiben.

Mein System:
Windows 7, 64 Bit, aktuelles Servicepack
GTX 260
i7 950
6GB RAM

Die Grafik werde ich mal außen vor lassen, denn meine GTX 260, die sonst mit vielen aktuellen Spielen noch keine Probleme hat, stieß hier sehr deutlich an ihre Grenzen. Nur so viel sei gesagt: Auch auf grafischen Einstellungen im unteren Mittelfeld sah das Spiel ganz ordentlich aus, also keine matschigen Texturen etc.

Den Vorgänger habe ich übrigens (noch) nicht gespielt.

Zum Spiel selber:

Die Welt:
The Witcher 2 ist ein storylastiges Action RPG und eher mit Titeln wie Divinity: Ego Draconis vergleichbar als mit der Gothic Reihe oder Oblivion. Konkret bedeutet das, dass das Spiel und die Story in drei Akte eingeteilt sind. Jeder Akt (Plus Prolog und Epilog) spielt an einem anderen Ort, es ist nicht möglich, zu einem Ort aus vorhergehenden Akten zurückzukehren, denn das Spiel folgt einer Story, die glaubhaft erzählt wird und da hat der Held, der Hexer Geralt von Riva, eben keine Muße, zu einem Ort zurückzukehren und noch ein paar Quests abzuarbeiten. Die Story lässt einem bedeutend weniger Freiheiten als zum Beispiel in den Gothic-Spielen, sondern ist stets dominant im Vordergrund und bestimmt die Handlung. Das heißt aber nicht, dass wir uns stumpf durch Schlauchlevel kloppen wie man es aus manchen Ego-Shootern kennt, denn während die Story einem zwar weniger Freiheiten lässt, so hat man selber einen großen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte, und wenn ich groß sage, dann meine ich dabei wirklich extrem groß. Außerdem gibt es noch eine handvoll Nebenquests pro Akt. Dieser Einfluss auf den Verlauf der Geschichte ist eine der Stärksten Seiten des Spiels. Die Story ist spannend und eine willkommene Abwechslung zum abgedroschenen und vorhersehbaren Großer-Bösewicht-Bedroht-Die-Welt-Und-Eine-Prophezeiung-Macht-Dich-Zum-Helden-Schema, allerdings ist sie auch verhältnismäßig komplex und vielschichtig. Eine Gute Story ist allerdings auch Pflicht für ein Spiel wie The Witcher 2, denn während die Story in Gothic nur den Hintergrund für eine atmosphärische Welt bietet und den Spieler sonst eigentlich relativ Frei durch die Welt laufen lässt, ist sie in The Witcher das zentrale Element. Die Geschichte wird für unaufmerksame Spieler oder Spieler, die simplere Unterhaltung bevorzugen, wohl schnell unübersichtlich. Glücklicherweise findet man im Tagebuch eine Beschreibung aller relevanten Charaktere, die man bisher getroffen hat. So behält man immer den Überblick. Im Tagebuch und in Büchern findet man übrigens auch viel nützliches Wissen über Monster, denen man so im Laufe seines Abenteuers begegnet.
Während wir mit Geralt durch die Lande reisen, begegnen wir vielen glaubhaft inszenierten Charakteren, die Synchronisation ist gut mit nur ein oder zwei Ausreißern nach unten. Die relevanten Charaktere haben Profil, und können sich sehr gut mit den kernigen Charakteren der Gothic-Reihe messen. Die Welt ist nicht sehr groß, aber groß genug und stimmig inszeniert: Bei Regen eilen die NPCs zum nächsten Unterstand und äußern ihren Unmut über das Wetter, die NPCs unterhalten sich miteinander und die Gespräche der NPCs beleuchten den Hintergrund der Story und erfüllen ihre Aufgabe als erzählendes Element. So hören wir Zwergen dabei zu, wie sie die politische Situation kommentieren oder einander ausgiebig ihre Meinung über Elfen darlegen. Die Gespräche reflektieren oftmals die aktuelle Lage, die man oft zumindest teilweise mit verantwortet hat. Im laufe des Spiels lernen wir aus den Kommentaren der NPCs eine Menge über die Gesellschaft und die gesellschaftliche Stellung von Hexern wie Geralt. Gerade bei einem Spiel, das so sehr von seiner Atmosphäre abhängt, macht The Witcher 2 sehr vieles richtig. Mann kann sich im Armdrücken Messen, man kann Faustkämpfe austragen und Würfelpoker spielen. Wenn man in der Öffentlichkeit eine Waffe zieht, reagieren die umstehenden NPCs: Bewaffnete Wachen stoßen Drohungen aus, Frauen schreien entsetzt auf und ich glaube sogar, einmal hat eine Frau ihren Kindern zugerufen, dass sie sich in Sicherheit bringen sollen. Eine Reaktion auf gezogene Waffen habe ich in vielen Spielen stets vermisst. Zwei kleine Makel gibt es aber: Bei all dieser Sorgfalt und Liebe zum Detail scheint es mir fast unverständlich, wie es sein kann, dass man ohne Probleme alles mitnehmen kann, was man in die Finger bekommt. Selbst wenn der Besitzer der Truhe direkt daneben steht, während ich sie ausräume, bleibt jegliche Reaktion aus und das wohlgemerkt in einem Spiel, in dem NPCs gezogene auf Waffen reagieren, das Wetter kommentieren und Schutz vor Regen suchen, um nicht nass zu werden. Der zweite Makel betrifft die Bewegungsfreiheit: Eine stärke von RPGs ist das Erkunden der Welt. Man schlägt sich durch das Unterholz in der Hoffnung, auf einen Dungeon oder ähnliches zu stoßen. Soetwas verstecktes gibt es in diesem Spiel nicht. Die Erkundung der Welt läuft recht unspektakulär ohne große Überraschungen ab. Damit kann man noch gut leben, immerhin geht es nicht um das Erkunden einer großen Welt, sondern um die Story. Dennoch werden einem die Begrenzungen oft schmerzlich bewusst: Geralt kann nicht schwimmen, nicht über Hindernisse springen und selbst ein einfacher Holzbalken der auf dem Boden liegt, ist ein unüberwindliches Hindernis. Besonders blöd ist das, wenn dieser Balken mitten auf einem Kampfplatz liegt und eigentlich gar nichts abgrenzen soll. Da wird so ein unschuldiger Balken schon mal zur Todesfalle im Kampf. Ich bin die absolute Bewegungsfreiheit in RPGs wie Gothic gewohnt, selbst das relativ freie Divnity II: Ego Draconis kam mir manchmal scherzhaft unfrei vor (Man kann oft nicht in Abgründe springen etc). Die meisten wird das vermutlich nicht so sehr stören wie mich, vor allem, da der Schwerpunkt, wie gesagt, ja nicht auf der freien Welt sondern auf der Geschichte liegt.

Kampf/Charaktersystem:
Während des Spiels wird alles durch eingeblendete Textboxen erklärt, sobald man eine Aktion das erste mal ausführt. Dem Spiel wird also kein künstlich wirkendes Tutorial vorangestellt, man lernt alles was man wissen muss im Laufe des Spiels. Wählt man das erste mal ein Zeichen an, bekommt man es auch gleich erklärt. Sollte man mal nicht aufgepasst haben, lassen sich die Erklärungen im Tagebuch erneut einsehen. Die Klassenwahl wie wir sie gewohnt sind, fällt in The Witcher 2 natürlich flach, denn unsere Klasse/Pfad/Gilde/Beruf/etc ist bereits festgelegt: Hexer, wie unschwer am Titel erkennbar sein sollte. Das bedeutet aber nicht, dass wir unseren Charakter nicht doch individuell spezialisieren können. Als Hexer beseitigt man hauptberuflich Ungeheuer und dafür stehen uns verschiedene Mittel und Wege zur Verfügung, deren dazugehörige Talente sich in Alchemie, Schwertkampf und Magie unterteilen lassen. Natürlich bringt unser Hexer bereits eine solide Grundausbildung mit. Zum Spielstart ist er bereits ein überdurchschnittlich guter Schwertkämpfer, ein passabler Alchemist und bereits in der Lage, auf sein volles Repertoire an Zaubern zurückzugreifen. Im Laufe des Spiels kann man dann seine Fähigkeiten weiter ausbauen, indem man zum Beispiel lernt, Tränke mit höherer Wirkungsdauer herzustellen. Natürlich kann man nicht alle Talentbäume völlig erlernen, eine gewisse Spezialisierung findet also durchaus statt.
Kommen wir zum Kampfsystem, dem spielmechanischen Schwerpunkt des Spiels.
Die Entwickler haben sich einiges Einfallen lassen und so kann man sich nur auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad nur auf seine Schwertkünste verlassen. Auf dem schweren Schwierigkeitsgrad ist das Spiel zumindest für mich, der zum ersten mal einen Witcher-Titel spielt, eine echte Herausforderung und man muss sich ganz schön reinhängen, um Erfolgreich zu sein. Um die Kreaturen, die sich einem entgegenstellen zu besiegen, müssen wir nicht nur unsere Talente geschickt verteilen (was einem RPG-Spieler natürlich im Blut liegt), sondern im Kampf selber aus alles Rohren feuern. Das bedeutet konkret: Wir führen immer zwei Schwerter, ein Silberschwert gegen Ungeheuer und ein Stahlschwert gegen andere Wesen. Wir können uns vor dem Kampf mit Tränken auf unseren Gegner vorbereiten (Trank für erhöhte Resistenzen, Nachtsicht, schnellere Regeneration etc), klassische Heil- und Manatränke die man mal eben so während des Kampfes per Hotkey konsumiert, gibt es nicht. Manche finden das schlecht, ich finde das Prima. Dann können wir unsere Schwerte noch mit giften einreiben, die genau auf den Gegner abgestimmt sind. Neben Tränken und Giften beschert und die Alchemie auch noch Bomben, die wir im Kampf einsetzen können. Des weiteren können wir auch noch diverse Fallen mit sehr unterschiedlichen Effekten und Köder auslegen und natürlich gibt es noch die Zeichen (Das Witcher-Äquivalent zu Zaubersprüchen.), die ebenfalls sehr vielseitig sind: Das Igni-Zeichen setzt die Feinde in Brand, das Aard-Zeichen haut unsere Gegner von den Füßen, das Yrden-Zeichen legt eine magische Falle, die den Gegner lähmt, das Axii-Zeichen erlaubt es, einen Feind kurzzeitig zu unserem Verbündeten zu machen und das Quen-Zeichen umgibt uns mit einem Schutzschild. Und damit nicht genug: Die Wirkung all dieser Methoden lässt sich natürlich über Talente verbessern. Dadurch, dass alle Gegner auch noch besondere Schwächen und stärken haben, die es herauszufinden gilt, erlangen die Kämpfe eine große Vielfalt und taktische Tiefe. Wer auf Schwer spielt muss wesentlich mehr Methoden einsetzen als jemand, der auf Leicht spielt, und hat dementsprechend eine reichere Spielerfahrung, wenn er einen Weg gefunden hat, seine Gegner auszuschalten, als jemand, der sich einfach durch seine Gegner durchprügelt und ab und an mal ein Zeichen einsetzt wenn es eng wird. Es ist ein erhebendes Gefühl, wenn man verschiedene Einsatzmöglichkeiten für seine Fähigkeiten entdeckt: So kann man zum Beispiel mit den Aard-Zeichen auch feindliche Soldaten in den Abgrund stoßen, was sehr eindrucksvoll aussieht.
Die Kämpfe sind taktisch und anspruchsvoll und darum geht es in diesem Spiel: Um dem Beruf als Hexer. Und ein Hexer muss sich nunmal vielen Monstern entgegenstellen.
Die vielfältige Alchemie ist ein weiterer Höhepunkt im Spiel. Es gibt sehr viele Zutaten, die man so findet, und sie alle enthalten einen von einer ganzen Hand voll Wirktstoffen, aus denen sich die Tränke, Gifte und Bomben herstellen lassen. Dabei ist die Alchemie nicht unbedingt eine appetitliche Wissenschaft. Ich jedenfalls würde es mir zwei mal überlegen, ob ich einen Trank aus Harpyien-Speichel, Krabbspinnen-Augen, Hirn von Ertrunkenen und Nekkerherzen trinke. Geralt hat allerdings keine Probleme damit und schluckt ungerührt jeden Trank.

Während der Kämpfe kann man übrigens nicht speichern, was bei längeren Auseinandersetzungen bisweilen sehr nervig sein kann, aber man kann zur Not jederzeit den Schwierigkeitsgrad herunterstellen, es muss also keiner frustriert aufgeben.

Sonstiges:

Das Spiel kommt dank Patch völlig ohne DRM, was für mich ein echter Pluspunkt ist. Einlegen, installieren, spielen. Das war's. Keine Kundengängelei, kein Nervkram mit dem Kopierschutz, so soll es sein. Von wegen heute hat man keine Wahl mehr, von wegen, man muss sich heute notgedrungen alles gefallen lassen, was sich die Publisher ausdenken. Nichts da! Es gibt tatsächlich auch noch kundenfreundlichen Service. Und wo wir gerade bei Kundenfreundlich sind: Das Spiel patcht sich selbstständig und in der aktuellen Version habe ich bisher keinen einzigen Bug bemerkt. Der Lieferumfang der Box ist übrigens auch sehr ansehnlich: Handbuch, Lösungsbuch, das Spiel selbst, ein Making Of, eine Münze, ein Pamphlet und zwei Bastelbögen für eine Pappfigur von Geralt und für Triss (die Figuren sehen aus wie die Minecraft-Versionen der beiden Charaktere) und eine Karte, die einem Hilft, den Überblick über die ganzen Königreiche zu behalten, die im Spiel von Bedeutung sind. Das ganze kommt in einer stabilen schwarzen Papp-Box mit nettem Covermotiv ohne störende PEGI- und USK-Zeichen.

Fazit:
Bei diesem Titel handelt es sich um ein taktisches Action-RPG, das seine Sache sehr gut macht. Man sollte aber keine riesige Welt und allzu große Freiheiten erwarten. Spieler, die gerne stundenlang durch weite grüne Wälder wandern, werden dieses Spiel wohl nicht so begeistert ausfnehmen, aber wer sich darauf einlässt und sich von The Witcher 2 mal in ein Rollenspielabenteuer der anderen Art entführen lassen will, der sollte zugreifen. Ich denke, wer dem Spiel eine Chance gibt, der wird nicht enttäuscht sein - Selbst für Casualspieler ist das Spiel dank der einstellbaren Schwierigkeit geeignet, der Titel richtet sich trotzdem merklich an erfahrenere Spieler die eine komplexe Herausforderung suchen. Allerdings ist das Spiel, ohne zu viel verraten zu wollen, nichts für stark empfindliche Gemüter. Die NPCs nehmen kein Blatt vor den Mund, sie schimpfen, fluchen und machen derbe, teils obszöne Scherze. Es spritzt viel Blut, wir sehen Eingeweide und vor allen viele, viele nackte Frauen in allen verschiedenen Positionen. Um einen Spruch aus dem Spiel zu zitieren: "Wenn du keinen Bock auf Nutten und Monster hast, solltest du in die andere Richtung gehen.[...]" Und das trifft den Nagel auf den Kopf.

Ein kleiner Tipp am Ende:
Kommt ihr im Prolog an eine Stelle, wo ihr nach einer Cutscene quasi direkt in den Tod lauft, ohne etwas dagegen tun zu können, handelt es sich um ein QTE, ein Quick Time Event. Es flackert ein kleiner Kreis auf, aber bevor ihr lesen könnte, was darin steht, seid ihr auch schon tot. In diesem speziellen Fall reicht es, wenn ihr schnell immer wieder die "S"-Taste drückt bis ihr in Sicherheit seit. Schaltet im Menü die Option "Schwere QTEs" aus, dann habt ihr später keinen Ärger mehr. Was ihr auf keinen Fall tun solltet ist, nach einer Lösung für das Problem bei Google zu suchen, denn Google spuckt anstelle des gewünschten Ergebnisses eine Reihe von Spoilern aus.
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am 20. August 2011
Ähnlich wie der Vorgänger beweist the Witcher 2 eine spannende Story, die diesmal sogar sehr variabel und individuell ist. Um alle Möglichkeiten zu erfahren muss man das Spiel mindestens mehrmals durchspielen, was dank dem ausgeklügelten Entscheidungs-System auch bei jedem neuen Durchgang neue Perspektiven eröffnet und so für noch mehr Spielspaß sorgt.
Die Grafik ist der Hammer und kitzelt selbst aus neuen PCs das beste Ergebnis heraus. Zeitgleich ist aber auch hier Vorsorge getroffen worden: Selbst mit PCs, die schon das ein oder andere Jahr auf dem Buckel haben (so wie meiner) lässt sich das Spiel dank dem neuen (und automatisch aus dem Internet heruntergeladenen) Patch nun doch recht gut spielen. Zwar nicht immer ruckelfrei, aber größtenteils problemlos.

Das Gameplay insbesondere das Kampfsystem ist anders, als in Teil 1. Mich persönlich hat das nicht besonders gestört, sowohl in Teil 1 als auch in Teil 2 kam ich ganz gut damit zurecht.

Unter den vielen Möglichkeiten, die das Spiel bietet, leidet meiner Meinung nach aber jedes Mal ein bisschen das Finale. Gut, es ist nicht verwunderlich, das bei insgesamt 16 unterschiedlich möglichen Enden das ein oder andere etwas kürzer kommt, doch wäre eine Vertiefung und detailliertere Ausarbeitung des letzten Kapitels wünschenswert gewesen. Daher auch nur 4 von 5 Sternen: Weil das Ende in den meisten Fällen nicht an das erreichte Niveau vom Rest des Spieles heran kommt.

Alles in allem aber ein sehr gutes Spiel, dessen Anschaffung sich endlich einmal wieder gelohnt hat. Dass ein Computerspiel heutzutage keine Enttäuschung ist, ist ja leider selten geworden, doch the Witcher 2 hat mir persönlich bewiesen, dass es den Preis auch wert ist. Daher kann ich für mich nur sagen, dass es ein guter Kauf war.
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am 17. Mai 2011
Eine gefühlte Ewigkeit hat es gedauert, aber dann war es soweit. The Witcher 2 ist endlich rausgekommen und die Erwartungen, die ich an das Spiel gestellt habe, waren enorm hoch. Nachdem ich mir den ersten Teil zu Gemüte geführt habe und die Bücher gelesen hab, konnte ich den 2ten Teil nicht mehr abwarten, nirgendwo sonst oder zumindest nur sehr sehr selten findet man in Videospielen einen solch tiefgründigen Charakter wie Gerald von Riva.

Die erste große Überaschung, kam beim öffnen des Amazon Paketes. Ich habe mir die Digital Premium Edition bestellt, da ich zwar ein riesengroßer Fan des Hexers bin, aber der meiste Schnick-Schnack von mir einmal angeschaut wird und dann samt Verpackung im Schrank landet. Aber ...Holla die Waldfee!!! eine solche "Standart-Edition" sieht man nicht alle Tage, zu aller erst ist es ein richtiger Karton, der sehr hübsch im Regal aussieht, nicht nur eine normale DVD Hülle, die Edition beinhaltet einen zugegeben hübsch aufgemachten Brief der einen schon allein aufgrund des Inhaltes Schmunzeln lässt, eine "verfluchte"Münze, eine Karte der Welt, eine Bonus DVD mit Soundtrack etc und natürlich das Originalspiel. Alles in allem also Dinge, die andere gut und gerne als CE verkaufen, die hier aber als Standart mitverkauft werden.

Zum Spiel:

Grafik:
Anfangs war ich ein wenig skeptisch, als die Entwickler so vollmundig das schönste Rollenspiel bisher angekündigt haben, muss aber sagen, es stimmt, ich spiele nun schon lange und viele Rollenspiele, und muss sagen, grafisch sucht das Spiel seinesgleichen, die Texturen insbesondere der Kleidung sind knackig scharf und wohl das Beste was ich bisher gesehen habe. Das was mich gestört hat, die enorme Bewegungsunschärfe läßt sich im Menü ganz einfach abstellen. Insgesamt erwartet einen hier ein grafischer Leckerbissen, wie es Sie nur selten gibt. Dazu muss man sagen, das The Witcher 2 keineswegs eine völlig offene Welt wie z.B. TES bietet, es sind vielmehr einzelne Bereiche, die aber auch recht umfangreich ausfallen.

Atmosphäre:
Es erstaunt mich, das bisher kein anderer Entwickler( zumindest weiß ich von keinem) versucht hat, das Erwachsene Zielpublikum so konsequent zu anzusprechen... Selbst das blutige DA 1+2 wirken irgendwie kindlich gegenüber dem Hexer. Hier stimmt einfach alles. Das Spiel wirkt sehr Reif und selbst die Sammelbildchen aus dem Vorgänger sind verschwunden, stattdessen, sind Liebschaften jetzt ein wenig realistischer und es braucht mehr als einen Blumenstrauß um jemanden rumzubekommen. Die Welt ist zudem sehr detailverliebt gebaut und dann wäre da noch Geralt und der ist nun ehrlich mal ne echt coole Sau! Das Geralt beim Klauen nicht erwischt werden kann, stört mich nicht im geringsten, im Gegenteil, mir würde es die Atmosphäre zerstören, wenn Geralt für so etwas ins Gefängnis geworfen werden würde, das passt einfach nicht zur Geschichte. Die Bewohner haben zudem alle einen Tagensablauf, was die Spielwelt lebendig macht.

Umfang:
Ich habe bissher ca. 6 h gespielt und bin gerade aus dem Prolog rausgekommen, bei einigen wird es sicher ein bisschen schneller gehen, ich gucke einfach gerne, dass ich ja nichts verpasse. Die Hauptquest ist spannend und verspricht gute Unterhaltung und Abendefüllende Unterhaltung. Dazu gibt es hexertypisch die Anschlagtafeln mit einfachen Aufträgen sowie wirklich zahlreiche originelle und auch länger dauernde Nebenquest die man erhält wenn man sich ein wenig umhört. Durch die vielen Möglichkeiten, ist mehrmaliges Durchspielen definitiv Pflicht!

Steuerung:
Geb ich mal keine Aussage zu ab, nur soviel sei gesagt, die neue Steuerung ist intensiver als die Alte, man ist mehr im Geschehen, aber ich habe hier manchmal Probleme passende Manöver einzuleiten. Ich denke damit kommt jeder klar, aber ich wüsste nicht welche Steuerung besser ist, Neue oder Alte? Das muss jeder für sich entscheiden.

Negativ aufgefallen ist mir bisher, das Menü, ich fand das alte Inventar und auch das Menü wirklich gut und das neue sagt mir nicht wirklich zu, ich finde es ein wenig unübersichtlich insbesonders was die Alchemie angeht. Bei Rüstungen etc hingegen wirkt es besser. Im Menü an sich, finde ich, dass die Maus sich seltsam träge verhält und die Menüpunkte liegen mir zu nache beieinander so das ich mich auch mal verklicke, aber das ist Kleinkram. Einige Quicktimeevents laufen mir zu unübersichtlich ab und man bräuchte mehr zeit um zu reagieren, hier müsste nachgebessert werden.

Fazit:
Ein echtes klasse Spiel mit viel Seele und Liebe zum Detail, was noch erwachsener rüberkommt als der Vorgänger. Definitiv bisher das beste Rollenspiel des Jahres und wer den Hexer mag oder das erste Spiel hat, hat hier einen Pflichtkauf, alle anderen sollten erst den ersten Teil spielen, sonst steigt man nicht so wirklich in die Geschichte ein.

Toll ist außerdem, dass es gleich zu Beginn ein kostenlosen Quest DLC zum runterladen gibt und zwar für jeden! Die Entwickler haben versprochen, dass alle kommenden DLC kostenlos sein werden und Sie stattdessen lieber ein richtiges großes Addon und einen 3ten Teil machen möchten. Eine klasse Einstellung ich finde richtige Addons eh besser als diese DLC und allein das sollte man unterstützen.

Erwartungen übertroffen!

Ich hoffe das hilft ein bisschen.
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am 5. August 2011
Installation und Aktivierung:

Ich hatte weder bei der Installation, noch bei der Aktivierung des Games Probleme. Das ging sehr schnell und ich wurde automatisch zum Download des Patch geleitet. Das hat gleich mal einen positiven Eindruck hinterlassen, auch wenn ich die Online Aktivierung bei einem Rollenspiel für überflüssig halte, aber das ist wohl der Fraktion der Raubkopierer zuzuschreiben.

Wie sich das dann weiterhin äußert, wenn ich das Game weiter verkaufen werde, wird sich zeigen.

Erster Eindruck:

Prolog:

ich konnte mich offen gesagt mit dem Prolog nicht wirklich anfreunden. Meiner Ansicht sollte der ganz kurz in die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten und/oder das Kampfsystem einweisen. Beispielsweise habe ich schon eine lange Zeit damit verbracht zu begreifen wie das mit dem Blocken (Energieanzeige) funktioniert. Wobei ein Block, im richtigen Leben, wohl deutlich weniger Energie verbraucht als ein Angriff, aber egal.

Auch die Tatsache, dass sich der Prolog lediglich als ein langes Skript entpuppt hat, macht die Sache nicht unbedingt besser. Das geht vorbei und man wartet gespannt auf die Story und den Fortgang der Geschichte. So richtig spannend war das aber irgendwie nicht. Ok, der König ist tot, alle halten mich für den Mörder. Irgendwie schon eine Geschichte, aber da fängt TW1 schon besser, weil mysteriöser, an. Der Prolog war nur die Aufwärmrunde für Akt Eins.

Das Spiel beginnt:

Weiter gehts es mit dem ersten Akt:

Ich habe angefangen erste Quests zu lösen und mich in der Gegend umzusehen. Ich habe "schwierig" gewählt, weil mir der erste Witcher Teil einfach zu leicht erschien. Das hat sich aber als Fehler erwiesen. Das Erkunden der Welt gestaltet sich als "schwierig", wenn nicht gar zu schwierig. Das Kampfsystem hat mich anfangs ein wenig überfordert ich musste mich daran gewöhnen ständig auszuweichen (oder davon zu laufen) und wie doof durch die Gegend zu rollen. Im Grunde hat sich daran aber im Verlauf des ganzen Spieles nicht viel geändert. Zumal mir manche Quests einfach unfair schwer erschienen. Im Gegensatz zum ersten Teil haben die Quests nur bedingt aufeinander aufgebaut; somit mussten teilweise Quests abgebrochen und später in Angriff genommen werden. Was im Grunde Sinn macht, aber stellenweise auch ein wenig genervt hat.

Auch die Erfahrungen mit den Spielchen (Armdrücken, Boxen, Würfeln) waren nicht so toll. Boxen fand ich noch ganz ok. Armdrücken nervt eigentlich total und beim Würfeln sind die Zahlen recht schlecht lesbar. Also einfach immer den Mindestbetrag erhöht und weiter gewürfelt. Am Ende sieht man schon ob man unterlegen war oder nicht. Auch der Mauszeiger im Inventar und oder beim Erhöhen der Einsätze reagiert nervig langsam.

Das Inventarsystem ist in Ordnung. Lediglich etwas unübersichtlich. Im ersten Teil konnte man Gegenstände in den Gasthäusern ablegen und für eine spätere Verwendung 'speichern'. Das geht leider nicht mehr.

Von der Grafik und vom Sound her kann sich das Spiel wirklich sehen lassen. Wobei mein System (AMD Phenom X4, Nvidia 9800 GT, 4 GB Arbeitsspeicher) oftmals an seine Grenzen gestoßen ist. Hier fällt es schwer die entsprechenden Änder- und Einstellungen schnell umzusetzen, weil es nur im Windows Desktop möglich ist entsprechende Änderungen vorzunehmen. Das nervt dahingehend, weil das Spiel immer wieder geschlossen und ggf. neu gestartet werden muss. Die 'Automatische Erkennung' der optimalen Einstellungen ist untauglich. Sind die richtigen Einstellungen gefunden, bietet TW2 ein wirklich schönes, flüssiges, Spielerlebnis. Bei mehr Performance dürfte es wirklich erste Sahne sein. Ich für meinen Teil denke derzeit über eine neue, bessere, Grafikkarte nach. Ist vermutlich der Schlüssel zum Glück ;-)

Die Ladezeiten im Verlauf des Spiels sind wirklich besser, d.h. schneller, geworden. Nur wenn der Spieler stirbt dauert es oft endlos lang bis der letzte SAVE neu geladen ist. Oftmals laufen vor schwierigen Passagen Filme ab, welche immer wieder durchgeklickt werden müssen. Dementsprechend zieht sich das alles auch unnötig in die Länge und nervt einfach nur. Hier ist es meistens auch nicht möglich, nach dem Film zu speichern (oder ggf. Tränke zu verwenden). Von div. Quick Time Geschichten reden wir jetzt nicht ' die sind meiner Ansicht nach völlig für den Eimer.

So oder ähnlich zieht sich das durch die nächsten drei Akte. Was ebenfalls negativ aufgefallen ist, ist der Mangel an spielerischer Freiheit. Die Spielwelt ist in allen drei Akten relativ klein geraten. Da fehlt es schon stark an den Erkundungsmöglichkeiten. Nahezu alles wird, so oder so, in den Einzelnen Quests aufgesucht. Es fehlt definitiv an Nebenquests innerhalb der Spielwelt. Wobei hier die Wegfindung sehr schwierig ist. Mir hat am ersten Teil insbesondere gefallen, dass die Welt übersichtlich und bestimmte Punkte auf der (sehr guten) Landkarte leicht zu finden sind. Das liegt aber wohl auch an der Spielperspektive im zweiten Teil.

Während der Kämpfe hatte ich immer wieder das Problem, dass Tastaturbefehle nicht oder nur zeitverzögert umgesetzt werden. Dies hat beim Verwenden von Zeichen oder beim Blocken wirklich genervt und oftmals zum Tod des Spieler geführt.
Das kombiniert mit etwas nervigen Ladezeiten kann es einem schon ein paar graue Haare kosten.

Jetzt mal ein paar positive Aspekte zum Spiel:

Der Wiederspielwert ist hoch. Ich bin gerade in "Runde drei" - d.H. beim dritten Durchspielen - und habe mich für die Scoiatel entschieden. Dies hat insbesondere im zweiten und dritten Akt maßgeblich andere Quests zur Folge. Das macht Laune und motiviert zum Weiter- bzw. Wiederspielen.

Die Story des Games ist gut erzählt. Wenngleich ich aber der Meinung bin, dass sie im ersten Teil besser, und vor allem im Aufbau spannender, gewesen ist.

Wie bereits erwähnt sind Grafik und Sound wirklich 1a. Die Spielwelt erinnert optisch ziemlich stark an Gotic oder Risen, wobei natürlich (oder vielmehr leider) die spielerische Freiheit sehr stark eingeschränkt ist.

Die Kämpfe machen (trotz dem "herum gerolle") viel Spaß und bleiben, bis zum Schluss, schwierig. Das hat mir gefallen. Hier konnte TW2 eine klaren Pluspunkt setzen, da im ersten Teil, vor allem auf das Ende zu keine wirklichen Herausforderungen mehr bestanden. Schön wäre auch eine FSK 18 Version des Spieles. Es dürfte ruhig ein wenig brutaler zugehen, aber vermutlich ist die vorliegende FSK 16 Fassung verkaufsfördernder. Genervt hat bei den Kämpfen, dass sie meistens auf beengten Raum stattfinden und unser Held des öfteren an "unsichtbaren" Hinternissen hängen geblieben ist.

Fazit:
Insgesamt muss ich aber schon sagen, dass das Spiel meine hohen Erwartungen - zu großen Teilen - erfühlt hat. Ich vergeben daher gute vier Sterne und kann definitiv eine Kaufempfehlung aussprechen. Ich werde das Spiel in kürze weiterverkaufen und wünsche dem Käufer viel Spaß. Lediglich an den ersten Teil, welchen ich persönlich für eines der besten Spiele überhaupt halte, kommt es meiner Meinung nach nicht ganz heran.

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Kaufentscheidung etwas erleichtern.

Jochen
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am 5. Januar 2012
Nun da ich im 2.Akt des Spiels angekommen bin, möchte ich hier auch mal meine Meinung zu The Witcher 2 äußern. Für mich stellt die Story bei Spielen insgesamt und bei Rollenspielen im speziellen das Hauptbewertungskriterium dar. Aus diesem Aspekt betrachtet kann ich The Witcher 2 nur als großartig bezeichnen. Dem Spiel gelingt es seine Welt atmosphärisch dicht und stimmig darzustellen. Die NPCs sind allesamt glaubwürdig und nicht klischeehaft ind Gut oder Böse einzuordnen. Insgesamt ist die Welt von The Wicther 2 realistischer und glaubwürdiger als bei jedem anderen Rollenspiel das ich kenne. Das bedeutet aber auch, dass sie härter ist, was vor allem in dem expliziten Gebrauch ordinärer Sprache in den Dialogen und dem insgesamt hohen Gewaltgrad in der Geschichte deutlich wird. Mord, Folter, Hass und Vergewaltigung gehören zur Welt von The Witcher 2 dazu. Trotzdem wird das Spiel aber nicht amoralisch oder gar nihilistisch, denn der Spieler fungiert in dieser brutalen und harten Welt nicht selten als Stimme der Vernunft, Gerechtigkeit und eben der Moral. Dieses macht für mich den ganz besonderen Reiz von The Witcher aus. (Das war schon im 1. Teil so)
Fazit: Im Bezug auf Story, Atmosphäre und auch Tiefgang und Emotionalität (und nur auf diese Punkte will ich mich hier beziehen) bietet The Witcher 2 ein einzigartiges Spielerlebnis, das grandios inszeniert ist und, das will ich hier auch noch mal deutlich sagen, grafisch sehr hochwertig gestaltet ist. Wer also tief in eine mittelalterliche Fantasywelt eintauchen will und auch vor einer etwas härteren Dratsellung nicht zurückschreckt ist hier genau richtig.
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am 20. Mai 2011
...Spieltechnisch in Teilen Neuland.

Ich schreibe eigentlich relativ selten Bewertungen. Normalerweise fehlt mir einfach die Motivation dazu. Diesmal möchte ich mir allerdings die Mühe machen. Das hat vor allem den Grund das für mich The Witcher 1 (Enhanced Edition) eines der besten Rollenspiele der letzten Jahre war - wenn nicht sogar das beste Rollenspiel! Als großer Fan des ersten Spiels (über 5x durchgespielt) und des Hexer-Zyklus" von Andrzej Sapkowski (Unbedingt lesen! Man versteht dadurch wesentlich mehr die Handlung und Zusammenhänge von The Witcher 2! Davon abgesehen sind es absolut geniale Bücher) war ich entsprechend gespannt auf den Nachfolger. CD Project Red kündigte im Vorfeld ja gerade verstärkt die Punkte an die mir in The Witcher schon sehr gut gefallen haben und die ich bei anderen Rollenspiele schmerzlich vermisse (z.B. Konsequenzen aufgrund der Handlung des Spielers). Entsprechend viel Lust hatte ich auf The Witcher 2.
Die zentrale Frage die sich nun stellt: Wurden die Versprechen eingehalten (Leider keine Selbstverständlichkeit bei Entwicklern und Publishern)? Erfüllt The Witcher 2 die von mir gesetzten Erwartungen?

Nach gut 12 Stunden Spielzeit kann ich Entwarnung geben: Ja! The Witcher 2 erfüllt alle meine Erwartungen... mit leichten Einschränkungen. Wie diese Einschränkungen aussehen und wie gravierend sie sich meiner Meinung nach auswirken, dazu weiter unten mehr.
Vorher möchte ich eines klar stellen:

Diese Rezension/Bewertung ist meine SUBJEKTIVE Meinung. Ich versuche erst gar nicht das Spiel objektiv zu bewerten. Das ist aus meiner Sicht sowieso nicht möglich. Aber worauf ich hinaus möchte: Ich gebe hier meine Meinung ab, nichts anderes. Wer mit meiner Meinung konform geht - schön! Wer das nicht tut - nicht mein Problem. Ich möchte erklären wieso The Witcher 2 aus meiner Sicht ein grandioses Rollenspiel ist. Sollte das jemand anders sehen, kann er das gerne tun. Jeder hat seine Meinung. Nur dann lasst auch mir meine Meinung.
D.h. Bitte keinen Kleinkrieg im Kommentar-Bereich. Danke. ;-)

1. Grafik
Ein Punkt der bei Rollenspielen meiner Meinung vernachlässigbar ist. Solange alles andere passt ist mir die Grafik (relativ) egal. Dennoch erwähne ich diesen Punkt bei The Witcher 2, da das Spiel einfach Hammer ausschaut! Meiner Meinung nach ist The Witcher 2 das schönste Rollenspiel das ich je gesehen habe (Anmerkung: Ich spiele auf maximalen Details - habe (Gott sei Dank) ein PC-System das damit klar kommt.). Die Texturen sind extrem detailliert und schlicht und ergreifend alles wunderschön anzusehen.

Bewertung: 5/5

2. Umfang
Das Spiel ist vom Gesamtumfang angeblich etwas geschrumpft gegenüber dem Vorgänger (nur 3. Akte (+ Prolog) statt 5. Akten (+ Prolog/Epilog) in The Witcher 1). Auf den ersten Blick also ein Rückschritt. Allerdings habe ich im Prolog und dem 1. Akt wesentlich mehr Zeit verbracht als im 1. Akt von The Witcher 1. Daher gleicht sich das für mich (bis jetzt) relativ aus. Ein anderer Punkt der für mich unter Umfang" fällt ist der Umfang der Handlungen die im Spiel möglich sind. Hier gab es eine klare Steigerung. Neben der bekannten Möglichkeit aus Zutaten Tränke, Bomben und Öle zu mischen, gibt es die Möglichkeit mithilfe gesammelter Rohstoffe Fallen, Rüstungen und Waffen zu erstellen. Das facht den Sammeltrieb an (nur noch eine Endriaga-Klaue damit ich das bessere Schwert bauen lassen kann, was dann 24 statt 17 Schaden verursacht.) und ehe man sich versieht ist man eine Stunde durch den Wald gelatscht um die benötigten Ressourcen zu finden. Abgesehen davon gibt es noch 3 Mini-Spielchen (Armdrücken, Faustkampf, Würfelpoker) die jetzt aus meiner Sicht nicht unbedingt hätten sein müssen, aber das geschehen angenehm auflockern.

Bewertung: 5/5

3. Sound
Hier gibt es nicht viel zu sagen aus meiner Sicht. Die Sound-Untermalung gefällt mir sehr gut. Die Geräuschkulisse ist hervorragend. Die Stimmen der Charaktere sind meines Erachtens nach selbst auf Deutsch sehr gut. Die englische Sprachausgabe toppt das aber natürlich noch etwas. Dennoch auch für Leute die auf Deutsch spielen wollen (so wie ich) bekommen eine schöne Sprachausgabe.

Bewertung: 5/5

4. Charakterdesign
Ein heikler Punkt bei einem Rollenspiel. Wie sind die Charaktere designt? Das heißt einmal: Wie sehen Sie aus, aber auch wie verhalten Sie sich? Grundsätzlich ist zu sagen das das Verhalten der Charakter angenehm realistisch ist (sieht man mal davon ab das Sie nicht reagieren wenn man Ihnen die Bude leer räumt). Essenziell wichtig wird dieses Thema natürlich bei den Hauptfiguren des Spiels. Vor allem bei Geralt und Triss gab es doch einige Änderungen. Die gefallen mir allerdings recht gut. Selbst die neue Frisur (jetzt mit teilweise modischem Pferdeschwanz) kann ich ganz gut leben. Der Weiße Wolf macht meiner Meinung nach weiter einen verdammt coolen Eindruck. Bei Triss treten die Änderungen noch wesentlich mehr ins Gewicht. Hier wurde meiner Meinung nach wesentlich mehr geändert. Allerdings finde ich die Änderungen richtig. Laut den Büchern ist Triss ziemlich jung - jetzt sieht sie wie eine junge Zauberin aus, ohne wie eine Teenagerin auszusehen. Grundsätzlich entspricht Triss jetzt wesentlich mehr meiner Vorstellung einer jungen, attraktiven und sinnlichen Zauberin als Ihr Aussehen in The Witcher 1 (Ihr Aussehen in Witcher 1 fand ich auch toll - müsste ich mich allerdings entscheiden, gefällt mir das neue besser). Auch andere bekannte Charaktere haben Änderungen bekommen, z.B. spricht Zoltan mit einer andere Stimme, die wie ich finde für einen Zwerg fast etwas zu hell ist. Im großen und Ganze ist es aber Gewöhnungssache.

Bewertung: 5/5

5. Atmosphäre
Ein Zentraler Punkt bei jedem Rollenspiel: Die Atmosphäre. Und hier fährt The Witcher 2 schwere Geschütze auf. Die Gestaltung der Orte ist stimmig umgesetzt und mehr als einmal habe ich einfach das Aussehen auf mich einwirken lassen. Nimmt man als Beispiel Flotsam" (Stadt im 1. Akt): Die Stadt und der umliegende Wald ist so herrlich herausgearbeitet das es teilweise an Fotorealismus erinnert bzw. man einfach mal das Bild in sich aufnimmt. Davon abgesehen kommt wieder die ganz bestimmte Witcher-Atmosphäre zum Tragen. Das Spiel spricht Erwachsenenpublikum an wie kein anderes Rollenspiel (Mehr noch als The Witcher 1). Gerade das macht den Reiz des Spiels aus, wie ich finde. In Zusammenhang mit der nicht vorhandenen Aufteilung in Gute/Böse Charaktere. Grundsätzlich ist The Witcher 2 eines der Rollenspiele mit am meisten Atmosphäre. Das ist natürlich auch zum Teil durch die hervorragenden Charaktere, der guten Sprachausgabe und auch der optischen und akustischen Umsetzung geschuldet.

Bewertung: 5/5

6. Steuerung
Eine der wenigen genannten Einschränkungen. Zuerst die positive Nachricht: Das Spiel lässt sich per Maus und Tastatur gut spielen. Allerdings gibt es hier ein paar Punkte die mir nicht gefallen. Zum Beispiel ist die Maussteuerung manchmal etwas ungenau bzw. extrem sensibel (ich habe die Maus entsprechend langsamer eingestellt), so dass man am Anfang häufig nicht sofort den Punkt trifft den man will. Sobald man sich daran gewöhnt hat geht es allerdings. Ein weiterer Punkt der mir nicht gefällt: Die Kampfsteuerung. Grundsätzlich finde ich es keine schlechte Idee das ganze etwas aktiver zu gestalten. Was allerdings bedeutet das man einzelne Gegner (meistens) einfach tot-klicken" kann und bei einer Gruppe von Feinden mehr auf dem Boden rumrollt als kämpft. Man ist gerade bei einer Gruppe gezwungen permanent auszuweichen (Schläge im Rücken verursachen (zumindest anfangs) 200% Schaden). Das finde ich persönlich etwas nervig. So werden manche Kämpfe zu: Schlagen, wegrollen, Schlagen, wegrollen - davon rennen. Sobald die Gegner nicht mehr folgen zurück und von neuem. Ich dachte mehr als einmal mit Wehmut an den Gruppenkampfstil in The Witcher 1. Dadurch das man im Spiel mehr und neue Fähigkeiten erhält relativiert sich das rumgerolle etwas (ich finde vor allem den Einsatz von Bomben sehr effektiv). Am meisten stößt mir bisher die Zielerfassung negativ auf. Sie visiert immer den Gegner an den man gerade ansieht. Klingt im ersten Moment logisch. Wenn aber in einem Gruppen-Kampf permanent 5 Gegner um dich rumschwirren und du selbst dich bewegst wird es zum Glücksspiel nochmal denselben Gegner zu treffen. Zwar kann man das Ziel auch fest anvisieren, was mir aber zu unflexibel ist. Grundsätzlich reagiert mir die Zielerfassung einfach etwas zu sprunghaft.

Bewertung: 3/5

Fazit:

Damit kommt unter dem Strich eine Bewertung von 4,66 heraus. Aber Geralt von Riva ist halt Geralt von Riva. Entsprechend runde ich auf 5 auf. Damit bekommt The Witcher von mir 5 Sterne, da es eines der besten und schönsten Rollenspiele ist, die mir seit langem untergekommen sind. Ein ganz heißer Anwärter für mein persönliches Spiel des Jahres. In weiten Zügen toppt es sogar seinen Vorgänger (was meiner Meinung nach kein leichtes Unterfangen war).

Daher: Kauft euch das Spiel - ihr werdet nicht enttäuscht sein. Vor allem dann nicht wenn ihr die Bücher und den Vorgänger gemögt habt.
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am 9. Februar 2012
Nachdem ich den ersten Teil des Spieles genossen hatte und somit die Vorfreude auf den zweiten groß war, wurde ich keinesfalls in meinen Erwartungen entäuscht, obwohl dieses Spiel sich stark vom ersten Teil unterscheidet.
Die folgende Rezension enthält (einige) Spoiler, was das Kampfsystem und das Gameplay angeht.

Gameplay:
So ist es nicht mehr möglich die Kameraperspektive zu ändern, sodass man sich nun stets direkt hinter der Figur befindet, wie bei den Gothic Teilen z.B. Im ersten Teil musste man die Maus zu bestimmten Zeitpunkten bedienen musste, um einen Schwertschlag, bzw. eine Combo auszulösen. Dies entfällt bei The Witcher 2. Der Vorteil des neunen Kampfsystems ist, dass man sich besser in den Kampf hineinversetzen kann und dass der Kampfstil etwas realistischer wirkt. Hinzu kommt auch, dass Gegner parieren können und manches Mal Schilde nutzen. Hier kommt man an magischen Zeichen oder Rollen nicht vorbei. Hat man das Kampfsystem erst einmal verstanden und beherrscht man, macht es einen Heidenspaß gegen Gegner zu kämpfen.
Im neuen Patch (2.0) gibt es einen Arena Modus, in welchem man gegen immer stärker werdende Gegner kämpfen muss und Waffen und Rüstungen gewinnen kann. Der einzige Kritikpunkt ist, dass das Spiel, wenn das System beherrscht ist, auch auf der höchsten Schwierigkeitstufe vielleicht etwas leicht ist.

Athmosphäre

Das Spiel ist weiterhin actionlastiger und aufregender als der erste Teil geworden. Alles wirkt epischer, wichtiger und politischer. Weiterhin gibt es viele (schöne) cutscenes, die meiner Meinung nach teilweise vielleicht ein wenig zu lang sind.
Schön ist auch, dass dies eimes der weniger Spiele ist, welche man wirklich als erwachsenes Rollenspiel bezeichnen, dies findet sich auch in einigen Cutscenes wieder. Die "Liebeskarten" aus dem ersten Teil wurden aufgegeben, stattdessen findet sich dieses Element nun in den Cutscenes wieder. Das Spiel wirkt etwas bunter und weniger düster, dafür umso lebendiger als der erste Teil; man spürt, dass der Wald im ersten Akt des Spiels lebedig ist, dies wirkte im ersten Teil alles viel verlassener. Ich würde dies nicht umbedingt als eine Verbesserung, als viel mehr eine Veränderung sehen.
Zusammengefasst: Epischer, bunter, lebendiger als Teil 1

Grafik

Hierzu muss man nicht viel sagen. Einfach der Wahnsinn. Ich kann das Spiel leider nur auf etwas erhöhtem Minimal spielen (4 x 2,5 Ghz, 4 GB Ram, Ati Hd 4850, 512 Mb, Xp Service Pack 2, The Witcher 2 Patch 2.0, Auflösung 1680 x 1050), doch auch dies ist wunderschön, vor allem die Licht und Schatteneffekte (besonders schön im schon erwähnten Wald) können einen umhauen. Für mach das Rollenspiel mit der schönsten Grafik zur Zeit.

Story

Hier werde ich natürlich nicht viel verraten, doch ist diese sehr gut gelungen. Man kann sich (wie es in einem RPG sein sollen) verschiedenen Seiten zuwenden, sodass ein zweites (oder drittes) Durchspielen neunen Spielspaß bringt. Ich spiele es zur Zeit mit anderen Entscheidungen wieder von vorne und bin begeistert wie viele neune umfangreiche Quests sich hierdurch ergeben. Also kein SPiel wo man nur Pseudoentscheidungen trifft und das Geschehen sowieso aufs selbe hinausläuft

Insgesamt kann ich diesem Spiel nicht weniger als 5 Sterne geben. Das Spiel ist sehr anders als The Wichter 1, die Veränderungen sind jedoch sehr gelungen und machen ein episches, actionreiches Rollenspiel mit einer tollen Story, gutem Gameplay und Wahnsinnsgrafik aus The Wicher 2
Viel Spaß
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am 6. November 2013
Hallo allerseits,
die Witcherspielreihe erscheint mir mit als eine der schönsten, aber auch storytechnisch
anspruchsvollsten Rollenspielserien.
Da ich hier gerade unerhört viel (berechtigten) Frust herauslese, der mir kürzlich eben-
falls wiederfahren ist, erscheint mir eine kurze erklärende Rezension sinnvoll.
Ich besitze die ganz normale Erstausgabe (3391891954372) des Spiels, wo ich auch meine
Rezension zum Spiel selbst verfasst habe. Das Spiel habe ich vor einigen Tagen erneut instal-
liert, da ich zwischenzeitlich mein System neu aufgesetzt habe. Ich arbeite übrigens
immernoch mit WIN XP Home V2002 SP3.
Am Ende der Installation (mit Ausnahme der EE und von Steam-Usern wohl bei allen PC-Kauf-
versionen) wird dem zahlenden Kunden nun von CD Projekt sozusagen als Dank, kostenlos der
Download der mit neuem Spielkontent und neuen Videosequenzen (incl. Intro) angereicherten
Enhanced Edition angeboten. Dieser ist mit 10,57 GB recht umfangreich und sicher nicht für
jede Bandbreite geeignet. Es handelt sich zunächst also NICHT um einen Patch!
Wie mir selbst aufgefallen ist, kann man diesen Download nur schlecht ablehnen, da einem
dann vom Installer vorgegaukelt wird, dass die Installation nicht vollständig ist. Man
kann ihn aber trotzdem ablehnen und müsste dann aktuelle Patches (momentan wohl 3.3) "von
Hand" ziehen und installieren. Sollte danach der Launcher immer noch versuchen die EE zu
ziehen und nicht zum Punkt "Spiel starten" übergegeangen werden können, müsste man das Spiel
versuchen direkt über die Gameexe zu starten, die im bin-Ordner liegt.
Bei mir war es allerdings so, dass ich aufgrund einer guten Leitung den Download der
Enhanced Edition dankend annahm und damit nahm das Ungemach seinen Lauf. Im April 2012
wurde dieser Download über den sogenannten Pre-Loader zur Verfügung gestellt, der es ermög-
lichte, den Download auch zwischenzeitlich abzubrechen, um später fortzufahren. Dieser Pre-
Loader saugt immer 287 MB große Pakete und speichert sie an einem frei wählbaren Ort auf der
Festplatte. Die zum Download bereitgestellten Pakete sind dabei sogar fehlerfrei, aber durch
einen Fehler in diesem Pre-Loader, wenn ich das richtig verstanden habe, werden Daten oder
Prüfsummen beim Download (speziell die ersten 3 Parts und der 1. Part der Sprachdateien) ver-
ändert und machen somit eine Installierung der EE unmöglich, wodurch natürlich auch die Spiel-
installation selbst beschädigt wird.
Dieser Fehler konnte bis heute (November 2013) noch nicht behoben werden und übersteigt die
Kenntnisse vieler User, also auch meine. Der Frust ist also verständlich! Informiert euch am
besten auf der Herstellerseite oder in einschlägigen Gamer-Foren (Worldofplayers etc.) über
dadurch notwendige "Reparaturmaßnahmen" bzw. alternative Downloadmöglichkeiten. Leider gibt
es hier keine Verlinkungsoptionen und einen Komplettlink will ich hier nicht posten, da sonst
unter Umständen keine Veröffentlichung erfolgt.
p.s. bei Worldofplayers gibt es übrigens auch einen Fix für bzw. gegen die Desktopabstürze,
welche meist aus dem Inventar heraus erfolgen und offenbar durch die deutschen Umlaute verur-
sacht werden.
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am 20. Juni 2011
Nachdem ich den Vorgänger (aufgrund damaliger Hardware-Restriktionen) trotz Interesse nicht spielen konnte, wollte ich mir die neuen Abenteuer des Witchers nicht entgehen lassen.

Atmosphärisch ist den Entwicklern ein großer Wurf gelungen, das Spiel fängt die Atmosphäre der Bücher (die ich an dieser Stelle auch wärmstens empfehlen möchte) perfekt ein. Wen es interessieren sollte, wie Menschen tatsächlich auf die Anwesenheit anderer intelligenter Spezies reagieren würden, hier wird es eindrucksvoll, wenn auch etwas pessimistisch gezeigt. Rassismus, Ignoranz und Gewalt spielen in der Welt des Witchers eine große Rolle. Andererseits ist die Welt, in der all dies passiert, so wunderschön und gespickt mit kleinen Anspielungen auf real existierende Sagen, dass man gern die grimme "Zivilisation" der menschlichen Siedlungen hinter sich lässt und durch die Wälder streift.

Grafisch gehört das Spiel wie bereits gesagt zur absoluten Oberklasse, was noch mehr dadurch unterstrichen wird, dass die Spielwelt auch auf niedrigen Einstellungen sehr schön ist und vor allem stabil läuft.

Am Gameplay werden sich die Geister scheiden. Es ist wahr, im ersten Akt des Spiels, ja sogar schon in der "Tutorial"-Sektion wird man sehr viel öfter sterben als man das aus zeigenössischen Spielen eigentlich kennt. Das Tutorial setzt sich aus kleinen Popup-Fenstern zusammen, die man in der Hitze des Gefechts leider schnell mal übersieht. Dafür können sie aber im spielinternen Journal schnell wieder aufgerufen werden.

Überhaupt wird im ganzen Spiel sehr viel Wert auf besagtes Journal gelegt. Hier kann man z.B. auch Informationen über die verschiedenen Monsterarten, denen man als Monsterjäger nachstellt, einsehen. Und das sollte man auch, denn das Spiel legt insgesamt sehr viel Wert auf die richtige Vorbereitung zur Jagd, sei es nun mit dem Brauen und Einnehmen von Tränken vor kämpfen, oder mit dem Kauf von Büchern über besagte Monstren.
Auch hier wurde wieder das "Feeling" der Bücher sehr gut umgesetzt, man fühlt sich tatsächlich als Hexer, der seiner Beute mit Geschick, Magie und dem Silberschwert nachstellt.

Hat man dann erst einmal das sehr dynamische Kampfsystem durchschaut und ist mit den richtigen Fähigkeiten ausgerüstet, wird das Spiel gegen Mitte des 2. Aktes recht einfach. Das ist allerdings keinesfalls ein Problem, da man sich wie bereits erwähnt bis dahin voll mit dem Helden identifizieren kann und sich folgerichtig fühlt wie der hochgezüchtete Mutant der Geralt von Rivia nun mal tatsächlich ist.

Mein Fazit:
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Spiel das Rollenspiel des Jahres ist, auch wenn es bestimmt nicht jedem gefallen wird. Ein Liebhaberspiel also, das nichtsdestotrotz handwerklich mit zum Besten gehört was man über die letzten Jahre gesehen hat. Durchbeißen lohnt sich!

PS: Wer die nötigen Englischkenntnisse hat sollte sich das Spiel definitiv auf Englisch installieren, die Synchronisation ist meiner Meinung nach sehr viel besser.
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am 14. Juni 2011
Grundsätzlich spiele ich fast ausschließlich Rollenspiele und nachdem Witcher 1 komischerweise komplett an mir vorbeiging hat mich Witcher 2 sofort interessiert und ich hab kurze Zeit nach Release für 40 Euro zugeschlagen. Dafür bekam ich dann auch noch eine Edition, die so viel ich jetzt verstanden habe, limitiert ist. Diese ist wirklich vorbildlich umfangreich. Neben der DVD und einem guten, schwarz-weißen Handbuch (lediglich kleine Übersetzungsfehler) liegen auch noch ein Making-Off + Soundtrack, eine Münze (naja wer's braucht), eine Papierpuppe zum selber bauen (leider zu unbegabt :( ), eine Karte, und ein komplettes Lösungsbuch dabei. Letzteres hab ich wegen Spoiler Gefahr nur kurz durchgeblättert und 1-2 schon gemachte Quests nachgelesen. Es scheint recht gut zu sein, es gibt mehrere (schwarz weiße Karten) und alle möglichen Entscheidungen mit Konsequenzen werden aufgezeigt.
Aber jetzt zum Spiel selbst. Der Einfachheit halber teile ich meine Bewertung in verschieden Kategorien auf.

GRAFIK 10/10
Die Grafik ist absolut klasse. Alles wirkt sehr harmonisch, vor allem Flotsam und der umgebende Wald sind sehr gut gelungen. Auch läuft das Spiel bei mir absolut ruckelfrei auf Maximalen Details (Sys: AMD Phenom 2 X4, GTX 285, 4GB Ram, Win 7)
Die Charaktere sehen durch die Bank gut aus und sind wunderbar animiert (Besonders die Frauen ;) ). Und auch die Zaubereffekte können sich sehen lassen. Hier bietet Witcher 2 wirklich alles, auch wenn mir persönlich Grafik nicht sonderlich wichtig ist.

SOUND/MUSIK 10/10
Die Musik ist immer stimmig und passend aber nicht aufdringlich. Die Vertonung der Charaktere ist absolut Spitze wenn auch manchmal nicht Lippensynchron. Besonders hervorheben kann man hier Vernon Roche, mMn eine klasse deutsche Synchronstimme. Über Geralt kann man sich in der Hinsicht Streiten, ich find seine Vertonung aber weitestgehend ganz gut, wenn auch etwas nüchtern und emotionslos.
Zur englischen Synchro und inwieweit sie der deutschen Überlegen ist, kann ich nichts sagen, da ich mit der deutschen Synchro Top zufrieden war.

GAMEPLAY 9/10
Die Steuerung ist klassisch und mittlerweile komplett frei konfigurierbar. Gut gefallen hat mir das kleine Menü, in dem man ein Zeichen wählen kann. Während alles in Zeitlupe weiterläuft hat man Zeit alles auszuwählen. Schön gelöst. Weniger gut dagegen sind die Zeiten die es dauert um Gegner zu looten, fand ich störend da immer so lang zu warten. Außerdem ist auch das Tränke einnehmen auf Dauer etwas langatmig, weil da schon mal gut und gerne 30 sec. vergehen, trotzdem ist auch das wie alles im Spiel klasse animiert.
Die Ladezeiten sind mit 10-20sec. vorm Spielstart human, im Spiel selbst gibt es kleine Ladezeiten beim betreten von Häusern oder anderen Arealen, teilweise allerdings auch nur eine kleine Schwarzblende, was summa summarum nicht weiter dramatisch ist.

SKILLS 8/10
Wirklich verschieden Klassen bietet Witcher nicht. Man kommt nicht drum herum mit dem Schwert zu kämpfen und Magie zu nutzen. Alchemie dagegen braucht man erst auf den höheren Schwierigkeitsgraden. Man legt so lediglich fest auf was man sich eher spezialisiert. Ein reiner Magier ist kaum möglich. Auch fehlt mir ein Bogenschütze, lediglich mit Bomben/Messern kann man über Entfernung ohne Magie kämpfen, etwas schade. Trotzdem sind die Skills weitestgehend gelungen und nützlich, am Ende jedes Talentbaumes wartet zusätzlich ein richtig mächtiger neuer Modus/Angriff/Zeichen. Außerdem sind die Skills gut ausgewogen, lediglich Quen erscheint mir zu mächtig, da es Schaden komplett abhält und zusätzlich reflektiert.

MONSTER 9/10
Monster gibt es eher wenige, doch dafür schön gestaltete, wie etwa die Nekkar die sich im Boden einbuddeln, oder riesige Ameisen die von den Bäumen geklettert kommen. Highlight sind die Bossmonster die erfordern einiges an Taktik und ein Gefühl der Befriedigung stellt sich ein, wenn das Monster letztlich tot am Boden liegt.

BALANCING 8/10
Zu Beginn ist Witcher 2 auf normal schon richtig knackig. Im ersten Akt bin ich gut und gerne 30mal gestorben, in Akt 2+3 dagegen höchstens 5mal und davon 3 mal beim Endgegner. Das zeigt schon das Witcher 2 vom extrem hohen, aber auch schön fordernden Schwierigkeitsgrad, immer leichter wird. Zum einen sind man daran schön die Entwicklung des Charakters zum anderen hätte ich mir ein paar stärkere Gegner zum Schluss gewünscht. Trotzdem ist Witcher 2 bei weitem kein einfaches Spiel sondern richtig schön fordernd, vor allem die Bosse die am Kapitelende warten. Für Anfänger kann dies teilweise frustend sein denke ich. Ich wurde auf normal bzw. beim zweiten Mal schwer gut gefordert.
Edit: Der neuste Patch 1.2 scheint mir das Spiel etwas vereinfacht zu haben zu Beginn, kann ich aber nicht definitiv sicher sagen.

NEBENQUESTS 10/10
Das Spektrum an Nebenquests ist recht groß. Neben einfachen töten Aufgaben gibt es auch komplexere. In denen Entscheidungen gefragt sind. Ein augenscheinlich einfaches Quest, in dem ein fieser Troll getötet werden soll, hat bei genauerer Betrachtung noch ganz andere Facetten, den der Troll ist eigentlich richtig nützlich und steckt lediglich in einer Krise, wer jetzt Mitleid mit dem Koloss hat, kann im helfen und so auch Flotsams Handel fördern. Wer lieber schnell das Kopfgeld möchte kann ihn aber trotzdem töten.
Auch gibt es zahlreiche sehr kreative Quest, so messen wir uns im Messerwerfen, oder müssen das, durch übermäßigen Alkoholgenuss ausgelöste, Blackout des letzten Abends aufarbeiten.
In grundsätzlich jeder Siedlung, können wir uns im Würfeln, Armdrücken und Boxen messen. Diese Minispiele bringen Geld und ein wenig Erfahrung. Manchmal werden wir sogar hier vor Entscheidungen gestellt. Entweder können wir den finalen Boxkampf gewinnen und so Ruhm und Ehre + viel Erfahrung einheimsen, oder wir treffen eine Vereinbarung mit dem Veranstalter, verlieren gewinnen so viel bei Sportwetten, da jeder auf uns gesetzt hat und bekommen zusätzlich eine nette Anspielung auf die Krake Paul. Allerdings bekommen wir hierbei etwas weniger EP und haben einen neuen Feind hinzubekommen.
Alles in allem sind die Quests in Witcher 2 fast alle sehr gelungen, wenngleich es vor allem im 3.Akt etwas wenige sind. Außerdem find ich die EP für die NQs bemessen. Man bekommt meist recht wenig, wobei man für HQs so viel bekommt, dass man gleich 3 Level aufsteigt.

HAUPTQUEST/STORY 10/10
Aus Spoiler Gründen werde ich hier nicht allzu viel verraten. Nur so viel die HQ ist durchgehend spannend und fesselnd, es kommen kaum Längen auf. Zusätzlich gibt es massig Entscheidungen zu treffen, die sogar den Ort des 2.Aktes bestimmen.
Auch das Ende ist überraschend und man ich musste nicht das tun was ich von Anfang an als unausweichlich angesehen habe.
Die Story an sich ist auch gut gelungen, allerdings gibt es da einige Logiklücken oder mir kam es so vor. Generell ist die Story sehr politiklastig und teilweise Gesellschaftskritisch, was mir aber ausgesprochen gut gefallen hat.

FAZIT
Witcher 2 ist ein herausragendes Spiel mit klasse Quests, Story und Inszenierung. Daher kann ich es jedem RPG Fan uneingeschränkt empfehlen.
Aufgrund der nur sehr sporadischen Mängel käme ich auf 9,25 Punkte im Schnitt, womit sich Witcher 2 für mich klar volle Punktzahl und somit 5 Sterne verdient. Mein Spiel des Jahres 2011!

PS: Hab nun endlich auch W1 nachgeholt und kann auch dieses Spiel uneingeschränkt empfehlen. Man sollte es auch unbedingt vor TW2 spielen um ein eigenes Savegame zu importieren.
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