Kundenrezensionen


139 Rezensionen
5 Sterne:
 (53)
4 Sterne:
 (37)
3 Sterne:
 (19)
2 Sterne:
 (10)
1 Sterne:
 (20)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


76 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung auf engstem Raum
Eingesperrt. Allein. Irgendwo, abgeschnitten vom Rest der Welt. Um einen herum nur enge Wände. Mangelnde Bewegungsfreiheit. Wie komme ich alleine hier raus ? Werde ich denn hier rauskommen ?!
Man muss kein hundertprozentiger Klaustrophobiker sein, um sich eine solch beängstigende Situation und die damit verbundene Stress- / Panikreaktion vorstellen zu...
Veröffentlicht am 15. April 2011 von S. K.

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beklemmend
Dieser Film ist der eindrückliche Beweis, wie man mit absolut eingeschränkten finanziellen Mitteln, einem einzigen Darsteller und ein paar wenigen Requisiten einen ganzen Film zusammenbekommt. Und nicht mal einen schlechten, sondern einen durchwegs spannenden.

Trotzdem vergebe ich nur 3 Sterne. Dies wegen diverser Unstimmigkeiten, logischen Fehlern...
Veröffentlicht am 11. Juli 2011 von Sheldon


‹ Zurück | 1 214 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

76 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannung auf engstem Raum, 15. April 2011
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Eingesperrt. Allein. Irgendwo, abgeschnitten vom Rest der Welt. Um einen herum nur enge Wände. Mangelnde Bewegungsfreiheit. Wie komme ich alleine hier raus ? Werde ich denn hier rauskommen ?!
Man muss kein hundertprozentiger Klaustrophobiker sein, um sich eine solch beängstigende Situation und die damit verbundene Stress- / Panikreaktion vorstellen zu können. Es ist vielleicht der größte Albtraum eines jeden Menschen, hilflos da zu liegen und auf Rettung zu hoffen. Oder sich mit seinem unausweichlichen Schicksal abzufinden.
Aus diesem Urangst-Szenario einen spannungsfördernden Leinwand-Film zu machen, kämen wohl nur die wenigsten Hollywood-Studios, wenn überhaupt. Alles was nicht teuer, aufwendig oder in irgendeiner Weise spektakulär-schockierend ist, fasst man ungerne an, wenn sich daraus schwer ein Boxoffice-Erfolg errechnen lässt. Genau hier kommen Leute aus der Independent-Szene ins Spiel, die nicht davor scheuen, mit geringem Budget und viel Kreativität ein kleines Film-Experiment zu starten.
Der (noch) unbeschriebene Regisseur Rodrigo Cortés zeigt mit seinem Debutfilm "Buried - Lebend begraben" ein enormes Talent. Mit einfachsten Mitteln, einem konsequent eingegrenzten Handlungsort und einem einzigen, aktiv spielenden Hollywood-Mimen (Ryan Reynolds) gelang ihm eine kleine Kino-Sensation, die bestens funktioniert. Ohne Effekte, ohne Bombast-Action und ohne hohen Blutzoll.

Völlig desorientiert wacht der Amerikaner Paul Conroy in völliger Dunkelheit auf. Er weiss zunächst nicht wo er sich befindet. Er weiss nur: es ist heiss, eng und stickig. Mittels eines Armee-Feuerzeugs bringt er Licht ins Dunkel, und kommt zur schockierenden Erkenntnis, dass er in einem Sarg liegt - lebendig begraben. Schnell schießen die Erinnerungen hoch:
Paul war als Truckfahrer eines US-Konvois mitten im Irak unterwegs, als Aufständische angriffen und jeden bis auf ihn töteten. Neben dem Feuerzeug findet er mehrere Knicklichter, eine Taschenlampe, ein Messer und ein fremdes Handy. Über letzteres nehmen die Entführer mit ihm Kontakt auf und verlangen innerhalb kürzester Zeit ein millionenschweres Lösegeld für sein Leben, sonst lassen sie ihn unten langsam und leise vor sich hinsterben.
Verzweifelt versucht er Hilfe von außen zu bekommen, sei es über seinen Arbeitgeber, den Geheimdienst oder einem Kidnapping-Spezialisten, der vor Ort operiert. Wenngleich ihm gerade Letzter viel Mut zuspricht, schleicht sich die Befürchtung ein, dass ihn niemand rechtzeitig finden wird, geht der Sauerstoff im Sarg doch nach und nach zur Neige...

"Buried" ist sicherlich nicht der erste Beitrag in der Filmgeschichte, dessen Handlung in einen physisch eingeengten Raum abläuft. Schon Altmeister Hitchcock wusste diesen Kniff in seinem Klassiker "Cocktail für eine Leiche" zu nutzen und beschränkte sich auf ein einziges Apartment als Handlungsschauplatz. Ebenso Joel Schuhmacher, der Colin Farrell in einer Telefonzelle Todesängste durchstehen ließ ("Nicht auflegen !"), und Jodie Foster durfte zusammen mit Filmtochter Kristen Stewart in David Finchers "Panic Room" in der Falle sitzen. Doch anders als seine Vorbilder vermittelt Cortés' Film die klaustrophobische Enge so greifbar realistisch wie kein anderer Film mit ähnlicher Thematik.
Die gesamten 1 1/2 Stunden verlässt die Kamera (abgesehen von zwei imaginären Totalaufnahmen) nie das Innere der Holzkiste, die Kamera klebt immer dicht am Körper des Insassen wider Willen. Wer an eine ewig starre (und damit automatisch langweilig werdende) Bildfolge der Geschehnisse denkt, der irrt, und zwar mächtig. Der Sarg wird aus allen möglichen Blickwinkeln fotografiert, Gleiches trifft auf seinen Gefangenen zu. Neben der besagten, toll visualisierten Enge ist auch die spärliche Beleuchtung ein unschätzbarer Stimmungsförderer. Mal ist es das Feuerzeug, mal eines der Knicklichter oder auch nur das beleuchtete Display des Handys, das dem unterirdischen Käfig eine neue, noch erdrückendere Atmosphäre verleiht. Leises Rieseln einsickernden Sandes und die Dehngeräusche der Holzlatten, gegen die sich Paul mit aller Anstrengung stemmt, machen die Angstkulisse perfekt.

Ein überzeugendes Gefühl des Eingesperrt-Seins setzt aber nur dann ein, wenn der Mensch darin glaubwürdig rüberkommt, und genau hier rückt Ryan Reynolds in den Vordergrund.
Selten war der Begriff "One-Man-Show" in einem Film so zutreffend wie hier. Zwar leihen ein paar andere Schauspieler am anderen Ende der Handy-Leitung ihre Stimmen, doch es ist ausschließlich Reynolds Verdienst, dass der Zuschauer am Ball bleibt. Der Kanadier, der mehr für seine Arbeiten im Komödien- und Action-Fach bekannt ist, entlädt alle denkbaren Emotionen aus sich heraus: Panik, Angst, Wut, Trauer, Unentschlossenheit, Misstrauen, Verzweiflung... Dabei bleibt er in seiner Darstellung stets bodenständig und vermeidet es, sich im kontraproduktiven Overacting zu verlieren. Auf diesem Wege schafft er es, dass der Zuschauer gar nicht anders kann als mit ihm zu fiebern, mit ihm zu leiden. Sein wechselnder Gemütszustand, von leichter Hoffnung bis hin zur Selbstaufgabe, fesselt ungemein.
Es würde mich stark wundern, wenn er nach dieser Glanzleistung weiterhin nur auf seinen Spaßvogel- bzw. Muckiboy-Rollen sitzen bleibt. Dieser Mann kann viel mehr, man muss ihn nur lassen. Darum hoffe ich, dass "Buried" nicht als einmaliger Sonderfall in seiner Filmographie auftauchen wird.

Fazit:
Ich hätte nie gedacht, dass 90 Minuten in einem Sarg tatsächlich so packend und dramatisch sein können. Regisseur Cortés steigert die Spannung seines erdrückenden Psycho-Thrillers langsam, aber stetig weiter, bis fast ins Unerträgliche, und die Leistung von Ryan Reynolds ist einfach nur top. Dank dieser Beiden erlebt man eine emotionale Tour de Force sondergleichen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Kleines Budget, große filmische Herausforderung - prächtiges Kinoerlebnis.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kammerspiel unter dem Sargdeckel, 17. April 2011
Von 
Ophelia (Helsingör) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben (DVD)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Ein sich ziemlich unter die Haut schleichender Psycho-Horror mit nur einem einzigen unterirdischen Schauplatz. Unterm Strich vielleicht eher ein filmisches Experiment, als ein Unterhaltungsfilm; und eher eine zynische Konfrontation mit einer Grundangst, als die Inszenierung zünftigen und echten Horrors.

Ein Rappeln in der Kiste. Zunächst bleibt die Leinwand schwarz. Schnaufen, ächzen, irgendwann Brüllen: Lebendig begraben - der Alptraum schlechthin - fast eine Urangst. Irgendwann flackert gelblich ein Sturmfeuerzeug auf: Paul Conroy ein LKW Fahrer, erwacht plötzlich unter irakischem Wüstensand - in einem Sarg begraben. Er muss mit minimalsten Mitteln versuchen einen Ausweg aus dieser tödlichen Lage zu finden. Möglichst schnell, der Sauerstoff scheint nicht lange auszureichen.

Es gehört zu den stilistische Eigenheiten des Films, dass dem Zuschauer durch die Kamera die Perspektive des Begrabenen schier aufgezwungen wird. Man bekommt fast das Gefühl Seite an Seite mit dem armen Paul im Sarg zu liegen. Und ich muss sagen Hut ab, was die Kamera aus dem kleinen Raum herausholt, aus diesem einem Gesicht und den wenigen beleuchteten Objekten, das kann man schon bewundern, auch wie visuell überzeugend BURRIED insgesamt daher kommt.

Wenn ein Regisseur sich so heftig einschränkt und sich vom Schauplatz her auf 2qm begrenzt, dann sind ihm schon etwas die Händegebunden, wenn nicht mal ein zweiter Darsteller zur Verfügung steht. Stellt sich die Frage, wie füllt man damit 90 Minuten Film? Da muss der Spanier Rodrigo Cortés storytechnisch schon was in der Hinterhand haben. Dazu möchte ich eigentlich nicht allzu viel verraten, nur - ja, es gelingt Cortés die Filmminuten zu füllen....und na ja, Paul steht in seinem Sarg immerhin ein Handy zur Verfügung und somit gibt es immerhin Dialoge. Für das Drehbuch hat man sich eine kleine Schnitzeljagd ausgedacht, die ohne Bewegungsfreiheit auskommt. Sogar ein politischer Kontext lässt sich ausmachen.

Häh? Der sonst eher als Prinz Charming bekannte schönlinghafte Ryan Reynolds (Verliebt in die Braut) beweist in diesem bitterbösen auf die einzige Frage hinauslaufenden "wird-er-überleben-Schocker" ziemliche darstellerische Klasse. Als schwitzender, schwer atmender Underdog macht er eine ganz gute Figur. Ich meine damit, er durchlebt hier sehr begreiflich diese Extremsituation, er verhält sich weder besonders klug, noch beherrscht, noch sonst irgendwie besonders, das ist echt. Er hat Angst. Und er ist überzeugend in seinen Stimmungsschwankungen. ;-) Seine vielen "Fu*ks!" kann man jedenfalls sehr gut nachvollziehen.

Schaurig komisch:
Diese durchweg unbefriedigenden Handy-Gespräche ... Vom Sarg aus betrachtet, erscheint uns Amerika als fernes Land der Bürokratie und der Herzlosigkeit. Man fragt sich irgendwann: Macht Regisseur Cortés aus Paul einen Kolalateralschaden? Oder ist das einfach die Misere des heutigen Arbeitnehmers.
"Wie lautet ihre Versicherungsnummer?" Richtige Schockmomente gibt es hier jedenfalls keine und der typische Mainstreamgucker dürfte sich evtl. langweilen, ebenso der, welcher auf klassischen oder blutrünstigen Horror aus ist. Rodrigo Cortés zelebriert irgendwie mehr den Zynismus, als unbedingt den Horror. Oder die Traurigkeit. Die Telefongespräche verraten jedenfalls auch bald die offenkundige Leere in seinem Leben.
Die Wendungen und Drehungen der Kamera sind toll. Die Wendungen und Drehungen der Story wirkten auf mich dann doch manches mal etwas bemüht, die "animalische" und die "Chef-Sache" dann sogar an den Haaren herbei gezogen, aber es gelingt BURRIED doch immer wieder zur Nachvollziehbarkeit zurückzukehren. Wenn es dann doch manchmal etwas länger dauert. Aber bevor man es sich allzu gemütlich einrichten will, mit dem ganz netten Paul in der Kiste, kommt dann doch noch ein klaustrophobisches Sahnehäubchen oben drauf.

Übrigens: Der Film spielt nicht in Echtzeit, sondern erstreckt sich über einen Zeitraum von knapp drei Stunden (das erste Mal schaut Conroy um 6.12 Uhr auf die Uhr, das Ultimatum läuft um 9 Uhr ab).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Hat Amerikaner Luft?", 26. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben (DVD)
Als ich "Buried" hier entdeckte, dachte ich mir: Nette Idee, muss ich mir mal anschauen.
Das mich ein derartiger billig gemachter Film so umhauen würde hätte ich mir im Nachhinein nicht gedacht!

Die Story wurde schon des öfteren hier wiedergegeben deswegen spar ich mir das. Es stellt sich bei diesem klaustrophobischen Thriller eigentlich durchgehend nur eine Frage: Wird der Protagonist überleben?
Mich persönlich hat es weniger interessiert wieso, weshalb und warum der Typ da eingesperrt ist.
Ich selbst leide nicht an Platzangst, habe mir den Film aber mit jemandem angeschaut der definitiv unter Platzangst leidet. Diese Person hatte permanent "Sauerstoffmangel" und hatte das Gefühl schlecht Luft zu bekommen. Und mir ging es teilweise auch so!
Wenn man sich auf die Figur einlässt, sich das vorstellt da eingesperrt zu sein... Krass!

Der Film spielt 93 Minuten in diesem Sarg, es gibt nur einen Darsteller.
Dennoch war ich von der ersten Minute an voll dabei. Der Spannungsbogen baut sich stetig auf - Nach den ersten 30 Minuten zieht er rasant an bis zum heftigen Finale. Kann man sich nicht vorstellen "in so einer Situation" aber das muss man mal gesehen haben.

Die Logiklöcher der Kritiker kann ich verstehen, fallen aber bei mir nicht ins Gewicht da man nicht viel Zeit hat darüber nachzudenken. Ausserdem ist es es immer noch "nur" ein Film der Unterhalten soll.

Bild und Ton dieser DVD sind ebenfalls TOP!
Ich kann diesen "billig" gemachten Thriller nur weiterempfehlen. Der Wahnsinn!
Und: Personen die bis jetzt keine Platzangst kannten, werden sie wohl das erste mal verspüren ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packender "One-Man Show"-Thriller!, 14. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben (DVD)
Lange wollte ich diesen Film sehen. Schon bei "Kill Bill Vol. 2" dachte ich: "Das wäre eine geniale Idee für einen kompletten Film!" Und tatsächlich, Rodrigo Cortes machte aus einer ungewöhnlichen, aber sehr großartigen Idee (inspiriert von Hitchcock) einen ebenso genialen Film!

Der Trucker Paul findet sich plötzlich unter der Erde begraben, lebendig. Bei ihm ist nur ein Feuerzeug und ein Handy...

Simpel und fies zugleich. Wer Angst vor zu engen Räumen hat, der sollte bei "Buried" aufpassen, denn Cortes versteht es eine sehr beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Da der Film eigentlich ausschließlich in dem Holzsarg spielt, ist es umso bewundernswerter, dass "Buried" es immer wieder schafft den Zuschauer mit unvorhersehbaren Wendungen und dem großartigen Spiel von Ryan Reynolds den Zuschauer zu fesseln. Apropos: Reynolds war nie mein Lieblings-Schauspieler aus Hollywood, doch hier sieht man, was er kann, wenn er nur den richtigen Film macht. "Buried" lebt natürlich durch ihn, weil man die ganze Zeit bei ihm ist, man seine Panik, Angst und Wut deutlich mitfühlen kann. Der Film ist eine One-Man-Show und das macht "Buried" so faszinierend.
Was mich an diesem Psycho-Thriller besonders gepackt hat, ist die Tatsache, dass man als Zuschauer genau so schlau ist, wie Paul selbst. Alles, was er erfährt und hört von den Telefonaten, zweifelt er an, genau wie man selbst, doch anders, als bei vielen Filmen, wo man zum Beispiel zwischen durch mal eine Szene der Terroristen oder des FBI's sehen würde, ist man hier sehr real an den Holzsarg gebunden und weiß nicht, wem man vertrauen kann und wem nicht.
Auch die unterschwellige Botschaft des Films kommt sehr gut rüber, der sozialkritische Aspekt von "Buried" nimmt einen großen Platz ein und schnell stellt man sich vor, wie es wäre, wenn man selbst in so einer unmenschlichen Situation stecken würde.

In der Hinsicht finde ich das Ende auch sehr gelungen und passend, wem es nicht gefällt, gut, aber es rundet den Film sehr gut ab, aber das soll jeder selber sehen.

Kritisieren könnte man einige Ungereimtheiten in Bezug auf Logik (die Schlangenszene oder die Tatsache, dass man innerhalb von Sekunden ein Video senden kann), aber "Buried" funktioniert einfach so gut und ich akzeptiere so kleine Macken. Aber deswegen den Film schlechter bewerten, nein.
Ebenso finde ich den Gebrauch von Musik (also die reine Filmmusik) etwas deplatziert, der Film hätte mit Sicherheit ohne Musik noch besser gewirkt, andererseits ist es sehr nett, wenn die Musik unterschwellig eine bestimmte "Richtung" des Films andeutet und dann plötzlich etwas ganz anderes passiert! Zudem ist die Eröffnung durch Victor Reyes' Score einfach toll, die Musik wirkt so kompromisslos.

Fazit: In ca 17 Tagen wurde der Film gedreht mit weniger als 3 Million Dollar. Ich schätze mal, das Teuerste war Ryan Reynolds... Doch hier sieht man einfach wie viel besser eine irrwitzige und geniale Idee mit wenig "optischen Reizen" besser unterhält, als ein großer Blockbuster mit hohlen Figuren und aufgesetzten Effekten. "Buried" ist kurzweilig, spannend, nervenaufreibend, fies und mitreißend!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Wie lautet Ihre Versicherungsnummer?", 20. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben (DVD)
Alfred Hitchcock, der ein Faible für in beengten räumlichen Verhältnissen spielende Geschichten hatte und auch mehrere solche filmisch umgesetzt hat, träumte nach eigenem Bekunden immer davon, mal einen ganzen Film in einer Telefonzelle spielen zu lassen.
Spätestens mit Joel Schumachers "Nicht auflegen!" 2002 wurde diese Idee tatsächlich umgesetzt, aber 2010 setzte Rodrigo Cortés mit "Buried - Lebend begraben" noch eins drauf und ließ den gesamten Film in einem Sarg spielen.
In diesem findet sich der Lastwagenwagenfahrer Paul (Ryan Reynolds) wieder, nachdem sein Konvoi im Irak von Aufständischen überfallen wurde.
Seine einzige Hoffnung auf Rettung ist ein fremdes Handy...

Bemerkenswerterweise kommt während der gut 90 Minuten, die tatsächlich ausschließlich in dem Sarg spielen und von Ryan Reynolds ganz allein getragen werden (die diversen Gesprächspartner Pauls sind lediglich Sprechrollen), in keinem einzigen Moment Langeweile auf.
Dadurch kommt man erfreulicherweise auch kaum dazu, sich über diverse kleinere Logiklöcher und Erklärungslücken Gedanken zu machen:
Sollte es für FBI, Regierung, Polizei und andere Behörden tatsächlich nicht möglich sein, ein eingeschaltetes Handy, welches sich nicht in einem Funkloch befindet, zu orten?
Warum fängt die Kiste aus massivem Rohholz kein Feuer?
Kann eine relativ kleine Schlange sich durch massives Holz arbeiten beziehungsweise falls das Loch im Sarg schon vorher dagewesen sein sollte, warum ist dann nicht auch schon vorher zumindest ein bisschen Sand eingedrungen?
Statt sich mit solchen kleinlichen Überlegungen aufzuhalten, verfolgt man gebannt die Mischung aus nervenaufreibendem Thriller und einer erschreckend wirklichkeitsnahen Form von bitterböser Realsatire, die Paul während seiner telefonischen Odyssee erlebt:
Warteschleifen, Anrufbeantworter, Gesprächspartner, die nicht zuständig und schon gar nicht verantwortlich sein wollen, Fragen und Formalitäten, die angesichts der bedrohlichen Situation Pauls, dem im wahrsten Sinne des Wortes allmählich die Luft ausgeht, geradezu irre anmuten wie die Frage nach seiner Versicherungsnummer, bei der nicht nur Verwaltungsgeschädigten ein bitteres Lachen im Halse stecken bleiben dürfte.
Aber es kommt noch schlimmer und aberwitziger: Pauls Entführer meldet sich telefonisch und verlangt Lösegeld und per Telefongespräch wird Paul sein Job gekündigt, damit im Fall seines Ablebens keine Versicherungsleistungen an seine Familie gezahlt werden müssen, was in mir Erinnerungen an den Fall geweckt hat, als ein deutscher Angestellter des öffentlichen Dienstes vor mehreren Jahren in Südamerika entführt wurde und ihm nach seiner Befreiung zuallererst von seinem Arbeitgeber die versäumten Arbeitstage vom Urlaub beziehungsweise vom Gehalt abgezogen wurden.
Auch Gedanken an die tatsächlich existente Regelung, nach der, wenn ein Bediensteter während einer Dienstreise stirbt, die Dienstreise damit beendet ist, drängen sich auf...

Einen ganzen Film alleine tragen zu müssen, ist mit Sicherheit nicht einfach und Ryan Reynolds wird dieser schwierigen Aufgabe auch durchaus weitgehend gerecht (was ich ihm offen gestanden gar nicht unbedingt zugetraut hätte - Respekt!), wenngleich ich mir teilweise doch etwas weniger Gekeuche und stattdessen ein wenig mehr Subtilität und mimischen Ausdruck gewünscht hätte.
Allerdings gelingt es der für den extrem beengten Handlungsort überraschend beweglichen Kamera erstaunlich gut, Reynolds Spiel hier bestmöglich in Szene zu setzen und zu unterstützen.

Unterm Strich ist "Buried" ein zwar nicht ganz perfekter, aber überraschend gut gelungener feiner kleiner und richtig schön böser Thriller, der seine Idee fesselnd umzusetzen versteht und einfach 90 Minuten lang gut unterhält.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 90 Minuten + ein Schauspieler = Hochspannung bis zum Schluß, 6. Oktober 2012
Von 
Sarah H. "Lioness" (Landkreis Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben [Blu-ray] (Blu-ray)
Buried - lebendig begraben (OT: Buried] ist ein Thirller aus dem Jahr 2010 und entstand unter der Regie von Rodrigo Cortés. Erwähnenswert isr, dass der Film nur einen einzigen Schauplatz sowie nur einen einzigen Schauspieler (Ryan Reynolds).

Paul Conroy, ein amerikanischer Truckfahrer, der um mehr Geld zu verdienen im Irak Güter in einem Konvoi ausliefert, wacht eines Tages, nach einem Angiff, auf den Konvoi in völliger Finsternis auf. Conroy liegt begraben unter der Erde in einem Sarg, mit nichts als einem Handy und einem Feuerzeug. Es beginnt ein Rennen gegen die Zeit.

Allgemein:
Buried ist einer jener Filme, von denen man meint, dass sie gar nicht gut sein können. Ein Schauspieler, den man 90 Minuten nur in einem Sarg sieht... wie kann so etwas sehenswert sein. Die Wahrheit ist, dass ich diese Frage nicht beantworten kann... aber es ist so.
Ryan Reynolds macht hier eine wirklich gute Figur und spielt packend und emotional den begrabenen Truckfahrer. Der Film fängt langsam an und nimmt nach und nach Fahrt auf, bis man selber emotional und nervlich absolut angespannt ist. Es ist filmisch eine unblaubliche Leistung, wenn man aus so wenig, so viel macht. Buried ist ein Film, dem man folgen muss. Also kein Film zur abendlichen Berieselung, vor dem zu Bett gehen. Man sollte sich hineinversetzen... hineinknien in diese Geschichte. Man muss das Zimmer abdunkeln und die richte Atmosphäre schaffen... dann wird man sich gefesselt von der Story vorfinden.

Bild:
Sind durchgehen auf gutem Niveau. Der Schwarzwert ist nicht optimal, für einen Film, der ausschließlich dunkle Szenen zu bieten hat.

Ton: Buried besticht durch einen dt. HD-Ton. Der Film besteht zwar zu 99% aus Dialogen und bietet ansonsten wenig andere Geräusche, aber auch der kleinste Schluchzer kommt einfach fantastisch herüber. Vom Ton her hab ich nichts auszusetzen (da müsste sich so manch ein Film mit Special Effects eine Scheibe von Abschneiden).

FAZIT:
Wer kein Problem mit dialoglastigen Filmen hat und sich auf die Story einlässt, der wird definitiv seinen Spaß an dem Film haben.
Der Film ist emotional Aufrührend bis zur letzten Minute.
________________________________________
Gesamtwertung setzt sich wie folgt zusammen:
Story: *****
Bild:****
Ton:*****
Extras:****
-------------
Gesamt:*****
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Hochspannung? Tiefspannung!, 29. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben (DVD)
Schon Edgar Allan Poe beschäftigte in seinen Horrorgeschichten die existenzielle Angst, lebendig begraben zu werden. Selten wurden Verzweiflung und Hilflosigkeit allerdings so eindringlich und beklemmend dargestellt wie in dem Film von Rodrigo Cortés. "Buried - Lebend begraben" (2010) ist ein minimalistisches Meisterwerk mit dem Zeug zum absoluten Kultklassiker. Es ist schon erstaunlich, wie viel man aus einem Mann mit Mobiltelefon im Sarg machen kann. Obwohl man im Film aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse nicht viel von Ryan Reynolds sieht, ist es für ihn sicherlich eine willkommene One-Man-Show. Das Verhalten des Betroffenen ist meiner Meinung nach zwar nicht immer nachvollziehbar, aber Menschen reagieren in Extremsituationen ja bekanntlich unterschiedlich. Wie würde man selbst sich in dieser Situation verhalten? Was würde man selbst tun? Natürlich ist dies "nur ein Film", doch es könnte jedem passieren! Wer dieses klaustrophobische Gruselszenario visuell miterlebt, erhält jedenfalls eine gute Vorstellung davon wie schrecklich es sein muss keine Bewegungsfreiheit mehr zu haben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 11. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben (DVD)
Der Film hätte ein guter Thriller werden können. Einer, bei dem man am Ende des Films aufatmet und sich sagt: Mensch, war das spannend. Als man das gerade tun will, kommt die große Überraschung. Überhaupt ist dieser Film voller Überraschungen. Das hätte ich mir nicht vorstellen können. Ein Mann in einer Kiste unter der Erde und dann gibt es Überraschungen und Wendungen? Wie denn? Wenn man diesen Film sieht, und den Mann, mit welchen Dingen er sich beschäftigen muss im Angesicht des wahrscheinlichen Todes, da wurde mir bewusst, in welcher Welt wir eigentlich leben. Nein, das ist kein guter Film. Nicht in dem Sinne". So etwas will ich persönlich nicht sehen. Ich will ein gutes Ende. Eines, worauf ich den ganzen Film gehofft habe. Dann hätte ich aufgeatmet, mir den Schweiß von der Stirn gewischt und gesagt, der Film war gut. So hat mich der Film zu guter Letzt über alle Maßen entsetzt. Das letzte Bild ist schwer aus dem Kopf zu kriegen. Dennoch habe ich 5 Sterne vergeben. Mir gefällt der Spannungsbogen, der konstant gehalten wurde, mir gefallen die überraschenden Wendungen und die unglaublich gute Leistung des Schauspielers. Insofern ist der Film der Hammer. Alles andere wäre unfair.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beklemmend, 11. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben (DVD)
Dieser Film ist der eindrückliche Beweis, wie man mit absolut eingeschränkten finanziellen Mitteln, einem einzigen Darsteller und ein paar wenigen Requisiten einen ganzen Film zusammenbekommt. Und nicht mal einen schlechten, sondern einen durchwegs spannenden.

Trotzdem vergebe ich nur 3 Sterne. Dies wegen diverser Unstimmigkeiten, logischen Fehlern und weil das Verhalten des Protagonisten gegen Ende unlogisch ist und deshalb auch ziemlich nervt. Das Ende hingegen ist wirklich toll gemacht.

Fazit: Durchaus sehenswert, aber kein Knaller
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mir persönlich zu langweilig und zum Teil unlogisch., 9. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Buried - Lebend begraben (DVD)
Also, ich habe tatsächlich bis zum Ende durchgehalten und war ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht obwohl ich eigentlich mit positiver Erwartung an den Film rangegangen bin.

Einiges war total unlogisch, zwar nur Kleinigkeiten, aber es ist mir trotzdem aufgefallen.
Z.B. dass Paul sich 2 mal im Sarg komplett umgedreht hat (vom Kopfende zum Fußende und zurück), man aber später in einer Aufnahme von oben gesehen hat, dass er so eng ist, dass seine Schultern schon die Seiten des Sarges berühren... Er hätte sich also komplett zusammenfalten müssen, um sich umzudrehen.
Die Schlange kam durch ein Loch in den Sarg - warum kam zu diesem Loch nicht ständig Sand rein bevor Paul den Lappen rein gesteckt hat?
Warum hat er die Schlange nicht mit seinen dicken Truckerstiefeln getötet?
Einmal stand auf dem Handydisplay "No Service" und Paul hat trotzdem gewählt und jemanden angerufen.
Als der Typ von der Personalabteilung Paul mit irgendwelchem Mist zuquatscht und das Gespräch aufnimmt - warum flucht er die ganze Zeit nur und legt nicht einfach auf (und ruft statt dessen diesen Dan an) obwohl der Akku immer leerer wird ? Er hat doch schon gemerkt, dass von dem Personal-Typ keine Hilfe zu erwarten ist.
Okay, in so einer Situation handelt man sicher nicht immer logisch, trotzdem war das für mich ein bisschen zu viel des Guten...

Davon abgesehen fand ich es irgendwie allgemein langweilig, es hat sich (außer dann am Ende) bei mir keine wirkliche Spannung aufgebaut, vermutlich auch deshalb, weil Paul zwar immer gesagt hat er bekomme keine Luft, wirklich gemerkt hab ich das aber nicht. Er hat nicht nach Atem gerungen oder so (und wenn doch dann sah es nach Angst aus, nicht nach Atemnot).
Der Akku des Handys war auch am Ende noch zu voll, als dass man als Zuschauer in Panik geraten könnte (kam ja noch nicht mal nen Warnton dass er fast leer wäre) und Licht hatte er auch immer. Gut, das mit dem Licht sehe ich ein, sonst wäre ja ein Hörspiel daraus geworden und kein Film...

Naja, ich hatte mir eben einfach mehr davon versprochen, besonders nach den vielen positiven Bewertungen die ich hier gelesen habe.
Ich finde, dass viel Potenzial ungenutzt geblieben ist und man das Ganze hätte noch dramatischer rüberbringen können.
Erst fast am Ende, als der Sand reinkam, dachte ich dann Okay, jetzt wird's eng.

Das Ende fand ich zwar überraschend, aber auch schockierend. Sowas hätte ich echt nicht erwartet (obwohl man es sich hätte denken können), aber darüber kann ich leider nicht mehr sagen, man darf ja nichts verraten.

Alles in allem fand ich den Film jetzt nicht total scheiße (sonst wäre ich nicht bis zum Ende gekommen), aber ich würde ihn mir auch nicht unbedingt ein zweites Mal anschauen.

Trotz allem eine hervorragende Leistung von Ryan Reynolds! Eine 90-Minuten-One-Man-Show ist sicher nicht einfach zu bewerkstelligen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 214 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Buried - Lebend begraben
Buried - Lebend begraben von Ryan Reynolds (DVD - 2011)
EUR 4,97
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen