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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mann im Mond
Dem Trailer nach zu urteilen, schien mich hier der wohl interessanteste und intelligenteste Film des FFF '09 zu erwarten.
Der Ingenieur Sam verbrachte einsam fast drei Jahre auf einer Mondbasis um für die Menschheit überlebenswichtiges Helium 3 abzubauen. In zwei Wochen läuft sein Arbeitsvertrag aus, doch bei einem Unfall findet er einen verletzten...
Veröffentlicht am 3. November 2009 von Filmjunkie

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen SciFi geht doch auch ohne Rumms-Bumms-Knall-Donner-Schepper-Blitzgeitter
Wie viele schon sagten, die Erhebung in den Adelsstand auf eine Ebene mit BladeRunner oder 2001 hat der Film sicher nicht verdient. Wenn man ihn aber mal einfach wirken lässt, dann erkennt man durchaus Parallelen zu schon vorhandenen Werken wie "DarkStar" oder "Solaris" (wobei letzterer einfach nur schlecht umgesetzt ist).
Und er führt deutlich vor Augen,...
Vor 20 Monaten von Andreas Schiefer veröffentlicht


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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mann im Mond, 3. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Moon [UK Import] (DVD)
Dem Trailer nach zu urteilen, schien mich hier der wohl interessanteste und intelligenteste Film des FFF '09 zu erwarten.
Der Ingenieur Sam verbrachte einsam fast drei Jahre auf einer Mondbasis um für die Menschheit überlebenswichtiges Helium 3 abzubauen. In zwei Wochen läuft sein Arbeitsvertrag aus, doch bei einem Unfall findet er einen verletzten Astronauten, der ihm verdammt ähnlich sieht. Nach dessen Bergung erhält der Stationsroboter Gerty jedoch die Anweisung Sam unter Quarantäne zu stellen...Sam unterliegt einem Arbeits- und Ausgangsverbot und zweifelt immer mehr an seinem geistigen Zustand...
Glücklicherweise habe ich mir Moon direkt nach Pontypool angesehen, denn sonst hätte ich ihn wahrscheinlich zu langatmig gefunden (im Rausch aller anderen überzogenen Action- und Blutorgien). Aber so...nichts besseres hätte passieren können!
Ein Film der von seinem einen einzigen Schauspieler lebt, der innovativ ist und zeitgleich durch imposante Bilder und einen elektronischen Gänsehautscore überzeugt.
Für mich persönlich der Überraschunghit des Festivals, da eine sehr gelungen erzählte Geschichte und Sam Rockwell als gebeutelte Arbeitsdrohne ' dem Wahnsinn nahe ' mehr als nur fesseln können. Allein wenn ich mir heutzutage den Trailer ansehe, wird mir eine wohliger Schauer verpasst.
Endlich mal wieder ein ruhiges Filmjuwel, das sich mehr mit den Charakteren beschafft als mit den Effekten, die die ausfspielenden Charaktere überlagern.
Ich kann derzeit gar nicht alles in Worte fassen, was ich zu diesem Film noch sagen möchte, deshalb die vorigen Zeilen nochmals in Kurzform.
Intelligent. Spannend. Atmosphärisch. Tragisch. Ein Muss.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein grandioser Film, 6. Februar 2012
Von 
el Barto - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Moon (DVD)
Sehr viel ist über diesen Film schon geschrieben worden - leider. Denn so haben die Wenigsten noch die Möglichkeit, ihn sich gänzlich unvoreingenommen anzusehen. Ich hatte dieses Glück und bin restlos begeistert. Es ist schwierig, etwas über den Film zu schreiben, ohne ihm die Spannung zu nehmen, die er durchaus hat, wenngleich es sich nicht um einen actiongeladenen Sci-Fi-Film handelt. Moon ist eher einer dieser ruhigeren Sci-Fi-Filme, allerdings ohne die ausgedehnte Langeweile eines Solaris!

Ein großartiger Film mit einer erschütternden Geschichte, die einen ganz ohne tösende Action mitreißt. Nicht zu vergessen, ein hervorragender Hauptdarsteller, der praktisch den gesamten Film allein, bzw. mit sich selbst bestreitet. Meiner Meinung nach eigentlich ein kleines Meisterwerk.
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48 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leiser und dennoch faszinierender Science Fiction-Thriller, 7. Mai 2011
Von 
ChrisH - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Moon (DVD)
Als Science Fiction-Fan wurde ich durch den Titel auf diese DVD aufmerksam. Nachdem ich aber las, dass der ganze Film im Grunde genommen von nur einem einzigen Darsteller getragen wird, hatte ich so meine Bedenken, zumal auch das Budget mit 5 Million Dollar vergleichsweise gering war. OK, ein Will Smith verschlingt alleine schon mehr als das 18fache. Und in "Cast away" sah man ja auch fast nur Tom Hanks ...

Also Film auf gut Glück gekauft, angesehen und absolut fasziniert da gesessen. Schade, dass die kleine Science Fiction-Perle im Kino so wenig Beachtung fand. Auf Grund des geringen Budgets gab es natürlich keine große Werbe-Kampagne und so verschwand der Film mehr oder weniger unbeachtet aus den Kinos.

Fazit:
Wie schon "Cast away" so kommt auch dieser leise Science Fiction-Thriller quasi als One-Man-Show daher und bietet weder großartige Action, noch aufwändige Spezialeffekte. Dass Fans und Kritiker "Moon" als den besten Science Fiction-Film seit "Blade Runner" bezeichnen, spricht für die 5-Millionen-Dollar-Produktion, die bis zum Schluss zu fesseln vermag, auch wenn man die Auflösung bereits nach 20 Minuten ahnt. Der ruhige Soundtrack passt ideal zur Handlung und Sam Rockwell (den ich bis dahin eigentlich nicht so sehr mochte) überzeugt auf ganzer Stecke. Volle 5 Sterne für einen der wohl besten Science Fiction-Thriller aller Zeiten!
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moonderbar! :), 27. März 2011
Von 
D. Banick "Ceylon1979" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Moon (DVD)
Ich habe ein Faible für intelligente, atmosphärische SF - sowohl auf der Leinwand als auch in Textform. MOON ist ein sehr gut gemachtes intelligentes SF-Kammerspiel mit bahnbrechender Optik und einer stringenten Story - ohne Brimborium. Ein Film der eher leisen aber sehr eindringlichen Bilder, der nachhallt und im Gedächtnis haften bleibt.

MOON erinnerte mich - nach dem Auftauchen des zweiten Sam Bell - an das 7. Abenteuer von Ijon Tichy (Sterntagebücher/Lem), das ich vor Kurzem gelesen hatte. Doch selbst dann (auch wenn die Vermutung sich schließlich als unwahr herausstellte) und als die Auflösung des Geheimnisses um den zweiten Sam Bell relativ früh im Film klar war, verspürte ich keinen Abfall der Spannung. Denn die Reaktion der Hauptfigur ist NACH der Auflösung des Twists mindestens genauso wichtig, wenn nicht gar wichtiger als die Zeit davor. Mich stauchte der - eigentlich offensichtliche - Gedanke richtig zusammen.

Im ersten Drittel des Films wird Sams Arbeit in der Station und seine Einsamkeit gut eingefangen, im zweiten Drittel offenbart sich das Geheimnis und im letzten Abschnitt geht es um die Bewältigung der Situation.

Anfang (ein Werbespot des weltweit größten Konzerns für saubere Energie) und Abspann des Films (Börsenbericht über "Lunar Industries" und Maßnahmen, die bezüglich Sam Bell (?) zu treffen sind, bilden den passenden Rahmen für die imposante Geschichte.

MOON ist SF in Reinkultur, so wie sie sein sollte: anspruchsvoll, bildgewaltig und zum Nachdenken anregend. Der Film korrespondiert atmosphärisch und storytechnisch mit "Solaris" (mit George Clooney) und wird auch all denen gefallen, die Freude an Büchern von Lem und den Strugatzki-Brüdern haben. Für mich war der Film ein Ereignis und verdient deshalb ohne Wenn und Aber die Höchstbenotung.

...auch deshalb, weil ich es bedauerte, den Film nicht im Kino gesehen zu haben.
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71 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn Mond und Mensch ausgebeutet werden..., 8. November 2010
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Moon (Special Edition) [2 DVDs] (DVD)
Wie lautete der Refrain eines bekannten Prinzen-Songs noch mal:
"Manchmal wird der Mann im Mond für seinen treuen Dienst belohnt...".

Tja, im Falle von Sam Bell, dem Protagonisten des Films "Moon", trifft dies leider nicht zu.
Der Astronaut, der auf unserem Erdtrabanten als Ein-Mann-Besatzung eine Anlage zur Helium3-Gewinnung (eine zukünftige Energiequelle für die Erde) betreibt und wartet, steht kurz vorm Ende seines 3-Jahres-Vertrags mit der Firma Lunar Industries; in 14 Tagen darf er wieder zurück auf die Erde. Zurück zu seiner Frau und seiner Tochter.
Durch Zufall macht er jedoch eine unglaubliche Entdeckung, die bedrückende Details über seine eigene Person und.die wahren Absichten seines Arbeitgebers ans Licht bringen...

"Moon" ist anders als die anderen Sci-Fi-Filme der letzten Jahre kein Action-Kracher oder mit vielen optischen Tricks versehenes Blendwerk, sondern ein sehr ruhiges Filmchen, genauer ein Kammerspiel mit einem tollen Sam Rockwell, auf dessen Schultern sich der gesamte Film stützt. Von seiner Idee und Machart her wird Sci-Fi-Kennern schnell ersichtlich, dass der Regisseur Duncan Jones (Sohn von Sänger David Bowie) Film-Klassiker wie "Lautlos im Weltall", "2001" oder "Solaris" zum Vorbild genommen hat. Die spartanische Einrichtung und die Räumlichkeiten der Mondbasis wirken ähnlich trist und steril wie man es aus den alten 70er-Schinken kennt, die Effekte wurden überwiegend mit herkömmlichen Modellen realisiert, CGI-Szenen gibt es dagegen sehr wenige.
Die Story rund um Sam Bell verweist widerum auf Motive zu Ridley Scott's "Blade Runner". Um nicht alles vorab auszuplaudern nur soviel:
der Drang nach Individualität und der Rechtsanspruch auf Leben wird in ähnlicher Form aufgegriffen.
Und der Mondbasis-Roboter GERTY - Sams einzige "Bezugsperson", wenn man so will - ist eine deutliche Hommage an den in "2001" außer Kontrolle geratenen Supercomputer HAL 9000, mit dem einzigen Unterschied, dass Ersterer sich im Laufe des Films doch als Menschensympathisant und echter "Freund" mit einem Gewissen erweist.

Der Ideen-Klau ist nicht zu übersehen, geht aber kaum zu Lasten des Films. Die nihilistische und sehr von Einsamkeit geprägte Atmosphäre (unterstützt mit einem einfachen, aber unglaublich stimmigen, sehr synthetisch klingenden Score) und das emotionale Solo-Spiel von Rockwell bilden den starken Kern dieses Films. Auch wenn die Handlung im Grunde genommen nicht wirklich neu ist, wurde sie doch recht anspruchsvoll inszeniert.

Zum modernen Klassiker wird es "Moon" dennoch nicht schaffen. Warum?
Dem Film mangelt es deutlich an Eigenständigkeit. Zudem begeht der Regisseur den großen Fehler und lässt schon nach einer knappen halben Stunde die Bombe platzen, sprich der große Plot-Twist ereignet sich viel zu früh. Hier hat man klar übereilt das gesamte Pulver "verschossen", denn über die letzte Filmstunde geht die Handlung weitestgehend überraschungsfrei und recht vorhersehbar vonstatten, was nicht gerade wenig Spannung und Dramatik kostet.

Dennoch ist "Moon" ein sehr sehenswertes und minimalistisches Sci-Fi-Drama, das gerne auch als "Teil-Remake" alter Genre-Klassiker gezählt werden darf. Vollgestopft mit Zitaten eben Dieser, aber auch mit (wenn auch wenigen) eigenen Ideen.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Silent Running auf dem Mond, 15. Oktober 2009
Von 
Dude - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Moon (Blu-ray) (2009) (Blu-ray)
Auch dieser Film lief dieses Jahr auf dem Fantasy-Filmfest und erhielt überwiegend sehr gute reviews.
Es handelt sich hier um einen SEHR ruhigen Science-Fiction-Film, der mich von den Bildern und der Stimmung her an "2001 - Odyssee im Weltraum" erinnert hat.

Der Film strahlt ein gewisses Retro-Flair aus, keine großartigen CGI-Effekte oder ähnliches, das Ganze wirkt eher handgemacht und daher authentisch und stimmungsvoll.
Auch ein wenig "Silent Running" konnte man als Ingredienz ausmachen.
Große Action findet nicht statt, der Clou liegt in der Atmosphäre und der Handlung des Filmes und die ist wirklich gut.
Dazu sollte man deshalb hier auch nicht allzu viel sagen.
Nur soviel in Kürze:
Der Ingenier Sam, gespielt von Sam Rockwell, verbringt drei Jahre allein auf dem Mond.
In zwei Wochen wird er die drei Jahre - begleitet nur von Roboter Gerty - hinter sich haben.
Dann geht jedoch etwas schief - und zwar gewaltig...

Ein Film für die große Leinwand - einziges Manko war - zumindest für mich - der schwer verständliche Ami-Slang des Protagonisten - der Roboter Gerty dagegen war gut zu verstehen. ;-)
Wann der Film mit deutschem Ton kommt, ist bis dato noch nicht bekannt, es soll aber wohl einen deutschen Release geben.

Der Regisseur Duncan Jones ist übrigens der Sohn von David Bowie.

Es gab damals Applaus im Kino.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen SciFi geht doch auch ohne Rumms-Bumms-Knall-Donner-Schepper-Blitzgeitter, 2. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moon [Blu-ray] [Special Edition] (Blu-ray)
Wie viele schon sagten, die Erhebung in den Adelsstand auf eine Ebene mit BladeRunner oder 2001 hat der Film sicher nicht verdient. Wenn man ihn aber mal einfach wirken lässt, dann erkennt man durchaus Parallelen zu schon vorhandenen Werken wie "DarkStar" oder "Solaris" (wobei letzterer einfach nur schlecht umgesetzt ist).
Und er führt deutlich vor Augen, dass Isolation, selbst für noch so eingefleischte Einzelgänger, nu gar nix is.
Sam Rockwell spielt diesen vereinsamten "Werksleiter" allerdings wirklich in einer hervorragenden Manier.

Dass Science Fiction nicht gleichzusetzen ist mit hektischen Laserbombardements und spektakulären Actionszenen, das haben wohl viele SF-"Fans" übersehen. SF ist das Spiel mit den Möglichkeiten. Dass diese auch mal ruhig und hintergründig sein dürfen, wissen wir schon länger (da ist er dann doch, der Vergleich zu 2001). Dass man einen Monolog als langweilig betrachtet, kann ich verstehen. Aus dieser Sicht vermag ich dem Film auch nicht viel abzugewinnen. Allerdings hat der Film seine Reize. Vor allem das Doppelspiel des Sam Rockwell mit sich selbst überzeugt. Und das macht die Geschichte dann wieder sehenswert. Zwar kommt die Lösung zu früh, aber Sam Rockwell zeigt, dass auch mit vorweggenommener Lösung das Rätsel interessant bleibt. Denn die Interaktion mit sich selbst, zeitweise selbstironisch, zeitweise stoisch, dann genervt und aus Versehen wohl auch freundschaftlich, ist es, die mich den Film bis zum Schluss hat gucken lassen.
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mann im Mond, 27. Januar 2011
Von 
bartgesang - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Moon [Blu-ray] (Blu-ray)
Das gabs länger nicht. Duncan Jones Regie-Debütfilm "Moon" spielt auf selbigem und ist ein Science Fiction. Kein Genre, das sich für den Erstling aufdrängt. John Carpenter mag einem da einfallen mit "Dark Star" - einem bösen, kleinen Film aus dem fernen Jahr 1974. Oder vielleicht noch Roland Emmerich mit seinem Abschlussarbeits-Debüt "Das Arche-Noah-Prinzip". Und dann legt Jones hier auch noch einen Genrevertreter der klassischen, heute kaum noch anzutreffenden Spielart vor - also ernst, still, kühl, eher langsam. Schwerelosigkeit, Einsamkeit, die Schwärze des unendlichen Raumes. Natürlich fallen einem gleich die großen Vorbilder ein - Tarkowskijs "Solaris", Kubricks "2001". Und sie werden zitiert mit der Ehrfurcht des begabten Schülers.

Trotzdem ist "Moon" kein reines Zitatenkino. Jones schafft hier mit den bekannten Versatzstücken etwas durchaus Eigenständiges - und sehr Sehenswertes. "Moon" ist ein Kammerspiel. Es gibt nur einen - sehr guten - Darsteller, Sam Rockwell. Und einen Roboter, GERTY mit der Stimme von Kevin Spacey. Sam Rockwell spielt Sam Bell, der sich für drei Jahre verpflichtet hat, auf dem Mond nach einem für die zukünftige Ökonomie der Erde unverzichtbaren Rohstoff zu schürfen. Das heißt, das Schürfen übernehmen die monströsen Maschinen draußen in der Einöde des Mondes, zu denen Sam regelmäßig aufbrechen muss, um ihre Ladung zur Erde zu schießen. Zwischen diesen Ausflügen bewacht er gemeinsam mit GERTY die Monitore und schickt Videobotschaften an seine daheimgeblieben Frau. Wir lernen Sam kurz vor Ablauf seiner drei Jahren kennen. Die Sehnsucht nach seiner Frau wird von Tag zu Tag größer und mit ihr die Vorfreude auf das Wiedersehen. Dann beginnt eine Kette bedrohlicher Ereignisse ihren Lauf zu nehmen.

"Moon" ist spannend, existenziell. Kein lauter Film, keine Action. Dafür ein vollwertiges Drama in der Kälte des Alls. Sehr sehenswert.

Und sehr hörenswert. Der Filmscore stammt von Clint Mansell und er ist eigentlich der dritte Hauptdarsteller des Films. Nach "Pi" und "Requiem for a dream" schwingt er sich hier ein drittes Mal ganz weit hinauf in den Filmmusik-Olymp. Lohnt sich auch als Soundtrack-Kauf, die richtige Soundanlage vorausgesetzt.

Wir werden wieder von Duncan Jones hören. Dieses Debüt verspricht sehr viel. Es ist noch nicht der perfekte Film. Aber das wäre für einen Erstling auch zuviel des Guten.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen geniales, originelles Sci-Fi-Erstlingwerk, 27. März 2011
Von 
R. Portmann (Zurich, Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Moon (Special Edition) [2 DVDs] (DVD)
Was wäre, wenn man sich selbst begegnen würde und sich dabei selbst abhanden käme? Duncan Jones beschäftigt sich mit dieser Frage in seinem ersten Langspielfilm, inszeniert in einer klaustrophoben Atmosphäre in einer fast menschenleeren Mondbasis. Hervorragend gespielt (Sam Rockwell brilliert in einer - Achtung Spoiler - Doppelrolle, die eigentlich gar keine ist), toll gefilmt (bei den Trickeffekten mit einer gelungenen Mischung aus Modellbau und CGI operierend), mit einem mitreissenden Soundtrack unterlegt, raffiniert mit den Erwartungen und Vermutungen des versierten Sci-Fi-Kenners spielend (letzterem kommen ALIEN, 2001 und SILENT RUNNING in den Sinn).

Dieser britische Independent-Film, dessen Budget gerade mal einen Zehntel der Mittel für Danny Boyles SUNSHINE betrug, übertrifft nach den teils kritischen Rezensionen hier alle meine Erwartungen. Die Bonus-DVD habe ich gleich am Stück angeschaut, sie wartet auf mit einem gekonnten Kurzfilm von Duncan Jones, mit beeindruckenden Making-Of's und sympathischen Frage-und-Antwort-Sequenzen (mit dem Regisseur, Sam Rockwell und anderen Beteiligten) vom Sundance Festival und einer Filmvorführung vor raumfahrttechnischen Fachpublikum in Houston.

Nebenbei: Die Verwirklichung des im Film postulierten Helium-3-Fusionsreaktors zur Lösung aller irdischen Energieprobleme erhofft man sich in den heutigen Tagen umso sehnlicher...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Retro-Feeling im neuen Jahrtausend, 28. Januar 2011
Von 
H. Weisser "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moon [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
Ich muss gestehen, dass ich von "Moon" zwar zum Zeitpunkt des Kinostarts gehört und auch mehr als nur eine positive Kritik gelesen habe. Trotzdem konnte ich mich nicht zu einem Kinobesuch durchringen und hatte die BluRay-Fassung daher schon sehr früh auf meiner Einkaufsliste notiert. Wie auch immer: Die typischen Merkmale eines kleinen Films "der aus dem Nichts kommt" und seine Spuren hinterlasst, sind:
- Niemand hat damit gerechnet.
- Nur wenige konnten vorab sein Potential erahnen
- Anschließend wollen ihn die meisten Menschen zuerst gesehen haben
Und besonders angenehm: Es läuft zum Kino- oder BluRay-Start keine riesige Marketingmaschine, welche die potentiellen Zuschauer mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln beinahe unablässig von der Qualität des Films überzeugen will. Wobei ich zugeben muss, dass sich weder Cast und Story noch Setting sehr gut für trendige Handyklingeltöne, aufregende Webauftritte oder Merchandising-Produkte gleich welcher Art eignen würden.
Aufgrund des mit ca. 5 Mio US$ sehr begrenzten Budgets kann davon ausgegangen werden, dass auch für eine groß angelegte Werbekampagne nur ein sehr begrenztes Budget zur Verfügung stand. Aber aus dieser Not macht "Moon" eine Tugend. Denn der Film muss mit einer sehr intelligenten Geschichte, die quasi nur von einem Darsteller getragen wird, für sich alleine stehen. Gut, er nimmt Anleihen bei Klassikern des Genres. Jedoch kopiert er nicht deren Handlung, sondern erzählt eine eigene, bedrückende Geschichte.

***** ACHTUNG SPOILERGEFAHR *****
Die Inszenierung ist dabei schon beinahe (angenehm!) altmodisch: Die Handlung wird durchgängig in einem überschaubaren Tempo und ohne schnelle Schnitte vorangetrieben. Zudem fehlen übliche, erfolgversprechende Filmzutaten oder finden nur sehr begrenzt statt:
-> Action und Gewalt? Eher aus Versehen und in Maßen!
-> Sex? Höchstens angedeutet!
-> Auch verzichtet das Drehbuch auf so wichtige Sci-Fi-Erfolgsfaktoren wie Aliens im allgemeinen oder gar außerirdische Invasoren im besonderen.

Und trotzdem kann der Film fesseln? Er kann! Sehr langsam wird die Spannungsschraube angezogen, dann wird die vertraute Welt des Astronauten Sam Bell aus den Angeln gehoben; und spätestens, wenn klar wird, welches Geheimnis mit Sam Bells Existenz in Zusammenhang steht, tut einem dieser Mann zutiefst leid.
Ein Wort auch zur Leistung von Hauptdarsteller Sam Rockwell: Phä-no-me-nal! Wie bereits erwähnt, muss er den Film nahezu alleine tragen. In den meisten Szenen ist er - und zwar nur er - zu sehen. Dabei ist absolut beeindruckend, wie er Sam Bell quasi zweimal spielt: Einmal von allen Folgen körperlichen Verfalls gezeichnet und parallel dazu als ein Sam Bell, der in der Blüte seines Lebens steht. Erst durch seine preisverdächtige Leistung wird der preisverdächtigen Story die wohlverdiente Krone aufgesetzt.
***** ENDE SPOILERGEFAHR *****

Wichtig für die Wirkung des Films ist aus meiner Sicht zuletzt, dass das Production Design nur in Maßen am Computer entstanden ist. Es überwiegen von Hand gebaute Kulissen und (Miniatur-)Modelle. Dadurch wirkt der gesamte Film sehr echt, ehrlich und authentisch. Wirkt er auch tricktechnisch immer überzeugend? Nein! Aber wer sich ein wenig mit der Produktion von Filmen oder dem Entwerfen von Special Effects auskennt, wird von der Qualität begeistert sein, die mit dem sehr beschränkten Budget produziert wurde. Berufsnörgler oder Leute ohne Hintergrundwissen werden weiterhin meckern.
Auf dem Cover der BluRay werden Vergleiche zu "2001" oder "Blade Runner" gezogen. Das sind mit Sicherheit Vergleiche, die nicht vollkommen von der Hand zu weisen oder teilweise gar offensichtlich sind und auf die Regisseur Duncan Jones stolz sein kann. Einerseits kann "Moon" ihnen zwar nicht standhalten, andererseits hat speziell "Blade Runner" erst nach Jahren die Würdigung erfahren, die er verdient hat. Vielleicht wissen die auf Amazon oftmals anzutreffenden Profilneurotiker oder Pseudo-Experten heute schon, welchen Platz der Film eines Tages in der Geschichte einnehmen wird - ich persönlich kann nicht sagen, wie es sich bei "Moon" verhalten wird. Das wird erst die Zukunft zeigen. Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen: Der Film hat es verdient, von vielen Menschen gesehen zu werden.
Mein Filmfazit: Eines der ganz großen Highlights der letzten Jahre -> Wertung 10/10

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
Das Bild zeigt eine ordentliche Schärfe, ist jedoch von einem Referenz-Bild weit entfernt. Ein echtes HD-Feeling kommt in den Szenen inmitten der Mondlandschaft mitsamt dem detailreichen Sternenhintergrund auf.

TON (gehört mit 7.1-Set)
Der Ton ist bei einem Film wie "Moon" nur schwer zu bewerten. Ein ruhiger Soundtrack, eine einsame Umgebung im teilweise luftleeren Raum. Für akustische Sahnestückchen bleibt da nur wenig Platz. Wer den Film mag, wird das Fehlen eines Akustikfeuerwerks sicher nicht vermissen. Wer jedoch genau einen solchen Sound vermisst, der schaut den falschen Film an.

EXTRAS
Die Extras enttäuschen ein wenig: Ein Trailer und ein Audiokommentar sind etwas wenig, um die Neugier des interessierten Zuschauers zu befriedigen.
Mein Fazit zur Technik und Ausstattung: 7/10

>>> FAZIT <<<
Insgesamt kann ich den Film voll und ganz empfehlen. Wer mehr Hintergrundinfos möchte, wartet jedoch besser auf die angekündigte 2-Disc-Edition
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