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70 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute, stimmige Literaturverfilumg mit Schwächen
Die allergrößte Schwäche des Films ist, dass das Studio New Line die Vermarktung des neuen Films allzusehr mit seiner Herr der Ringe - Trilogie verknüpft hat, siehe Trailer! Denn dadurch muss sich der Film nun zwangsweise daran messen lassen und das kann er freilich nicht. American Pie - Regisseur Chriss Weitz ist nicht Peter Jackson und Philip Pulman...
Veröffentlicht am 5. Februar 2008 von Scamander Riker

versus
36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Bilder, aber zu kindgerecht umgesetzt
Leider wurde aus der kontroversen Romanvorlage von Pullman eine weichgespülte Familienunterhaltung ohne Ecken und Kanten gemacht, was sowohl die Intention des Werkes konterkariert als auch die Verständlichkeit der Handlung auf eine harte Probe stellt. Handlungsstränge des Buches wurden aus dramaturgischen Gründen umgestellt, verändert oder...
Veröffentlicht am 8. Mai 2008 von kurt


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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Bilder, aber zu kindgerecht umgesetzt, 8. Mai 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der goldene Kompass (DVD)
Leider wurde aus der kontroversen Romanvorlage von Pullman eine weichgespülte Familienunterhaltung ohne Ecken und Kanten gemacht, was sowohl die Intention des Werkes konterkariert als auch die Verständlichkeit der Handlung auf eine harte Probe stellt. Handlungsstränge des Buches wurden aus dramaturgischen Gründen umgestellt, verändert oder verkürzt, worunter die Logik mitunter leidet (warum kommt der Eisbär in der finalen Schlacht nicht auf die Idee, seine neugewonnenen Eisbärkameraden mitzunehmen? Ganz einfach, weil er die zu diesem Zeitpunkt im Buch noch gar nicht hat..).

Den dramatischen Tod eines Kindes wollte man offenbar im Sinne der Familienfreundlichkeit ebenso wenig seinen Zuschauern zumuten wie allzu offensichtliche Religionskritik, obwohl die eigentlich den Kern von Pullmans Romanserie ausmacht. Anders als die Buchvorlage endet die Verfilmung mit einem zuversichtlichen Wohlfühl-Ende. Peter Jackson hat mit seiner Herr-der-Ringe-Verfilmung eindrucksvoll bewiesen, dass man auch mit mehr Werkstreue kommerziell erfolgreich sein kann - schade, dass die Macher dieses Films den nötigen Mut dazu nicht hatten.

Behält man im Blickfeld, dass man in Hollywood offenbar Romane mit kindlichen Darstellern zwangsläufig für Kinderbücher hält und auch für eine entsprechende Zielgruppe verfilmt, so gibt es immerhin teils wunderschöne Spezialeffekte und einen durchaus hörenswerten Score von Alexandre Desplat zu bewundern. Die Hauptdarstellerin Dakota Blue Richards agiert für ihr Alter nicht schlecht (und viel besser als ihre Kollegen in "Narnia"), fängt aber nach einer Weile an zu nerven, weil sie ca. 90% der der gesamten Screentime belegt. Daniel Craig hat nur einen kurzen Gastauftritt, während Nicole Kidman in ihrer Rolle als unterkühlte Blondine zu gefallen weiß. Eva Green ist leider viel zu selten zu sehen, überzeugt aber in den seltenen Momenten, in denen die Kamera nicht auf Richards hält, mit gewohnter visueller und schauspielerischer Klasse. Wer sich die englische Fassung ansieht, könnte übrigens unter Umständen an Richards' walisischem Dialekt verzweifeln (dankenswerterweise spricht sie in der Synchronfassung Hochdeutsch). Und ich frage mich bis heute, wie eine Tochter von zwei blauäugigen Menschen braune Augen haben kann..

Einige Schwächen der Handlung sind bereits im Buch angelegt (den ganzen Eisbär-Mist hätte man sich besser sparen können), andere haben die Drehbuchautoren verbrochen. Manche Peinlichkeiten ("Ich bin ein Panzerbär!") hätten nicht sein müssen. Vor allem aber hetzt der Film schneller durch die Handlung als ein Eisbär auf Speed, jedoch nicht ohne unnötig lange bei einzelnen Zwischenhöhepunkten wie dem Eisbärduell zu verweilen.

Unter dem Strich bleibt ein nicht überragender, aber dank seiner Schauwerte nichtsdestoweniger sehenswerter Film, der Fans der Romanvorlage eher enttäuschen dürfte, aber als Familienfilm funktioniert. Hoffen wir, dass das Ganze im zweiten Teil noch gesteigert werden kann.

Auf der technischen Seite wäre anzumerken, dass weder auf der Einzel-DVD noch auf der Sammlerausgabe rausgeschnittene Szenen zu finden sind - auf der Einzel-DVD gibt's gerade mal als Extra einen Audiokommentar vom Regisseur und Werbung für einen anderen Film, das war's. Schade, gerade angesichts der übertriebenen Kürze des "Goldenen Kompass" hätte man sich eine "Extended Edition" wie beim Herrn der Ringe erhofft, die die Lücken in der Handlung auffüllt. Da die Sammlerausgabe diesbezüglich auch nichts zu bieten hat, stehen die Chancen schlecht, dass die noch nachgeliefert wird.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wer das Buch kennt, sollte Abstand halten, 28. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der goldene Kompass (DVD)
Tagelang habe ich meine Enttäuschung mit mir rumgetragen. Der Film verspielt alle Möglichkeiten, die ihm die fantastische Besetzung und die genialen Animationen bieten. Leider ist vom Buch nicht viel übrig. Die Charaktere der einzelnen Figuren sind verändert. Der Rektor vergiftet nicht, Iorek Byrnisson tötet nicht, Mrs. Coulter hat Lyra nicht weggegeben; niemand, der das Buch nicht kennt, kann in der Umsetzung erkennen, welchen Ekel ein abgeschnittener Dämon hervorruft. Billy Costa wird hier ohne Dämon aufgefunden, was weder bei Lyra sichtbaren Ekel hervorruft, noch die Gypter auch nur einen Moment zögern lässt, ihn aufzunehmen. Der Film lässt einen glauben, Billy überlebt. Die Personen werden wild durcheinander geworfen, einer Person die Taten und Aussagen mehrerer angeheftet. Dadurch rast der Film durch die Story und nimmt sich keine Zeit, die besondere Verbindung zwischen Dämon und Mensch darzustellen. Sogar das Ende ist fort. Wenn die Produzenten einen "netten" Familienfilm hätten produzieren wollen, so hätte ich mir gewünscht, sie hätten sich eine eigene Geschichte ausgedacht. Nicht zu empfehlen.
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70 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute, stimmige Literaturverfilumg mit Schwächen, 5. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der goldene Kompass (DVD)
Die allergrößte Schwäche des Films ist, dass das Studio New Line die Vermarktung des neuen Films allzusehr mit seiner Herr der Ringe - Trilogie verknüpft hat, siehe Trailer! Denn dadurch muss sich der Film nun zwangsweise daran messen lassen und das kann er freilich nicht. American Pie - Regisseur Chriss Weitz ist nicht Peter Jackson und Philip Pulman ist nun mal auch nicht JRR Tolkien, zudem ist das Ganze keine klassische Märchen-Fantasy wie Mittelerde oder Narnia sondern Steampunk-Fantasy mit Science Fiction - Elementen! Daher kann man den Film niemals mit den anderen großen Fantasy-Filmreihen vergleichen...

Zum Film selbst: solide Effekte, gute Schauspieler...hin und wieder leider etwas altbackene, biedere Regie...hin und wieder wirkt das Ganz wie eine Astrid Lindgren-Verfilmung der 60er-Jahre, aber das ist ja per se nichts Negatives...
Zugegeben, der Soundtrack ist auch kein Überflieger, was daran liegt, dass Alexandre Desplat nun mal kein Blockbuster-Komponist ist sondern ein exzellenter Vertoner anspruchsvoller, leiser Literaturverfilmungen. Er war hier einfach die falsche Wahl, aber so abgrundtief schlecht wie viele im Netz schreiben ist sein Score nun auch wieder nicht. Kein Vergleich mit Herr der Ringe, Harry Potter etc. allemal...

Im Vergleich zum Buch fällt der Film etwas schwächer aus, aber das gilt ja für die meisten Literaturadaptionen. Im Kern bleibt der Film dem Buch treue. Ungünstig ist allerdings das überhastete Ende und die bewusste Weglassung der letzten Kapitel. Hier fehlt etwas ganz gewaltig und es ist leider mehr als fraglich, ob der Film wirklich fortgesetzt wird.

FAZIT: Guter Film zu einem sehr guten Buch mit einigen ärgerlichen Schwachpunkten...
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35 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie schade..., 18. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Der goldene Kompass (DVD)
Achtung Spoiler!!
Tja, da wurde ich recht heftig hin und her gergerissen, was mein Urteil zu dieser Vefilmung betrifft. Aus folgendem Grund: Ich kannte 2007 die Bücher nicht, und ging unwissend in diese erste Verfilmung ins Kino. Da war ich positiv überrascht, zumindest über die neuen Ideen in der Geschichte,(keine Hobbits, keine Elfen, die Idee mit den Daemons etc) die mich sehr ansprachen. Ich ging also mit einem guten Eindruck aus dem Film raus.

Nun kam ich endlich dazu, die Bücher im englischen Original zu lesen, und habe den Film nach lesen des ersten Buches nun nochmals angeschaut. Nun war ich völlig enttäuscht.Ich finde nicht, dass sich die Handlung "sehr nahe" an der Romanvorlage bewegt, ganz im Gegenteil. New Line Cinema und der Regisseur haben da doch ganz schön einen Herr der Ringe -Touch reingebracht, ohne das ich es vor lesen der Bücher gemerkt habe.

Die Hauptdarstellerin ist unpassend gewählt, Farder Coram ist im Film ein junggebliebener agiler Mann mit weißem Haar, und was mich am meisten stört, ist das jegliche Ersthaftigkeit, die im Buch vorkommt und entscheidend ist ( Tony Makarios, der nunmal stirbt und nicht in Form von dem Costa-Jungen in die Arme seiner Mama zurückläuft, Roger, der stirbt, und nicht wie Sam im Herrn der Ringe der mutige Begleiter der Frodo-Lyra ist usw usw). Auch das Lyra im Film alles allein entscheidet, nie Angst hat, und überall die Führerin mimt, hat mit der Buchvorlage nicht wirklich viel zu tun. Davon abgesehen fehlen viele Infos, und die Handlung im Film macht keinen Sinn. ( Lyra weiß plötzlich, das Asriel ihr Vater und nicht ihr Onkel ist - woher? Der Eisbär setzt Lyra am Ende in Bolvangar allein im Schnee ab und sagt "warte bis ich mit den Gyptians komme" Ja soll sie da drei Stunden stehen und erfrieren? Genauso unsinnig ist es, dass er sie ganz allein dort hinbringt und sie dieser Gefahr aussetzt. usw. usw.)

Die Bücher sind wunderbar tiefgründig und meiner Meinung nach garnicht wirklich Kinderlektüre, der Film hingegen wurde für Kinder gemacht und bietet denjenigen, die die Lektüre vorher nicht kannten, einen groben Abriß dessen, worum es grundsätzlich geht.
Zwei Sterne vergebe ich für die tolle Animation der Eisbären, die ich tatsächlich gelungen finde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superschön, 22. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Goldene Kompass [Blu-ray] (Blu-ray)
Toller Märchenfilm mit tollen Effekten u tollen Schauspielern. Leider wurde Teil 2 abgesagt. Ich kanns nicht verstehen. Echt nicht. Es gibt so viele schlechte Filme, die einen zweiten u auch noch einen dritten Teil bekommen.
Kann die Leute nicht verstehen, die sich am Buch festbeissen. Es gibt Tonnen von Filmen wo extra nicht genau nach der Vorlage gearbeitet wird u sie sind trotzdem toll. Man sollte Verfilmungen als eigenständige Werke sehen. Wer will schon einen Film drehen wo er sich zu 100% ans Buch halten muss. U für den Kenner ist es doch etwas schönes die Dinge ein bisschen anders zu erleben.
Für 1 zu 1 hab ich ja mein Kopfkino beim lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade. Viel Potential verschenkt, 17. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der goldene Kompass (DVD)
Die Voraussetzungen könnten besser nicht sein: Philip Pullmans hochspannende Romantrilogie liefert die perfekte Basis für einen kolossalen Fantasyfilm und die Besetzungliste list sich ganz wunderbar: Daniel Craig, Eva Green,Christopher Lee versprechen große Schauspielkunst. Leider verhebt sich Regiesseur Chris Weisz mächtig an der Umsetzung. Zum einen wurde die eigentliche Geschichte radikal gekürzt und treibt oftmals von der Handlung im Roman ab. In Anbetracht der Komplexität von Pullmans Werk, wäre das noch zu verzeihen, aber die verbliebenen Fragmente wurden so hektisch und lieblos aneinandergereiht, dass zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Atmosphäre aufkommt. Der Zuschauer wird förmlich durch den Film gehetzt. Heutzutage werden viele Filme zu Recht für ihre lange Laufzeit kritisiert, doch diesem Märchenepos hätten ein paar Minuten mehr gut getan. Desweitern wurde die Buchvorlage zugunsten eines jüngeren Publikums deutlich entschärft und versinkt in den Niederungen klassischer Disneyproduktionen. Sämtliche Figuren lassen Persönlichkeit und Vielschichtigkeit vermissen. Besonders Lord Azrael, der im Buch stetig zwischen Gut und Böse pendelt, bleibt erschreckend eindimensional.
Da können auch die ansehnlichen Computereffekte nichts mehr retten.
Traurigerweise verschenkt der Film das große Potenzial der Buchvorlage und macht keinerlei Lust auf Fortsetzungen. Diese wird es ohnehin nicht geben, denn Philip Pullmans Anschlusswerke sind den ausführenden Produzenten zu düster. Insgeheim wünscht man sich aber, dass ein erfahrener Phantast, wie Christopher Nolan oder Peter Jackson, sich dem Stoff annimmt und den Zauber der Romane auf die Leinwand überträgt. Verdient hätten sie es und die Zuschauer nach diesem hektisch vernähten Machwerk sowieso. Zwei Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leider eine "Never Ending Story"., 8. März 2011
Von 
Sarah H. "Sarah H." (Landkreis Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Der goldene Kompass" ist ein ist ein auf dem gleichnamigen Buch basierender Fantasyfilm vom Regisseur Philip Pullman. Es handelt sich um den ersten und einzigen Film einer Trilogieverfilmung (die vorraussichtlich nie zustande kommen wird).

Lyra Belacqua und ihr Seelentier leben bei ihrem Onkel Lord Asriel in einem College in Oxford. Als dieser sich auf eine Reise in die Arktis begiebt um das Misterium des "Staubs" zu untersuchen, taucht die geheimnisvolle Mrs. Coulter auf. Coulter die ebenfalls eine Reise plant schlägt Lyra vor sie zu begleiten. Bevor Lyra Mrs. Coulter begleitet erhält sie vom Leiter des Colleges einen goldenen Kompass, dessen Funktion aber nicht die ist nach Norden zu zeigen. Der Leiter besteht darauf, dass Lyra niemandem davon erzählt. Zur selben Zeit veschwinden immer mehr Kinder durch die "Gobbler". Schnell erkennt Lyra wer ihre Feinde sind und begibt sich zusammen mit ihrem Seelentier auf die Suche nach ihrem Onkel. Auf dieser Reise wird sie vielen verschiedenen Charakteren begegnen unter anderem auch dem Eisbär Iorek Byrnison. Doch wird Lyra ihren Onkel noch rechtzeitig finden ohne selber in die Fänge der Gobbler zu geraten?

Der goldene Kompass ist meiner Meinung nach ein sehr gelungener Film, welcher eigentlich nur an der zu hohen Messlatte scheiterte, welche "Der Herr der Ringe" vorgab. Wie auch Narnia ist der goldene Kompass ein bunter und (meist) heller Fantasystreifen. Leider wird dieser Film wohl nie über den ersten Teil hinauskommen, da die Verantwortlichen mit dem Einspielergebnis in Amerika unzufrieden waren. Schade... die Geschichte hatte durchaus Charme und Potenzial.

Das Bild pendelt zwischen gut und sehr gut (wobei letzteres überwiegt), scharf und kontrastreich. Auch der Ton ist ziemlich gut.
An der Edition selber habe ich allerdings etwas auszusetzen. Es handelt sich lediglich um eine Amaray-Hülle im goldenen Glanzschuber (da war bei der DVD-Edition optisch einiges mehr drinnen). Extras wird man auf der 2ten Disc meiner Meinung nach genügend finden.

Fazit: Ein eigentlich guter Fantasyfilm, denn man nicht iin Konkurrenz zu Genregrößen wie "der Herr der Ringe" setzten sollte. 4 Sterne hat dieser Film allemal verdient (wenn man wohl auch nie das Ende der Geschichte sehen wird).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ganz passables Fantasy-Kino... warum also 4 Sterne?, 20. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Der goldene Kompass (DVD)
Ich habe diesen Film jetzt erst gesehen, was ich im Nachhinein bereue... hätte ihn im Kino anschauen sollen.

Zum Film an sich: Eines vorweg: den Oscar für die Spezialeffekte sieht man dem goldenen Kompass in jeder Minute an, es ist ein technisch perfekter Film, wie eigentlich nicht anders zu erwarten von New Line, die ja mit Herr der Ringe einiges an Erfahrung mitgebracht haben.
Die Handlung ist prinzipiell gut am Buch orientiert, bis auf einige 'kleinere' Unstimmigkeiten... beispielsweise diese nervige Änderung der Handlungsabfolge am Schluss: Die Jäger bringen Lyra mal eben von Lappland nach Spitzbergen zu den Eisbären, läppische 1000km, dann wieder zurück nach Bolvangar und dann... wieder zurück nach Svalbard (Spitzbergen)?!?! Außerdem wurde den Charakteren zu wenig Zeit eingeräumt, der Film ist schlicht und einfach viel zu kurz, um ein solches Buch adäquat wiederzugeben. Und- die Kernaussage aus dem Buch ist nahezu komplett gestrichen worden. Schade, denn die haben das mit Herr der Ringe (Die Gefährten) schon mal wesentlich besser gemacht!

Soweit - so schlecht. Kommen wir auf die positiven Aspekte zu sprechen. Der Vergleich mit einem Buch hinkt ja immer gewaltig, weshalb man durchaus sagen muss, dass der Film für sich eigentlich ganz gelungen ist, wobei die bereits erwähnten CGI-Effekte maßgeblich beitragen sowie die in weiten Teilen überzeugenden schauspielerischen Leistungen. Nicole Kidman liefert eine absolut würdige Marisa Coulter ab, ich denke, jeder kann die Figur aus dem Buch in ihr wiederfinden. Lord Asriel ist mit Craig meines Erachtens nach mindestens ebenso gut besetzt obwohl man ihn nur kurz zu sehen bekommt... was unter anderem dem eher zweifelhaften Schluss zu verdanken ist, der eigentlich nicht existiert. New Line wollte wohl einen besonderen Cliffhanger erzeugen, was ihnen nebenbei bemerkt auch nichts gebracht hat. Aber die eindeutig beste Leistung (was auch ihrer dauerhaften Präsenz geschuldet ist), kann Dakota Richards für sich verbuchen. Einige sagen, sie spielt zu kühl, ohne Gefühle... diese Leute haben wohl das Buch nicht gelesen und kennen damit Lyra Belacqua nicht ^^ sehr gut getroffen, finde ich.

Das blöde an der ganzen Geschichte ist, dass es keine Fortsetzung geben wird, da der Film ganz einfach zu wenig Geld in die Kassen gespült hat. Das tut mir Leid, denn auch die folgenden zwei Bücher würden eine hervorragende Basis liefern. Mit einigen Kompromissen an die eher neutrale Aussage des ersten Films und ohne Zugeständnisse an die konservative Seite Amerikas (die Leser werden wissen, was ich meine), hätten daraus richtig gute Filme werden können, wohlgemerkt mit denselben Darstellern, was unter anderem wegen Richards nicht mehr funktionieren wird.

Alles in allem würde ich dem goldenen Kompass eine 3/5 geben, da ich aber schon lange keinen Fantasy-Film mehr gesehen habe, kriegt er einen kleinen Bonus - auch weil es überhaupt die letzten Jahre in dem Genre eher finster war. Endnote: 3,5, was bekanntlich aufgerundet wird...

Hoffen wir, dass jemand das nochmal in ein paar Jahren versuchen wird und dann richtig anpackt. Vorausgesetzt natürlich, Warner lässt die Rechte daran springen ;)
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100 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jahrelanger Wunsch wird wahr..., 6. März 2008
Als großer Fantasy-Fan habe ich jahrelang auf die Verfilmung von "Herr der Ringe" und "His dark materials" (Teil I: Der goldene Kompass") gehofft und gewartet. Für mich zwei der besten Trilogien ever.

Überall um mich herum werden diese beiden Trilogien nun miteinander verglichen. Es handelt sich bei diesen beiden Werken um derart unterschiedliche Literatur, dass ein "Vergleich" einfach gar nicht möglich ist. Das ist, als würde man vergleichen, was denn nun leckerer ist - Pizza oder Pasta! Gibt es darauf etwa eine Antwort?? Nein, denn zum einen ist es wirklich eine Geschmacksache, zum anderen kann man darauf keine vernünftige Antwort finden, denn man redet von zwei völlig unterschiedlichen Dingen. Und ehrlich gesagt - mir schmeckt beides!

Herr der Ringe wurde zum Kino der Superlative. Das war ein Aufwand und ein Budget, das seines Gleichen noch lange suchen wird. Die Ansprüche sind extrem hoch geschraubt worden. Ein wahres Meisterwerk.

Bevor der Film jedoch erschien, hatte ich Zweifel. Wie sollte man Figuren, die in der Phantasiewelt eines Buches im Kopf zum Leben erweckt wurden, auf einer Leinwand darstellen, ohne sie vollkommen lächerlich wirken zu lassen? Eine übergroße Spinne, die kämpft? Sprechende, lebende, laufende Bäume?

Dann kam der große Moment und ich muss sagen, ich war überwältigt. Nie zuvor hatte ich das Vergnügen, mir einen Film anzusehen, in dem mir jede Feinheit, jeder Charakter und jede Situation so vertraut war. Selbst die schwierigsten Szenen sahen 1:1 aus, wie in meiner Vorstellungskraft - das was ich zuvor gelesen hatte, war in Form von Bildern in meinem Kopf - und plötzlich vor mir auf der Leinwand.

Um nun wieder den Bogen zurück zu "Der goldene Kompass" zu bekommen, steige ich am selben Ansatz ein: was erwartet mich im Kino, nach jahrelanger Liebe zu der Trilogie und meinem "eigenen" Film im Kopf..?

Von vorn herein war klar: unterschiedliche Schreibstile der Autoren, komplett andere Konzepte/Figuren/Charaktere und Welten, die so unglaublich wenig gemeinsam haben. Es würde vom Gefühl her etwas ganz anderes werden, als bei Herr der Ringe. Mir war auch sofort klar: Teil I wird für die "Nichtleser" als Film nicht gerade leicht zu verstehen sein, bei den Büchern verschmelzen für mich erst alle drei Bände zu einem großen Ganzen, das verständlich ist und alles erklärt.

Von allen drei Teilen ist "Der goldene Kompass" der Aufbau - ein Ansatz, diese erste Welt und ihre Charaktere kennenzulernen. Ein Grundgefühl dafür zur vermitteln, sich auf sie und die seltsam fein zu spürende Stimmung erstmal einzulassen. Wer den goldenen Kompass gelesen hat, weiß, wie lang sich das erste Buch zieht. Wunderbar geschrieben, aber manchmal einfach doch zu langatmig. Richtig los geht es doch eigentlich erst nach 3/4 des Buches. Und ab da gibt es kein Halten mehr, Teil II und III direkt hinterher...

Nehmt Euch das Buch (Teil I) und setzt es als Film auf eine Leinwand. Es bietet einfach nicht den gigantischen Reichtum an tausend Dingen und großen Gefühlen, wie der erste Teil von HdR. Allein die trottelige Unbekümmertheit der Hobbits versprüht von Anfang an eine Art "gutes Bauchgefühl", den Zugang zum "Team" der "Gefährten" und Mittelerde, den man in "Der goldene Kompass" nicht finden wird. "Der goldene Kompass" bietet eine weit weniger große Palette der Darstellung. Allerdings finde ich diese in den meisten Details sehr gut gelungen. Ist das Alethiometer nicht einfach wunderschön geworden, wie man es sich erträumt hat? Und Pan und Iorek? Sie waren auf der Leinwand, als seien sie aus dem Buch dorthin gehüpft! Ich hätte sie in jedem mir unbekannten Film sofort erkannt!

Eindrucksvoll auch die Szene des betrunkenen Iorek Byrnison: erst beim Blick auf die Leinwand kam mir die exakte Szene aus dem Buch wieder in den Kopf und stellte sich dann auch genauso skuril dar, wie ich es damals, beim ersten lesen empfunden habe.

Fakt ist: Der Film war nah an der Buchvorlage. Die Stimmung, die der Film erzeugte, war die gleiche, mit "Unterkühlung" durchzogene Stimmung des ersten Buches. Ohne sie sonderlich zu mögen, bin ich der Meinung, dass die Hauptdarsteller passender nicht hätten ausgewählt sein können! Eine ständig unterkühlte Nicole Kidman, eiskalt, gierig, ein cooler Daniel Craig. Herrlicher Kontrast zur in Teil I nur selten auftauchenden, wilden, temperamentvollen, warmblütigen Hexe Serafina Pekkala!

Die wirklich "warmen" Charaktere, eine ganz andere Gefühlsebene, wahre Freundschaften und neue Abenteuer auf dem nun vorhandenen Fundament stellt sich in "Das magische Messer" (Teil II) dar. Die schon vorhandenen, eingeführten Charaktere lernt man besser kennen (z.B. Lee Scoresby), erfährt mehr über ihre Seele und wird zu ihrem Freund oder Feind. Sie gewinnen an Farbe, man kann sie besser verstehen, sich einfinden in sie und ihre Welten.

Da ich endlos über diese mir so liebe Trilogie berichten könnte, breche ich an dieser Stelle mit ein paar möglichst objektiven" Fakten meine Schreibflut ab:
Der Film ist ohne Vorinformationen nicht für jedermann leicht zu verstehen. Zudem ist er auch nicht so kindgerecht, wie z.B. Narnia. Meiner Meinung nach auch erst für etwas ältere Kinder zu empfehlen (ab 12). Der Film ist - wie das Buch - von einer gewissen Kühle und Schwere durchzogen, die einen fasziniert aber nicht unmittelbar mitnimmt und zum Teil des Ganzen werden lässt, wie nach wenigen Minuten Herr der Ringe.

Für mich trotz deutlich länger gewünschter Spielzeit eine sehr gute Umsetzung des Buches, der an manchen Stellen leider ein intensiveres Auskosten der wunderschönen, vorhandenen Details fehlte, um richtig damit warm zu werden.(Extremes Negativbeispiel: "Eragon". Ein wunderschönes Buch, mit viel Seele und Tiefgang, viel Entwicklung und Eigendynamik über Freundschaft, Liebe und Abenteuer wird im Film zu einem gekürzten, charakter- und seelenlosen, oberflächlichen kleinen Phantasie-Film!)

Wer Phantasie mag und liebt, sollte sich Teil I "Der goldene Kompass" auf jeden Fall ansehen. Wer weiß wann der nächste gute Film in diesem Genre erscheint?? Und wenns gefällt, Teil II und III einfach direkt hinterher lesen und mitnehmen lassen, in andere Welten...

Wie gesagt, Teil I war nur der Anfang... : )

Aus diesem Grunde: ganz doll *daumendrück für die Verfilmung von Das magische Messer" und Das Bernsteinteleskop", damit alles zu einem groooßen Ganzen" werden kann!!
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34 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Totsynchronisiert - nur im Original ein packend-düsterer Fantasykracher - im Dt. ein reiner Familienfilm!, 17. März 2008
Selten habe ich einen Film gesehen, der mich so gefangen gehalten hat und dessen sphärischer Eindruck mich auch jetzt noch begeistert.

Der Film startet mit einer wunderschönen Einführung in eine völlig neue Welt und führt uns zum altehrwürdigen Jordan-College in Oxford, wo man bereits in die dominierenden Akzente des Films eingeführt wird: Freier Geist gegen Autokratie oder mit den Worten zweier widerstreitender Akteure gesprochen: "Das ist Ketzerei! - Das ist die Wahrheit!"

Von beherrschender Präsenz ist die gerade einmal 13jährige Dakota Blue Richards, die sich mit ihrer Darstellung der Hauptperson Lyra der Auswahl unter 10000(!) Anwärterinnen mehr als würdig erweist. Es ist großartig, wie dieses junge Mädchen einerseits die düstere Grundstimmung des Films repräsentiert und andererseits wiederholt eine Fröhlichkeit und Hoffnung ausstrahlt, die zeigt, wieso sie das Herz dieses Films ist. Obwohl an und für sich "nur" ein Kind spielt sie mit einer Eindringlichkeit, die ihresgleichen sucht und diesen Film sowohl für Kinder als auch für Erwachsene empfiehlt.

Und in Sachen Eindringlichkeit setzt der Film Maßstäbe. Die Thematik des Films ist äußerst ernst gehalten und diesem roten Faden folgt der Film bis zur letzten Minute. Das liegt zum Einen an den Darstellern, die in ihren Rollen aufgehen und ihnen eine ungeheure Lebendigkeit und Tiefe verleihen. Eva Green und Daniel Craig zeigen selbst in ihren recht kurz gehaltenen Szenen ihr großes Talent und Nicole Kidman kann ihr Können diesmal auf der "dunklen Seite der Macht" mit einer unglaublichen Sympathie austoben. Angesichts der durchgehend exzellenten Riege von Schauspielern kann man auch den einen evidenten Mangel des Films verschmerzen, dass der Film in der zweiten Hälfte zugunsten von fast unablässiger Spannungsbögen und packender Actionszenen das Erzählerische vernachlässigt. Etwas mehr Hintergrundwissen zu neu auftauchenden Personen und der faszinierenden Storyentwicklung hätte dem Film nicht geschadet.

Zum Anderen ist die Optik durch bildgewaltige Landschaftsaufnahmen ungeheuer eindrucksvoll gelungen, die einen auch Dank förmlich entfesselter Kameraführung und stimmigem Soundtrack nicht mehr loslässt. Vor allem die majestätisch gleitenden Hexen und die animierten Tiere sind sehr natürlich gelungen und verkörpern faszinierende Charaktere. Dem Film gelingt damit das Kunststück, eine derart fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, dass man sich von der ersten bis zur letzten Minute völlig in ihrem Bann befindet. Und das zeichnet meines Erachtens einen echten Fantasy-Film aus.

Das Vorstehende gilt aber leider nur für die englische Originalversion. In der dt. Synchronisierung hat man der tragenden Hauptdarstellerin eine Kleinmädchenstimme abgehängt, so dass bei jeder spannenden Szene eine naive Kinderstimme dazwischenkracht und den Film allein durch diese eine misslungene Stimme zum Familienfilm ohne große Spannung und Atmosphäre degradiert, während im O-Ton das kleine Ausnahmetalent sowohl schauspielerisch als auch stimmlich eine exzellente Leistung abgibt. Ähnliches habe ich bisher nicht erlebt, dass auf der einen Seite der reinste Kinderfilm steht - und auf der anderen ein düster-packender Filmgigant, der mich auch noch nach dem xten Schauen mit seiner packend-düsteren Atmosphäre in den Bann zieht!

Fazit:

Ganz großes Kino! Unbedingt im O-Ton anschauen!
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