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Empires Never Last
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Oktober 2007
Seit Jahren dümpeln Galahad mit mal depressiven, mal zu innovativen (Techno-Brei im Neo-Prog-Sumpf) Scheiben zwischen einer mageren Underground-Reputation einerseits und intellektueller Hochstapelei andererseits dahin. Nach ihren, vor allem von Marillion inspirierten Frühwerken (einzig 'In a Moment of complete Madness' wirklich erwähnenswert) machte sich die Band vor allem mit ihren späteren Neo-Prog-Ausflügen, die mit Techno-Beats und Disco-Groove verwoben wurden, einen Namen. Musik, wie sie natürlich (ich nehme mich da nicht aus) nicht jedermanns Sache ist.
Erst mit der sehr guten DVD 'Resonance - Live in Poland' zeigte die Band den Biss, der vielen, heutigen Neo-Prog-Bands zu eigen ist: Fette Gitarren, mächtige Soundteppiche und bedrohliches Drumming.
'Empires Never Last' ist ein Album, das vieles davon bietet!

Eröffnet wird die Scheibe mit dem von Chören getragenen 'De-Fi-Ance'. Einem Titel, der auf der (auf 500 CDs begrenzten) 'ENL Touredition' noch geteilt daher kam. Der Break, der sich nach den Chören wie Blitz und Donner durch dieses Take zieht, wurde so noch deutlicher und hob die, fast in Industrial-Sounds abgleitende, Nummer besonders hervor. 'De-Fi-Ance' stellt hier jedoch das Intro zum offiziellen Release der 'ENL' dar und so macht das Zusammenfügen der einstig getrennten Takes 'De-Fi' und 'Ance' durchaus Sinn. Das zweite Take 'Termination' eröffnet mit einer kleinen Piano-Zeile, dann aber brechen immer wieder krachende Riffs in die eher harmonische Gesangslinie und treiben die Nummer voran. 'I could be God' beginnt mit flirrenden Synths und (noch) zurückhaltendem Drumming. Das Take baut sich im klassischen Neo-Prog-Stil auf, zeigt interessante Breaks und eine reife Vocalleistung. Wenngleich das rollende 'R' bisweilen an Fish erinnert. Trotzdem ein sehr, sehr guter Longtrack!
Herausragend ist auch 'Sidewinder'! -Ein eher depressives Take, das beängstigend-treibend vor sich hin wabert, klasse Keyboards und kräftige Riffs wechseln mit dem, manchmal verschleppt wirkenden Gesangsharmonien. Die Nummer beginnt nach einiger Zeit regelrecht zu rocken und bietet klasse Gitarrensoli auf dicht treibenden Rhythmen. Es folgt mit 'Memories from a Africa Twin' eine eher ruhige Instrumentalnummer, bei der ich nicht so recht weiß, wie ich sie einordnen muss. Für Neo-Prog ist mir das fast zu banal! -Der Track ist mit der, leicht erhaben wirkenden Orgel nicht uninteressant, passt aber irgendwie nicht ins Konzept der Scheibe. Der abschließende Ba-ba-ba-Gesang tut hier das Übrige.
Mit dem Titeltrack haut die Band aber wieder in die Vollen: Düster treibend baut sich das Take auf fetzenden Riffs auf. Vor den Vocals folgt ein erster, kurzer Break, der kurz darauf wieder mit fett-krachenden Riffs wechselt. Eine überaus kurzweilige Nummer, deren Ende vor Riffs und Soli geradezu protzt!
Den Abschluss der CD bildet 'This Life coul'd be my last...'. Die Nummer baut im Intro wieder auf leise Piano-Linien sowie eine knarzende 'Vinyl-Welle' als Stilelement. Das Take treibt zunächst auf einem, vor allem von Keybords getragenen, überaus dichtem Soundteppich dahin, steigert sich aber in seinem Verlauf zu einer ganz tollen Prog-Nummer und klingt dann ein bisschen zu lange (für meinen Geschmack) aus.

Insgesamt ist 'ENL' wohl das ausgereifteste Werk Galahads. Es bietet vieles, was guten Neo-Prog ausmacht. Für mehr als vier Sterne kann ich mich aber dennoch nicht durchringen, denn andere Neo-Progger haben da (ich möchte nur an Spock's Beard, Dead Soul Tribe oder Porcupine Tree erinnern) die Nase weiter vorn. -Dennoch: Ein empfehlenswertes Album ist 'Empires Never Last' in jedem Fall!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2015
"Defiance"
So heisst der mächtig dick auftragende Opener des Albums. Hier gibt es Frauenchöre , Bombast-Breaks, "Progmetal" und viel Pathos und ein abruptes Ende. Definitiv keine leichte Kost.

"Termination" steigt da schon etwas klar orientierter ein und zeigt, wo die Reise auf "Empires never last" eigentlich hingeht: Kräftiger, fett produzierter, moderner, komplexer Rock mit gelegentlichen Metaleinflüssen. Nicht übermäßig verkopft arrangiert, aber auch nicht auf maximale Eingängigkeit getrimmt. Ein kleines Fragezeichen bleibt in jedem Song stehen und man braucht den einen oder anderen Durchlauf um alle Nuancen erfassen zu können.

"I Could be God" bietet zu Beginn gleich eine recht eingängige Gesangslinie und viel futuristisch-atmosphärische Keyboards. Der Song ist von Wendungen durchsetzt, nimmt aber immer wieder Elemente wie die "Crossoverkompatiblem" Souts auf.
Im weiteren Verlauf zitiert der Song aus "I have a dream" von Martin Luther King. Ob das nötig ist, bleibt geschmacksache.
Insgesamt kommt dieser Song auf eine Länge von knapp 15 Minuten und greift am Ende nochmals auf den Refain zurück.
Zwischendurch gibt es immer wieder dezent vertrackte Grooves.

Das sie nicht einfach zu packen sind beweisen Galahad auch mit dem Song "Sidewinder". Zu Beginn wähnt man sich noch in einem straight spacigen Groover. Der Song weist aber derart viele Wendungen auf, dass man durchaus von Unvorhersehbarkeit sprechen kann. Die 11 Minuten sind randvoll mit Ideen. Die Band tut dem Hörer zudem nicht den Gefallen einen sonderlich eingängigen Rahmen um das Spektakel zu ziehen.

"Memories from an Africa Twin" fährt mit klassischer Orgel, Spinettklängen und mittelalterlichen "ba ba ba" Gesängen einen ziemlich seltsamen Film. Wer im Booklet nachschlägt findet ein Bild mit einem Motorrad. Da dieses Motorrad offensichtlich aus der Reihe eines japanischen Herstellers kommt, und eben den im Songtitel angesprochenen Namen trägt, wird klar, dass es sich beim Song inhaltlich um eine Motorradreise mit entsprechenden Eindrücken handelt.Die Klärung warum der "ba ba ba" Text so ironisch daneben abgedruckt ist und weshalb eben dieses Soundszenario dazu gedichtet wurde überschreitet meine interpretativen Absichten jedoch.

"Empires never last" beginnt mit einem ansprechenden, fliessend-hypnothischen Bassriff und das Schlagzeug steigt linear ein. atmosphärische Keys lagern sich über die Vorgabe und die Lautstärke wird langsam erhöht. Dann wird der Song kurz schwer groovend und das Eingangsriff wird etwas "härter" wiederholt. Dann ruhig-groovige Entspannung bei der Strophe. Galahad scheinen mit diesem Song einen recht "konventionellen" Neoprogsong geschrieben zu haben. Locker-flockig, knackig groovend mit kleineren Ecken und Kanten und gesanglich nicht schwer verdaulich. Der Titelsong ist zwar recht lang (neun Minuten) aber dennoch am wenigsten mutig und etwas gefälliger als die übrigen Songs. Ohne besser/schlechter Wertung.

"This life could be my last" greift nach gefühlvoll gesungenem Intro wieder mal recht spacige Keyboards auf und fährt erstmal eine ähnliche Eingängigkeits Schiene wie der Song zuvor, nur dass "This life..." balladiger daherkommt. Es gibt sogar einen ziemlich eingängigen und schöngeistigen Refrain. Auch dieser Song lässt sich auf ein paar nette Ausschmückungen ein und bringt es auf über 10 Minuten.

Abschliessend lässt sich sagen, dass Galahad mit "E.N.L" einen großen Haufen (Albumlänge: 61 Minuten) komplexer Musik präsentieren. Die Songs sind eine Mischung aus modernen Sounds mit teils kräftigen, latent aus dem Metalbereich stammenden, Zitaten und gefühlvollen Instrumentierungen. Die Keyboardsound sind teils recht futuristisch, wobei der Musik durchaus auch eine altbackene Atmosphäre zugrunde liegt. Der Frickelfaktor hält sich in Grenzen und ungerade Taktarten werden nur mit Bedacht zum Ausdruck einer Idee verwendet. Die Rhythmusgruppe darf des Öfteren aber einfach "cool" grooven.

Es gibt weder sonderlich eingängige noch zu durchgedrehte Strukturen im Songwriting. Einfach zu hören ist der Mix jedoch nicht immer. Lange Songlängen, eigenwillige Klänge und seltsame Ideen machen aber etwas sehr Besonderes aus dem Album.
Der Gesang erinnert mich stellenweise an eine Mischung aus IQ und Pallas, wobei die Stimme doch oft recht schrullig und eigenwillig klingt.

Soundtechnisch geht's ordentlich druckig aber transparent zur Sache.

Eigenständige Sache.
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Ich habe 3 Galahad Alben, die ich besonders schätze: Nothing is written, Beyond the realms of euphoria und Empires never last. alle 3 sind im klassischen Sinne Prog, wobei Nothing.. sehr Neo-Prog-lastig ist und mit "Richelieu#s Prayer" ein absolut highlight enthält, Beyond.. ist schon an manchen Stellen fast poppig (enthält aber ein wunderbares Remake von Richelieu..). Empires.. ist von den dreien Scheiben die härteste, hier wird gerockt und hier gibt es mit "I could be god" ein sensationelles Opus mitdrin. Gute Keyboardeinsätze (nicht überschwenglich), fette Gitarren und Drums (bei Sidekinder gefallen mir die Drum-Loops nicht sooo gut, dafür aber Gesang und Gitarren), sehr gute Vocals/Stimme. Alles in allem ein sehr gutes Album der Prog-Szene, ich freue mich auf den Gig in Rüsselsheim im RIND, dort spielen Galahad am 13.9./14.9.2013.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Januar 2012
Ich kannte 'Galahad' bis vor wenigen Monaten überhaupt nicht und bin durch Zufall an dieses Album geraten! Hier zeigt sich, dass der Progrock alles andere als tot ist, im Gegenteil, er lebt ganz ausgezeichnet und ist vital wie schon lange nicht mehr! Das Album startet mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen 'De-fi-ance' welches aber auch der einzige Schwachpunkt auf diesem gelungenen Album ist! Mit 'Termination' folgt bereits der erste Höhepunkt der eine Fortsetzung im grandiosen 'Sidewinder' oder dem genialen Titelstück findet. Alles in allem ein Riesenalbum mit irre viel Ideenvielfalt und den typischen Tempiwechseln. Ein Punkt Abzug wegen des langweiligen Einsteigers.
Unbedingt empfehlenswert!!
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