Kundenrezensionen

94
4,2 von 5 Sternen
Das Mädchen mit dem Perlenohrring [Blu-ray]
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Illusion ist perfekt. Man fühlt sich ins Holland des 17. Jahrhundert zurückversetzt. Eine junge Magd verdingt sich im Haushalt eines Malers. Zwei völlig konträre Welten treffen aufeinander. Doch, das Genie des Malers verbindet sich mit dem einfachen Mädchen ohne Schulbildung im tieferen Verständnis der Kunst. Daraus entsteht eine hocherotisch, wenn auch völlig platonische Liaison und eines der bedeutendsten Meisterwerke des malerischen Ausdrucks.
Ein Film, der in völlig ruhigem Fahrwasser schifft. Scarlett Johansson ist als Griet einfach unbegreiflich schön und kommt dem Original erschreckend nahe. Colin Firth als Johannes Vermeer spielt unbeschreiblich unspektakulär und vielleicht alleine dadurch so authentisch.
Der Film über ein Meisterwerk der Malerei ist selbst zu einem cineastischen Meisterwerk gereift, fern ab von jeglicher reißerischen und hollywoodliken Action.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Jan Vermeer (1632-1675), im Film dargestellt von dem sehr gut aussehenden Schauspieler Colin Firth , lebte als Maler in Delft.
Neben Franz Hals und Rembrandt gehört er zu den drei bedeutendsten Vertretern der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts.
Interessant bei seinen Gemälden ist die Behandlung des Lichts, über das die zumeist in Tätigkeiten versunkenen Figuren ihren einzigen Außenbezug erhalten.
Diese Lichtgestaltung kommt im Film sehr gut zum Ausdruck und lässt die einzelnen Filmsequenzen selbst wie Gemälde Vermeers erscheinen.
Man erlebt den Maler bei seiner Arbeit. Er wohnt im Hause seiner Schwiegermutter, die alle Familienmitglieder beherrscht. Sie ist eine schrecklich raffsüchtige, unsympathische Person. Vermeers Ehefrau Catharina Bolnes - sie ist fortwährend schwanger - wirkt ebenfalls sehr unsympathisch, nicht zuletzt, weil sie aufgrund ihrer fürchterlichen Eifersucht sehr ungerecht zu ihrem Personal ist.
Die hübsche, betont zurückhaltende Griet ( Scarlett Johansson) arbeitet als Dienstmädchen im Hause Vermeer. Sie wäscht die Wäsche, putzt das Silber, schrubbt die Böden.
Als sie Vermeers Bilder sieht ist sie fasziniert. Man spürt, dass sie intuitiv begreift, was der Künstler aussagen möchte. Vermeer fühlt, dass Griet ein tieferes Verständnis für sein Tun besitzt und lehrt sie, Steine wie Lapislazuli zu zerstoßen und Farben zu mischen. Er erklärt ihr auch das Geheimnis von Farbkompositionen und den Sinn der Camera Obscura. Die beiden sprechen über die Bilder, die er malt und nur darüber. Griet erweist sich als sehr kritische, selbstbewusste Beobachterin.
Dies alles geschieht heimlich, weil Vermeers Gattin die mentale Nähe zwischen Vermeer und Griet niemals dulden würde.
Die Beziehung zwischen dem Künstler und der Magd ist bis zum Ende des Films eine platonische, obschon man hofft, dass sie zu einer Person verschmelzen. Die unendliche Sehnsucht im Blick beider Protagonisten, das unterdrückte Begehren, wenn Sie einander anblicken, schmerzt den Zuschauer. Man wünscht den beiden Erlösung.
Vermeers Mäzen möchte, dass der Künstler ein Portrait von der schönen Griet anfertigt. Auf diese Weise entsteht " Das Mädchen mit dem Perlenohrring", vielleicht eines der bekanntesten Gemälde des Künstlers.
Als Vermeers Ehefrau von dem Bild Kenntnis erlangt, muss Griet das Haus verlassen....

" Das Mädchen mit dem Perlenohring " stellt vortrefflich die Gepflogenheiten und Sitten des Barockzeitalters in Holland dar.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend. Der Film ist ein Genuss für die Augen des Betrachters. Mit Dialogen wird sehr sparsam umgegangen, primär wird Kommunikation durch sehr eindringliche, aber auch sehr scheue Blicke dargestellt.

Die Ton und Bildqualität lassen nichts zu wünschen übrig.

Empfehlenswert.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2004
Die junge Griet muss nach einem Unfall ihres Vaters, wobei dieser erblindet ist, als Magd arbeiten. Sie findet eine Stellung bei dem Maler Vermeer. Dort muss sie unter anderem dessen Atelier putzen, stehts darauf bedacht, nichts zu verstellen, was der Künstler gerade malt. Mit der Zeit baut sich zwischen Vermeer und Griet ein Vertrauensverhältnis auf, das darin endet, dass Vermeer den Auftrag bekommt, Griet zu malen. Es entsteht das berühmteste Gemälde Vermeers.
Dieser Film ist einfach Wunderschön!! Jedes gefilmte Bild ist fast schon ein Kunstwerk für sich. Nicht umsonst wurde der Film für "Beste Kamera" Oscar nominiert. Der Film hält sich, was sehr schön ist, nah an die Romanvorlage von Tracy Chevalier, die Schauspieler sind perfekt ausgesucht. Scarlett Johansson scheint, seit Lost in Tranlsation" auf "tragische" Rollen abonniert zu sein. Colin Firth spielt Vermeer mit wunderbarer Ausdruckskraft. Man spürt die Anziehungskraft, die zwischen Herr und Magd ist, fast körperlich. Dieser Film zeigt mal wieder, wie viel Bedeutung Blicke und einfache Berührungen doch haben können.
Ich kann nur empfehlen, reingehen und schauen!!! Selten war Sehnsucht so schön!
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43 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2005
Die junge Griet muss nach einem Unfall ihres Vaters, wobei dieser erblindet ist, als Magd arbeiten. Sie findet eine Stellung bei dem Maler Vermeer. Dort muss sie unter anderem dessen Atelier putzen, stehts darauf bedacht, nichts zu verstellen, was der Künstler gerade malt. Mit der Zeit baut sich zwischen Vermeer und Griet ein Vertrauensverhältnis auf, das darin endet, dass Vermeer den Auftrag bekommt, Griet zu malen. Es entsteht das berühmteste Gemälde Vermeers.
Dieser Film ist einfach Wunderschön!! Jedes gefilmte Bild ist fast schon ein Kunstwerk für sich. Nicht umsonst wurde der Film für "Beste Kamera" Oscar nominiert. Der Film hält sich, was sehr schön ist, nah an die Romanvorlage von Tracy Chevalier, die Schauspieler sind perfekt ausgesucht. Scarlett Johansson scheint, seit Lost in Tranlsation" auf "tragische" Rollen abonniert zu sein. Colin Firth spielt Vermeer mit wunderbarer Ausdruckskraft. Man spürt die Anziehungskraft, die zwischen Herr und Magd ist, fast körperlich. Dieser Film zeigt mal wieder, wie viel Bedeutung Blicke und einfache Berührungen doch haben können.
Ich kann nur empfehlen, reingehen und schauen!!! Selten war Sehnsucht so schön!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Mai 2015
Story (5)
Die Geschichte spielt in Delft im 17. Jahrhundert. die 17-jährige Griet wird als Dienstmagd in der Familie des berühmten Malers Jan Vermeers in Dienst genommen.
Die sehr schüchterne aber kluge Griet ist fasziniert von der neuen Welt, die sich ihr hier eröffnet. Es entwickelt sich eine Zuneigung zwischen Vermeer und seiner Dienstmagd, die ihn mehr und mehr zu inspirieren vermag.
Als er den Auftrag eines reichen Mäzen erhält Griet zu malen, nimmt die Handlung eine dramatische Wendung...

Die Strasse von Delft sind schmutzig, die Hände der Dienstmagd zerschunden und vom Wäsche Kochen gerötet. Wir haben es hier wahrlich nicht mit einer glattgebügelten Hollywood-Produktion zu tun, sondern mit einer sehr authentischen und zeitgemässen Umsetzung.
Scarlett Johansson, spielt die eingeschüchterte Griet hervorragend und das Zusammenspiel mit Colin Firth als Vermeer ist beeindruckend. Es ist kein Film der grossen Worte oder Erklärungen. Vieles wird nur angedeutet durch Gesten oder Augenkontakt – manche Szenen nur durch Körperhaltungen oder Blicke inszeniert. In jedem Fall aber gekonnt und beeindruckend umgesetzt, eher wie in einem Theaterstück, zuweilen ist alles genau so arrangiert wie auf einem Gemälde und nicht selten werden ganze Szenen auf ein Vermeer-Bild hin arrangiert. Die düstere Grundstimmung und die allgemein eher dunkel gehaltenen Szenerie vermögen diesen Eindruck noch zu vertiefen.

Hier wird nicht dem Publikumsgeschmack gehuldigt und genau das ist es, was diesen Film zu einem kleinen Meisterwerk werden lässt.

Bild (2)
Das Bildseitenformat liegt in 2.35:1 ( 15:9 CinemaScope ) vor.
Ausgerechnet in einem Film, in dem die Kraft der Bilder und der Farben thematisiert wird, haben wir es mit einer Blu-ray-Umsetzung zu tun, die jeder Beschreibung spottet.
Der Schärfegrad ist sehr bescheiden, knapp akzeptabel bei Nahaufnahmen, absolut ungenügend bei Totalen.
Der Kontrast ist stellenweise auf VHS-Niveau. In dunklen Szenen und davon gibt es hier viele, säuft das Bild dann auch mal komplett ab. Ebenso markant ist das Bildrauschen, in dunklen Szenen, das ich auf einer Blu-ray in dieser Ausprägung bis heute noch nie gesehen habe.
Alles in allem keine wirkliche HD-Umsetzung sondern bestenfalls eine dilettantische DVD-Hochskalierung.

Ton (4)
Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 5.1 vor.
Wenigstens den Ton hat man gut hinbekommen. Es entsteht eine beachtliche Surroundkulisse und auch die Dynamik lässt kaum Wünsche offen. Obwohl es sich um ein sehr ruhig inszenierten Film handelt, hat man eine ausgezeichnete Tonumsetzung.
Auch die Dialoge sind stets gut zu verstehen, und die Balance ist ausgewogen und stimmig.

Extras (3)
Gibt es reichlich, hat mich aber nicht interessiert. Es gibt ein Wende-Cover!

Fazit: Ein kleines Meisterwerk, keine Frage, das aber durch die dilettantische Bildumsetzung dieser Blu-ray zerstört wurde.
Wenn man die DVD besitzt, ist der Kauf dieser Blu-ray unnötig. Ich kann das Produkt in der vorliegenden Ausgabe leider nicht empfehlen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der berühmte Maler Jan Vermeer lebte in der Zeit von 1632 bis 1675 in der holländischen Stadt Delft. Nur 37 seiner Bilder sind bis heute bekannt. Unter anderem gehört das Bild "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" zu seinen bekanntesten Bildern.

Die Autorin Tracy Chevalier schrieb ihren Roman rund um dieses Gemälde. Als der Vater des jungen Mädchens Griet sein Augenlicht verliert, muss Griet bei einer kinderreichen Familie als Dienstmagd arbeiten, um Geld für ihre Familie dazu zu verdienen. Unter anderem muss Griet in dem Haus der Familie Vermeer das Malzimmer des Herrn putzen. Dabei fallen ihr nicht nur die Malutensilien auf, sondern vielmehr auch der Maler selbst, welcher eine ungehörige Anziehungskraft auf sie auszustrahlen vermag.

Doch diese Sympathie scheint nicht nur einseitig zu sein. Auch Vermeer hat Interesse an dieser jungen, scheuen und unbedarften Magd. Doch zielt sein Interesse nicht vielmehr nur darauf ab, sie malen zu wollen? Schon sehr bald hilft Griet ihm heimlich, seine Farben vorzubereiten. Heimlich deshalb, weil es gegen die Sitten einer guten Erziehung verstoßen würde, wenn der Herr des Hauses sich mehr als nötig mit der Dienstmagd abgibt. Doch bleibt diese Heimlichkeit wirklich unentdeckt? Und wie weit werden Vermeer und Griet gehen? Und was würde passieren, wenn Vermeer das Mädchen gerne malen würde?

Den Produzenten dieses Films ist wahrhaftig ein Meisterwerk gelungen. Man sollte einen Film eigentlich nicht mit dem dazugehörigen Buch vergleichen, aber in diesem Fall steht der Film dem Vergleich stand. Sehr nah an der Handlung des Buches, besetzt mit wunderbaren Schauspielern, taucht man derartig in die Geschichte des 17. Jahrhunderts hinein, dass ich persönlich mich am Ende im Jahre 2009 irgendwie fehl am Platze fühlte.

Einige Szenen fehlen im Film, was natürlich damit zu tun hat, dass ein Film zeitlich begrenzt ist. Ganz wunderbar finde ich es aber, dass diese Szenen in der Special-DVD zu sehen sind. Das Ende ist zwar auch anders als das Buch, doch lässt es Platz für eigene Gedanken und Ideen.

Der Film kommt ohne viel Worte aus. Sehr faszinierend umgesetzt wurde die Verbindung zwischen Vermeer und Griet, welche fast ausschließlich aus Gesten und der Mimik besteht. Ein wahrer Film für die Augen. Das Bild von Vermeer hat ebenfalls eine Faszination in mir ausgeübt, die mich auch jetzt noch sehr gefangen hält.

Wer das Buch kennt und liebt, wird auch diesen Film lieben. Und wer das Buch noch nicht kennt, sollte es unbedingt lesen!

Chapeau dafür, dass die Filmemacher mir gezeigt haben, dass es doch geht, ein Buch sehr gut umzusetzen!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2007
Meister Vermeer malte das beruehmte Bild, in dem ein junges Maedchen mit einer blau-weissen Haube sich dem Betrachter ueber ihre Schulter hinweg zuwendet. In ihrem Ohr prangt - eigentlich unpassend zur sonstigen Kleidung - ein Perlenohrring.

Zu eben diesem Bild ist in diesem Film eine Geschichte erfunden worden. Die Geschichte eines Dienstmaedchens im Hause Vermeer, das den jungen Vermeer inspiriert, das dafuer aber Neid und Hass von Vermeers Ehefrau ernten darf.

Des Maedchens Faszination fuer den Maler und seine Welt hebt sie fuer einen Augenblick aus ihrem Alltagsleben heraus - trotzdem vermag die Liebe letztlich nicht zu siegen.

Ein Geselschaftsportrait aus der Zeit, mit authentischen Kleidern, wunderbarer Beleuchtung, Bildern, von denen manches selbst ein Gemaelde sein koennte.

Was mich ein bisschen stoerte war, dass der Film letztlich dieses Portrait blieb. Zwar entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte - letztlich ist sie aber so schnell wieder vorbei, wie sie gekommen ist, und hat im Leben des jungen Maedchens nicht wirklich etwas veraendern koennen. Gut, einmal stand sie neben einem Man, der Geschichte schrieb, durfte mit ihm Farben anruehren, sich ueber Licht Gedanken machen - aber am Ende wird sie aus dem Hause gejagt, und wenn Vermeer ihr auch ein letztes Zeichen seiner Verbundenheit schickt, so bleibt sie doch die Magd, die sie zu Beginn war.

Vielleicht will man das so, vielleicht ist es so realistisch. Ich denke aber doch, dass das plot ein bisschen kraeftiger haette sein duerfen - dies ist eine rein persoenliche Bemerkung.

Trotzdem bleibt der Film natuerlich ungewoehnlich, etwas Besonderes und sehr sehenswert.

Ich moechte ihn daher gerne empfehlen.
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52 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2005
Tatsächlich ist "das Mädchen mit dem Perlenohrring" ein ungewöhnlicher Film. Arm an äußerer Handlung entfaltet der Streifen einen sinnlichen Zauber, der seinesgleichen sucht.
Der perfektionistische Maler Johannes Vermeer lebt mit seiner Schwiegermutter, seiner verhärmten Frau und einem Haufen Kinder in einem förmlich-durchorganisiertem Haushalt. Als die Magd Griet zu ihnen stößt, fasziniert sie ihn mit ihrer einfachen Natürlichkeit und ihrem genuinen Kunstverständnis. Zwischen beiden entwickelt sich eine Faszination, die den Maler schließlich zu seinem bekannten Gemälde inspiriert. Dieser "Verrat" wird aber von der übrigen Familie nicht hingenommen...
Die Beziehung der beiden Hauptpersonen ist weit entfernt von einer sexuellen - was im rigiden katholischen Umfeld wohl auch schwer möglich gewesen wäre- , wohl ist sie aber sehr erotisch in ihrem Wechselspiel der Blicke und Gesten. Der Höhepunkt des Films ist auch das Höchste der Körperlichkeit für die Protagonisten: Vermeer durchsticht Griets Ohrläppchen, um sie mit dem Perlenohrring seiner Frau zu schmücken.
Gebettet sind die Szenen in ein reizvolles, historisches Ambiente. Der Regisseur Peter Webber erliegt glücklicherweise nicht der Versuchung, Vermeers Bilder grundsätzlich 1:1 nachzustellen. Vielmehr atmet sein Film das Flair der Vermeer'schen Gemälde: die Farbe, der Lichteinfall mit den entstehenden Schlagschatten, die Interieurs und Durchblicke, die typischen Requisiten. Die tiefe Ruhe und stoffliche Sinnlichkeit der Bilder durchzieht den ganzen Film.
Gespielt wird durch die Bank hervorragend, die Musik ist bisweilen an der Grenze zu einer Melodramatik, die dem Film eigentlich fremd ist.
Wenn es im 21. Jahrhundert eines Beweises bedürfte, dass Malerei ein sinnliches Vergnügen sein kann: hier ist er.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Dezember 2007
"Das Mädchen mit dem Perlenohrring" ist ein Film, wie ich noch keinen zuvor gesehen habe.
Die Buchvorlage von Tracy Chevalier wurde filmisch gut umgesetzt. Colin Firth in der Rolle des Malers Johannes Vermeer und Scarlett Johansson in der Rolle der Dienstmagd Griet hätten besser nicht besetzt werden können. Auch die anderen Darsteller wurden mit großer Sorgfalt ausgewählt und sorgen für das letztendlich stimmige "Gesamtkunstwerk".
Der einzige Kritikpunkt, der zu nennen ist, ist die Tatsache, dass der Film nach meinem Empfinden nur dann "richtig" gesehen werden kann, wenn man im Vorfeld das Buch gelesen hat.
Der Regisseur, Peter Webber, hat die Erzählung zwar wirklich mit genau derselben Leichtigkeit und Schnörkellosigkeit umgesetzt, wie auch schon in der Vorlage geschehen, doch wesentliche Inhalte, die für den "Neuling" zu einem besseren Verständnis beitragen würden, sind leider außen vor gelassen worden.
Für mich, die ich das Buch gelesen habe, ist der Film genauso wie er ist, perfekt.
Keine einzige Szene wirkt aufdringlich oder überladen. ....
Und genau das macht den Film letztendlich zu etwas solch Besonderem.
- Unbedingt anschauen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juli 2004
Ein Film wie ein Gemälde! Die zarte Liebe zwischen dem begnadeten Maler Jan Vermeer und dem Hausmädchen Griet wird in wundervollen Bildern gezeichnet. Ein zauberhafter, aber zugleich auch stiller Film für einfühlsame Zuschauer.
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