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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich kann nicht anders...
...ich muss einfach 5 Sterne geben. Warum? Selbst eine Folge wie diese hier, bei der diverse Rezensenten Schwächen ausmachen, ist für mich als Hörer noch dermassen weit über dem Durchschnitt, dass vier Sterne einfach zu wenig sind. Vielleicht ist es von Vorteil, wenn man den Roman vorher nicht kannte. Ich habe mich bestens unterhalten und gegruselt. Wo...
Veröffentlicht am 21. Dezember 2010 von Watch out for

versus
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3.0 von 5 Sternen viel Horroraction
Die neue Dorian Hunter-Folge bietet in der Tat einige Überraschungen. Dabei überzeugt die Folge gar nicht mal von Anfang an. Beginnen tut alles mit einem Gespräch zwischen Hunter und Helnwein. Dabei werden alte Geschichten aufgewärmt, was ich als Wiedereinstieg gar nicht mal so schlecht finde. Dann taucht Michael Zamis von der schwarzen Familie auf und...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2010 von G. Walt


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich kann nicht anders..., 21. Dezember 2010
...ich muss einfach 5 Sterne geben. Warum? Selbst eine Folge wie diese hier, bei der diverse Rezensenten Schwächen ausmachen, ist für mich als Hörer noch dermassen weit über dem Durchschnitt, dass vier Sterne einfach zu wenig sind. Vielleicht ist es von Vorteil, wenn man den Roman vorher nicht kannte. Ich habe mich bestens unterhalten und gegruselt. Wo andere Langeweile ausmachen, erlebe ich Spannung und *Ruhe vor dem Sturm"...

Bombastische Serie, hochinteressant gemacht, nach wie vor jede Folge ein Genuss. Wer's nicht hört, ist selber schuld.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, subtil und unheimlich, 31. Dezember 2010
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Dorian Hunter setzt in Wien seinen alten Freund Norbert Helnwein über die neuesten Entwicklungen in Kenntnis. Seit er erfahren hat, dass er in einer früheren Inkarnation als Baron del Conde einen Pakt mit dem Satan geschlossen und dadurch seine Familie verraten und verloren hat, ist Hunter entschlossener denn je, die Schwarze Familie auszurotten, obwohl er auch von heftigen Schuldgefühlen geplagt wird. Im Nachlass der teuflischen Schwestern Hercy und Mercy findet er einen Hinweis auf eine Art dämonische Reliquie, die als Pfand für den Fürsten der Finsternis dient. Die Spur führt den Dämonenkiller und den Antiquitätenhändler Helnwein in den Stephansdom und die darunter liegenden Pestgewölbe. Dort werden die beiden Männer bereits erwartet und Hunter muss erkennen, dass auch die Zamis-Familie eine wichtige Rolle in diesem satanischen Spiel inne hat und die Schlüsselfigur ist das mysteriöse Mädchen in der Pestgrube, das nach dem Tod der beiden Teufelsschwestern mehrfach erschienen ist '

DORIAN HUNTER gehört nicht nur thematisch zu den vielfältigsten und umheimlichsten Gruselserien auf dem Hörspielmarkt; auch Erzählstruktur, Tempo und Inszenierung sind beispiellos und ein Zeichen für die immense Sorgfalt, welche die Macher bei der Produktion walten lassen. 'Das Mädchen in der Pestgrube' ist ein schönes Beispiel dafür, dass man nicht unbedingt 'Old School' produzieren muss, um dem Geist der Romanvorlage gerecht zu werden. Im Gegenteil, eine zeitgemäße Umsetzung zollt der Kultserie viel mehr Tribut, als es eine altbackene Vertonung im 80er-Stil je könnte, zeigt es doch, dass die trashigen Heftchen gewissermaßen zeitlos sind. Das vorliegende Hörspiel präsentiert sich in gewohnt opulenter Inszenierung, was nicht nur an den realistischen Effekten liegt, sondern vor allen Dingen an dem Soundtrack von Moorland Music und der klanggewaltigen Titelmusik von Joachim Witt. Natürlich wurde die Romanvorlage an einigen Stellen dramaturgisch angepasst, obwohl die Geschichte deutlich erkennbar bleibt. In der Eröffnungsszene ist bereits ein großartiger Klaus Dieter Klebsch in der Rolle des Asmodi zu hören. Die Szene zeigt bereits, dass man es mit einem Hörspiel für Erwachsene zu tun hat, was auch durch die Erzählstruktur in Form einer Rückschau deutlich wird. Thomas Schmuckert (Dorian Hunter) und Hasso Zorn (Norbert Helnwein) sind ein eingespieltes Team und können sich perfekt mit ihren Rollen identifizieren. Hörspiel-Altmeister Douglas 'Macabros' Welbat brilliert als Michael Zamis. In weiteren Rollen sind Schauspieler und Sprecher wie Bernd Rumpf, Luise Lunow, Markus Pfeiffer, Oliver Kalkofe und Bernd Vollbrecht zu hören. Am bemerkenswertesten ist jedoch der kleine Auftritt von Regina Vlcek, der Witwe des DÄMONENKILLER-Autors Ernst Vlcek, die sich als Fremdenführerin im Stephansdom selber spielt und für einen guten Schuss Humor sorgt, insbesondere als sie 'Oh, du lieber Augustin' zum besten gibt und die Geduld des guten Dorian auf eine nicht unerhebliche Probe stellt. Viel Action oder Brutalität hat die Handlung dieses Mal nicht zu bieten und besticht durch subtile Spannung, eine unheimliche Atmosphäre und einer für die Serie wegweisenden Entwicklung. Allerdings sollte man die ersten Folgen grob kennen, um das Hörspiel in Gänze genießen zu können.
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5.0 von 5 Sternen Spannend bis zur letzten Sekunde - und mit Erklärungen!, 31. Dezember 2010
Von 
Ingo Möller (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Eine weitere geniale und spannend in Szene gesetzte Folge der "Dorian Hunter" Serie. Da die Umsetzung von den Zeitsprüngen lebt, erklärt sich dem Hörer die gegenwärtige Situation des Dämonen-Killers nach und nach. Und durch die von Dorian Hunter erzählten Handlungen in der näheren Vergangenheit, erschließen sich dem Fan der Serie viele Zusammenhänge, die bislang im Verborgenen blieben.
Um stets im Bilde zu bleiben muss man sich dem Hörspiel zu 100% annehmen. Tut man dieses nicht, so passiert es schnell, dass man als Hörer den Faden verliert und noch einmal zum vorherigen Track der CD zurückgehen muss.
Man erfährt in "Das Mädchen in der Pestgrube" viel über Asmodi, den vermeintlichen Vater und Widersacher Hunters. Auch wird erstmals aufgedeckt, dass Asmodi nicht Asmodi sein muss. Aber vielmehr soll zum Inhalt nicht verraten werden. Neben diversen Geheimnissen rund um den Fürsten der Dunkelheit gibt es dann aber auch Interessantes und Tiefblickendes in Bezug auf den Charakter des Vaters von Coco Zamis, Michael Zamis.
Fesselnde Geräusche und die Vermittlung einer Atmosphäre, die zugleich spannend, bedrückend, fesselnd, unheimlich und gruselig ist, charakterisieren diese fulminate Achterbahnfahrt, auf die das Produktionsteam den Hörer mitnimmt.
Neben Douglas Welbat, der hier als Michael Zamis zu hören ist, wissen auch Hasso Zorn als Norbert Helnwein sowie Luise Lunow und Jessy Rameik als Schwestern der Gnade komplett zu überzeugen und verleihen dem Hörspiel einen weiteren Qualitätspunkt.
Die Musik in ihrer nachdrücklichen, aggressiven und schon fast epochal anmutenden Art passt hervorragend zur inhaltlichen Umsetzung und hält auch bei den Szenenwechseln die Spannung und Atmosphäre auf allerhöchstem Niveau. Leider ist das Projekt "Dorian Hunter" seit es bei Folgenreich beheimatet ist etwas in Bezug auf die Veröffentlichungsintervalle ins Stocken geraten. Es wäre schön, wenn von einer der besten Horrorserien der Gegenwart mehr als nur 5 Folgen in einem Jahr erscheinen würden! Vielleicht ja der richtige Vorsatz für 2011! Es wäre zu hoffen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Erzählweise, 11. Dezember 2010
Grundsätzlich bietet diese Folge wieder alles, was die Fans an dieser Serie so sehr schätzen: eine interessante, spannende Geschichte, in der man Hunter auf seiner Jagd nach der Schwarzen Familie begleitet. Sehr düster, sehr atmosphärisch und mit hohem Gruselfaktor. Und natürlich ist auch wieder für eine gewisse Prise finsteren Humors gesorgt. Es gibt aber doch einen wesentlichen Unterschied zu den Vorgangängerfolgen, die man -auch wenn man es natürlich nicht tun sollte- ruhig mal nebenbei hören und trotzdem gut verstehen konnte. Davon sei bei 'Das Mädchen in der Pestgrube' dringend abgeraten, sonst ist man nach längstens 10 Minuten hoffnungslos verloren. Denn die Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen und an verschiedenen Orten und erst nach und nach kristallisiert sich heraus, worin die Zusammenhänge genau bestehen. Darauf muss man sich hier einlassen können, dann kann man auch diese Folge von der ersten bis zur letzten Minute genießen. Mir hat dieser Ablauf prima gefallen, es ist einfach eine schöne Abwechslung und Auflockerung, die der Reihe sehr gut steht.

Hinsichtlich der Sprecher gab es ja noch nie Grund zum Klagen, dabei bleibt es selbstverständlich auch in dieser Folge. Thomas Schmuckert hat mir in dieser Folge besonders gut gefallen, da man deutlich hört, wie sehr Hunter die Erkenntnisse mitnehmen, zu denen er unlängst gekommen ist, wie aber nachwievor der Wunsch in ihm existiert, die Schwarze Familie zu vernichten. Ein Wiederhören gibt es mit Luise Lunow und Jessy Rameik alias Schwester Hercy und Schwester Mercy, die so unglaublich harmlos und nett klingen, aber bis zum Hals in bösen Machenschaften stecken.

Musikalisch geht es im vertrauten, düsteren Stil weiter mit kriechenden Stücken, die der Spannung und Atmosphäre zusätzlich auf die Sprünge helfen. Da sind die Melodien in den Szenen aus der Vergangenheit ein ganz überraschender Kontrast, denn sie klingen im Vergleich geradezu fröhlich.

Das Covermotiv gefällt mir dieses Mal besonders. Der düstere Blick in den Dom, das ist sehr wirkungsvoll. Im Booklet findet man Informationen dazu, wie einige der Sprecher zu der Serie gefunden haben, was ganz interessant zu lesen ist.

Fazit: Vom Ablauf her eine ungewöhnliche Folge, auf die man sich einlassen muss. Hat man das geschafft, darf man eine weitere spannende und amtosphärische Geschichte genießen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen viel Horroraction, 7. Dezember 2010
Die neue Dorian Hunter-Folge bietet in der Tat einige Überraschungen. Dabei überzeugt die Folge gar nicht mal von Anfang an. Beginnen tut alles mit einem Gespräch zwischen Hunter und Helnwein. Dabei werden alte Geschichten aufgewärmt, was ich als Wiedereinstieg gar nicht mal so schlecht finde. Dann taucht Michael Zamis von der schwarzen Familie auf und schnell wird klar, dass es in dieser Folge speziell um ihn gehen wird. Es entspinnt sich ein direktes Duell zwischen Hunter und dem Vater von Coco. Es folgt eine Führung durch den Stephansdom und die Exkursion in die Pestgruben. Alles das ist recht langweilig und das Wien-Flair wie manes aus den Romanen kennt, wird hier überhaupt nicht eingefangen. Lange Zeit habe ich tatsächlich überlegt ob man diese Folge nicht wirklich hätte auslassen können. Doch dann gibt es die Vergangenheitsszenen, den Körpertausch von Asmodi und das Geheimnis der Schwestern Reichlitz wird gelüftet. Das Finale ist dabei schon grandios gelungen und macht wieder Freude auf mehr Dorian Hunter.

Alles in allem ein zweigeteiltes Hörspiel mit sehr langweiligen Passagen in der ersten Hälfte und viel Horroraction im zweiten Teil.

Michael Zamis hat man mit Douglas Welbat besetzt. Freilich eine gute Wahl, dennoch eine unverständliche Umbesetzung, den zuvor wurde diese Rolle von Till Hagen gesprochen. Kontinuität gibt es dagen bei den Schwestern der Hölle und natürlich Asmodi selbst, denn Herrn Klebsch schon fast mit einer routinerten Selbstsändigkeit darstellt. Auch die kleinen Nebenrollen überzeugen inklusive den Gastauftritten von Regina Vleck und Oliver Kalkofe.

Die Sound- und Geräuschkulisse ist wieder nahezu perfekt. Ich sage nahezu, da wie gesagt nicht viel typisches Flair eingefangen werden konnte. Dafür wirkt auch Folge 12 viel zu düster. Das sorgt für eine gewisse Sterilität, die sich allerdings durch alle Folgen zieht. Es fehlt immer öfter das gelebte Leben, die ganz normalen Dinge, die eben neben dem Phantastischen auch noch passieren. Der Dark-Fantasy-Stil nimmt einen viel zu großen Raum ein. Dem ungeübten Hörer wird das jedoch sicher nicht auffallen.

Das Cover zeigt umrisshaft eine Szene aus dem Finale. Auch hier typische Düsternis, die jedoch nicht als Makel zu verstehen ist. Den Titel hätte ich mir noch auf dem Cover gewünscht. Seit Folge 1 erscheint dieser nur am Rand der CD und auf dem Backcover.

Fazit: Ein Hörspiel, teils einschläfernd, teils sehr gut.
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5.0 von 5 Sternen In Wien., 5. Dezember 2010
Von 
Hoerspiel3 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Dorian Hunter sucht wieder das Gespräch mit Norbert Hellwein. Er will dem Hinweis nachgehen, den er zuletzt bei den Schwestern Mercy und Hercy gefunden hatte. Der Abstieg in die Wiener Katakomben bringt ihn und Hellwein allerdings in große Gefahr. Denn natürlich sind die Zamis' nach wie vor äußerst Wachsam...

Das Spiel mit der Zeit ist ein wesentliches Stilmittel dieser Folge, das sich wie ein roter Faden von der ersten bis zur letzten Minute zieht. Jedoch alles andere als geordnet. Denn die Zeit ist hier keine Konstante. Die Zeit ist hier Spielball von Marco Göllner, der einem so eine komplexe und interessante Drehbuchvariante um die Ohren schlägt.
Man bekommt es hier mit weit mehr als nur einer Erzählebene zu tun, so dass man sich darauf einstellen muss, nicht selten mit Sprüngen konfrontiert zu werden, die es einem gerade in den allerersten Minuten noch nicht ermöglichen, die verschiedenen Vorgänge in ihrer vollen Tragweite zu erfassen.
Diese Methode bietet natürlich wiederum eine hervorragende Spielwiese, um alle möglichen Varianten an Erzählertechniken auszuschöpfen - wie wir sie innerhalb der Serie ja bereits recht zahlreich erlebt haben. Doch bislang büßen diese nichts von ihrem Reiz ein. Im Gegenteil führt es doch dazu, dass sich die Serie deutlich von anderen sogenannten Gruselhörspielen abhebt.

Hätte man die vorliegende Geschichte einfach linear gemäß der richtigen zeitlichen Reihenfolge erzählt - die Wirkung wäre längst nicht die gleiche gewesen. Auch wenn man es nach wie vor noch immer mit der sehr düsteren Inszenierung zu tun gehabt hätte, die für sich auch schon viele andere Groschengruselumsetzungen in den Schatten stellt. Dazu der schwarzhumorige Stil, der insbesondere Dorian Hunters Dialogtexten anhaftet - da erinnert letztlich mit Ausnahme der zugrunde liegenden Geschichte selbst, die nicht ganz ohne manch tumben Zombie auskommt, kaum mehr etwas an Groschenromane.

Inhaltlich darf man sich jedenfalls wieder auf eine interessante Entwicklung freuen. Anfangs dauert es zwar etwas, bis sich die Geschichte zur Gänze entwickelt. Der gewählte Erzählstil sorgt jedoch dafür, dass es alles andere als langweilig zugeht und bereits frühzeitig erste Akzentpunkte gesetzt werden.

Mit der Musik geht man dabei über weite Strecken eher zurückhaltend zu Werke. Erst mit dem Rücksprung um 300 Jahre kommt es zu einem plötzlichen, deutlich wahrnehmbaren Bruch.

Der Cast ist in seiner Gesamtheit wieder hervorragend. Angefangen von Thomas Schmuckert als Hunter, Hasso Zorn als Hellwein und Klaus-Dieter Klebsch als Asmodi, die wir ja alle drei bereits ausführlich kennen gelernt haben, über Douglas Welbat, Luise Lunow bis hin zu Steffi Kirchberger. Auch Oliver Kalkofe findet sich hier in einer kleinen Gastrolle wieder. Wer Zweifel haben sollte, ob dieser in ein solch düsteres Hörspiel hineinpasst, dem sei gesagt: absolut. Kalkofe hat sein schauspielerisches Talent ja bereits in einigen anderen Hörspielen unter Beweis gestellt.

Fazit: allein aufgrund des Erzählstils ist Dorian Hunter vielen anderen sogenannten Gruselhörspielen deutlich überlegen. Die Geschichte selbst gefällt und kommt mit einigen interessanten Entwicklungen daher. Ohne die außergewöhnliche Inszenierung seitens Marco Göllners würde diese ihre Wirkung aber wohl längst nicht in dieser Schärfe entfalten.
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4.0 von 5 Sternen Schwacher Start, starkes Ende - guter Unterhaltungswert!, 22. Januar 2011
"Das Mädchen in der Pestgrube" ist die zwölfte Folge der Serie und schließt nahtlos an die Ereignisse der letzten Folge ("Schwestern der Gnade") an.

Wie in jeder Serie, bei der die Hörspiele sich an den Romanvorlagen entlang arbeiten, gibt es gute und schwächere Umsetzungen und diese Folge fällt schwächer aus. Natürlich werden auch in dieser Episode die Vorteile des Hörspiels gegenüber der Vorlage betont (Einfrieren der Zeit, gut dargestellte Selbstgespräche, Zeitsprünge ...), aber einige wesentliche und gute Szenen in Wien fielen dem Schnitt zum Opfer. Die Spielzeit der Folge beträgt schon fünfundsiebzig Minuten, so ist es nachvollziehbar, dass einige Szenen den Sprung in das Hörspiel nicht geschafft haben.

Der Einsteig in die Folge geschieht über eine kurze und sinnvolle Rückblende, um den Hörer wieder in das Geschehen zu versetzen. Langsam und langatmig beginnt das Abenteuer, bevor es zum Ende hin an Spannung und Unterhaltung drastisch zulegt. Gerade die Rückblenden und das Hin- und Herspringen in der Zeit bringen dem aufmerksamen Hörer eine Menge interessanter und neuer Informationen über Hunters und Asmodis Vergangenheit.

Die Sprecher bieten eine vernünftige und gute Leistung in dieser Folge. Schön ist in diesem Zusammenhang auch das erneute Zusammentreffen mit den beiden Schwestern aus der vorherigen Folge. Musikalisch grenzen sich die Sprünge in der Zeit sehr gut ab - kurzum: Die technische Seite der Produktion ist vollends gelungen.

Das Booklet bietet neben den Sprecher- und Mitarbeiterlisten noch eine Seite Hintergrundinformationen zur Produktion und einige nette Anekdoten rund um die Sprecher oder einen "gewissen" Herrn Vlcek, dessen Witwe übrigens in dieser Folge einen tollen Auftritt als Fremdenführerin hinlegt.

Insgesamt ist "Das Mädchen in der Pestgrube" eine Folge, die ein wenig Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen. Zu Beginn ist die Handlung langatmig und mit wenig Spannung behaftet, was sich im späteren Verlauf aber drastisch ändert. Der große Handlungsrahmen kommt voran, bleibt abzuwarten, wie Hunter auf seine neuen Erkenntnisse reagieren wird.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ausnahmsweise schlechter als der Roman, 22. November 2010
Prinzipiell halte ich DORIAN HUNTER für die momentan beste Gruselserie auf dem Markt und bin auch der Meinung, das bei Hörspieladaptionen Änderungen der originalen Romanvorlagen meistens zum Guten sind. Egal ob Macabros, Larry Brent, Sinclair oder Hunter/Dämonenkiller, es handelt sich nun mal um Groschenliteratur die unter Zeitdruck entsteht so daß die Autoren nicht warten können, bis sie "die Muse küßt"(Zitat: Jason Dark).
Im Fall "Mädchen in der Pestgrube" sehe ich es allerdings anders:
Es fehlen einige unheimlich/atmosphärische Passagen wie etwa Dorians unfreiwillige Nacht unter menschlichen Gebeinen in den Katakomben, von wo aus er Zeuge der Mädchenopferung wird.
Im Hörspiel nimmt er diese ganz nebenbei während einer Touristenführung war.
Der magische Angriff in Helnweins Haus, bei dem Dorian es gerade noch schafft einen Schutzkreis um sich zu ziehen und auf sich allein gestellt um Helnweins Schicksal bangt, wurde ebenfalls nicht verwendet.
Auch fehlt die Verfolgung von Steffi durch das nächtliche Wien bis zum Haus der Zamis.
Überhaupt wird Wien im Roman so anschaulich und launig beschrieben, daß man ihn fast als Stadtplan verwenden könnte, einschließlich der besten Gaststätten. Im Hörspiel gibt es dafür allerdings einen Cameo-Auftritt der Witwe von Autor Ernst Vlcek.
Desweiteren wird im Hörspiel nicht deutlich, daß Ferdinand Dunkel eine frühere Inkarnation von Dorian war. Auch fehlt der im Roman agierende Olivaro gänzlich, obwohl er in den bisherigen Episoden durchaus als wiederkehrender Charakter etabliert wurde.
Dafür hat man ein neues Element eingebaut, welches im Roman gar nicht vorkommt: Den Henker. Dieser, aus Leichenteilen zusammengesetzte Auftragskiller der Familie Zamis wurde dem "Coco Zamis"-spin-off-Roman "Die Stunde der Ameisen" entnommen und ist schlichtweg albern.
Schließlich noch eins: Ich schätze Douglas Welbat sehr, vor allem seine Macabros-Rolle (Sprecher und Dialogautor!) aber wieso hat man für die Rolle des Michael Zamis nicht den Sprecher seines ersten Auftritts in Folge 2 "Das Henkersschwert" erneut verpflichtet?
Wie auch immer, ich bin voller Zuversicht, daß uns das Dorian-Hunter-Team mit den weiteren Folgen ("Die weisse Wölfin"???) wieder Höhepunkte vom Schlage "Freaks" oder "Der Folterknecht" bescheren wird.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dorian Hunter - 12. Das Mädchen in der Pestgrube, 19. November 2010
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Erster Eindruck: Asmodi greift ein

Dorian Hunter erfährt Details aus einem seiner früheren Leben und ist entsetzt, dass auch dieses eng mit Asmodi, dem Herrscher der schwarzen Familie, zusammenhängt. Er reist nach Wien, wo er sich weitere Hinweise erhofft. Doch auch dort gerät er an die Häscher von Asmodi und muss weitere Kämpfe bestehen, bevor er ein großes Geheimnis lüften kann...

Im Gegensatz zu vielen anderen seiner Hörspielkollegen ist Dorian Hunter, der Dämonen-Killer, nicht bloß auf pure Action und coole Sprüche aus, sondern lässt auch immer wieder einen Blick auf sein Innerstes zu ' vielleicht ist das ein Grund, warum die Serie um ihn so gut ankommt. Auch die Introszene der 12. Folge 'Das Mädchen in der Pestgrube' setzt auf tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt und fasst zudem geschickt die wichtigsten Fakten aus der Serie zusammen, ein idealer Einstieg in die Handlung. Diese ist hier geprägt von vielen Elementen, die der Storyführung der gesamten Serie sehr dienlich ist. So erfährt man mehr über die Hintergründe von Asmodi und seinem Plan, hier wird offenbar ein großes, spektakuläres Finale vorbereitet. Viele Geheimnisse werden gelüftet, viele Dinge noch einmal vertieft, der Schwerpunkt liegt ganz auf der Vervollständigung der Geschichte. Was nicht heißen soll, dass keine Actionelemente mehr vorhanden wären, im Gegenteil: Auch hier sind diese nicht nur extrem gut arrangiert, sondern sind auch sinnvoll und sehr organisch in die Serie eingeflochten. 'Das Mädchen in der Pestgrube' ist ein fesselndes und spannendes Hörspiel voller neuer Hinweise, sehr gut erzählt ' wieder ganz wunderbar gelungen!

Die Sprecherliste ist wieder wunderbar besetzt worden, es wurden nur Stimmen mit viel Ausdrucksvermögen ausgewählt. Douglas Welbat spielt als Michael Zamis eine entscheidende Rolle in dieser Folge und hat nichts von seiner beeindruckenden Präsenz verloren, seine Interpretation vielfältig und präzise. Hasso Zorn spricht den Norbert Helnwein mit seiner ihm eigenen Intensität und kann so viel zu der beeindruckenden Stimmung beitragen. Ganz wunderbar ist auch das Duo aus Luise Lunow und Jessy Rameik als Schwestern Mercy und Hercy, sie harmonieren vorzüglich miteinander. Weitere Rollen werden von Klaus-Dieter Klebsch, Bernd Rumpf und Steffi Kirchberger besetzt.

In Sachen akustische Untermalung beweist das Produktionsteam wieder einmal, wie weit vorne die Serie ist. Viel abwechslungsreiche Musikstücke werden geboten und an die jeweilige Szene angepasst, sodass immer die richtige Atmosphäre entsteht. Die Geräusche sind passend eingesetzt und sehr glaubwürdig, sodass man sich leicht in die Geschichte hineinversetzen kann.

Große Teile der Handlung spielen in Wien, und so greift auch das Cover auf das typische Flair der Stadt zurück. Die düsteren Farben sind geblieben, das Motiv schön anzusehen. Auch das Innere des Booklets ist ansprechend gestaltet und enthält einen interessanten Infotext, dieses mal über einige der Sprecher sowie ein lustiges Detail aus dem Hörspiel.

Fazit: Hier wird in hohem Maße der rote Faden der Serie weitergesponnen, Geheimnisse aufgedeckt und Details hinzugefügt ' für Fans der Serie genau das Richtige!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich bevorzuge es besser strukturiert, 4. April 2011
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 12: Das Mädchen In Der Pestgrube (MP3-Download)
Im Nachlass der Schwestern Hercy und Mercy aus 11: Schwestern der Gnade, fand Dorian Hunter Hinweise auf eine dämonische Reliquie, den Schlüssel zur Vernichtung Asmodis. In Wien setzt er seinen alten Freund Norbert Helnwein über seine neuesten Funde in Kenntnis und macht sich mit diesem auf die Suche nach dieser Reliquie, die sich in den Pestgewölben der Stadt befinden soll.

Klingt so weit so gut. Das Problem dieser Episode ist die Erzählweise. Es mag ja angehen, dass einige Episoden jemandem erzählt werden, diese Episode jedoch ist der bisherige Höhepunkt an konfuser Erzählweise. Diese Episode spielt auf verschiedenen Zeitebenen und an verschiedenen Orten, die sich abwechseln und miteinander verflochten sind. Leider hat man noch keine Möglichkeit gefunden, diese Ebenen irgendwie kenntlich zu machen, so dass der Zuhörer von diesen Sprüngen teils verwirrt wird, man während des Hörens teils auch einfach nur ratlos ist und sich fragt, ob man was verpasst hat, bis es sich gegen Ente soweit entwirrt.
So war diese Episode für mich leider ein Konglomerat an kurzen Episoden, die auseinandergerissen wurden und in der falschen Reihenfolge, durcheinandergewürfelt veröffentlicht wurden. Da ist zum einen ein Verhör von dem mir nicht ganz klar ist, wie es dazu kam in welchem Dorians Suche nach dem Relikt in den Katakomben erzählt wird und eine Episode über Asmodis Vergangenheit und wie die Schwestern Hercy und Mercy an dieses Relikt kamen, die der mit am besten gelungene Teil dieser Folge ist.

Die Sprecher sind die Altbekannten, die akustische Umsetzung gewohnt solide und routiniert.

Fazit: teils unterhaltsame Erzählstränge werden auf streckenweise mit eher zähen Erzählsträngen auf streckenweise verwirrende Art miteinander verwoben. Mir zu viel des Guten, zumal man diese Erzählstränge nur inhaltlich unterscheiden kann und es keinerlei akustische Unterscheidungsmöglichkeit gibt. Was im Buch funktioniert, weil man verschiedenen Schriftarten verwendet oder im Fernsehen, weil man verschiedene Farbfilter drüberlegt, ist im Hörspiel oft einfach nur deplatziert und verwirrend. Da ist weniger und besser strukturiert oft mehr.
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