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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein lebendes Gefängnis - das ist Incarceron!
Claudia, die Tochter des "Wächters von Incarceron" weiß nicht viel über Incarceron, dieses Paradies, das vor Jahrhunderten geschaffen wurde, eine perfekte Welt, die nach ihrer Besiedlung für immer verschlossen wurde. Keiner kommt mehr hinein, keiner nach draußen.
Claudia träumt davon, mehr herauszufinden, ahnt, dass das Verschwinden...
Veröffentlicht am 16. September 2010 von Amazon Customer

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen This Prison is dead.
Ein Gefängnis, welches durch eine künstliche Intelligenz kontrolliert wird und seinen Insassen eine Welt erschafft die so toll ist dass diese sich sogar freiwillig einsperren lassen.
Klingt super, dachte ich.
Doch die heile Welt bricht zusammen. Die künstliche Intelligenz tauscht das künstlich mit sadistisch und Anarchie bricht aus, die...
Veröffentlicht am 27. Juni 2011 von Sixsigma


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein lebendes Gefängnis - das ist Incarceron!, 16. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Incarceron (Taschenbuch)
Claudia, die Tochter des "Wächters von Incarceron" weiß nicht viel über Incarceron, dieses Paradies, das vor Jahrhunderten geschaffen wurde, eine perfekte Welt, die nach ihrer Besiedlung für immer verschlossen wurde. Keiner kommt mehr hinein, keiner nach draußen.
Claudia träumt davon, mehr herauszufinden, ahnt, dass das Verschwinden des Thronerben irgendetwas damit zu tun hat. Als ihre Hochzeit vorverschoben wird, läuft ihr die Zeit davon und sie bricht noch am selben Tag in das Arbeitszimmer ihres Vaters ein - und findet einen kristallenen Schlüssel.

Finns Realität in Incarceron sieht ganz anders aus, als Claudia es sich vorstellt. Incarceron ist ein Gefängnis, aus dem es kein Entkommen gibt. Es beobachtet seine Insassen, es reagiert auf sie, es denkt.
Finn weiß nicht, wer er ist, und obwohl jeder behauptet, Incarceron hätte ihn geschaffen, ist er fest davon überzeugt, dass er von Außen kommt. Als er in den Besitz eines kristallenen Schlüssels kommt, tut sich endlich eine Möglichkeit auf, vor Incarceron zu entkommen. Und Claudia soll ihm dabei helfen.

Während sich in beiden Welten die Situation zuzuspitzen beginnt, beobachtet Incarceron das Vorgehen. Denn freiwillig lässt das Gefängnis keines seiner Kinder ziehen.

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Meinung

Was für ein Buch! Gerade habe ich "Incarceron" beendet und bin noch ganz sprachlos vom Ausgang dieser grandiosen Geschichte. Schon allein diese Idee, ein lebendes, ein denkendes Gefängnis. Ein in sich abgeschlossenes System, das seine Toten in sich aufnimmt und aus deren Atomen neue Wesen schafft.

"It's a closed system. Nothing enters. Nothing leaves. When prisoners die their atoms are reused, their skin, their organs. They are made from each other. Repaired, recycled, and when the organic tissues are not available they are patched with metan and plastic."
- S. 335

Catherine Fisher hat mit Incarceron eine Welt geschaffen, in der das Leben seine eigenen Wege geht. Wie eine Welt, die irgendwo in unserer existiert. Diebesbanden und Mörder ziehen durch die Gänge und zahlreichen Flügel von Incarceron, in denen Finn und sein Eidbruder Keiro jeden Tag ums Überleben kämpfen.

Doch damit nicht genug hat Catherine Fisher auch die Welt außerhalb von Incarceron in ein völlig neues Kleid gesteckt. Obwohl anfangs alles wie ein historisches Setting wirkt, bemerkt man als Leser sehr schnell, dass das Bild hier gewaltig trügt. Die ganze Geschichte spielt nämlich in der Zukunft. Einer Zukunft, in der man die Zeit und den Wandel verboten hat, stattdessen zwingt man die Menschen, nach dem sogenannten Protokoll zu leben, was nichts anderes heißt, als dass alles wie im 17. Jahrhundert zu sein hat - Kleidung, Wohnen, Benehmen.

"We forbid growth and therefore decay. Ambition, and therefore despair. Because each is only the warped reflection of the other. Above all, Time is forbidden. From now on nothing will change.
King Endor's Decree"
- S. 175

Trotzdem schaffen es die meisten Leute nicht, ohne den Komfort von modernen Badezimmern und Waschmaschinen zu leben. Schon allein diese Mischung aus Neu und Alt, genauso wie der Kontrast zwischen Incarceron und der Welt außerhalb haben einen Zauber für sich, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Das war aber immer noch nicht alles. Denn nicht alle sind mit dieser Regelung, dem Protokoll, einverstanden, denn es wird ganz offensichtlich beabsichtigt, den Fortschritt zu verhindern, alles stillstehen zu lassen. Die Gelehrten - die Sapienti - planen einen Plott gegen die Königin, und Claudia, die den Thronfolger heiraten wird, soll sich am Mord ihres zukünftigen Mannes beteiligen.

Während nun also beide, Claudia und Finn, mit ihren jeweiligen Welten zu kämpfen haben - sind doch beide Gefangene in ihrem ganz eigenen Gefängnis - finden sie jeder einen kristallenen Schlüssel und entdecken, dass sie miteinander kommunizieren können. Die beiden Handlungsstränge beginnen sich miteinander zu verflechten.
Ganz deutlich sieht man das auch an der Aufteilung des Buches. "Incarceron" ist in insgesamt vier etwa gleich lange Teile unterteilt, im ersten wird abwechselnd von Claudia und Finn erzählt - ein Kapitel Claudia, ein Kapitel Finn usw. Im zweiten Teil ändert sich das radikal. Nachdem beide an einen Kristallschlüssel gelangt sind, mit dem sie in Verbindung treten können, sind die Kapitel (unter anderem als Resultat der häufigen Kommunikation) nicht mehr strikt getrennt - die Erzählungen aus Sicht von Claudia und Finn gehen immer mehr ineinander über.

Dass dem Leser dabei immer nur kurze Ausschnitte aus den Geschehnissen rund um Claudia und FinnIncarceron lange ein riesiges Geheimnis und Rätsel - für die Charaktere und für den Leser.

Die Charaktere sind übrigens überaus real gestaltet, man fühlt sich sofort mitten drin, kann ab Seite 1 mit Finn mitfühlen. Was mir an Claudia am besten gefallen hat, war, dass sie sich zu helfen weiß, immer aktiv ist, nicht's einfach mit sich machen lässt ohne sich selbst Gedanken dazu zu machen. Genau wie sie ist auch Finn ein sehr aktiver Charakter.
Doch auch die Nebenfiguren haben es mir sehr angetan, allen voran Keiro und Attia. Keiros Beweggründe verstehe ich zwar bis jetzt noch nicht ganz, er ist einfach sehr schwer zu durchschauen, trotzdem ist er mir schon nach wenigen Sätzen sympathisch gewesen. Unter anderen deshalb, weil er immer eine witzige Bemerkung auf den Lippen hatte. Und Attia, ein Sklavenmädchen, hat mich einfach nur sehr oft überrascht, in ihr steckt viel mehr als man anfangs glauben würde.
Claudia Begleiter ist Jared, ihr Lehrer, ein Sapienti, ein Weiser. An ihm hat mich am meisten fasziniert, dass er trotz der Verbote weiter an seine Forschung glaubt, Claudia dabei immer loyal unterstützt obwohl er nicht allen ihren Theorien Glauben schenkt.

Alles in allem ein unglaublich gut gelungener Cast an Figuren, die sich in zwei völlig verschiedenen Welten bewegen, eine scheinbar unmögliche Tat vollbringen wollen, immer gejagt von sichtbaren und unsichtbaren Gegnern. Ich bin total begeistert von diesem Buch und es wird wohl nicht sehr lange dauern, bis ich mich in den zweiten Teil, "Sapphique", stürze!

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Bewertung

Überraschend, spannend, mysteriös - das ist "Incarceron". Eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen This Prison is dead., 27. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Incarceron (Taschenbuch)
Ein Gefängnis, welches durch eine künstliche Intelligenz kontrolliert wird und seinen Insassen eine Welt erschafft die so toll ist dass diese sich sogar freiwillig einsperren lassen.
Klingt super, dachte ich.
Doch die heile Welt bricht zusammen. Die künstliche Intelligenz tauscht das künstlich mit sadistisch und Anarchie bricht aus, die Insassen organisieren sich in Allianzen die sich nur in Grad von Brutalität und Unmenschlichkeit unterscheiden.
Klingt noch besser, dachte ich.
Doch die Sache hat einen Haken oder genauer drei:

Die Beschreibung der Umgebung.
In meiner Erinnerung findet ein Großteil der Handlung des Buches in absoluter Dunkelheit statt. Das liegt nicht am düsteren Gefängnis- oder dunklen Mittelalter-Szenario sondern ist vielmehr darin begründet, dass die Autorin mit beeindruckender Konsequenz darauf verzichtet die Szenerie zu beschreiben. Mann muss sich das Vorstellen, innerhalb der Handlung des Buches wird das Gefängnis, welches eher die Eigenschaften eines kleinen Landes hat, in einer Tagelangen Reise bis an seinen Rand durchquert, mit gefühlt, ein bis zwei kurzen Erwähnungen wie die Umgebung aussieht.

Die Charaktere.
Die ersten 50 Seiten war ich ernsthaft gefesselt von der Einführung der handelnden Personen auch wenn nur wenige wirklich so detailliert beschrieben werden, dass sie sich "echt" anfühlen. Richtig enttäuschend empfand ich, das die Charaktere sich nicht mehr verändern bzw. kaum Einfluss auf einander haben. Es bilden sich schlicht keine neuen Beziehungen zwischen den Personen aus, auch die Kommunikation ist fast ausschließlich auf die Haupthandlung bezogen.

Welt und Handlung.
Bücher müssen meiner Meinung nach nicht die Naturgesetze einhalten um glaubwürdig zu sein, aber wenn sie es nicht tun müssen andere Regeln an deren Stelle treten und diese dürfen nicht gebrochen werden. Über die ersten drei Viertel des Buches war diese Forderung erfüllt, anschließende Wendungen brachen sie. Gleichzeitig bekam ich immer mehr dass Gefühl, dass die handelnden Personen nicht mehr ihre eigenen Ziele verfolgten sondern viel mehr der Autorin dazu verhelfen sollten eine Schusssituation zu schaffen an die die Fortsetzung anknüpfen kann, so stellt sich gegen Ende eine Situation ein in der es an sich möglich ist alle relevanten Personen aus Incarceron zu befreien (was das Ziel ist) doch wird diese Möglichkeit einfach ignoriert.

Abschließend sei noch gesagt, dass ich mich nicht trauen würde zu sagen, dass das Buch schlecht ist, von Kritikern wird es an sich nur gelobt. Es ist vielmehr so, das es für mich persönlich nicht funktioniert.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirklich vielversprechend und fantasievoll!, 17. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Incarceron (Taschenbuch)
Zur Aufmachung

Sowohl Cover als auch Titel sind PERFEKT! Hoffentlich wird beides von Random House so übernommen!

Zum Buch

Tcha. Viele von euch fragen sich jetzt bestimmt: Was zur Hölle ist das denn bitte für ein Buch? Da hab ich ja noch nie was von gehört! Aber keine Sorge, bald wird wird so ziemlich jeder Buchinteressierte von dem Buch gehört haben (Auch wenn es noch nicht auf deutsch erschienen ist) denn dieses Jahr noch (2012) soll der Film zu diesem Buch erscheinen. Das an sich ist ja noch nichts allzu besonderes. Der Bekanntheitsgrad entsteht erst durch eine bestimmte Komponente namens Taylor Lautner. Das im Voraus: Komplette Fehlbesetzung!
Wenn ihr die Beschreibung lest und sie seltsam klingt: Das liegt daran, dass es einfach keine toll klingende Übersetzung zu "Imagine Incarceron" gibt. Also das Urteil bitte nicht danach fällen. Ich hab mit dem Buch begonnen, weil ich auf pagetopremiere.com gesehen hab, dass es verfilmt werden sollte. Dann hab ichs gekauft. Erst danach wurde klar, dass Taylor Lautner mitspielen würde, also hatte ich meine eigenen Gründe, das Buch zu lesen. Das nur mal so am Rande.
Ok, kommen wir zur eigentlichen Geschichte. Die ist nämlich einfach atemberaubend fantasievoll und obendrein so absolut gar nicht teeniekitschiknutschimäßig. Eigentlich gibt es nicht mal eine richtige Liebesgeschichte, da Finn und Claudia sich ja erst mal ne ganze Zeit lang gar nicht sehen. Interessant an dem ganzen ist die Vielfalt mit der Incarceron beschrieben ist. Es ist ein Ort, der einen verzaubern, aber auch schockieren und verängstigen kann. Die Geschichte spielt in der Zukunft, was man aber nur an der Technologie wirklich merkt. Innerhalb des Gefängnisses ist das ganze nämlich rückständiger als zu unserer Zeit und außerhalb sind die Menschen in ein und derselben Epoche gefangen, da jeder Fortschritt verboten ist.
Die Fantasie, die in der Erschaffung dieser ganzen Geschichte steckt hat mich wirklich überzeugt. Der Schreibstil ist zwar nicht absolut umwerfend, aber doch sehr gut und schafft es auch die Atmosphäre zu vermitteln, die zu Incarceron passt.
Was die Charaktere angeht, so haben sie alle ihre Tiefe, sie sind alle etwas anders als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Besonders überzeugt haben mich auch die Wendungen, die das Ganze am Ende nahm, denn das war tatsächlich unvorhersehbar, zumindest für mich.

Fazit

Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 4,5 Herzen
Spannung: 4,5 Herzen
Emotionale Tiefe: 3,5 Herzen
Humor: 3 Herzen
Originalität: 4,5 Herzen

Alles in Allem ist das eins der fantasievollsten Bücher mit einem MEGA Finale, auch wenn es in der Mitte einen leichten Hänger hat, so war es doch sehr gut. Ich kann den Film und den zweiten Teil kaum erwarten. Und keine Sorge: Spätestens 2012 wird dann auch das Buch erscheinen. Denn: Taylor Lautner wird zumindest die Twilight Fans wohl zum Lesen bringen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Courtesy of Teens Read Too, 28. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Incarceron (Taschenbuch)
Above all, Time is forbidden. From now on nothing will change.

After the Years of Rage, King Endor's Decree bans progress, pausing the world in an old-fashioned era of medieval dress and travel by horse-drawn carriage. Though advanced technology exists, it is expressly forbidden, and everyone must abide to Protocol.

Incarceron is an exception to this rule. A prison that some are born into and that nobody ever escapes, Incarceron is not a building, but an entire underground network of cities and wilderness entrapping prisoners in its vastness. Most prisoners have never seen the Outside and can only imagine what the stars and sky might be like. Surely more spectacular than Incarceron's Lightson and Lightsoff.

Finn believes that he came from Outside. Though he cannot remember a previous life, his mysterious seizures and visions hint that he was not always an Incarceron captive. When he discovers a mystical crystal key through a tragic turn of events, he just knows that the key will lead them to Escape from the treacherous clutches of Incarceron once and for all.

A duplicate of the key that Finn found belongs to the Warden of Incarceron. He lives on the Outside and is thrilled that his daughter, Claudia, is about to wed Caspar, heir to the throne. After years of scheming and social climbing, he will finally have the power that he craves.

Claudia, while groomed since birth to be a queen, is not merely her father's puppet. With a mind of her own, and no intention to marry the arrogant Caspar, Claudia pines for the one to whom she was first betrothed - Giles. Giles was the prince and heir to the throne before his unexpected death while riding alone. An investigation was never officially undertaken, but Claudia has always suspected that the new queen, Sia, played a role in Giles' death so that her son, Caspar, could ascend to the throne.

Refusing to be pawns in a royal power struggle, both Claudia and Finn are determined to uncover Incarceron's secrets. What they don't count on, though, is that Incarceron is not just a prison. Incarceron is alive.

Catherine Fisher creates a fantasy world unlike any other, playing upon classic themes of courage, justice, and truth to weave a page-turning adventure tale. INCARCERON reminds me strongly of Orwell's 1984 with a fantastical twist. Fisher's plot twists are clever and her ambiguous ending leaves the reader craving more. Look for the sequel, SAPPHIQUE, soon.

Reviewed by: Amber Gibson
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5.0 von 5 Sternen ein großartiger Roman, dessen Handlung einen von Anfang bis Ende an die Seiten fesselt, 17. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Incarceron (Gebundene Ausgabe)
Incarceron ist ein Gefängnis, dessen Ausmaße sich niemand vorstellen kann und in dem fast keiner der Insassen mehr von Flucht zu träumen wagt, denn Incarceron lebt und es lässt niemanden entkommen. Finn ist jedoch überzeugt von außerhalb zu stammen und daher fest entschlossen nicht nur mehr über seine wahre Herkunft zu erfahren, sondern auch einen Weg zu finden aus dem Gefängnis zu fliehen ...

Claudia, die Tochter des Hüters, ist ebenfalls gefangen, obgleich nicht in Incarceron selbst. Wenn sie keinen Weg findet ihrem Schicksal zu entgehen, wird sie in wenigen Tagen mit dem Erben des Königreichs verheiratet werden und von da an in einem goldenen Käfig leben müssen, an der Seite eines Mannes, den sie verabscheut. Auf die Hilfe ihres Vaters kann sie dabei nicht zählen, denn er hat diese Verbindung schon geplant bevor sie überhaupt geboren wurde ...

Incarceron von Catherine Fisher ist ein fantastischer Roman, der mit einzigartigen innovativen Ideen überzeugen kann und damit deutlich aus der Masse anderer Jugendbücher heraussticht. Die interessanten Einfälle der Autorin fesseln den Leser an die Seiten und sorgen damit nicht nur dafür, dass man das Buch in einem Atemzug verschlingt, sondern machen die Geschichte zudem unvergesslich.

Die Idee eines lebendigen Gefängnisses, das selbstständig denken kann, ist für sich genommen schon unheimlich faszinierend. Incarceron ist aber noch so viel mehr als das! Es gibt innerhalb seiner Mauern so viel mehr zu entdecken als man es je für möglich gehalten hätte und mehr als man sich je hätte ausmalen können. Es ist eine vollkommen eigene Welt, die wohl niemand je vollständig erkunden könnte, weil es beinahe unendlich ist. Es gibt Städte und Landschaften, wobei diese teilweise völlig anders beschaffen sind als außerhalb, genauso wie dunkle, beklemmende Zellen. Es gibt Wesen, wie man sie bereits kennt, aber auch solche, die Incarceron neu erschaffen hat und die außerhalb nicht existieren könnten. Es ist ein abgeschlossenes System, das wirklich alles wieder verwertet.
Das Gefängnis hat seine Augen und Ohren überall und damit die absolute Kontrolle über all seine Insassen. Ihm entgeht (fast) nichts und wenn man etwas tut, was ihm missfällt, muss man mit Konsequenzen rechnen. Leider ist Incarceron dabei ziemlich grausam und unbarmherzig, sodass das Leben in ihm alles andere als paradiesisch ist.

Genau das ist es allerdings, was die Schöpfer mit diesem Experiment im Sinn hatten und was, mit Ausnahme des Hüters, alle Menschen außerhalb tatsächlich glauben. Als Leser erfährt man jedoch schnell, dass das nicht der Wirklichkeit entspricht und das Leben in Incarceron für die meisten Insassen eher der Hölle auf Erden gleichkommt und sie täglich um ihr Überleben kämpfen müssen.

Dieses Wissen verdankt man vor allem den verschiedenen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. Vorwiegend werden die unterschiedlichen Handlungsstränge aus der Sicht der zwei Protagonisten Claudia und Finn geschildert, nur zwischenzeitlich tauchen auch mal die Blickwinkel anderer Charaktere auf, wenn es erforderlich ist. Dadurch erhält man nicht nur einen Einblick in die Welt innerhalb des Gefängnisses, sondern auch in die außerhalb davon.

Sowohl Finn als auch Claudia sind zwei sehr interessante und vielschichtige Figuren, die man gern näher kennen lernt und schon bald ins Herz schließt. Obwohl nur einer von ihnen sich tatsächlich in Incarceron befindet, sind sie beide auf gewisse Weise Gefangene. Zum einen ist Claudia in einer Welt gefangen, in der jeder Fortschritt und Wandel verboten ist, sodass keinerlei Entwicklung, egal in welcher Hinsicht, möglich ist. Zum anderen steht ihr eine Zukunft in einem goldenen Käfig bevor, der sie am liebsten entfliehen würde. Sie muss vielleicht nicht um ihr Überleben kämpfen, weshalb ihre Situation nicht unbedingt mit der von Finn vergleichbar ist, aber paradiesisch ist ihr Leben deshalb noch lange nicht.
Finn ist ebenfalls in doppelter Hinsicht gefangen, da er einfach nicht zu den anderen Menschen innerhalb des Gefängnisses zu passen scheint. Er hat keinerlei Erinnerung mehr an seiner Vergangenheit, abgesehen von ein paar quälenden Momenten, die ab und zu vor seinem geistigen Auge erscheinen, ist aber überzeugt davon von außerhalb zu kommen. Natürlich glaubt ihm das niemand, denn mit Ausnahme des legendären Sapphique- der vielleicht eben nur das ist: eine Legende - ist niemandem je die Flucht aus Incarceron gelungen. Inzwischen sind viele sogar schon der Auffassung, dass ein Außerhalb gar nicht existiert.

Nachdem die Handlungsstränge um die zwei Hauptfiguren anfangs nicht nur getrennt voneinander, sondern scheinbar zusammenhanglos, verlaufen, entsteht nach und nach eine Verbindung zwischen ihnen als die Beiden zufällig einen Weg finden miteinander zu kommunizieren. Je mehr Claudia über Finn und sein Leben erfährt, desto fester ist sie entschlossen ihn irgendwie zu befreien, insbesondere als sich ihr Verdacht in Bezug auf Finns wahre Identität mehr und mehr zu bestätigen scheint.
Durch den ständigen Kampf ums Überleben in Incarceron und die immer verzweifeltere Suche nach einer Möglichkeit aus dem Gefängnis zu fliehen sowie die Intrigen und den ständigen Wunsch nach der Enthüllung der vielen Geheimnisse außerhalb gelingt es Catherine Fisher mühelos die Spannung konstant aufrecht zu erhalten und zum Ende hin sogar immer mehr zu steigern. Von der ersten bis zur letzten Seite zieht Incarceron den Leser somit in seinen Bann und bleibt auch danach noch in seinen Gedanken haften.

*FAZIT*
Incarceron ist ein großartiger Roman, dessen Handlung einen von Anfang bis Ende an die Seiten fesselt und einen selbst danach nicht wieder so einfach loslässt. Die vielen einfallsreichen Ideen von Catherine Fisher sind absolut faszinierend und beschäftigen den Leser auch während der Lesepausen. Gebannt verfolgt man den Weg der nicht weniger interessanten Protagonisten und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Nur eine Liebesgeschichte sollte man nicht erwarten, die hat Incarceron aber gar nicht nötig, denn es ist so schon spannend genug!

Obwohl die Autorin einen, zum Glück, nicht mit einem Cliffhanger quält, wird man sich die Fortsetzung auf keinen Fall entgehen lassen, da noch unzählige Fragen offen geblieben sind und man es gar nicht erwarten kann wieder in die Welt von Incarceron einzutauchen!
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3.0 von 5 Sternen Interessantes Konzept, 29. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Incarceron (English Edition) (Kindle Edition)
Es ist ein interessantes konzept aber ich hätte mir viel mehr von incanceron erwartet. wenn ich ehrlich bin fand ich die parts in der außenwelt mitunter viel interessanter als das was in dem gefängniss abging und ich bezweifle, dass das ein gutes zeichen ist.
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5.0 von 5 Sternen Habe es verschlungen, 13. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Incarceron (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr gelungenes Fantasy-Jugendbuch. Erwarte sehnsüchtig, die schon seit 3 Jahren geplante Verfilmung und hoffe auf eine gelungene Umsetzung à la Die Tribute von Panem und nicht wie Die Chroniken der Unterwelt.
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Incarceron (English Edition)
Incarceron (English Edition) von Catherine Fisher
EUR 4,99
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