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4.0 von 5 Sternen "Was magst Du mehr? Meine Brüste oder deren Spitzen?"
An Jean-Luc Godards Film "Le Mépris" ("Die Verachtung", 1963) dürfte in den vergangenen Jahrzehnten wohl kaum ein Programmkino vorbeigekommen sein. Weniger als eine Million US-Dollar hat es den erst 33-jährigen Meister gekostet, aus dem Roman Alberto Moravias ein namhaftes Kunstwerk zu schaffen und den großen Stars Michel Piccoli und Brigitte Bardot...
Veröffentlicht am 11. Juli 2012 von jury

versus
1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Heute kaum mehr faszinierend
Ein Schriftsteller, ein Produzent und ein Regisseur (Fritz Lang, er selber) machen einen Film über Odysseus. Sie führen pseudo-intellektuelle Gespräche über die Frage, ob Odysseus seine Penelope wirklich geliebt habe. Der Regisseur hat eine attraktive Frau (Brigitte Bardot), der Produzent spannt sie ihm aus, die Frau und der Regisseur führen lange...
Vor 11 Monaten von Carl Sommer veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Was magst Du mehr? Meine Brüste oder deren Spitzen?", 11. Juli 2012
Von 
jury - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung - Le Mépris - Arthaus Collection Französisches Kino (DVD)
An Jean-Luc Godards Film "Le Mépris" ("Die Verachtung", 1963) dürfte in den vergangenen Jahrzehnten wohl kaum ein Programmkino vorbeigekommen sein. Weniger als eine Million US-Dollar hat es den erst 33-jährigen Meister gekostet, aus dem Roman Alberto Moravias ein namhaftes Kunstwerk zu schaffen und den großen Stars Michel Piccoli und Brigitte Bardot Denkmäler zu setzen.

Filmlegende Fritz Lang - er spielt sich selbst, mit Godard als Assistenten - dreht im Auftrag von Jeremy Prokosch (herrlich eklig: Jack Palance, 42) einen Film über Odysseus. Paul (Michel Piccoli, 38) soll das Drehbuch schreiben. Doch Prokosch beansprucht, mit seinem großzügigen Scheck auch Camille (Brigitte Bardot, 27), Pauls aufregende Frau, mitgekauft zu haben. Camille erwartet von Paul ein Bekenntnis zu ihr, doch er taktiert. Zudem bemerkt sie, wie Paul in einer Begegnung mit Francesca (Giorgia Moll, 25), der mysteriös-faszinierenden Assistentin seines Produzenten, einer intimen Berührung nicht widerstehen kann. Im Mittelpunkt des Films erleben wir die große Auseinandersetzung der Liebenden - mal blond, mal schwarz. Doch bald, während der Dreharbeiten auf Capri, enttäuscht Paul seine Frau ein zweites Mal in einer ähnlichen Situation: Aus der großen Liebe wird Verachtung.

Mehrschichtigkeit ist Programm. Besondere Raffinesse erhält der Film durch die Parallelen zwischen der Drehbuch-Diskussion und der Realität der Dreiecksgeschichte: War Penelope ihrem Odysseus untreu? Ist Odysseus nur deswegen der Heimat fern geblieben, weil ihn keine Liebe erwartete? Das Spiel mit den großen Wirkungen kleinster Entscheidungen fasziniert noch heute. Aber auch die Entscheidung zwischen der Liebe und Geld spielt in zwei Ebenen hinein: Nicht nur Paul fällt es schwer, sich gegen das Geld zu seiner Liebe zu bekennen, sondern auch dem Filmschaffenden, wenn Hollywood hineinregiert. Godard konnte ein Lied davon singen, saß ihm die Produktion doch ständig auf dem Pelz, um mit möglichst viel Haut von Brigitte Bardot das voyeuristische Publikum anzulocken.

Denn Godard nutzte den Hintergrund der Filmproduktion auch zu einigen Seitenhieben auf die amerikanische Film-Industrie, was aber dezent geschieht, ohne zum Selbstzweck auszuufern. Gekonnt sorgt die Szenerie des Sets von Beginn an für eine Verfremdung, führt die Technik des Film im Film, des Buchs im Buch für ständige Standortwechsel des Betrachters zwischen subjektivem Erleben und Reflexion.

Gedreht wurde der berühmte Film in Rom und auf der Insel Capri, wo die traumhafte Avantgarde-Architektur der Villa des Schriftstellers Curzio Malaparte liebevoll abfotografiert wird. Godard war der Wegbereiter der modernen Kameraführung. Es muss nicht wundern, dass die Bilder durch besonderen Präsenz und Realität beeindrucken. Man ist schon fasziniert dadurch, dass man zwar durchgehend ein Gefühl der Unwirklichkeit empfindet, dennoch aber stets verlockt ist, das Geschehen als echt, gegenwärtig und hier zu erleben, so, als wäre man in einem Wachtraum gefangen.

Die legendäre Verbalerotik zwischen den Liebenden - das Titelzitat der Bardot: "Qu'est-ce que tu préfères? Mes seins ou la pointe de mes seins?" ging in der deutschen Synchronisation "leider verloren" - findet man unmittelbar zu Beginn des Films. Ich meine übrigens, mich an eine ähnliche Szene zu erinnern, in welchem dieser Quiz plagiiert wird - oder umgekehrt. Wenn mir jemand in dieser Frage weiterhelfen kann, wäre ich für einen Hinweis dankbar.

film-jury 4* A0993 © 11.7.2012eg Genre: Drama
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5.0 von 5 Sternen LE MEPRIS - Im Spannungsfeld von Kommerz und Kunst, 20. April 2014
Von 
j.h. "corleone29" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung - Le Mépris - Arthaus Collection Französisches Kino (DVD)
Jeremy Prokosh (Jack Palance) ist ein Hollywood-Produzent, wie man ihn kennt: Bitte keine Kunst - wir müssen Geld verdienen! Daher ist er mit der eher philosphisch inspirierten Umsetzung der Irrfahrten des Odysseus durch Fritz Lang (spielt sich selbst!) auch wenig zufrieden. Er engagiert daher den jungen Autor Paul Javal (Michel Piccoli) zum Umschreiben des Drehbuchs. Als Pauls attraktive Frau Camille (Brigitte Bardot) zu glauben beginnt, sie solle bei Prokosh seine Karriere befördern, kann sie nur noch Verachtung für Paul empfinden ...
Jean-Luc Godards Reflexion über das Filmemachen im Spannungsfeld zwischen Kommerz und Kunst ist in diesem Falle durchaus persönlich: Für seinen ersten Farbfilm stand ihm ein hohes Budget und mit Brigitte Bardot (in einer ihrer wenigen Charakterrollen) ein großer Star zu Verfügung. In der Verfilmung des Romans von Alberto Moravia geht es Godard vor allem um die zwischenmenschlichen Beziehungen: "... die Geschichte der Menschen, die sich von ihresgleichen abgeschnitten haben, von der Welt, von der Realität. Sie versuchen ungeschickt, das Licht zu finden, während sie in einem finsteren Raum eingeschlossen sind." Godard, der selbst Fritz Langs Regieassistenten spielt, zeigt die Entfremdung der Personen untereinander ebenso wie die der Filmemacher innerhalb des - durch den Hollywood-Produzenten verkörperten - kommerziellen Studiosystems. In einer Szene lässt er Fritz Lang Bertolt Brechts Hollywood-Gedicht aus dem Jahr 1942 zitieren:
Jeden Morgen, mein Brot zu verdienen
Gehe ich auf den Markt, wo Lügen gekauft werden
Hoffnungsvoll
Reihe ich mich ein zwischen die Verkäufer.

Farb- und Tonqualität sind dem Alter des Films angemessen hervorragend. In einer 53-minütigen Dokumentation (2009) erinnern sich Jean-Luc Godard (*1930) und Michel Piccoli (*1925) unter Verwendung zahlreicher Ausschnitte und Interviews an die Dreharbeiten. Eine weitere Dokumentation von 2007 (32 min) bietet Deutungen zu den Hintergründen und der Bildsprache des Films. Leider fehlen die auf der Canalplus-Kinowelt-DVD als Extras enthaltenen Kurzfilme "Paparazzi" und "Bardot et Godard" (entstanden während der Dreharbeiten auf Capri in und um Casa Malaparte, die wegen ihrer architektonischen Formsprache gerühmte Villa des italienischen Schriftstellers Curzio Malaparte (1898-1957)) auf dieser DVD-Ausgabe im attraktiven Media-Book. Das scheint wohl weniger eine Frage der Rechte als mangelnder Sorgfalt zu sein.

LE MEPRIS (1963) sollte in keiner cineastisch orientierten Sammlung fehlen.
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4.0 von 5 Sternen Godards vielschichtige Reflexion über Kunst, Kommerz und Liebe, 28. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung - Le Mépris - Arthaus Collection Französisches Kino (DVD)
Ein Film, ein Traum, eine Sommerphantasie! Und mittendrin die Bardot - zu schön, um wahr zu sein! Bereits in der zweiten Sequenz von "Die Verachtung" räkelt sie sich in berauschender Nacktheit wie ein possierliches Kätzchen bäuchlings auf einem Bett und kolportiert damit jenes freizügige Frauenbild der frühen 60er Jahre, das ebenso provokant von der Leinwand ins wirkliche Leben strahlt wie die samtene Haut der blonden Schönheit, die durch die Brille eines grellen Farbfilters in einem leidenschaftlich flammenden Rot schimmert. In dieser Szene fragt sie den Mann neben ihr, ob er ihre Füße mag, die Knöchel, die Schenkel, die Pobacken, bis hinauf ins Gesicht wird jedes einzelne Körperteil in einem frivolen Akt der Selbstvergewisserung durchdekliniert, während die Kamera die fetischisierten anatomischen Einzelteile zu einem hedonistisch zelebrierten Mythos zusammenfügt. Mit einer beispiellosen Selbstverständlichkeit und ohne jegliches Schamgefühl bekennt sich die Bardot zu ihrem Körper, dessen berückende Gelöstheit einer Revolte gegen die leibfeindlichen Normen und Zwänge der puritanischen 50er Jahre gleicht. Dabei befördert sie mit ihrem legeren Look ein befreiendes Lebensgefühl, das durch eine völlig unaufgetakelte Erotik in Erscheinung tritt. Bei ihr geht es um die Lust am Experimentieren, dem Verlangen nach sexueller Erfüllung und eine Natürlichkeit, die jedem zusteht und von jedem auch gelebt werden kann, selbst wenn man nicht so aussieht wie die Bardot, die eben keine künstlich ästhetisierte Stilikone vom Schlage einer Grace Kelly oder Marlene Dietrich ist, deren Posen und Charakteristika sich von femininen Adepten zwar kopieren lassen, aber im Ergebnis in den seltensten Fällen die entsprechende Qualität erreichen. Eine Weiblichkeit, die sich derartig offensiv artikuliert, läuft natürlich Gefahr, vom Konsumprinzip gnadenlos für kommerzielle Zwecke ausgebeutet zu werden. Und genau das passiert Brigitte Bardot alias Camille in Jean-Luc Godards "Die Verachtung". Ihr Mann Paul, gespielt von Michel Piccoli, soll das Drehbuch zu einem Filmprojekt über Homers Odyssee umschreiben, dessen Verwirklichung zum Ärger des Hollywood-Produzenten Prokosch (Jack Palance) gewaltig ins Stocken geraten ist, da sich seine Vorstellung von der Umsetzung des Stoffes eklatant von der ambitionierten Vision des Regisseurs (Fritz Lang als Fritz Lang) unterscheidet. Nach einem ersten Treffen lädt der neurotische Prokosch die attraktive Camille zu einem Drink in seine Villa ein, ein subtiler Annäherungsversuch, den Paul ignoriert. Mehr noch: Er lässt sie einfach gehen und zieht sich damit die tiefe Verachtung seiner Frau zu, weil Camille fortan glaubt, dass Paul sogar bereit ist, sie an Prokosch zu verkaufen, nur um an den lukrativen Vertrag mit dem Studio zu kommen. Ab diesem Zeitpunkt setzt bei Camille die Entfremdung ein. Sie straft Paul mit Kälte, der Rest ist eine kammerspielartige Chronologie eines schleichend voranschreitenden Trennungsprozesses, dessen finales Kapitel ausgerechnet inmitten eines umwerfend opulent parfümierten Ambientes auf Capri geschrieben wird, jener Sehnsuchtsinsel, wo sich das Meer unter sonnigem Himmel türkisfarben im Westwind kräuselt und eine milde Brise süße Blütendüfte über die felsigen Steilküsten trägt. Von Kunst reden, Ware meinen und über Liebe streiten - in diesem unvereinbaren Dreiklang ist das tragische Scheitern aller Protagonisten bereits vorbestimmt. Und man braucht sich am Ende seiner Tränen wahrlich nicht zu schämen, wenn man die tote Camille als Sinnbild für die innere Leere einer auf den schnellen Genuss ausgerichteten Bedürfnisbefriedigung nach einem Unfall blutüberströmt auf dem Beifahrersitz des roten Alfa Romeo von Prokosch liegen sieht, was zugleich wie ein bitter schmeckender Sieg europäischer Kultur über amerikanische Oberflächlichkeit wirkt.

Flüchtig betrachtet ist "Die Verachtung" eine simple Reflexion über die Mechanismen des Business, die sanft aufkeimt in den wunderschönen Bildern eines erotisch fermentierten Melodrams. Die Raffinesse liegt in dem Umstand verborgen, dass hier gleich drei verschiedene Ebenen aufeinander abfärben. Zunächst ist da der Film im Film, Odysseus Rückkehr, dessen Handlung still und leise auf die Realität der Figuren, die Beziehung von Paul und Camille, übergreift. Diese wiederum wird von Godard mit Versatzstücken aus seiner Ehe mit Anna Karina angereichert, indem sich die Bardot beispielsweise eine schwarze Perücke auf den Kopf setzt und damit auf jene Prostituierte verweist, die Godards Frau in einem seiner vorhergehenden Filme spielte. Das Poster dieses Streifens (Die Geschichte der Nana S.) ist in der Szene mit der Verabredung im Hintergrund an der Mauer eines Gebäudes zu sehen. Ebenso präsent sind natürlich auch die Probleme von Fritz Lang mit den Studios und der Finanzierung seiner mythisch angehauchten Monumentalwerke. In den Dialogen lassen sich zahlreiche Zitate von Hölderlin, Dante, Brecht und anderen Poeten entdecken. Sie bilden die Grundlage für den Diskurs über das Verhältnis von Literatur, Film und Philosophie, den Lang und Piccoli auf der Metaebene führen. Illusion und Wirklichkeit verschmelzen in einem Kino, das für die Augen des Zuschauers eine Welt schafft, die bewusst auf dessen Begehren zugeschnitten wurde, mit einer Brigitte Bardot in der Hauptrolle, deren Körper sowohl Objekt männlicher Begierde als auch Subjekt ihrer eigenen Sinnlichkeit ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr sehenswert, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung - Le Mépris - Arthaus Collection Französisches Kino (DVD)
ist dieser Film, zeigt er doch eine schauspielerisch reife BB weg vom Weibchen-Schema. Interessant auch der Auftritt von Fritz Lang (Filmgeschichte!).
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jean-Luc Godard, 23. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung - Le Mépris - Arthaus Collection Französisches Kino (DVD)
Ein wunderbarer Film des Meisters Godard mit überzeugenden Schauspielern.
Mit auf der DVD: zwei wunderbare Dokumentationen (falls man das so nennen kann) über den Filmemacher und seinen Film. Sollte man sich unbedingt ansehen, um den Film besser verstehen zu können!

Eventuell langweilt er jedoch Menschen, die keinen Einblick in die Nouvelle Vague haben. Jean-Luc Godard versucht mit dem Film Le Mépris von 1963 das kommerzielle Hollywood Kino zu kritisieren, indem er einen kunstvollen Film (Verwendung von Farbe, Musik, Zitaten) macht, in welchem das Filmemachen selbst ebenso thematisiert wird wie eine zugrunde gehende Ehe.
Wer hier beispielsweise Brigitte Bardot nur als einen nackten Körper, liegend auf einem weißen Fell sieht, der irrt. Godard musste Szenen dieser Art nachträglich einfügen, um seinen Produzenten gerecht zu werden (ein Film mit Bardot ohne Nacktszenen? Unmöglich!). Er führt sie (die Produzenten) vor, indem er ihren nackten Körper (völlig sinnfrei und ohne Kontext) in den Film einbindet.
Es ist ein Film der auf vielen Ebenen kritisiert, und sollte auch auf diese Art betrachtet werden.

Kommerkritisches Kunstkino, das nur zu empfehlen ist!
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Heute kaum mehr faszinierend, 27. September 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verachtung - Le Mépris - Arthaus Collection Französisches Kino (DVD)
Ein Schriftsteller, ein Produzent und ein Regisseur (Fritz Lang, er selber) machen einen Film über Odysseus. Sie führen pseudo-intellektuelle Gespräche über die Frage, ob Odysseus seine Penelope wirklich geliebt habe. Der Regisseur hat eine attraktive Frau (Brigitte Bardot), der Produzent spannt sie ihm aus, die Frau und der Regisseur führen lange Gespräche darüber, warum wohl sie ihn nicht mehr liebt, und der Zuschauer fragt sich, was ihn das eigentlich alles angeht. Im letzten Bild sind die Frau und der Produzent in einem Autounfall umgekommen, - ein ziemlich einfallsloser Schlusspunkt.

Der Film stammt aus dem Jahr 1963. Es ist merkwürdig, dass es Filme gibt, die noch viel älter sind, sogar noch in schwarzweiss, und die trotzdem auch heute faszinierend und spannend wirken, wie zum Beispiel M" von Fritz Lang. Und dann gibt es Filme wie dieser hier, die zu ihrer Zeit sicher aufregend neu waren, die sicher von Journalisten und Kritikern diskutiert wurden, dass ihnen der schiere Tiefsinn von den Lippen tropfte, und die heute nur noch langweilen. Nur am Alter kann es nicht liegen. Und doch ist der Film veraltet - vielleicht ist es die Intention, die veraltet ist, dieses krampfhafte: schaut her, ich mache eine ganz neue Art Film.

Ich wüsste Ihnen keinen Grund zu nennen, warum Sie diesen Film ansehen sollten. Ja sicher, die Bardot zeigt ab und zu ihren nackten Po, der hat sicher den Status eines offiziellen französischen Kulturgutes, und sie schwimmt einige Sekunden nackt in der schönen Ägäis, aber das, wie man in der Schweiz sagt, macht den Braten auch nicht mehr feiss.
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