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am 1. Oktober 2008
John Eliot Gardiner nähert sich Bachs Johannespassion in gewohnter Weise: sein erstklassiger Monteverdi Choir, die "English Baroque Soloists" auf Originalinstrumenten sowie ausgesuchte Gesangssolisten sorgen für ein exzellentes musikalisches Niveau. Insgesamt bemüht sich Gardiner um eine "historische Aufführungpraxis", allerdings lässt er teilweise etwas Konsequenz vermissen: so besetzt er beispielsweise die Alt-Arie "Es ist vollbracht" historisch korrekt mit Viola da Gamba und Laute sowie einem Altus, dann aber die Sopran-Arien (genau so wie den Chor) mit Frauenstimmen. Wenn man allerdings die gesamte Produktion betrachtet, ist das durch diese Vorgehensweise gewährleistete höchste Gesangsniveau diese Ausnahmen absolut wert. Überhaupt singt der Monteverdi Choir in allen Partien, ob andächtigem Choral, polyphonem Eingangschor oder in den Turba-Chören als aufgebrachter Mob ("Kreuzige!") souverän, stets kontrolliert und absolut transparent. Auch das Zusammenspiel mit den Instrumentalisten klappt fast immer hervorragend, so dass ein überaus homogener Klangkörper entsteht.

Die Gesangssolisten meistern ihre Rollen alle souverän, der jugendlich wirkende Stephen Varcoe als Jesus findet auch in den thematisch heikelsten Situationen den richtigen Ausdruck, während Anthony Rolfe Johnson als Evangelist über jeden Zweifel erhaben ist. Auch die kleinen aber feinen Rollen, wie beispielsweise die Magd oder Petrus, sind allesamt von frappierender, stets beeindruckender Vortragsweise gekennzeichnet. Der einzige unter dieser Konkurrenz etwas abfallende Sänger ist Cornelius Hauptmann, welcher als Pilatus und Bass-Arien-Sänger leider in der Höhe etwas angestrengt wirkt, das aber mit musikalischem Ausdruck in der emotional schwierigen Rolle des Pilatus wettmacht.

Die Aufnahme ist bereits über 20 Jahre alt (1986), dafür aber sehr transparent aufgenommen. Es sind zu jedem Zeitpunkt alle Stimmen, Chor wie Orchester, eindeutig zu orten, außerdem ist die Aufnahmequalität für diese Zeit sehr gut. Auch die Anlage der beiden CDs verdient an dieser Stelle ein Lob, denn es werden die musikalisch zusammenhängenden Teile auch auf der CD als zusammenhängende Tracks behandelt. So wird z.B. bei der Gefangennahme Jesu ein beeindruckender dramatischer Fluss erreicht("Wen suchet ihr?" - Chor - Rezitativ sofort ineinander übergreifend), der sich an allen wichtigen Szenen positiv bemerkbar macht (so z.B. auch die Verhandlung mit Pilatus). Hier haben die Tonmeister musikalischen Verstand bewiesen, was diese Aufnahme enorm aufwertet.
Zu Gardiners Interpretation bleibt eigentlich nur zu sagen, dass er sämtliche Tempi musikalisch nachvollziehbar wählt, und damit stets den "richtigen Ton" trifft.

Fazit: Diese Aufnahme ist ein Genuss! Klare Empfehlung!
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am 8. Dezember 2011
Wer sich aus dem riesigen Katalog der Johannes-Passion-Aufnahmen für diese Londoner Gardiner-Einspielung aus dem Jahre 1986 entscheidet, darf sich großer Geschmackssicherheit rühmen.

Während die Matthäus-Passion dieses Ensembles bereits sehr überzeugt, ist die Johannes-Passion als nahezu perfekt zu bezeichnen.
Hier passt die nüchterne Klarheit in der Intonation des Monteverdi-Choirs ideal zum etwas kühneren und dramatischen Charakter dieser Passion. Für mich schon etwas überraschend gelingen den Monteverdis aber auch die kontemplativen Passgagen und insbesondere der Schlusschor "Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine" in bemerkenswerter Besinnlichkeit.

Das Solistenensemble überzeugt sängerisch durchweg. Anthony Rolfe Johnsons Evangelist hält seine Anteilnahme am dramatischen Geschehen in britisch distinguierter Weise zurück - sehr legitim -, wenngleich mich persönlich ein Peter Schreier in dieser Rolle mehr überzeugt.

Wenn Nancy Argenta es jedoch schafft, in der ergreifenden Arie "Zerfließe mein Herz" die Passage "Dein Jesus ist tot" wiederholt so schön zu singen, ohne dass auch nur ein Hauch von Traurigkeit zu spüren ist, dann ist das entweder ganz große Kunst oder ein bedauerlicher Mangel an Ausdruckskraft. Hier möge jede/r ein eigenes Urteil fällen.
Besondere Aufmerksamkeit verdient Ruth Holtons glockenklarer mädchenhafter Sopran - die perfekte Besetzung für die Arie "Ich folge Dir gleichfalls mit freudigen Schritten".

Die English Baroque Solists musizieren auf ihren Instrumenten der Bach-Zeit ohne Fehl und Tadel; Gardiner nimmt die Tempi wie von ihm gewohnt zügig, aber nie gehetzt: Ein sanftes Entschlummern zu dieser herrlichen Musik ist schließlich auch nach einem anstrengenden Arbeitstag keineswegs angezeigt ;-)

Einen großen Pluspunkt sammelt die Aufnahme auch darin, dass sie die Leidensgeschichte in einen mitreißenden Ablauf zwingt bei stets gleichbleibender Grundstimmung, wobei Gardiner den Fokus deutlich auf die Dramatik von Kreuzigung und Grablegung legt.
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