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5.0 von 5 Sternen Thurston Moore at his best!!!
Um es kurz zu machen: lee renaldo's "karen revisited" empfinde ich überhaupt nicht als das beste stück des albums, sondern (zumindest bis jetzt) als leise Enttäuschung, weil es für mich als uralten SY-Anhänger wirklich wie schon x-mal gehört klingt. Thurston Moore's Beiträge dagegen sind für mich seine besten seit der...
Veröffentlicht am 28. Juni 2002 von annadschan

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Business as usual
Mit „Washing Machine" dürfte es angefangen haben: Von da an befürchtete ich mit jeder neuen Sonic Youth LP den Abschluss ihres Tonträgerwerkes in den Händen zu halten, denn mit nunmehr Ende Vierzig wird die Definition von Jugend doch etwas überstrapaziert. Aber nein: Sie holen mit Jim O'Rourke sogar ein fünftes festes Bandmitglied ins...
Veröffentlicht am 12. Juni 2002 von Julian Marek


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thurston Moore at his best!!!, 28. Juni 2002
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Murray Street (Audio CD)
Um es kurz zu machen: lee renaldo's "karen revisited" empfinde ich überhaupt nicht als das beste stück des albums, sondern (zumindest bis jetzt) als leise Enttäuschung, weil es für mich als uralten SY-Anhänger wirklich wie schon x-mal gehört klingt. Thurston Moore's Beiträge dagegen sind für mich seine besten seit der sister/daydream nation-zeit. Die ersten drei stücke wirken wie eine kleine lp für sich, und "rain on tin" ist der absolute Höhepunkt. Der Instrumentalteil ist ein einziger Spannungsbogen und klingt so lyrisch, als wolle thurston hier letztgültig die Botschaft des Independentrocks erzählen, und für mich gelingt ihm das auch! Ich kann mich auf Anhieb wirklich an nichts vergleichbares von SY in den letzten Jahren erinnern. Das Abschlußstück "sympathy for the strawberry" ist in ihrer athmosphärischen dichte die Nummer zwei des Albums, insgesamt finde ich aber schade, das sich kim gordon so ans Ende des albums verdrückt hat. Die Beiträge von Jim O'Rourke sind dezent, treten bei öfterem Hören aber immer deutlicher hervor (z.B. die Orgel im letzten Stück). Bin äußerst gespannt auf den bereits angekündigten dritten Teil des NYC/Lower Manhattan-Zyklus.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Würdiger "A Thousand Leaves" - Nachfolger, 10. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Murray Street (Audio CD)
Als Sonic Youth Hörer ist man es gewohnt, bei jedem neuen Album einem völlig neuen Sound zu begegnen, an den man sich erst heranarbeiten muss. So ist es auch bei dem neuen Album "Murray Street" der Fall. Beim ersten reinhören erkennt man die Band überhaupt nicht wieder. Vieles klingt zunächst viel zu "melodisch" und "harmlos", Eigenschaften, die man sonst überhaupt nicht in Zusammenhang mit den Königen des Noise-Rock in Verbindung bringt. Tatsächlich hatte ich beim ersten Hören das Gefühl, eher eine alte Platte von "Pavement" in den Händen zu halten.
Doch natürlich ist das alles immer nur der erste Eindruck, man muss sich wie immer erst einmal gewöhnen und schon fallen einem SY-typische Elemente auf. Diese Elemente sind z.b. lange, verworrene und Free-Jazz-artige Gitarrenparts ("Rain on Tin", "Sympathy for the Strawberry"), psychedelischer, wabernder Noise-Rock ("Karen Revisited") und verstörender, unharmonischer Experimental-Rock ("Plastic Sun"). Dazwischen sind jedoch auch ungewöhnlich harmonische Lieder, die man gar nicht so direkt von SY kennt ("The Empty Page", "Radical Adults lick Godhead Style"), die sich aber gut in den Gesamtzusammenhang des Albums einfügen.
Überwog auf dem letzten Album "NYC Ghosts & Flowers" eher das experimentelle und verstörende, so steht bei diesem Album wieder mehr das Schöne und Psychedelische im Vordergrund. Viele Stellen erinnern schnell an Lieder von der "A Thousand Leaves", weshalb ich "Murray Street" am ehesten zu diesem Album schieben würde.
Absolutes Highlight des Albums ist wohl das einerseits lässig-coole, andererseits herrlich kranke "Karen Revisited", das auch leider das einzige Lied des Albums ist, bei dem Lee Ranaldo den Gesang übernimmt. Dies ist wohl ein ziemlicher Minuspunkt des neuen Albums. Man hat bei "Murray Street" stark das Gefühl, als wenn sich Thurston Moore immer mehr in den Vordergund drängen würde. Ob dies nun gut oder weniger gut für die neue Platte ist, daß ist Geschmackssache, aber ich persönlich hätte gerne ein paar mehr Einflüsse von Kim Gordon und Lee Ranaldo herausgehört, dann wäre das Album sicherlich noch vielseitiger und kurzweiliger geworden.
"Murray Street" ist für jeden SY-Fan ein Pflichtkauf, da man wieder viele neue Eindrücke vermittelt bekommt, besonders im Bereich Free-Jazz und Blues haben SY stark ausgebaut. Jedoch ist Murray Street erstaunlicherweise ein Album, bei dem auch Neueinsteiger gut reinhören können, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Alben von SY gibt es auf dem Neuen einen melodischen und einfachen Steg, der über das Meer aus unharmonischen, psychedelischen und gewöhnungsbedürftigen Gitarrensphären führt, in das nur wirklich eingefleischte Fans springen und ihren Spaß haben können.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sonic Youth - Murray Street, 17. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Murray Street (Audio CD)
Wenn es eine Band gibt die ich bis zum Erbrechen studiert und erforscht habe, bei der ich die Tracklist jeder limitierten Single herunterbeten könnte, und die tatsächlich am häufigsten in meiner Sammlung auftritt, dann ist es wohl Sonic Youth. Und einfach nur deswegen gibts hier auch schon meine vierte Rezension von ihnen! Ein anderer Grund dafür ist, dass ich seit dem Erscheinen des Albums, der Murray Street-Periode, Fan bin. Dass der Besuch meines ersten (und leider bisher einzigen) Sonic Youth-Konzertes auf der Murray Street-Tour war. Und weil hier vom Cover bis zum letzten Ton bei Sympathie for the Strawberry alles durchtränkt ist von positiven Erinnerungen und Gedanken.

Die Metarmophose der Band vom nihilistischen Noise-Monster, über die hitfähigen "Grunge-Erfinder" (das stammt nicht von mir!) der Dirty-Ära, hin zur verschlafenen (gar nicht mal negativ gemeint) Jam-Band der heutigen Zeit über die Dauer von 25 Jahren war immer spannend und erstaunlich ausfallsfrei. Aber dass Sonic Youth gerade im Herbst ihrer Karriere noch ein paar besondere Juwelen veröffentlichen (eigentlich ist alles seit Washing Machine 1995 Gold wert), damit wahr wohl nicht zu rechnen. Aber man kann dennoch nicht leugnen, dass sie etwas gemütlicher geworden sind, altersweise fast. Am deutlichsten wurde das für mich bisher mit diesem Album. Dass ein Großteil der Songs von Thurston Moore auf der Akustikgitarre geschrieben wurden merkt man sofort, klingen die Opener doch wie elektrifizierte Folk Songs (und so sind sie natürlich angemessen überzeugend als echte Akustikversionen, mitgeschnitten in einer Bandsession des Radiosenders WERS - unbedingt mal suchen!). Das schönste an diesem Album ist jedoch seine Unbefangenheit, seine Mut zur kleinen versöhnlichen (The Empty Page) und zur großen umarmenden (Rain on Tin) Geste. Hier spielt eine Band die wirklich nichts mehr zu beweisen hat, die ihre kuschlige Ruhe im bandeigenen Studio/Bandmuseum Echo Canyon gefunden hat (welches leider vor einiger Zeit der Immobilienarmut in New York City zum Opfer fiel und geräumt werden musste - ironischerweise hatte das Studio sogar den, in unmittelbarer Nähe stattfinden, Terrorangriff am 11.9.01 überlebt!). Beweisen wollen sie uns aber trotzdem was. So wird Kim Gordon im finalen Sympathy for the Strawberry von der exalierten No-Wave-Lady zur stillen Märchenerzählerin - Thurston vom coolen, redseligen Sympathieträger zum Romancier an der kaum verzerrten Picking Gitarre. Nur Lee ist immer noch der notorische Trauerkloß der in Karen Revisited alle Weltschmerz-Register zieht - aber dafür lieben wir ihn ja! Schwierig wird es schon, die Beiträge des zu diesem Zeitpunkt gerade fest eingestiegenen Jim O'Rourke auszumachen. Er spielt sich zwar um Kopf und Kragen, doch bei solch präzisen Gitarristen wie Renaldo und Moore es sind, ist es schwer aus dem Schatten zu treten. So bleibt er dabei was er am besten kann und macht den Splitpart von Karen durch seine bekannten, vorallem im Solowerk verwurzelten Ambient-Einschübe zum Ereignis ohne das ganze zum blanken Noise verkommen zu lassen. Also fassen wir es jetzt mal ganz respektlos zusammen: nach einem Indie-Superhit (The Empty Page), drei atemberaubenden, verhuscht jazzigen Mini-Sinfonien (Disconnection Notice, Rain on Tin(!), Radical Adults lick Godhead Style), einem überlangen Ambientschmachter (Karen Revisited), einem krächzenden Totalausfall (Plastic Sun) und dem wohlig-versöhnlichem Ende (Sympathy for the Strawberry) (das sind gerade mal 7 Tracks!) zeigen uns Sonic Youth wie man einen Klassiker bastelt und in Würde altert. Und um jetzt doch nochmal etwas Leidenschaft reinzubringen, preise ich einfach mal Rain on Tin. Es wird schwierig im Sonic Youth-Komos ein ähnlich brillantes Stück zu finden, dass so lyrisch und mitreissend wirkt. Und dabei meine ich keineswegs die Lyrics! So eine dermaßen perfekt durcharrangierte Großtat hat die Band nie wieder hingekriegt und allein schon deswegen verzeihe ich den Plastic Sun-Ausreisser und gebe dem Album die Höchstnote. Einfach so!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Abgehangensein als Lebensstil, 28. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Murray Street (Audio CD)
Zum Zeitpunkt des Zustandekommens dieser Rezension gibt es aus dem Sonic Youth-Camp noch kein offizielles Statement zur Zukunft der Band. Wer soll solche Musik machen, wenn es Sonic Youth nicht mehr gibt? Ich finde es schwer, mir eine Welt ohne Sonic Youth vorzustellen, auch wenn klar ist, daß sie weiter leben würden im Sound der zahllosen Bands, die von ihnen beeinflußt wurden (schwacher Trost); und natürlich in ihrem eigenen Back-Katalog, der jeden SY-Adepten mit Komplettistenambition in Angst, Schrecken und Schulden treiben würde.
Daß "Murray Street" Sonic Youths 9/11-Album ist, wäre vielleicht zuviel gesagt, auch wenn in der Murray Street an ebendiesem Tag der Apokalypse eins der Triebwerke runterrauschte, nachdem haßerfüllte Wahnsinnige 2 Passagierflugzeuge ins World Trade Center gesteuert hatten. Jim O'Rourke, der auf "Murray Street" als 5. Sonic Youth-Mitglied gelistet wird, schlief zu diesem Zeitpunkt gerade im "Echo Canyon", Sonic Youths Studio in der Murray Street.
Wenn man das Album denn unbedingt noch eine Weile im Kontext dieser historischen Zäsur betrachten und dabei ein Anderssein der Welt nach dem 11. September 2001 zugrundelegen möchte, dann klingt das cleane Intro-Riff von "The Empty Page" nach dem Morgen danach. Und es ist ein guter Morgen. Genau der Richtige, um vielleicht neu anzufangen. Ein wenig vorsichtig und am Anfang konzentriert, um nichts falsch zu machen, aber je weiter der junge Tag voranschreitet, desto sicherer fühlt sich alles an, und bei 2:12 tritt der Song zum ersten mal aufs Gaspedal. Sonic Youth mögen nicht mehr so radikal klingen wie in den Achtzigern, aber wenn's um eine gepflegte Noise-Eruption geht, kann man sich auf sie verlassen. Ansonsten ist "The Empty Page" für SY-Verhältnisse sehr nah am klassischen Song. Wie gut eingespielt eine Band nach 20 Jahren sein kann, demonstrieren sie mit ihrem (wie man sagt) traumwandlerischen Zusammenspiel. Die Dynamik-Nuancen, die zu erzeugen sie in der Lage sind, machen ihre Stücke zu lebenden Klangkörpern. Gleichzeitig hauen sie zu keinem Zeitpunkt effekthascherisch auf die Tonne. Das ist gutes Abgehangensein als Lebensstil.
"...Gather 'round / Gather friends / Gather fear / Gather again", singt Thurston Moore/Thorsten Moor über die schweren, an geborstene Glocken erinnernden Eröffnungsakkorde von "Rain On Tin" - vielleicht doch ein bißchen post-9/11-Paranoia, die sich hier niedergeschlagen hat? Muß gestehen, daß ich mich mit den Texten von Sonic Youth weit weniger beschäftigt habe als mit ihrer wundervollen Musik, aber das ist in diesem Fall auch egal, denn "Rain On Tin" ist ab da ein Instrumental, und was für eines! Ein Part ergibt sich völlig organisch aus dem anderen, und es sind viele Parts! Aber "Rain On Tin" ist kein Riff-O-Rama, sondern ein stream of consciousness bzw. ein stream of emotions. Es erzählt eine Geschichte ohne Worte. Hypermelodisch, an manchen Stellen jubilieren die Gitarren richtiggehend, auch wenn mir das Wort "jubilieren" ein wenig peinlich ist.
Das minutenlange Outro von "Karen Revisited" (dem Lee Ranaldo-Song) hingegen ist wieder mal skulpturierter Noise, Ambient-Krach, wie ihn nur SY hinbekommen. Ich frage nochmal: Wer soll solche Musik machen, wenn es Sonic Youth nicht mehr gibt? An Stellen wie diesen hört man auch am deutlichsten Jim O'Rourkes Beitrag zum SY-Sound. Er fügt dem Ganzen subtile Schattierungen hinzu, reichert Thurston Moores und Lee Ranaldos interagierende Gitarrentexturen mit Synthesizern oder weiteren Gitarren an, ohne daß es zu einer signifikanten Umwälzung des gewohnten Ensembleklangs kommt. Da haben sie sich genau den Richtigen ins Boot geholt. Das spürt man auch auf dem abschließenden "Sympathy For The Strawberry", einem von 2 Kim Gordon-Tracks und einem weiteren Highlight im dicken Katalog der herausragenden SY-Stücke: Hier werden die Gitarrenstrecken durch kurze Orgel-Interludes miteinander verkittet, bzw. man hört diese Orgel, weil die Gitarren gerade Pause haben und sich neu sortieren. Sie ist natürlich die ganze Zeit da. Der Song selbst ist schwer zu beschreiben: Offene, fließende Struktur, um einen Grundton kreisend, manchmal an der Grenze zum Drone. Kim Gordon geht gesanglich total darin auf und macht an ein paar Stellen einen geradezu entrückten Eindruck. Mehrere Male scheint die Nummer kurz vor der Selbstauflösung zu sein, und dann schleppt sie sich doch weiter, immer getragen von Steve Shelleys scheinbar unbeteiligt bouncendem Offbeat. Sein Schlagzeugspiel ist für die Dynamik des SY-Sounds nicht weniger wichtig als die Gitarren-und-immer-wieder-die-Gitarren. Wie er die Verdichtungen, Ausbrüche und Austrudelungen mitgestaltet, indem er Synkopierungen und Schlagkraft hundertprozentig dienlich dosiert, das ist einfach fabelhaft!

Also: Trotz aller historischen Implikationen und Verkettungen ist "Murray Street" vor allem ein Sonic Youth-Album aus einer Phase, in der die Band nur noch für sich und aus sich selbst operierte. Nicht, daß sie jemals Teil eines Pools ähnlich klingender Gruppen gewesen wären. Und die SY-Hipness, die um "Goo" [1990] herum ihren Höhepunkt erreicht hatte, war auf "Murray Street" auch längst kein Thema mehr. Was man hier zu hören bekam, war einfach nur eine verdammt gute Band, die ihr Ding macht, auch wenn sich das nach abgeschmacktem Handmade-music-Konservatismus anhören mag. Oder laßt es mich so sagen: Sonic Youth waren und sind einfach zu geil, um Durchschnnitt zu sein.
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5.0 von 5 Sternen Wunderschön, 16. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Murray Street (Audio CD)
Endlich! Ich habe so lange gewartet, eigentlich fast 11 Jahre, denn nach " Daydream nation " ist nichts richtiges mehr passiert, wobei ich keines der danach erschienenen Alben ausgelassen habe! Ich kann keines der letzten Alben wirklich schlecht finden, aber nach drei - bis viermaligem Hören hatte ich genug! Das scheint sich diesmal aber in eine andere Richtung zu entwickeln, denn die neuen Songs sind eíngängig, ohne dabei langweilig zu wirken! Die oft beschriebenen Jazzelemente sind für mein Gehör nicht wahrzunehmen... und das bereue ich persönlich auch gar nicht!Am besten gefällt mir " Karen revisited ", Lee Renaldos Stimme klingt so schön nach altem Kaugummi, der Sound ist mit vielen Noisetupfern durchpickt und das Outro erinnert mich an " The diamond sea "! Einfach schön und für jede Altenativdisco kompatibel! Noch ein Knaller in Youther Manier: " Rain on tin ". ...und der Rest der Stücke..genial, bis auf " Plastic sun ", denn Kim Gordons Gequäke hat mir schon früher nicht gefallen!!!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Business as usual, 12. Juni 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Murray Street (Audio CD)
Mit „Washing Machine" dürfte es angefangen haben: Von da an befürchtete ich mit jeder neuen Sonic Youth LP den Abschluss ihres Tonträgerwerkes in den Händen zu halten, denn mit nunmehr Ende Vierzig wird die Definition von Jugend doch etwas überstrapaziert. Aber nein: Sie holen mit Jim O'Rourke sogar ein fünftes festes Bandmitglied ins Boot und lassen verlauten, dass „Murray Street" (dort steht ihr Studio) erst das zweite Album einer „proposed trilogy about the cultural history of Lower Manhattan" sei. Stellt sich die Frage, was denn dann die 15 Vorgänger waren - wenn eine Band mit einer Stadt assoziiert wird, dann Sonic Youth mit New York, dazu bedarf es keinen Themenalben.
New York hin, O'Rourke her - musikalisch bleibt alles beim Alten und Bewährten: Der Opener „The Empty Page" rockt fast schon dirtyesque, aber seltsam unmotiviert. „Radical Adults" umgarnt einen mit extrem hohen Saxophonsequenzen, die ohne Kenntnis des Website-Infos aber genauso gut als verzerrte Gitarren durchgehen würden. Lee Ranaldo greift (wie so oft) beim schönsten Stück zum Mikrofon: „Karen revisited" ist eigentlich nach drei Minuten beendet, aber es folgen (wie so oft) weitere acht voller Geräusche und Feedback-at-its-best und leider in der Konsequenz ein „Das musste jetzt (nicht) sein"-Gefühl. Kim Gordon kommt erst am Ende zu Wort und führt das Album zu einem schönen (routinierten) Abschluss. Ansonsten reichen sich Bekanntes und Altbekanntes die Hand. Während man sich (zumindest ich mich) insbesondere bei den von Thurston Moore gesungenen Songs hinsichtlich der Schlichtheit der Songstrukturen an sein Soloalbum erinnert fühlt, scheinen einige Intrumentalpassagen sehr bis zu stark an die SYR-EPs angelehnt zu sein.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Sonic Youth können und sollen sich nicht neu erfinden, aber nach der hervorragenden „NYC Ghosts & Flowers" stellt "Murray Street" im direkten Vergleich schon eine kleine Enttäuschung dar. Trotzdem werden wir alle wieder zugegen sein, wenn sich die vier (diesmal mit ihrem Adoptivsohn) für ein paar Konzerte in Deutschland die Ehre geben. Schließlich könnten es die letzen sein.
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen This is balsam!, 21. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Murray Street (Audio CD)
Das wunderschönste, was ich jemals gehört habe. Das hier ist wundervoll! Angenehm angejazzt und krachig verspielt.
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