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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volltreffer!
Heavy Metal ist eines der wenigen Genres, das es trotz dem vielen Ernst und Härte schafft, eine stets erneuerte Schnittstelle für Selbstironie zu pflegen. Egal ob Spinal Tap, Wayne's World, GWAR, JBO oder Steel Panther, der durchschnittliche Metalhead ist nicht selten auch bereit, seine eigene Credobibel für die ultimative Persiflage kurzfristig auf die...
Veröffentlicht am 17. Juli 2012 von upperception

versus
10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett, nicht mehr.
Dieses Album sieht sehr, sehr böse aus. Man vermutetet das Schlimmste. Dann aber entpuppt sich das Ganze als harmloses Hardrock-Scheibchen mit ein paar härteren Riffs und gruseligen Geräuschen zwischendurch. Die Lyrics umfassen in etwa den Standardwortschatz pupertierender Satanisten. Vorgetragen werden sie von einem Sänger, der so singt wie der nette...
Veröffentlicht am 9. Februar 2011 von Fumetto


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volltreffer!, 17. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Heavy Metal ist eines der wenigen Genres, das es trotz dem vielen Ernst und Härte schafft, eine stets erneuerte Schnittstelle für Selbstironie zu pflegen. Egal ob Spinal Tap, Wayne's World, GWAR, JBO oder Steel Panther, der durchschnittliche Metalhead ist nicht selten auch bereit, seine eigene Credobibel für die ultimative Persiflage kurzfristig auf die Seite zu legen. Die Klischees in diesem musikalischen Kleinuniversum sind so zahlreich wie die Subgenres selbst, und was ebenso fasziniert, ist die Tatsache, dass Metal Hörer sich oft der Geschichte ihrer Musik sehr bewusst sind und diese auch in Ehren halten.

Eines der ersten Stereotypen waren, dass Heavy Metal dem Satanismus zugeordnet werden kann; eine Anschuldigung, die Mitte der 1970er Jahre immer noch viel Gewicht hatte. Definitiv wurde diesem Genre der Ball zugespielt, Tabus zu brechen und eine gewisse Gefahr auszustrahlen. Genau diese Prinzipien bewegen noch heute die Anhänger und eröffnen damit dem Fan ein gewisses Freiheitsgefühl. Jede Epoche darin wurde jedoch auch von zeitgenössischen Modeströmungen beeinflusst und so musste man sich mit Glam Metal in den 1980ern oder Pop Punk bzw Rap Metal in den 1990ern zwangsweise anfreunden. Heute blickt man mit Augenzwinkern auf diese Zeit zurück und so ist beispielsweise dieser Tage überhaupt erst eine Band wie Steel Panther möglich, die im Grunde nichts tut, ausser alle Klischees und Stereotypen des Glams auf eine Bühne zu stellen und zu zelebrieren. Beachtenswert ist dennoch mit welchem Talent es die Jungs tun.

Und nun ist es an der Zeit, die Uhr weiter zurück zu drehen. Mit Opus Eponymous liegt mir hier nun ein Album vor, das im Grunde nicht im Geringsten etwas Neues darstellt. Haarsträubend lächerliche Texte, äusserst ohrwurmtaugliche, ja fast schon pop-ähnliche Refrains und ein bisschen ins garage-ige und Doom Metal abrutschende Retrosounds. Nach dem ersten Durchhören war ich zugegebenermaßen nicht besonders beeindruckt. Ich hatte von dem Hype schon im Vorfeld Wind bekommen, daher entschied ich mich für eine zweite Runde. Was mir sofort auffiel war, dass ich viele der Songs wirklich wiedererkannte und teilweise sogar im Kopf schon mitsummen konnte. Im Laufe des Tages kam es mir immer wieder in den Kopf und abends musste ich es beinhart noch einmal anhören. Ja, Ghost haben ein unglaublich charmantes Werk vorgelegt, welches sowohl vor Augenzwinkern wie auch einfach solid gutem Songwriting nur so strotzt. Es wird zwar relativ wenig Risiko eingegangen, aber es ist einfach alles da, was ein gutes Early-Metal Werk ausmacht.

Wer hier glaubt, einen Meilenstein des Schwermetalls bewerten zu müssen ist meines Erachtens nach komplett am falschen Dampfer. Ghost ist eine Hommage an so vieles, das Fans an diese Subkultur bindet und als solches sollte es auch gesehen werden. Auch wenn es auf dem Papier lächerlich erscheinen mag - eine anonyme Band, bestehend aus in Mönchskutten verkleideten und vermummten "Nameless Ghouls" spielen mit einem in einem in antichristlichen Papstgewandt gekleideten Sänger mit deformiertem Gesicht Retrosongs, in welchen es ausschließlich um Satan geht, die obendrein Popappeal haben - wer sich darauf einlässt bekommt einen angenehmen Ritt durch die Metalgeschichte serviert, der obendrein musikalisch wie optisch mit viel Liebe garniert ist.

Was mich auch sehr positiv überrascht hat ist die Produktion, die zwar einerseits auf Retroklänge setzt, aber andererseits eine zeitgemäße Schärfe besitzt ohne dabei mit dem für heute typischen Überkomprimieren zu dick aufzutragen. Alles flutscht fein dahin und zaubert im Vorbeiziehen ein gesundes Lächeln aufs Gesicht. So soll es sein!

Klare Empfehlung!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoher Spassfaktor, 11. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Nachdem ich das Album eingelegt hatte, kam es mir irgendwie bekannt vor. Nach mehrmaligem Hören wusste ich dann woran mich die Musik erinnert.
Das könnte der Rock/Metal Soundtrack zu Scooby Doo sein! Bedrohliche Orgeln im Hintergrund. Melodien zum Fürchten aber trotzdem ein hoher Popanteil. 70er Jahre Anleihen überall...

Es macht mir richtig Spass die CD zu hören, weil die Musik so eingängig ist. Die ersten Tage war es echt schlimm. Voll die Sucht!
Und auch jetzt hab ich immer wieder Lust die CD einzulegen.

Ein bißchen Zwiespältig ist natürlich der Zweck der Musik. Laut Band soll die Menschheit durch die süßen Melodien zum Satanismus verführt werden. Für mich ist das nicht mehr als ein Kultfaktor, aber es gibt bestimmt den ein oder anderen Moralprediger, der sich beim Schimpfen vor Wut/Angst verschluckt.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut - aber keine Sensation, 28. Januar 2011
Von 
Parsec - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Jaja, nachdem seit Anfang 2009 The Devil's Blood primär im Rock Hard eine gnadenlose (und gnandenlos unkritische) Hofberichterstattung erfahren war die Zeit wohl reif für eine neue Truppe, die von Götz Kühnemund und Co. in die höchsten Sphären gejubelt werden kann. Die Wahl der Stunde fiel auf GHOST, einem Sextett aus Schweden, die sich auch einem amtlichen Retro-Sound verschrieben haben und ähnliche Aussagen wie The Devil's Blood von sich geben.

Über das Outfit der Kollegen (fünf vermummte "Geister" und ein "Antipapst") kann man sicherlich geteilter Meinung sein - für den einen ist es stimmungsvoll und unterstreicht die Musik, für den anderen ist es eher affig und / oder schlichweg hochgradig albern. Mir persönlich gefällt es grundsätzlich, wenn sich eine Band auch visuell in Szene setzt, ich denke aber auch, dass man es hier gewaltig übertreiben kann und in Rekordzeit zur Lachnummer wird, und es ist bei aller Fairness optisch irgendwie kein allzu weiter Weg von einer gerade gefeierten Truppe wie GHOST und z.B. Mystic Circle mit den "legendären" angepappten Plastik-Teufelshörnern...

Aber sei es wie es sei: die Band hat ein Konzept und das zieht sie durch - identitätslose Combos gibt es ohnehin schon genug.

Musikalisch ist "Opus Eponymous" extrem eingängig und schlichtweg gut hörbar - die Songs sind letztlich mehrheitlich straighter Rock und gehen in ihrer Mehrheit sofort ins Ohr, sind gut gespielt und vor allem sehr markant und harmonisch gesungen. Gerade die Stimme des Sängers "???" (welcher ja soweit man im Internet lesen kann in diversen Bands unterschiedlicher Stilrichtungen aktiv ist) sorgt für einige echte Highlights und verleiht der Musik einige packende Momente. Songs wie "Ritual" oder "Elisabeth" sind absolut radiotauglich (was ja auch per se nichts Schlechtes sein muss) und enfalten bereits beim ersten Hören ziemliche Ohrwurmqualitäten.

Die musikalischen Vergleiche mit einer poppigen Version früher Mercyful Fate (oder, wie in einer anderen Rezension im Internet zu lesen war, einer Mischung aus "Coven und The Rasmus") sind gar nicht weit hergeholt... man meint auch mitunter im Sound von GHOST einige Reminiszenzen an 80er Jahre Gothic Rock vornehmlich britischer Prägung herauszuhören, was aber auch erklärlich ist, da dieser Sound ja auch seine Wurzeln im Rock der 70er hatte - und im Endeffekt erinnern GHOST aber auch sehr an Christian Death zu ihrer "The Scriptures" Phase, auch natürlich mit dem Zusatz der deutlich eingängigeren Musik.

Textlich sind GHOST eigentlich ziemlich lächerlich unterwegs und beacktern in ihren angeblich aus der Parallelwelt gechannelten Lyrics exakt die Themen, welche man erwarten würde und denen sich schon Legionen von Kapellen vor ihnen angenommen haben... Satan, Hexen, schwarze Messen und die unvermeidliche Elisabeth Bathory. Das Tiefgründige anderer Bands, gerade aus der Okkult-Rock Ecke, fehlt den vermummten Kollegen leider bislang völlig, die Lyrics sind dann doch eher platt verfasst - im Jenseits von GHOST scheint man auf sehr seichte Texte zu stehen, welche in der Tat wie das Werk eines 16-jährigen Hobby-Satanisten aus einer langweiligen Chemiedoppelstunde wirken als wie tiefe Einblicke in okkultes Gedankengut...

Wie gesagt: die seit November laufende Non-Stop Berichterstattung und die beständigen Jubelarien werden dafür sorgen, das GHOST im Jahr 2011 eine der Bands sein werden, an der kaum ein Weg vorbeigeht. Inwiefern diese Truppe aber etwas ganz bahnbrechend Besonderes ist (und nicht eine Gruppe guter Musiker mit Blick auf eingängige Songs und cleverer Vermarktung) muss jeder selbst entscheiden - die Band überzeugt definitiv durch ihre technischen Fähigkeiten und die Eingängigkeit ihrer häufig sehr gekonnt komponierten Songs, und daher gefällt mir "Opus Eponymous" schlichtweg gut, nicht mehr und nicht weniger.

Alles in allem: ein ziemlich gutes Album, aber als völlige Sensation empfinde ich die Band bei allem Respekt noch nicht. Ich bin gespannt was von GHOST nach diesem fulminanten Start kommen wird - aber GHOST werden erst noch beweisen müssen, ob sie wirklich Substanz haben oder ob sie nicht als gefeierter Durchstarter von heute der miese Witz von morgen sind.

Knappe 4 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, aber wahr..., 9. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Wer meine Beiträge im Forum oder meine Rezis kennt, weiss: ich bin im Bezug auf "Retro" eher skeptisch, wenn nicht gar voreingenommen. Dennoch haue ich für diese Scheibe die Fünf raus. Warum?

Ghost werden gerne mit den Attributen "Merciful Fate" und "Kind Diamond" versehen. Das mag zwar auf Portrait und vor allem Attic zutreffen - Ghost sind jedoch auf dieser Platte deutlich eigenständiger. Okkultes Image, ja. Aber: Die Musik lässt zwar auf gewisse Einflüsse schließen, ist aber unterm Strich sehr eigenwillig und vor allem eigenständig. Während MF / KD trotz allem sehr riff-orientiert sind, spielen Ghost eher unmetallisch, songdienlicher. Der Gesang ist zwar vergleichsweise hoch, geht aber nie ins königliche Falsett. Man könnte hier eher von "Dark Pop" oder düsterem Hardrock mit Psychedelic Einflüssen reden.

Was Ghost aber vor allem drauf haben, sind absolute Ohrwürmer und Killer-Refrains, die sofortiges "Repeaten" fordern. Dennoch ist die Mucke niemals anbiedernd oder peinlich (im Gegensatz zur Rohrkrepierern wie Jess and the Ancient Ones). Die Produktion ist ehrlich-erdig und findet eine gute Balance zwischen rockenden Gitarren und Keys (v.a. Orgel).

Das vermeintlich satanisch-okkulte Image empfinde ich eher als ironisch / "tongue in cheek" als zwanghaft bemüht (vergl. Devils Blood). Auch der Umstand, dass die Band live vermummt / anonym auftritt ist meiner Ansicht weniger ein Show-Aspekt als dass man sich mehr auf die Musik konzentriert, anstelle sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wer denn gerade das Solo zockt.

Das auf der einen Seite sehr plakative aber auch stilvolle Cover rundet das Produkt noch insgesamt ab und trägt erheblich zur Gesamtstimmung bei. Das Shirt ist bestellt.

Im Gegensatz zu vielen "Image Bads", z.B. Cradle of Filth, Devils Blood, Dimmu Borgir aber auch Retro Combos wie Jess, Jex und Konsorten haben Ghost vor allem musikalisch was zu bieten. Und das ohne Ende. Daher |||||
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer Gott, wir loben dich !!!, 21. November 2010
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
An dieser Band werden sich die Geister scheiden - um dies vorherzusehen, muss man gewiss kein Prophet sein. Bei der Underground-Formation GHOST handelt es sich um eine junge Band, über die bisher so gut wie garnichts bekannt ist. Die sechs Schweden bewegen sich im mystischen Nebel der Anonymität. Weder die Namen der Musiker, noch deren tatsächliche Herkunft ist dabei hunderprozentig nachzuweisen. In der Tat soll es sich aber um eine Band handeln, deren Mitglieder bereits bei anderen Projekten (z.B. bei REPUGNANT) aktiv zu Werke gehen sollen. Nichts genaues weiß man jedoch nicht...
Eines ist dennoch sicher: Mit ihrem knapp 34minütigen Debüt-Album "Opus eponymous" werden GHOST definitiv für Aufsehen sorgen. Positive und negative Schlagzeilen scheinen zu diesem Zeitpunkt schon arg vorprogrammiert.
Als größter Aufreger werden hierbei zweifelsohne die düsteren Lyrics genannt werden, die rein inhaltlich als reine, ungeschönte Satansanbetung durchgehen. GHOST machen sich dabei nicht mal die Mühe, ihre satanischen Verse durch Metaphern zu verschlüsseln. Nichts da, hier wird dem gehörnten Höllenfürsten direkt und ohne Umwege gehuldigt. Eine bitterböse Glorifizierung des Bösen. Feurige Textzeilen wie "Lucifer, we are here for your praise, evil one, our conjuration sings infernal psalms" oder "Say can you see the cross? Inverted solemnly. A symbol for the goat of a thousand young. 666 - evoke the king of hell" sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Keine Frage, dies muss man nicht gut finden. Aber für den bodenständigen Occult-Rock von GHOST gibt es wohl keine bessere Basis.
Wenn man mal die musikalische Marschrichtung von "Opus eponymous" genau unter die Lupe nimmt, dann stehen einem zunächst viele Fragezeichen im Gesicht. Was zum Teufel soll das hier bitte sein ? Auf jeden Fall das merkwürdigste Album des Jahres 2010. Die Musikexperten bezeichnen den GHOST-Sound als eine Mischung aus MERCYFUL FATE und den Occult-Rockern von THE DEVIL'S BLOOD. Dieser Vergleich ist dabei sogar recht zutreffend - und schießt dennoch kilometerweit am Ziel vorbei. Der sechsköpfige Geisterorden spielt nämlich eine sehr mystische, aber hoch originelle Melange aus pechschwarz riffendem Retro-Hardrock mit enormem Seventies-Einschlag. Neben den oben genannten Band können dabei sicherlich noch Acts wie BLACK SABBATH , JEX THOTH , RAINBOW oder uralte Hippie-Recken wie THE DOORS als Referenz genannt werden. Zudem versprühen GHOST über die gesamte Spielzeit ein rauchiges Doom/Stoner-Feeling, weswegen die Band bereits beim deutschen "Hammer of Doom"-Festival für Furore sorgen konnte. Durch die Hinzunahme von Orgel bzw. simplen Keyboard-Sounds (z.B. beim Intro "Deus culpa") hat der 9-Tracker einen latent orchestralen Touch. Ein böser Satansgottesdienst zum Gruseln.
Der Gipfel der Unverschämtheit - im positiven Sinne - ist jedoch der herrlich einprägsame Gesang, der zunächst garnicht zur Musik passen will. Schockierend aufrichtige Songs wie "Ritual" , "Satan prayer" , "Con clavi con dio" oder "Elizabeth" gewinnen ihre Eigenständigkeit nämlich vor allem durch die zuckersüßen, fast schon poppigen Gesangslinien, deren simple Eingängigkeit jeden (!) Hörer auf Anhieb gefangen nimmt. Im finsteren Gesamtkonzept klingt dies beinahe schon so, als wolle die Band uns alle verspotten - diejenigen, die dem bösen Satansvater noch nicht ewige Treue geschworen haben. Fast müsste man glauben, als handele es sich um eine bloße Karikatur. Und dabei ist es doch sooo ernst gemeint.
Die Songs dieses 34-Minüters sind gefährlich: In Dauerrotation entwickeln sie ein unfassbares Suchtpotential, so dass man die Scheibe einfach nicht aus dem CD-Player nehmen kann. Bestes Beispiel sind dabei die formvollendeten "Stand by him" , "Prime mover" und "Death knell" (gigantisch!), deren faszinierendes Flair sich erst nach mehreren Durchläufen voll entfaltet. Das mehrschichtige Instrumental "Genesis" geht dafür als glasklare Seventies-Prog-Adaption durch, die diesem atemberaubendem Album abschließend den Deckel aufsetzt. Magisch!
Veredelt wurde "Opus eponymous" durch eine wundervoll bodenständige Produktion, wie man sie sich heutzutage viel öfter wünschen würde. Hier darf ein Schlagzeug noch wie ein Schlagzeug klingen. Diese Band ist noch nicht durch die Pro-Tools-Hölle gegangen. Eine knappe halbe Stunde regiert einfach nur authentischer Occult-Rock-Sound zum Niederknien, der viel organischer klingt, als alle überambitionierten New-Rock-Acts dieses Planeten zusammen.
Fazit: GHOST sind ein verdammt heißes Eisen im derzeitigen Rock-Underground. Eine Band die polarisieren will, und die einiges erreichen wird. Kein Zweifel: "Opus eponymous" sollte in diesem Jahr bei jedem Rock/Metal-Fan auf dem Weihnachtswunschzettel stehen. Und sagt nachher nicht, man hätte es euch nicht gesagt.
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5.0 von 5 Sternen Kaufen!, 21. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Wie gewohnt mit Heavy Metal aus Schweden: Perfekte Instrumentierung und Bedienung der Instrumente. Auch wenn über die Mitglieder spekuliert wird, hier gibt es richtig Gutes auf die Ohren.
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5.0 von 5 Sternen Kaufen kaufen kaufen, 4. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Bin von der Scheibe absolut begeistert. Endlich mal etwas Anderes, obwohl manche Texte eher zum Schmunzeln anregen; "the devil's power is the greatest one" hahaha
Auf jeden Fall haben Papa E. und seine namenlosen Schergen ein gutes Album hingelegt!
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5.0 von 5 Sternen positive Überraschung, 25. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Nach dem ganzen Hype um die neuen Retrorocksatanisten hab ich mich getraut hier mal reinzuhören!

Um es vorweg zu sagen: Die Scheibe hat mich umgehauen.

Songs wie Satan Prayer, Stand by him, Ritual und Elizabeth gehören zu dem besten und eingängigsten Rocksongs der letzten Jahre.
Sehr raffiniert arrangiert mit hohem Wiedererkennungseffekt.

So geht Rock!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So was hab ich vermisst..., 6. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (MP3-Download)
Ghost? Gut...nicht sonderlich einfallsreich. Die Musik dagegen sprüht zumindest vor Oldschoolcharme. Endlich mal wieder ein Röhrenamp der nicht gepimpt wurde und sich anhört wie eine wildgewordene Kreissäge. Erdiger Crunchsound wie ihn der Metal seit Jahren nicht mehr gehört hat. Das stampft teilweise richtig gut ab. Natürlich sind die Vorbilder Mercyful Fate aus jedem Stück herauszuhören, aber das machen die Jungs hier richtig gut.
Produktionstechnisch auch irgendwo in den 80ern paßt das alles wie aus einem Guß. Für mich ein Highlight das man als Oldschooler haben muß.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Band mir Potential!, 29. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Opus Eponymous (Audio CD)
Da springt jemand auf dem The Devils Blood-Hype-Zug auf und wird ähnlich abgefeiert. Kann man es sich so einfach machen?

Kann man, sollte man aber nicht.

Machen wir's kurz, ich finde Ghost KLAR besser als die Holländer, die die Welt nicht wirklich nicht braucht. Und trotzdem ist die "Opus Eponymous" für meine Ohren eine zweischneidige Angelegenheit. Auf der einen Seite höre ich die Scheibe ständig, auf der anderen hab ich das Gefühl, dass man sie noch besser hätte machen können.

1. Bei nur 34 Minuten Spielzeit, 8 Tracks und einem Intro, sind zwei mittelmäßige Nummern ("Prime Evil", nervt mich einfach nach dem 27-ten Hören und "Genesis" - überflüssig) zu viel für 5 Sterne, auch wenn man den Rest als wirklich ziemlich gelungen bezeichnen muss.

2. Tracks wie "Stand by him" und "Elizabeth" haben z.B. echtes Klassikerpotential, nur sind mir die Refrains einfach schon ZU catchy. Da braten die Gitarren richtig schön fett, erinnern herrlich an Mercyful Fate und wenn so ein Stück Musik zum Höhepunkt - dem Chorus - kommt, muss ich an die Hollies denken... ;o)) Da wäre meiner Meinung nach NOCH mehr drin gewesen.

Und dennoch funktioniert Ghosts Rezept gerade bei den Oberknüllern "Satan Prayer" oder "Ritual" ganz hervorragend. Das sind allerdings auch eher Popsongs... :o))
Die "Opus Eponymous" ist eine wunderbare Scheibe zum Nebenbeihören. Das meine ich kein bißchen negativ. So satanisch die Texte auch sind, ich bekomme bei der beschwingten Rockmusik einfach gute Laune. Die Scheibe funktioniert wunderbar, wenn man tiefenentspannt mit dem Auto unterwegs ist und da höre ich die Scheibe seit 3 Wochen, mehr oder weniger ständig. Der Suchtfaktor ist wirklich enorm...

Trotzdem sollten alle Metaller diese Scheibe vorher mal anhören, bevor sie sich das Teil unter den Baum legen lassen. Mit dem Album werden sicher nicht alle warm werden. Hardrocker, deren Horizont NICHT bei AC anfängt und bei DC endet, müssen diese Scheibe allerdings unbedingt antesten. Lohnt sich!!!

7,5/10
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Opus Eponymous
Opus Eponymous von Ghost
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