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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitgeist-Drama im limitierten Digipak
Was macht einen Top-Regisseur aus? Er nimmt sich eines recht interessanten, weil dem Zeitgeist entsprechenden, Themas an, welches aber rein inhaltlich innerhalb von 10 Minuten erzählt wäre, & kreiert daraus ein spannendes 2stündiges Drama, welches sogar jene Zuschauer zu fesseln vermag, die mit besagtem Thema eigentlich nichts am Hut haben (wollen)...
Veröffentlicht am 17. März 2012 von Flugsi

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Starts off with an annoying conversation
Once you get past the annoying conversation and through the credits and plan to settle on intriguing film of history and success, you will find to your chagrin a blasé pre-court give-and-take conversation, a long conversation, a monotone conversation, a dragged out conversation. It seems like hours of monologue with a dash of dialog thrown in. As the ending credits...
Vor 6 Monaten von bernie veröffentlicht


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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitgeist-Drama im limitierten Digipak, 17. März 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Was macht einen Top-Regisseur aus? Er nimmt sich eines recht interessanten, weil dem Zeitgeist entsprechenden, Themas an, welches aber rein inhaltlich innerhalb von 10 Minuten erzählt wäre, & kreiert daraus ein spannendes 2stündiges Drama, welches sogar jene Zuschauer zu fesseln vermag, die mit besagtem Thema eigentlich nichts am Hut haben (wollen).
Dies ist David Fincher mit seiner Entstehungsgeschichte der Online-Community Facebook, welche gleichzeitig ein Biopic deren Begründers Mark Zuckerberg darstellt, durch handwerkliche Brillanz & inhaltliche Vielschichtigkeit gelungen (natürlich auch mit künstlerischer Freiheit Finchers versehen - es handelt sich ja doch um eine Unterhaltungsprodukt & keine Doku), wofür das exzellente Film-Drama verdientermaßen 2011 mit 3 Oscars (Drehbuch, Filmmusik & Schnitt), 5 weiteren Nominierungen (Gewinne für besten Film & Regie wären nicht unverdient gewesen, aber da hat Tom Hoopers sehr emotionale Königsbiographie auf die Acadamy dann doch mehr Einduck gemacht) & vielen weiteren Preisen (Globes, Baftas,...) ausgezeichnet wurde.

Als Verpackung dieser limitierten Blu-ray-Edition wurde ein stylisches Digipak im nicht minder stylischen, wenn auch sehr spartanischen, Pappschuber gewählt. Amazons Produktfoto entspricht der Banderole, die Vorder- & Rückseite des Schubers umgibt. Diese, welche die Disc-Infos & auch das obligatorische FSK-Logo enthält, ist am Pappschuber aufgeklebt & problemlos entfernbar. Die Vorderseite des schwarzen Pappschubers ist zur Gänze mit dem in Grau geprägten Schriftzug "DU KANNST KEINE 500 MILLIONEN FREUNDE HABEN, OHNE DIR EIN PAAR FEINDE ZU MACHEN" versehen, die Rückseite ist - von den kleingedruckten Film-Infos am unteren Ende abgesehen - durchgehend schwarz. Am Cover des Digipaks sind, auf einem Porträt des Zuckerberg-Darstellers Jesse Eisenberg, die Schlagworte "PUNK PROPHET GENIE MILLIARDÄR VERRÄTER" aufgedruckt, die Rückseite besteht aus einer Foto-Galerie. Das Digipak ist übrigens von links aus dem Pappschuber zu entnehmen & nicht, wie üblich, von rechts. Sowohl Schuber als auch Digipak sind FSK-Logo-frei.

Die Bild-Qualität (2,40:1 [1080p]) ist ausgezeichnet. Fincher verwendete, wie schon bei seinen beiden Vorgänger-Filmen "Zodiac" & Benjamin Button", HD-Kameras & wenn es Unschärfen gibt (wie bei der Regatta-Szene), dann wurden diese bewusst eingesetzt. Auch beim Ton (Deutsch & Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1) gibt's aufgrund der durchgehenden Surround-Atmosphäre so gut wie nichts zu bemängeln. UT sind sowohl in Deutsch als auch in Englisch vorhanden.

Die Edition beinhaltet 2 Discs, wobei sich auf der ersten zusätzlich zum Hauptfilm zwei Audiokommentare befinden (einer mit Fincher, einer mit Drehbuchautor Aaron Sorkin & Besetzung; Dolby Digital 2.0 Stereo). Das restliche Bonusmaterial (zur Gänze in HD) gibt's auf Disc 2: das sehr umfangreiche, 92minütige Making Of "Wie ist aus Facebook bloß ein Film entstanden?" (in 4 Teilen: "Die Anfänge", "Boston", "Los Angeles", "Das Studiogelände"), mehrere Featurettes über den visuellen Stil ("David Fincher und Jeff Cronenweth zu den Bildelementen"), Schnitt & Ton ("Angus Wall, Kirk Baxter und Ken Klyce zur Nachbearbeitung") & Filmmusik ("Trent Reznor, Atticus Ross und David Fincher zur Filmmusik", "Swarmatron Sound Machine") sowie die beiden interaktiven Features "Ruby Skye VIP-Raum: Szenenanalyse aus unterschiedlicher Perspektive" & "In the Hall of Mountain King: Musikalische Erkundungen".
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52 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erste Milliarde ist immer die schwerste, 4. März 2011
Von 
bartgesang - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (2-Disc Collector's Edition) (DVD)
Warum lohnt es sich unbedingt, "The social network" gesehen zu haben?

Weil David Fincher hier nach "Zodiac" ein weiteres Mal eine unglaublich scharf gezeichnete, sehr Erkenntnis fördernde Gesellschaftsstudie abliefert: diesmal des globalisierten Kapitalismus im 21. Jahrhundert. Allmählich wird er für mich zur Messlatte modernen Erzähl-Kinos.

Ins Zentrum von "The social network" rückt er, unterstützt durch das unfassbar gute Drehbuch von Aaron Sorkin (die Dialoge!), das US-amerikanische Elite-Collage-Wesen mit seinen narzistischen, nach Macht, Einfluss und optimaler Vernetzung gierenden Sprösslingen des amerikanischen Geldadels. Es gibt hier keine Sympathieträger. Sämtliche der tragenden und durch die Bank männlichen Figuren des Plotts sind Egozentriker und Profilneurotiker. Anzugträger, die man sich ein paar Karrierestufen weiter sämtlichst ausgezeichnet im Oval Office vorstellen kann. Es geht in der ersten Hälfte des Films einzig ums Dazugehören, um das Vordringen zweier Außenseiter in den inneren Zirkel. Die Winklevoss-Brüder sind schon dort. Eduard will dort hin. Und Mark, sein Freund und Programmier-Nerd - ja, was will der eigentlich?

Am Anfang des Films bekommt Mark von seiner in wenigen Augenblicken Ex-Freundin den Kopf gewaschen. Am Ende des Films ist er eine Milliarde Dollar reicher, seinen womöglich einzigen Freund los, trägt eher widerwillig ein Hemd und bekommt von einer jungen Anwältin im Gehen gesagt, dass er tief in sich drin doch kein übler Typ ist. Diese zwei Szenen rahmen den Film. In den hundert Minuten dazwischen gibt es keine weiteren ernstzunehmenden Frauen-Figuren mehr. Nur noch Groopis und Chicks. "The social network" zeichnet ein überaus übles Bild der Collage-Elite. Typen, die nach der ersten selbstverdienten Million lechzen. Und Frauen, die nach dem ersten Selfmade-Millionär lechzen. Absolut finster. Und es gibt kein Innehalten. Mark stolpert mit einer guten Idee die gesellschaftliche Leiter hoch. Auf dem Weg kommt ihm sein Weggefährte Eduard abhanden. Dafür ist in der zweiten Hälfte Sean an seiner Seite, der Verführer, der Türöffner in die wichtigen Zirkel.

Bis zum Ende des Films bleibt uns Mark ein Rätsel. Die Motive aller anderen ihn umgebenden und später verklagenden Figuren sind klar. Nur Mark bleibt eine Sphinx.
Damit wird seine Figur ihrer reellen Vorlage enthoben und zu etwas eigenem. David Fincher hat aus einer Dot-Com-Geschichte, die man bei Wikipedia nachlesen kann, ein Shakespearsches Drama gemacht, das man sich anschauen sollte.

Jesse Eisenberg als Mark Zuckerberg und Justin Timberlake als Sean Parker sind darüber hinaus in dem ausgezeichneten Ensemble (großartig auch die Darsteller der Winklevoss-Brüder) die absoluten Highlights. Und der Oscar für Trent Raznors Soundtrack ist mehr als verdient.

"The social network" ist ein großartiger Ensemble-Film. Es ist ein Dokument der ersten Hochphase des Internets, das wir später mal unseren Kindern zeigen werden. Und es ist ein vollwertiges Drama, das durchaus das Zeug dazu hat, kanonisch zu werden.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Social Network, 28. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (2-Disc Collector's Edition) (DVD)
Habe mich lange zurückgehalten mir diesen Film anzuschauen. Wie die meisten kenne ich Facebook aber ein Film zu diesen Thema musste jetzt nicht unbedingt sein. Nachdem ich mir den Trailer anschaute und sah wer diesen Film gemacht hatte nähmlich "David Fincher" den ich als Regisseur sehr mag, wollte ich den Film dann doch schauen.
Im nachhinein hat er mir sehr gut gefallen. Bei einigen 1 Stern Rezensionen steht was von Langeweile dem kann ich nicht zustimmen.
In diesen Film geht es Hauptsächlich um das Thema Facebook und um seinen Gründer "Mark Zuckerberg", und wie aus einer kleinen Idee etwas sehr Erfolgreiches wurde. Das große Probleme im nachhinein auftauchen ist klar es geht schließlich um sehr viel Geld. Und da hört dann auch die Freundschaft auf. Mark Zuckerberg hier gespielt von (Jesse Eisenberg) wird hier als egoistisches A...... dargestellt. Der Darsteller macht seine Sache sehr gut und spielt sehr authentisch. Auch Justin Timberlake überzeugt als Darsteller er spielt "Sean Parker" den Gründer von Napster.

Der Film zeigt wie Facebook seinen Anfang nahm und das ganze wird sehr interessant dargestellt. Auch sehr interassant zu sehen wie Menschen sich ändern wenn es plötzlich um Geld geht.
David Fincher schafft es das Thema Facebook, die Mitgründer und den Erfolg dieser Geschichte sehr gut rüber zu bringen. Und zu keinem Zeitpunkt wirkte der Film lächerlich oder langweilig auf mich.
Facebook ist eigentlich kein großes Thema für mich und ich habe es auch nie verfolgt wie das ganze entstanden ist aber dieser Film zeigt das am Anfang nur eine kleine Idee dahinter stand und keiner selbst der Gründer Mark Zuckerberg mit so einem rießen Erfolg gerechnet hätte.

Für mich hat David Fincher wiedermal bewiesen das er ein guter Regisseur ist. Der Film hat mir sehr gut gefallen, ein Drama das viel Wahrheit beinhaltet aber auch Botschaften. Ich wurde sehr gut unterhalten und dieser Film kam auch ohne Effekte und ohne großes Budget aus.

Werde die Blu-ray holen und somit meine Rezension noch ergänzen was Bild und Ton angeht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teils unterhalsam, teils nervig, 17. Dezember 2012
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (DVD)
Aus Frust, weil ihn seine Freundin Erica Albright (wohlverdient) abserviert hat, programmiert der Informatikstudent Mark Zuckerberg eine Website auf der per Mausklick zwischen zwei Fotos von Mädchen abgestimmt werden kann, welche attraktiver ist. Den Algorithmus schnorrt er bei seinem Kumpel Eduardo Saverin, die Bilder klaut er aus der Unidatenbank. Anschließend klagt er der Welt sein Leid in seinem Blog und disst seine Ex. Da diese Vergleichswebseite das Uninetzwerk crasht verdonnert man Zuckerberg zu einer Bewährungsstrafe von einem halben Jahr.
Die reichen Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss haben von Zuckerbergs Webseite gehört, und weil sich die beiden mehr für Sport als für den Auftrag ein soziales Netzwerk für die Harvard Uni zu erstellen interessieren, wollen sie, dass Zuckerberg die Programmierarbeit erledigt. Zuckerberg sagt zu, entlehnt die Grundidee, entwickelt the Facebook und zieht alle über den Tisch, sogar seinen besten Kumpel, der ihm den Grundalgorithmus gab.

Eine Filmographie über den Facebook Gründer, in der viele bekannte Namen auftauchen. Fast jeder benutzt Facebook, aber kaum einer weiß, wie die Seite entstand und wer hier wen wie über den Tisch gezogen hat. Angeblich ist der Film fiktional und basiere nicht einmal zur Hälfte auf Tatsachen. Zuckerberg kommt wahrlich nicht gut weg, er ist unsympathisch, ein besessener Nerd und zu recht von den Frauen ignoriert und abserviert. Wieviel Wahrheit, wieviel Fiction ist, lässt sich schwer beurteilen. Zuckerberg klagte nicht gegen den Film, auch wenn dieser keine Facebook Seite schalten durfte, er hätte also bei einer Klage wohl den Kürzeren gezogen, was auf einen großen Wahrheitsgehalt schließen lässt. Da der über den Tisch gezogene Eduardo Saverin eine der Hauptinformationsquellen war, dürfte man wohl davon ausgehen, dass schon ein wenig Rache mitspielt, in der Darstellung der Geschehnisse. Wer aber seine Freunde betrügt und ausbotet, dem sollte man schon ein wenig Misstrauen entgegenbringen. Das Portrait einer knallharten Geschäftsmannes, der über die geschäftliche Leichen von Freunden und Wegbegleitern geht, lässt schon recht tief blicken, auch wenn man nur die Hälfte davon glaubt. Ein wirklich gelungener Film, unterhaltsam und ziemlich sarkastisch.
Beim Schauen jedoch, nerven die Zeitsprünge, die ganze sehr sprunghafte Erzählweise des Filmes. Das spiegelt zwar gekonnt wieder, wie man seine Informationen im Internet sammelt, indem man zwischen den Seiten springt, vor und zurück blättert, ist als filmische Erzählweise teilweise jedoch sehr nervig bis irritierend, genau wie die Darstellung der Hauptperson. Zuckerberg nervt irgendwann und man fragt sich, ob er wohl ADHS hat. Er ist respektlos, arrogant und von sich dermaßen überzeugt, dass es unwahrscheinlich ist, dass er so im Leben weitergekommen wäre, mit ging er jedenfalls ungemein auf die Nerven, so dass ich eine längere Pause einlegen musste, bevor ich den Film zu Ende schauen konnte.
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4.0 von 5 Sternen Jeder Schöpfungsmythos braucht einen Teufel, 3. November 2010
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (2-Disc Collector's Edition) (DVD)
Ich verstehe Google, Napster und youtube. Warum aber gerade Facebook den jüngsten Milliardär der Welt ermöglichte, erschliesst sich mir nicht. Das ist doch sowas wie StudiVZ? Und damit wird man so reich?
David Fincher hat mich bisher jedenfalls noch nie enttäuscht, deshalb war dieser Film trotz Facebook-Desinteresse Pflicht für mich.
Trenz Reznor (NIN) hat den Soundtrack geschrieben. Der Film beginnt mit einem Stück der White Stripes und endet mit einem Beatles-Song, dessen Text dann die Frage aufwirft, die schon Finchers The Game und Fight Club gestellt haben: was ist wirklich wichtig im Leben?
Jesse Eisenberg spielt Mark Zuckerberg und erinnert dabei stark an seine Figur aus Zombieland. Justin Timberlake spielt den Napster-Erfinder und zeigt, dass es auch ohne Harvard-Studium möglich ist etwas Bahnbrechendes zu erfinden.
The Social Network bietet reichlich Stoff, um über Sinn und Unsinn, Gefahren und Chancen des Internets nachzudenken. Visuell spektakulär wie Alien 3 oder Fight Club ist der Film allerdings so gar nicht. Atemberaubend spannend auch nicht. Der Grossteil des Films befasst sich mit juristischen Streitereien. Der Trailer hat hingegen eher das Bild einer Teenie-Komödie gezeichnet. Humor gibt es schon, aber eher dezent. Tragisch ist die Geschichte, die Fincher erzählt, der hochbegabte, aber mit dem Sozialverhalten eines Autisten gestrafte Eisenberg, vergleicht Frauen mit Nutzvieh, isoliert sich, scheint unfähig zu sein Freundschaften oder Beziehungen einzugehen und zu pflegen.

Überlege Dir sehr genau, welche Daten Du ins Internet stellst! Von einem super-erfolgreichen Unternehmen kann ganz schnell nichts mehr übrig sein (siehe Napster). Facebook mag heute angesagt sein, aber wie lange? Wenn sogar schon ein Kinofilm mit Justin Timberlake darüber gedreht wird, dann kennt es jeder und damit ist es nicht mehr cool, der Zenit ist bereits überschritten?. Das sind nur einige der Anregungen, die der Film gibt. Somit geradezu ein idealer Film für den Schulunterricht. ;-) Aber auch mehr als das. Eben ein weiterer, guter Film von David Fincher! Ein wenig ähnelt Zuckerberg Howard Hughes, allerdings ist der Film über ihn, Aviator, ungleich glanzvoller. Gerade in der Anfangsszene, als sich Zuckerberg mit seiner Freundin Erica unterhält oder eher versucht sich zu unterhalten, führt ihn als völlig unzugänglichen, der Welt entrückten Sonderling ein. So reich und berühmt und trotzdem ein armer Tropf? Dieses Bild drängt sich etwas auf, trotz des recht ausgeglichenen, facettenreichen Blicks, den Fincher auf den Facebook-Erfinder (oder den Facebook-Plagiator?) wirft. Schöne Zitate und amüsante Szenen in der Universität Harvard gibt es in The Social Network! Etwa: Harvard-Studenten suchen sich keine Jobs, sie schaffen sich welche. Dieser Unternehmergeist, die Euphorie und die Expansion von Facebook werden sehr gut vermittelt. Sicherlich ein zeitgemässerer und wichtigerer Film als Wall Street 2!

Die Frage wie genau Facebook nun so einen immensen (Papier)Wert erzielen konnte beantwortet The Social Network nicht. Es gibt Andeutungen, dass ein Teil mit Werbung eingenommen wird, dabei belässt es der Film. Dafür bietet der Film aber überreichlich andere, sehr interessante Denkanstösse.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Inszenierung eines eigentlich eher dünnen Themas mit tollem Bild und Klang., 10. März 2011
So, hab ihn gerade nochmal gesehen und bin immer noch sehr beeindruckt von dem Film.
Schon im Kino hatte er mich damals mehr als positiv überrascht.

Zum Film:

Das, was den Film so von vielen anderen Filmen abhebt, ist mMn nicht die Story oder irgendwelche Wendungen (die besitzt der Film im Prinzip kaum und auch die Story beleuchtet ja nur einen kleinen Teil), sondern die hervorragende Inszenierung. Unter der Regie eines anderen hätte dieser Film ganz schnell zu einem langweiligen Abklappern verschiedener Stationen verkommen können, doch Fincher versteht sein Handwerk perfekt. Der Film ist wahnsinnig straff inszeniert und die Geschehnisse, welche teilweise Jahre auseinander liegen, sind alle logisch und nachvollziehbar verbunden.
Keine einzige Minute dieses Films hätte man streichen dürfen. Hinzu kommt die tolle Kameraarbeit und vor allem die starke Soundkulisse. Der Soundtrack des Films ist klasse und auch wenn er nur selten in den Vordergrund gehoben wird, ist er immer präsent und untermalt das Gezeigte perfekt. Die Szenen, in denen die Musik dann die Oberhand gewinnt, sind ganz großes Kino! Trotzdem hätte ich den Oscar für die beste Filmmusik eher Inception gegönnt.
Ein weiteres Plus für den Film sind die erstklassigen Schauspieler, allen voran Jesse Eisenberg, dessen Mimik und Gestik durchaus auch den Oscar verdient hätten. Die Art, wie er Zuckerberg rüberbringt ist gleichermassen abstoßend wie faszinierend, ganz große Leistung!
Toll sind auch die Dialoge, aus denen der Flm nunmal zum Großteil besteht und welche niemals langweilig werden, da die meisten sehr schnell und sehr komplex geführt werden. Hier wieder die Daumen nach oben, eine tolle Leistung von Aaron Sorkin, der es geschafft hat, die eigentlich eher dünne Geschichte interessant und faszinierend zu machen.

Fazit: In meiner Review finden man also häufig das Wort "faszinierend", es trifft auf die Inszenierung, das Drehbuch, die Musik und die Schauspieler zu, also eigentlich alles, was einen guten Film ausmacht. "The Social Network" kann auch Leuten gefallen, die sich weniger in sozialen Netzwerken bewegen.
Selten trifft auf einen Film der Satz "Das Beste, was man aus dem Stoff machen konnte" so zu, wie es hier der Fall ist, man könnte sogar sagen, dass noch mehr als das Beste aus dem Stoff geholt wurde.
Die volle Punktzahl gibt es letztendlich deshalb nicht, weil "The Social Network" keinerlei Grundlage für einen perfekten Film besitzt. Das mag jetzt widersprüchlich erscheinen, jedoch war die Geschichte, die diesem Film zu Grunde lag, eigentlicht nicht für einen abendfüllenden Film geeignet. Und so ist der Film eben in allen anderen Punkten, in denen er faszinierend sein konnte, auch faszinierend, vom Grundgerüst her doch ein wenig dünn.
Trotzdem, das Gerüst hält und man bekommt, kurz gesagt, tollen Film geboten.

Zur Bluray:
Zu Anfang die schlechte Nachricht: Es ist kein Vollbild, es hat also schwarze Balken, die den Film beschneiden.
Das wars aber auch schon: Der Kauf der Bluray lohnt sich. Das Bild ist, abgesehen von den Balken, perfekt und zu keiner Zeit unscharf. Auch Filmkörnung ist nur sehr selten zu sehen, so soll ein Full-HD Bild aussehen, gestochen scharf, mit tollem Schwarzwert und angemessener Klarheit. Besser habe ich dies in letzter Zeit nur bei "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" erlebt.
Der Sound ist umwerfend. Zur Musik an sich habe ich ja schon etwas gesagt, doch das diese auch so gut funktioniert liegt an dem perfekten Klang, welcher unglaublich klar und komplex wirkt. Ganz toll sind die lauteren Szenen, in denen die Musik in den Vordergrund kommt (vor allem die Clubszene). Diese sind wahnsinnig basslastig, voll und einfach beeindruckend. Die Nachbarn wirds freuen.
Die Extras sind nett, die Blu-ray bietet eine sehr ausfürhliche Doku zur Entstehung des Films, sowie diverse andere Spielereien.

Kauftipp!
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Narzissmus ist die Leitneurose des 21. Jahrhunderts, 12. Januar 2012
Wer ist eigentlich Mark Zuckerberg? Wie konnte es einem einfachen Studenten der renommierten Harvard University möglich sein, zum jüngsten Milliardär der Welt aufzusteigen? Versteckt sich hinter der Maske des Facebook-Gründers tatsächlich ein innovativer Neuerer oder nur ein gerissener Opportunist? David Fincher porträtiert das vermeintliche Genie anhand des fiktiven Romans von Ben Mezrich eher differenziert als skrupellosen Antihelden, talentierten Computer-Nerd und geltungssüchtigen Egomanen, der es satt hat, auf dem Campus ein bei den Frauen erfolgloser Niemand zu sein. Seine Freundin hat ihm gerade den Laufpass gegeben, sodass er sie nun in einem Blog im Internet in seiner unerbittlichen Rhetorik vollkommen frustriert durch den Schmutz zieht und sich dann ins Immatrikulationsverzeichnis der Universität einhackt, um Datensätze und Fotos auf eine Website zu übertragen, auf der er einen sogenannten Facemash initiiert, bei dem seine Kommilitonen über die Attraktivität von Studentinnen abstimmen können. Mit dieser spektakulären Aktion zieht er die Aufmerksamkeit der Winklevoss-Zwillinge auf sich, zwei Sprösslingen aus elitären Kreisen, die auf der Suche nach einem Programmierer für eine Homepage sind, die den Harvard-Absolventen als soziales Netzwerk dienen soll. Zuckerberg wittert seine Chance und entwickelt das Projekt mit viel Kreativität und Intelligenz auf eigene Faust zu einer exklusiven Marke weiter, während er klammheimlich seine vermögenden Partner ausbootet. Zur Seite steht ihm dabei sein einziger Freund Eduardo Saverin, der ihm das nötige Geld verschafft, um die Server für die Website am Laufen zu halten. Zum Ärger der Winklevoss-Zwillinge gewinnt "The Facebook" kontinuierlich an Popularität, sodass auch Sean Parker im fernen Kalifornien auf das Phänomen aufmerksam wird. Der paranoide Napster-Gründer kokettiert im narkotischen Dauerrauschzustand seines übersteigerten Narzissmus immer noch damit, wie er die Musikindustrie mit seiner Online-Tauschbörse in den Ruin getrieben hat und lotst nun seinen neuen Protegé Zuckerberg an die Westküste, wo er für ihn als Business Angel fungiert, der die Türen zu wichtigen Investoren öffnet und damit die Eifersucht von Saverin auf sich zieht. Als dieser anfängt, Probleme zu machen, drängt ihn Zuckerberg ganz galant aus der Firma. Mit einer Kapitalerhöhung marginalisiert er Saverins Anteil. Saverin fühlt sich verraten und verklagt seinen ehemals besten Kumpel ebenso wie es die Winklevoss-Zwillinge tun werden, die in Facebook eine Verletzung des Urheberrechts und den Diebstahl ihres geistigen Eigentums sehen.

In seiner markanten rauschhaften Bildästhetik rekonstruiert David Fincher die Ereignisse in Rückblenden aus der Perspektive eines Gerichtssaals, wo sich die zerstrittenen Parteien mit ihren Rechtsanwälten am Verhandlungstisch gegenübersitzen und das Drama in einem Geflecht aus unmissverständlichen Blickwechseln, virtuosen Wortduellen und veritablen Gesten seinen unaufhaltsamen Lauf nimmt. Gerade in diesen Szenen wird evident, dass nur ein selbstgefälliger Spiegelfechter wie der kühl kalkulierende Zuckerberg inklusive seiner abgehobenen Final-Club-Neurose auf die Idee kommen konnte, eine Seite wie Facebook zu kreieren, auf der Menschen ein Stück ihrer Intimität preisgeben und bereitwillig ihre Privatsphäre im Internet öffentlich zur Schau stellen. Wobei Fincher diesem eitlen Narziss durchaus auch eine gewisse Sympathie abringt, weil er dem Establishment den Schneid abkauft und den verwöhnten Winklevoss-Zwillingen die bittere Lektion lehrt, dass es nicht immer nach ihrem Willen geht. Jedoch versuchen die Brüder lange Zeit den Konflikt mit einer fairen Lösung für beide Seiten zu beenden, während Zuckerberg im Stile eines rücksichtslosen Despoten auf kriminelle Weise sogar dem geltenden Recht noch den Finger zeigt. So stimmt es eher nachdenklich, dass ausgerechnet solche Typen vom Schlage eines Parker oder Zuckerberg, die unheilbar vom Virus der eigenen Grandiosität befallen sind und nur aus dem einen Antrieb heraus handelten, weil sie von ihren verflossenen Herzdamen bitterlich gekränkt wurden, die Gesellschaft dermaßen verändert haben. Vielleicht steht in 20 Jahren irgendwo einmal geschrieben, dass The Social Network ein Film über eine hedonistische Generation ist, die glaubte, mit ein paar kurzen Phrasen im Netz die zwischenmenschliche Kommunikation in der Realität ersetzen zu können, und mit sich selbst nichts weiter anzufangen wusste, als der verlockenden Versuchung zu erliegen, dem tristen Alltagsleben mit originell geschossenen Fotos im Internet so etwas wie den Hauch einer überhöhten Bedeutung zu verleihen, nur um ein kleines bisschen Aufmerksamkeit zu erregen. Sicher hat Facebook in einer Welt, in der Kontakte für Karrieristen scheinbar wichtiger sind als Talent, auch seine positiven Aspekte, aber es suggeriert eine Art von sozialer Integration, die sich in dieser illusorischen Form niemals auf die Wirklichkeit übertragen lässt. So drängt sich zwangsläufig die spannende Frage auf, ob das größte Onlinenetzwerk der Welt die Menschen tatsächlich näher zusammengebracht hat und da gibt Fincher am Ende des Films eine schlagende Antwort: Die Schlusseinstellung zeigt, wie Zuckerberg allein im Gerichtssaal sitzt, auf dem Bildschirm seines Laptops ist das Facebook-Profil seiner Ex-Freundin zu sehen, das er einsam und verlassen anstarrt, ohne eine Antwort zu erhalten.

Abendfüllend mit Bonusmaterial ausgestattet ist die 2-Disc-Collector's Edition, die in 7 verschiedenen Dokumentationen die Entstehung des Films von der Adaption der Buchvorlage über das Making Of bis hin zum Soundtrack detailliert begleitet.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "Pate" einer neuen Generation?, 14. März 2011
Von 
Nicht wirklich. Trotzdem wurde Finchers Film u.a. als solcher bezeichnet und mit Coppolas Meisterwerk verglichen. Meiner Einschätzung nach allerdings wohl eher auf Grund seiner ausladenden Erzählweise, als konkret auf den Inhalt bezogen. Fincher bedient sich vielmehr Kurosawas "Rashomon-Effekts" indem er die selbe Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Er löst diese Herausforderung mit Hilfe der beiden Cutter Kirk Baxter und Angus Wall auf derart elegante Art und Weise (und mit dem Oscar gekrönt) das unweigerlich Erinnerungen an die großen Epen des klassische Hollywood hochkommen. Das bildet einen interessanten Kontrast zum "dot.com" Inhalt der Geschichte. Fincher stellt sich hier erneut wie bereits bei "Benjamin Button" ganz in den Dienst der Geschichte und verzichtet auf Fingerspielereien. Was vielleicht der einzige Kritikpunkt ist. Fincher verliert etwas an Identität. An Profil. Nicht unerwähnt bleiben soll hier allerdings die sehr gute Leistung von Jesse Eisenberg. Mit seiner großartigen Performance stellt er den wahrscheinlich besten und wahrsten Anti-Helden in einem Hollywood-Drama seit "Wall Street" dar. Sein Mark Zuckerberg ist sozusagen ein implodierter Gordon Geko. Ein großartiger Film in einer schönen Edition mit ausgezeichneten Extras. Empfehlung!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Preis des Ruhmes..., 26. Juni 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: The Social Network (2-Disc Collector's Edition) (DVD)
Facebook (engl. sinngemäß "Studentenjahrbuch) ist eine Website zum Erstellen und Betreiben sozialer Netzwerke, die der Facebook Inc. mit Sitz im kalifornischen Menlo Park gehört. Facebook war im Februar 2004 erstmals zugänglich und erreichte im Januar 2011 600 Millionen aktive Nutzer weltweit.
Das Motto der Plattform lautet "Facebook ermöglicht es Dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen"
Der Harvardstudent Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) ist ein hochintelligenter Computerfreak, nur mit Freundin Erica (Rooney Mara) hat der Nerd so seine Probleme. Im Oktober 2003 entwickelte er mit Facemash.com den Vorläufer von Facebook. Diese Webside stellte ein Bewertungssystem für Studenten auf dem Campus dar. Ohne die Erlaubnis zu haben, stellte er Fotos von Studenten und Studentinnen ins Netz und die Besucher der Page durften über die Attraktivität abstimmen, indem immer zwei Fotos miteinander konkurrierten.
Facemash com verbreitet sich logischerweise rasend schnell unter den Studenten der Universität und binnen kürzester Zeit bricht der Server durch den hohen Traffic zusammen. Zuckerberg wird vor ein Gremium der Uni geladen und muss sich verantworten.
Die beiden ebenfalls in Harvard studierenden Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss (Arnie Hammer), Söhne reicher privilegierter Eltern, werden aber auf Zuckerberg aufmerksam. Sie besprechen mit ihm ihre eigene Idee für ein elitäres soziales Netzwerk, das nur für die Kommilitonen an der Harvard University vorgesehen sein soll. Zuckerberg sagt den beiden die Mitarbeit zu, macht sich aber in den Folgewochen rar. Mit der Unterstützung seines besten Freundes Eduardo Saverin (Andrew Garfield) geht aber dann überraschend seine eigene Webside "The Facebook" online. Hat Zuckerberg etwas die inzwischen milliardenschwere Idee geklaut ?
Der Film "Social Network" erzählt die Geschichte von Facebook und die seines hochintelligenten, aber auch arroganten Erfinders Marc Zuckerberg, der sich vor Gericht den Klagen der Winklevoss Zwillinge, Narenda (Max Minghella) und Saverin stellen muss.
David Fincher zeigt mit dem 2010 entstandenen Film ein interessantes Bild aus der Welt der Computercracks und der heutigen Geschäftswelt, die Kohle vor die Freundschaften stellt. Die besten Szenen hat Jesse Eisenberg, der dem jüngsten Milliardär ein kaltes und kalkuliertes Gesicht gibt.
"Social Network" ist aber auch ein Film über einen neuen Typus des Unternehmers in der Geschäftswelt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Collector‘s Edition: Gelungenes Porträt eines genialen Außenseiters und hervorragendes Bonusmaterial, 27. Oktober 2013
Von 
M. Hoevermann (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: The Social Network (2-Disc Collector's Edition) (DVD)
„I‘m not talking about a dating site. I‘m talking about taking the entire social experience of college and putting it online.“ Das ist die eigentliche Grundidee hinter Facebook.

„The Social Network“ erzählt auf packende und realistische Weise die moderne Version des „American Dream“: Was früher der Tellerwäscher war, der zum Millionär aufstieg, ist heute der Nerd, der Computerfreak, der Hacker, der es mit technischem Verstand und der richtigen Idee bis ganz nach oben schafft. Diesen Traum träumen viele, überall, auch in Harvard, denn leichter als einen Job zu finden, ist es, einen Job zu erfinden.

Aber dies ist auch die Geschichte einer Freundschaft, die zerbricht, von Verrat, Geld, Macht, Rivalität - und juristischen Auseinandersetzungen. Wie hoch der tatsächliche Wahrheitsgehalt ist, darüber streiten sich die Geister. Aber wie Drehbuchautor Aaron Sorkin klarstellte: Es ist ein Film, Kunst, keine Dokumentation.

Jesse Eisenberg ist hervorragend in der Rolle des Mark Zuckerberg besetzt. Ihm gelingt ein glaubwürdiges Porträt des Facebook-Gründers, der vor allem eins nicht mehr sein will: ein Nobody. Er charakterisiert den Outsider als brillanten, aber introvertierten Denker, der mit den Gedanken oft nicht im Hier und Jetzt ist, weil er zu sehr mit etwas anderen beschäftigt ist.

Markant ist die lange Eröffnungszene (10 Drehbuchseiten!), in der man mit der Person Mark Zuckerberg erstmals in Kontakt kommt. Er wird von seiner Freundin Erica Albright abserviert. Begründung: Er sei „einfach ein Arschloch“. Zutiefst verletzt postet er daraufhin in seinem Blog erniedrigende Kommentare über sie und entwickelt eine Website namens FaceMash, auf der die User die Attraktivität von Frauen vergleichen und bewerten können. Der Algorithmus stammt von Zuckerbergs bestem Freund Eduardo Saverin. Um an das Bildmaterial zu kommen, hackt er sich in die Datenbanken der Harvard University... und das ist erst der Anfang...

Die Biographie hinter der Geschichte kennt man. Doch David Fincher und Aaron Sorkin verwandeln die Geschehnisse in ein überaus vielschichtiges, sehenswertes Drama mit durchweg hervorragenden Darstellern.

Viele Themenkomplexe begegnen sich hier: Es geht um eine zeitgenössische Version des „American Dream“, Freundschaft, Insider und Outsider, um das Erwachsenwerden, Karriere und das ganz große Geld. „The Social Network“ gibt Einblicke in ein abstoßend wirkendes Elite-College-Wesen mit machthungrigen Narzissten und Egomanen, alten Strukturen und Studentenvereinigungen.

Lohnt sich die Blu-ray-Collector‘s Edition? Auf jeden Fall! Zum einen ist im Vergleich zur einfachen DVD-Version die Bildqualität der Blu-ray deutlich besser. Zum anderen ist das hier enthaltene Bonusmaterial allein den Kauf wert. Wer sich für Hintergrundberichte interessiert, David Fincher und Aaron Sorkin über die Schulter blicken möchte oder mehr über die Location und Technik wissen will, kann bedenkenlos zugreifen. (Vorbildlich ist dabei übrigens die Ausstattung mit Untertiteln!)

Enthalten sind auf Disk 1 neben dem Hauptfilm zwei Audiokommentare, unter anderem von Regisseur Fincher und Drehbuchautor Aaron Sorkin. Darin erfährt man viel Interessantes zu den Dreharbeiten, aber auch zu Entscheidungen, die bezüglich Darstellern und Musik stattfanden. Gedreht wurde übrigens nicht in Harvard, sondern an der Johns Hopkins Universität, weil es für Harvard keine Drehgenehmigung gab. Darum wurden viele Matte-Zeichnungen erstellt, um die bekannten Wahrzeichen wie das Kirkland House mit einzubauen.

Auf Disk 2 gibt es - ebenfalls in HD-Qualität - ein Making Of (92 Minuten). "Wie ist aus Facebook bloß ein Film entstanden?"
Teil 1: "Die Anfänge"
Teil 2: "Boston"
Teil 3: "Los Angeles"
Teil 4: "Das Studiogelände"

Zusätzlich sind verschiedene Featurettes zu allen relevanten Filmelementen enthalten (filmische Umsetzung, Schnitt und Ton, Filmmusik):
"David Fincher und Jeff Cronenweth zu den Bildelementen"
"Angus Wall, Kirk Baxter und Ken Klyce zur Nachbearbeitung"
"Trent Reznor, Atticus Ross und David Fincher zur Filmmusik"
"Swarmatron Sound Machine")
"Ruby Skye VIP-Raum: Szenenanalyse aus unterschiedlicher Perspektive"
"In the Hall of Mountain King: Musikalische Erkundungen"

Wenn man sieht, wie intensiv Aaron Sorkin und David Fincher mit den Darstellern arbeiten, wie die einzelnen Szenen vorher erarbeitet und emotional durchdrungen werden, bevor es ans Drehen geht, bekommt man einen kleinen Eindruck von der Arbeit, die tatsächlich in diesem Film steckt.
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