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5.0 von 5 Sternen Die erste Milliarde ist immer die schwerste
Warum lohnt es sich unbedingt, "The social network" gesehen zu haben?

Weil David Fincher hier nach "Zodiac" ein weiteres Mal eine unglaublich scharf gezeichnete, sehr Erkenntnis fördernde Gesellschaftsstudie abliefert: diesmal des globalisierten Kapitalismus im 21. Jahrhundert. Allmählich wird er für mich zur Messlatte modernen...
Veröffentlicht am 4. März 2011 von bartgesang

versus
2.0 von 5 Sternen Naja
es gibt bessere Film als diesen hier. Vor allem sich anschauen zu müssen wie ein Nerd dem anderen die Idee zu etwas klaut ist schon arm.
Vor 7 Tagen von schmitti80 veröffentlicht


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45 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erste Milliarde ist immer die schwerste, 4. März 2011
Von 
bartgesang - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Warum lohnt es sich unbedingt, "The social network" gesehen zu haben?

Weil David Fincher hier nach "Zodiac" ein weiteres Mal eine unglaublich scharf gezeichnete, sehr Erkenntnis fördernde Gesellschaftsstudie abliefert: diesmal des globalisierten Kapitalismus im 21. Jahrhundert. Allmählich wird er für mich zur Messlatte modernen Erzähl-Kinos.

Ins Zentrum von "The social network" rückt er, unterstützt durch das unfassbar gute Drehbuch von Aaron Sorkin (die Dialoge!), das US-amerikanische Elite-Collage-Wesen mit seinen narzistischen, nach Macht, Einfluss und optimaler Vernetzung gierenden Sprösslingen des amerikanischen Geldadels. Es gibt hier keine Sympathieträger. Sämtliche der tragenden und durch die Bank männlichen Figuren des Plotts sind Egozentriker und Profilneurotiker. Anzugträger, die man sich ein paar Karrierestufen weiter sämtlichst ausgezeichnet im Oval Office vorstellen kann. Es geht in der ersten Hälfte des Films einzig ums Dazugehören, um das Vordringen zweier Außenseiter in den inneren Zirkel. Die Winklevoss-Brüder sind schon dort. Eduard will dort hin. Und Mark, sein Freund und Programmier-Nerd - ja, was will der eigentlich?

Am Anfang des Films bekommt Mark von seiner in wenigen Augenblicken Ex-Freundin den Kopf gewaschen. Am Ende des Films ist er eine Milliarde Dollar reicher, seinen womöglich einzigen Freund los, trägt eher widerwillig ein Hemd und bekommt von einer jungen Anwältin im Gehen gesagt, dass er tief in sich drin doch kein übler Typ ist. Diese zwei Szenen rahmen den Film. In den hundert Minuten dazwischen gibt es keine weiteren ernstzunehmenden Frauen-Figuren mehr. Nur noch Groopis und Chicks. "The social network" zeichnet ein überaus übles Bild der Collage-Elite. Typen, die nach der ersten selbstverdienten Million lechzen. Und Frauen, die nach dem ersten Selfmade-Millionär lechzen. Absolut finster. Und es gibt kein Innehalten. Mark stolpert mit einer guten Idee die gesellschaftliche Leiter hoch. Auf dem Weg kommt ihm sein Weggefährte Eduard abhanden. Dafür ist in der zweiten Hälfte Sean an seiner Seite, der Verführer, der Türöffner in die wichtigen Zirkel.

Bis zum Ende des Films bleibt uns Mark ein Rätsel. Die Motive aller anderen ihn umgebenden und später verklagenden Figuren sind klar. Nur Mark bleibt eine Sphinx.
Damit wird seine Figur ihrer reellen Vorlage enthoben und zu etwas eigenem. David Fincher hat aus einer Dot-Com-Geschichte, die man bei Wikipedia nachlesen kann, ein Shakespearsches Drama gemacht, das man sich anschauen sollte.

Jesse Eisenberg als Mark Zuckerberg und Justin Timberlake als Sean Parker sind darüber hinaus in dem ausgezeichneten Ensemble (großartig auch die Darsteller der Winklevoss-Brüder) die absoluten Highlights. Und der Oscar für Trent Raznors Soundtrack ist mehr als verdient.

"The social network" ist ein großartiger Ensemble-Film. Es ist ein Dokument der ersten Hochphase des Internets, das wir später mal unseren Kindern zeigen werden. Und es ist ein vollwertiges Drama, das durchaus das Zeug dazu hat, kanonisch zu werden.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitgeist-Drama im limitierten Digipak, 17. März 2012
Von 
Flugsi (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Was macht einen Top-Regisseur aus? Er nimmt sich eines recht interessanten, weil dem Zeitgeist entsprechenden, Themas an, welches aber rein inhaltlich innerhalb von 10 Minuten erzählt wäre, & kreiert daraus ein spannendes 2stündiges Drama, welches sogar jene Zuschauer zu fesseln vermag, die mit besagtem Thema eigentlich nichts am Hut haben (wollen).
Dies ist David Fincher mit seiner Entstehungsgeschichte der Online-Community Facebook, welche gleichzeitig ein Biopic deren Begründers Mark Zuckerberg darstellt, durch handwerkliche Brillanz & inhaltliche Vielschichtigkeit gelungen (natürlich auch mit künstlerischer Freiheit Finchers versehen - es handelt sich ja doch um eine Unterhaltungsprodukt & keine Doku), wofür das exzellente Film-Drama verdientermaßen 2011 mit 3 Oscars (Drehbuch, Filmmusik & Schnitt), 5 weiteren Nominierungen (Gewinne für besten Film & Regie wären nicht unverdient gewesen, aber da hat Tom Hoopers sehr emotionale Königsbiographie auf die Acadamy dann doch mehr Einduck gemacht) & vielen weiteren Preisen (Globes, Baftas,...) ausgezeichnet wurde.

Als Verpackung dieser limitierten Blu-ray-Edition wurde ein stylisches Digipak im nicht minder stylischen, wenn auch sehr spartanischen, Pappschuber gewählt. Amazons Produktfoto entspricht der Banderole, die Vorder- & Rückseite des Schubers umgibt. Diese, welche die Disc-Infos & auch das obligatorische FSK-Logo enthält, ist am Pappschuber aufgeklebt & problemlos entfernbar. Die Vorderseite des schwarzen Pappschubers ist zur Gänze mit dem in Grau geprägten Schriftzug "DU KANNST KEINE 500 MILLIONEN FREUNDE HABEN, OHNE DIR EIN PAAR FEINDE ZU MACHEN" versehen, die Rückseite ist - von den kleingedruckten Film-Infos am unteren Ende abgesehen - durchgehend schwarz. Am Cover des Digipaks sind, auf einem Porträt des Zuckerberg-Darstellers Jesse Eisenberg, die Schlagworte "PUNK PROPHET GENIE MILLIARDÄR VERRÄTER" aufgedruckt, die Rückseite besteht aus einer Foto-Galerie. Das Digipak ist übrigens von links aus dem Pappschuber zu entnehmen & nicht, wie üblich, von rechts. Sowohl Schuber als auch Digipak sind FSK-Logo-frei.

Die Bild-Qualität (2,40:1 [1080p]) ist ausgezeichnet. Fincher verwendete, wie schon bei seinen beiden Vorgänger-Filmen "Zodiac" & Benjamin Button", HD-Kameras & wenn es Unschärfen gibt (wie bei der Regatta-Szene), dann wurden diese bewusst eingesetzt. Auch beim Ton (Deutsch & Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1) gibt's aufgrund der durchgehenden Surround-Atmosphäre so gut wie nichts zu bemängeln. UT sind sowohl in Deutsch als auch in Englisch vorhanden.

Die Edition beinhaltet 2 Discs, wobei sich auf der ersten zusätzlich zum Hauptfilm zwei Audiokommentare befinden (einer mit Fincher, einer mit Drehbuchautor Aaron Sorkin & Besetzung; Dolby Digital 2.0 Stereo). Das restliche Bonusmaterial (zur Gänze in HD) gibt's auf Disc 2: das sehr umfangreiche, 92minütige Making Of "Wie ist aus Facebook bloß ein Film entstanden?" (in 4 Teilen: "Die Anfänge", "Boston", "Los Angeles", "Das Studiogelände"), mehrere Featurettes über den visuellen Stil ("David Fincher und Jeff Cronenweth zu den Bildelementen"), Schnitt & Ton ("Angus Wall, Kirk Baxter und Ken Klyce zur Nachbearbeitung") & Filmmusik ("Trent Reznor, Atticus Ross und David Fincher zur Filmmusik", "Swarmatron Sound Machine") sowie die beiden interaktiven Features "Ruby Skye VIP-Raum: Szenenanalyse aus unterschiedlicher Perspektive" & "In the Hall of Mountain King: Musikalische Erkundungen".
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2.0 von 5 Sternen Naja, 17. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
es gibt bessere Film als diesen hier. Vor allem sich anschauen zu müssen wie ein Nerd dem anderen die Idee zu etwas klaut ist schon arm.
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2.0 von 5 Sternen so unsagbar schlecht und langweilig, 19. April 2013
Von 
gnothi seauton - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (DVD)
Wer liebt sie nicht: Die Stories, in denen die Geschichte von Menschen erzählt wird, die anders sind, trotz Schwierigkeiten ihren Weg gehen und es trotz aller Widrigkeiten schaffen. DAS werden sie in diesem Film nicht sehen.

Stattdessen dürfen sie folgendem Szenario beiwohnen: Ein vermeintlich überintelligenter Harvard Student wird dabei gefilmt, wie er zu schnell redet (weil er zu intelligent ist und die Gedanken einfach so schnell durch seinen Kopf schwirren, dass er mit dem Reden kaum hinterher kommt), Talent beim Programmieren hat dafür aber keinen Erfolg bei Frauen, was bei dem narzisstisch-arroganten, soziopathisch-egozentrischen Charakterspektrum nicht großartig überrascht.

Ob Herr Zuckerberg nun diesen Charakter real an den Tag legt oder nicht ist vollkommen irrelevant. Wesentlich ist die Art der Darstellung, der man als Zuschauer ausgesetzt ist. Vermittelt wird folgendes Bild: arroganter, selbstgefälliger Typ sieht in Frauen Objekte, die widerum in Männern nur Objekte der Begierde sehen. Frauen müssen gut aussehen, dürfen aber keine Ansprüche stellen und schon gar keine eigene Meinung haben, wie die Eingangsszene mit seiner zukünftigen Exfreundin einwandfrei belegt. Wenn Frau die Genialität des Mannes nicht erkennt, ist sie eine...naja...Zuckerberg psotet dann ja wie ein getroffener Hund jaulend seinen Arroganzschmerz im Netz, indem er über eine Ex herzieht. Das ist so unsagbar peinlich...

Hier wird man als Zuschauer über die Maßen genötigt einem überholten, sagen wir - oberflächlichen - Weltbild zuzuschauen, in dem das Ansehen und Aussehen bei und von anderen wichtig ist...es ist ein so unendlich langweiliger, stupider Film. So einem Menschen möchte ich persönlich nicht begegnen und dieser Film mutet auch eher wie eine Dokumentation -eine schlechte - an, anstatt ein Film zu sein. Als Zuschauer ist man der dumme aber dankbare Zuschauer, der der Intelligenz und Charakterschwäche eines Einzelnen beiwohnen darf. Ich verzichte darauf und kann selbiges nur jedem mit Charakter empfehlen.
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4.0 von 5 Sternen Teils unterhalsam, teils nervig, 17. Dezember 2012
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (DVD)
Aus Frust, weil ihn seine Freundin Erica Albright (wohlverdient) abserviert hat, programmiert der Informatikstudent Mark Zuckerberg eine Website auf der per Mausklick zwischen zwei Fotos von Mädchen abgestimmt werden kann, welche attraktiver ist. Den Algorithmus schnorrt er bei seinem Kumpel Eduardo Saverin, die Bilder klaut er aus der Unidatenbank. Anschließend klagt er der Welt sein Leid in seinem Blog und disst seine Ex. Da diese Vergleichswebseite das Uninetzwerk crasht verdonnert man Zuckerberg zu einer Bewährungsstrafe von einem halben Jahr.
Die reichen Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss haben von Zuckerbergs Webseite gehört, und weil sich die beiden mehr für Sport als für den Auftrag ein soziales Netzwerk für die Harvard Uni zu erstellen interessieren, wollen sie, dass Zuckerberg die Programmierarbeit erledigt. Zuckerberg sagt zu, entlehnt die Grundidee, entwickelt the Facebook und zieht alle über den Tisch, sogar seinen besten Kumpel, der ihm den Grundalgorithmus gab.

Eine Filmographie über den Facebook Gründer, in der viele bekannte Namen auftauchen. Fast jeder benutzt Facebook, aber kaum einer weiß, wie die Seite entstand und wer hier wen wie über den Tisch gezogen hat. Angeblich ist der Film fiktional und basiere nicht einmal zur Hälfte auf Tatsachen. Zuckerberg kommt wahrlich nicht gut weg, er ist unsympathisch, ein besessener Nerd und zu recht von den Frauen ignoriert und abserviert. Wieviel Wahrheit, wieviel Fiction ist, lässt sich schwer beurteilen. Zuckerberg klagte nicht gegen den Film, auch wenn dieser keine Facebook Seite schalten durfte, er hätte also bei einer Klage wohl den Kürzeren gezogen, was auf einen großen Wahrheitsgehalt schließen lässt. Da der über den Tisch gezogene Eduardo Saverin eine der Hauptinformationsquellen war, dürfte man wohl davon ausgehen, dass schon ein wenig Rache mitspielt, in der Darstellung der Geschehnisse. Wer aber seine Freunde betrügt und ausbotet, dem sollte man schon ein wenig Misstrauen entgegenbringen. Das Portrait einer knallharten Geschäftsmannes, der über die geschäftliche Leichen von Freunden und Wegbegleitern geht, lässt schon recht tief blicken, auch wenn man nur die Hälfte davon glaubt. Ein wirklich gelungener Film, unterhaltsam und ziemlich sarkastisch.
Beim Schauen jedoch, nerven die Zeitsprünge, die ganze sehr sprunghafte Erzählweise des Filmes. Das spiegelt zwar gekonnt wieder, wie man seine Informationen im Internet sammelt, indem man zwischen den Seiten springt, vor und zurück blättert, ist als filmische Erzählweise teilweise jedoch sehr nervig bis irritierend, genau wie die Darstellung der Hauptperson. Zuckerberg nervt irgendwann und man fragt sich, ob er wohl ADHS hat. Er ist respektlos, arrogant und von sich dermaßen überzeugt, dass es unwahrscheinlich ist, dass er so im Leben weitergekommen wäre, mit ging er jedenfalls ungemein auf die Nerven, so dass ich eine längere Pause einlegen musste, bevor ich den Film zu Ende schauen konnte.
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4.0 von 5 Sternen Jeder Schöpfungsmythos braucht einen Teufel, 3. November 2010
Von 
junior-soprano "Powderfinger" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Ich verstehe Google, Napster und youtube. Warum aber gerade Facebook den jüngsten Milliardär der Welt ermöglichte, erschliesst sich mir nicht. Das ist doch sowas wie StudiVZ? Und damit wird man so reich?
David Fincher hat mich bisher jedenfalls noch nie enttäuscht, deshalb war dieser Film trotz Facebook-Desinteresse Pflicht für mich.
Trenz Reznor (NIN) hat den Soundtrack geschrieben. Der Film beginnt mit einem Stück der White Stripes und endet mit einem Beatles-Song, dessen Text dann die Frage aufwirft, die schon Finchers The Game und Fight Club gestellt haben: was ist wirklich wichtig im Leben?
Jesse Eisenberg spielt Mark Zuckerberg und erinnert dabei stark an seine Figur aus Zombieland. Justin Timberlake spielt den Napster-Erfinder und zeigt, dass es auch ohne Harvard-Studium möglich ist etwas Bahnbrechendes zu erfinden.
The Social Network bietet reichlich Stoff, um über Sinn und Unsinn, Gefahren und Chancen des Internets nachzudenken. Visuell spektakulär wie Alien 3 oder Fight Club ist der Film allerdings so gar nicht. Atemberaubend spannend auch nicht. Der Grossteil des Films befasst sich mit juristischen Streitereien. Der Trailer hat hingegen eher das Bild einer Teenie-Komödie gezeichnet. Humor gibt es schon, aber eher dezent. Tragisch ist die Geschichte, die Fincher erzählt, der hochbegabte, aber mit dem Sozialverhalten eines Autisten gestrafte Eisenberg, vergleicht Frauen mit Nutzvieh, isoliert sich, scheint unfähig zu sein Freundschaften oder Beziehungen einzugehen und zu pflegen.

Überlege Dir sehr genau, welche Daten Du ins Internet stellst! Von einem super-erfolgreichen Unternehmen kann ganz schnell nichts mehr übrig sein (siehe Napster). Facebook mag heute angesagt sein, aber wie lange? Wenn sogar schon ein Kinofilm mit Justin Timberlake darüber gedreht wird, dann kennt es jeder und damit ist es nicht mehr cool, der Zenit ist bereits überschritten?. Das sind nur einige der Anregungen, die der Film gibt. Somit geradezu ein idealer Film für den Schulunterricht. ;-) Aber auch mehr als das. Eben ein weiterer, guter Film von David Fincher! Ein wenig ähnelt Zuckerberg Howard Hughes, allerdings ist der Film über ihn, Aviator, ungleich glanzvoller. Gerade in der Anfangsszene, als sich Zuckerberg mit seiner Freundin Erica unterhält oder eher versucht sich zu unterhalten, führt ihn als völlig unzugänglichen, der Welt entrückten Sonderling ein. So reich und berühmt und trotzdem ein armer Tropf? Dieses Bild drängt sich etwas auf, trotz des recht ausgeglichenen, facettenreichen Blicks, den Fincher auf den Facebook-Erfinder (oder den Facebook-Plagiator?) wirft. Schöne Zitate und amüsante Szenen in der Universität Harvard gibt es in The Social Network! Etwa: Harvard-Studenten suchen sich keine Jobs, sie schaffen sich welche. Dieser Unternehmergeist, die Euphorie und die Expansion von Facebook werden sehr gut vermittelt. Sicherlich ein zeitgemässerer und wichtigerer Film als Wall Street 2!

Die Frage wie genau Facebook nun so einen immensen (Papier)Wert erzielen konnte beantwortet The Social Network nicht. Es gibt Andeutungen, dass ein Teil mit Werbung eingenommen wird, dabei belässt es der Film. Dafür bietet der Film aber überreichlich andere, sehr interessante Denkanstösse.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Soziales" Netzwerk?, 27. November 2012
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (DVD)
Ein computertechnisch überdurchschnittlich begabter Unsympath mit nicht unwesentlicher Soziophobie
trifft auf drei, mit vermögendem Elternhaus gesegnete, ähnlich arrogante Harvard-Zöglinge, die mit seiner Hilfe ein
Studentenverzeichnis im Internet aufziehen wollen.

Später kommt es zu Unstimmigkeiten, was die Urheberschaft der ursprünglichen Idee betrifft -
dies wird in epischer Breite in Form von Anhörungen und ähnlichen juristischen Szenerien beleuchtet
und macht einen Großteil dieses Films aus.

Wer also begeisterter "Facebook"-Nutzer ist und/oder wenig angenehmen Menschen mit ausgeprägtem,
jedoch wenig berechtigtem Selbstbewusstsein bei dialoglastigen Streitereien zusehen möchte,
der schaue sich dieses Werk an.

Allen anderen möchte ich empfehlen, diese 115 Minuten zu einem ausgedehnten Spaziergang zu nutzen;
so wie ich auch den "Facebook"-Usern zu einem persönlichen Treffen mit ihren "Freunden" raten würde,
statt stundenlang apathisch auf einen Bildschirm zu starren.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Social Network, 28. Januar 2012
Habe mich lange zurückgehalten mir diesen Film anzuschauen. Wie die meisten kenne ich Facebook aber ein Film zu diesen Thema musste jetzt nicht unbedingt sein. Nachdem ich mir den Trailer anschaute und sah wer diesen Film gemacht hatte nähmlich "David Fincher" den ich als Regisseur sehr mag, wollte ich den Film dann doch schauen.
Im nachhinein hat er mir sehr gut gefallen. Bei einigen 1 Stern Rezensionen steht was von Langeweile dem kann ich nicht zustimmen.
In diesen Film geht es Hauptsächlich um das Thema Facebook und um seinen Gründer "Mark Zuckerberg", und wie aus einer kleinen Idee etwas sehr Erfolgreiches wurde. Das große Probleme im nachhinein auftauchen ist klar es geht schließlich um sehr viel Geld. Und da hört dann auch die Freundschaft auf. Mark Zuckerberg hier gespielt von (Jesse Eisenberg) wird hier als egoistisches A...... dargestellt. Der Darsteller macht seine Sache sehr gut und spielt sehr authentisch. Auch Justin Timberlake überzeugt als Darsteller er spielt "Sean Parker" den Gründer von Napster.

Der Film zeigt wie Facebook seinen Anfang nahm und das ganze wird sehr interessant dargestellt. Auch sehr interassant zu sehen wie Menschen sich ändern wenn es plötzlich um Geld geht.
David Fincher schafft es das Thema Facebook, die Mitgründer und den Erfolg dieser Geschichte sehr gut rüber zu bringen. Und zu keinem Zeitpunkt wirkte der Film lächerlich oder langweilig auf mich.
Facebook ist eigentlich kein großes Thema für mich und ich habe es auch nie verfolgt wie das ganze entstanden ist aber dieser Film zeigt das am Anfang nur eine kleine Idee dahinter stand und keiner selbst der Gründer Mark Zuckerberg mit so einem rießen Erfolg gerechnet hätte.

Für mich hat David Fincher wiedermal bewiesen das er ein guter Regisseur ist. Der Film hat mir sehr gut gefallen, ein Drama das viel Wahrheit beinhaltet aber auch Botschaften. Ich wurde sehr gut unterhalten und dieser Film kam auch ohne Effekte und ohne großes Budget aus.

Werde die Blu-ray holen und somit meine Rezension noch ergänzen was Bild und Ton angeht.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Inszenierung eines eigentlich eher dünnen Themas mit tollem Bild und Klang., 10. März 2011
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (2-Disc Collector's Edition) [Blu-ray] (Blu-ray)
So, hab ihn gerade nochmal gesehen und bin immer noch sehr beeindruckt von dem Film.
Schon im Kino hatte er mich damals mehr als positiv überrascht.

Zum Film:

Das, was den Film so von vielen anderen Filmen abhebt, ist mMn nicht die Story oder irgendwelche Wendungen (die besitzt der Film im Prinzip kaum und auch die Story beleuchtet ja nur einen kleinen Teil), sondern die hervorragende Inszenierung. Unter der Regie eines anderen hätte dieser Film ganz schnell zu einem langweiligen Abklappern verschiedener Stationen verkommen können, doch Fincher versteht sein Handwerk perfekt. Der Film ist wahnsinnig straff inszeniert und die Geschehnisse, welche teilweise Jahre auseinander liegen, sind alle logisch und nachvollziehbar verbunden.
Keine einzige Minute dieses Films hätte man streichen dürfen. Hinzu kommt die tolle Kameraarbeit und vor allem die starke Soundkulisse. Der Soundtrack des Films ist klasse und auch wenn er nur selten in den Vordergrund gehoben wird, ist er immer präsent und untermalt das Gezeigte perfekt. Die Szenen, in denen die Musik dann die Oberhand gewinnt, sind ganz großes Kino! Trotzdem hätte ich den Oscar für die beste Filmmusik eher Inception gegönnt.
Ein weiteres Plus für den Film sind die erstklassigen Schauspieler, allen voran Jesse Eisenberg, dessen Mimik und Gestik durchaus auch den Oscar verdient hätten. Die Art, wie er Zuckerberg rüberbringt ist gleichermassen abstoßend wie faszinierend, ganz große Leistung!
Toll sind auch die Dialoge, aus denen der Flm nunmal zum Großteil besteht und welche niemals langweilig werden, da die meisten sehr schnell und sehr komplex geführt werden. Hier wieder die Daumen nach oben, eine tolle Leistung von Aaron Sorkin, der es geschafft hat, die eigentlich eher dünne Geschichte interessant und faszinierend zu machen.

Fazit: In meiner Review finden man also häufig das Wort "faszinierend", es trifft auf die Inszenierung, das Drehbuch, die Musik und die Schauspieler zu, also eigentlich alles, was einen guten Film ausmacht. "The Social Network" kann auch Leuten gefallen, die sich weniger in sozialen Netzwerken bewegen.
Selten trifft auf einen Film der Satz "Das Beste, was man aus dem Stoff machen konnte" so zu, wie es hier der Fall ist, man könnte sogar sagen, dass noch mehr als das Beste aus dem Stoff geholt wurde.
Die volle Punktzahl gibt es letztendlich deshalb nicht, weil "The Social Network" keinerlei Grundlage für einen perfekten Film besitzt. Das mag jetzt widersprüchlich erscheinen, jedoch war die Geschichte, die diesem Film zu Grunde lag, eigentlicht nicht für einen abendfüllenden Film geeignet. Und so ist der Film eben in allen anderen Punkten, in denen er faszinierend sein konnte, auch faszinierend, vom Grundgerüst her doch ein wenig dünn.
Trotzdem, das Gerüst hält und man bekommt, kurz gesagt, tollen Film geboten.

Zur Bluray:
Zu Anfang die schlechte Nachricht: Es ist kein Vollbild, es hat also schwarze Balken, die den Film beschneiden.
Das wars aber auch schon: Der Kauf der Bluray lohnt sich. Das Bild ist, abgesehen von den Balken, perfekt und zu keiner Zeit unscharf. Auch Filmkörnung ist nur sehr selten zu sehen, so soll ein Full-HD Bild aussehen, gestochen scharf, mit tollem Schwarzwert und angemessener Klarheit. Besser habe ich dies in letzter Zeit nur bei "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" erlebt.
Der Sound ist umwerfend. Zur Musik an sich habe ich ja schon etwas gesagt, doch das diese auch so gut funktioniert liegt an dem perfekten Klang, welcher unglaublich klar und komplex wirkt. Ganz toll sind die lauteren Szenen, in denen die Musik in den Vordergrund kommt (vor allem die Clubszene). Diese sind wahnsinnig basslastig, voll und einfach beeindruckend. Die Nachbarn wirds freuen.
Die Extras sind nett, die Blu-ray bietet eine sehr ausfürhliche Doku zur Entstehung des Films, sowie diverse andere Spielereien.

Kauftipp!
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Narzissmus ist die Leitneurose des 21. Jahrhunderts, 12. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Social Network (2-Disc Collector's Edition) [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer ist eigentlich Mark Zuckerberg? Wie konnte es einem einfachen Studenten der renommierten Harvard University möglich sein, zum jüngsten Milliardär der Welt aufzusteigen? Versteckt sich hinter der Maske des Facebook-Gründers tatsächlich ein innovativer Neuerer oder nur ein gerissener Opportunist? David Fincher porträtiert das vermeintliche Genie anhand des fiktiven Romans von Ben Mezrich eher differenziert als skrupellosen Antihelden, talentierten Computer-Nerd und geltungssüchtigen Egomanen, der es satt hat, auf dem Campus ein bei den Frauen erfolgloser Niemand zu sein. Seine Freundin hat ihm gerade den Laufpass gegeben, sodass er sie nun in einem Blog im Internet in seiner unerbittlichen Rhetorik vollkommen frustriert durch den Schmutz zieht und sich dann ins Immatrikulationsverzeichnis der Universität einhackt, um Datensätze und Fotos auf eine Website zu übertragen, auf der er einen sogenannten Facemash initiiert, bei dem seine Kommilitonen über die Attraktivität von Studentinnen abstimmen können. Mit dieser spektakulären Aktion zieht er die Aufmerksamkeit der Winklevoss-Zwillinge auf sich, zwei Sprösslingen aus elitären Kreisen, die auf der Suche nach einem Programmierer für eine Homepage sind, die den Harvard-Absolventen als soziales Netzwerk dienen soll. Zuckerberg wittert seine Chance und entwickelt das Projekt mit viel Kreativität und Intelligenz auf eigene Faust zu einer exklusiven Marke weiter, während er klammheimlich seine vermögenden Partner ausbootet. Zur Seite steht ihm dabei sein einziger Freund Eduardo Saverin, der ihm das nötige Geld verschafft, um die Server für die Website am Laufen zu halten. Zum Ärger der Winklevoss-Zwillinge gewinnt "The Facebook" kontinuierlich an Popularität, sodass auch Sean Parker im fernen Kalifornien auf das Phänomen aufmerksam wird. Der paranoide Napster-Gründer kokettiert im narkotischen Dauerrauschzustand seines übersteigerten Narzissmus immer noch damit, wie er die Musikindustrie mit seiner Online-Tauschbörse in den Ruin getrieben hat und lotst nun seinen neuen Protegé Zuckerberg an die Westküste, wo er für ihn als Business Angel fungiert, der die Türen zu wichtigen Investoren öffnet und damit die Eifersucht von Saverin auf sich zieht. Als dieser anfängt, Probleme zu machen, drängt ihn Zuckerberg ganz galant aus der Firma. Mit einer Kapitalerhöhung marginalisiert er Saverins Anteil. Saverin fühlt sich verraten und verklagt seinen ehemals besten Kumpel ebenso wie es die Winklevoss-Zwillinge tun werden, die in Facebook eine Verletzung des Urheberrechts und den Diebstahl ihres geistigen Eigentums sehen.

In seiner markanten rauschhaften Bildästhetik rekonstruiert David Fincher die Ereignisse in Rückblenden aus der Perspektive eines Gerichtssaals, wo sich die zerstrittenen Parteien mit ihren Rechtsanwälten am Verhandlungstisch gegenübersitzen und das Drama in einem Geflecht aus unmissverständlichen Blickwechseln, virtuosen Wortduellen und veritablen Gesten seinen unaufhaltsamen Lauf nimmt. Gerade in diesen Szenen wird evident, dass nur ein selbstgefälliger Spiegelfechter wie der kühl kalkulierende Zuckerberg inklusive seiner abgehobenen Final-Club-Neurose auf die Idee kommen konnte, eine Seite wie Facebook zu kreieren, auf der Menschen ein Stück ihrer Intimität preisgeben und bereitwillig ihre Privatsphäre im Internet öffentlich zur Schau stellen. Wobei Fincher diesem eitlen Narziss durchaus auch eine gewisse Sympathie abringt, weil er dem Establishment den Schneid abkauft und den verwöhnten Winklevoss-Zwillingen die bittere Lektion lehrt, dass es nicht immer nach ihrem Willen geht. Jedoch versuchen die Brüder lange Zeit den Konflikt mit einer fairen Lösung für beide Seiten zu beenden, während Zuckerberg im Stile eines rücksichtslosen Despoten auf kriminelle Weise sogar dem geltenden Recht noch den Finger zeigt. So stimmt es eher nachdenklich, dass ausgerechnet solche Typen vom Schlage eines Parker oder Zuckerberg, die unheilbar vom Virus der eigenen Grandiosität befallen sind und nur aus dem einen Antrieb heraus handelten, weil sie von ihren verflossenen Herzdamen bitterlich gekränkt wurden, die Gesellschaft dermaßen verändert haben. Vielleicht steht in 20 Jahren irgendwo einmal geschrieben, dass The Social Network ein Film über eine hedonistische Generation ist, die glaubte, mit ein paar kurzen Phrasen im Netz die zwischenmenschliche Kommunikation in der Realität ersetzen zu können, und mit sich selbst nichts weiter anzufangen wusste, als der verlockenden Versuchung zu erliegen, dem tristen Alltagsleben mit originell geschossenen Fotos im Internet so etwas wie den Hauch einer überhöhten Bedeutung zu verleihen, nur um ein kleines bisschen Aufmerksamkeit zu erregen. Sicher hat Facebook in einer Welt, in der Kontakte für Karrieristen scheinbar wichtiger sind als Talent, auch seine positiven Aspekte, aber es suggeriert eine Art von sozialer Integration, die sich in dieser illusorischen Form niemals auf die Wirklichkeit übertragen lässt. So drängt sich zwangsläufig die spannende Frage auf, ob das größte Onlinenetzwerk der Welt die Menschen tatsächlich näher zusammengebracht hat und da gibt Fincher am Ende des Films eine schlagende Antwort: Die Schlusseinstellung zeigt, wie Zuckerberg allein im Gerichtssaal sitzt, auf dem Bildschirm seines Laptops ist das Facebook-Profil seiner Ex-Freundin zu sehen, das er einsam und verlassen anstarrt, ohne eine Antwort zu erhalten.

Abendfüllend mit Bonusmaterial ausgestattet ist die 2-Disc-Collector's Edition, die in 7 verschiedenen Dokumentationen die Entstehung des Films von der Adaption der Buchvorlage über das Making Of bis hin zum Soundtrack detailliert begleitet.
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