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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The desire for knowledge shapes a man
Drei Dinge fürchtet ein Weiser Mann: Das Meer bei Sturm, die mondlose Nacht und die Wut eines Gentleman.

Kvothes Zwist mit Ambrose nicht derartige Auswüchse an, die beide Kontrahenten dazu zwingen, diese vorerst zu verlassen, damit Gras über die Angelegenheit wachsen kann. Kvothe reist ans Ende der bekannten Gebiete und tritt dazu in den Dienst...
Veröffentlicht am 25. März 2011 von callisto

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischt
Den erste Teil der Königsmörder-Triologie (Der Name des Windes) fand ich überaus mitreissend, toll geschrieben (und übersetzt) sowie originell.
Wie viele Andere hier habe ich also die Fortsetzung kaum erwarten können. Eine Meinung zu "the wise man's fear" kann ich kaum ohne vermutliche Spoiler schreiben. Daher hier zunächst eine kurze...
Veröffentlicht am 21. August 2012 von Amazon Customer


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The desire for knowledge shapes a man, 25. März 2011
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Drei Dinge fürchtet ein Weiser Mann: Das Meer bei Sturm, die mondlose Nacht und die Wut eines Gentleman.

Kvothes Zwist mit Ambrose nicht derartige Auswüchse an, die beide Kontrahenten dazu zwingen, diese vorerst zu verlassen, damit Gras über die Angelegenheit wachsen kann. Kvothe reist ans Ende der bekannten Gebiete und tritt dazu in den Dienst des Mear, lernt Kämpfen bei dem Adem und jagt wie gehabt Dennas Schatten und die Chandrian.

Hier nun die lange erwartete Fortsetzung von Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag. Wie im ersten Band auch, wird die Fortsetzung auf zwei Ebenen erzählt. Da wäre zum einen der ältere Kvothe, der unter dem Namen Kote eine Gaststätte betreibt und seine Lebensgeschichte dem Chronisten diktiert. In diesem Handlungsstrang wird immer mehr ein großer Konflikt angedeutet, an welchem der junge Kvothe wohl einige Schuld mit trägt, doch noch bleibt dieser große Krieg im Schatten. Zum anderen ist da die, von ihm erzählte Lebensgeschichte, des erst siebzehnjährigen Kvothe.
Der zweite Band beginnt, wie der erste endete. Kvothe studiert an der Universität und kämpft mit seinen nicht vorhandenen finanziellen Mitteln. Es gibt abgedrehte Kurse bei Elodin und natürlich das Problem mit Ambrose, das sich immer weiter auswächst, so dass Kvothe dazu gezwungen wird den Wind jagen zu gehen, und so letztendlich mehr lernt, als er an der Universität je lernen könnte. In diesem Band beginnt die Legendenbildung, teils von Kvorthe selbst initiiert, teils tatsächlich verdient.

Dieser Band erzählt etwa ein Jahr aus Kvothes Leben. Einerseits passiert nicht viel, andererseits doch. Es ist schwer zu beschreiben. Patrick Rotfuss Art zu schreiben ist poetisch und fesselnd, er näht mit Mondlicht und Schatten einen Umhang. Man versinkt in der Geschichte, da die Handlungen in großer Detailtreue beschrieben werden und dazwischen poetische Erzählungen eingewoben werden, deren wahre Bedeutung einem erst mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr bewusst wird, denn jede Geschichte hat mehr als eine Wahrheit. Teils sind ganze Abschnitte in Versen oder mit Versmaß geschrieben, so dass ich den Übersetzer wahrlich nicht beneide, der das ins Deutsche übersetzen muss(te). Der Autor erschafft neue, fremde Kulturen und deren komplizierte (Hof-)Rituale, die faszinierend neu und auch innovativ sind, wie das komplizierte System des Ringtauschs am Hof des Maer mit seinen eisernen, silbernen und goldenen Ringen und die teils asiatisch, teils doch noch fremder anmutende Welt der Ademre.
Daneben ist der Autor ein Meister des feinen, hintergründigen Humors und einige der Aktionen, die Kvothe ausheckt, erinnern schwer an Die Lügen des Locke Lamora.

Fazit: Intelligente und poetische High Fantasy vom feinsten
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49 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epische Fantasy von ihrer schönsten Seite, 15. März 2011
Von 
javelinx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Dawn was coming. The Waystone Inn lay in silence, and it was a silence of three parts..."

Nach 3 Jahren des Wartens gibt es endlich eine Rückkehr in das Gasthaus und ein Wiedersehen mit seinem unscheinbaren, rothaarigen Wirt, der dem Chronisten den zweiten Teil der Geschichten um Kvote schildert. Das erste Drittel der Handlung spielt wieder an der Universität, danach nimmt Kvote eine Auszeit und macht sich auf, einen reichen Gönner zu suchen, den er an der Universität wegen seiner fortlaufenden Fehde mit dem adligen Ambrose nicht finden kann. Was ihm dabei widerfährt, macht den größten Teil des restlichen Buches aus.

Die Handlung knüpft an THE NAME OF THE WIND an und wirkt, als sei auch innerhalb der Chronologie der Geschichte kaum ein Tag vergangen. Kvote ist immer noch klamm und leiht sich Geld bei Devi aus, er verfolgt seine Studien und musikalischen Interessen und versucht, Denna näherzukommen, ohne dasselbe Schicksal zu erleiden wie ihre zahlreichen verflossenen Verehrer. Wider besseren Wissens kann er es sich immer noch nicht verkneifen, Ambrose seine Gemeinheiten heimzuzahlen und diesen dabei immer weiter anzustacheln - bis er eine Auszeit an der Universität nehmen muß und sich zu einem bisher unbekannten Gönner aufmacht.

Als Leser wird man in die Handlung förmlich hineingesogen und bekommt das Gefühl, als würde man mit Kvote an einem Tisch in der Wirtschaft sitzen. Auch wenn auf den ersten Blick nicht viel passiert, ist die Geschichte ein purer Genuß zu lesen - wie aus einem Guß, in wunderschöner Sprache, detailreich und manchmal geradezu poetisch.
Im Gegensatz zu vielen anderen epischen Fantasyzyklen gibt es nur einen Handlungsstrang um die Hauptfigur, verteilt auf zwei Erzählebenen, die zwischen der Rahmenhandlung im Waystone Inn und Kvotes Erlebnissen hin- und herwechseln, unterbrochen von Geschichten und Erzählungen, was manchmal ein wenig an die "Geschichten aus Tausendundeiner Nacht" erinnert.
Überraschenderweise werden einige Ereignisse, auf die man neugierig wäre, nicht weiter ausgeführt - so gibt es eine Gerichtsverhandlung und einen Schiffbruch, die nur gestreift werden; dafür nimmt die Handlung an Fahrt auf, als Kvote die Universität hinter sich läßt und nach Vintas zu seinem neuen Gönner reist. Dieser Teil gestaltet sich wie eine klassische Queste und zeigt Kvote von einer neuen Seite, wie er sich in einer neuen Umgebung mit unbekannten Fallstricken zurechtfindet und an seinen Aufgaben - klassischerweise drei - wächst und reift. Wie er den Söldner Tempi aus der Reserve lockt und wie er in dessen kriegerisch geprägten Kultur besteht, gehört zu den Höhepunkten des Buches und läßt einen Gedanken an Schlaf oder andere Nebensächlichkeiten völlig vergessen.
Die fast 1000 Seiten des Buches lesen sich flüssig und ohne Einbrüche, wer allerdings schnelle Action oder abschließende Antworten auf einige Fragen um Denna, Bast oder wie aus Kvote Kote wurde erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Dafür gibt es reichlich Entschädigung durch den wunderbar poetischen Schreibstil, die geradlinige Erzählweise, und eine sich entwickelnde und doch weiter Rätsel aufgebende Hauptfigur in einer Geschichte, die auch nach dem Lesen noch nachklingt. Diesen Genuß sollte man sich, wenn man Fantasy mag, nicht entgehen lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Not quite as good as the first one, 8. September 2014
Von 
Christopher Kamper (London, UK) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
-- this review contains spoilers

This book would have deserved 5 Stars if it wasn't for the ever more tedious Denna chapters. Whereas most characters in these books behave in a somewhat believable fashion, the "tension" between Kvothe and Denna makes for some really cringe-worthy scenes which also destroy the otherwise great pacing of this book. I am not a big fan of the Felurian chapters, either but thankfully, this arc also reveals a much deeper plot than Kvothe becoming the perfect lover. Oh and by the way - was it entirely necessary that from that point on, Kvothe now has sex with every other major or minor female character (except Denna, of course)?
In any case, there are many fantastic ideas in this book and I just loved the first university arc. I think if this book would lose around 200 pages (specifically the things mentioned above) it could be on-par with A Name of the Wind...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischt, 21. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Wise Man's Fear (The Kingkiller Chronicle, Book 2) (Kindle Edition)
Den erste Teil der Königsmörder-Triologie (Der Name des Windes) fand ich überaus mitreissend, toll geschrieben (und übersetzt) sowie originell.
Wie viele Andere hier habe ich also die Fortsetzung kaum erwarten können. Eine Meinung zu "the wise man's fear" kann ich kaum ohne vermutliche Spoiler schreiben. Daher hier zunächst eine kurze Meinung, dann mögen alle, die nichts veraten haben möchten, bitte aufhören zu lesen - auch, wenn ich der Meinung bin, dem Lesespass nichts wegzunehmen.

Der zweite Teil ist - für sich alleine genommen - langweilig. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat wird dieses Buch nicht lesen wollen. Als Fortsetzung ist es akzeptabel. Die Sprache (ich habe das englische Original gelesen) ist leicht verständlich, dabei aber sehr gut. Originell ist die Fortsetzung nicht, aber sie enttäuscht auch nicht das Herz eines Fantasielesers. Mitreissend ist die Fortsetzung immer mal wieder.

Jetzt geht es los mit möglichen Spoliern (Namen aus dem Gedächtnis genannt .. ich bitte um Entschuldigung, wenn ich mich falsch erinnere)...

Das Buch gliedert sich lose in fünf Teile:
1. Die Universität
Der übliche knatsch: Liebschaft mit Diana, Kumpelschaft mit Diversen, Feindschaft mit Ambrose.
Einige Figuren werden deutlich vertieft. Derart viele Seiten sind dafür jedoch nicht wirklich notwendig. Es wird getrunken, gesungen, Streiche gespielt und ein wenig auch Weichen gestellt - dies jedoch nur am Rande. Macht Spass zu lesen - aber nur, weil gut geschrieben und man (=ich) den ersten Teil kennt.
2. Kvote macht sich auf einen Sponsor zu finden.
Spannend, aber ein klein wenig Übertrieben. Kvote ist ja selber der Erzähler. Und Bescheidenheit ist das Letzte was er sich vorwerfen lassen müßte. Gerade aber in Hinblick auf die weitere Geschichte wird es hier eher spannend.
3. Fantasie.
Ah ja. Einige andere haben es vorher ausführlich geschrieben. Etwa 90 Seiten lang wird Kvote von Frau Erotica herself in die Liebe eingeführt. Sehr unerotisch. Positiv gesagt: zurückhaltend. Negativ gesagt: langweilig. Anscheinend lernt Kvote ausserdem den Schlimmsten aller Schlimmen kennen (einen Baum). Das kommt aber nicht rüber. Vielmehr ist der Autor hier komplett überfordert. Möglicher Weise wird sich dies im dritten Teil ändern, aber dieser ist ja aktuell noch nicht zu lesen und so ist dieser gesamte Teil samt Höhepunkt (?) recht peinlich.
Von hier aus geht es kurz zurück in die reale Welt (es wird wieder interessanter), dann aber zu den Adem bei denen Kvote ein mal mehr in die Lehre geht. Ich musste dabei immer an Star Wars ("Die Macht") und Tai-Chi denken. Die Philiosophie die Rothfuss hier zu erschaffen sucht ist altbekannt und überall dort, wo sich der Autor um Originalität bemüht, mit einer Tendenz zur Ärgerlichkeit.
4. Kvote kehrt zurück zu seinem Sponsor (also zu 2.).
Jezt beginnt 3. Sinn zu machen ohne besser zu werden. Aber, kaum hat "4." begonnen hat mir das Buch wieder gefallen.
5. Zusammenknüpfen loser Enden.

Was Rothfuss im Zusammenhang zu Frauen schreibt ist einfach nur peinlich.
Die Adem-Mädels sind unglaubwürdig (Sie glauben, man benötigt keinen Mann um Kinder zu bekommen - Frage von Kvote: ja habt ihr denn mal länger keinen Sex? Antwort: nein. Frage vom Leser: Bisexualität? Homosexualität? Diese Themen bringt der Autor derart provokant auf den Tisch - in dem er sie ignoriert - dass es mir schwer fällt das hier auszulassen).
Was ist mit Schwangerschaft? Kämpfen in der Schwangerschaft? Die Kämpfe werden als recht unzimperlich geschildert. Kvote bekommt z.B. häufig (sehr ausführlich geschildert) eins in seine Kronjuwelen. Andererseits sind bei den Adem aber die Frauen die besseren Kämpfer.
Ferner sind die Adem Kontrollfreaks. Ausdrücke von Gefühlen im Gesicht sind "babarisch". Warum aber ist dann ausgerechnet Sex für die Adem so natürlich? Ist nicht gerade diese Beschäftigung ganz besonders mit Kontrollverlus (=Barbarei, lt Adem) verbunden? Der Autor bemüht sich hier, aber vergeblich und ganz daneben.

Die Liebesgeschichte mit Diana empfinde ich als unerträglich. Sie wurde von ihrer Seite her nicht motiviert und *sie* benimmt sich derart blöde, dass es mir vollkommen unverständlich ist, wie (selbst so ein Depp wie) Kvote ihr hinterherlaufen kann. Diese "Liebesgeschichte" ist schlimmer als pubertär. (Dass ich Kvote herabwürdige ist nicht negativ zu sehen. Er ist ein Unsympath, aber das macht für mich viel von der Geschichte aus)

Alles in allem hat mir der erste Teil derart gut gefallen, das ich dem zweiten Teil statt nur Einem, ganze drei Sterne gebe.
Das Buch ist immer mal wieder sehr gut geschrieben aber ausserordentlich miserabel lektoriert worden.
Diese 1100 Seiten auf 500 Seiten und ich wäre (möglicher Weise) begeistert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1000 Seiten geballte Klasse, 10. März 2013
Ich habe im Laufe meines noch jungen Lebens viel Fantasy gelesen, beginnend mit deutschen Autoren à la Heitz und Hennen und ihren deutschsprachigen Werken über deutsche Übersetzungen von Paolini, Goodkind oder Trudi Canavan und letztlich die Originale von zB Martin und Sanderson. Jetzt bin ich bei Rothfuss angekommen und kann guten Gewissens sagen, dass seine Geschichte das Beste ist, was ich jemals gelesen hab. War The Name of the Wind schon großartig, macht die Fortsetzung noch einmal einen ganzen Schritt nach vorne. Als besonders empfinde ich die Intensität und die Glaubwürdigkeit, mit die Geschichte vorgetragen wird. Obwohl Rothfuss nicht viel Zeit darauf verschwendet, die Fantasywelt im Detail zu beschreiben, wirkt alles in sich geschlossen. Wichtig finde ich im Sinne der Intensität auch, dass die Geschichte in der ersten Person erzählt wird. Nichts anderes würde ihr gerecht. Obwohl Kvothes Reise in die Fae doch einen kleinen Beigeschmack von Märchen hat, fällt es nicht schwer, diese Magie in Einklang zu bringen mit dem Rest der sonst eher unmagischen Welt. Näher als so kann ich keinem Kritikpunkt an der Geschichte kommen.
Der Protagonist ist zudem sicherlich der charismatischste Charakter, den ich in Fantasy (und Literatur allgemein) bisher gesehen habe.

Keiner der von mir bisher gelesenen Autoren kann die selbe Poesie in seinem Schreiben vorweisen wie Rothfuss, nicht geht mir so flüssig durch den Kopf wie diese Geschichte. Ich halte es für essentiell, dass sich die Träumerei, die Fantasy in der Gedankenwelt induziert, auch in der Sprache verwoben wird, denn dies steigert den Effekt signifikant. Meisterhaft paart Rothfuss dies mit einer Story in der Schwebe zwischen Sage und Biografie. Wer auf große Action wert legt, sollte sich dieses Buch trotzdem kaufen, um zu sehen, dass es auch ohne (bzw. mit wenig) geht. Die Geschichte hat allles: Hass, Liebe, Mysterien, entlegene Orte und einen coolen Hauptcharakter.

Schon als ich die erste Seite des Vorgängers aufschlug, war mir klar, dass dies das Buch ist, dass ich mir in meinem Kopf immer gewünscht habe. Genau das Werk, dass ich selbst schreiben würde, hätte ich das Talent, so fühlt es sich an. So tauchte ich sofort ein, das Buch passte wie ein Handschuh.

The Wise Man's Fear wegzulegen, fällt mir unglaublich schwer, ich muss mich sehr zurückhalten, um nicht in 2 Tagen damit fertig zu sein. Jedes Mal schmerzt das Wissen, dass es bald zu Ende geht und es Jahre dauern kann, bis der letzte Band erscheint. Ein Buch, das solch ein starkes Gefühl von Verlust erzeugen kann, verdient jede Ehre.

Danke, Patrick Rothfuss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kvothe's Leben, Part II, 3. Januar 2013
Von 
Misato "Misato" (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
THE WISE MAN'S FEAR schließt nahtlos an den ersten Teil an, ist weiterhin in diesem wunderbar leicht lesbaren und verständlichen Schreibstil geschrieben und Kvothe sucht immer noch nach den Chandrian. Auch in diesem Teil scheint es Kvothe unmöglich keinen Streit mit Ambrose zu haben und so muss er zwangsgedrungen eine kleine Studienpause einlegen, in der er um die halbe Welt reist, nebenbei einen Herrscher rettet, Banditen erledigt und sich mit einer Fee eine kleine Ewigkeit auf einer Lichtung vergnügt. Die Story ist spannend, fließend und logisch. Die Charaktere folgen weiterhin ihren, im ersten Teil vorgezeichneten, Zügen und scheinen so sehr authentisch.

Den Punkt Abzug gibt es aus zwei Gründen. Erstens: Grundsätzlich ist in diesem Teil viel passiert, aber wir sind im Groben und Ganzen bzgl. der Chandrian kaum einen Schritt weiter. Zweitens: Wenn die Story in die Gegenwart zurück kehrt, verstehe ich am Ende des zweiten Teils - also nach insgesamt über 2.000 gelesenen Seiten - immer noch nicht, warum Kvothe jetzt so ist, wie er ist. (Erklärung: Es kommt ein Dämon in die Bar und Kvothe kann noch nicht einmal eine Mini-Bindung erzeugen um den Dämon abzufackeln. Er versuchts, scheitert aber.)

Grundsätzlich: Ein super Buch, für das man allerdings den ersten Teil, THE NAME OF THE WIND, gelesen haben sollte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zweischneidig, 6. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einerseits muss man Rothfuss ein Kompliment machen: die Sprache ist gewohnt brilliant, lyrisch ohne zu langweilen und zieht den Leser mit in die von Autor geschaffene Welt, man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Längen in der Handlung empfindet man dadurch gar nicht als solche.

-Spoiler ahead-

Aber....und leider gibt es ein dickes Aber: nach etwa der Hälfte des Buches fängt die Handlung an abzudriften ins Unglaubwürdige. Der Held trifft zufällig irgendwo auf dem riesigen Kontinent seine Flamme ("Hure mit goldenem Herz" - Hallo Klischee) und mutiert mehr und mehr zum Superheld ohne nennenswerte Schwächen, auf den alle Frauen fliegen. Spätestens bei der Begegnung mit der männerverschlingenden Fee, bei der sich unser Held auf Anhieb als perfekter Lover erweist fängt die Sache an abzudriften.

- Spoiler Ende-

Im Ergebnis daher knapp vier Sterne - bis zu der Feengeschichte ein phantastischer Lesegenuss, leider reisst es den Leser durch diese Übertreibungen aus der bis dahin wunderbar geschaffenen Welt und Kvothe droht zum "Gary Stu" zu mutieren.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt., 16. März 2011
Die Geschichte setzt sich mit der Ausbildung des jungen Protagonisten fort und kommt nicht wirklich Inhaltlich voran, auch die lange Wartezeit auf das Buch kann bemängelt werden.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich gerne noch mehr gehört und gelesen hätte und es mich in keinster Weise stört, dass der junge Kvothe nicht sofort überirdische Kräfte entwickelt und die Bösewichte tötet. Die Geschichte nimmt ihren Lauf in kleineren überraschenderen Wendungen und ist nicht geradlinig wie man es von zweitklassigen Fantasyromanen kennt (Held bekommt Kräfte und obsigt mit einigen Schwierigkeiten über das Böse).
Ich hoffe nur, dass der Autor nicht im dritten Band alles zu Ende schreibt und sämtlichen Inhalt versucht in ein einziges Buch zu zwängen.
Ich finde es gerade gut, dass Rothfuss der Geschichte Raum und Zeit gibt sich zu entfalten und war enttäuscht zu lesen, wie ein gewisser Teil der Reise aus dem Buch gekürzt wurde um den Fluss des Romans zu wahren.
Sprachlich ist die Geschichte wie im ersten Teil sehr gut bis genial. Der Spannungsbogen, bzw. vielmehr die gelungene Mitnahme in die Welt Kvothes bleibt meiner Meinung nach durchgehend erhalten und ich freue mich schon auf den nächsten Teil (der hoffentlich weniger Zeit braucht als dieser Teil).
Das Warten hat sich gelohnt, denn bisher sind "The Kingkiller Chronicles" meine absolute Fantasy Lieblingssaga.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3 - 3,5 Sterne: Wunderschöne Sprache, enttäuschende Handlung, 22. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe sehr lange auf die Veröffentlichung von THE WISE MAN'S FEAR hingefiebert und nach dem grandiosen THE NAME OF THE WIND waren meine Erwartungen entsprechend groß. Leider muss ich aber sagen, dass mich der zweite Band der KINGKILLER CHRONICLES insgesamt eher enttäuscht hat.
Mein großes Problem mit THE WISE MAN'S FEAR ist die Handlung, die sich für mich sehr ziellos angefühlt hat und mehr oder weniger im Sande verläuft.

*** Vorsicht, leichte SPOILER enthalten ***

Zunächst war ich noch recht guter Dinge. Kvothe verbringt ungefähr die ersten 300 Seiten des Romans auf der Universität und feilt an seiner Ausbildung. Obwohl er keine wirklich neuen Erkenntnisse gewinnt, konnte mich Rothfuss bei der Stange halten. Danach begibt sich Kvothe auf große Fahrt und mit der Spannung geht steil bergab. Für sich gesehen sind Kvothes Reiseerlebnisse vielleicht nicht uninteressant, sie sind im Grunde aber vollkommen belanglos. Kvothes Geschichte wird durch sie so gut wie gar nicht weitergebracht und einige der Episoden erscheinen mir schlicht und einfach sinnlos, vor allem da sie teilweise doch sehr in die Länge gezogen werden. Gestört hat mich auch, dass die Handlung im Grunde überhaupt keinen roten Faden hat. Ein Reiseerlebnis wird an das nächste gehängt und das war's dann auch schon. Am Ende von THE WISE MAN'S FEAR steht Kvothe genau da, wo er am Ende von THE NAME OF THE WIND gestanden hat: Er hat keine nennenswerten neuen Fähigkeiten für den Kampf gegen die Chandrian gewonnen, er weiß immer noch so gut wie gar nichts über seine Feinde und wie er sich ihnen entgegenstellen soll, er ist immer noch Universitätsstudent und seine Beziehung zu Denna hat sich auch nicht weiterentwickelt.

*** SPOILER Ende ***

Ich frage mich, wie Patrick Rothfuss seine Geschichte im dritten Band zu einem würdigen Ende bringen will, ohne die Handlung nicht vollkommen zu überstürzen. Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass die KINGKILLER CHRONICLES in einer Trilogie nicht abgeschlossen werden können, und dass es einen vierten Band geben wird.
Aber es ist bei weitem nicht alles ist schlecht an THE WISE MAN'S FEAR. Patrick Rothfuss bedient sich nach wie vor einer wunderschönen Sprache, die stellenweise fast lyrisch anmutet. Das Lesen wird so zum Hochgenuss und die knapp 1.000 Seiten haben sich trotz der schwachen Handlung so praktisch von selbst gelesen. Auch die Figuren des Romans können mich immer noch überzeugen. Kvothe ist mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und auch die Nebenfiguren, allen voran Kvothes Mitstudenten, gefallen mir. Im Laufe der Handlung macht unser Held außerdem einige neue Bekanntschaften, die mir auch gut gefallen haben. Am wenigsten sagt mir Denna zu, die mich aber auch schon in THE NAME OF THE WIND gestört hat. Das Klischee von der Hure mit dem Herz aus Gold gefällt mir gar nicht und ich finde einfach, dass sie überhaupt nichts zur Geschichte beiträgt. Aber das ist reine Geschmackssache.

Alles in allem gesehen hat mir THE WISE MAN'S FEAR nicht schlecht gefallen. Der Roman hat seine schönen Seiten und ist sehr stimmungsvoll geschrieben. Ich wünschte, ich könnte eine bessere Bewertung abgeben, aber leider ist die Handlung dazu einfach zu schwach. Ich hoffe, dass Patrick Rothfuss im dritten Band wieder richtig auftrumpfen und seine Stärken voll ausspielen kann.
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4.0 von 5 Sternen wunderschön und poetisch, 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Rezension bezieht sich auf die beiden bisher erschienenen (englischen) Bände der Kingkiller-Chronik und enthält womöglich SPOILER.

Ob man das Werk Patrick Rothfuss‘ in die Riege von Autoren vom Format eines JRR Tolkiens einreihen kann, wie des öfteren behauptet? Das Urteil steht mir nicht zu. Letztendlich schreiben beide Fantasy, das ist aber auch schon das Ende der Gemeinsamkeit. Wo Tolkien den Weg einer Gemeinschaft Ausgewählter aus allen Völkern Mittelerdes beschreibt, im epischen Kampf gegen den Untergang der Welt, das ultimative Böse, wählt Rothfuss eine Coming-of-age Geschichte aus der Perspektive des Helden. Eine Geschichte, erzählt in drei Tagen, respektive drei Bänden (Originalausgabe), wovon bislang zwei erschienen sind.

Sie erzählt von Kvothes Kindheit in einer Schausteller-Truppe, seine Ausbildung durch Schauspiel und Theaterstücke, durch Lieder sowie Lautenspiel und Sangeskunst und verschiedenen Personen, die sich dem Schutz der Truppe auf ihren Reisen anschließen. So lernt er z.B. in der Natur zu überleben, zu jagen, Elemente der Heilkunst, Heilpflanzen kennen und erhält so eine Ausbildung, die ihm die Voraussetzungen zur Aufnahme an die Universität mitgeben. Schließlich der Schicksalschlag durch den Tod der Eltern und der ganzen Schauspieltruppe, weil sie das „falsche Lied“ sangen. Rückzug ins Vergessen, zunächst halb verwildert im Wald, schließlich als Bettler und Dieb in der Stadt. "Erweckt" durch die Geschichte eines fahrenden Geschichtenerzählers, erinnert sich der Protagonist wieder an seine Bestimmung und wird trotz aller Widrigkeiten an der Universität angenommen, schlägt sich mit Geldnot, Missgunst und Ungerechtigkeit herum. Gewinnt Freunde, trifft seine Seelengefährtin und verliert sie doch immer wieder aus den Augen.

Fasziniert bin ich von der Schönheit des Schreibstils, der Sprache von Rothfuss. Gelesen habe ich „Tag 1“ und „Tag 2“ im englischen Original. Wunderschöner, poetischer Text und Wortspiele. Insbesondere wenn einem plötzlich auffällt, dass sich immer wieder mitten im Text das Gelesene reimt (z.B. Gespräche mit Felurian). Ich bin mir sicher, dass ich diesbezüglich längst nicht alle Stellen bemerkt habe. Aber z.B. auch die Bennung des Ortes Newarre: Wenn man liest, dass sich Chronicler auf dem halben Weg nach Newarre befindet (halfway to Newarre) oder Kvothe erzählt, dass die Waystone Inn mitten in Newarre liegt (in the middle of Newarre) und dies laut vor sich hin liest wird Newarre dann zu Nowhere; das Gasthaus mitten im Nirgendwo. Schade, dass man bei der deutschen Übersetzung keinen Weg gefunden hat, dieses entsprechend einzubringen. (Möglich wäre z.B. gewesen Newarre mit Nihrgens oder Nihrgennwo oder ähnliches zu übersetzen. Und das sind nur die spontanen Einfälle inerhalb von einer Minute Nachdenken)

Vieles erschließt sich erst bei einem nochmaligen Lesen beider Bücher, z.B. wenn Kvothes Vater in einem Necklied die Identität von Kvothes Mutter in einem Wortspiel preisgibt, diese wütend darauf reagiert und selbst Kvothe keinen Schimmer hat wieso. (Keine Ahnung, ob und wie das in der deutschen Übersetzung umgesetzt werden konnte). Auch bekommen die zahllos eingestreuten Geschichten und Legenden plötzlich sehr viel mehr Bedeutung und nach und nach verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, wird es immer unklarer auf welcher Seite die Gegenspieler Chandrian und Amyr stehen. So fällt beim re-read eine Parallele zischen Kvothe und Lanre auf, wenn Kvothe mit dem Trauma des grausamen Verlusts der Eltern nur weiter existieren kann, weil er zunächst einmal das Geschehen durch Schlaf und Vergessen und auch der nächsten Stufe, des Verrücktwerdens (zumindest für eine kurze Zeit) verarbeiten kann. Lanres Geschichte dagegen beschreibt, wie er seine Persönlichkeit verliert, er zu Haliax wird, weil ihm die Coping-Möglichkeiten Schlaf, Vergessen, Verrückt werden und sogar der Tod versagt bleiben.

Mehr als einmal wird betont „There is no good story that doesen‘t touch the truth“, aber „You have to be a bit of a liar to tell a story the right way.“(!!!) Und gerade die Rahmengeschichte, v. a. gegen Ende von „Tag 2“ lässt einen dann am Wahrheitsgehalt von Kvothes Darstellung seiner Geschichte zweifeln. Kvothe, ein Held oder doch der Antiheld?

Es ist diese Vielschichtigkeit, die mich fasziniert und weshalb ich die Herausgabe des dritten Bandes „day 3: door of stone“ kaum erwarten kann. So viele offene Handlungsstränge, noch immer ist unklar, wieso sich die Trilogie Kingkiller Chronicles nennt. Welcher König stirbt? Durch wen? Wie kommt Kvothe zur Waystone Inn und was ist seine Agenda? Was ist mit seinen magischen Fähigkeiten, seiner Musik und seiner Kampfkunst? Soviele Fragen und Ungeklärtes. Man kann sich kaum vorstellen, wie Patrick Rothfuss diese alle im dritten und letzten Band aufzulösen vermag.

Doch eines ist sicher, die ganze Schönheit und Komplexität der beiden bisherigen Bände erschloss sich mir erst beim wiederholten Lesen. Vieles, was ich beim ersten Lesen für vielleicht etwas langatmig und überflüssig hielt, bekam beim zweiten Mal Lesen plötzlich Sinn. Kein Wort des Autors ist überflüssig und nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint!
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