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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Untergang eines Imperiums, nach Hollywood Art!
Der Titel übertreibt ein wenig. Zum Zeitpunkt zu dem die Handlung spielt, sollten noch Jahrhunderte vergehen bis das Römische Reich im Westen zumindest untergehen sollte. Zur Zeit des römischen Herrschers Marc Aurel, lädt dieser in seine Alpenfestung Fürsten und Prokonsule aus allen Teilen seines Reiches ein um Ihnen seinen Nachfolger zu...
Veröffentlicht am 1. September 2009 von Ivan

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Anfang vom Ende
Es ist zwar nicht der Untergang des römischen Reiches, den wir hier sehen, sondern eher der Anfang vom Ende. Eine düstere Schau mit viel schwarz, Kälte und Schnee. Ewig lange, prächtige Paraden und Aufmärsche unter Fanfarenklängen sorgen für gedehnte Unterhaltung. Dafür liegen die Dialoge weit über dem sonst üblichen...
Veröffentlicht am 1. Januar 2013 von zopmar


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Untergang eines Imperiums, nach Hollywood Art!, 1. September 2009
Der Titel übertreibt ein wenig. Zum Zeitpunkt zu dem die Handlung spielt, sollten noch Jahrhunderte vergehen bis das Römische Reich im Westen zumindest untergehen sollte. Zur Zeit des römischen Herrschers Marc Aurel, lädt dieser in seine Alpenfestung Fürsten und Prokonsule aus allen Teilen seines Reiches ein um Ihnen seinen Nachfolger zu präsentieren. Dieser soll nicht sein Sohn Commodus werden, sondern der Feldherr Livius. Nach einer Schlacht mit den Barbaren, wird Marc Aurel ermordet und Commodus wird zum Cäsar ausgerufen. Doch Commodus ist größenwahnsinnig ...

Der Film war seinerzeit ein finanzieller Flop und trug wohl auch dazu bei, dass so große Monumentalepen eine Zeit lang nur mehr spärlich und vorsichtig produziert worden sind. Ridley Scotts Gladiator erinnert stark an diesen Klassiker. Der Untergang des römischen Reiches überzeugt weniger mit seinen historisch wenig akkuraten Inhalt, als mehr durch seine prachtvollen Bauten und Ausstattungen. Schön und eindrucksvoll sind die Bilder man zu sehen bekommt von einem Rom wie es sich Hollywood vorstellt. Schlachten, Schwertkämpfe, Wagenrennen etc... tragen noch so einiges an Unterhaltung bei. Ebenfalls überzeugend sind die Darsteller von Sophia Loren, Alec Guinness, Christopher Plummer, James Mason, Omar Sharif und Stephen Boyd. Marc Aurel mit seiner Darstellung des Philosophenkaisers Marc Aurels sticht dabei hervor. Die ohrenbetäubende Musik wurde von Dimitri Tiomkin, der so vielen Klassikern schon den Soundtrack verschaffte, komponiert. Der Regisseur Anthony Mann sollte dem Klassikerfreund auch kein Unbekannter sein. Leider ist trotz toller Dekorationen die Handlung nach der Intermission nicht wirklich packend und es ist schwer einen Sympathieträger auszumachen. Die Gründe für den Untergang Roms sind vielfältig und in dem Film wird versucht einige aufzugreifen und in die Handlung einzuflechten. Sicher eine gute Idee, doch so verliert man als Zuschauer rasch den Überblick. Der Film selbst endet für einen Hollywoodfilm recht untypisch. Detailreiche Massenszenen, monumentale Bauten und eine Sophia Loren in schönen Kostümen entschädigen dafür.

Die Bild- und Tonqualität sind jedenfalls hervorragend. Der Film liegt in der ungeschnitten Fassung (mit Overtüre, Intermission und Exit) vor, daher sind einige Szenen im Originalton mit Untertiteln. Das Bonusmaterial auf den zwei Discs ist sehr umfangreich: Dokumentationen, Audiokommentar (leider ohne Untertitel) etc.... Das Wendecover nicht zu vergessen. Da ist man schon eine Zeit lang beschäftigt, bis man mit allen durch ist. Für Fans von historischen Epen eine glatte Empfehlung.
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56 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der großartige Vorgänger von "Gladiator", 4. September 2002
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches (DVD)
Der britische Althistoriker Anthony Birley schrieb im Vorwort seiner Mark Aurel-Biographie aus dem Jahre 1965: "...Zumindest aber hätte jeder Renaissance-Dramatiker etwas zustande zu bringen vermocht, das dem Geist Mark Aurels eher gerecht geworden wäre als das Machwerk einer Filmgesellschaft im 20. Jahrhundert; auch die untadelige Darstellung, die Sir Alec Guinness als Markus (gemeint ist Mark Aurel) in dem Film DER UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES bot, konnte eine Handlung, die die Geschichte verzerrte und verfälschte, ohne dadurch an dramaturgischer Wirkung zu gewinnen, nicht mehr retten".
Mit diesen wenigen Sätzen aus der Sicht eines versierten Fachmannes wird klar, dass der Film DER UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES, von Anthony Mann im Jahre 1963 in Szene gesetzt, nicht die historische Wirklichkeit widerspiegelt bzw. erzählt. Denn weder wurde Mark Aurel Opfer eines Giftanschlages der Anhänger seines Sohnes Commodus, noch starb Commodus als Kaiser beim Austragen eines öffentlichen Duells. Dennoch ist das 16 Millionen teure Epos nur aus der Sicht des Althistorikers ein "Machmerk". Ich denke, den Machern ging es bei der erzählten Handlung mehr um eine symbolische Auslegung dessen, was den Untergang des römischen Imperiums verursacht hat, als historisch genau zu sein. Die Botschaft ist klar: Ein Reich zerfällt erst dann durch äußere Bedrohungen, wenn es von innen heraus abgewirtschaftet hat. Sicherlich keine intellektuelle hochstehende Botschaft, aber: der Film sollte unterhalten - und das tut er den geneigten Zuschauer ganz gewiss.
Die Riege der Hauptdarsteller ist wirklich beeindruckend: Sophia Loren, Stephen Boyd (der Messalla aus "Ben Hur" ), Sir Alec Guinness als Kaiser Mark Aurel, Christopher Plummer als der dekadente und dem Irrsinn verfallende Commodus, James Mason als gelehrter Grieche und Christ Timonides, der zwischen den Gegensätzen des heidnischen Rom und urchristlichem Gedankengut zu vermitteln sucht. Diese und andere bekannte Darsteller in Nebenrollen (Anthony Quayle, Mel Ferrer, John Ireland, Finley Currey) führen den Zuschauer durch einen farbenprächtigen Bilderbogen, angefüllt mit beeindruckenden Massen- und Kampfszenen. Die Pracht der Kostüme und des aufgebauten Set (der Regisseur ließ u.a. eigens in Spanien das Forum Romanum 1:1 originalgetreu nachbauen!) sind wirklich sehenswert und von allererster Qualität. Natürlich hat ein Film von 172 Minuten auch Längen, doch nimmt man diese gerne in Kauf, zumal wenn man bedenkt, dass hier erstmals die vollständige, ungekürzte Version des Films zu sehen ist (die deutsche Kinofassung ist um ca. 10 Minuten kürzer; die "neuen" Szenen sind deshalb mit deutschen Untertiteln versehen).
Die DVD selbst ist leider nicht so großzügig ausgestattet wie der Film: Sprache deutsch und englisch in Mono; dafür aber immerhin das Bild in Widescreen; das Bonusmaterial bietet Bio- und Filmographien des Regisseurs und der Hauptdarsteller.
Wer dem Genre des Monumentalfilms etwas abgewinnen kann und etwas vom Geiste von "Ben Hur", "Cleopatra", "Spartacus" oder "Quo vadis" sehen und erleben möchte, greife zu dieser DVD. Übrigens: Dieser Film diente dem Drehbuch des Kinokrachers "Gladiator" inhaltlich als Vorbild!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Anfang vom Ende, 1. Januar 2013
Es ist zwar nicht der Untergang des römischen Reiches, den wir hier sehen, sondern eher der Anfang vom Ende. Eine düstere Schau mit viel schwarz, Kälte und Schnee. Ewig lange, prächtige Paraden und Aufmärsche unter Fanfarenklängen sorgen für gedehnte Unterhaltung. Dafür liegen die Dialoge weit über dem sonst üblichen Niveau dieses Genres und die hervorragenden Schauspieler können jeweils einen ausgeprägten Charakter darstellen. Allen voran Christopher Plummer als Commodus. Er gibt den flatterhaften, unreifen Sohn des Marc Aurel (Alec Guinness) und verfällt dem Größenwahn. Sein Rivale ist Livius (Stephen Boyd), der ernsthafte, aufrichtige und von fast allen geliebte Militärtribun. James Mason sorgt als griechischer Philosoph Timonides für geistigen Tiefgang und hält Reden von Frieden und Freiheit (Pax Romana). Alle werden überstrahlt, wenn Lucilla (Sophia Loren) auftritt. In ihrer Person vereinigen sich menschliche Tragik, eine tiefe Liebe zu Livius und das Machtbewusstsein der Kaisertochter. Sie verleiht der Handlung Glanz und verdeckt so manchen Anflug von Pathos. Da ist mehr Pomp als Spannung im Spiel. Der letzte der ‘Big Six‘ der klassischen Sandalenfilme. Insofern ist sein Titel Programm: ein Abgesang. Anthony Mann bemüht sich anfangs um historische Authentizität, verliert sich aber im Verlauf in einer selbst gestrickten Story. Vor allem das Ende bleibt etwas kryptisch. Der tanzende Pöbel symbolisiert das alte Motto ‘Brot und Spiele‘. Heute würden wir sagen ‘Party‘.
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Monumentalfilm mit schlechter Umsetzung, 15. August 2010
Ein sehr aufwendiger Film von 1964 mit schlechter Umsetzung und verlogenen Argumenten!
Auf der Hülle steht "Neue HD-Abtastung von restaurierten Original-Negativen".
Die Wahrheit: Abtastung von einer 35mm-Kinokopie statt vom Ultra-Panavision-Negativ
(65mm) Bildseitenverhältnis 1: 2,76 (Hier CS-Abtastung 1: 2.35) Ein riesiger Teil des Bildes ist rechts und links abgeschnitten! Der Ton war im Kino in 6-Kanal-Magnetton, hier in Lichton-Mono!
Eine Mogelpackung!
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was man aus einem "alten Schinken" alles machen kann !, 29. August 2009
Von 
Udo Hentschel (Essen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Blue-Ray bietet ein sehr scharfes, kontrastreiches und absolut rauschfreies Bild. Natürlich kann man diesen Film nicht mit dem Film "Gladiator" vergleichen, sondern muss ihn in eine Reihe stellen mit Filmen wie "Spartacus" und "Ben Hur". Denn die Filmindustrie bedient sich heute ganz anderer Stilmittel und technischer Möglichkeiten, so dass man den Film heute sicherlich ganz anders produzieren würde.

Von gleich guter Qualität sind auch die am selben Tage erschienen Blu-Rays "El Cid" und "Christopher Columbus". Selbstverständlich ist dies nicht. Leider bin ich in letzter Zeit mehrfach von schlecht produzierten Blue-Rays enttäuscht worden was den Verdacht in mit regt, dass manche Firmen Filme in Blue-Ray umsetzen, obwohl sie von ihrer Qualität her gar nicht die Voraussetzungen mitbringen, um den hohen Qualitätsanforderungen einer Blue-Ray gerecht zu werden.
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3.0 von 5 Sternen Wenig Komödie mit Commodus, 12. Oktober 2014
Von 
Matthias Haas (Sumiswald Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches (DVD)
Im 2. Jahrhundert gemäss unserer Zeitrechnung ist das Römische Reich die Weltmacht schlechthin. Von Italien aus hat man sich nach allen Richtungen so weit ausgedehnt, wie man konnte. Nur in Richtung Norden wollte es immer noch nicht so richtig klappen, die Germanen wehrten sich beständig. Die Donau markierte mehr oder weniger die Nordgrenze des Reiches. An diese begab sich auch das Heer unter dem alt gewordene Imperator Marcus Aurelius (Alec Guiness). Seine Vision ist es, die Germanen ebenfalls ins Römische Reich aufzunehmen. Er will das Römische Reich wachsen und sich konsolidieren sehen und so den alten Traum vom „Römischen Frieden“ wahr werden lassen. Im nördlichen Domizil versammelt sich um Marcus Aurelius mit der Zeit alles, was Rang und Namen hat. Der Militärtribun Livius (Stephen Boyd) trifft ebenfalls ein. Ihm geht es aber nicht nur darum, dem Befehl zu gehorchen und den Cäsar zu ehren, sondern auch die nächste Generation der Kaiserfamilie zu treffen. Dies sind sein alter Freund Commodus (Christopher Plummer) und seine Schwester Lucilla (Sophia Loren), die Geliebte von Livius. Marcus Aurelius hält sehr viel von Livius, er erwägt sogar, ihn als Erben des Kaiserthrons zu bestimmen. Zunächst aber wird eine grosse Parade abgehalten und die Statthalter Roms aus allen Teilen des Reiches werden der Reihe nach begrüsst. Dabei kann sich Marcus Aurelius auf die bewährten Dienste von Timonides (James Mason) verlassen, der ihm die jeweiligen Namen einflüstert und auch sonst ein sehr belesener und geistreicher Mann ist. Andere meinen es nicht so gut mit dem alternden Herrscher. Sie wollen das Ende, das er selbst schon nahen sieht, selber möglichst rasch herbeiführen und so verhindern, dass jemand anderes als Commodus den Thron erbt. Es gelingt den Verschwörern tatsächlich Marcus Aurelius eine tödliche Dosis Gift zu verabreichen. Tochter Lucilla ist in den letzten Momenten bei ihm und mangels Zeugen kann sie nun nicht mehr gültig belegen, dass der Imperator Livius zum Nachfolger bestimmt hat. Also erbt Commodus den Thron und bestimmt Livius zum Anführer aller bewaffneten Streitkräfte. Die aus politischen Gründen aufgegleiste Hochzeit zwischen Lucilla und dem König von Armenien (Omar Sharif) wird abgesagt. So bleibt wenigstens Livius für sie in Reichweite. Den Amtsantritt kann Commodus gleich mit einem Erfolg krönen, denn es gelingt seiner Armee, das Heer der Germanen zu bezwingen. Doch es tun sich bald Gräben auf, denn die eher konsiliante Art der Regierungsführung von Marcus Aurelius will Commodus nicht übernehmen, weil er das als Zeichen der Schwäche deutet. Deshalb hat Timonides auch grosse Mühe, trotz guten Gründen bei ihm und beim Senat darum zu werben, dass die Germanen den Anspruch auf römische Staatsbürgerschaft erhalten. Die absolutistische Haltung von Commodus führt auch zum Streit mit Livius. Die östlichen Provinzen haben mit Hungersnöten zu kämpfen und verlangen Unterstützung aus Rom, ansonsten könnte es sein, dass sie aufbegehren. Doch Commodus nimmt das als Anlass, diese Teile noch mehr zu unterdrücken, und zwar mit seinem Heer. Er versteht wirklich keinen Spass. Timonides, der sich als Friedensaktivist betätigt, wird von kaiserlichen Truppen umgebracht. Damit ist Livius nicht einverstanden. Im Osten kommt es zum aktiven Widerstand. Lucilla, inzwischen wegen ihrer kritischen Haltung nach Armenien abgeschoben, wird in einer Schlacht nach dem Tod des Königs mit knapper Not von Livius gerettet. Sie spannt ihn mit ein, Commodus aktiv herauszufordern. Nun droht den beiden die blutige Rache von Commodus.
Hatten kurz davor Kolossalfilme um Kleopatra und Konsorten dem Römischen Reich noch gehuldigt, wurde unter der Regie von Anthony Mann schon sein Ende zum Thema gemacht. Das hält das Team von "The Fall Of The Roman Empire“ (Paramout Pictures, 1964) nicht davon ab, opulente Kulissen, Kostüme und Szenarien auf die Beine zu stellen. Zu einem anständigen Monumentalfilm gehört aber nicht nur viel Aufwand, sondern auch gutes erzählerisches Gespür. Auch daran fehlt es nicht. Beispielhaft ist eine der frühen Szenen, in der sich Commodus und Livius überschwänglich begrüssen und man als Zuschauer schon weiss, welche Funktionen sie haben. Es ist förmlich absehbar, dass sich die beiden später als Widersacher gegenüber stehen werden. Christopher Plummer und der heute leider nicht mehr so bekannte Stephen Boyd spielen ihre Rollen sehr engagiert. Viel zum positiven ersten Eindruck trägt auch Alec Guiness als Imperator bei (Jahre bevor er es in einem anderen epochalen Werk als Herausforderer eines Imperiums versuchte [Krieg der Sterne], oder bevor er als englischer König mit einer anderen Art der Regierungsführung ein Imperium an die Wand fuhr [Cromwell der Unerbittliche]), der seine Rolle mit der richtigen Mischung aus Dramatik und Verschmitztheit belebt. Die Geschichte um Aufstieg und Fall von Commodus wird hier in den Vordergrund gerückt. Der ganze Untergang Roms hätte den Rahmen dann doch gesprengt. Künstlerisch insgesamt eine reife Leistung, nur die Filmmusik von Dimitri Tiomkin ist hier weniger überzeugend als auch schon, aber vielleicht macht sie das nur noch etwas römischer.
Auf der DVD von e-m-s / Black Hill ist der Film mit einer Laufzeit von 175 Minuten zu sehen (ohne Paramount-Logo). Ein paar eher kurze Szenen, die aber für das Verständnis mitunter wichtig sind, werden mangels Synchronisation im Originalton gezeigt. An diesen Stellen kommen deutsche Untertitel zum Einsatz, die es aber sonst leider zu dem Film nicht gibt, übrigens auch sonst keine Untertitel. Die Tonspuren beschränken sich leider auch nur auf Deutsch und Englisch. Der Film wird im Format 2,35:1 (16:9-anamorph) gezeigt. Das Bild schwankt zwar qualitativ wenig, aber dafür nur auf mittlerem Niveau. Man sieht ihm das Alter gut an, denn es fehlt den Farben an Frische. Der Ton in Mono ist sowohl auf Deutsch wie auch auf Englisch gut verständlich (was sicher bei den fehlenden Untertiteln kein Nachteil ist). Mehr Nachholbedarf gibt es dann wieder bei dem etwas mickrigen Bonusmaterial. Zu sehen gibt es ein paar informative Texttafeln zum Regisseur Anthony Mann und zu den Hauptdarstellern Boyd, Loren, Plummer und Guinness. Dazu gibt noch einen rekonstruierten Trailer auf Deutsch und etwas Programmvorschau. Fazit: ein kolossaler Film auf einer minimalen DVD. Das reicht für drei von fünf gemeisselten Händen und ein nettes Treffen mit dem Integrationsbeauftragten.
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3.0 von 5 Sternen Historisch inspirierter Monumentalfilm mit einem herausragendem Christopher Plummer, 25. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches (DVD)
Der Film handelt von einer fiktiven Geschichte um den römischen Feldherrn Livius, die vom Ende der Herrschaft des römischen Kaisers Marcus Aurelius bis zum Tod seines Sohnes und Nachfolgers Commodus spielt. Da die erzählte Geschichte fiktiv ist, kann man keine historische Authenzität erwarten. Auch viele Kostüme des Films sind bei weitem nicht historisch angemessen dargestellt. Dennoch ist der Film stark von historischen Ereignissen, Anekdoten, Charakterzeichnungen und Interpretationen beeinflusst, die man sowohl in der antiken Geschichtsschreibung als auch in der modernen Geschichtswissenschaft wiederfindet. Sie sind teilweise anders zusammengestellt, verfremdet oder stark verdichtet, geben aber einen recht guten Überblick über die Thematiken der tatsächlichen römischen Geschichte dieser Zeit.

Beispiele: der philosophische Kaiser Marcus Aurelius, der Germanenkrieg, die Debatte um seinen Sohn Commodus als richtige Wahl für die Nachfolge, der Adoptivbruder des Commodus (einer seiner Nachfolger, Septimius Severus, hat sich tatsächlich als sein Adoptivbruder bezeichnet), die Verschwörung von Lucilla, der Schwester des Commodus, die Anekdote, daß Commodus angeblich das Ergebnis einer Affäre seiner Mutter mit einem Gladiator gewesen ist, Commodus' großes Interesse an Gladiatoren, die übertriebene religiöse Selbstinszenierung von Commodus, die Figur des Cleander, die Bedeutung Armeniens und der Parther, die Aufstände während der Herrschaft von Commodus, die Bestechlichkeit der römischen Soldaten, die Ersteigerung des Kaiseramtes durch einen der Nachfolger des Commodus, die Auffassung, daß der Fall und Untergang des römischen Reiches mit dem Ende der Herrschaft Mark Aurels und der Regierung des Commodus begann.

Unter diesem Gesichtspunkt ist der Film ganz gut gelungen und prinzipiell dafür geeignet, Interesse an der römischen Geschichte bei denjenigen zu wecken, die sich noch nicht intensiver mit ihr beschäftigt haben.

Aus der Schauspielerriege überragt die Leistung von Christopher Plummer als Commodus die Leistungen seiner Mitspieler (auch wenn der Charakter des historischen Commodus in der Geschichtsschreibung anders dargestellt wird). Alec Guinnes spielt Mark Aurel angemessen, Sophia Loren als Lucilla und James Mason als Timonides sind etwas blass, Stephen Boyd ist als Livius eher ein schauspielerischer Ausfall.

Der deutsche Titel des Films hätte besser "Der Fall des Römischen Reiches" statt "Der Untergang ..." lauten sollen, weil diese Übersetzung sowohl dem englischen Titel "The Fall ..." als auch dem Filminhalt und seiner Anspielung an Gibbons Geschichtswerk besser gerecht wird.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Livius, if You Listen very Carefully, You Can Hear the Gods Laughing.", 31. Juli 2011
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Und sie werden wohl nicht, so wie im Script vorgesehen, über den von Christopher Plummer gespielten Commodus gelacht haben, sondern eher über Stephen Boyd, dessen Livius noch hölzerner als Pinocchio wirkt.

Anthony Mann hatte sich mit seinem dritten epischen Film "The Fall of the Roman Empire" (1964) die Aufgabe gesetzt, à la Edward Gibbon die Geschichte vom Niedergang eines der größten Reiche der Menschheit filmisch nachzuzeichnen, und bereits die Stimme des Erzählers im Prolog sinniert darüber, daß ein großes Reich wie Rom freilich nicht aus einem einzigen Grunde den Weg alles Irdischen geht, sondern daß hierfür eine Reihe von Faktoren verantwortlich sind. Multikausalität und, damit einhergehend, strukturelle und nicht so sehr von Einzelpersonen abhängige Gegebenheiten sind für den Geschichtswissenschaftler grundlegende Denkkategorien, die sich - wie jeder weiß, außer vielleicht Guido Knopp - nur schwer im Medium Film visualisieren lassen. Deshalb wählte Mann als Ausgangspunkt der von ihm erzählten Geschichte den Tod des Philosophenkaisers Marc Aurel (im Film gespielt von Alec Guinness), der mit der Tradition der Adoptivkaiser brach und statt dessen seinen eigenen Sohn Commodus auf den Thron hob. Im Film allerdings plante Marc Aurel, seinen Adoptivsohn Livius zu seinem Nachfolger zu bestimmen, doch konnte er infolge eines gegen ihn gerichteten Mordkomplotts seinen Plan nicht mehr in die Tat umsetzen.

Commodus - anders als Livius, der sein persönliches Schicksal gegenüber dem Wohl des Imperiums zurückstellt und sogar aus Gründen der Staatsräson auf eine Ehe mit der von ihm geliebten Schwester des Commodus, Lucilla (Sophia Loren), verzichtet - lebt ganz seinen eigenen Bedürfnissen und Eitelkeiten und bricht zunächst einmal mit der maßvollen und auf Friede ausgerichteten Politik seines Vaters, wodurch er schon bald die mächtigen Provinzen im Orient gegen sich aufbringt.

Mein sehr geschätzter Filmfreund Tonio Gas hat bereits eine sehr ausgewogene und kritische Einschätzung dieses Monumentalfilms geschrieben, deren Tenor der ist, daß der Film zu oft die menschlichen Einzelschicksale aus den Augen verliere und sich zu sehr im Monumentalen verzettele, und er führt für diese Sichtweise äußerst überzeugende Beispiele an. Auch Mann-Kennerin Jeanine Basinger geht recht kritisch mit "The Fall of the Roman Empire" ins Gericht. [1] Ich für meinen Teil bin allerdings geneigt, diesen Film weitaus positiver zu sehen, vor allem nachdem ich auf folgenden Ausschnitt eines Interviews gestoßen bin, das der Regisseur mit Christopher Wicking und Barrie Pattison geführt hat: "... he [Commodus] tries to kill his father's image, because this image is greater than his own. This is the story underneath the Oedipus drama. I don't know of any great man who ever had a great son. This must have been a terrible thing for the son - to live with the image of his father, for although this is a love-image, it can also be a hate-image. This theme is recurrent, because it is a very strong one and, consequently, I like it - it reaches to heights and depths beyond more mundane stories." [2]

Man kann sagen, daß Mann die Darstellung des Gegensatzes zwischen Marc Aurel und Commodus wirklich ausgezeichnet gelungen ist, was sicherlich nicht zuletzt daran liegt, daß er mit Alec Guinness und Christopher Plummer zwei hochkarätige Darsteller zur Verfügung hatte. So ist zum einen die Szene, in der Guinness über seinen bevorstehenden Tod nachdenkt - er wähnt sich in den Fängen einer unheilbaren Krankheit und kann doch nicht ahnen, daß der Tod in ganz anderer Gestalt an seine Tür klopfen wird - von solcher intimen Eindringlichkeit - das oft eher schlechte Drehbuch stützt sich hier auf Passagen aus des Kaisers "Selbstbetrachtungen" -, daß selbst Starkomponist Dimitri Tiomkin, der immerhin eine 150minütige Symphonie als Score komponierte, ratlos war, wie er diesen würdevollen Monolog musikalisch untermalen sollte. Auf der anderen Seite brilliert Christopher Plummer als am Rande des Wahnsinns tänzelnder - in einer Szene tänzelt er übrigens buchstäblich über ein Bodenmosaik des italienischen Stiefels, ganz von seiner Macht berauscht - Commodus, dem man sehr deutlich anmerkt, daß hinter dem Gebaren des selbstbewußten Gebieters sein Wissen um die eigene Unzulänglichkeit im Vergleich zum Wirken seines Vaters steht. Dies macht Plummer für mich zum eigentlichen Star dieses Filmes und seine Rolle zur heimlichen Hauptfigur, ganz im Gegensatz zum Commodus des späteren "Gladiator" (2000) von Ridley Scott.

Die Stärke des Mann'schen Schurken, gegenüber dem der positive Held verblaßt - eine Konstellation, die sehr untypisch für Mann ist, in dessen Filmen sich Held und Antiheld doch für gewöhnlich in Sachen Charisma die Waage halten -, ist denn auch dafür verantwortlich, daß der Untergang des Reiches eher als Folge personenbezogener Fehlentscheidungen erscheint, denn schließlich ist es - im Film - der egozentrischen Politik Commodus' zu verdanken, daß die östlichen Provinzen aufbegehren und daß man die den befriedeten Germanen gegebenen Versprechen nicht hält. Nur gegen Ende des Filmes spielt auch die Verführbarkeit der tumben Masse und die allgemeine Korruption und Prinzipienlosigkeit, die dazu führt, daß der Cäsarentitel meistbietend versteigert wird, eine Rolle. Doch wer wirklich etwas über Geschichte lernen will, muß eben zu einschlägiger Literatur greifen; das galt damals wie heute.

Rein künstlerisch hat "The Fall of the Roman Empire" trotz allem viel zu bieten. Es hat ein wahrhaft beeindruckendes Set - zu einer Zeit, in der man Filme noch nicht per Computertechnik aufmotzen konnte - mit bis zu 1.000 Komparsen. Es hat einige sehr gute Darsteller - neben den bereits erwähnten gibt es noch James Mason als maßvoller griechischer Philosoph, Omar Sharif als armenischer Fürst, Anthony Quayle als rechte Hand des Commodus und Mel Ferrer als blinden Intriganten. Es hat beeindruckende Szenen, wie die Totenfeier zu Ehren Marc Aurels im Schnee, das von Stuntman Yakima Canutt inszenierte Wagenrennen, oder die erhitzten Debatten im Senat, und nicht zuletzt den Zweikampf auf Leben und Tod zwischen dem Kaiser und seinem Ziehbruder. Und es hat einen atemberaubenden Score von Dimitri Tiomkin, dessen Verwendung dunkler Orgelmusik sogar das Anschauen von Vorspann, Intermission und Ausgangsmusik gewinnbringend macht.

Hätte Charlton Heston, wie ursprünglich vorgesehen, die Rolle des Livius gespielt, wäre der Film zweifellos noch besser geworden, doch hätte dies nichts an den Gründen geändert, aus denen heraus ich diesem Film die Höchstpunktzahl gebe.

[1] Vgl. hierzu Basinger, Jeanine, Anthony Mann, Middletown, Connecticut 2007, 160-63. Die fehlende Begeisterung für den Film wurde übrigens auch vom Darsteller Alec Guinness geteilt, der beteuerte, nicht mehr als 20 Minuten des Filmes an einem Stück gesehen zu haben.

[2] Die genaue Fundstelle werde ich in einem Kommentar nachreichen.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuauflage des Klassikers mit Stereo-Ton!, 16. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches (DVD)
Anlässlich der von e-m-s vertriebenen Erstauflage dieses Films auf DVD vom 25.07.2002 (bei amazon steht irrtümlich 04.09.2002), habe ich in meiner Rezension vom 04.09.2002 bereits ausführlich über den Film geschrieben.
Bei dieser DVD handelt es sich um die von mcone vertriebene Neuauflage, welche mit einem ansprechenderen Coverbild auftritt. Verbesserungen gegenüber der Erstauflage finden sich meines Erachtens nur beim Ton, der nicht mehr in Mono daherkommt, sondern immerhin in Stereo.
Ein Hinweis noch: Auch diese Neuauflage beinhaltet die ungeschnittene Fassung, weshalb ca. 10 Minuten im englischen Original vorliegen. Bei dem ersten Ausstoß der DVD auf den Markt stand auf einem kleinen schwarzen Aufkleber zu lesen: „Digital remastered". Als ich mir die DVD sofort nach Erscheinen besorgte, musste ich zu meiner Verwunderung und Verärgerung feststellen, dass die 10 Minuten Originalfilm nicht wie bei der Erstauflage mit deutschen Untertiteln versehen waren. Nunmehr gelangte ein Exemplar in meine Finger, das den Aufkleber führte: „Digital remastered, rekonstruierte Fassung, ca. 9 Minunten untertitelt". Offensichtlich wurde hier der Fehler korrigiert, denn die Untertitel sind nun tatsächlich vorhanden.
Bedauerlich allerdings bleibt, dass es Black Hill Pictures als verantwortliches Label nicht geschafft hat, den Film mit dem kompletten Soundtrack (Eröffnungsfanfare, Pausenmusik) zu versehen; zumal dies bei der gleichzeitig erschienenen Neuauflage von „El Cid" und „55 Tage in Peking" der Fall ist.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen THE FALL OF THE ROMAN EMPIRE on BLU-RAY, 30. August 2009
Von 
Gary Vidmar (Colorado Springs) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bronston's last great spectacle gets the blu-ray treatment it deserves, and it's a stunning presentation exhibiting far more clarity than the standard dvd version. The reddish color timing on the standard dvd is corrected on the blu-ray, giving the film the golden hue of the original theatrical exhibition. The DTS soundtrack also surpasses the Dolby version in fidelity, particularly noticeable on the organ notes in Tiomkin's operatic score.

Although the film itself has its share of detractors, it remains an astounding effort of its kind, and features two of the most spectacular set pieces ever created for a film. Like CLEOPATRA before it, it's more literate than the likes of BEN-HUR and THE ROBE, closer in tone to SPARTACUS, but minus the excess melodramatics of that more popular Kubrick effort. FALL remains one of the finest of the 70mm roadshows of the last century, and this Blu-Ray brings it's dynamics closer to home theaters than ever!

Sadly, the dvd is coded for region B only, and a multi-region player is needed for viewing in the US. The film is contained on a single blu-ray disc and starts instantaneously (a superior touch), so a switch to English audio is needed during the overture. There are no subtitles. A ridiculously inappropriate digital copy disc is included, along with a disc containing all the extras on the US Miriam release.

FALL OF THE ROMAN EMPIRE as close to Ultra Panavision as it can get for now!
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