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am 13. Februar 2011
Matthias Reim ist einer der Musiker, die ich heute noch gerne höre und das obwohl ich damit als Schlager Fuzzi verschrien werde. Obwohl für mich Reim nie wirklich in die Schlager Ecke passte. Dazu war er zu kantig, die Texte zu persönlich und intim. Bei Reim durfte Mann auch weinen, er sprach den Männern aus der Seele. Das machte ihn einzigartig. Und jetzt sind wir woanders, in einer anderen Welt. Denn Reim feiert seine Auferstehung und geht nach dem rockigen Männer sind Krieger in eine ganz neue Richtung.

Reim kommt mit diesem Album in der Mainstream Lager Landschaft an. Die Musik pendelt sich irgendwie nie richtig ein, sie bedient sich mehrerer Genres und ist abwechslungsreich gelungen. Auch wenn man bereits bekannte Melodien wiederfindet, wie schon in anderen Rezensionen erwähnt. Aber wie sagt man so schön, besser gut geklaut als schlecht kopiert. Auf der einen Seite ist das Schade, aber auf der anderen hält sich so die Enttäuschung über das Album noch in Grenzen. Eins ist das Ganze aber auf jeden Fall: Massen- und Partytauglich. Und ich glaube das war auch Sinn und Zweck der Sache. In diesem Fall ist es gelungen, irgendwoher muss das Geld ja kommen und mit dieser Schiene kann man ganz leicht viele neue Fans ins Boot holen und vielleicht sogar einen Großteil der alten Fans halten. Ob es gelingen wird, wird sich erst beim nächsten Album zeigen.

Die Texte haben mich ein wenig schockiert. Hier bricht der Schlagerkitsch regelrecht herraus, alles wirkt so toll und schön. Es wird geschnülzt, gesülzt und hart an der Schmerzgrenze getextet das es mir die Zehennägel hochzog. Vorbei sind die Machotexte, die ehrlichen Texte mit persönlicher Note. Alles wirkt aufgesetzt, hundertmal gesagt und ehrlich gesagt plump. Es fehlt das alte Feuer, die alte Energie. Hier schwächelt das Album an wirklich jedem Song. Doch das ist der Preis, so passen sich die komplikationslosen Texte prima in die Musik ein und halten alles auf einem Party- und Massentauglichem Level. Komisch, früher ist es Reim auch gelungen mit anspruchsvolleren Texten massentauglich zu sein. Hm,das gibt zu denken. Aber vielleicht zwingt einen das Alter auch sich anzupassen.

Sieben Leben ist ein Neubeginn, ein Aufbruch von Reim zu neuen Ufern. Die eine werden es hassen, die anderen lieben. Ich gebe trotz meiner ziemlich negativen Kritik 3 Sterne, da nicht alles schlecht ist. Wenn man dem Mainstream Schlager etwas abgewinnen kann hat das Album durchaus seine Stärken, alte Reim Fans jedoch werden bitter enttäuscht sein und sich abwenden oder hoffen das es mit dem nächsten Album wieder besser wird. Am besten Probehören und dann zuschlagen oder eben nicht.
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am 31. Oktober 2010
Nach über 3 Jahren Wartezeit auf ein neues Album hat Matthias mich nicht enttäuscht. Zum Glück ist das neue Album nicht mehr so rockig wie das letzte, aber dadurch das die Band alles eingespielt hat finde ich wirkt ein großteil des Albums nicht zu sehr Schlagerlastig. Ich habe nichts gegen rockige Reim Alben (reim3 ist mein Lieblingsalbum), aber das letzte war irgendwie vom Sound her komisch. Aber zurück zum neuen Album

Sieben Leben der Opener des Album passt perfekt , ich persönlich hätte mir aber auch ein 7 Leben Reprise am Ende gewünscht, dies hätte das Album perfekt abgerundet.

Zu Lied 2 Du bist mein Glück. Diesen halte ich für den massentauglichsten des Albums, am Anfang bin ich bei diesem Lied immer unweigerlich über Nic P und Einen Stern gestolpert, Du bist mein Glück erinnert mich irgendwie daran. Natürlich sind die Akkorde exakt wie bei Verdammt ich lieb dich. Matze sagte im Interview nach 20 Jahren darf er das mal machen ich stelle mir die Frage gabs da nicht vor 10 Jahren Verdammt ich lieb dich immer noch mit den selben Akkorden, von den ganzen Verdammt Neuaufnahmen möchte ich gar nicht erst schreiben. Aber um neue Fans zu gewinnen ist der Song wohl optimal.

Danach folgt mit Ich lieb nur dich die erste Ballade. Irgendwie Rockn Roll (aus dem Morgenrot Album) Part 3. Die Neuauflage des Träumers passt perfekt zu Matze und könnte so nie von einem anderen Sänger gesungen werden Also trotz Melodiewiederverwertung ein klasse Song.

Das anschließende Deine Liebe erinnert im Refrain unweigerlich an Sieben Sünden. Das tolle an diesem Lied ist, dass sich hier zum erstenmal das Reimsche Hörvergnügen einstellt (Das Lied wird bei jedem Hören besser) Fazit: kraftvoller Song perfekt
Du bleibst ist wieder eine Ballade und wohl der stärkste Song des Albums. So ein tolles Lied habe ich lange nicht gehört. Einfach klasse.

Nie mehr ohne Engel heißt es danach. Ein gut produzierter Tanzbarer Song. Für meinen Geschmack ein bisschen zu sauber produziert.

Mit Warum so erwartet den Hörer dann wieder ein Rockallade. Typischer Reim Text, schön dass man hier mal wieder die Mundharmonika hören darf. Bei diesem Lied kommt die Begleitung der Band sehr gut rüber. Das hat fast schon Live Feeling.

Danach folgt das Duett mit Bonnie Tyler. Die wilden Tränen ein schöner Song, super produziert. Einzig Bonnie Tylers Stimme klingt irgendwie stellenweise Alt. (sorry). Diesen Song hätte Matze eigentlich auch alleine Singen können.

Dann geht es wieder zur Sache. Mind. die nächsten 10 Jahre möchte Matze Das ist die Hölle auf seinen Konzerten spielen zu recht. Nach öfteren hören viel stärker als das spanische Original.

Mit Egal, was kommt befindet sich wieder einmal ein ernster Song auf der Platte. Meiner Meinung der schwächste Song der Platte. Das Lied Plätschert so vor sich hin.

Du und ich ist das Duet mit Azuquita. Dieser hat Du und ich schon vor einigen Jahren auf seinem Album im Duett mit einer spanischen Sängerin veröffentlicht. Die Deutsch-spanische Version ist ähnlich, aber ein bisschen fetziger. Ein wirklich schönes Lied.

Rücksichtslos verliebt leitet den Schlußteil des Albums ein. Irgendwie wirkt es auf mich als ob man die Letzten beiden Titel als Albumfüller genutzt hat. Der Refrain ist gut, aber die Strophen finde ich komisch. Sauch wird dieses Lied nach öfteren hören noch nicht wirklich besser.

Zum Abschluss folgt mit Ich glaub an Engel noch eine Ballade. Textlich nicht ganz vom Sinn ersichtlich. Als Schlusssong aber durchaus geeignet.

Das Fazit des Albums fällt zum Großteil positiv aus. Die ersten Lieder sind ganz klar die besseren. Nach du bleibst kann das Album die fantastische Anfangsqualität leider nicht ganz halten. Deshalb gibts von mir nur 4 Sterne. Das neue reim Album liegt damit hinter den Alben reim3 und Morgenrot ganz knapp vor Unverwundbar und Zauberland auf Platz 3
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am 30. Dezember 2011
eine sehr gute cd. Da merkt man schon dass es dem interpreten wieder finanziell gutgeht, er hört sich so befreit an und die tollen songs nehmen einen mit auf eine wunderbare reise zu sich selbst.
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am 24. August 2011
Der einzige Titel der mir,persönlich,.. NICHT.... gefällt ist das Duett mit Bonnie Tyler,die Schreierei mag ich nicht,aber über Geschmack kann man/frau bekanntlich nicht streiten!Absoluter Favorit ist....Du bist mein Glück......und der Rest ist auch nicht schlecht,wie immer im Leben...man/frau mag ihn oder nicht!
Bei Matze geht es ja immer um Chaos,in der Liebe und im Leben und überhaupt,Beziehungen und ALLES was sich daraus so ergeben kann,mal laut und mal leise!!Man weiß ja,dass er selber so manches davon erlebt hat....das macht ihn für mich glaubwürdig,hat bei ihm ja auch so seine Spuren im Gesicht hinterlassen......um das mal so, poetisch,zu umschreiben....er is schon ein ganz schöner Haudegen???....gefällt mir sehr!!!!!
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am 27. Januar 2013
Das ist meine Lieblings-CD vom M. Reim.
Alle Lieder gefallen mir sehr. Kann man tausendmal hören.
Danke für die Empfehlung.
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am 2. Oktober 2011
Hab mir mit dem neuen auch ein paar alte Alben von Matze gekauft. Und bei Reim und Reim 2 gibt es tatsächlich keinen einzigen Titel an den ich nicht ungehauer intensive Erinnerungen habe. Darum höre ich diese "geREIMten Klassiker" auch unheimlich gern - immer und immer wieder.
Und so denke ich, wenn ich mir und den neuen Matze-Songs ein wenig Zeit lasse zum Einwirken auf mich und meine jeweilige Stimmungslage, dann werden auch daraus wieder echte Klassiker werden - ein Hörgenuß, der wie ein guter Wein mit der Zeit immer besser und intensiver wird! In diesem Sinne: Sehr zum Wohl!
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am 1. November 2010
Das neue Album von Matthias Reim wurde als das beste seiner Karriere angepriesen. Dem kann ich jedoch keinesfalls zustimmen. Er "driftet" meinem Empfinden nach mehr und mehr in die Ecke des "Normalo-Schlagers" ab. Vieles hat man schon tausendfach gehört und ist im Bezug auf das Genre massentauglich. Überraschungen gibt es wenige. Alte Reim-Titel wurden hier und da schlicht neu verpackt. Vieles wirkt aufgesetzt und wenig innovativ. Meine Kritik im Einzelnen:

Der tragende Rhythmus - sprich die Musik - von "Du bist mein Glück" ist nahezu 1:1 von "Verdammt, ich lieb' dich" kopiert. Nach "Verdammt, ich lieb' dich...immer noch" schon der dritte nahezu deckungsgleiche Song. Die Textzeile "Du schlägst wie ne Bombe in mein Leben" (Song von 1991) trägt das Übrige zum faden Beigeschmack bei.

Das Duett mit Bonny Tyler - "Die Wilden Tränen" - erinnert im Refrain an "Sag mir, dass es wahr ist" mit Annie Moore. "Nie mehr ohne Engel" hat den wenig innovativen und anspruchslosen 08-15-Foxtrott-Schlagerbeat. "Du und ich" mit Azuquita hat den bekannten spanischen Hitmix-No Mercy-Rhythmus, den wir schon von "Te Quiero A Veces" (der spanischen Version von "Verdammt, ich lieb' dich") kennen.

Der Aufbau/die Melodie des Refrains von "Ich lieb nur dich" kennt man von "Rock'N'Roll" und "Träumer". Auch hier wurde die gleiche Idee mittlerweile 3x verwendet. Zudem: Nach "Verdammt, ich lieb' dich", "Verdammt, ich lieb' dich...immer noch", "Ich liebe dich", "Du liebst mich (nicht)" und "Ich bin nicht verliebt" reicht es eigentlich langsam mit dem scheinbar immergleichen Songtitel. Doch hier bekommen wir eine 6. Variante geboten.

Die fehlende Originalität der Titelwahl fällt auch an anderer Seite auf. Nach "Wahre Engel" heißt es diesmal "Nie mehr ohne Engel" und "Ich glaub an Engel". 1991 fragte Matze noch "Warum". Aktuell heißt es "Warum so". Nach "Bleib noch hier" und "Bleib doch" bekommt man diesmal "Du bleibst" geboten.

Die Machotexte, die sich um Bier und Zigaretten drehen, sind auch wieder dabei: "Ich hab versucht, dich wegzusaufen, ich kann auch eigentlich nichts mehr rauchen" und "Möchst' noch'n Bier, tut mir so leid" sind diesmal zu hören.

Musikalisch wirklich neue Reim-Highlights sind für mich lediglich "Deine Liebe", "Warum so" und "Das ist die Hölle". Der Rest ist entweder nur neu verpackt (wie erläutert) oder zu bieder und nicht erwähnenswert.

Matthias Reim war in den 90ern für mich einer der größten deutschen Musikkünstler. In die Schublade des Schlagers konnte man ihn zu dieser Zeit nicht einfach so stecken. Seine ersten Alben wie "Reim", "Reim 2", "Sabotage" und auch "Zauberland" sind für mich auch heute noch herausragende Scheiben auf hohem Niveau. Einheitsbrei fand man damals selten. Jeder Titel hatte seine Berechtigung und die Bezeichnung "Kunst" (von Künstler) auch wirklich verdient. Dies hat sich seit dem neuen Jahrtausend geändert. Seither bekam man mehr und mehr Mainstream-Schlager geboten. Rockigere, charakterstarke und einzigartige Songs, die mit deutschen Größen wie Lindenberg oder Westernhagen mithalten konnten, fand und findet man in den letzten Jahren nur noch selten bis gar nicht. Das Traurige: Die Verkaufszahlen gingen wieder bergauf, da der angesprochene massentaugliche Schlager leider eine Vielzahl anspricht. Und an dieser konventiellen, austauschbaren Musik orientiert sich der alternde Reim vermehrt, was auch irgendwo nachzuvollziehen ist. So bleibt mir als Fan der ersten Stunde nichts weiter, als mich an seinen alten Werken zu erfreuen und das "Sammeln" beim nächsten Album vielleicht mal einzustellen.
22 Kommentare10 von 15 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2012
Hallo,
Ich habe das Albm "Sieben Leben" Fan-Edition in der Erstausgabe, jetzt habe ich aber gesehen das es davon eine Neuauflage gibt, und ich frage mich was ist hier anders als in der Ersatauflage von 2010? ich war am Samstag, 21.07.2012 beim Live Konzert in Rathenow und ich muss sagen Matthias Reim war Sensationell gut.
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am 30. Oktober 2010
Mittlerweile sind es nun schon neunzehn Jahre her, seit ich Fan von ihm bin. Es gab up an downs, so wie bei jedem Artist einmal, aber es gab auch immer wieder Höhepunkte. So war dies zuletzt "Unverwundbar". Bei "Männer sind Krieger" war es wieder etwas anderes, doch das neue Album ist für mich irgendwie enttäuschend. Das Matthias Reim Schlager macht, ist mir durchaus klar, aber mit diesem Album driftet er mir doch zu sehr in diese Szene ab, weshalb ich da keine volle Punktzahl geben kann.

Highlights sind für mich "Du bist mein Glück", "Das ist die Hölle", "Rücksichtslos verliebt" und "Wilde Tränen". Damit sind es immerhin vier gute Songs, so wenig wie seit "Wolkenreiter" nicht mehr.

Also Matze, das nächste mal bitte wieder mehr Gitarren und weniger 08/15 Schlager.
33 Kommentare8 von 12 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2013
Matthias Reim wie ich ihn mag. Alle Lieder sind auf ihre Weise sehr gut, manche zum nachdenken, andere zum träumen. In allen Liedern kann man sich wieder finden, weil man das Gefühl hat, man weiß genau wovon er da singt.
Besonderes Gänsehaut-Feeling kommt bei mir bei dem Duett mit Bonnie Tyler auf. Einfach genial!
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