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3,7 von 5 Sternen
Kill To Get Crimson
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. September 2007
Man kann Mark Knopfler und seine Musik mögen oder nicht. Zu bestreiten, dass er ein erstklassiger Gitarrist ist, der mit Dire Straits und solo einige musikalisch wichtige und einflussreiche Alben abgeliefert hat, weist den Schreiber solcher Zeilen nicht eben als Musikexperten aus oder auch nur als einen ernstzunehmenden Kritiker.

Kill To Get Crimson kommt ungeheuer entspannt daher und versprüht vielleicht nicht gerade jede Menge Esprit, aber doch so etwas wie Weisheit, Selbstbewusstsein und Rückbesinnung auf das, was wirklich zählt. Für Mark Knopfler sind das folklastige Wurzeln, Themen und Instrumentierungen -- nicht ohne gelegentlich den typischen Sound seiner Strat durchklingen zu lassen. Die Zeit der flotten Up-Tempo-Stücke scheint ebenso Vergangenheit zu sein wie lange, epische Werke wie meinetwegen Telegraph Road oder Brothers In Arms. Man hört diesem Album an, dass sich ein paar gute Freunde auf ein Tässchen Tee im Studio getroffen haben, um locker an ein paar Songs und Sounds zu tüfteln.

Herausgekommen ist eine CD, die man am besten nebenbei hören kann, während man vielleicht etwas liest oder in einen Septemberhimmel schaut. Ich höre sie gern bei der Arbeit, und es gibt wenig, was von meiner Tätigkeit groß ablenkt.

Insgesamt habe ich nicht das Gefühl, man müsse nun die Musikgeschichte neu schreiben. Kill To Get Crimson wird bestimmt keinen Platz auf einer meiner Lieblingslisten einnehmen, das Album ist weit davon entfernt, an Knopflers bessere Werke heranzureichen. Aber es ist eine CD, die auf mich wirkt wie Knopfler selbst: sympathisch und in Würde gealtert.

Die beiliegende DVD finde ich etwas enttäuschend. Eigentlich ist nicht viel mehr drauf als ein etwas längeres Interview mit eingestreuten Statements seiner Mitmusiker und Bildern aus der Fotosession für das CD-Booklet. Wer also die Version ohne DVD kauft, verpasst nichts substantielles.
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. September 2007
"Es ist ein typisches Mark Knopfler Album" (M. Knopfler) Diese Beschreibung des Musiker selbst trifft die Sache sehr genau. Den seit STP eingeschlagenen Weg verlässt er nicht mehr. Zwar hat er sich an der jüngsten Weggabelung für die Richtung "Folk" entschieden, trotzdem reiht sich das Album nahtlos an die Vorgänger an. Kommerz ist hier nicht zu finden. Die Songs sind durchgängig nicht radiotauglich (und ich bin davon überzeugt, dass sie es wären, wenn Knopfler das wollte). Mir persönlich gefällt es, ich mag die Folk-Attitüde, mir gefällt die neue Instrumentierung (Fiddel, Akkordeon, Blasinstrumente). Die Ausgeglichenheit die das Album versprüht legt sich wie ein Balsam auf die Seele. Das erwarte ich von einem aktuellen Mark Knopfler Album, und diese Erwartung sehe ich zu 100% erfüllt. Überraschend viele Titel sind im 6/8 Rhythmus, was auch bei relativ langsamen Tempo für eine gewisse Beschwingtheit sorgt. Die Produktion der CD ist, wie nicht anders zu erwarten, erstklassig. Ich habe noch nie vorher eine solch präzise und transparente Klanglandschaft erlebt. Das Album kann man am besten über Kopfhörer genießen, und dabei in seine eigene Traumwelt gleiten.
Meine Anspieltipps: "Heart full of holes", "Punish the monkey", "Let it go" & "In the sky"

Fazit:
Das vorliegende Album "Kill to get crimson" hat mit Mark Knopflers dire straits - Vergangenheit nichts mehr zu tun. Wer einen Aufguss von Money for Nothing oder Walk of life sucht, ist sicherlich besser beraten sich eine der Compilation-CDs zuzulegen. Wer allerdings ein außergewöhnliches Album aus einem Guss erleben möchte sollte hier zugreifen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 2007
Lieder zum träumen und zum relaxen, dass ist mittlerweile die Gangart von Mark Knopfler. Diese Musik ist so beruhigend, dass sogar mein Enkel (6 Monate alt) wunderbar dazu schlummern kann. Deshalb sollten sich alle Kritiker des neuen Mark Knopfler endlich eingestehen : Die Dire Straits sind in den ewigen Jagdgründen verschwunden, auch wenn Mark ab und zu die alten Zeiten mal durchklingen lässt. Auch ich bin nach wie vor ein Fan der verflossenen Straits und trauere den alten Zeiten sehr nach. Wir müssen aber dankbar sein dass Mark seine Gitarren nicht ganz in die Ecke gestellt hat und uns weiter mit seiner Musik beglückt.Viele Genie's haben diesen Weg schon gewählt. Man denke nur an Ritchie Blackmoore, als er Deep Purple verlies und auf einen völlig neuen Trip ging und damit auch mehr als erfolgreich ist. Also ihr Dire Straits Fan's da draußen, lebt von den schönen Erinnerungen und freundet Euch mit der Solokarriere von Mark Knopfler so gut an wie ich es tat, geniest die herrliche Musik und lasst uns damit alt werden.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. September 2007
Nach seinem letzten - nach meiner Meinung bestem Album - "Shangri -La" präsentiert Mark Knopfler ein neues Meisterwerk, dass sich aber ehrlicherweise erst nach mehrmaligen Hören zu einem dann aber wirklichen Highlight entwickelt. Auch wenn die Platte insgesamt ein wenig ruhiger als Shangri-La geworden ist, wirkt sein Gitarrenspiel noch virtuoser, seine Stimme noch intimer und seine Kompositionen noch eindrucksvoller und einmaliger.
Wenn man die Bonus-DVD (ist komplett auf englisch) anschaut, lernt man sehr viel über das neue Album und die Intention von Mark Knopfler. Zum perfekten Verständnis ist es für den Fan unverzichtbar.
Wir können uns jetzt schon auf die kommenden Tour 2008 freuen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das ist die für mich wichtigste Aussage, die er auf der Bonus-DVD spricht. Und das Schönste ist: er spielt auch genau, was ICH will! Nämlich musikalisch hochwertige, harmonische, sanfte Melodien auf hohem arrangementmäßigen Niveau. Schon nach einer Minute des Openers "True love will never fade" war ich glücklich, das neue Album zu haben. Es ist durchweg ruhig und hat mich endgültig davon überzeugt, dass Knopfler die Dire Straits-Kumpanen nie nötig hatte, denn seit er auf Solopfaden wandelt, ist er besser und reifer denn je.
Mark reiht auf seinen Alben eine Perle nach der anderen auf, wie ein Kind auf einer Schnur. 12 neue Perlen enthält "Kill to get Crimson" - jede einzelne lohnt das Geld. Danke,Mark Knopfler, dass es noch echte Musiker gibt, mit Knowhow,Seele und Intellekt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2008
Wer in Mark Knopfler ausschließlich den Ausnahmegitarristen und den technischen Halbgott sieht, der könnte vielleicht enttäuscht sein. Sultans of Swing und Calling Elvis wird man auf dieser CD vergeblich suchen - hierfür seien die Dire Straits Alben empfohlen.

Wer aber empfänglich für Melodien ist, wer bereit ist, Texte verstehen zu wollen, wer zuhört, der wird dieses Album lieben. Im Gegensatz zu all den anderen Virtuosen und all den "Gitarrengöttern" versteht es Mark Knopfler, sein Können dafür zu verwenden, dem Song dienlich zu sein. Hier ist kein Gefrickel als Selbstzweck, keine technische Leistungsschau zu hören, sondern harmonisch aufgebaute, passende Arrangements, die auch einmal einer Flöte ein Solo zugestehen.

- True Love will never fade
ein einfacher, schöner Song mit einer bezaubernden Melodie und sehr gefühlvoller Instrumentierung

- The Scaffolder's Wife
ein tiefgehendes Lied über Oberflächlichkeit mit flötenlastigen Riffs, toll arrangiert

- The Fizzy and the Still
Stratocaster: nicht wild aber auf den Punkt.
ein sehr ruhiges Lied, das vielleicht ein Bisschen dahinplätschert und eine Melodie hat, die "Männern" zu zart klingen könnte - mein Mann liebt es trotzdem

- Heart full of Holes
es geht los mit einer wundervollen Akkordauflösung auf der Vollmetalldobro und steht damit in der Tradition von Romeo and Juliet. Später steigert sich das Ganze in Akkordeonschwällen und kling dann sanft wieder ab.

- We can get wild
klingt irgendwie nach Mitternacht, ruhig, sphärisch und Hammondorgel/Stratocasterlastig

- Secondary Waltz
mein Favorit auf dem Album: ein typischer Americana-Walzer, in dem er davon erzählt, wie ein Ex-Soldat Kindern Tanzunterricht gibt. Hier kommt die Stimme aus Ragpicker's Dream wieder voll zur Geltung

- Punish the Monkey
Da ist wieder diese wirkungsvolle Gitarre, die dem Song dient, nicht dem Image

- Let it all go
hier erkennt man Mark's schottische Einflüsse, die modernisiert aufgearbeitet sind und wundervoll klingen

- Behind with the Rent
Hammondorgel, Stratocaster, diese Stimme und viel Gefühl.
Auch wieder ein mehr oder weniger dahinplätschernes Lied, das erst beim zweiten, dritten Hören seinen Charme entfaltet

- the Fish and the Bird
National Guitar, Strat und eine hymnenartige Melodie, die klingt, als stünde er in Schottland in den Highlands und sänge. Wahnsinnig ergreifend! Kein Vergleich mit dem Genuschel in Money for Nothing, dafür ohne Les Paul

- Madame Geneva's
eine mittelalterliche Melodie, die aber irgendwie etwas tiefer geht als Blackmore's Night.

- In the Sky
mir ist nicht klar, ob die Gitarre seine National oder die Martin ist, aber eben ein akustisches Instrument, in das sich später ein Klavier und dann die Band (und sogar Bläser) mischen.
Eine Melodie, die unvergleichlich ist und ein Text, der daran erinnert, dass Mark Knopfler eigentlich Englischlehrer ist.

Also: wer Melodien liebt ist hier richtig. Wen nur die gitarrentechnische Seite von Mark Knopfler interessiert, der könnte enttäuscht werden.

Aber Clapton, Satriani, Vai und ihre ganzen Kollegen bleiben ja glücklicherweise dabei, nur für Gitarristen Musik zu machen...

Mark Knopfler ist für alle anderen da.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Kaum zu glauben, aber hier ist ein Knopfler-Album fast ohne Einflüsse aus der Country-Ecke! Und endlich ein Knopfler-Album fast ohne halbherzige, durchschnittliche und langweilige Songs!

Dies ist ein Mann, der auf die 60 zugeht und anscheinend in Frieden mit sich und der Welt lebt, die ihn umgibt. Und das hört man. In seiner eigenen Art ist dieser Silberling daher mit David Gilmours friedvollem letzten Album ON AN ISLAND vergleichbar.

Dies ist eine sehr feine, stille, angenehm melancholische Platte, der man zu jeder Zeit gerne lauscht: allein und in Gedanken, während der Arbeit oder wenn man mit Menschen zusammen sitzt, die man mag.

"We Can Get Wild", "Punish the Monkey" und "Let It All Go" sind für mich heute bereits Knopfler-Klassiker, und die meisten anderen Titel werden es wahrscheinlich irgendwann werden.

Wunderbar!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. September 2007
Nach Anhören der 30-Sekunden-Schnipsel vorweg war ich enttäuscht. Schlich doch "Shangri-La" schon etwas sehr dahin, wirkte dieses Album wie ein Sedativum. Als ich dann alles komplett hörte, dachte ich schon: nicht schlecht! Und mittlerweile liebe ich diese Platte. Die vorigen Werke beinhalteten immer herausragende Titel (z.B. What It Is), boten aber auch stets viel Füllmaterial. Auf Kill To Get Crimson fehlen die radiotauglichen Hits, dafür ist aber alles sehr rund und aus einem Guss. Traditionelle Instrumente wie z.B. die Zither setzen neue Akzente und auch Chris White mit Querflöte und Saxophon sorgt für ein paar Farbtupfer. Es ist ein wunderbar warmherziges Album entstanden, dass auch im Arrangement seine Vorgänger um Längen übertrifft. Songs wie True Love Will Never Fade oder Secondary Waltz sind mir allerdings etwas zu simpel geraten und hätten nach meinem Geschmack ihren Platz als B-Seite verdient. Einen Stern Abzug gibt es, weil ich zumindest ein paar etwas schnellere Stücke zwischendurch für den Spannungsbogen gewünscht hätte. Meine Favoriten sind: The Scaffolder's Wife (vielleicht sein untypischster Song?), Madame Geneva's und das elegische In The Sky.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2007
Ich bin seit 1978 glühender DIRE STRAITS Bewunderer und habe sowohl die Band als auch Mark Knopfler solo
mehr als zehn mal live gesehen und gehört.

Die sehr unterschiedlichen Kritiken zum neuen Album kann ich sehr gut verstehen,treffen hier doch wieder einmal
zwei Generationen an Musikliebhabern aufeinander: Wer Anfang der achziger Jahre der Dire Straits Musik verfallen war,
will auch heute immer nur das eine: Mark Knopfler's geniales, unnachahmliches Gitarrenspiel hören, eingebettet in einen
rockigen Hintergrund und seine - inzwischen wesentlich glattere und gereifte- Nuschelstimme.

Kann man uns 'Alten' das verübeln ?

Wer allerdings mit Ragpicker's Dream, Shangri La und ähnlichen Langeweilern glücklich zu machen ist, dem sei das ohne Häme vergönnt..

Sicherlich hat sich MK musikalisch erheblich weiterentwickelt, für uns 'Eingefleischte' aber leider in die 'falsche' Richtung.

Aber wartet einmal zwei Jahre ab: Ich bin mir sicher, der stellt seine Stratocaster noch nicht in den Schrank, denn das er es noch
drauf hat, bewies er sehr eindrucksvoll auf der CD mit Emmilou Harris. Schaut Euch die DVD davon an, nudelt weiter eure alten Schätze
ab wie 'LIVE MIT ERIC CLAPTON IN WEMBLEY' oder die 13 - Minuten - Version von 'SULTANS OF SWING' und träumt von 'besseren' Zeiten...

Die Frage, warum die EAGLES mit ihrem neuen Album 'THE LONG ROAD OUT OF EDEN' so einen riesigen Erfolg verbuchen,
ist damit fast schon beantwortet: Das klingt genau so wie vor 25 Jahren....
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2007
Er hat wieder zugeschlagen!
Nach seinem letztem Solo-Album 2004 "Shangri-La", hat der Altmeister der Gitarre wieder ein Album herausgebracht.

Nachdem sein letztes Solo-Album schon von Melancholie in Langeweile abzudriften drohte hat sich Mark Knopfler nun wieder etwas zusammen genommen und ein wunderschönes, warmherziges Album aufgenommen!

Schon der erste Track (True love will never fade) überzeugt durch klare Harmonien und wunderschönen Melodieführungen!
Alle Songs des Albums sind zwar recht ruhig gehalten, glänzen aber durch schöne Melodien und Harmonien, die auch dieses mal nicht langweilig werden.
Auch die Instrumentierung ist zu wähnen, denn diese ist ausgesprochen abwechslungsreich mit Flöte, Fiddle, Violine, Saxophone und Trompete und sorgt für eine schöne Klangfarbe.
Natürlich wird der eine oder andere Hörer der noch Songs aus alter Dire Straits Zeit im Kopf hat und so etwas erwartet arg enttäuscht, denn Mark Knopfler macht nun mal jetzt andere Musik.

Fazit:
Ein sehr schönes, rundes Album, welches in Mark Knopflers Solo-Alben Entwicklung meiner Meinug nach auf jeden Fall ganz hoch zu bewerten ist, da es mal wieder beweist, dass Mark Knoplfer nicht verlernt hat wie man schöne und einzigartige Songs schreibt.

Anspieltipp:
Punish the monkey, meiner meinung nach der beste titel!
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