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am 27. November 2010
Zuerst einmal eines vorweg: GT5 ist gut. Die Erwartungen daran waren ja astronomisch, mich wundert es wenig, dass jetzt viele davon enttäuscht sind, denn die von Polyphony kochen ja auch nur mit Wasser. Obwohl ich mir dessen bewusst war, wurde auch ich enttäuscht. Ich versuche aber jetzt hier eine möglichst objektive Beurteilung zu verfassen, da es eben schon viele durch Frust motivierte schlechte Beurteilungen gibt. Das hat GT5 aber m.E. nicht verdient.

Zu meinen Erwartungen: Ich besitze ebenfalls eine XBOX360 mit Forza 3, was mir auch gut gefällt. Daher werde ich diesen Titel öfters für Vergleiche heranziehen, da es m.E. der direkte Konkurrent von GT5 ist. Ich dachte mir, wenn GT5 so ähnlich wird wie Forza 3, nur mit besserem Multiplayer, dann bin ich voll zufrieden. Diese doch recht realistische Erwartungshaltung war aber anscheinend schon zu hoch.

Hierzu eine Erklärung: ich dachte der MP von GT5 wird so, wie er in GT5P war. Gezielte Rennveranstaltungen für Anfänger, Semis und Profis. Das hatte ich nämlich bei Forza vermisst, da es hier viel zu chaotisch abläuft und eigentlich keine Möglichkeit für Fahrer gibt, ohne Fahrhilfen konkurrenzfähig zu sein, außer man erstellt selbst ein Spiel.

Bei GT5 ist das aber noch schlimmer. Es gibt keine Veranstaltungen mehr, sondern nur noch von Spielern erstellte Rennen, die man nicht ausreichend Filtern kann. Nur "Rutsch-Stopp" kann man ausfiltern, was aber viel zu wenig ist. So hat man wieder einen Haufen Rennen, in denen alles erlaubt ist, wo wieder jede Menge Spaßtröten ihr Unwesen treiben und einem von der Strecke schieben. Soviel ich weiß, kann man zwar Strafen aktivieren, das macht aber keiner. Auch der heute erschienene Patch korrigierte das nicht.

Hier komm ich gleich zum nächsten Kritikpunkt: es gibt keine Fahrzeugklassen und Leistungspunkte wie in Forza und zwar im MP wie auch im SP. Das bedeutet einerseits, das man im MP nur mit den leistungsstärksten Autos konkurrenzfähig ist und andererseits im SP, dass man nie genau weiß, ob man jetzt ein zu den Gegnern vergleichbares Fahrzeug hat. Man kann also auch Anfängerrennen mit einem leistungsstarken Auto bestreiten, mit dem man gleich alle überrundet.

Was mich besonders erschrocken hat, ist die geringe Weiterentwicklung seit GT5P. Wo ist die lange Entwicklungszeit hingekommen? Der größte Teil des Spielinhalts stammt noch von GT4. Das betrifft einmal ca. 80% der Fahrzeuge, die einfach aus GT4 übernommen wurden und auch so aussehen: ohne Cockpit, wenige Details, kein Schaden, ein riesiger Kontrast zu den wirklich gelungenen Premiumfahrzeugen. Auch einige Strecken stammen direkt von GT4 und sehen noch so aus. Einmal hat man tolle neu gestaltete Strecken, bei denen sogar Reifenstapel auseinander fallen, bei anderen hat man rechteckige Reifenstapel und Uralt-Texturen aus GT4.

Des weiteren hat das Spiel einige Fehler im Detail, die zwar nicht so schlimm sind, mich aber trotzdem stören:
Einmal gibt es wieder keine vernünftige Kupplungspedalunterstützung. Das geht wieder nur über den Trick mit der Dreieckstaste wie beim Prologue. Dann ist das HUD nicht abschaltbar. Auch die Armaturen, bis auf Drehzahlmesser und Tacho, funktionieren nicht. Bei Forza geht wenigstens die Uhr richtig. Die Fahroptionen werden auch nicht gespeichert. Bei jeder Veranstaltung muß ich jedes Mal viele Fahrhilfen manuell abschalten.
Es gibt zwar auch Upgrades wie in Forza, aber hier sehr viel weniger detailliert. Während man in Forza Komponenten kaufen kann, die es wirklich gibt, gibt es in GT5 teilweise nur Upgradestufen, die eben die jeweilige Eigenschaft verbessern. Auch kann ich mir für meinen 69er Camaro Z28 mit Vergaser ein Chip-Tuning kaufen. Was soll das? Hier wurde bei Forza auf viel mehr Detail geachtet. Optisch verändern kann man viele Fahrzeuge kaum. Meistens kann man nur die Farbe ändern und andere Felgen montieren.

Jetzt aber mal zu den guten Sachen: das Fahrgefühl ist klasse. Auf Konsolen wird es Besseres nicht geben. Man hat wirklich das Gefühl, das der Wagen in der Realität auch so reagieren würde, wie im Spiel.
Die Grafik ist, mal abgesehen vom schrecklich-kantigem Flimmerschatten und dem Tearing wirklich hervorragend - sofern man mit Premiumfahrzeugen auf "neuen" Strecken fährt, die nicht nur von GT4 einkopiert wurden. Auch ist GT5 eins der wenigen Spiele die 1080p bieten, unskaliert.

Auch der Fotomodus ist toll. Das wird die Meisten zwar nicht interessieren, aber damit kann man wirklich spektakuläre Aufnahmen machen, die man sich immer wieder ansehen kann.

Fazit:
GT5 ist gut und bietet ein fast konkurrenzloses Fahrgefühl. Eine sehr gute Grafik, mit kleinen Fehlern steht schlechter KI gegenüber die nur Ideallinie fährt. Ist man im Weg, wird man gnadenlos weggeschoben. Viele Autos (die meisten) und Strecken wurde nahezu unverändert von GT4 übernommen - hier wäre weniger mehr gewesen. Hätte man die Zeit des Importierens aus GT4 für neue Dinge verwendet, wäre zwar der Spielinhalt geringer, dafür aber makellos. Die Standardfahrzeuge werde ich nie verwenden, da für mich eine fehlende Cockpitansicht ein No-Go ist. Das Fehlen von Fahrzeugklassen ist unverständlich.
Trotzdem kommt man m.E. als Fan von Rennsimulationen nicht daran vorbei. Mit viel Glück werden vielleicht einige der Kritikpunkt in Zukunft durch Patches korrigiert.
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am 27. Januar 2011
Viele Dinge sind bereits gesagt. Auch ich empfinde Gran Turismo 5 leider als Enttäuschung. Auch wenn es in Ansätzen ein wirklich gutes Spiel darstellt, so gibt es leider einige Faktoren, die das Spiel in meinen Augen deutlich abwerten. Darauf will ich mich in dieser Rezension beschränken. Diese Dinge sind besonderlich ärgerlich, da sie vermeidbar gewesen wären.

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Gameplay / Spielerische Herausforderung
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GT 5 ist für mich streng genommen kein Rennspiel. Rennen bedeutet Wettkampf. Fahrerische Duelle mit den Gegnern. Positionskämpfe.

All das gibt es bei GT 5 nicht. Hier drehen sich die Veranstaltungen eher darum, das stärkste Fahrzeug auszuwählen, es gegebenenfalls zu tunen, und dann dem Feld davonzufahren.

Das wird vom Spiel sogar noch forciert durch die nicht nachvollziehbaren Fahrzeugzulassungen für die Rennen. Es kommt nicht selten vor, dass man in einem Auto der Kategorie Bugatti Veyron an einem Rennen teilnimmt, in dem auch ein VW Golf und ein Toyota Yaris über die Strecke tuckern. Die Leistungsspanne der zugelassenen Fahrzeuge ist viel zu groß, sodass die meisten Rennen schlicht viel zu einfach werden.

Unterstützt wird das durch die, äh, "KI" der CPU-gesteuerten Fahrzeuge, die so extrem auf der Ideallinie kleben, dass man meistens problemlos an ihnen vorbeifahren kann, ohne die geringste Gegenwehr zu verspüren. Schlimmer noch, man kann sie als Begrenzung benutzen, wenn man mit hoher Geschwindigkeit auf der Innenseite in die Kurve zieht und am Scheitelpunkt einfach seitlich in den Vordermann fährt.

Herausfordernd sind nur die Lizenzprüfungen und die Sonderveranstaltungen. Blöd nur, dass die Lizenzen keinen Sinn erfüllen, außer Autos und Geld zu gewinnen. Die Zulassung zu den Rennen wird über ein Levelsystem geregelt, und nicht über Lizenzen. Ebenso haben die Sonderveranstaltungen keinen besonderen Wert. Dafür aber teilweise einen lächerlich hohen Schwierigkeitsgrad, zumindest wenn man diese auf Gold bringen will. Wirklich beschäftigen muss sich nur damit, wer auf PS3-Trophäen-Jagd geht und Platin holen will. Derjenige sollte aber ein hohes Maß an Masochismus mitbringen.

Das Fahrverhalten in Gran Turismo 5 ist wirklich klasse und sehr simulationslastig. Klugerweise wird das Spiel offiziell als "The Real Driving Simulator" bezeichnet. Ein Fahrsimulator also. Ein sehr guter, wohlgemerkt, aber eben nur ein Fahrsimulator. Ich hätte gerne eine RENNsimulation gehabt. :-(

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Schadensmodell
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Ich befinde mich in einem heißumkämpften Duell mit meinem Vordermann. Vor einer Linkskurve bremse ich zu spät und touchiere meinen Gegner auf der rechten Seite. Es quietscht und knarzt, ein riesiger Kratzer wird in der Lack gerissen, bevor ich die Kontrolle verliere, über die Fahrbahn hinauskatapultiert werde, und mit über 200 Km/h in der Streckenbegrezung einschlage. Es gibt einen gigantischen Krach, die Scheiben bersten, Kleinteile und Scherben verstreuen sich über den Boden, der Motorraum wird plattgedrückt, Kotflügel und Motorhaube zerdrückt und abgerissen, ein Vorderreifen löst sich und fliegt über die Strecke...

HALT! Moment! Ich träume schon wieder! Das ist doch gar nicht Gran Turismo. Von allem genannten hat GT 5 nichts. Gar nichts. Ein Einschlag in die Mauer bei 300 Km/h hat zur Folge, dass sich die Stoßstange leicht verzieht.

Also wirklich... Ein bisschen mehr kann von einem im Jahr 2010 erschienenen Rennspiel doch wohl erwarten, oder?

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Menüführung
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Hierbei fängt das Problem schon damit an, dass das Hauptmenü schlicht unübersichtlich ist. Abgesehen von "A-Spec" und "B-Spec" wurden die Punkte scheinbar willkürlich in verschiedenen Größen an egal-welche-Stellen platziert. Ein System kann ich da kaum erkennen. Klar weiß man irgendwann, wo was ist, aber beim ersten mal wird man davon erschlagen und ich empfinde es immer noch als Fummelei, zu einem bestimmten Menüpunkt zu gelangen.

Als unzumutbar erweist sich dann allerdings, dass man dann auch noch Lade-Unterbrechungen bekommt, wenn man ein Untermenü aufrufen will. Das dauert immer meherere Sekunden, was zwar nach wenig klingt, sich aber schnell summiert. Was um alles in der Welt soll das? Das Spiel schaufelt beim ersten Start mehrere Gigabytes an Daten auf die Platte, um mir dann in der Menüführung noch Ladepausen zu präsentieren?

Hinzu kommt, dass die Menüführung in keiner Weise komfortabel ist. Man muss fast immer über das Hauptmenü gehen und kann nicht bestimmte Bereiche von woanders aus erreichen.
Beispiel: Ich bin im A-Spec bei der Rennauswahl. Ich stelle fest, dass ich keins der für ein bestimmtes Rennen zugelassenen Fahrzeuge besitze. Jetzt könnte das Spiel mich idealerweise gleich zum Autohändler schicken. Das tut es aber nicht. Ich muss:

- mir merken, welche Fahrzeuge zugelassen sind (!)
- dann zurück ins Hauptmenü
- dann zum Händler
- dann ein Auto aussuchen und kaufen
- dann zum Autoteilehänder
- dann dort in diverse Unterkatgeorien, dabei jedes einzelne Tuningteil zwei mal bestätigen (für Kauf und Einbau)
- dann ins Hauptmenü
- dann in den A-Spec, dann das Rennen auswählen

Inklusive Ladeunterbrechungen dauert das ganze Prozedere mehrere Minuten.

Warum kann ich nicht gleich von der Rennauswahl zum Händler gehen und bekomme die für das Rennen zugelassenen Fahrzeuge gleich angezeigt?
Warum kann man nicht von der Fahrzeugauswahl direkt zum Tuning-Händler?
Warum kann man nicht alle verfügbaren Tuningteile per Knopfdruck auf einmal kaufen und einbauen?

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B-Spec-Modus
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Der einzige Sinn dieses Modus' liegt offensichtlich darin, Geld und Autos zu gewinnen, ohne selbst fahren zu müssen. Klingt nett, das erkauft man sich aber mit dem Verlust der letzten Nerven, wenn man B-Spec-Bob beim Fahren zusieht. Wer da nicht den Controller in den Fernseher feuert hat wirklich Nerven aus Stahl.

Als Rennfahrer kann Bob jedenfalls nicht gedacht sein. Wenn man ihm nicht ein in brutalem Ausmaß überlegenes Auto unter den Hintern stellt, gewinnt er nur in Ausnahmefällen und mit sehr vielen Kommandos von außerhalb. Er nutzt sich bietende Lücken nicht, sondern zieht zurück. Er bremst Gegner nicht aus. Er nutzt die Breite der Strecke nicht. Er wehrt sich nicht im Geringsten gegen Überholversuche der Hintermänner. Sobald ein Gegner mit der Vorderachse auf Höhe von Bobs Hinterachse ist, bremst Bob, lässt ihn überholen, und gibt erst danach wieder Vollgas. Es ist zum Ausrasten.

Der Modus könnte ja noch wirklich Sinn ergeben, wenn ich den/die B-Spec-Fahrer beauftragen könnte, in Langstreckenrennen (die später noch kommen) zeitweise das Steuer für mich zu übernehmen. Das geht aber nicht. A-Spec ist A-Spec und ich bin da ganz auf mich allein gestellt. Nicht mal in mehrere Stunden dauernden Rennen kann ich mich von einem B-Spec-Fahrer vertreten lassen.

Die Krönung des B-Spec-Modus' ist dann noch, dass es weder eine Möglichkeit gibt, die Rennen zu beschleunigen (z. B. in doppelter Geschwindigkeit ablaufen zu lassen), noch die Rennen wenigstens teilweise zu überspringen. Ich bin dazu gezwungen, sie in Echtzeit laufen zu lassen. Das heißt, für ein 24-Stunden-Rennen muss ich Bob 24 Stunden lang fahren lassen.

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Fazit
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Ein Vor-Rezensent hat geschrieben, dass Gran Turismo 5 am Spieler vorbeientwickelt wurde. Das ist wohl die treffendste Umschreibung.

Klar war die Erwartungshaltung hoch, aber die Schnitzer, die das Spiel hat, hätten einfach nicht sein müssen. Schade.
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am 24. November 2010
Nun, zugegeben, die Erwartungen waren so exorbitant hoch, diese konnten gar nicht erfüllt werden. Dennoch sollte man ein Spiel nicht nur an seinen Erwartungen messen, sondern auch versuchen, objektiv etwas darüber zu sagen. Ich habe mich lange auf das Spiel gefreut, es nun seit Dienstag getestet (ein Lob an Amazon) und ca. 30 Stunden gespielt. Es macht Spaß, es ist ein tolles Spiel, aber es hat seine Schwächen. Und einige davon, hätten nach 5 Jahren Produktion einfach nicht sein dürfen.

Positiv:

Fahrverhalten: Das ist super geworden. Sehr realistisch und kein Arcaderacer. Es macht wirklich Spaß zu fahren und es gewinnt nicht der, der am besten die Banden nutzt, um Kurven zu durchfahren, sondern wirklich der, der die Ideallinie hält und geschickt fährt. Ich finde es auch gut, dass Strafen vergeben werden können (5sec. Gasbeschränkung, wer in die Bande fährt, abkürzt etc.).

GT-Modus: Wie gewohnt toll und ich finde durchaus auch übersichtlich. B-Spec ist zugegebenermaßen überflüssig, aber das ist egal. Der Rest ist super und es macht Spaß sich hochzuarbeiten. Auch die Spezialrennen sind größtenteils gut, besonders die Kartrennen und bieten eine extra Herausforderung. Man bekommt zwar recht schnell viel Geld, aber das erleichtert auch den Einstieg und man ist nicht gezwungen 100x den Sundaycup zu fahren.

Grafik der Autos (ohne Schatten): Auch wenn es Unterschiede zwischen Standart und Premium Fahrzeugen gibt, die Autos sehen toll aus (ich bin aber auch kein Grafikfetischist). Besonders Premiumautos sind wirklich fantastisch designt.

Steuerung: Wenn man nicht gerade die Voreinstellung nimmt (man hupt quasi automatisch, wenn man um die Kurve fährt) ist auch diese gelungen und überzeugt mich.

(Nachtrag) Umfang: Wie alle Teile gigantisch groß. Hunderte Rennen und Möglichkeiten sich zu beweisen. Ich hab jetzt vielleicht ein drittel geschafft und davon nicht mal alles auf Gold. Also Zeit wird man hier genug lassen.

Ausgeglichen:

Streckendesign: Einige Strecken sind toll, haben eine super Stimmung und sind liebevoll designt. Besonders in die Eigernordwandstrecke und die Alaska Ralleystrecken habe ich mich verliebt.
Andere wirken dagegen total lieblos, leer, langweilig und fad. Kaum Menschen, 2D Bäume, viereckige Reifenstapel. Halt irgendwie plastisch und nicht real. Das hätte nicht sein gemusst.

Sound: Finden viele negativ. Ich finde ihn okay. Motorengeräusche sind gut, Soundtrack auch. Lang Lang (Weltbekannter Pianist) hat viel dafür komponiert. Wer Klaviermusik mag wird auch hiermit glücklich werden. Lediglich Aufprallgeräusche klingen hohl und rein gar nicht nach einem Unfall.

Negativ:

Streckeneditor: Ein Witz. Den hätte man sich sparen können. Es wird eine Strecke vorgegeben und man kann ein wenig die Kurven bearbeiten. Nun ja, man kann ihn ignorieren. Er stört ja nicht, aber er bietet rein gar nichts essentielles an dem Spiel.

Schadensmodell (editiert): Am Anfang denkt man meist, es existiert gar nicht. Nach und nach, je höher man sich levelt, desto ausgeprägter wird es. Gestern bin ich sehr eindrucksvoll gegen eine Wand gebrettert und es hat sich tatsächlich genau dort das Auto verbeult. Mal sehen was noch kommt und bald soll ja noch mal ein Patch rauskommen, der das noch einmal erweitert. Dennoch, schon weil es einen Unterschied zwischen Premium und Standard gibt, bin ich davon noch enttäuscht.

Arcademodus: Darüber habe ich mich am meisten geärgert. Beim Splitscreenmodus kann man nur Premiumautos wählen und auch davon nur ein paar. Ich hoffe, nach einiger Zeit werden das mehr, wie bei den Strecken auch. Aber sämtliche Standardfahrzeuge stehen nicht zur Verfügung. Des Weiteren sind sie völlig unübersichtlich angeordnet. Alle Autos in einer Reihe...
Dazu ist es nicht möglich, mit einem Freund gegen andere zu fahren. Splitscreenrennen beschränken sich auf ein 1 vs. 1. UND, und das ist das schlimmste an allem. Man kann sich das Rennen nicht in der Wiederholung ansehen!!! Ich habe es geliebt bei GT4. Ein spannendes Rennen in der tollen Grafik danach zu bestaunen. Es geht nicht. Und das wäre echt kein Aufwand gewesen.

(Nachtrag) Onlinemodus: Auch nach dem Patch 1.02 noch nicht wirklich gut. Zwar stürzt er nicht mehr ab, hat aber immernoch Verzögerungen. Aber immerhin kann man ihn jetzt nutzen. Eine Rangliste gibt es immernoch nicht. Allerdings seit 1.02 wenigstens Begrenzungen, die man jedoch nur sieht, wenn man die Lobby betritt, was das Ganze super umständlich macht. Daher erstell ich lieber selber ein Speil, dann muss ich mich nicht ständig neu ein und ausloggen.

(Nachtrag) Schatten/Tearing: Das ist eigentlich auch eines der ärgerlichsten Sachen. Das Tearing und die Schatten nerven gewaltig. Wenn ich mir eine Wiederholung ansehe und mein gelber Lamborgini Gallado ständig blinkt und von Schwarzen Stricken zerrissen wird macht das echt keinen Spaß mehr sich anzusehen. Bei dunklen Autos ist dies besser.

Im Großen und Ganzen dennoch gutes Spiel, das aber seine Schwächen hat, wovon einige überflüssig waren (die lieblosen Strecken, die Nicht-Nutzbarkeit der Standardfahrzeuge im Arcade-Modus, das Nichtvorhandensein des Wiederholungsmodus im Splitscreenrennen). Dennoch lohnt sich der Kauf und man wird eine Menge Spaß haben. Vielleicht kommt ja noch der ein oder andere Patch, der ein paar Dinge verbessert (ich passe meine Rezension gelegentlich an, wenn ein neuer Patch rauskommt).
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am 25. Dezember 2010
Einleitung:
Gran Turismo. Mit diesen beiden Worten wurde im Jahre 1997 von Polyphony Digital eine Marke geschaffen, die auf Sonys PlayStation-Systemen einmalig bleiben sollte. Mit dem wohl formulierten Anspruch, den echten Fahrsimulator zu schaffen, tritt die Softwareschmiede in jeder neuen Konsolengeneraton exklusiv an, um einmal mehr die Meßlatte für echtes Simulatonsracing auf der PlayStation höher zu legen.

Mit den Spielen bis Gran Turismo 4 für die Playstation 2 ist dem Entwicklerteam dieses auch jedes Mal gelungen. Im vorliegen Testbericht soll nun untersucht werden, ob Polyphony dem eigenen Anspruch, und dem der Fans, auch im fünften Teil der Serie gerecht werden kann.

Bislang sind unter der Marke folgende Haupt-Titel für stationäre Konsolen erschienen:
* Gran Turismo (Sony PlayStation, 1997)
* Gran Turismo 2 (Sony PlayStation, 1999)
* Gran Turismo 3: A-Spec (Sony PlayStation 2, 2001)
* Gran Turismo 4 (Sony PlayStation 2, 2005)
* Gran Turismo 5 (Sony PlayStation 3, 2010)

Dazwischen erschienen mehrere Titel, die als eine Art bezahlbare Demo gelten dürfen (u.a. Prologue-Versionen), vom Umfang her aber oft sogar größer gestaltet waren als manche Vollpreistitel anderer Hersteller.

Das Spiel war demnach gute 5 Jahre in der Entwicklung und hat in dieser Zeit einige Verschiebungen erfahren. Bereits vor längerer Zeit äußerte sich der Schöpfer und Kopf hinter der Serie, Kazunori Yamauchi, dahingehend, daß das Spiel eigentlich fertig sei und man dieses im Grunde sofort veröffentlichen könnte. Man wolle aber wirklich ein sehr gutes Spielerlebnis abliefern und nehme sich deshalb alle nötige Zeit.
Viele Spieler unken jedoch, daß die zahlreichen Verschiebungen vor allem darauf zurück zu führen seien, daß man seitens Sony unbedingt immer neue Vorzeigetechnologien in ihr liebstes Kind einbauen wollte, wie bspw. die Unterstützung für die neue Bewegunssteuerung MOVE (die aber, entgegen anderer Meldungen im Vorfeld des Erscheinens, nicht vorhanden ist), als auch Headtracking und das neue 3D-Feature für entsprechend kompatible TV-Geräte.

Wie dem auch sei, letztlich ist das Spiel vor einigen Wochen erschienen und seither stürzen sich die Fans erwartungsgemäß gierig auf die Software.
Auch wenn von vielen Seiten immer wieder teilweise heftige Kritik erklingt ob etlicher schwerwiegender Mängel, erfreut sich das Spiel nach wie vor hoher Verkaufszahlen. Es ist und bleibt eben Gran Turismo.

Spielstart:
Das Spiel kommt in der gewohnten BD-Verpackung daher und enthält in der Standard-Version lediglich ein ziemlich schmales Booklet mit Basis-Informationen. Meiner Ansicht nach für eine Simulation zuwenig. Aber nun gut.
Hat man die Disc in das Laufwerk geschoben, wird man vor die Wahl gestellt: Installation oder keine Installation. Es wird darauf hingewiesen, daß sich die Ladezeiten deutlich verkürzen, sollte man sich für die Installation auf der internen HDD entscheiden. Andernfalls würden während des Spielens peu a peu Spielinhalte auf die Festplatte geschaufelt.
Ich entschied mich für die Installation, die ca. 7 GB wiegt und (und da habe ich nicht schlecht gestaunt) gut 50 Minuten in Anspruch genommen hat.

Hat man das Prozedere überstanden, empfängt einen ein hübscher dezenter Bildschirm mit einigen Symbolen für den Zugang zu GT- und Arcade-Modus, Optionen und Videoareal. Im Hintergrund summt die bekannte Lounge-Musik, die sich übrigens jetzt zur Weihnachtszeit angepaßt hat und entsprechende Festtagslieder spielt. Sehr nett!

Kommen wir gleich zum GT-Modus (denn der Arcade-Mode ist eben nichts anderes, als ein Auswahlmodus für schnelle Rennen).
Des Menü dortens gestaltet sich hübsch und hat im Gegensatz zu GT4 wieder deutlich an Übersichtlichkeit gewonnen. Vertraute Beschriftungen und Symbole sorgen dafür, daß man sich rasch zurechtfindet.
Bereits in GT4 konnte man selbst fahren (A-spec) oder fahren lassen (B-spec). Dieses Mal gibt es zwei parallel laufende Karrieren, einmal als Fahrer und einmal als Manager, leider mit fast identischen Rennen.
Aber kommen wir zunächst zu den sonstigen GT-Modi:
Natürlich gbt es auch wieder die Lizenzen. Im Gegensatz zu den vorherigen Teilen hat sich PD aber die Kritik der Fans zu Herzen genommen und die Lizenzen nicht mehr zur Pflichtveranstaltung erhoben. Es bleibt einem freigestellt, ob man sich die knüppelharten Geduldsaufgaben antun möchte oder nicht. Man verzichtet dann aber ggf. auf Erfahrungspunkte, neue Autos und Trophäen.

Apropos Erfahrungspunkte: Im neuen GT5 muß man sich und seine Fahrer hochleveln. Es ist nicht mehr gestattet, quer durch alle Meisterschaften und Rennen zu hüpfen, wenn man Lust darauf und ein entsprechendes Auto hat. Erst muß man sich einen gewissen Skill-Level erarbeiten, was ich persönlich als nicht besonders gelungen empfinde. Sogar die verfügbaren Autos richten sich nach diesen Erfahrungsstadien. Manche Autos kann man sich so vielleicht leisten, darf sie sich aber noch nicht kaufen. Unnötig. Aber so soll die Spannung aufrecht erhalten werden, nicht gleich ein gutes Auto zu haben, mit dem alles gewinnt.

Neben den Lizenzen gibt es noch die sog. Spezialveranstaltungen, die im Grunde nichts anderes sind als erweiterte Lizenzprüfungen. Warum man das so gemacht hat, weiß ich nicht, und ich finde es auch komplett unnötig. Die Rennen dort sind teilweise durchaus reizvoll, aber durch die lizenztypischen Einschränkungen, daß man nirgends anstoßen darf, ohne sofort disqualifiziert zu werden, wird das ganze zur Farce.
Die Kollisionsabfrage ist hierbei ohnehin eher schlecht gelungen. Berührt man leicht die Wand: Disqualifikation! Wird man von anderen gerammt: Disqualifikation! Und so geht es weiter. Frust pur.
Zudem ist die KI wirklich hammerblöd. Die fährt auf ihrer Ideallinie, als hinge davon der Fortbestand der Welt ab. Und so passiert es sehr häufig, daß man von der KI rabiat von von der Strecke gerammt wird.

Herstellerspezifische Rennen fehlen dieses Mal komplett. Schade.

Ansonsten, und das ist von großem Nutzen, gibt es noch jeden Kurs zum Üben und Testen von Fahrzeugeinstellungen.

Letztlich bleiben noch die Tuninghalle und das GT-Forum, in dem man Spoiler montieren, das Auto waschen, einen Ölwechsel durchführen und Rennmodifikationen durchführen kann. Zwar kann man hier auch sein Auto neu lackieren, aber die gewählte Farbe (die man sich auch erst erfahren muß und immer nur die neu hinzu bekommt, die der neu gewonnene Wagen grade hat) kann man nur auf einem Testobjekt sehen (so eine Art Wanne) und nicht am Auto. Sehr überflüssig. Und schade ist auch, daß man sich nicht einfach frei für die Farben und Variationen entscheiden kann, wie bspw. in Need For Speed: Shift. FlipFlop, Candy und anderes kann man daher gleich mal vergessen, es sei denn man gewinnt zB einen Tuscan Speed in seiner entsprechenden Lackierung.

Seit dem neuesten Update (Stand: 24.12.2010) sind auch noch weitere Herausforderungen hinzugekommen, die einem in Sachen Tuning und Fahrkönnen einiges abverlangen und aber auch entsprechend lukrativ sind, was Erfahrungspunkte und Geld angeht. Leider gibt es keine Autos zu gewinnen, und die Drift- und Zeitrennen bringen gar nichts in puncto Level-Punkte oder Geld. PD pflegt also sein Spiel kontinuierlich. Sehr löblich.

Die Menüführung ist im Übrigen bisweilen etwas hakelig und leidet unter sehr häufigem Nachladen. Eine streckenweise echte Geduldsprobe. Aber Ladezeiten sind ohnehin ein Thema bei GT5. Insgesamt. Sie dauern einfach zu lange, egal wo.

Kommen wir nun zu den Haupt-GT-Modi:
Der A-spec-Modus:
Hier geht es im Grunde wie gewohnt zur Sache. Auto kaufen, tunen, wenn möglich und dann ab auf die Piste und dem Gegner zeigen, was Sache ist. Je nach Platzierung hagelt es dann Geld und Erfahrungspunnkte und Autos, die man (etwas umständlich über eine Autobörse) der eigenen Garage hinzufügen kann. Leider sind die meisten Autos, die man gewinnt komplett für die Tonne, denn allzu oft bekommt einfach unbrauchbares, uninteressantes Zeugs, wie uralte japanische Plastikbomber, mit denen man ohnehin nirgends fahren kann. Man ist häufig auf die Karren aus den Lizenzen oder eben vom Autohändler angewiesen, weil man die Gewinne selten bis gar nicht in anderen Rennen einsetzen kann. Wobei gerade der Gebrauchtwagenhändler so gut wie nie wirklich nützliches anzubieten hat.

Der B-spec-Modus:
Hier kann man sich mal mehr, mal weniger entspannt zurücklehnen und einen angestellten Fahrer seine Arbeit verrichten lassen. Irgendwann hat man einen ganzen Rennstall zusammen bestehend aus mehreren Fahrern, die man vor allem auch für die Ausdauerrennen benötigen wird. Man sollte hier darauf achten, die Fahrer allesamt hochzuleveln, weil sie sonst im ernstfall einfach nur blöd im Sand rumfahren.
Was mich besonders am neuen B-spec stört ist, daß man das Spiel weder vorspulen (Geschwindigkeit erhöhen), noch pausieren kann. Keine Ahnung, warum das so sein muß, aber es nervt höllisch.
Mittels der Befehle "langsamer fahren", "Tempo halten", schneller fahren" und "überholen" kann man nun auf seinen Fahrer Einfluß nehmen und ihn entsprechend anweisen. Dabei bleibt er dann cool oder gerät derart in Wallung, daß es ihn zornbedingt von der Strecke reißt. Es ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Gerade zu Beginn der B-spec-Karriere kostet das Nerven, denn Kollege B-spec-Fahrer hat teilweise sehr eigenwillige Methoden, ein Rennen zu bestreiten.
Ab der höchsten B-spec-Rennklasse kann man dann auch den Befehl zum Boxenstopp geben.
Ein klein wenig erinnert die Zusammenstellung und das Gameplay an ein Rollenspiel, wenn auch entfernt, wenn man seinen Avatar wählt, sich aussucht, ob er heißblütig fährt oder kühlen Kopfes, ob er körperlich stark oder mental rüstig ist und dann beginnt, ihn hoch zu leveln. Ist vll nicht jedermanns Sache, aber es hat durchaus seinen Reiz. Es ist schon ein Fortschritt zum B-spec in GT4.

Grafik:
Hier kommen wir zu einem ganz heiklen Thema.
Schon immer war die Marke GT dafür bekannt, in ihrem Genre Maßstäbe zu setzen. GT5: Prologue hat hier einen wriklichen leckeren Vorgeschmack gegeben.
Aber, und das sei hier vorweg genommen, dieser gute Vorgeschmack hat sich bei GT5 zu einem faden Beigeschmack gewandelt.
Warum? Nun. Es war, das ist richtig, von Anfang an bekannt, daß PD die Autos teilen wird in sog. Premium-Modelle und Standard-Ausführungen. Diese sollten sich vor allem darin unterscheiden, daß die Standard-Wagen keine Cockpit-Ansicht bieten. Warum man allerdings zB einen Bugatti Veyron nur als Standard anbietet und dagegen einen popligen Fiat 500 als Premium, wird wohl ewig ein Rätsel bleiben.
Damit aber nicht genug. Die S-Modelle sind grafisch teilweise unterirdisch und einfach plump aus GT4 rüberkopiert. Bei manchen Autos hat man sich hier mehr Mühe gegeben (bspw. Nissan Skyline), bei vielen aber scheinbar einfach keine Lust gehabt. Die Autos strotzen nur so vor verwaschenen Grafiken, pixeligen und eckigen Radkästen, konturlosen Rändern und Aliasing. ich übertreibe hier keinesfalls: manche Wagen sind schlicht und ergreifend eine Frechheit und es wäre besser gewesen, diese rauszunehmen, als solch eine Schande einzubauen. Das ist dieses Spiels einfach unwürdig.
Auch bei den Strecken gibt es Licht und Schatten. Teilweise sind die Kurse sehr schön gestaltet und bieten auch außerhalb der Strecke Abwechslung, wie bspw. die Eiger Nordwand. Da stehen 3D-Figuren, die jubeln, es wehen die Fahnen. Schön! Aber das ist leider die Ausnahme. Auf den meisten Strecken ist die Grafik zwar annehmbar (von Trial Mountain abgesehen mit dem häßlich flimmernden See), aber es herrscht absolut tote Hose. Keine Streckenposten sind zu sehen, keine Zuschauer - und wenn doch sitzen leblose 2D-Pixel auf der Tribüne, die keinen Mucks von sich geben.
Außerdem: warum hinterlasse ich keine Spuren auf den Ausweichflächen (Sand und Gras etc.), wenn ich da durch rausche?
Hinzu kommt, daß das Spiel unter heftigsten Grafikfehlern leidet. Das Bild wird ständig unschön zerrissen (Tearing) und die Autos leiden unter extremem Flimmern und Aliasing. Die Schatten der Autos sind so grobpixelig und peinlich gestaltet, daß man das Gefühl hat, auf der PS1 unterwegs zu sein. Das sieht wirklich ganz übel aus! Überhaupt finde ich, daß die Grafik der Premiummodelle zwar ganz hübsch ist, aber von dem in den Vorschauen verprochenen Glanz wenig geblieben ist.

Spieleumfang:
GT5 versprach laut Nachrichtenmeldungen über 1.000 Autos auf mehr als 20 Strecken.
Nun, dieses Versprechen wurde gehalten. Aber wozu bitte brauche ich alleine gut 60 Nissan-Wagen mit bald 40 Skyline-Versionen?! Liebes PD-Team, warum streicht ihr davon nicht 50 Stück und investiert die Zeit in Premium-Modelle?

Die Strecken sind zahlreich vorhanden, wobei ich mir etwas mehr Weltstrecken gewünscht hätte, was aber vielleicht an Lizenzen scheiterte, wer weiß. So fehlen nach wie vor Hockenheim, Norisring, Bathurst oder Spa. Schade, denn GT5 ist, das sieht man auch jetzt wieder an den wöchentlichen Verkaufszahlen aus den einzelnen Kontinenten, das Produkt, das sich vor allem in Europa am besten verkauft. Der Fokus auf japanische Wagen, der schon immer vorhanden war, verwundert daher nach wie vor. Die Porsche-Lizenz ist noch immer nicht dabei und wird, wie gewohnt, durch RUF kompensiert. Überflüssig sind Premiummodelle, wie der VW Bulli und der VW Kübelwagen. Was soll das, bitte?

Folgende Strecken sind (vorwärts/rückwärts) in mehreren Varianten enthalten:
* Fuji Speedway
* Suzuka Circuit
* Daytona International Speedway
* Tsukuba
* Circuit de la Sarthe
* Nürburgring
* Nordschleife
* Indianapolis Motorspeedway
* Monza
* Top Gear
* Laguna Seca
* High Speed Ring
* Cape Ring
* Autumn Ring
* Deep Forest Raceway
* Grand Valley Speedway
* Eiger Nordwand Track
* Trial Mountain Circuit
* London
* Rome
* Circuito de Madrid
* Tokyo R246
* Côte d'Azur
* Special Stage Route 5
* Special Stage Route 7
* Toscana
* Chamonix

Neben fehlenden Welt-Rennstrecken fehlen also auch Seattle, Infineon Raceway, Teststrecke, Twin Ring Motegi, Seoul, Hong Kong, New York, Midfield Raceway, El Capitan und andere. Es gibt demnach wieder viel Strecken-Recycling (aber seien wir ehrlich: wir wollen die alten Strecken alle haben!) und leider nur wenig Neues.

Was den Wagenpark anbelangt: es gibt "nur" 200 Premiummodelle. 200 Fahrzeuge sind schon eine immense Anzahl. Aber wer genauer hinschaut, merkt, daß sich das wieder relativiert. Der bereits genannte VW Kübelwagen, der Fiat 500 (das Bonbon auf Rädern) und andere Autos, die eigentlich niemand will, wurden aufwendigst nachgebildet inkl. Innenraum. Ich weiß nicht, warum.
Daneben gibt es über 800 Standard-Modelle, die, wie bereits gesagt, von "boah geil" bis "was ein Scheiß" reichen und selten wirklich hübsch aussehen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, PD hätte sich auf 300 echte Premiummodelle konzentriert und dann wirklich alles fein gestaltet. So aber wirkt das wie Murks. Hauptsache Masse, keine Klasse, zudem man die meisten Karren einfach nur sammelt, aber nie wirklich fährt.

Eine Frage noch PD: wieso kann ich in der Garage meine Autos nicht drehen und von allen Außen- und Innenseiten bestaunen?

Die Fahrphysik:
Kommen wir zum Wichtigsten. Die Fahrpysik in GT5 sucht einmal mehr ihresgleichen. Da gibt es gar keine Diskussion in meinen Augen. Hier wird die Liebe zum Detail bei Polyphony wieder sichtbar, denn die Wagen fahren sich alle unterschiedlich und jede nur noch so winzige vorgenommene Änderung an Bauteilen oder Setup macht sich in irgendeiner Form bemerkbar. Das ist einfach echt geil! Ziehe ich Komfortreifen auf (die Normalen) fährt sich die Kiste ganz anders, als bspw. mit mittleren Rennreifen. Montiere ich Spoiler, habe ich bessere Downforce, installiere ich Semi-Renn-Schwungräder, ist das Ansprechverhalten besser usw usf. Hier wurde, zum Glück, ganze Arbeit geleistet.

Die Tuning-Optionen:
Wie schon angedeutet, läßt PD hier kaum Wünsche offen. Vom Motortuning, über den Einbau von Turbos, bis hin zur Gewichtsreduktion und dem Einbau von voll einstellbaren Getrieben und Fahrwerken oder Differenzialen, es gibt einfach alles! Und das schöne ist eben, daß man die eingebauten Teile und vorgenommenen Änderungen erst einmal testen kann, bevor man sich ins Rennen stürzt. Nur 100%ige "Simulanten" wünschen sich hier noch mehr.

Der Sound:
In puncto Klang hinterläßt GT5 einen zwiespältigen Eindruck. Die Motorensounds klingen zwar tief und rund, aber sie ähneln sich zu sehr. Da steigt man in einen alten Mazda und der röhrt wie ein V8. Da stimmt was nicht.
Viel kurioser ist aber der Klang, wenn die Autos aneinander rempeln. Egal, ob man aus der Cockpitansicht spielt oder von der Stoßstange her auf die Piste blickt, die Autos klingen bei Kontakt immer so, als würden zwei zornige Gießkannen einen Ringkampf ausüben. Ein dumpfes "Böng" erschallt und läßt den Spieler fragend zurück: "Was war das jetzt?"

Ansonsten kann man über den Klang im Spiel nicht meckern. Solide.

Die Steuerung:
Im Hinblick auf die Steuerungsmöglichkeiten hat PD keine Wünsche offen gelassen. Es werden zig Lenkräder unterstützt, sowie die normalen Controller plus (angeblich) MOVE. Auch wenn oft anderes behauptet wird: MOVE wird, wie gesagt, nicht unterstützt. Ich selbst spiele GT seit jeher mit dem Gamepad und jammere über meine wunden Finger. Über die Einbindung von anderen Steuerungsmöglichkeiten, vornehmlich Lenkrädern müssen also leider andere urteilen.

Der Streckeneditor:
Neu in GT ist ein integrierter Streckeneditor. Wer nun aber denkt, hier in völliger Freiheit seine eigenen Kurse designen zu können, der wird enttäuscht. Es gibt vorgefertigte Ringe, die man sich mit verschiedenen Parametern anpassen kann, wobei sich dann die Streckenführung verändert. Mehr nicht. Ein sicher ganz nettes Feature, ich persönlich brauche es nicht, um glücklich mit dem Spiel zu werden. Hätte man auch weglassen und die Ressourcen anderweitig nutzen können.

Multiplayer:
Ich habe folgende Möglichkeiten des MP getestet: Online vs. Freunde und online vs. Fremde.
Hat man sich einmal im (für mich) etwas wirren Menü zurechtegefunden, findet man sich doch bald auf heimischem Terrain wieder. Man kann aus seiner Garage ein Auto wählen, daß einem zuvor festgelegten Reglement entspricht und kann dann gegen Freunde oder gegen Leute aus aller Welt antreten. Mir persönlich gibt es nicht viel, gegen irgendwen zu fahren, ich bin aber auch kein typischer Onlinespieler, im Gegenteil. Ich mochte es schon immer viel lieber, gegen meine eigenen Kumpanen ins Feld zu ziehen. Und das hat wirklich Laune gemacht. Split-Screen-Rennen gibt es wohl auch, habe ich gelesen, ich habe es aber noch nicht ausprobiert.

Fazit:
Nun, ist das GT-Feeling wieder da? Ganz klar: ja! GT5 ist ein GT, keine Frage, und es ist auch ein wirklich gutes Spiel. Aber dieses gute Spiel, weist dieses Mal einfach zu viele Kratzer im Lack auf. Ladezeiten, Grafikfehler, Soundfehler und Fehler im Detail hinterlassen einen faden Beigeschmack an dem sonst wieder tollen Gericht. Man kann sich aber sicher sein, daß sich PD um sein Baby kümmern wird - wie? Nun, das wird die Zeit zeigen. Zum jetzigen Zeitpunkt verfehlt GT5 aber klar die Zieldurchfahrt als Spitzenprodukt.
GT5 ist gut! Es macht Spaß, es ist anspruchsvoll, es ist meistens realisitisch und sorgt für das typische "ach, dieses eine Rennen noch, dann ist Schluß"-Gefühl. Aber GT5 ist dieses Mal nicht sehr gut. Es ist überladen mit sinnlosen Fahrzeugen und hat in der Entwicklung scheinbar den Fokus auf falsche Features gelegt (Headtracking, 3D), die man hätte nachliefern können.
PD ist hier an den eigenen Ansprüchen und vor allem an der selbst erzeugten Erwartungshaltung gescheitert.
Aber wie gesagt: das Spiel ist dennoch toll, macht Spaß und sollte auch gekauft werden. Ich hoffe nur, daß PD patcht, was das Zeug hält.
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am 24. März 2014
Lang hats gedauert, bis endlich ein Gran Turismo auf der PS3 herauskam. Abgesehen von dem kleine GT 5 Prolog, was man eher als Bezahldemo ansehen kann, war es lange ruhig im Hause Polyphony.
Endlich ging es also wieder los und es ist gewohnt gut, wie immer. Technisch hat es natürlich einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Es sieht wirklich sehr gut aus und auch der Sound ist super. Die Rennauswahl ist wieder ordentlich. Leider sind auch dieses mal wieder, die nicht von jedem geliebten, 24h-Rennen dabei. Ich brauch die persönlich nicht. Wenn man wenigstens zwischenspeichern könnte, hätte ich wniger ein problem damit. Aber 24 Stunden ein Rennen zu fahren und über Nacht die PS3 laufen lassen zu müssen, kommt nir dann doch etwas unverschämt vor.
Gut ist auch wieder die Fahrzeugauswahl. Es gibt wieder, wie üblich, zig verschiedene Varianten eines Fahrzeugs, welche sich optisch nicht oder fast nicht unterscheiden. So wird die Fahrzeugauswahl künstlich aufgeplustert. Die Fahrzeuge sind dieses mal in zwei kategorien unterteilt. Es gibt Premium- und Standartautos. Dies unterscheiden sich darin, dass Premiumfahrzeuge eine detaillierte Cockpitansicht besitzen.
Alles in allem ist es wieder ein sehr gelungenes Gran Turismo, welches wieder viele Stunden an Spielspaß liefern wird.
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am 17. Februar 2011
Es tut mir in der Seele weh, mit ansehen zu müssen, wie eine früher so gute Spieleserie so den Bach runter geht. Wie viele Stunden ich mit GT 2, 3 und 4 verbracht habe, will ich garnicht wissen, aber beim 5er hörte der Spaß dann wortwörtlich auf.

Allein schon erstmal Stunden warten, bis die 8 GB Spieldaten installiert waren, die das Spiel hätten schneller machen sollen. Bleibt die erschreckende Frage, wie lang die Ladezeiten gewesen wären, gäbe es nicht diese 8GB Installation.
Als besagte Installation, dann nach einer Ewigkeit endlich fertig war und das Spiel startete, hat es sich erstmal schön aufgehängt. Sprich, ich konnte meine Konsole neu starten. Da kommt doch bei einem neu gekauften Spiel gleich schon Freude auf.
Nun gut, erneuter Spielstartversuch hat dann funktioniert und dann gings auch schon los mit den eben erwähnten Ladezeiten. Wie kann es sein, dass ein Spiel, für das ich vorher 8GB!!! Spieldaten installieren musste, 5 Minuten braucht, bis das Hauptmenü geladen ist? Später vor den Rennen das selbe in grün. Man verbringt Minuten damit zu warten und zu warten und zu warten, was dann schlussendlich den Spielspaß auch minimiert.

Nun zum Gameplay. Auf den ersten Blick ein gutes Spiel mit viel Abwechslung durch unterschiedliche Renntypen (Kartfahren, Rally, usw.), entpuppt sich GT5 bei längerem Spielen, als nervige Warterei, gemischt mit unnötigen Neuerungen, die einem den Spielspaß verderben. Angefangen mit dem neu eingeführten Fahrerlevel. Man kann bestimmte Rennen nicht fahren oder Autos nicht kaufen, weil man ein zu niedriges Level hat. Klingt ja erstmal nicht so schlimm, wenn einem dann jedoch irgendwann die Rennen ausgehn, die man fahren kann, weil die Fahrerlevel-Aufwertung zu langsam geht, ist die Frustration groß.

Was die Fahrphysik angeht, finde ich gibt es realitätsnähere Spiele (z.B. die Forza-Reihe). Denn jeder, der einmal in seinem Leben ein echtes Auto gefahren hat, kann sehen und über den Controller gewissermaßen auch fühlen, dass das Fahrverhalten der Autos bei GT alles andere als realitätsnah ist. Und da finde ich, kann man bei einem Spiel, das sich "The real driving Simulator" schimpft, mehr erwarten.
Vom "Schadensmodell" will ich garnicht erst anfangen. Alles was man zu hören bekommt, wenn man mit über 200 Sachen gegen eine Mauer rast, ist ein dumpfes "Bupp" und die Front hat ein paar Kratzer.

Nun zur Grafik. Kann man eigentlich nicht meckern. Die Autos sehen klasse aus, die Strecken ebenfalls. Einziger Negativ-Punkt: Wenn man Rally (ob Schnee- oder Sandpiste) fährt und hinter dem Auto der Schnee bzw. Sand aufgewirbelt wird, sieht man den Teil des Autos der von Staub verdeckt wird, unscharf und mit Streifen. Solche Grafik-Bugs dürften bei einem Spiel für anfangs 69€ meiner Meinung nach nicht sein.

Soundtechnisch geht mir persönlich, die Lounge-Musik, die immer im Menü läuft, bei diesem Teil noch mehr auf die Nerven, als bei den Vorgängerspielen. Aber das ist wie gesagt meine persönliche Meinung, jemand anderes mag diese Musik vielleicht und erfreut sich daran. Man kann soweit ich weiß auch irgendwie seine eigene Musik von der PS3 Festplatte laufen lassen, aber wie genau das funktioniert und ob diese dann auch die Menümusik ersetzt weiß ich nicht.
Was man Motorensound mäßig zu hören bekommt ist in meinen Augen einfach nur lächerlich. Von Staubsauger bis hin zu Mixer sind so ziemlich alle Küchengeräte vertreten. Nur bei einem Autorennspiel, möchte ich dann bitte auch Autogeräusche hören.

Einziger wirklich positiver Punkt, der mir an dem Spiel aufgefallen ist, ist dass es extrem viele Autos gibt, was jedoch auch etwas verfälscht wird dadurch, dass es von manchen Autos zig verschiedene Variationen gibt. Beispielsweise gibt es den Honda S2000 Baujahr 2001 in ganzen 6 Ausführungen und den Nissan Skyline GT-R (über verschiedene Baujahre hinweg) in insgesamt 31!!!! verschiedenen Variationen, von denen einige einfach nur eine spezielle Lackierung sind ("Midnight Purple"), die jedoch auch als anderes Auto gezählt werden. Dagegen finde ich es enttäuschend, dass es z.B. nur einen einzigen Cadillac (ein Konzept-Car) und nur insgesamt 7 Lamborghinis gibt.

Daher kann ich euch nur vom Kauf von Gran Turismo 5 abraten. Wer noch eine PS2 zuhause hat, sollte einfach (weiter) GT4 spielen und hoffen, dass nach den Desastern von GT5 und GT6, irgendwann wieder was besseres auf der PS3 bzw. PS4 erscheint.

Ich persönlich bin nach der Enttäuschung von GT5 auf die Forza-Reihe auf der Xbox umgestiegen und habe es bis heute nicht bereut. Aber ich drücke allen, die nicht beide Konsolen zuhause haben (und mir auch ;D) die Daumen, dass wir uns irgendwann wieder über ein richtig gutes GT freuen können.

Bis dahin, fröhliches Zocken! :)
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am 15. Dezember 2015
Halli Hallo!
Ich als Gelegenheits-Gamer habe mir dieses Game gebraucht gekauft und ich muss sagen .... Super!
Auf meine alten Tage (48) habe ich mir auch mal `ne PS3 zugelegt und suche nun Nach und Nach einige Spiele für mich!
Leider ist der Online-Support für dieses Spiel nicht mehr gegeben ..... naja!
Macht trotzdem Spass!
Wenn dieses hier jemand liest und mir ein gutes&günstiges Spiel empfehlen kann welches auch ONLINE gegen/mit andere/n spielen kann fände ich es sehr nett,wenn diese Person mich anschreiben würde!
Bin schliesslich noch Anfänger ;)
Nette Grüsse aus HB ; Harald
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am 15. Februar 2013
Es ist wie es ist. Das Spiel ist einfach der Hammer. Denn die Grafik wie die Reaktionszeiten sind so identisch wie es einfach nur machbar war. Aber wie es bei so Spiele Entwicklern ist, wir mit Sicherheit noch in der Zukunft eins drauf gelegt.
Ich kann nur sagen, Spiel Spaß pur.
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am 21. August 2013
Ich bin ein großer Racing Fan und kann nur sagen dieses Spiel verdient Note 1.
Im Vergleich zu anderen neuen Rennspielen ist GT5 immer noch ganz oben mit dabei. Die Grafik ist zwar schon in die Jahre gekommen, aber das reißt der Spielspaß wieder raus. Die Steuerung ist 100 mal besser, als bei Konkurrenzprodukten.
Die Fahrzeuge können bis ins Knochenmark justiert und eingestellt werden dasselbe gilt auch für die Steuerung.
Es kommen Regelmäßig Updates mit neuen Fahrzeugen und Rennstrecken Events dazu.
Ich will hier keinen Roman reinschreiben, aber ich denke ich habe erläutert, warum ich 5 Sterne vergeben habe.
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am 24. November 2010
Habe seit gestern das Spiel ca. 15 Stunden gespielt. Deswegen hier mein Eindruck

Steuerung ist wie GT-typisch sehr realistisch und erfüllt alle Wünsche von Simulationsfans. Fahrhilfen kann man ein bzw. ausschalten wodurch das Fahrverhalten nochmals deutlich schwieriger wird. Auch mit Lenkrad lässt sich das Spiel sehr gut spielen. Um mal zu vergleichen: GT steuert sich ziemlich genauso wie sein Konkurrent Forza....sehr realistisch. Auch das Geschwindigkeitsgefühl kann voll und ganz überzeugen.

Sound: Einige Autos klingen meiner Meinung nach etwas zahm und nicht wirklich agressiv so wie sie klingen sollten, andere wiederum hören sich etwas besser an. Kommt irgendwie immer darauf an. Insgesamt aber war ich eher ernüchtert, trotz guter Soundanlage. Der Soundtrack im Menü gefällt mir persönlich sehr gut, da er schön relaxt ist und die typische GT-Atmosphäre unterstreicht. Serientypisch eben.

Grafik: Auf der einen Seite sieht GT sehr gut aus. Texturen sind ordentlich, das Ganze wirkt relativ scharf, obwohl in Sachen Kantenglättung noch was ginge und es läuft zu 90% flüssig, trotz des 16er Fahrerfeldes.
ABER, manchmal ruckelt das Spiel minimal und es leidet sehr häufig unter Bildzereißen (Tearing). Vor allem in den Städten mit vollem Fahrerfeld zerteilt sich das Bild gerne in Einzelteile, was den optisch guten Gesamteindruck doch ziemlich schmälert.
Auch wenn es abgedroschen klingt...nach so einer langen Entwicklungszeit hätte man Sachen wie Tearing auf jeden Fall beheben sollen....da frage ich mich leider, warum das so vermehrt im Spiel auftritt.

Leider sehen auch nur die Premium-Modelle überragend aus. Die Standard-Modelle sehen eher OK aus und haben keine Cockpit-Perspektive.

Es gibt eigentlich nicht wirklich viele Strecken. Diese werden aber gnadenlos aufgeteilt, sodass man dann auf eine Zahl von ca. 60-70 kommt.

Neu in der Serie sind Nachtrennen und Wettereffekte, die mir persönlich sehr zusagen, da sowas meiner Meinung nach in jedem realistischen Rennspiel nicht fehlen darf. Macht alles auch viel her. Da muss man die Entwickler loben.

Umfang ist bombastisch. Mit so vielen Autos, so viele einzelne Challenges zu meistern braucht viel Zeit. Wer im Winter nichts zu tun hat. Mit GT5 wird er mindestens 70 Stunden, wenn nicht mehr beschäftigt sein. Zeitfahren, Rennen, Drift-Rennen, Lizenz-Prüfungen und verschiedene Herausforderungen gibt es zu bewältigen. Alles ähnlich wie im 4. Teil.

Gegner KI finde ich OK, aber nicht unbedingt eine Referenz. Der Schwierigkeitsgrad ist auch teils sehr knackig, was aber Manche überfordern könnte.

Insgesamt ist GT5 eine gute Simulation bei der man leider oft das Gefühl hat, dass die Entwickler für viele Sachen einfach nicht genug Zeit gehabt haben oder sich auf unwichtige Sachen zu stark konzentriert haben, anstatt vor allem die technischen Ungereimtheiten auszubügeln.

Die fehlenden Cockpit-Perspektiven und Schadensmodelle bei fast 800 Autos, Schwächen in der oft qualitätsschwankenden Technik unterstreichen meine Ansicht.

Insgesamt bin ich eher enttäuscht über das was PD hier geliefert hat, finde das Spiel aber dennoch sehr empfehlenswert für Simulationsfans.

Auf die Frage, ob GT5 besser ist als sein Konkurrent Forza 3 anworte ich. Nein...es ist aber auch nicht schlechter. Simulationsfans müssen eh beide haben.

persönliche Gesamtwertung: 85%
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