Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Scheibenwelt hat sich verändert
Zuerst vorweg: Ja, es stimmt, dass es kein Hardcover ist und die Übersetzung ist an einigen Stellen etwas merkwürdig (zum Beispiel am Anfang die Art wie Juliet redet). Allerdings finde ich es dem Autor gegenüber sehr unfair nur deswegen so schlechte Kritiken abzugeben.

Die Scheibenwelt hat sich schon während der letzten Romane immer mehr...
Veröffentlicht am 6. November 2010 von Athene

versus
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lang drauf gewartet - auf den gewohnten Lesespaß leider auch
Andreas Brandhorst hat sich als Übersetzer zugunsten seiner eigenen schriftstellerischen Tätigkeit zurückgezogen. Seit "Schöne Scheine" ist daher ein deutlicher Qualitätsverlust in den übersetzten Texten aus meiner Sicht spürbar. Im Internet ist zu erfahren, dass der Verlag die Scheibenwelt-Bücher einem breiterem Publikum...
Veröffentlicht am 1. Februar 2012 von J. Stuewe


‹ Zurück | 1 212 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lang drauf gewartet - auf den gewohnten Lesespaß leider auch, 1. Februar 2012
Von 
J. Stuewe (Borgstedt Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Andreas Brandhorst hat sich als Übersetzer zugunsten seiner eigenen schriftstellerischen Tätigkeit zurückgezogen. Seit "Schöne Scheine" ist daher ein deutlicher Qualitätsverlust in den übersetzten Texten aus meiner Sicht spürbar. Im Internet ist zu erfahren, dass der Verlag die Scheibenwelt-Bücher einem breiterem Publikum zugänglich machen will, da angeblich die Vielschichtigkeit und Tiefe von Pratchetts Können in den Übersetzungen von AB nicht ausreichend zur Geltung kommt. Zudem sehe man diesen Autor in der reinen Fantasy-Ecke nicht ausreichend gewürdigt. Keine Ahnung, wer im Verlag auf diese Idee kam. Ich jedenfalls kenne viele Menschen, die Pratchett lesen, ohne ansonsten Freude an Fantasy zu haben. Wie auch immer: Nach und nach sollen alle Bände neu übersetzt in den Markt kommen - Stilbruch mit Ansage also. Und das merkt man auch diesem Buch an. Ich habe immer die feine Ironie im Text, die Anspielungen und Hiebe auf unsere Kulturbereiche genossen. Die toll entwickelte Story obendrein... Manches erschloß sich mir auch erst beim zweiten Lesen.
Hier gelang dies leider nicht. Der Umgang der Zauberer untereinander wirkt durch das plötzliche gesieze unglaubwürdig. Originale wie diese, die bändeweise gemeinsam allerhand erlebt und durchgemacht haben, gehen sicherlich nicht derartig steif mehr miteinander um (auch wenn "you" im englichen Sprachgebrauch nicht einfach dem deutschen "du" gleichzusetzen ist). Insofern ist das Projekt Neuübersetzung sogar "geglückt". Man kommt sich vor, als begegne man den Figuren zum ersten mal...in nicht sonderlich sympathischer Darstellung.
In der Story geht es u.a. um Fußball, Europas liebster Sport. Und um seine Ursprünge, die wenig mit unserer heutigen Spielweise zu tun haben. Noch in den 20er Jahren des vorigen Jahrhundert galt Fußball vielfach als roher Sport der Gosse, von ebenso rohen und einfachen Menschen betrieben. Es geht darum, wie dieser Sport breitentauglich wurde. Welche Leidenschaft, ja Magie er auslösen kann. Um den "kleinen Mann" auf der Strasse, ein fast vergessenes Gemetzel an Minderheiten, etc....also vielschichtig genug, um ein tolles Thema für die Scheibenwelt darzustellen. Nur, für Leser der ersten Stunde so was von uninspiriert umgesetzt. Mich erinnert dieses Projekt an die aus meiner Sicht unglückliche Neuübersetzung vom "Herrn der Ringe". Dort wollte man vor Jahren ebenfalls neue Leser gewinnen und löste ähnliche Kontroversen aus. Heute wird wie folgt beworben:..."in der beliebten Übersetzung von...." -damit ist nur noch die "alte" Übersetzung gemeint...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


218 von 234 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Schlag in's Gesicht, 11. Oktober 2010
Der Übersetzer Gerald Jung mag als einer der besseren gelten, glaubt man diversen Rezesionen im Internet. Ich allerdings bin entsetzt von der grobschlächtigen Sprache sowie dem von mangelnder Motivation und schlechtem Stil geprägten Versuch, Pratchett zu übersetzen.
Es stimmt absolut: "Er hätte besser vorher mal ein paar Scheibenwelt-Romane gelesen!"

Terminologie ("Kackhaufen", "Ach, die Dreckspatzen ...", "Lächeln tut er aber niedlich ..." etc.), Satzbau, der an einen (mittelmäßigen) Schulaufsatz erinnert, und Stil ("Ich war halt beim Fußball. Du weißt doch, wir haben gegen diese Arschgeigen in Düstergut gespielt.") haben nichts gemein mit den älteren Werken, andernfalls ich auch nicht alle Scheibenwelt-Romane mit Begeisterung mehrmals gelesen hätte.

Was auch immer die Gründe hierfür sind (Verlagspolitik, Unstimmigkeiten mit A.Brandhorst oder vielleicht doch der Originaltext?), ich bedaure zutiefst, dass die Entscheider nicht mehr auf das Übersetzergeschick eines Andreas Brandhorst zurückgreifen, der es nach meinem Dafürhalten auf's Vortrefflichste verstand, den Wortwitz Pratchetts in's Deutsche zu übertragen und stelle fest:
Das ist ein Schlag in's Gesicht der deutschen Pratchett Leser.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das war wohl nix Mr. Pratchett, 24. Oktober 2011
Von 
DrOctupus "DrOctupus" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Selbst bei mir als Pratchett-Fan welcher alle Scheibenweltromane verschlungen hat, bleibt nach Lektüre von 'Der Club der unsichtbaren Gelehrten' eine gewisse Ratlosigkeit zurück.
Mit fünfhundertzwölf Seiten ist der vorliegende Roman wenn nicht gar der längste dann doch sicher einer der längsten Scheibenweltromane und zugleich ist er jedoch definitiv der inhaltsloseste Scheibenweltroman. Es ist schwierig zu beschreiben, aber während der gesamten Lektüre kann man sich nicht des Gefühls erwehren die Einleitung, wenn auch eines sehr amüsante und leicht und flüssig lesbare Einleitung, des Romans zu lesen. Dieses Gefühl verschwindet auch nicht nachdem man die letzte Seite des Buches gelesen hat. Dem ganzen Roman fehlt es schlicht und ergreifend an Inhalt. Die Story lässt sich in einem Satz zusammenfassen, die Zauberer der UU müssen um weiterhin Nutznießer einer beträchtlichen Erbschaft zu bleiben an einem Fussballspiel teilnehmen, der Patrizier von Ankh Morpork möchte zeitgleich das wegen Brutalität eigentlich verbotene Fussballspiel reformieren, und beauftragt mit diesem Ansinnen die UU, diese stellt eine Mannschaft auf welche von einem Angestellten der UU trainiert wird, das Spiel findet statt. Eine ganz alltägliche Geschichte eben. Tja und genau diese Geschichte wird auf fünfhundertzwölf Seiten breit ausgetreten und erzählt. Satirische oder ironische Elemente sucht man vergeblich, ebenso wie die bei Pratchett oft leise klingende Sozialkritik. Es kommt weder Spannung auf noch hat das Buch wirkliche Längen, jedoch stellt sich der Leser permanent die Frage wann denn nun endlich die eigentliche Geschichte beginnt.
Die Figuren sind pratchetttypisch nett und sympathisch gezeichnet jedoch fehlt es den Dialogen ebenso wie der gesamten Story an Spritzigkeit Eloquenz und Wortwitz, und dies liegt m.E. nicht wie in vielen anderen Rezessionen beklagt an der Übersetzung, sondern ist größtenteils allein vom Autor zu verantworten.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass entweder Verlag oder Autor oder auch beide Seiten, sich ein Stückchen vom Gewinnkuchen der durch die WM/EM aufkeimenden Fußballhysterie abschneiden wollte(n) und deshalb mit heißer Nadel ein Buch mit entsprechendem Inhalt gestrickt wurde.

Da der Output sich aber dennoch kurzweilig liest und abgesehen von der sehr dünnen Story auch keine nennenswerten Schwächen aufweist drei Sterne.

Dass der Verlag für ein Taschenbuch jedoch den Preis für ein 'ausgewachsenes Hardcover verlangt, entbehrt jeglicher Kritik, ganz egal ob es sich um ein Meisterwerk oder wie im vorliegenden Falle um einen eher unterdurchschnittlichen Output handelt. So kann man seine Leserschaft auch vertreiben und vom Bestseller Autor zum 'exklusiven Geheimtipp' avancieren'.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


130 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kein gebundenes Buch und ein mieser Übersetzer, 12. Oktober 2010
Zunächst, neben dem schon altbekannten Problem des amerikanischen Covers( Warum? Warum nur??): Auch ich hatte ein gebundenes Buch bestellt und habe ein Paperback bekommen. Allerdings vermute ich, dass Amazon daran nicht die ganze Schuld allein trägt - dort hat man vermutlich auch nicht geglaubt dass Manhattan so frech ist und 17,99 für ein Taschenbuch verlangt. Kurz: Das Buch ging zurück.
Zuvor habe ich noch einen kleinen Blick in das Innere riskiert und mich schon auf den ersten Seiten mit Grausen abwenden müssen, da der Inhalt genauso vermurkst ist wie das Drumherum. Zumindest der Anfang des Buchs liest sich wie ein albernes Sachbuch (Das ist bei der Vorlage eine echte Leistung!). Da lässt der Übersetzter die Zauber sich untereinander siezen (was streng genommen korrekt - nach weit über dreißig Werken in dem sich alle duzen jedoch ein unverständlicher Bruch ist), um gleich anschließend den Erzkanzler seine gesiezten Kollegen mit Mensch, Jungs" titulieren zu lassen. Und auch die völlig unnötig verschachtelten Fußnoten künden davon dass der Übersetzer überfordert war.

Fazit:
Ein überteuertes Taschenbuch mit katastrophalem Cover und einem schlechten Übersetzer kann man ruhigen Gewissens als eine gut abgestimmte kollektive Leistung von Manhattan bezeichnen. Das war jedenfalls meine letzte Pratchett-Neuerscheinung von diesem Verlag, zumindest bis man dort endlich aufwacht. Ich werde in der Zeit mein Englisch wieder auffrischen und die Originale lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Buch das mich sehr traurig stimmt..., 15. Dezember 2010
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und mit Spannung seiner Veröffentlichung entgegengefiebert, habe das Buch gelesen und muss meinen Senf einfach dazugeben. Dabei lasse ich sowohl den Aspekt außer Acht, dass es sich hier um ein Softcover-Buch handelt, ebenso die schlechte Übersetzung, da der Autor keinen Einfluss darauf hat. Ich möchte jedoch anmerken, dass der Übersetzer (meiner Meinung nach) in die Skorpiongrube geworfen gehört! Wenn man ein Werk einer SERIE übersetzt, sollte man in die vorherigen Bände wenigstens mal reingeschaut haben. So genug dazu...

Terry Pratchett ist ein großartiger Autor. Seine Romane haben mich über Stunden, Wochen, Tage ja wenn nicht sogar Monate auf die Scheibenwelt entführt und das mich, einen Fantasy-Muffel. Sein Wortwitz und seine unglaublich kluge Sicht auf die Welt sind einzigartig und ich bewundere ihn zutiefst. Er schafft es Fantasy mit Wissenschaft zu verknüpfen 2 Dinge die sich eigentlich von Grund auf ausschließen, aber er schafft es. Wie schon von anderen bemerkt ist gerade dieser großartige Geist in Begriff zu zerfallen was mich in höchstem Maße traurig stimmt.

Was mich an dem Buch besonders traurig gestimmt hat ist die Tatsache, dass der Quästor sang und klanglos verschwunden ist. Eine Gestalt deren Stress-bedingte (oder besser Ridcully-Bedingte) geistige Verwirrung Terry Pratchett so oft liebenswert dargestellt hat. Umso ironischer, dass gerade der Autor mit einem ähnlichen Fluch geschlagen ist wie eine seiner Romanfiguren...

Zum Roman selber:
Es wurde schon viel Wahres über das Buch hier veröffentlicht: Es ist anders als die anderen Scheibenweltromane und liest sich wesentlich zäher als zum Beispiel "Ab die Post". Es fehlt die sonst vorhandene Dynamik und auch die Charaktere sind bei weiten nicht so gut ausgearbeitet. Nutt zum Beispiel ist bisweilen ein echter "Klugscheißer" (um es im Fußball-Slang zu sagen) aber dennoch auf eine sehr eigene Art und Weise auch sympathisch. Der Plot wirkt zusammengewürfelt und es scheint als habe sich der Autor nicht entscheiden können worüber er wirklich schreiben wollte und es ist ihm allem Anschein nach sehr schwer gefallen einen Schwerpunkt zu setzen.
ABGESEHEN von diesen offensichtlichen Tatsachen gibt es aber auch in diesem Buch schöne, lustige und kluge Elemente. Deshalb sollte man dem Buch trotz der schlechten Kritiken eine Chance geben! Das Beispiel des Krebseimers ist eine so unglaublich gut gewählte Analogie und zeigt, dass Pratchett trotz seiner Krankheit die realistische Sicht auf die Welt nicht völlig verloren hat. Was mir an dem Buch wirklich gut gefallen hat ist unter anderem der zweifelhafte Aufstieg des armen Ponder Stibbons. Ich glaube in jedem Institut/Firma/etc. gibt es einen Ponder ^^ Professor Hix (der mit dem Totenkopfring) hat nun auch einen festen Platz in der Gruppe der ranghöchsten Zauberer eingenommen und das war ein wirklich kluger Schachzug von Pratchett. Ein sehr eigenwilliger neuer Charakter von dem ich gern noch mehr lesen möchte. Die Tatsache dass mein rebellischer Lieblingszauberer abgeworben wurde und nun selbst den Rang als Erzkanzler bekleidet hat mich doch sehr zum schmunzeln gebracht und die "besessene Trillerpfeife" hat mir den Rest gegeben =)

Insgesamt stimmt mich das Werk eher traurig weil man Pratchett anmerkt, dass er sich verändert hat. Ich denke aber auch dass dieser Effekt durch die lieblose Übersetzung ("Skorpiongrube! Skorpiongrube!") noch verstärkt wird. Ich hoffe inständig, dass die kommenden Romane besser werden und noch mehr hoffe ich, dass uns Terry Pratchett noch viele Jahre erhalten bleiben wird!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Och nö, so schade, 20. Oktober 2011
Och nö, wieder ein neuer Übersetzer!

Bei den letzten deutschsprachigen, also übersetzten, Büchern von Terry Pratchett hat man als Käufer/Leser das Gefühl einer Milchkuh im Distelfeld. Es gibt nix vernünftiges zu Fressen aber trotzdem wird gemolken wie verrückt.

Die letzten Scheibenwelt-Romane waren in der Übersetzung dürftig, nachlässig, unlustig, hölzern, und fühlen sich an vielen Stellen vollkommen verkehrt an. Manchmal hat man das Gefühl der Übersetzer hat mit dem Google-Übersetzungstool gearbeitet. Ja und dass trifft auch wieder bei diesem Buch zu.

Dazu kommt die Verlagspolitik erstmal alles in dicke Pappe zu packen damit das PRODUKT so richtig teuer verscherbelt werden kann und - nicht zu vergessen- die überaus lieblose Umschlaggestaltung! (Gott, was war das früher eine Freude allein die grossartigen Einbände von Josh Kirby zu studieren)

Eine äusserst schlimme Entwicklung!

Ich muss die dürftigen Inhalte auf die Übersetzung schieben da ich die englischen Original nicht gelesen habe, gebe aber zu Bedenken dass diese "Lustlosigkeit" sicher nicht nur hier ihre Ursache haben.

Fazit: Für mein Gefühl wird hier ein "grossartiger Fabulierer" für die Gewinnmaximierung von Verlagen geopfert! Die Ära Pratchett neigt sich dem Ende zu. SCHADE oder SCH......
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Heillos enttäuscht!, 31. Januar 2011
Ich bin heillos enttäuscht! Seit ich erfahren hatte, dass Terry Pratchett an einem neuen Roman schrieb, fieberte ich diesem entgegen. Und jetzt das! Ok, einige der (Stil - und sonstigen) Brüche dürften auf den Übersetzer zurückgehen, v.a. das Siezen der Zauberer untereinander fand ich wirklich befremdlich, aber anderes ist einfach inhaltlicher Murks. Was ist mit dem Quästor? Weshalb muss Ponder Stibbons dessen Aufgeben übernehmen? Trotz aller Verrücktheit hat er doch als Quästor "funktioniert"! Und wieso bietet Ridcully Stibbons eine Professur an? Er ist doch schon Professor für unbestimmte Studien!
Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, als ob sich Pratchetts Krankheit auch auf sein Erinnerungsvermögen hinsichtlich dessen, welche Funktionen und Fähigkeiten er seinen Figuren bereits zugewiesen hat, ausgewirkt hat.
Und was sollen die ganzen sich überlappenden, aber schlussendlich fast unzusammenhängenden Handlungsfragmente? Das Gerangel mit dem ehemaligen Dekan ist a) absolut langweilig (kein Vergliech z.B. zu "Heiße Hüpfer" oder "Rollende Steine") und stört b) nur unnötig den Handlungsverlauf, v.a., da es zu keinem Ziel führt. Und die Sprache (ok, das könnte auf Kosten des Übersetzers gehen ...)! Ich möchte daran erinnern: Nobby Nobbs ist so gewöhnlich, wie es nur irgendwie geht, aber selbst er spricht nicht in so einem Möchtegern-Gossenjargon!
Mit Nutt hat Pratchett außerdem garantiert eine seiner langweiligsten Figuren geschaffen. Bei "Hohle Köpfe" konnte man die Verzweiflung der Golems verstehen und mit ihnen "mitleiden". Aber hier? Die ewige Fragerei "Habe ich mich als nützlich erwiesen?" nervt! Die Figur hat nichts Liebenswürdiges an sich, das den Leser fesselt, sondern erscheint nur schrecklich besserwisserisch und "tot", was aber übrigens auch für alle anderen Figuren gilt. Kurz: Ich vermisse die herrlich durchgeknallte Anarchie, die alle Romane, in denen die Zauberer auftraten, ausstrahlten!
Ich kann nur hoffen, dass der nächste Roman wieder etwas besser ausfällt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


66 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 11. Oktober 2010
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach Bernhard Kempen ("Schöne Scheine") hat Goldmann für "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" mit Gerald Jung (der u.a. für die Übersetzung der "Bartimäus"-Romane von Jonathan Stroud verantwortlich zeichnet) wieder einen neuen Übersetzer als Brandhorst-Nachfolger akquiriert. Damit ist auch schon eine der vielen Schwächen des aktuellen Scheibenwelt-Romans genannt, denn die Übersetzung ist nachlässig (es gibt u.a. viele, viele Wortwiederholungen), unlustig, fast schon hölzern, und fühlt sich an vielen Stellen vollkommen verkehrt an. Die deutsche Fassung von "Unseen Academicals" liest sich sehr britisch, ohne noch den britischen Humor zu transportieren: Viele Namen, für die Brandhorst schöne Analogien gefunden hätte, sind unverändert geblieben, weshalb sich beispielsweise der Witz verliert, wenn es um den Goblin Nutt (eine Hauptfigur) oder das tumbe Mädchen Juliet geht - beziehungsweise um Wortspiele mit diesen Namen (der Leser rätselt eine Weile, bis er begreift, dass er die Verniedlichung "Jools" englisch - wie "Jewels" - aussprechen muss).

Aber damit beginnt die Aufzählung der Schwächen erst. Pratchett legt mit diesem Buch den eindeutig schlechtesten Scheibenwelt-Roman des aktuellen Jahrzehnts vor.

Die Zauberer der Unsichtbaren Universität entdecken, dass sie alle zwanzig Jahre an einem Fußballspiel teilnehmen müssen, um weiter Gelder aus einem Erbe zu beziehen, das an diese Bedingung geknüpft ist, und da diese Zuwendungen vor allem für die reichhaltige Küche bedeutsam sind, gibt es keinen Ausweg. Die Zauberer beschäftigen sich mit der Volkssportart, die in Ankh Morpork auf recht gewaltsame und wenig organisierte Weise betrieben wird, da sie offiziell auch verboten ist. Aber Lord Vetinari hat offenbar Pläne, "Tritt-den-Ball" zu legalisieren, und da kommt ihm die alte Verpflichtung der Zauberer gerade recht.

In der Tropferhöhle der UU arbeitet seit kurzer Zeit ein Goblin - eine Art Kobold - mit dem Namen Nutt, der aus Düsterwald kommt und ein Protegé der dortigen Herrscherin zu sein scheint. Nutt ist grau, dürr und in Lumpen gekleidet, aber übermenschlich kräftig und extrem belesen. Er wird zum Trainer der Zauberer-Fußballmannschaft. Und in der Nachtküche der UU arbeitet ein überirdisch schönes, aber sehr tumbes Mädchen namens Juliet, das eher zufällig zum Topmodel für die neue Zwergenmode "MikroKette" wird - und damit einen Inter-Spezies-Konflikt auslöst.

Es gibt viele Verstrickungen, sich überschlagende und überschneidende Handlungsstränge, etwas Politik und ganz, ganz viel Fußball. Insofern ist "Unseen Academicals" der vermutlich britischste Scheibenweltroman, denn er versucht, die Fußballverrücktheit der Briten zu thematisieren, in etwa so, wie das Nick Hornby mit seinem Erstling "Fever Pitch" getan hat. Das aber scheitert auf der ganzen Linie. Der Roman ist ein völliges Chaos, ein heilloses Durcheinander mit sehr aufgesetzter Sozialkritik, vor allem aber an keiner einzigen Stelle wirklich witzig. Die berühmten Fußnoten wirken gequält und an den Haaren herbeigezogen, vieles davon kommt dem geneigten Scheibenwelt-Fan - und ich bin einer - bekannt und wie ein sehr lahmes Selbstplagiat vor. Die Story überschlägt sich, ohne je eine Richtung einzuhalten, aber vor allem sprachlich und erzählerisch fehlt "Der Club der unsichtbaren Gelehrten" jene Leichtigkeit und Ironie, für die die Serie steht. Und die Satire auf das Phänomen "Fußball" verpufft völlig.

Es wäre unfair, all das auf die Übersetzung zu schieben, denn diese Lustlosigkeit kann nicht nur hier ihre Ursache haben. Jedenfalls schade, wenn man so lange auf einen neuen Scheibenwelt-Roman warten musste und dann solch einen Murks im Briefkasten findet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Scheibenwelt hat sich verändert, 6. November 2010
Zuerst vorweg: Ja, es stimmt, dass es kein Hardcover ist und die Übersetzung ist an einigen Stellen etwas merkwürdig (zum Beispiel am Anfang die Art wie Juliet redet). Allerdings finde ich es dem Autor gegenüber sehr unfair nur deswegen so schlechte Kritiken abzugeben.

Die Scheibenwelt hat sich schon während der letzten Romane immer mehr verändert. Während am Anfang eher klassische Fantasyelemente im Mittelpunkt standen, sind es jetzt Themen wie Fußballspiele und Modeschauen. Dem einen mag es gefallen, dem anderen nicht. Mir persönlich haben damals immer die Bücher mit Tod am besten gefallen.

Ich habe alle Pratchett-Romane gelesen. Einige fand ich besser, andere schlechter. Ich bin kein Fußballfan und mit Mode habe ich auch nichts am Hut, aber trotzdem fand ich dieses Buch gelungen. Es beinhaltet nach wie vor den typischen intelligenten Pratchett-Witz. Den "Krebseimer-Vergleich" fand ich sehr schön. Es tauchen ein paar neue, liebenswürdige Figuren auf, wie zum Beispiel Nutt, ein Tropfer, der sich erst für einen Goblin hält, bis sich was ganz anderes herausstellt. Altbekannte Personen treten aber auch auf.

Dieses Buch kann sowohl gelesen werden von Leuten, die noch keinen Scheibenweltroman gelesen haben, als von welchen, die sie alle schon kennen. Eine Inhaltsangabe möchte ich hier nicht liefern, weil dies sicherlich die Leselust vermindern würde.

Es ist sicherlich nicht der beste Scheibenweltroman, aber ich habe ihn dennoch sehr gerne gelesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Parallelen zu Fußballspielen in unserer Welt sind durchaus vorhanden, 15. Oktober 2013
Einfach nur genial! Der gemeine Wortwitz wird bis aufs letzte ausgereizt. Aber auch so ziemlich alle anderen Witze kommen nicht zu kurz. Natürlich kann man Parallelen zwischen unserer und der Scheibenwelt ziehen.
Der Anfang hat noch relativ wenig mit Fußball zu tun. Aber man bekommt einen Einblick in das Leben der Zauberer an der Unsichtbaren Universität. Und auch in das Leben derer, die dort arbeiten. So zum Beispiel Schmiers, der für das Anzünden und Austauschen der Kerzen zuständig ist. Und natürlich auch Nutt, der die Kerzen tropft. Dort lernt man auch etwas über den Kaiser. Ein Berg aus Wachs, denn darauf werden immer die Reste der ausgetauschten Kerzen angebracht. Und ganz oben brennt diese Riesenkerze immer! Deswegen muss Nutt einfach fragen: „Wie oft ist die Kerze, die niemals ausgeht, denn bis jetzt schon nicht ausgegangen?“ Und bekommt die Antwort: „Die Kerze, die niemals ausgeht, ist während der Zeit, in der ich Kerzenknappe bin, insgesamt drei Mal nicht ausgegangen. Das ist Rekord!“
Und dieser Nutt ist es dann auch, der immer mehr Leute in der Universität kennenlernt und durch sein enormes Wissen beeindruckt. So kommt es dann auch , dass er nicht unmaßgeblich an dem Fußballspiel beteiligt ist. Auch wenn eigentlich keiner genau weiß, wie er es schafft, wirklich jedem seine Meinung so rüberzubringen, dass der Gegenüber meint, es wäre seine geniale Idee gewesen. Auch die Frauen in der Küche, allen voran Glenda, die weiß, worauf es im Leben ankommt und das selbiges kein Liebesroman ist, werden in die Geschichte hineingezogen. Ach ja, natürlich bekommt man auch schon diverse Fußballspiele geschildert, bevor es zum entscheidenden Spiel kommt. Damit man weiß, wie ein Spiel dort abläuft. Und ja, Parallelen zu Fußballspielen in unserer Welt sind da durchaus vorhanden. Wobei es bei uns selten vorkommt, dass ein Spieler den Kopf verliert und selbiger dann als Ball herhalten muss.
Dafür stellen aber die Zauberer extra neue Regeln auf, damit bei dem Spiel nicht allzu viel passieren kann. Nun gut, Köpfe rollen nicht, aber deswegen wird es nicht weniger dramatisch.

Fazit:
Auf alle Fälle ist es sehr unterhaltsam. Auch die ganzen Geschichten, die nicht wirklich etwas mit Fußball zu tun haben, sind aufschlussreich und absolut klasse erzählt.
Mehr zum Inhalt will ich da gar nicht verraten. Man muss es einfach selbst gelesen haben. Und das sollte man auch, sonst hat man wirklich was verpasst.

Rezension © 2013 by Ute Spangenmacher für bookola.de
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 212 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen