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am 18. August 2012
Die Klavierkonzerte 1 – 5 von Bohuslav Martinu (1890 – 1959) gehören zu den bedeutendsten Tonschöpfungen des Komponisten und können unter den Konzertwerken des Komponisten als die geschlossenste Gruppe angesehen werden. Von daher muss schon die Verteilung auf zwei getrennte Kassetten verwundern, denn die Aufnahmen gehören zusammen - die Trennung scheint lediglich auf einem Grundsatzkonzept des Unternehmens zu beruhen. Ich schreibe daher für beide Kassetten jeweils den gleichen Text. Zu Verwunderung gibt auch die Reihenfolge Anlass, die auf der CD I mit dem Klavierkonzert Nr. 4 beginnt und sich dann mit den Nummern 1 und 2 fortsetzt, hingegen die Nr. 3 (und 5) auf der CD II enthalten ist. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass das Klavierkonzert Nr. 4 von manchen Musikfreunden als das eindrucksvollste eingeschätzt wird und der Kaufinteressent bei Hörproben am Anfang anzusetzen pflegt. Ungeachtet dieser Vermutung schätze ich alle Klavierkonzerte des Komponisten uneingeschränkt und sehe in der Abweichung von der numerischen Folge keinen wirklichen Sinn.

Die Entstehung des knapp halbstündigen Klavierkonzerts Nr. 1 fällt in das Jahr 1925, als sich Martinu in Paris befand. Es reflektiert bereits die Jazzeinflüsse vor allem im Finale des dreisätzigen Werkes. Erst neun Jahre später komponierte Martinu das etwas kürzere Konzert Nr. 2, das Elemente des Neoklassizismus und der heimatlichen Folklore kunstvoll im denkbar besten Sinn miteinander verbindet. Bis zu seiner abenteuerlichen Flucht in die USA schrieb Martinu (von einem Concertino abgesehen) kein Klavierkonzert mehr. In einem für seine Gefühlslage kritischen Zeitpunkt schrieb Martinua 1948 das Klavierkonzert Nr. 3, das für sein Schaffen in dieser Gattung eher untypisch ist. Angesichts der kommunistischen Verhältnisse in der Nachkriegszeit sah Martinu keine Möglichkeit mehr, in seine geliebte Heimat zurückzukehren. Das Klavierkonzert Nr. 4 mit der Bezeichnung „Incantations“ (Beschwörungsformeln) entstand 1955 im Auftrag der Fromm Music Foundation in Chicago und klassifiziert sich als farbenprächtiges Werk mit eindrucksvoller Dramatik. Das abschließende im Jahr 1957 komponierte Konzert Nr. 5 ist von anmutiger Eleganz.

Wer sich abseits ausgetretener Pfade bewegen möchte, um Schätze zu entdecken, wird mit den Werken von Martinu reichlich belohnt. Freilich mag sein, dass Scheuklappen abgelegt werden müssen und die Bereitschaft bestehen muss, sein Ohr an diese Art von Musik zu gewöhnen. Aber die „Mühe“ ist kaum eine solche, sie wird jedenfalls durch stimmungsvolle Freude belohnt - ohne bedeutungsschwangere Erdschwere. Interpretatorisch und klangtechnisch stehen die Aufnahmen hinter der Konkurrenz, wie z.B. mit Leichner oder Kolinsky, nicht zurück, ganz im Gegenteil. Auch das Philharmonie Orchester der kleinen Bezirkshauptstadt Zlin (Gottwaldov 1949 – 1990) lässt keine Wünsche offen. Es handelt sich auch um ein großartiges Dankeschön heimischer Künstler an einen großen Sohn ihrer mährischen Heimat.

Bei dem Booklet von Naxos hat man kräftig gespart. Der Text kann nur Menschen gelesen werden, die über Adleraugen und eine große Lupe verfügen. Hierfür und für die Tatsache, dass der Text nur in englischer Sprache verfasst ist, entschädigt allein der günstige Preis. Allein deshalb sehe ich von einem Punktabzug ab.
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am 7. April 2011
Auch wenn viele die grandiosen Klavierkonzerte von Martinu nicht kennen, gibt es doch eine ganze Menge hervorrangender Einspielungen wie z.B. von Belohlavek und Emil Leichner aus den späten 80er Jahren - die beiden Cds (Vol.1 u.2) von Naxos aus dem Jahr 2009 mit Giorgio Koukl am Klavier sind ebenfalls hörenswert.
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