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43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Überraschung des Herbstes.
Anstatt nur noch sein eigenes Archiv zu verwalten oder uns die Musik seiner Kindheit, mit der er aufgewachsen ist, nahe bringen zu wollen, geht Neil Young noch mal in die Offensive. Mit Le Noise legt Young sein wohl radikalstes, ungewöhnlichstes Werk vor. Und eins der besten seiner langen Karriere.

Walk With Me, als erster dieser 8 Songs, versetzt den...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2010 von Rocker

versus
3.0 von 5 Sternen Texte prima...musikalisch schon besseres von young gehört
Neill young als liedermacher mit elektrischer gitarre. Nicht schlecht aber auch nicht wirklich überzeugend. Mir ist der meister mit unterstützung von crazy horse lieber. Diese cd wohl eher etwas für "hard-core" fans (der ich nicht bin) - als experiment gut, name der platte spitze! Arc hat mir bessergefallen (die ja auch le noise hätte heissen...
Vor 8 Monaten von Alfred Ross veröffentlicht


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43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Überraschung des Herbstes., 12. Oktober 2010
Von 
Rocker - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Anstatt nur noch sein eigenes Archiv zu verwalten oder uns die Musik seiner Kindheit, mit der er aufgewachsen ist, nahe bringen zu wollen, geht Neil Young noch mal in die Offensive. Mit Le Noise legt Young sein wohl radikalstes, ungewöhnlichstes Werk vor. Und eins der besten seiner langen Karriere.

Walk With Me, als erster dieser 8 Songs, versetzt den Hörer in Schockstarre. Krachende Gitarrensounds, durch Verzerrer verfremdet bis zum Geht-nicht-mehr. "I feel your love/I feel your strong love/I feel the patience of unconditional love" schreit Neil Young gleich zu Beginn heraus. Gefolgt von einem Gitarrengewitter, das in Loops und Effekte mündet, dass einen trocken schlucken lässt.

Young riskiert mal wieder sehr viel, er experimentiert und dürfte damit so manchen ur-Fan vor den Kopf stossen. Auf Sign Of Love und Someone's Going To Rescue You nimmt er zwar etwas den Fuss vom Gas, doch der Grundsound des Openers bleibt erhalten. Wer diesen Soundwall durchdringt, der wird hoch belohnt. Neil Young gibt hier auch songtechnisch sein Bestes. Nur muss man sich durch diesen komplexen Sound seiner Gitarren durch hören, um zum Kern vorzustossen. Das dürfte die Herausforderung dieses Albums sein.

Love And War, meiner Meinung nach eine der eindringlichsten und besten gesellschaftlichen Kommentare Youngs der letzten Jahrzehnte, sollte auch die Folkfans wieder erfreuen. Nur zur akustischen Gitarre singt Young hier, dass einem die Haare zu Berge stehen können. Seine Stimme ist so nah beim Hörer, sie steht im Raum - fast gespenstisch.

Nachdem wir gerade mit Old Neil Frieden geschlossen hatten, kehrt It's An Angry World zum Anfang von Walk With Me zurück. Zu früh gefreut ? Im Gegenteil. Die verzerrten Gitarren werden durch Stimm-Loops weiter angeheizt, bis sie langsam verstummen.

The Hitchhiker ist neben Love And War wohl das stärkste Stück dieser CD, nur mit den elektrischen Effekten, auf die Young bei Love And War verzichtet. Man muss eintauchen in diesen ungewohnten Sound und sollte all diese gebotenen Effekte nicht als Belastung, sondern als Mittel zum Zweck auffassen.

Bevor Rumblin den verrauschten, rabiaten Rausschmeisser mimt, kredenzt uns Neil Young noch einen zweiten akustischen Cocktail aus Folk und Countrysound, der sich Peaceful Valley Boulevard nennt. Herzzerreissend schön und bewegend.

Natürlich gebühren Neil Young für Le Noise die Lorbeeren nicht allein. Produzent Daniel Lanois hat einen wesentlichen Anteil an diesem Album und eigentlich gehört sein Name genauso auf das Cover, wie es seinerzeit Pearl Jam zur Ehre gereicht hätte, das ihr Name auf Mirrorball Erwähnung gefunden hätte. Vetragliche Fallstricke haben dies damals verhindert.

Lanois hilft Neil Young auf Le Noise jedenfalls gehörig auf die Sprünge und verpasst ihm durch seine Verzerrer, Effekte und kräftigen Einsatz von Hall einen so beängstigend präsenten Sound, wie schon lange nicht mehr. Und Young lässt sich nicht lange bitten und zaubert die besten Songs seit gefühlten Ewigkeiten für diese Kollaboration aus dem Ärmel.

Da kann man nur sagen: Glückwunsch, Neil Young, Glückwunsch Daniel Lanois. Für diese Arbeit und den Mut uns das Ergebnis nicht vorzuenthalten. Einige Neil Young Alben der letzten Jahre waren entbehrlich - dieses nicht.
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118 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier gehts lang!, 30. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Komisch! Alle großen alten Männer schieben nun neue Scheiben auf den Markt, brauchen offenbar wieder Geld nach der Krise oder wittern Aufwind.

Das Meiste geht ja voll in die Hose, begonnen hat Gabriel mit einem faden Rückenkratzer, dann hat der olle Phil völlig Verzichtbares abgeliefert, Clapton liefert gepflegteste Langeweile und blickt mit einem Schnorrerblick aus dem Cover, das jüngste Santana-Oeuvre ist schlimmer als fast alles, was ich jemals weggeschmissen habe, von Joe Cocker erwarte ich Furchtbares und auch Ray Davies probierts mit dem "featuring die oder der"-Schmäh...

Und dann gibt es noch Neil Young, der hier unter hervorragender Führung von Daniel Lanois all diesen Wapplern zeigt, wo der Hammer hängt.

Nur mit elektrisch verzerrten Gitarren und seiner ungewöhnlichen Stimme liefert er hier einen vielschichtigen und spannenden Wall of Sound ab, dass es nur so blitzt und donnert und dabei ist die Qualität dieses Songwritings auf Augenhöhe mit seinen stärksten Songs!

Ich habe ein Bild vor mir: Ein paar Boxen stehen herum, aus einer dudelt Clapton, aus der anderen der mexikanische Schnurrbart, in einer raunzt sich Phil mit seinen Hupfdohlen weg, davor schläft das Publikum. Dann betritt old Young die Bühne und haut den ersten Akkord von "Walk with me" in seine Klampfe. Schon beim ersten Ton fliegt das ganze Zeug davon, die Leute werden munter, die Kinnladen klappen nach unten.

Und die Welt weiß plötzlich wieder, was Musik ausmacht, wie Musik sein muß, um was es eigentlich geht...

Diese Scheibe sagt uns das! Klar und deutlich, unmißverständlich! Wer es also wissen will kippt hier mal rein...
Großartig, das, einfach großartig!
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48 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sonic Heaven, 24. September 2010
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Wahrscheinlich ist der Albumtitel nicht nur eine Anspielung auf die Art und Weise wie dieses Album aufgenommen wurde, sondern auch eine Hommage an den Produzenten (Lanois - LeNoise), denn eigentlich müsste das Album gerechterweise ja unter ,Neil Young & Daniel Lanois' erscheinen, soviel schuldet es dem Produzenten. Auf ,Le Noise' gibt es nur 3 Instrumente - Young's Stimme, seine Gitarre und Lanois Studiotechnik

Schon aus dem ersten Track ,Walk With Me' presst Lanois auch den letzten Nachhall und das letzte Nebengeräusch der Gitarre heraus uind baut daraus immer weitere Soundebenen.

Bei ,Sign Of Love' scheint Young's Stimme dann über seiner Gitarre zu schweben, irgendwo von ganz hoch oben kommend. Auf ,Someone's Gonna Rescue You' klingt er, als ob er in einer Kathedrale augenommen worden wäre. Überhaupt - dieser Stimme, die nie alt klingen will, aber immer zweifelnd oder anklangend daherkommt, wird mit diesem Album geradezu ein Denkmal gesetzt.

Auf dem wunderschönen akkustischen ,Love And War' schafft Lanois dann das Kunststück Young so klingen zu lassen, als ob er direkt im Zimmer des Hörers sitzen würde. Ganz nah und intim ist man da bei ihm und dieser wunderbaren Folk Ballade.

,Hitchhiker' ist auch wieder ein ganz großer song von Young und er wirkt trotz einer Länge von 5einhalb Minuten fast zu kurz . Aufgenommen ist er so, dass man ihn vor seinem geistigen Auge alleine auf der Bühne eines riesigen leeren Stadions sieht. Sicher - es sind ausgezeichnete Lieder, aber die Produktionskunst (und ja - hier ist das Wort Kunst angebracht) verleiht ihnen erst den Glanz den Sie verdienen.

Auf ,Peaceful Valley Boulevard' ist man Young und seiner Akkustischen auch wieder ganz nah, aber in einer kleinen Dorfkirche, die sich ausgezeichnet für eine idyllische Landhochzeit eignen würde.

Das fragile ,Rumblin' setzt den Schlusspunkt einer großen Platte und lässt diese einzelne Gitarre so unglaublich vielschichtig klingen.

Young schreibt diese wunderbaren songs, und Lanois malt die Bilder dazu. Eine solch bemerkenswerte und faszinierende Klang- und Musikerfahrung wie mit dieser Platte macht man nur ganz ganz selten und eines steht mit diesem Album endgültig fest - sound matters!
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wuchtbrummer, 28. September 2010
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
daniel lanois hat ja schon mit vielen großen zusammengearbeitet, gabriel, dylan, eno - um nur einige zu nennen - und auch bemerkenswerte soloprojekte verwirklicht.

aus meiner sicht ist sein gesamtwerk ein wenig durchwachsen und reicht von geht grad noch bis großartig. hier hat er glücklicherweise ausser seinem equipment nicht viel dazu getan, denke ich.

neil young zeigt hier unmissverständlich, wie ein ganz großer in würde altern kann und er ist wieder einmal in's unerwartete abgebogen.

so matte sachen wie phil collins oder carlos santana hat dieses urgestein der kanadischen rockmusik ganz offenbar nicht mal ansatzweise nötig.
ein mann und eine elektrisch verzerrte gitarre - mehr ist hier nicht zu hören - können verstören, bezaubern, verwundern und - yess! - nachhaltig begeistern und das mächtig!

ich lehne mich mal ein wenig aus dem fenster und behaupte, dass NY schon ewig keine platte abgeliefert hat, die so durchwirkt ist von großartigen kompositionen, die zwar ihre zeit brauchen, aber sich - einmal festgesetzt - weit über zb "fork on the road" erheben. stellenweise erinnern mich diese songs sogar an die klassiker aus zb "harvest"...

richtigerweise hat daniel lanois wie bei dylan nicht auf bedingungslosen schönklang gesetzt, diese lieder waren draussen im gatsch und haben sich trotzdem ihre schönheit bewahrt, atmen authenzität, wirken ehrlich, echt und leuchten durch, durch diesen seltsam abgehoben wirkenden sound. man muss sich nur mit haut und haar drauf einlassen, mit jedem mal hören legt das zu, wächst und wird stärker und wühlender... auch die länge passt, wenn der letzte ton verklingt, bleibt der hörer hungrig, hat lust auf mehr, eine genau bemessene dosis!

das klingt genauso, wie das klingen muss, das gehört so, das ist ein statement für alles was man so ganz selbstverständlich richtig machen kann, wenn man es einfach drauf hat und laufen lässt, das ist ein gesamtkunstwerk!

wie schon das - übrigens schön gemachte - pappcover suggeriert: da ist etwas arges unter der oberfläche und hinter dem licht...

möglicherweise die platte des jahres!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alternative Soundexperimentierfreude vs. mittelmäßiges Songmaterial!, 30. April 2011
Von 
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Scheiblingkirchen, Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Ganz ehrlich: Zunächst war ich von der Scheibe sehr angetan! !!WOW!!, dachte ich. Gut, ich bin nicht der Hardcore-Neil-Young-Fan, der alle Platten zuhause im Schrank stehen hat, aber so etwas hatte ich dann doch nicht erwartet: Verstärker auf Maximum gedreht, Gitarrenregler aufgerissen - und man schwebt als Hörer dahin in einer Klangwolke, wie sie sonst nur mehrköpfige Orchester zustande bringen! Von Beginn weg schwappt die Begeisterung darüber, dass ein Mann, von dem ich offengestanden eher ein paar belanglose Countrysongs erwartet hätte, sich in grungeähnlichen Alternativrock-Soundexperimenten im Alleingang versucht, über und kann einen FAST die ganze Scheibe hindurch bei Laune halten... Ja, FAST!

Nach mehrmaligem Hören nämlich, auch wenn sich da noch der eine oder andere Aha-das-hab-ich-bis-jetzt-ja-so-noch-gar-nicht-mitbekommen-Effekt einstellt, ödet das ständig gleiche Songmuster doch auch ein wenig an. Hinzu kommt noch - und eingefleischte Fans bitte ich hier herzlichst um Vergebeng - die seltsame Stimme Mr. Youngs, die - so gut und geschult sie auch immer sein mag - zu dieser Art von Musik nur begrenzt passt.
Grundsätzlich finde ich es ja schon toll, dass LE NOISE (der Titel könnte treffender nicht sein!) mit wundersamen Klangwelten und einer gleichzeitigen Sparsamkeit (an Instrumentalisierung) einen reizvollen Widerspruch in sich trägt, der mit Sicherheit neugierig macht. Man muss aber schon sagen, dass die insgesamt 8 Songs auf dem Album dann auch genug des Guten sind. Noch mehr Länge hätte der Scheibe - da bin ich mir ziemlich sicher - mehr geschadet als gut getan. Und nach einem wirklich guten Album möchte man ja normalerweise eigentlich, dass es nie aufhört...

Wie auch immer. Mit Sicherheit ist es sehr positiv zu bewerten, dass Neil Young ganz einfach einmal herumprobiert hat - gut so! Ein weiteres Album dieser Art würde der kanadischen Musiklegende jedoch wohl niemand mehr abnehmen. Es wird aber ohnehin keine Wiederholung zu erwarten sein...

Fazit: Viel Lärm um größtenteils durchschnittliche Songs, die - so sehr sie am Beginn auch verzücken - sicher nicht unbedingt zu Klassikern aufsteigen werden.

Nicht eingefleischten Fans würde ich die CD aber gerade wegen ihrer Eigenheit(en) und ihrem experimentellen Sound weiterempfehlen! Gesanglich hatte Herr Young (zugegebenermaßen ist er ja nicht mehr ganz so jung) schon bessere Tage. Aber darum geht's auf LE NOISE in erster Linie ganz bestimmt nicht!

Meiner Meinung nach sind die 4 STERNE, die ich Neil Young's Neustwerk hiermit verleihe, in Summe vielleicht sogar etwas schmeichelhaft. 3 - 4 wären wohl am angemessensten! Sei's drum...

Resümee: Bestimmt keine Fehlinvestition, aber auch kein echtes Highlight!
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1.0 von 5 Sternen Nun ja, 9. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Vorweg: Ich mag NY. Allerdings bin ich kein uneingeschränkter Fan. So kann ich diesem Werk auch nichts Gutes abgewinnen. Es ist ein furchtbares Geschrammel und dazu hört sich NY mit seinem übertriebenen weinerlich leiernden Gesang grauenhaft an. Gut, vielleicht erkenne ich die musikalische Kunst dahinter nicht, und ich bin ein Banause. Ich habe schon den Sinn der berühmten "Fettecke" von Beuys nicht verstanden.
Mit anderen Worten: Das Werk von NY grenzt an Fanvera... und Geldmacherei. Das ändert nichts daran, dass ich weite Abschnitte seines Schaffens mag, aber Le Noise ist nichts anderes, als es der Name schon sagt: Geräusch im Sinne von Krach, das Geld nicht wert
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3.0 von 5 Sternen Texte prima...musikalisch schon besseres von young gehört, 16. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Neill young als liedermacher mit elektrischer gitarre. Nicht schlecht aber auch nicht wirklich überzeugend. Mir ist der meister mit unterstützung von crazy horse lieber. Diese cd wohl eher etwas für "hard-core" fans (der ich nicht bin) - als experiment gut, name der platte spitze! Arc hat mir bessergefallen (die ja auch le noise hätte heissen können)
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4.0 von 5 Sternen I said solo...THEY said acoustic., 25. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Je älter Neil Young wird, je mehr Platten er veröffentlicht, desto größer wird der selbstreferentielle Anteil seines Schaffens. Das ist wohl unvermeidlich, wenn man seinen Stil, einen hohen Output und schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat. Auf den Konzerten zum 2005 erschienenen Album "Prairie Wind" (dokumentiert in Jonathan Demmes ganz wunderbarem "Heart Of Gold"-Film) beschränkte sich die Backkatalog-Auswahl auf Songs von "Comes A Time" [1978], "Harvest" [1972] und "Harvest Moon" [1992]. Letztere wurden von Young gleich qua Titelgebung öffentlich miteinander verbandelt, während "Chrome Dreams II" [2007] auf ein bis heute unveröffentlichtes Album namens "Chrome Dreams" verweist.

Ob vom Künstler so beabsichtigt oder nur vom Rezensenten an den Haaren herbeigezogen oder beides: "Le Noise" hat im Gesamtwerk Youngs zwei Bezugspunkte. Einmal wäre da der Soundtrack zu Jim Jarmuschs Noir-Western "Dead Man" [1995] zu nennen, den Neil Young auf seiner schwarzen Les Paul spontan einspielte, während er sich den Film vorführen ließ. Denn vor allem elektrische Gitarren sind auf "Le Noise" zu hören. Keine Band. Nicht mal eine Mundharmonika. Das klingt beim ohne Vorgeplänkel losplatzenden "Walk With Me" erstmal ziemlich verstörend, später gewöhnt man sich dran. Kein besonders starker Song übrigens, aber eine stabile Wand. Während ich "Le Noise" die ersten 3-4 Male laufen ließ, dachte ich des Öfteren: "Schade, wie geil hätte das sein können, wenn Crazy Horse die Nummern gespielt hätten...", aber das sehe ich heutzutage nicht mehr so. Das Konzept des Albums funktioniert. Das T-Shirt zur Tour zierte der Ausspruch "I said solo...They said acoustic.", und wer dabei war, konnte erleben, wie Neil Young zur verzerrten E-Gitarre "Cinnamon Girl" und andere Klassiker, aber auch neues Material spielte.

So, und an dieser Stelle muß jetzt natürlich endlich mal Daniel Lanois ins Spiel kommen, der das Album produziert hat. Und kaum je hörte man einem Neil Young-Album die Arbeit des Produzenten so sehr an: Lanois hat sowohl Neil Youngs Stimme als auch seine Gitarren mit reichlich Delays, Halleffekten und anderen Verfremdungsgeräten bearbeitet, an vielen Stellen warme Sub-Bässe unter die Akkorde gelegt und "Le Noise" auf diese Weise ein Sound-Design verpaßt, das dem Album eine seltsame Modernität angedeihen läßt. Neil Young goes BURIAL. Na, nee, so doll nun auch nicht. Aber "Le Noise" ist ohne Frage die elektronischste Platte seit der vielgescholtenen "Trans" aus dem Jahr 1982. Womit der 2. Bezugspunkt im Spiel wäre. Als "Spiritual Advisor" ist Youngs 2. Sohn Ben im Kleingedruckten auf der CD angegeben. Er inspirierte seinerzeit "Transformer Man", eins der wichtigsten "Trans"-Stücke, und es ist schon interessant festzustellen, daß sein Name im "Le Noise"-Kontext wieder fällt.

Die offensichtlichere Verbindung ist aber "The Hitchhiker", einer der herausragenden Songs auf "Le Noise": Neil Young streift durch seine Biografie und setzt den Schwerpunkt auf diverse Drogenerfahrungen, die er im Laufe seines langen Rockstarlebens gemacht hat. Und bei 3:52 singt er zu einer Akkordfolge, die Neil Young-Kundige halbbewußt ohnehin schon antizipiert haben: "I thought I was an aztec, or a runner in Peru/I could build such beautiful buildings to house the chosen few, like an Inca from Peru" - ein 1:1-Selbstzitat aus "Like An Inca", dem einzigen Song auf "Trans", den konservative Fans gelten lassen. Da läuft's einem kalt den Rücken runter, während man in Neil Youngs Gehirn im Bruchteil einer Sekunde von einer Synapse zur anderen witscht.
Die beiden zur akustischen Gitarre gesungenen Songs "Love And War" und das überlange "Peaceful Valley Boulevard" sind weitere Höhepunkte. Lanois' audiomanipulative Kunst wäre hier gar nicht nötig gewesen, tritt aber auch nicht in Konkurrenz zur sensiblen Direktheit von Neil Youngs Performance. Einfache Songstrukturen, einfache Worte, unplakative Ehrlichkeit, keine Spur von Selbstverbrämung: "The saddest thing in the whole wide world is to break the heart of your lover. I made a mistake and I did it again and we struggled to recover. Then I sang in anger, hit another bad chord, but I still try to sing about love and war." Und wir hören gern zu. Interessante Platte!
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 64 Jahre jung und kein bisschen leiser, 25. September 2010
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Le Noise ist mit 38 Minuten kein besonders langes, aber ein klassisches Neil Young Album (optisch schön umgesetzt auf dem Cover: Neil Young zwischen klassischen griechisch-römischen Säulen, sieht aus wie ein Prediger mit E-Gitarre im Tempel). Ungewöhnlich ist bei diesem Album der Schwerpunkt auf Lanois Studiobearbeitung, schliesslich gehört Young zu den Freunden des Spontanen, nicht Überproduziertem. Trotz der fehlenden Schlagzeug und Bass Begleitung klingt Le Noise wie ein Soloauftritt von Neil. Die Papphülle enthält ein Faltposter mit den Lyrics, so wie das gute, alte Harvest von 1972. Angaben zu den Mitmusikern oder sonstige Informationen zu den Songs fehlen. Erst nach einigen Durchläufen fiel mir auf, dass es offenbar gar keine Band gab, nur Neil, eine E-Gitarre und Studiotechnik (viele Echoeffekte). Daniel Lanois hat das Album produziert (nettes Wortspiel: Lanoise - Le Noise). Atmosphärische Schwarz-Weiß Fotos und der geprägte, silberne Schriftzug Le Noise verzieren das Cover.
Für mich ist es einer der besten Alben von Neil seit längerer Zeit. War Fork in the road eher ein unmotivierter Soundtrack zum LincVolt-Projekt, den ich nur höchst selten höre, so gefällt Le Noise sofort und wird sicher nicht im Regal verstauben. Es fehlen 9-minütige Gitarren-Epen wie Cowgirl in the sand, statt dessen wird kurz und auf den Punkt gerockt, eine echte Freude!
Viele der Songs wurden auf der Twisted Road Tour im Mai 2010 erstmals live gespielt, auf das Album haben es nun im September 2010 viele davon geschafft. Leia fehlt. Ebenfalls You never call, das Lied, das er für den, ebenso wie Ben Keith, kürzlich verstorbenen L.A. Johnson geschrieben hat.
Das zentrale Lied, zumindest für mich, ist Hitchhiker. Erstmals 1992 (wenn ich mich nicht irre) live vorgestellt, ist es eine Art Don't be denied, nur mit dem Schwerpunkt Drogen. Neil schildert autobiographisch seinen Erfahrungen mit allerlei Stoffen und nennt auch gleich treffend einen Grund für den Missbrauch: "Bit the endless lights and the neon nights". Inhaltlich nicht unnähnlich Eminems Drogensongs, allerdings wesentlich resignierter und mit Happy End: "I'm thankful for my children, and my loving wife.".
Die Strophe "I thought I was an Aztec or a runner in Peru..." kennen Neil Young Fans bereits aus Like an Inca (vom Trans Album) - Neils alte Sehnsucht nach einer Rückkehr zu einem idealisierten, ursprünglichen Amerika.
Love and War hätte auch gut auf Living with war gepasst, ein gutes Beispiel wie Le Noise klingt. Es ist ein in sich geschlossenes Album
Die Ballade Peaceful Valley Boulevard fällt etwas aus dem Rahmen, ein sehr gelungener Song ("first they came for gold than they came for oil", "a child is born and wonders why" - das ist eine gelungene Bereicherung von Youngs eh schon einzigartigem Lebenswerk), der eine Verschaufpause bietet, obwohl das Album nach Rumblin` (der einen "change" verkündet, Youngs hoffnungsvolle Utopie einer besseren Zukunft) ohnehin schon viel zu schnell vorbei ist. Aber was soll's. Einfach gleich nochmal von vorne hören und für Nachschub ist eh gesorgt: Archives Vol. 2, ein neues Crazy Horse Album etc. Neil hat sich für eine wirklich lange Karriere entschieden. Not fading away, not burning out. Gut so!

Wer nach Chrome Dreams 2 und Fork in the road etwas das Interesse an Neil Young verloren haben sollte, kann mit gutem Gewissen zu Le Noise greifen. Ein Album das an Mirrorball und Rust never sleeps erinnert, ohne allerdings deren Abwechslungsreichtum bieten zu können. Nicht nur das Cover, auch die Schrifttype der Lyrics erinnern an Kirche und heilige Schrift. Ein sakrales Album für Youngs Jünger.

Anspieltipps: Sign of love, The Hitchhiker, Rumblin`
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Wunderwerk des alten Meisters, 28. September 2010
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Rezension bezieht sich auf: Le Noise (Audio CD)
Man mag gespannt sein, wie kommenden Generationen das Schaffen von Neil Young einstufen werden. Beinahe regelmäßig und zumeist überraschend hat er seine Fans mit neuen Stilen, Sounds und Inhalten ebenso überrascht wie gefordert.
Den breiten Massengeschmack hat er dabei selten getroffen. Die Harvest/Heart of Gold-Fans, die sich irgenswann später eine zweite Neil Young Platte kauften, hatten stets gute Chancen, eine CD zu erwischen, mit der sie nichts anfangen konnten und mancher, der Live Rust oder Ragged Glory als Favorit nennt, mag sich mit den Shocking Pinks, Old Ways oder auch Prairie Wind schwer tun.

So ist auch Le Noise ebenso untauglich für den Massengeschmackwie auch für das Formatradio und keinesfalls leicht konsumierbar. Selbst unter den treuen Fans wird es gespaltete Meinungen geben.

Nichtsdestotrotz ist es lohneswert, sich auf dieses Neuland einzulassen. Le Noise erlaubt nicht das schnelle Hören im Hintergrund. Gefordert sind ein zweiter oder dritter Durchlauf in einer ordentlichen Lautstärke auf einer guten Anlage. Ein 128er MP3 liefert hier leider nur Soundmüll (eigene leidvolle Erfahrung. Bei jedem Hören erschließen sich neue liebevolle Details.

Man mag es bei diesem überwiegend brachialem Sound nicht glauben, aber es ist aus meiner Sicht im Kern eine sehr persönliche, manchmal sogar intime CD. Nur einige Beispiele.
'Hitchhiker' als eine der Höhepunkte ist ein persönlicher Rückblick auf seine 70er-Jahre, der Umzug nach Kalifornien, Drogen, Hippies und Klischees. Der Sound wirkt dämonisch und beklemmend, erinnert an 'Sleeps with Angels' nach dem Tod von Curt Cobain, der Neil Young als eines seiner Vorbilder nannte und in seinem Abschiedsbrief eine Textzeile Neil Youngs zitierte.

Das wunderbare akustische 'Love And War' greift auf seine Anti-Kriegs-Songs (zuletzt gesammelt auf 'Living with war') zurück und geht dabei durchaus augenzwinkert auf sein eigenes Tun ein ('I hit a bad chord'). Spanische Einflüssen an der Westerngitarre, einfache Lyrics mit Gänsehaut-Effekt.
'Angry World' klingt nach dem, was es verspricht. Ein krachender Song, in dem Neil Young seine Wut über die die steigende Kälte und Rücksichtslosigkeit des Umgangs miteinander herausschreit ('Some see life as a business plan').

Eigentlich fehlt auf der CD nur das neue 'You Never Call', das er derzeit bei seiner Tour Herbst 2010-Tour fest im Programm hat, aber nicht für CD berücksichtigte. Ein tieftrauriges Stück, beeinflußt vom kürzlichen Tod nahestehender Menschen. Viellicht wäre es ihm ein ruhiges Stück zuviel bei Le Noise gewesen.

Es ist spürbar, daß Neil Young vor kurzem enge Weggefährten verloren hat. L.A. Johnson war sein Produzent über Jahrzenhnte ebenso wie der unveressene Ben Keith, den er seinen 'Bruder' nannte und eine Art musikalischer Leiter und Rückgrat war, besonders auf den akustisch betonten Aufnahmen, Crazy Horse ist seit Jahren intern zerstritten und steht als Band nicht zur Verfügung. 'I hit the city and I lost my band'.
Oder aktuell im Intro Song 'Walk with me':

I missed a soul and the old friendship
I lost some friends I was travelling with
I missed a soul and the old friendship

All diese sind Elemente die, Neil Young begleiten, unersetzliche Lücken hinterlassen und mitgeprägt haben. Le Noise ist sein Weg, sich neu zu orientieren, sich neu zu erfinden und dem breiten musikalischen Spektrum neue Facetten hinzuzufügen. In Daniel Lanoise hat er hierfür einen kongenialen Begleiter gefunden. Daß die CD LeNoise heisst, ist eine verdiente Remniszens an den Beitrag des neuen Produzenten.

Le Noise ist nicht massenkompatibibel, kann es nicht sein, kann schon gar nicht allen gefallen und das darf so sein. Für die aber, den sich diese Details erschließen, ist es eine Offenbarung.

Für alle anderen gibt es ausreichend Material auf höchstem Niveau im Back-Katalog wie zuletzt Chrome Dreams II mit dem 20 jahre alten Ordinary People, das selbst Neil Young-Hasser mitreißt. Die meisten aber werden es in diesem Leben aber wohl niemals hören.

Fazit: Ein verwirrendes, ausgereiftes Meisterwerk eines der letzten wirklichen Persönlichkeiten der Rockmusik, die niemandem mehr etwas beweisen muß. Long may you run.
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