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am 15. März 2011
Vor der Veröffentlichung von "Abrahadabra" war meine Erwartungshaltung bezüglich eines neuen Albums von Dimmu Borgir sehr niedrig. "In Sorte Diaboli" war 2007 für mich ein spürbarer Rückschritt. Während "Puritanical Euphoric Misantrophia" 2001 mit einem extrem kalten, mechanistischem und hartem Klang überraschte und "Death Cult Armageddon" 2003 mit einem sehr gelungenen Einsatz eines Orchesters überzeugte, wirkte die 2007er-Veröffentlichung der Norweger, die sich mittlerweile unüberhörbar vom "klassischen" Black Metal entfernt haben, ideenlos. Noch dazu stieg mit Simen "ICS Vortex" Hestnæs in der Zwischenzeit aus, der mit seinem Klargesang ein tragendes Element des bekannten Klangkostüms von Dimmu Borgir war.

Umso überraschter zeige ich mich von "Abrahadrabra". Dimmu Borgir haben es fertig gebracht, sich neu zu erfinden. So noch nie gehörte Elemente begegnen dem geneigten Hörer auf dieser Platte an allen Ecken. Beginnt das Album noch klassisch mit einem orchestralen Intro ("Xibir"), zeigt bereits "Born Treacherous", dass die orchestralen Anteile nun wieder eine deutlich tragendere Rolle spielen als noch vor drei Jahren. Insgesamt haben über 100 Leute an diesem Album mitgewirkt - das schließt einen Chor und ein Orchester mit ein. "Gateways" zeigt dann die erste handfeste Überraschung: Mit Agnete Kjølsrud haben sich Dimmu Borgir weibliche Verstärkung geholt. Das Duell zwischen dem ewig keifenden Shagrath und Agnete wirkt beim ersten Durchlauf gewöhnungsbedürftig, entpuppt sich für mich allerdings als großartig. Das selbstbenannte "Dimmu Borgir" wird mit Sicherheit bald zur Band-Hymne avancieren - der Song wird von Chören getragen und erhebt sich - ähnlich wie das orchestral-epische "Chess With the Abyss" - selten über das Midtempo. Eine Entwicklung, die ich sehr zu schätzen weiß. Beim flotten "Ritualist" ist erneut eine Gast-Stimme mit an Bord - dieses Mal männlicher Klargesang. Das stampfende "The Demiurge Molecule" weiß mit einem majestätischen Refrain zu überzeugen. Einzig "A Jewel traced through Coal" und "Renewal" fallen ein wenig ab. Ersteres wirkt unnötig hektisch, zweiteres hat ähnliche Probleme und unangenehm abgehackte Strophen. Mit "Endings and Continuations" beenden Dimmu Borgir das Album allerdings in großartiger Manier - mit atmosphärischem Intro und männlichem Klargesang. Ein sphärisches "Abrahadabra" trägt den Hörer aus dem Hörvergnügen.

Ich bedanke mich!

Fazit: Dimmu Borgir klingen 2010 unerwartet frisch und ideenreich. Allein die Tatsache, dass sie immer noch daran festhalten, unbedingt "böse" sein zu müssen stört mich persönlich stark. Ich bin der Meinung, dass Dimmu Borgir anno 2010 die musikalische und künstlerische Reife erlangt haben, sich von diesen Grenzen früherer Positionierung befreien zu können. Angesichts dieser überzeugenden musikalischen Darbietung bin ich bereits sehr gespannt auf den Nachfolger. "Abrahadabra" erhält eine eindeutige Kaufempfehlung.
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am 19. Oktober 2010
Dem puristischen Schwarzmetaller wird vermutlich vor Abscheu der Kalk aus der Visage rieseln, denn von der reinen Lehre haben sich DIMMU BORGIR ja schon seit langem verabschiedet und auch das neue Album macht da keine Ausnahme.

In anderen Reviews stand hin und wieder mal was von "Kirmes" oder "Zirkus" und so ganz Unrecht haben diese Kritiker tatsächlich nicht. Die DIMMU BORGIR Version von Black Metal ist schon einigermaßen plakativ und es wird kaum ein Klischee ausgelassen, das die Thematik so hergibt. Aber warum auch nicht, viele Künstler haben sich ein spezielles (optisches) Image geschaffen, welches zu ihrem Trademark geworden ist, man denke nur an KISS, KING DIAMOND, SLIPKNOT oder wenn man etwas boshaft sein will LORDI ;) Ich finde das nicht weiter schlimm.

Was den Puristen auch nicht gefallen dürfte, ist die ausufernde Orchestrierung. Mehr Bombast, Orchester und Symphonie geht da wirklich kaum noch. Das erinnert mich z.T. schon an selige THERION-Zeiten, als die noch etwas heftiger unterwegs waren. Für diejenigen, für die echter Black Metal basisch, roh und auch gerne etwas unterproduziert sein muss, ist das hier vermutlich ein Grauen.

Denn dieses Album ist quasi genau das Gegenteil. Die Produktion ist klasse, haut gut rein und lässt allen Instrumenten genug Raum. Die Verbindung zwischen den Metal- und Orchesterparts ist sehr organisch und wirklich gut gemacht. Der durchgehend hohe Symphonieanteil wirkt sich zwar etwas negativ auf den Härtegrad aus, aber hin und wieder wird auch mal die etwas gröbere Kelle ausgepackt. Von schwarzmetallischer Raserei ist man auch aber dann immer noch meilenweit entfernt.

Wenn man also kein beinharter Überzeugungstäter in Sachen Black Metal ist und eher CRADLE OF FILTH als alte DARK FUNERAL bevorzugt, kann man mit diesem Werk schon viel Spaß haben - wenn man das in Verbindung mit Black Metal überhaupt sagen darf ;)
DIMMU BORGIR haben zwar auch schon bessere Alben abgeliefert, dieses hier ist aber ebenfalls durchaus höhrenswert.
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am 25. Februar 2011
Nach 3,5 Jahren legen Dimmu Borgir mit einem Nachfolger des umstrittenen "In Sorte Diaboli" endlich wieder nach. Viel ist seither passiert: Mit "Vortex" und "Mustis" haben Dimmu Borgir gleich 2 langjährige Musiker (gewollt?) verloren, was sich sehr auf den Sound der Band hätte auswirken können.
Da meiner Meinung nach aber kein Dimmu Borgir Album so richtig einem anderen ähnelt, hat man mehr oder weniger sowieso mit einer Veränderung im Sound gerechnet.
"Abrahadabra" nennt sich der aktuelle Leckerbissen der Norweger. Bereits nach dem ersten Durchlauf des Albums fallen einem die dominanten Einsätze eines Orchesters auf. Was einem noch auffällt, ist natürlich der Weggang "Vortex" Stimme, was aber durch Gesangseinsätze diverser Gastmusiker ersetzt wurde. Das funktioniert meiner Meinung nach auch ganz gut! Aus "Gateways" z.B. ist eine tolle Nummer geworden, was nicht zuletzt "Agnete Kjølsrud" zu verdanken ist, welche ein paar wirklich gute Gesangslinien dazu beigetragen hat!
Nach mehreren Durchläufen stellt sich dann heraus, dass das Album sich im Vergleich zum direkten Vorgänger sehr stark geändert hat, kurzum: bombastischer; orchestraler; zugänglicher - Aber heißt das auch, besser? Mein Resumee: Njain!
Das Album beginnt mit dem gelungenen Intro "Xibir", welches eine tolle erdrückende Grundstimmung vermittelt. Dieses mündet dann in "Born Treacherous" (einer der stärkeren Songs des Albums), dieser punktet durch gelungene Orchestereinsätze, welche teilweise sogar das Stück unterbrechen, um dann wieder in einem extremen Gitarrengewitter zu münden. Dann folgt das bereits erwähnte "Gateways", welches bis auf das dazu etwas kitschige Musikvideo ebenfalls sehr gut gelungen ist! Weiterhin hervorheben möchte ich das majestetische "Dimmu Borgir", welches duch eine der besten Leadgitarren in der Geschichte der Band auftrumpft; sowie das rasante "Ritualist", welches durch ein ausgefeiltes Akustik-Gitarren-Intro super eingeleitet wird und durch den Gesang von "Snowy Shaw" punkten kann!
Nun zur negativen Kritik:
Meines Erachtens befinden sich die eindeutig besseren Songs in der ersten Hälfte des Albums. Das Songwriting nimmt qualtitativ in der zweiten Hälfte deutlich ab! Songs wie "The Demiurge Molecule" oder "A Jewel Traced Through Coal" klingen nicht sonderlich einfallsreich und hören sich austauschbar an! Weiterhin ist zu sagen, dass das Orchester teilweise so dominant klingt, dass die anderen Instrumente, wie z.B. die Gitarren oder auch der Gesang massiv untergehen. Das Ganze klingt dann teilweise schon wie ein Soundtrack. Das muss ja nicht schlecht sein, aber hier kann man wirklich schon von einer "Orchestralisierung" des Sounds sprechen! Außerdem klingt Shagrath einfach nicht mehr so stark. Das hat man selbst auf "In Sorte Diaboli" deutlich besser gehört. Zudem klingt das Vorgängerwerk durch das simpel gestrickte Songwriting einfach kraftvoller und härter... - weniger ist eben manchmal einfach doch mehr -
Was man dem Album aber noch positiv anmerken muss, ist das Cover Artwork. Das passt hier wirklich wie die Faust aufs Auge!
Schlussfolgernd haben Dimmu Borgir sich zwar entwickelt, in meinen Augen aber eher zum Negativen hin. Hier wurde einfach an zu vielen Ecken und Kanten gefeilt und das Orchester steht einfach viel zu sehr im Vordergrund! Nichtsdestotrotz ist hieraus eine solide Scheibe geworden...
Für jeden, der auf "Black Metal" im Soundtrack-Gewand steht, wird mit diesem Album allerdings nicht viel falsch machen können!
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am 18. Januar 2016
Das Album ist der Hammer!!!
Und gehört zu meinen drei top dimmu borgir alben!
Das ist wenigstens noch Black Metall den man ertragen kann!
Sonst höre ich dieses Genre nicht!
Ich finde den Orchester dazu einfach sehr geil,
Und passt wie die Faust aufs Auge.
Ich mags ja eh lieber melancholisch,
Daher Feier ich dieses album..
Und dimmu borgir total!
Auch die riffs sind genial.
Da stimmt alles!
Auch für die Leute die keinen Black oder death Metall mögen,
Sollten mal rein hören!
Für mich ein Meisterwerk und daher eine große Empfehlung!!!
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am 10. Oktober 2010
Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu. Wie schon die letzten paar Dimmu-Alben, so spaltet auch dieses Album die Fans wieder in zwei Lager, und wieder scheinen diejenigen, die das Album mögen, in der Überzahl zu sein. Also, im Forum der Band kommt das Album mal sehr gut an. Ich sah diesem Album sehr kritisch entgegen, da ich von In Sorte Diaboli total enttäuscht war. Als ich dann die Single Gateways hörte, war ich voller Hoffnung, denn - auch wenn sich einige an dem Song stören - der Song ist wirklich gut. Dann kam Born Treacherous, nicht ganz so gut wie Gateways, aber gut, und meine Hoffnungen auf ein gutes Album stiegen weiter. Dann hatte ich Gelegenheit das gesamte Album mehrfach ganz durchzuhören und muss dann doch leider sagen, dass ich wieder etwas enttäuscht bin.
Zum Positiven: zunächst finde ich die Songs Gateways, Born Treacherous, Dimmu Borgir und Chess with the abyss richtig gut. Ein paar neue Ideen - z.B. ein paar Riffs in Chess with the abyss, die echt nach Galders Handschrift klingen - und ein paar alte Stärken, z.B. die symphonischen Elemente in Dimmu Borgir. Dann der Gastauftritt der Dame - den Namen spare ich mir jetzt mal, zu lang - in Gateways, gewöhnungsbedürftig, aber ein toller neuer Aspekt der Musik. Der Gesamtsound hat sich im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Die Gitarren klingen wieder besser - und es gibt mal wieder ein paar Leadpassagen -, auch wenn der Gitarrensound immer noch nicht an die gute Zeit von 96 bis 2001 ranreicht... oder an Stormblast2005. Das Schlagzeug hat wieder einen besseren und satteren Sound, das war ja Billigsound hoch fünf auf dem Vorgänger. Gute Arbeit vom Vesania-Drummer Daray. Und das Orchester klingt... ja, echt, griffig. Nicht so klinisch und unecht abgemischt wie auf DCA.
Negativ: Leider finde ich den Rest der Songs ziemlich uninteressant. Nicht schlecht, aber wieder uninteressant wie vieles von In Sorte Diaboli, wobei ich sagen möchte, dass das Material objektiv betrachtet schon sehr viel besser ist als das des Vorgängers. Die bei mir aufkommende Langeweile liegt wohl daran, dass Dimmu mal wieder - wie auf DCA - zu viel aufs Orchester gesetzt hat und die Gitarren meist eher uninteressant begleitend dazu schrubben. Die kurzen Leadpassagen retten da nicht viel, da sie zu kurz sind. Dann sind kaum echte Keyboards zu hören, alles ist mit Orchester gemacht, was den meisten ja gefällt, mir aber nicht. Ich ziehe Keyboards und Synths einem Orchester vor. Außerdem sind viel zu viele verspielte Orchesterpassagen und -schnipsel in den Songs, welche die Musik öfters ausbremsen. Dann, Bass ist mal wieder nicht zu hören. Schade. Snowy Shaw als Vortex-Ersatz als Clean-Sänger macht seine Sache ganz gut, aber trägt kaum dazu bei, dass das Niveau irgendwie nach oben ausschlägt. Und zu guter letzt Shagraths Gesang... seit DCA mag ich den gar nicht, weil er von traditionellen BM-Screams auf diese merkwürdig gelangweilten und völlig unaggressiven Growls umgestiegen ist. Auch das mögen viele Fans und sehen dies als großes Markenzeichen und Unterscheidungsattribut zu anderen Bands des Genres. Für mich klingt das aber immer - besonders live - so, als ob da oben ein müder alter Mann stünde, der die Songs emotionslos herunterrasselt und darauf wartet, dass er endlich aufhören kann zu singen. Von daher begrüße ich es, dass auf diesem Album die Vocals erstens nicht so extrem im Vordergrund im Mix stehen wie auf dem Vorgänger, und zweitens dass Shagraths Stimme häufig per Filter oder Ähnlichem verzerrt und nach unten gepitcht wurde, sodass sein Gesang phasenweise wieder düster und etwas aggressiver klingt. Echt schade... Silenoz und Galder haben beide brutale und aggressive Stimmen, aber Shagrath lässt weiterhin seinen Gähngesang ab.
Insgesamt kann ich nicht genau sagen, was es ist, das mich an diesem Album stört. Ein Großteil des Materials ist eben nicht so das Wahre. Mit Mustis oder Vortex an Bord wäre es aber bestimmt auch nicht viel besser oder viel anders. Ein Aufwärtstrend in Sachen Material und vor allem in Sachen Sound ist aber da. Vielleicht sollte Dimmu einfach mal den ganzen Orchestermist über Bord werfen und wieder zu dem alten, früheren Stil und Sound zurückkehren. Mit Stormblast2005 hats ja auch geklappt.
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am 24. September 2010
Mit neuen Dimmu Borgir-Alben ist es ja immer so eine Sache, schaut man in Internetforen sieht es so als wolle niemand es haben und doch sind Dimmu Borgir mit ihren Alben in den Charts vertreten und mit jedem Album weiter an der Spitze.

Fast vier Jahre hat es seit "In Sorte Diaboli" gedauert bis das neue Album heute erschienen ist. Insgesamt 11 Monate haben Shagrath, Silenoz und Galder, nachdem Rauswurf von Vortex (Bassist/Clean Vocals) und Mustis (Keyboard), gebraucht, um das Album fertig zu stellen. " Abrahadabra " heißt das Werk und ist seit "Stormblast", der erste Albumtitel, der nur aus einem Wort besteht.
Beiteiligt waren neben den 3en, die sich neuerdings als "fixer kreativer Kern" von Dimmu Borgir bezeichnen, noch etwa 101 Gastmusiker, hauptsächlich das norwegische Radio-Orchester und einem 38-köpfigen Chor. Der Chor ist zugleich eine der Neuerungen im Sound, dazu später mehr.
Zudem darf Agnete Maria Forfang Kjølsruds in dem Lied Gateways und Endings and Continuations ihre außergewöhnliche Stimme einsetzten, wo wir auch gleich bei der zweiten Neuerung sind.
Snowy Shaw, bekannt aus Therion, darf hier ein auf dem Album Bass spielen und 1-2 seine Stimme einsetzen.
Aufgenommen wurde in verschiedenen Studios, gemixt von Andy Sneap.
Soviel zu den Rahmenbedingungen.

Aufmachung:
Habe mich für die normale CD-Version entscheiden, da ich den Mehrwert in der Deluxe-Box nicht wirklich erkennen konnte und mir die NB-Limited Edition mit dem hässlichen Wandschmuck einfach zu teuer war.
Das Cover ist von Joachim Luetke, der auch schon für das Cover vom Kreator Album "Hordes of Chaos" zuständig war, was man dem Cover auch ziemlich ansieht. Finde es nicht so aussagekräftig und eigentlich recht langweilig.
Die Farbgebung ist wie beim DCA-Album gelungen, düster und kalt.
Im Booklet sind alle Text gut lesbar(!) abgebildet. Die kleinen Bildchen daneben sind meist nicht aufregend, mal ein bisschen Stacheldraht, ein Wolf.. nichts aufregendes.
Was schon ein bisschen für Aufregung gesorgt hat sind wohl die neuen Klamotten der Band, ganz in weiß, aber trotzdem noch einen düsteren Look vermittelnd, auch zu sehen im Video zu "Gateways", ebenfalls auf der CD.

Texte:
Lyrisch gesehen folgt dieses Album, wie eigentliche alle Alben, möchte ich sagen, dem Grundsatz "Do as thou wilt", also prinzipiell um die Formung eines freien Willens. Textzeilen wie " the core principle of freedom is the only notion to obey" oder " be the broken or the breaker, be the giver or the undertaker" aus Gateways gehen deutlich in die Richtung.
Wie der Albumtitel auch schon andeutet geht es aber auch um Reinkarnation und andere okkulte Themen inspiriert von Aleister Crowley. Gut zu erkennen auch am Songtitel "Endings and Continuations"
Ob man das jetzt gut oder interessant findet muss man für sich selbst entscheiden.

Musik:

1. Xibir
Das Intro fällt sehr orchestral und Chor-lastig aus. Es ist atmosphärisch, natürlich düster und ein guter Einklang. Meiner Meinung hält es gut mit dem Intro der PEM-Scheibe mit. "Fear and Wonder" von PEM und Xibir sind sich auf jeden Fall ebenwürtig. Ich wage zu behaupten, man hört ein Digeridoo.
Das Intro wird zum Ende hin etwas ruhiger was einen guten Übergang zu

2. Born Treacherous
bildet, welches mit einem einfachen Riff beginnt, bevor Shagrath ENDLICH mal wieder naturbelassen keift. Zu Beginn noch etwas mid-tempolastig wird nach dem tollen Break bestehend aus einem tollen Gitarren-Lead und großem Orchester, steigert sich das Lied in seiner Geschwindigkeit, die der Song behält, nur im nächsten Break das einfache Anfangs-Riff zu wiederholen, ABER groß unterlegt mit Orchester wodurch es eine ganz andere Note bekommt. Die Chören singen bombastisch den Songtitel, bevor es im Mittelteil eine kurzes mystisches Intermezzo inkl. Sprach-Sample gibt, nachdem sich der Songs in Finale steigert.
Ein typischer Dimmu Borgir-Song möchte ich sagen, ganz bewusst als eigentlicher Opener gesetzt. Das Schlagzeug, welches wirklich gut klingt,wird abwechslungsreich und schnell gespielt. Die Gitarren spielen nicht mehr wie auf In Sorte Diaboli eher 80s Heavy Metal sonder wieder schnelle Black-Metal Riffs, mit dem typischen frostigen klirrenden Sound.

Überhaupt kann man schon mal vorweg nehmen, dass das Album sehr organisch und natürlich klingt. Nur selten greift Shagrath auf seine, meiner Meinung nach, nervige Robot-Indsturial Voice zurück. Auch das versprochene Gitarren-Orientierte Schreiben wird trotz des wirklich großen Orchester eingehalten, denn nie werden oder eher kaum werden die Gitarren vom Orchester zerdrückt, sondern passen sich bei rythmus-Passagen toll an und halten sich bei Soli gekonnt zurück.

3. Gateways
Gateways war als Single schon vorab bekannt und hat sogar ein Musikvideo spendiert gekriegt. Warum ist für mich fraglich, da es für mich das Abstand schwächste Lied ist.
Beginnend mit Chören, Kettenrasseln und einem Sound wie von einem Elektro-Rasierer wird das Lied sehr bombastisch mit viel Chor und Orchester eröffnet. Durchgehender Double-Base sind hier an der Tagesordnung.
Der wohl symphonischste Song, aber auch simpelste Song, kann mich allerdings nicht wirklich packen. Simpel ja, weil Single, aber oder gerade deswegen langweilig. Etwas aufgewertet wird er duch den weiblichen Gesang von Agnete, der ungewohnt im Dimmu Borgir ist. Allerdings singt sie beim ersten Einsatz sehr schrill und hysterisch, was vielen Leuten nicht gefallen wird.
Ich fand allerdings, dass es den Song noch irgendwie interessant gemacht hat, auch wenn es Dimmu Borgir damit in die Nähe von Cradle of Filth rückt, ohne dass die Songs wirklich ähnlich klingen oder so. Aber dieses Beauty and The Beast-Gesinge (schöner Frauengesang, Gekeife von Shagrath), ist halt vom Gothic-Metal bzw. durch Cradle of Filth durchzogen.

4. Chess with the Abyss
Das Lied beginnt mit einem räudigen Riff, welches wie aus den Änfangen der 90er klingt, das aber plötzlich von großen Chören und einem toll geschrieben Orchester-Part inkl. toller Posaunen abgelöst wird. Ein wirklich toller Übergang, der schön zeigt wie man Black Metal mit Bombast verbindet. Generell ist dieses Lied ein tolles Beispiel dafür, spielen hier Riffs und Orchester doch toll miteinander. Ein Break beginnt zum Beispiel mit großen Trommeln, auf die sofort ein schönes Riff folgt das in ein Solo übergeht, welches noch mit mystischen Chören unterlegt wird um dann wieder mit Shagrath-Gesang im Refrain zu landen. Wirklich großartig.

5. Dimmu Borgir
Ein selbstbetitelte großartig düster, deutlich choral ausgelegte Hyme, die mit schon mit "ohoho" Chören anfängt, die über das ganze Lied verteilt sind.
Das Lied ist überwiegend im Mid-Tempo gehalten und lebt von den Orchester-Parts und dem tollen Gitarren-Instrumental in der Mitte.
Das Finale des Liedes ist richtig groß; Double-Base, sägende Gitarren, bombastisches Orchester, Chöre im Duett mit Shagrath.

6. Ritualist
Ritualist beginnt wirklich old-school. Akkustik-Gitarre, Black-Metal-Raserei, 4/4 Blast-Beat und dann Shagrath "Ritualist", wodrauf plötzlich der Bombast wieder da ist. Im Mittelteil hören wir Snowy-Shaw mit seiner klaren Stimme und tollem Piano im Hintergrund, das etwas an das Piano-Spiel aus dem Lied "Progenies of the Great Apocalypse" erinnert. Weiter gehts mit viel Orchester und spannung-erzeugendem Geigenspiel.
Zum Ende hin hört man nochmal Kirchenglocken und ein schönes Gitarren-Lead, bevor es nach dem Refrain mit hohen Frauen-Chören und viel Rythmus-Gitarre endet.

7. The Demiurge Molecule
Ist ein etwas unauffälliger Song, der schnell beginnt und durch den kriechenden Refrain und den halb-geflüsterten Vocals von Shagrath sehr diabolisch und bedrohlich klingt. Hervorzuheben sind hier die tollen Bläser und den tollen Mittelteil mit den elektronischen Klängen, die sich NICHT störend in Klangbild einfügen.
Ein atmosphärischer Song.

8. A Jewel Traced Through Coal
Ein heftiger Song, dessen langsames Intro mit viel Orchester nicht das folgende Riff und Blastbeat-Gewitter vermuten lässt.
Die wirklichen tollen Riffs, werden vom Orchester untermalt und lassen den Gitarren den Vorrang bevor es im Break mit doch nochmal mit Chor bombastisch wird.
Ansonsten keift Shagrath zu den guten Riffs. Ein wirklicher toller Song, der spanned aufgebaut ist und einfach Spass macht.

9. Renewal
Rockig, klassisches Gitarren-Solo wo das Orchester in seiner Spielweise dem Solo folgt. Schwer zu beschreiben klingt, aber wirklich geil. Das Songwriting ist etwas gewöhnungsbedürftig, da die Gitarren recht abgehackt sind bevor sie in Blastbeats ausbrechen nur um wieder in einem rockig hymnischen Refrain zu enden. Klingt logisch? Ja, aber nur beim lesen, da das ganze im Lied sehr schnell geschieht wirkt es erstmal befremdlich und verwirrend, wie ich finde. Zudem kommt Snowy Shaws Gesang, der allerding leider kaum auffällt, da einer eher doch tiefere Stimme im Vergleich zu Vortex hohen klaren Vocals hat.

10. Endings and Continuations
Mystisch beginnend mit Sprach-Sample, komischen Keyboard-Samples steigert sich der Song wirklich zu meine persönlichen Favorit, abwechslungsreich im Tempo, viele Gitarren-Momente und schönes Orchester. Endlich kommen auch mal die Clean-Vocals richtig toll zum Einsatz und gehen nicht so unter.
Die Abrahadabra-Gesänge wirken am Ende zwar etwas komisch und lustig, aber passen.

Zusammenfassung:
Nicht so hart, schnell wie PEM und nicht so düster wie DCA, aber dafür viel viel besser als "In Sorte Diaboli".
Es gibt toller Riffs, spannendes Songwriting und wirklich toll arrangiertes Orchester.
Die Produktion ist super.
Für mich bleibt PEM unerreicht, aber Abrahadabra reiht sich mit DCA und ETD wohl irgendwo auf Platz 2 oder 3 ein.
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am 9. Februar 2014
Bis zum Jahr 1996 galt " Dimmu Borgir" als reine Black- Metal- Band.
Sie vollzog vom ersten bis zum letzten Album eine starke musikalische
Wandlung. Mit Eintritt des neuen Keyboarders " Musti " nahmen die Klassik-
Einflüsse zu; seit 1997 vertritt die Band ganz stark das Genre Dark- Metal.
Mir persönlich gefällt diese Klangwelt besser und daher zählen das Album
" Death Cult Armageddon "(2003)," Abrahadabra "(2010) zu den für mich
orchestralsten Mach/ Meisterwerken von DIMMU BORGIR.
Nicht zu vergessen natürlich das DVD/ CD- Digipack " The Invaluable Darkness "
( 2008 )LIVE!!! Siehe dazu auch meine Rezension!

Doch wie klingt nun " Abrahadabra "?
Das Intro " Xibir ", daß mit Didgeridoo- ähnlichen Klängen beginnt,-gleich
märchenhaften Elfenflügen,- verspricht Großes. HIER wird düstere Atmosphäre
aufgebaut, die mich mit sofortiger Wirkung in die richtige Stimmung versetzt.
Bevor mit " Born Treacherous " der erste richtige Song durch die Boxen knallt!
Und das, was die Jungs hier auftischen, ist mehr als beeindruckend.

Der symphonische Anteil ist so gross wie noch nie bisher. Bombastfaktor!!
Ohne Zweifel bestätigt sich hier, daß die Symbiose von Orchester und Band
perfektioniert wurde und daß das Ganze rein musikalisch eine Klasse für sich ist.

Bei " Chess with the Abyss " und dem selbstbetitelten " Dimmu Borgir " handelt
es sich um erhabene Düster- Hymnen, letztere mit hervorstechenden " Ohoho"- Chören
ausgestattet, die sich keineswegs affektiert oder gar lächerlich anhören, sondern
absolut passend eingesetzt wurden.

" The Demurge Molecule " hingegen kriecht eher etwas schleppend im Refrain daher,
wirkt so allerdings besonders diabolisch und bedrohlich......und fällt zudem
besonders durch majestätische Bläsereinsätze auf; während es in " A Jewel traced
through Coal " heftiger und schneller abgeht: HIER muss in erster Linie die tolle
Schlagzeugarbeit hervorgehoben werden!

ALLES HIGHLIGHTS, wie ich meine, und so zieht sich das ganze Album wie ein in
meinen Ohren fantastischer Flug durch eine Musik- Märchenwelt!
Und (doch nicht) nur für Erwachsene!! ;-)

**********************************************

Diese Scheibe ist ein Hit, diese Scheibe müsst ihr kaufen!!

FÜNF dunkle, zackig- krachende Sternlein für diese Kunst,
den Fan in eine andere Welt zu katapultieren!!

AWESOME!!
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am 27. September 2010
....hier ist Abrahadabra! Da ist den Norwegern mal wieder ein Meisterwerk geglückt. Der nächste Schritt ist getan. Natürlich bekommen viele Black Metal Fans der alten Schule Tränen in den Augen, wenn sie sich die ersten Minuten des neuen Werks hören, sofern die sich das überhaupt antun werden. Aber seien wir mal ehrlich: Dimmu Borgir ist von ihrem Black Metal Image mittlerweile Lichtjahre entfernt. Schon seit etlichen Jahren ordnet man die Band sowieso besser ins Dark Metal Genre ein. Das Gute ist, das diese Band ihren eigenen Weg gefunden hat und aus der Masse des Düster-Metals heraussticht. Böse Zungen verleitet es sowieso dazu von Ausverkauf zu sprechen. Ich persönlich nenne das Intolleranz. Jeder hat halt seine eigene Meinung und seinen eigenen Geschmack. Naja, sollen sie machen, mir persönlich ist das egal, solange die Musik super ist.

Bei dem neuen Dimmu Borgir Album muss man von hervorragend sprechen! Eine Mischung aus Extrem-Metal mit der nötigen Härte und orchestraler Würze.

Ich möchte im einzelnen nicht auf jeden Song eingehen, sondern werde einfach nur hinter jedem Song meine Benotung dazu abgeben.

1. Xibir (Intro) 5/5

2. Born Treacherous 5/5

3. Gateways 4/5

4. Chess with the Abyss 4/5

5. Dimmu Borgir 5/5

6. Ritualist 4/5

7. The Demiurge Molecule 4/5

8. A Jewel traced through Coal 5/5

9. Renewal 5/5

10. Endings and Continuations 5/5

Ich hoffe damit ist allen geholfen. Vielleicht nicht den Old School Black Metallern, aber allen, die noch offen für erfrischenden, modernen Metal sind!
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am 18. November 2010
Vorweg möchte ich kurz erwähnen, dass die Stilrichtung Black Metal nicht wirklich meine Tasse Tee ist und ich eher Bands wie Hour Of Penance, Vital Remains, Deicide, Nile, Torture Killer etc. bevorzuge.
Dennoch hat mich dieses Album schon direkt beim ersten Durchhören förmlich weggeblasen! Die Produktion ist - wie man es bei DB gewohnt ist - wieder erste Sahne und man hört alle Instrumente kristallklar heraus. Das Schlagzeug klingt einfach bombastisch, das Orchester baut eine schöne düstere Athmo auf und wirkt dabei nie überflüssig oder gekünstelt. Über die Vocals lässt sich streiten (ich bevorzuge eher tiiiefe Stimmen wie Chris Barnes, Elliot Desgagnés oder Glen Benton), aber sie sind nicht zu aufdringlich und passen gut ins Arrangement der Songs. Und schliesslich ist DB ja auch keine Deathmetalband - man kann halt nicht alles haben. ;]
Was mir nur leider nach wie vor übel aufstösst: die schrecklichen female screams bei "Gateways". ARGH! Die Frau hört sich an wie Minni Maus auf Ecstasy - wirklich schade, weil es ansonsten einer meiner Lieblingstracks auf dem Album ist.
Aber abgesehen davon ist das Album eine runde Sache. Trotz technisch anspruchsvollem Songwriting (schöne Takt- und Tempiwechsel kennt man ja bereits bei DB) geht das Album direkt geschmeidig ins Öhrchen und es rotiert momentan bei mir seit Tagen in Endlosschleife, ohne dass Langeweile aufkommt.
Fazit: Wer es "etwas härter" mag und auf brachiale Orchesterklänge steht, sollte zugreifen!
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am 27. September 2010
Grundsätzlich mag ich das Album. Es klingt sehr gut, die Orchester- und Chorpassagen sind aufnahmetechnisch genauso wie die Drums sehr gut im Gesamtsound integriert, was ja leider nicht immer bei Dimmu Borgir der Fall war. Musikalisch finde ich es ziemlich gelungen, man muss zwar den Bombastsound irgendwo mögen, aber er wirkt nicht affektiert oder aufgesetzt. In meinem Rezessionstitel ist allerdings auch von einem Aber die Rede. Man möge mich jetzt bitte nicht erschlagen, aber mir fehlt leider trotz der wirklich gelungenen Melodien und des guten Sounds Mustis an allen Ecken und Enden. Mir fehlen einfach die Keyboardpassagen, die düsteren Intros und die teilweise grossartige Songuntermalung. Ach wenn hier durchaus Keyboards zu hören sind, es hat halt seinen Grund, warum man ein Orchester bemühen muss. Da fehlt halt ein gewaltiger Teil des gewohnten Dimmu-Borgir Sounds. Aber trotz allem ist das Album sehr gut und vor allem gegenüber "In Sorte Diaboli" ein Quantensprung.

Nachtrag: Ich bin nun einige Wochen älter und habe einige Durchläufe dieses Albums hinter mir und meine erste positive Stimmung ist leider ganzlich verflogen. Das Album wirkt nach mehrmaligem Hören uninspiriert, aufgesetzt, klischeehaft und langweilig. Und wie ich schon im ersten Teil meiner ursprünglichen Rezession schrieb: wo ist Mustis?
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