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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mein Sohn war ein Idiot...aber ich vermisse ihn."
Dieser eine Satz umfasst alle Facetten der "Affenliebe", die der Lehrer Lance Clayton(Robin Williams) seinem 15jährigen Sohn Kyle(Daryl Sabara) entgegen brachte. Während der allein erziehende Lance, erfolgloser Hobbyschriftsteller und Gutmensch in einer Person ist, war Kyle ein abstoßender, widerlicher, komplett unsympathischer dummer Junge. Außer...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2010 von Thomas Knackstedt

versus
2.0 von 5 Sternen Schade....
Robin Williams ist für mich ein guter Schauspieler, darum der Kauf von der Blu-ray.
Leider hat der Film nicht gehalten was er versprach.
Vor 1 Monat von R.B. veröffentlicht


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mein Sohn war ein Idiot...aber ich vermisse ihn.", 3. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad (DVD)
Dieser eine Satz umfasst alle Facetten der "Affenliebe", die der Lehrer Lance Clayton(Robin Williams) seinem 15jährigen Sohn Kyle(Daryl Sabara) entgegen brachte. Während der allein erziehende Lance, erfolgloser Hobbyschriftsteller und Gutmensch in einer Person ist, war Kyle ein abstoßender, widerlicher, komplett unsympathischer dummer Junge. Außer Lance gab es niemanden, der auch nur einen Funken Sympathie für dieses Ekel aufbringen konnte...na ja...vielleicht noch sein Kumpel Andrew(Evan Martin), aber der scheint auch nicht besonders helle.

So lässt sich Lance von seinem Zögling terrorisieren und gefährdet dabei sogar seine Beziehung zur Kollegin Claire Reed(Alexie Gilmore), mit der er regelmäßig ins Bett steigen kann.
Doch eines Tages verändert sich die Situation dramatisch. Kyle erleidet einen autoerotischen Unfall und stirbt. Lance findet ihn, vertuscht aber die wahre Todesursache und hängt Kyle auf. Zur Tarnung schreibt er am PC einen Abschiedsbrief. Als dieser Brief bekannt wird, und in der Schule rund geht, hält man Kyle posthum für ein verkanntes Genie. Das treibt seltsame Blüten, die Lance in seiner falsch verstandenen Liebe auch noch fördert. So erscheint plötzlich Kyles Tagebuch und die Schüler und Lehrer erheben den ehemaligen Dumpfbolzen zu einer Art Heiligenfigur. Logisch, dass das Fernsehen und Literaturverleger plötzlich bei Lance Schlange stehen. Der feilt noch ein wenig an Kyles Mythos, bis er einsehen muss, dass es so nicht weitergehen kann...

Bob Goldthwait hat mit -Worlds Greatest Dad- eine Tragikkomödie der Kategorie 1A an den Start gebracht. Diesen Plot mit dem Comedian Robin Williams zu besetzen ist dabei so gewagt wie gelungen. Williams muss in diesem Streifen völlig anders agieren, als gewohnt. Vom alternden Lover bis zum gehassten Vater und missverstandenen Literaten zieht er alle Rollenregister seines Könnens, um uns Lance Clayton unglaublich nah zu bringen. Im Gegensatz dazu schafft es Dary Sabara als Kyle all unseren negativen Gefühle auf sich zu ziehen. Dabei balanciert Goldthwait die Story immer haarscharf am Berührungspunkt von Komödie und Drama.

Die Erzählstimme Claytons bringt uns mit dem Satz: "Mein Name ist Lance Clayton, meine größte Angst im Leben ist, das ich mal einsam und allein ende" in die Geschichte. Daran knüpft Godthwait einen fantastischen roten Faden, der einen guten Plot, viele Gefühle, seltsame Charaktere und ein grandioses Ende vereint. Wie dabei der Miesling Kyle zum anbetungswürdigen Verstorbenen mutiert, ist so witzig wie leider auch authentisch. Wenn Goldthwait in einer Szene Kyles "Geist" zu lebenden Personen in Beziehung setzt, ist das ganz großes Kino.

Bei -Worlds Greatest Dad- wird ihnen ab und an das Lachen im Halse stecken bleiben. Wenn oberflächliche Trauer in verklärte Dummheit umgewandelt wird, erkennen wir sofort Verbindungen zum "richtigen Leben". Ein weiterer Hauptdarsteller im Film ist die Musik. Der Soundtrack ist außergewöhnlich genreübergreifend und passen. Von Inara George über David Bowie, Brendon Benson, Nick Hornsby und Freddy Mercury wird da einiges geboten.

Sollten sie mal Lust auf einen "völlig anderen Film" haben, lege ich ihnen -Worlds Greatest Dad- ganz warm ans Herz. Robin Williams in einer Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben ist und ein Storybook, das seinesgleichen sucht. Ich habe mich selten bei einer Tragödie so gut unterhalten lassen. Insofern gibt es von mir für diesen Film die absolute Empfehlung zum Anschauen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut keine leichte Kost, 31. August 2012
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad (DVD)
Habe diesen Film für 1,99 im Media Markt gekauft und muss sagen, ein Film nicht für die seichte Unterhaltung am Abend.
Der Film wirkt relativ stockend konstruiert und will sich auch nicht in den typischen "Hollywood-Filmaufbau" einreihen.
Die Geschichte wird jedoch sehr geschickt, unterschwellig zusammengesetzt und macht den Film zu einer sehr überzeugenden Gesellschaftskritik. Eine Komödie, ob nahe an den Grenzen des guten Geschmacks oder nicht, ist es nur oberflächlich.
Diesen Film sollte man sich keinesfalls als Unterhaltung für zwischendurch, oder als nettes Abendprogramm ansehen. Vielmehr sollte man sehr genau darauf achten wie ausserordentlich gut durchdacht er die Kritik an der Erziehung und Entwicklung der amerikanischen Jugend und damit der Gesellschaft aufbaut. Durchaus auch übertragbar auf unsere Gesellschaft.

Zwischenzeitlich neigt man dazu mit brennenden Augen abzuschalten, aber wer durchhält und zwischen den Zeilen liest bekommt ein gut durchdachtes Werk geliefert.

Aber wie gesagt, als Unterhaltung: FINGER WEG!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein fingierter Selbstmord und seine Folgen..., 10. Dezember 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad (DVD)
Lance Clayton (Robin Williams) hat das schwere Los alleinerziehender Vater eines unflätigen Teeniesohns zu sein. Der 15jährige Kyle (Daryl Sabara) ist so ziemlich der unbeliebteste Schüler auf der Highschool, wo Lance auch noch Englisch und Poesie unterrichtet.
Lance träumt schon seit langen Jahren davon ein erfolgreicher Autor zu sein, doch seinen Manuskripten war bislang stets nur Mißerfolg beschieden. Ansonsten pflegt er eine sexuelle Beziehung mit Lehrer-Kollegin Claire Reed (Alexie Gilmore), die allerdings auf Wunsch von Claire nur heimlich stattfindet. Darüberhinaus wird Lance tagtäglich vom Sohnemann gekränkt und traktiert.
Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Kyle so gut wie keine Freunde hat. Es grenzt beinahe an ein Wunder, dass er mit dem Vegetarier Andrew (Ewan Martin) befreundet ist. Der Junge hängt oft bei den Claytons rum, kein Wunder, denn Zuhause wartet eine ständig besoffene Mom.
Kyles Verhalten wird immer abscheulicher, so dass auch der Schuldirektor (Geoff Pierson) involviert ist. Auch Claire macht dem attraktiven Kollegen Mike (Henry Simmons), eine Sportskanone, schöne Augen. Zumindest glaubt dies Lance. Das Leben nimmt eine entsetzliche Wendung, als Lance seinen Sohn tot auffindet. Der Teenager hat sich beim Masturbieren mit einem Strick selbst erwürgt. Lance will die Peinlichkeit vermeiden und inszeniert einen Selbstmord, sogar einen bewegenden Abschiedsbrief verfasst er.
Sein Tod lässt zuerst mal alle kalt, aber durch die Veröffentlichung in der Schülerzeitung dreht sich das Blatt. Plötzlich wollen alle mit Kyle befreundet gewesen sein...
"Worlds Greatest Dad" heisst der 2009 von Bocat Goldthwait inszenierte, weniger bekannte Film mit Robin Williams, der damit auch mal wieder sein Talent im Komödienfach beweist. Wobei der schwarzhumorige Film eher in Richtung Tragikömödie geht. Mit einer guten Portion schwarzem Humor wird die Heuchelei des Alltags am Ende bloßgelegt und zeigt der leidenden Figur, wer die wahren Freunde im Leben sind.
Dabei macht der Protagonist zuerst einmal den ganzen Rummel um seinen Sohn mit, bis er merkt, welche Schieflagen des Alltags sich ihm offenbaren.
Eine sehenswerte Abhandlung ist die schwarze Komödie auch in Punkto des posthumen Kults an einer Person. Insgesamt macht der Film einen netten Eindruck, an manchen Stellen hätte ich mir den Film noch viel schwarzhumoriger und dunkler gewünscht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Robin Williams in Höchstform: ein Filmjuwel!, 18. Mai 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich muss vorwegschicken, dass ich nicht nur KEIN Fan von Bobcat Goldthwait bin, sondern sogar stets den Kanal gewechselt habe, wenn er im Fernsehen auftrat. Ich fand ihn als Komiker nie witzig und konnte mir kaum vorstellen, dass er jemals eine Filmkomödie schreiben und auch noch inszenieren könnte - geschweige denn eine gute. Ich habe mich geirrt!

Der Grund, weshalb ich mir "World's Greatest Dad" überhaupt gekauft habe, war Robin Williams, den ich schon seit "Mork & Mindy" sehr bewundere und noch mehr, seit ich ihn persönlich kennenlernen durfte. Er ist der einzige Komiker/Schauspieler, der immer wieder einen enormen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit, Sentimentalität und umwerfender Komik in einem einzigen Film schafft. Das begann schon bei den besten "Mork & Mindy"-Episoden, zog sich durch "Moscow on the Hudson", "Good Morning Vietnam" und "Dead Poets Society" und gipfelt meiner Meinung nach in "World's Greatest Dad". Trotz vieler Auszeichnung auf diversen Filmfestspielen hat dieser Film leider nicht die verdiente Aufmerksamkeit gefunden, und ich möchte ihn daher wärmstens empfehlen.

Ich habe selten einen Film gesehen, der den Zuschauer so stark hin- und herbewegt zwischen todtraurigen Szenen und solchen, bei denen man sich vor Lachen auf dem Fußboden rollt. Ich weiß überhaupt nicht, in welche Kategorie er fällt - er ist auf jeden Fall eine schwarze Komödie, aber auch ein herzergreifender Film über Einsamkeit und Freundschaft und Elternschaft und Teenager und und und ... Bevor ich ihn zerrede: Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Einen solchen Film sieht man nicht alle Tage! (Und auch die Musik ist erwähnenswert!)

Danke, Bobcat. Danke, Robin.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen World's Greatest Dad (Blu-ray), 11. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin definitiv ein Fan von Robin Williams.
Aber nicht wegen seiner Komödien, sondern wegen seiner tiefsinnigen Rollen,
die er in verschiedensten Filmen gespielt hat.
Wie etwa "Der 200 Jahre Mann" oder "Good Morning, Vietnam".
Und dieser Film gehört da defintiv zu seinen absoluten Glanzleistungen,
nur leider ist dies kein Film, der einen Oskar bekommt,
da es dummerweise kein mit Geld zugestopfter Hollywoodstreifen ist.
Dennoch steht dieser Film einem aus der Traumfabrik in nichts nach.
Ganz im Gegenteil, solche Streifen kann man aus dieser Richtung nicht erwarten.

Inhaltlich geht es hier darum, wie ein Vater mit dem plötzlichen Tod seines Sohnes fertig wird.
Dummerweise sind die Umstände des Todes nicht gerade etwas, das man jedem sagen möchte
und so tarnt der Vater das Ganze als Selbstmord mit einem Abschiedsbrief.
Dazu kommt dann, dass das Ganze aus dem Ruder läuft
und auf einmal die gesamte Schule an dem Tod des Sohnes Anteil nimmt.
Hierbei entstehen sehr viele groteske und absurde Situationen.
Dieser Film deckt schamlos auf, wie heuchlerisch unsere Gesellschaft ist.
Denn sobald jemand stirbt sind alle betroffen und haben Mittleid,
auch wenn die Person, die es betrifft, einem vorher total egal war.

Dieser Film ist gerade deswegen ein Muss.
Man sollte diesen Film sehen.
Aber natürlich auch wegen der sensationellen schauspielerischen Leistung von Robin Williams.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Sohn-zum Nutzen der Gesellschaft oder des eigenen Lebens, 10. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad (DVD)
Der beste Film, den ich je mit Robin Williams gesehen habe. Nie habe ich einen besseren Film aus Amerika genossen, der soviel Ironie hat. Die Geschichte paßt perfekt in das "Nicht-Perfekt-Sein" unserer Gesellschaft. Jeder sucht seinen Vorteil, meistens auf Kosten von Irgendwem. Der Film trägt die Tragik unserer Gesellschaft. Wer diesen Film nicht gut bewerten kann, hat ihn nicht verstanden
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2.0 von 5 Sternen Schade...., 13. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad [Blu-ray] (Blu-ray)
Robin Williams ist für mich ein guter Schauspieler, darum der Kauf von der Blu-ray.
Leider hat der Film nicht gehalten was er versprach.
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5.0 von 5 Sternen Sarkastische, abgrundtief bitterböse Komödie mit Tiefgang (Robin Williams beste Rolle :-) ), 11. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad (DVD)
Ich hatte diese DVD für 2 Euro gekauft und auch 2,97 Euro hier bei Amazon für die DVD ist ein absoluter Spitzenpreis.

Das Geld für die Blu-Ray (7,97 Euro) kann man sich getrost sparen, da das DVD Bild echt genial ist und es bei dem Film auch gar nicht so auf ein tolles Bild ankommt.

Robin Williams gibt hier echt seine beste Rolle zum Besten...

Der Film ist eindeutig eine Komödie. Wenn auch eine bitterböse, sarkastische Komödie, die den Menschen den Spiegel vorhält.

Die Menschen sind einfach abgrundtief böse und wie Lemminge...

Robin Williams hätte wirklich einen Oskar verdient für diese Glanzleistung

und

der Film ist die ganzen 90 Minuten sehr unterhaltsam !!!

Kauftipp !!!
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5.0 von 5 Sternen Robin Williams in Bestform, 26. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad [Blu-ray] (Blu-ray)
Großartige Satire, mit wirklich rabenschwarzem Humor :-o
Regt teilweise auch sehr zum Nachdenken an - Mal hat man Mitleid mit der Hauptfigur, mal verabscheut man das, was er tut - genial !
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitterböser, tragischer Filmspaß mit viel schwarzem Humor., 22. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: World's Greatest Dad (DVD)
Bobcat Goldthwaits Film um eine ungewöhnliche Vater-Sohn-Beziehung und deren tragischem Ende ist einerseits ein unglaublicher Spaß, andererseits aber auch so traurig, dass einem das Lachen mitunter im Halse stecken bleibt. Die Tragikomödie präsentiert uns Lance Clayton als alleinerziehenden aber nahezu erziehungsunfähigen Vater von Klyde. Lance ist dabei unglücklicherweise Lehrer an der Schule, die auch sein extremst pubertierender Sohn besucht, obwohl er viel lieber Schriftsteller wäre. Doch seine literarischen Gehversuche werden mit frustrierender Regelmäßigkeit von den angeschriebenen Verlagen abgelehnt. Nicht leicht hat es Lance mit seinem Sohn, der als onanierendes Ekel und Perversling, der nur Sex im Kopf hat, auch nicht davor zurückschreckt, seinen hilflosen Vater öffentlich zu beleidigen und bloßzustellen. Dummerweise stranguliert sich Kyle beim Masturbieren und Lance hat den Geistesblitz, den Unfall als Selbstmord aussehen zu lassen. Der von Lance fingierte Abschiedsbrief verfehlt allerdings seinen Zweck und bringt eine Lawine ins Rollen, die ihm und seinem verstorbenen Sprössling eine ungeahnte Sympathiewelle entgegenbringt. Lance allerdings zweifelt mehr und mehr an seinem Vorgehen.

Goldthwaits Streifen ist eine bitterböse, schwarze Abrechnung mit einem verlogenen und heuchlerischen Kleinstadtidyll, das den Wert des Einzelnen vermeintlich erst nach dem Tod zu schätzen lernt. Verhält sich der pubertierende Kyle wirklich so untypisch? Ist Lance als Vater schlicht überfordert und ungeeignet? Wie geht man als Elternteil damit um, dass das eigene Kind nicht den Idealvorstellungen entspricht und man sich quasi mit ihm in der Öffentlichkeit nicht sehen lassen kann? Der Film lässt viele Fragen offen und dennoch sympathisiert man mit der hilflosen Gelassenheit von Lance, der die größeren und kleineren Konflikte des renitenten Sohnes einfach wegzulächeln scheint.

Während sich Robin Williams in der Vergangenheit immer mal wieder für so manchen Klamauk anheuern ließ, sind es Figuren wie in 'World's Greates Dad', die den vielbeschäftigten Schauspieler aufblühen lassen. Verschrobene Charaktere, die wie in diesem Film am Rande einer vermeintlichen funktionierenden Gemeinde stehen, liegen Williams eben am besten. Hier geht er in seinen Rollen auf ('König der Fischer', 'Good Will Hunting', 'Zeit des Erwachens', 'Club der toten Dichter') und zeigt uns die sympathisch verletzlichen Seiten von Menschen, die nach dem oberflächlichen Schubladendenken der Gesellschaft nur schwer einzuordnen sind.

Unterstützt wird das gute Schauspiel durch einen tollen Soundtrack (The Deadly Syndrome, Bruce Hornsby, Peggy Lee) und die intelligente Kameraarbeit von Horacio Marquinez, der die einzelnen Szenen der Tragödie aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beobachtet: mal starr und unbeweglich, mal in sanft fließenden Bewegungen, um schließlich mit weichen Blenden die nächsten Etappen der tragischen Geschichte einzuleiten. Als Extras enthält die DVD einige wenige Outtakes, gelöschte Szene, Trailer und ein Musikvideo, leider aber keine englischen Untertitel. Letztlich ein kleines Filmfest mit guten darstellerischen Leistungen, dessen Eindringlichkeit sich subtil entfaltet, bis auch Lance schließlich die unvermeidliche Reißleine zieht.
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World's Greatest Dad
World's Greatest Dad von Robin Williams (DVD - 2010)
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