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Brahms: Sinfonie Nr. 1
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am 9. März 2011
Von Brahms`1. Sinfonie gibt es unzählige Einspielungen, darunter eine Reihe erstklassiger. Was motiviert das Label "Oehms Classics", nun die tausendste aufzunehmen? Offenbar Vertrauen in Simone Young, die Chefdirigentin der Philharmoniker Hamburg, die sich mit den Einspielungen der Originalversionen der Bruckner-Sinfonien nicht nur einen guten Namen sondern offensichtlich auch guten Umsatz gemacht hat. Aber warum gerade Brahms, bei dem Frau Young ein noch völlig unbeschriebenes Blatt ist? Offensichtlich Mut.

Nun ist dieses Blatt beschrieben,und zwar durchaus respektabel.Im Gegensatz zu vielen ihrer Mitbewerber hält sich Simone Young ziemlich genau an die Satzvorschriften. Zwei Beispiele: Das "Un poco allegro grazioso" des 3. Satzes biegt sie nicht wie viele ihrer weitaus bekannteren Kollegen zu einem fast jazzig wirkenden Allegro gazioso um, und der zweite Teil des 4. Satzes klingt bei ihr tatsächlich "Allegro non troppo", wenngleich sie das "ma con brio" nicht bis zum Exzess auskostet wie in den meisten Aufnahmen.Und siehe da, man vermisst es nicht. Simone Young dirigiert entschieden engagierter als z.B. der distanziert wirkende Simon Rattle. Sie treibt das Geschehen voran, im Gegensatz zu Christian Thielemann, der an manchen Stellen vor Klangverliebtheit fast zum Stillstand kommt. Die Philharmoniker Hamburg spielen ausgezeichnet(allen voran die Streicher),und sie klingen irgendwie natürlicher als ihre auf Hochglanz polierten Kollegen aus Berlin und München. Respekt!
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Simone Young hat die vier Sinfonien von Johannes Brahms in den Jahren 2007 (1.), 2008 (2.) und 2009 (3. & 4.) mit den Philharmonikern Hamburg eingespielt. Hinzukommt der Mitschnitt der "Tragischen Ouvertüre", der 2010 entstand. Alle Werke wurden auf SACD veröffentlicht.

Was hat mich an Youngs Brahms gereizt? Zunächst habe ich die Alben probegehört und dabei eine seltene Unbändigkeit und ein expressives Ungestüm gehört, die mich an die Interpretation der ersten Sinfonie unter Wilhelm Furtwängler aus dem Jahr 1951 erinnert hat.

Also war ich gespannt, wie die Werke wohl im einzelnen, aber auch im ganzen als Brahms-Zyklus dargeboten werden.

1. Sinfonie
Mächtig stampfend beginnt der Kopfsatz. Hier zeigt sich bereits die Anlage der gesamten Deutung: Sie ist dramatisch und gewichtig, manchmal zum Bersten gespannt und aufschäumend. Gleichsam dunkel das Andante und das Allegretto. Der Finalsatz schließt den Kreis, und so geraten auch die hymnischen Stellen eher schwer, abgedunkelt und weniger feierlich.

Brahms unter Simone Young

Dieser Brahms ist anders als zum Beispiel der wenige Jahre später entstandene Brahms-Zyklus unter Christian Thielemann. Kommt aus Dresden eine klassische, luftig-farbenprächtige Deutung, werden die Werke in Hamburg gefühlt vorrangig gegen den Strich gebürstet. Den Fokus legt Young auf die großen Linien. Die Interpretationen haben ihre markanten Momente dort, wo es um gewaltiges Aufbrausen und thematischen Widerstreit, aber auch melodische Innigkeit geht. Dafür stehen der Dirigentin mehr als nur überzeugend spielende Philharmoniker zur Seite.

Die Tempi sind weder überaus rasant noch zu getragen, vielmehr birgt Youngs Interpretation ein angenehmes Mittelmaß. Das kommt dem Eindruck zugute, daß hier auf Inhalt und nicht auf Form musiziert wird. Alles in allem besticht dieser Brahms mit unbeirrbarer Natürlichkeit – fast wie ein Naturwesen, das frei von gesellschaftlichen oder moralischen Zwängen nur eines auslebt: die ungezügelte, unverfälschte Empfindung.

Und dennoch gehen in dieser unbedingten Konsequenz der Deutung die reichhaltigen Zwischenräume der Kompositionen ein wenig unter. Das fehlt mir letztlich auch. So wird die große Stärke des Zyklus', seine Kraft, gewissermaßen zu seiner Achillesferse.

(Das Begleitheft ist in deutscher und englischer Sprache.)
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juni 2012
Mit ihrem konsequent auf die Erstfassungen zurückgreifenden Bruckner-Zyklus haben Simone Young und "ihre" Hamburger Philharmoniker rasch große Aufmerksamkeit erregt. Über die Gründe, warum das Label Oehms parallel einen Mitschnitt der ersten Sinfonie von Bruckners "Antipoden" Johannes Brahms auf den Markt gebracht hat, kann man spekulieren. Verständlich wäre es, wenn auf diese Weise deutlich gemacht werden sollte, dass Simone Young eine universelle Musikerin ist, die sich nicht nur auf Bruckner versteht, und allgemeiner: dass sich Brahms und Bruckner nicht ausschließen müssen. Dem auf SACD vorliegenden Mitschnitt liegt ein Verzeichnis des Labels (2010) bei - auch hier kann man spekulieren, warum der Katalog ausgerechnet dieser Platte beigelegt wurde. Aber zum Musikalischen: Youngs Brahms ist solide und weist keine Schwäche auf außer derjenigen, ein eindeutiges Profil vermissen zu lassen. Im Konzert lässt man es sich gefallen, wenn ein Werk partiturtreu und "brav" musiziert wird, aber im unüberschaubar gewordenen Plattenmarkt ist es geboten, sich von der Masse der präexistenten Einspielungen abzuheben. Natürlich wäre es nicht der richtige Ansatzpunkt, eine neue Aufnahme primär oder ausschließlich nach dem Kriterium des Neuen zu gestalten, was vielleicht (oder wahrscheinlich) dem künstlerischen Ethos zuwider laufen dürfte. Wer also noch keine Aufnahme der Sinfonie besitzen sollte und auf der Suche nach einer möglichst authentischen Wiedergabe ist, die zudem klangtechnisch auf der Höhe des derzeit möglichen ist, darf diese Platte als ihm empfohlen ansehen. Ich persönlich fand die aktuellen Lesarten von John Eliot Gardiner in vieler Hinsicht spannender, unerhörter.
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