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1.390 von 1.425 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Generationenwechsel. Semiprofessionell & praktisch.
Ich habe die D7000 gekauft, weil sie gegenüber meiner D200 laut Beschreibung und Bewertungen im Internet endlich einen Generationswechsel darstellt. Die vorherigen Modelle waren mir alle noch zu nah an der D200, als daß sich ein Umstieg gelohnt hätte.
Ist es jetzt tatsächlich der erhoffte Generationswechsel?
Ja, er ist es.

Die...
Veröffentlicht am 22. Mai 2011 von H. Hellwig

versus
356 von 376 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Könnte (ist) eine feine Kamera sein wenn da nicht...
Ende November erhielt ich die erste D7000. Als bisheriger Nutzer einer D90 und D300
war die Einarbeitung zügig und die Kamera gefiel mir, da sie meiner Meinung nach das
Beste aus beiden Welten der D90 und D300 kombiniert und zusätzlich noch einige nette
neue Feature mitbringt, sehr gut.

Nach einigen Tagen der Nutzung fiel dann...
Veröffentlicht am 26. Februar 2011 von shetani


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1.390 von 1.425 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Generationenwechsel. Semiprofessionell & praktisch., 22. Mai 2011
Von 
H. Hellwig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe die D7000 gekauft, weil sie gegenüber meiner D200 laut Beschreibung und Bewertungen im Internet endlich einen Generationswechsel darstellt. Die vorherigen Modelle waren mir alle noch zu nah an der D200, als daß sich ein Umstieg gelohnt hätte.
Ist es jetzt tatsächlich der erhoffte Generationswechsel?
Ja, er ist es.

Die Features, die gegenüber der D200 völlig neu sind, mag jeder selbst bewerten: HD-Video-Aufnahme (dafür habe ich eine gute Videocam), ausgefeilte Bildbearbeitung in der Camera (brauche ich nicht - ich fotografiere RAW und mache den Rest mit Lightroom), Sensorreinigung (die habe ich tatsächlich schon vermisst), Akkulaufzeit (ist wirklich erheblich länger, aber es gibt momentan aber keine no-names für die D7000), die Motivprogramme (die werde ich für simple Familienfotos zu schätzen wissen, glaube ich), die zwei Custom-Settings (endlich eine praktikable Speichermöglichkeit für Camera-Einstellungen, so wie sie die Minolta 7D schon vor 8 Jahren hatte!!!), u.s.w.

Was ich sofort und ausführlich getestet habe: Bildqualität/Auflösung und ISO-Verhalten.

Bildqualität/Auflösung:
definitv ein deutlicher Fortschritt. Vergleichsaufnahmen zeigen einen spürbaren Schritt zwischen 10MP und 16MP. Die D7000 hat eine ähnliche Bildqualität die D200 (Schärfe, Kontrast ...) - aber eben mit 16MP statt 10MP. Das merkt man. Ausschnittvergrößerungen, auf die selbe Größe hochgerechnet, sprechen eine deutliche Sprache.

ISO-Verhalten:
das hat mich am meisten beeindruckt: bis ISO800 für meine Bedürfnisse absolut o.k., bis 1600 gut brauchbar. Bei der D200 habe ich nur bis ISO 200 benutzt - alles andere war mir zu grieselig. Die D7000 läßt sich bedenkenlos bis ISO400, fast ohne Bedenken bis ISO 800 nutzen. Das bringt viel. siehe auch nächster Punkt.

Objektive/Verwacklung:
die D7000 bringt mich allerdings dazu, mein Objektivportfolio zu überarbeiten. Den Sensor der D7000 nutzt man nur aus, wenn man die entsprechenden Linsen anschraubt. Es hat sich bei meinen Tests recht schnell herausgestellt, daß einige meiner Objektive mit der Auflösung nicht mehr mithalten können. Wenn man eher zweitklassige Objektive besitzt, sollte man das in die Rechnung miteinbeziehen... Ich werde einige aussortieren, und einige neu kaufen. Das gute alte 18-200VR hat sich übrigens sehr gut geschlagen. Das behalte ich auf jeden Fall.
Verwacklung: auch geringe Verwacklung macht dem Auflösungsgewinn den sofortigen Garaus. VR-Objektive sind gut, und die ISO-Stärke der D7000 sollte man ggf. nutzen, um Freihand-Aufnahmen bei nicht optimalen Verhältnissen zu machen.

Weiterer Aspekt:
die D7000 ist kompakter und erheblich leichter als die D200 - obwohl sie besser ist. Schön. Ausser für die, die eine große & schwere 'rumschleppen, um Eindruck zu schinden.

Alles in allem:
Ich behalte die D7000. Und investiere in neue Objektive. Ich bin allerdings auch ein Perfektionist, der Fotos nicht nur für's Album, sondern auch für Agenturen und die Firma schiesst. Wer nur Fotoalben macht, kann getrost bei 10MP bleiben. Wer höhere, semiprofessionelle Ansprüche stellt, aber mit der gleichen Cam auch privat fotografiert, für den ist die D7000 m.E. eine sehr gute Wahl.

update zur Videofunktion:
jetzt habe ich die Videoeigenschaften doch mal getestet:
die Bildqualität ist o.k., der Autofokus irrt nur manchmal im Nirwana. Am besten ist es noch im Weitwinkelbereich, da macht es nichts aus. Oder den Autofokus ganz abschalten, und ggf. manuell fokussieren. Nicht vom Weitwinkel in den Telebereich zoomen - dann wird's immer unscharf.
Den VR beim Objektiv unbedingt abschalten! Der knistert ins Mikrophon - das stört sehr! Oder, wenn VR wichtig ist, ein externes Mikro verwenden, aber das nicht auf den Blitzschuh setzen - da knistert es nur etwas leiser. Ohne VR hat man natürlich ein Problem - es wackelt.
Wie gedacht: die Videofunktion ist für meine Bedürfnisse nur eine Notlösung, wenn mal gar keine Videocam zur Verfügung steht. Dann aber auf's Stativ und VR abschalten.
Was durchaus Sinn und Spaß macht, ist Video mit Extremweitwinkel: das haben die meisten Videocameras nicht - und die Defizite kommen nicht zum tragen (AF und VR braucht man nicht).

[...]
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715 von 741 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein starkes Stück, 4. Dezember 2010
Von 
Llewellyn709 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
[Rezension geupdatet 09/2011]

Nachdem ich fast 30 Jahre analog fotografiert und mich lange den digitalen DSLR's verweigert hatte, gönnte ich mir dann vor einiger Zeit doch eine D5000. Zuvor gab es noch etliche Experimente mit digitalen Kompakt- und Bridgekameras, die aber nur kurzfristig befriedigen konnten. Auch die D5000 erwies sich letztendlich eher als Appetitanreger, denn ich stieß bald an ihre Grenzen. Zwar war die Bildqualität auf D90 Niveau und somit sehr gut, aber sie hatte lediglich ein einzelnes Einstellrad und bot für meinen Geschmack einfach zu wenig Direktzugriffstasten. Flüssige Bedienung geht anders, ich krame nicht gerne in Menüs herum. Also besorgte ich mir die D7000, sobald die ersten Exemplare verfügbar waren. Sie ist zwar kein Schnäppchen, aber bietet solide Gegenleistung fürs Geld. Mittlerweile, ein dreiviertel Jahr später, sogar noch mehr Gegenleistung, denn der Preis ist seit dem Erscheinungstermin um ca. 200€ gesunken.

Hier zunächst die objektiven Unterschiede, die mir im Vergleich zur D5000 auffallen (vieles davon gilt auch für die D90):

- neu entwickelter 16 MP-Sensor
- U1 und U2 Usermodes
- Gehäuserück- und Oberseite aus Magnesiumlegierung
- Environmental Seal (Versiegelung gegen Staub, hohe Luftfeuchtigkeit, Spritzwasser)
- RAW-Aufnahmen mit 14bit statt 12bit möglich (mehr Farbtiefe und Dynamik)
- 6fps Serienbildgeschwindigkeit (variierbar)
- AF mit 39 Sensoren (9 Kreuzsensoren)
- 100% Sucher-Bildfeldabdeckung
- schnellerer Bildprozessor (Expeed 2)
- Belichtung bis 1/8000sec (statt 1/4000sec)
- hochauflösendes Display (kein Klappdisplay) mit 921k Pixel
- Verschluss für mindestens 150.000 Auslösungen ausgelegt
- viele Direktzugriff-Tasten, kombinierbar mit beiden Einstellrädern
- hohe Konfigurierbarkeit, wesentlich mehr änderbar als bei D5000
- Abblendtaste zur Tiefenschärfekontrolle (auch als 2. Fn-Taste konfigurierbar)
- Doppel-SDHC-Speicherkartenfach (konfigurierbar)
- für Bilder ist wahlweise Auslöse- oder Schärfepriorirät einstellbar (hat D5000 nicht)
- Full-HD-Video (1.920*1.080) incl. Autofokus während der Aufnahme
- externes Stereo-Mikrofon anschließbar
- virtueller Horizont (elektronische Wasserwaage) zuschaltbar
- minimal größer als die D5000, aber deutlich schwerer (ca. 780g mit Akku)

Haptik:
Die D7000 liegt wesentlich besser in der Hand als die D5000 und fühlt sich wertiger an. Lassen Sie sich nicht von den "offiziellen" Abmessungen (132*105*77 vs. 127*104*80 mm) täuschen: Aufgrund etwas anderer Proportionen ist der Griff der D7000 nicht die suggerierten 1mm, sondern tatsächlich ca. 1cm höher. Wer kleine Hände hat, den wirds kaum interessieren - alle anderen haben jedoch endlich mehr Platz für den kleinen Finger. Das betrifft allerdings nur die Aufrüster von D3000/D3100/D5000 oder älteren Low-End-Modellen, denn der Unterschied zur D90 ist gering und im Vergleich zur D300s schneidet sie hier schlechter ab, diese liegt deutlich "fülliger" in der Hand.

high ISO:
Bemerkenswert. Es stimmt tatsächlich, auch wenn vereinzelt Gerüchte oder gar Tests existieren, die das Gegenteil behaupten. Der beliebteste Begriff, mit dem hier hantiert wird, nennt sich "Texturverlust" und besagt, vereinfacht ausgedrückt, daß durch die Rauschunterdrückung feinste Bilddetails verlorengehen. Die Meinungen hierzu sind extrem unterschiedlich, ich für meinen Teil kann im Vergleich zur D5000 (gleicher Sensor wie D90 und D300s) kaum eine Verschlechterung feststellen. Was ich allerdings sehr wohl feststelle ist, daß besonders das überaus lästige Farbrauschen (die vielen bunten Punkte in dunklen Bildbereichen bei high ISO Aufnahmen) bei der D7000 weitaus geringer ausfällt als bei den Modellen mit dem alten 12MP-Sensor. Und, soweit ich es aus Vergleichsbildern im Web beurteilen kann, auch geringer als bei den Canons der 18MP-Klasse (550D, 60D, 7D).

Selbst falls also beim "Pixel-Peeping" auf 200% ein geringfügiger high ISO Texturverlust bei der D7000 vorhanden sein sollte - meiner Ansicht nach wiegt das deutlich verbesserte Farb-Rauschverhalten das mehr als auf. Urteilen Sie selbst und lassen Sie mal ein high ISO Foto mit dunklen Stellen im Bild als Poster (A3 aufwärts) vergößern, dann wissen Sie, was ich meine. Farbrauschen fällt selbst aus mehreren Metern Entfernung noch äußerst unangenehm auf oder macht das Bild im Extremfall sogar unbrauchbar, während man über einen etwaigen Texturverlust nur mit der Schulter zuckt und ihn nicht mal wahrnimmt. Soviel zu Thema Praxisrelevanz.

Dennoch: Diese Verbesserung liegt höchstens bei ca. 1 Belichtungsstufe, was zwar ganz ordentlich, aber nicht weltbewegend ist. Für wen z.B. die Haptik der Kamera oberste Priorität hat, wird sich von so etwas kaum beeindrucken lassen und nach wie vor zur D300s (oder deren baldigen Nachfolgerin) greifen. Der euphorische Hype, der im Web und in "Fach"Zeitschriften gemacht wird, ist jedenfalls völlig übertrieben - und das effekthascherische Gegenteil dessen ebenso. Nüchtern betrachtet ist die high ISO Fähigkeit der D7000 für mich zwar eine nette Dreingabe, aber kein vorrangiger Kaufgrund. Dasselbe gilt für die 16 Megapixel.

sonstige Bildqualität:
Die Qualität und Auflösung der Sensoren hat mittlerweile ein Niveau erreicht, bei dem das verwendete Objektiv der limitierende Faktor ist. Ich schätze das 18-105mm Kitobjektiv aufgrund seiner für diesen niedrigen Preis ungewöhnlichen Schärfe - dennoch heißt es immer wieder, daß es dem Sensor nicht gerecht wird. Das mag stimmen oder nicht, mir fehlt das Meßlabor, um diese Aussage zu überprüfen. Da mir das Kitobjektiv aber letztlich eh zu lichtschwach ist, werde ich es verkaufen, zumal ich sowieso hauptsächlich mit dem Tamron 17-50 2.8 VC und meinem alten Nikkor AF 80-200 2.8D fotografiere; mit beiden bin ich an der D7000 sehr zufrieden. Und wenn ich mal zu faul zum Objektiv wechseln bin oder nur mit wenig Gepäck reise, mit meinem geliebt-gehaßten Tamron 18-270. Fotosnobs dürfen über letzteres gerne verächtlich die Nase rümpfen. :)

Belichtung:
Es gibt vereinzelt Meldungen, daß die D7000 in sehr kontrastreichen Szenen zur Überbelichtung ("highlight clipping") neigen würde. Ich kann das bisher nicht bestätigen, aber auch nicht völlig ausschließen. Beispielsweise war ich neulich bei Sonnenschein den ganzen Tag im Münchener Zoo und habe ca. 1000 Bilder gemacht; von ein paar Makros abgesehen, alle mit dem Nikkor 80-200 2.8. Darunter waren bestenfalls 10, die ich als überbelichtet eingestuft hätte. Also eigentlich im grünen Bereich, denn die Fehler dürften eher bei mir gelegen haben.
Es läßt sich nicht ausschließen, daß das ganze Thema (so es denn überhaupt ein Thema ist) nur indirekt mit der D7000 zu tun hat und eher objektivabhängig ist. Auch Nikkor-Optiken wären dann nicht gefeit davor, denn in Zeiten, in denen sogar in Objektiven bereits winzige CPU's sitzen, die per Firmware geupdatet werden können, ist so ziemlich alles möglich. Hier werde ich noch weiter experimentieren. Falls sich besonders auffällige Häufungen bei bestimmten Objektiven ergeben, ergänze ich die Rezension.
Update 03/2011: Nach einem Schottland-Urlaub mit dem 18-270 habe ich eher den Eindruck, daß zumindest dieses Objektiv an der D7000 in manchen Aufnahmesituationen zu Unterbelichtungen neigt. Nichts Weltbewegendes (zumal sich Unterbelichtungen im Gegensatz zu Überbelichtungen nachträglich recht problemlos korrigieren lassen), aber speziell bei weniger gutem Wetter setzt das 18-270 auf die eh schon schummrige Beleuchtung noch eins drauf
(bis zu -1 Blende).
Update 06/2011: Nach etwa 1000 Bildern im sonnigen Rom mit dem Tamron 17-50 2.8 VC eher das gegenteilige Bild. Mit diesem Objektiv gibt es tatsächlich gelegentliche Überbelichtungen, etwa bis zu +1 Blende. Einerseits is die Quote aber nicht allzu hoch (ca. 5-10% der Aufnahmen), andererseits handelte es sich meist um schwierige Fotos bei knallender Mittagssonne - und da springt selbst bei idealer Belichtung kaum brauchbares Material heraus.
Unterm Strich also bisher kein eindeutiges Ergebnis zu Lasten der D7000.

Autofokus:
Die 39 AF-Meßfelder sind zwar ein 'nice-to-have' und lassen sich werbewirksam vermarkten, aber in den meisten Aufnahmesituationen benutze ich den stinknormalen Single-AF (und verschiebe das Fokusfeld bei Bedarf), lediglich bei bewegteren Motiven wechsle ich auf Mehrfeld AF-C. Ein kleiner Tip: Lassen Sie die Finger vom Auto-AF, der ist strohdumm und stellt auf alles Mögliche scharf - nur meistens nicht auf das, was scharf sein soll.
Grundsätzlich gilt wie bei allen Kameras: Die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Autofokus liegt mindestens ebensosehr am Objektiv, über die Kamera sagt das nur bedingt etwas aus. Lichtstarke Objektive sind hilfreich, ein schneller, hochwertiger Ultraschallmotor ebenfalls.

Serienbildfunktion:
6 Bilder pro Sekunde sind ziemlich beachtlich. Allerdings sollte nicht verschwiegen werden, daß der Pufferspeicher der D7000 etwas mickrig geraten ist. Die Herstellerangaben, wie lange die Kamera Serienbilder durchhält, bevor die Speicherkarte die Geschwindigkeit begrenzt, sind nach meinen Erfahrungen eher übertrieben. Allerdings hängt das auch von den exakten Qualitäts- und sonstigen Einstellungen (z.B. ADL, Verzeichnungskorrektur etc.) ab. Wer in RAW oder RAW+JPG fine fotografiert, füllt den Puffer wesentlich schneller, als wenn man sich z.B. mit JPG basic begnügt. Bereits der Unterschied zwischen JPG fine und JPG normal ist, was Serienbild-Durchhaltevermögen betrifft, überraschend groß.
Wahrscheinlich wird jedoch der durchnittliche Amateur-Fotograf eher selten an diese Grenzen stoßen. Ich habe mir die genauen Zahlen leider nicht notiert, aber soweit ich mich erinnere, gingen bei JPG/normal ca. 27 Bilder bevor die Kamera langsamer wurde. Bei JPG/fine warens ca. 20 und bei RAW nochmals weniger. Das nur als grober Anhaltspunkt. Übrigens wirkt sich die Geschwindigkeit der Speicherkarte längst nicht so gravierend aus, wie ich erwartet hätte. Auch eine schnelle Sandisk Ultra bewirkt gegenüber einer lahmen Transcend-Billigstkarte leider keine Wunder - denn ob nach Überfüllung des Pufferspeichers die Geschwindigkeit der Kamera auf 2,1 Bilder/sec absinkt oder auf 1,4 Bilder/sec - nunja, urteilen Sie selbst, wie wichtig Ihnen das ist. Unbestritten ist allerdings, daß die Ausfallquoten bei hochwertigen Speicherkarten minimal sind, es gibt also dennoch gute Gründe, z.B. zu Sandisk zu greifen.

Usermodes U1 und U2:
Sehr praktisch in wechselnden Aufnahmesituationen. Man kann mehrere Einstellungen auf einmal ändern (z.B. Konfiguration für Makroaufnahmen, HDR, etc.) und sie auf dem Wählrad abspeichern. Gibt es erstmals bei einer Nikon, bisher war dieses Feature den höheren Canon-Modellen vorbehalten.

Video:
Für mich eher nebensächlich, daher auch nur oberflächlich getestet. Full HD mit 24fps wird geboten, 30 oder 60 fps sind nicht drin (wers braucht...). Immerhin ist die D7000 meines Wissens die erste DSLR, die Autofokus während der Videoaufnahme bietet. Der AF wurde gegenüber früheren Modellen und der Konkurrenz zwar verbessert, Wunder sollte man dennoch keine erwarten. Für Familienvideos mag es reichen, anspruchsvollere Filmer werden die Nase rümpfen und manuell scharfstellen. Die Videoqualität an sich ist jedoch sehr gut.

Akku:
Es handelt sich mal wieder um ein neues Modell, angeblich diesmal gezwungenermaßen aufgrund von Gesetzesänderungen in Japan. Wer plant, sich einen Ersatz anzuschaffen, muß tief in die Tasche greifen, derzeit ca. 70€ für das Original, Nachahmer gibt es noch keine. Aber alles halb so wild: Die gute Nachricht ist, daß der Akku extrem lange hält. Mit maximaler Kapazität sind über 1000 Bilder drin, selbst wenn man dabei gelentlich filmt, das Display einsetzt, im Menü rumkramt und blitzt. Braucht man da überhaupt noch einen Ersatz? Ich werde mir jedenfalls erst einen zulegen, wenn es preislich akzeptable Alternativen gibt.

Noch ein Wort zum Display:
Mit Verwunderung las ich in manchen Tests, daß das fehlende Klappdisplay als eklatanter Mangel verurteilt und die D7000 dafür teils sogar (im Hinblick auf die 60D, die ein solches hat) abgewertet wurde. Früher hätte ich wahrscheinlich genauso gedacht, aber inzwischen habe ich ausreichend Klappdisplay-Erfahrung mit der D5000 hinter mir und ich kann nur sagen: Sch**** drauf. Von den rund 10.000 Bildern, die ich mit der D5000 gemacht habe, waren vielleicht 30-40 mit Einsatz des Klappdisplays. Warum? Weil der Kontrast-Autofokus, der grundsätzlich im LiveView genutzt wird, nichts taugt. Schnarchlangsam und unzuverlässig.
Leider gilt das für ALLE derzeitigen DSLRs, auch die D7000. Zwar wurde bei letzterer der Kontrast-AF tatsächlich verbessert, aber die Steigerung von "extrem mies" ist immer noch "relativ mies" - also wesentlich langsamer und unzuverlässiger als der AF durch den Sucher.
Der einzige Nutzen kann u.U. bei Videos und/oder Stativaufnahmen sein. Aber auch hier gilt im Vergleich zu beachten, daß das Display der D7000 mit 170° sehr blickwinkelunabhängig ist. Selbst wenn man die Kamera waagrecht direkt über den Kopf hält und von fast senkrecht unterhalb hochsieht, kann man das Bild auf dem Display noch erkennen, ohne daß es abschattet. Selbiges gilt aus allen anderen Blickrichtungen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Klappdisplays bei DSLR mögen gerade "in" sein, aber sie werden völlig überbewertet. Solange der Kontrast-AF nicht extrem verbessert wird, sind sie ein weitgehend nutzloses Spielzeug. Ausnahmen gibts z.B. bei Panasonics G-Serie und Sony SLT's (ab Alpha 33 aufwärts). Die verwenden eine andere Technik, deswegen ist dort der Autofokus mit Display genauso schnell wie durch den Sucher. Nur in so einem Fall sehe ich das Klappdisplay als ernstzunehmenden Pluspunkt an.

Tip am Rande:
Wer wie ich hauptsächlich mit Zeitautomatik (Aperture Priority, Blendenvorwahl) fotografiert, kann die D7000 so konfigurieren, daß ein Einstellrad für die Blende zuständig ist und das andere für ISO. In der unveränderten Grundeinstellung wäre das 2. Rad ungenutzt.

Fazit:
-------
Die D7000 ist nicht perfekt, aber ich bin zufrieden mit ihr. Wenn ich exakt benoten müßte, würden es 4,7 Sterne werden, aufgerundet auf 5. Von mir gibts also eine klare Kaufempfehlung. Was mich allerdings nicht daran hindern wird, die sicher noch 2011 kommende D300s-Nachfolgerin (D9000?) sehr genau anzusehen. Gerüchten zufolge soll sie sogar 24 Megapixel haben und mit demselben Sensor wie die vor kurzem angekündigte Sony A77 ausgestattet sein. Mal sehen, ob das stimmt. Ob 24MP und APS-C halbwegs rauscharm zusammenpassen (von den Anforderung an das Auflösungsvermögen der Optik ganz zu schweigen), steht sowieso auf einem anderen Blatt, da wird man die ersten Tests abwarten müssen.

Tip: Wer sparen möchte, kann sich das immer noch empfehlenswerte Auslaufmodell D90 genauer ansehen, ebenfalls ein echter Kauftip. Oder bei gleicher Bildqualität, aber noch etwas günstiger die D5000, wenn weniger Direktzugriffstasten nicht stören. Die D3100 ist ebenfalls gut und besitzt einen für Anfänger hilfreichen Guide-Modus, aber sie kann im Gegensatz zu den größeren Modellen kein Bracketing (AEB, automatische Belichtungsreihen). Neu erschienen ist mittlerweile außerdem die D5100, die denselben Sensor wie die D7000 besitzt, funktions- und bedienungsmäßig aber natürlich abgespeckt ist.
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356 von 376 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Könnte (ist) eine feine Kamera sein wenn da nicht..., 26. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ende November erhielt ich die erste D7000. Als bisheriger Nutzer einer D90 und D300
war die Einarbeitung zügig und die Kamera gefiel mir, da sie meiner Meinung nach das
Beste aus beiden Welten der D90 und D300 kombiniert und zusätzlich noch einige nette
neue Feature mitbringt, sehr gut.

Nach einigen Tagen der Nutzung fiel dann allerdings bei Langzeitbelichtungen ISO 100
und bei Belichtungszeiten zwischen 1s und 8s auf, das bei orangerötlichen Farben Pixelfehler
sichtbar waren. Diese sind definitiv weder als Dead, Stuck oder Hotpixel einzustufen.
Weiß bis gräuliche Pixel die sich mit mehr als 1000 Stück auf den Bildern breit machten.
Kamera ab zum Service in der Hoffnung, das ein Pixelmapping hilft. Ergebnis war jedoch, das
das Pixelmapping keinerlei Wirkung zeigte. Auf Anraten des Services wurd die Kamera dann durch
amazon getauscht. 1 Monat später traf die Austauschkamera ein. Nun, was soll ich sagen - die
Austauschkamera hatte das gleiche Problem mit den Pixelfehlern. Zusätzlich stellte sich bei
der Austauschkamera noch ein netter kleiner Backfokus ein. Die Aussage des Nikon Services dazu,
das es an den Objektiven liegen müsste (allesamt Nikon) und die Kamera auf Grund Ihrer Pixeldichte
für gute Abbildungsleistung hochwertige Objektive benötigen würde war dann doch mehr als Scherz zu
betrachten.

Reproduzierbare Tests vom stabilen Stativ mit Lenscal zeigten eindeutig, das die Objektive zum Beispiel
im Liveview mit kontrastbasiertem Autofokus perfekt scharf stellten, mit dem Phasen AF jedoch grundsätzlich
einen Backfokus erzeugten und unscharf waren. Also liegt es nicht an den Linsen sondern am AF Modul.
Das integrierte AF Feintuning hilft hier zwar und kann vermeindlich bestimmte Toleranzen ausgleichen, doch
stellte sich heraus, das bei 40x Brennweite zum Feintuning zwar alles fein ausschaut, geht man in den Nahbereich
oder weiter weg, stellt sich Front- oder Backfokus ein.

Lange Rede kurzer Sinn, ich hätte die Kamera gerne behalten doch unter den besagten Bedingungen findet entweder
ein kompletter Systemwechsel statt oder ich gebe der D300s noch einen Versuch.

Update 05.03.11 : Ich habe mich getraut der D7000 noch einen weiteren Versuch zu geben und erneut ein Modell der Serie bestellt. Bis auf ein paar kleinere Pocken bei ISO 100 und 8s Belichtung unter ganz bestimmten Licht/Farbverhältnissen kann ich nur sagen, sie arbeitet soweit wie ich es von Anfang an erwartet hätte. Der Autofokus sitzt nun da wo er soll mit allen Objektiven, das Rauschverhalten / Detailvermögen bei höheren ISOs haut mich immer wieder um und die Features der Kamera versprechen das, was ich Eingangs schon geschrieben habe. Ein guter Hybrid zwischen D300s und D90. Für Kaufinteressenten ein kleiner Hinweis - kauft euch, wenn Ihr Serienbildaufnahmen in jpg large fine machen wollt auf jeden Fall eine schnelle und vernünftige Karte. Die Sandisk Extreme Pro UHS-I bringt schonmal einige Bilder mehr bei 6fps als die 30MB/s Edition und vielmehr als eine Noname Class 10 SDHC. - Hm, was mache ich nun mit der Bewertung. Die lasse ich auf 3 Sternen stehen (sonst hätte sie 4 bekommen wenn da eben nicht die Startschwierigkeiten gewesen wären)

Update 27.04.11 : Nikon hat am 25.04.2011 ein Firmware Update veröffentlicht, das das "Pixel/Pockenthema" behandelt. Geändert wurde die Zeitspanne, ab der die Langzeitrauschunterdückung (Dunkelbildabzug) nutzbar ist. Statt ab > 8s ist diese nun ab > 1s bei Bedarf nutzbar und beseitigt damit evtl. auftretende Störungen.
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242 von 258 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute SLR aber nicht auf dem Niveau einer Nikon D 300s, 2. Februar 2011
Von 
Der Hype, der bislang um die D 7000 gemacht wurde, hat mich neugierig gemacht. Doch das Gehäuse konnte mich am Ende nicht wirklich davon überzeugen, meine bisherige D 90 zu verkaufen.
Mit entsprechenden Erfahrungen im Umgang mit der D 90 und der D 300s habe ich mir die Neue daher näher angesehen und einem persönlichem Praxistest unterzogen. Genügend unterschiedliche Objektive sind bei mir vorhanden.

Gleich vorweg: Sie kann Vieles, vieles besser als ihre Schwestern, hat aber auch Defizite, die ich nicht verschweigen möchte.

Doch der Reihe nach:

Bildqualität: 4 Sterne +

Mit etwas über 16 MP geht sie an den Start. Ein stolzer Wert im APSC-Format, der sich etwas unter denen der aktuellen Canons einreiht und hohe Qualität vermuten lässt. Sie liegt damit deutlich über den 12 MP ihrer Geschwister. Nun stellte sich die spannende Frage, kann sie dieses Potential auch in eine höhere Bildqualität umsetzen? Meine Antwort, nur bedingt. Der erste visuelle Eindruck ist zunächst atemberaubend. Bei genauerer Betrachtung weicht der Euphorie aber der nüchterne Sacheindruck. Warum diese differenzierte Betrachtung.

Dazu muss ich etwas ausholen: Nun im unteren ISO-Bereichen frohlocken die Aufnahmen mit enormen Detailreichtum, extremer Schärfe bei hoher Farbneutralität. Die Ingenieure der D 7000 haben ihr ein ISO-Leistungsumfang an die Hand gegeben, der wohl seinesgleichen in dieser Klasse sucht. Werte bis ISO 25.600 sind umsetzbar. Von dieser Bandbreite profitieren auch die unteren Einstufungen bis ca. ISO 6.400. Auf Deutsch, die Rauschwerte sind bis in hohe ISO-Regionen absolut top und bewegen sich auf einem Niveau über denen der D 90 und D 300s. Rauschwerte auf die Freunde der Canon 7 D und 550 D verzichten müssen. Rauschwerte die sonst bei hohen MP-Zahlen bislang nicht technisch umsetzbar waren.

Doch bei Vergrößerungen rückt ein anderer Faktor unangenehm in den Fokus, der die D 7000 (nach meiner persönlichen Einschätzung) deutlich hinter ihre Schwestern zurückfallen lässt. Man kann mir gerne dafür den Kopf abreißen und in den Kommentaren meine Rezi an den Pranger stellen, aber der Fakt bleibt! Nämlich der doch recht hohe Texturverlust mit Zunahme der ISO- Werte. Grund dafür sind die wohl recht heftigen Softwareeingriffe des neuen Expeed 2 Prozessors. Die tollen Rauschwerte gehen mit einem stärkeren Texturverlust einher. Je höher die ISO-Werte desto stärker der Verlust, eben deutlicher als bei der D 90 und D 300s. Trotz ihrer 16,2 MP kann sie in Sachen Texturverlust den 12 MP-Geschwistern nicht das Wasser reichen. Vielleicht kann man mit einem Softwareupdate den rechenstarken Expeed 2 Prozessor anpassen. Lieber etwas mehr Rauschen zulassen und dafür den Texturverlust verringern, um so das Potential des 16,2 MP-Sensors voll ausschöpfen zu können.

Was bedeutet eigentlich Texturverlust? Bildrauschen verschlechter grundsätzlich die Bildqualität. Je höher die Empfindlichkeit (ISO) desto mehr nimmt das Bildrauschen zu. Um dies zu vermeiden wird mittels Rauschunterdrückung (kamerainterne Software-Bildaufbereitung) das Bildrauschen künstlich unterdrückt. Problem, wie unterscheidet eine Kamera zwischen Rauschen und feinen Bildinformationen z.B. bei Holzmaserungen oder Stoffen = Muster mit geringem Kontrast? Oft verschwimmen die Grenzen und die Kamerasoftware nimmt feine Muster als Rauschen war und reduziert diese, Folge: Texturverlust. Diesen Verlust bei Rauschunterdrückungsmaßnahmen gering zu halten, obliegt der Kunst der Software- und Sensorentwickler. Man kann also sagen, dass die Feinzeichnung eines Bildes grundsätzlich durch Rauschunterdrückungsmaßnahmen gefährdet wird, dass hat nichts mit der Auflösung eines Sensors zu tun!

Also, wenn man Bilder, die mit entsprechenden hohen ISO-Werten erstellt worden sind, vergrößert, erkennt man, dass wichtige Details im Bild verloren gegangen sind. Fehlende Details, die ein Bild in seinem Schärfeeindruck teilweise erheblich trüben können. Manche sprechen von "matschigen" Texturen. Bei normalen Ausdrucken (bis A 4) ist dieser Umstand freilich nicht sofort erkennbar. Für Leute aus dem Profilager sind das alles schon gewichtige Argumente, im Amateurbereich spielt es kaum eine Rolle, da die D 7000 sich auf sehr hohem Niveau bewegt.

Um keinen Frust aufkommen zu lassen, die Abbildungsleistungen sind wirklich Oberklasse und dieser Kamera würdig, doch der Vergleich zu Produkten aus dem Hause Nikon muss gestattet sein. Wer also ein D 90 besitzt muss sich nicht grämen, deren Bildqualität ist immer noch zeitgemäß und absolut top. Die Bildqualität der D 300s bleibt insoweit unangefochten.

Der Weißabgleich (automatisch) arbeitet recht ordentlich, manuelle Korrekturen können selbstverständlich in dieser Klasse vorgenommen werden. Insoweit deckt sich der Leistungsumfang mit denen der D 90 und D 300s. Beide D 90 und D 300s haben in dieser Disziplin - Bildqualität eine 5 Sterne + Wertung erhalten, dabei bleibe ich.

Benutzerfreundlichkeit: 5 Sterne

Die Benutzer- Menüführung ist Nikon typisch und auch für Neulinge dieser Marke schnell erlernbar. Nikon bleibt sich seinem Bedienkonzept auch mit der D 7000 treu.

Die Einstellräder (Blende + Belichtungszeit) befinden sich wie gewohnt rechts am Handgriff und bestehen aus Hartgummi (statt Hartplastik wie bei der D 90), was griffiger ist. Mit Daumen und Zeigefinger kann man wie gewohnt alles intuitiv anpassen. Über die Funktionstaste, kann man sofern mit dem richtigen Modus belegt und im Verbund mit eines der Einstellrädchen die einzelnen (39) Messfelder des Autofokus schnell und problemlos anwählen.

Die Inbetriebnahme wie immer ein Traum: Rechte Hand an die Kamera - Wahlhebel am Auslöseknopf gedreht und sofort los arbeiten!

Neben RAW Dateien kann man auch JPEG Dateien oder wenn man Lust hat beides gleichzeitig in verschiedenen Qualitätsstufen abspeichern. Dafür stehen in dieser Klasse erstmals zwei Speicherplätze zur Verfügung. Die RAW Dateien werden mit einer 14Bit Farbtiefenkonvertierung profigerecht abgespeichert.

Wirklich schön, das Nikon auch der neuen D 7000 das Active D-Lighting spendiert hat, damit gelingen ohne Nachbearbeitung (statt D-Lighting im Bildbearbeitungsporgramm) kontraststarke Bilder (Aufhellungen in den Schattenbereichen)!

Die D 7000 ist mit einer Automatikfunktion und Motivprogramme ausgestattet, zudem bietet sie gegenüber der D 90 die Möglichkeit zwei USER-Modi individuell zu belegen, was ich bei meiner D 90 schon vermisse. Somit reiht sich die D 7000 als Semi-Profi ' Modell ein. Die D 300s verzichtet dagegen völlig auf Motivprogramme etc., sie ist ein echtes Profimodell. Grundsätzlich bietet die D 7000 auch Amateuren und Neulingen einen Einstieg in die Fotowelt.

Die Videosektion nutzte ich nach wie vor gar nicht, somit kann ich sie auch nicht bewerten.

Thema Serienbildgeschwindigkeit, rasante 7 Bildern/sec oder gar 8 Bilder wie bei der D 300s (mit Zusatzhandgriff MB-D10 mit dem Akku Typ EN-EL4a), schafft sie nicht. Aber 6 Bilder /sec sind ein stolzer Wert und somit einer Canon 60 D etc. ebenbürtig. Die Verschlusszeit der D 7000 mit 1/8000sec ist ebenfalls sehr sportlich und somit auf dem Niveau vieler Konkurrenzprodukte.

Der Autofokus der Nikon greift - je nach Einstellung - auf bis zu insgesamt 39 Meßfelder und 9 Kreuzsensoren zurück. Die D 300s führt dagegen 51 Meßfelder bei 15 Kreuzsensoren in die Autofokusschlacht. In der Praxis sind diese Ausstattungsdetails aber eher vernachlässigbar, da der Autofokus bei der D 90, D 300s und D 7000 auf gleich schnellem Niveau arbeitet. Allenfalls im Labor ließen sich sicherlich Unterschiede feststellen. Auch die D 7000 führt die gute Tradition des 3D-Tracking-Modus im Autofokusbetrieb weiter, so dass bei schnell bewegten Zielen, die Schärfe automatisch nachgeführt wird. Von daher gelingen auch Sportaufnahmen problemlos. Nach wie vor ärgerlich, der zähe Autofokus im LiveView-Betrieb. Es vergeht deutlich zu viel Zeit, als notwendig bzw. sinnvoll wäre. Das Objekt der Begierde, z.B. ein Käfer bei Makroaufnahmen im Live View Modus, ist dann schon davon gekrabbelt. Zumindest besitzt sie aber eine Gesichtserkennung. Ich selbst bezeichne mich als "Sucher-Kind" und bin überzeugt, dass niemand eine schwere SLR im Verbund mit einem großem Objektiv lange mit seinen Armen von sich hält, um den LiveView-Modus wirklich zu nutzen. Ich verwende LiveView max. auf dem Stativ. Insoweit vermisse ich auch keinen Schwenkmonitor. Beispiel? Der Versuch eine SLR vom Format einer D 7000 mit einem 300er Tele über den Kopf zu halten, dann im Live-View auch noch verwackelungsfreie Bilder zu erstellen, fast ein Ding der Unmöglichkeit. Sicher ein extremer Test, aber er zeigt deutlich die Grenzen. In dieser Disziplin sind kompakte kleinere Kameras einfach überlegen. Bei Makroaufnahmen mit unbewegten Objekten kann man sich, sofern ein Stativ verwendet wird, auf die sehr gute Fokussierung verlassen, dann ist auch der Geschwindigkeitsnachteil nicht von Belang. Gleiches gilt aber auch für die D 90, D300s, D 700, D3 und D3s.

Gehäuse - Haptik: 4 Sterne

Ein hochwertiges Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung wirbt um die Fotografenhand. Das Gehäuseformat bewegt sich aber nur unmerklich über denen einer D 90. An die ausgewachsene Größe einer D 300s mit entsprechend großzügig ausgeformtem Handgriff reicht auch die D 7000 nicht heran. Der Griff der D 7000 bietet dennoch einen sicheren Halt. Das Handling ist insoweit gut. Mit Verwendung eines Zusatzgriffes kann das Handling noch deutlich verbessert werden. Selbstverständlich wird zu diesem Preis auch ein echtes Glasprisma verbaut. Das Sucherbild ist hell und klar und besitzt fantastische 100% des Bildausschnittes bei 0,94 facher Vergrößerung.

Verarbeitung und Finish: 5 Sterne

Die D 7000 ist wie ihre Schwestern traumhaft solide verarbeitet und sogar an allen wichtigen Stellen gegen Staub und Nässe geschützt. Die Gummierung ist sauber aufgebracht. Das Gehäuse ist deutlich wertiger als das der D 90.

Bildbearbeitungsfunktionen: 4 Sterne

Die D 7000 bietet seinem User zahlreiche manuelle Korrekturmöglichkeiten, wie etwa das bereits erwähnte D-Lighting, verschiedene Filter, Rote-Augen-Korrektur , RAW in JPEG Konvertierung (mit allen Möglichkeiten der Bildbearbeitung). Sogar eine automatische Vignettierungskorrektur (je nach Objektiv), Horizontbegradigungen oder Fisheye- Filtereffekte etc., alles an Bord. Wenn das Bild in der Kamera bearbeitet wurde, wird neben dem Original die geänderte Version abgespeichert. So geht nichts verloren und man kann, wenn man möchte am PC noch mal alles nachbearbeiten - aber die Ergebnisse sind meisten so gut, dass es diesen Aufwandes nicht bedarf. Somit bleibt Nikon seiner Benutzerfreundlichkeit auch mit dem neuen Modell treu.

Weiterhin bietet die D 7000 das von Nikon bekannte PictureControl System an, sprich auf separaten Plätzen kann man ganz individuelle Bildparameter für Aufnahmen abspeichern und diese via Speicherkarte sogar auf den PC oder in andere Nikons übertragen! Für Leute mit mehreren Gehäusen ein gewichtiges Argument. Die Anwahl dieser individualen Parameter kann im Menü oder über den Monitor mit der Infotaste leicht erfolgen. Der bereits erwähnte USER-Mod ergänzt dieses System sinnvoll.

Wie schon ihre Schwestern bietet auch die D 7000 eine sehr intelligente Blitzsteuerung seinem Nutzer an, wobei der Gehäuseblitz als Masterblitz eingesetzt werden kann. So kann man mit Zusatzblitzgeräten schnell eine Studioanlage antreiben.

Grundsätzlich sind fast alle Funktionen an der D 7000 individualisierbar. Hat man sich vertan, kann man über die Reset-Tasten-Kombination Werkszustand wiederherstellen!

Alltagstauglichkeit (Akkulaufzeiten): 4 Sterne

Dank kamerainterner Energiesparmaßnahmen geizt die D 7000 mit dem Strom. Als Manko empfinde ich aber die Verwendung eines neuen Akku-Typs, so dass ein Austausch mit üblichen Akkus aus der Nikon-Reihe nicht möglich ist. Man muss sich also völlig neu Eindecken. Da ich bereits mehrere Akkus für die D 90 besitze, wären diese bei einem möglichen Umschwenk sinnlos geworden. Zumal der neue Typus keinen echten Leistungsgewinn verzeichnet. Leider. Ich habe ca. 650 Bilder mit der D 7000 geschossen, davon einige Live-View und Blitzaufnahmen. Mit einer Restkapazität von gut 35 % sind noch zahlreiche Aufnahmen umsetzbar, ein sehr guter Wert. Mit Zusatzhandgriff und Akku Erweiterungen können nikontypisch lange Laufzeiten erwartet werden.

Die Option zwei separate Speicherkarten im SDHC-Format zu verwenden, lassen Gestaltungsspielraum zu. Ich hätte mir aber die Anbindung unterschiedlicher Speicherkartentypen wie CF- und/oder SDHC gewünscht, wie es bei der D 300s möglich ist. Grund: da die CF-Karten doch deutlich flotter arbeiten als die SDHC. Vorallem im Download am PC ist der Geschwindigkeitsvorteil der CF-Karten prägnant. Grundsätzlich kann man jede der Speicherkarten einzeln ansteuern, als Überlauf oder zusammen als einen großen Speicher, zur Datensicherung oder zum Kopieren der Daten zwischen den Karten nutzen, ganz nach Belieben. Eine Funktion die der D 90 fehlt, ich aber bislang nicht vermisst habe.

Preisleistung: 4 Sterne

Das sauber verarbeitete hochwertige Gehäuse mit dem gebotenen Leistungsumfang stellt einen echten Mehrwert dar.

End Fazit: satte 4,3 Sterne

Ein tolles modernes Gehäuse, sehr sauber verarbeitet und klasse Haptik, in ihrer Größe eher an die D 90 angelehnt und mit der D 300s nicht vergleichbar. Die Bildqualität ist verdammt hoch, reicht aber wegen des doch starken Texturverlustes bei steigenden ISO-Werten nicht an die Abbildungsleistungen ihrer Schwestern D 90 und D 300s heran. Ihre Stärke von 16,2 MP kann sie nur bei geringen ISO-Werten voll ausreizen. Das Rauschverhalten ist dagegen in allen ISO Bereichen sensationell niedrig und übertrifft die Angaben ihrer Konzernschwestern.

Wer also eine D 90 besitzt braucht nicht wirklich über einen Wechsel nachdenken. Für Leute, die die Möglichkeit haben, zwischen einer D 7000 und D 300s zu wählen, bleibt die Qual der Wahl. Die D 300s ist einfach profigerechter ausgestattet (Stichwort CF-Karten Anbindung, Bildübertragungsfunktionen via W-Lan und FTP-Protokoll etc.), hat das deutlich größere Gehäuse und glänzt mit wirklich phantastischen Abbildungsleistungen, trotz ihrer vermeintlich geringeren 12 MP. Für Neulinge im Nikon-Lager stellt die D 7000 ein verlockendes und lohnendes Objekt der Begierde dar. Die Preise zwischen D 7000 und D 300s haben sich jedoch stark angenähert, insoweit würde ich persönlich der D 300s den Vorzug geben. Allen anderen, wünsch ich viel Spaß mit Ihrer D 7000, es lohnt sich.
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr zufrieden, 27. Juli 2011
Ich besitze nun seit 5 Monaten die D7000 und finde es daher an der Zeit hier von meinen Erfahrungen zu berichten. Über die Vorzüge und Nachteile dieser Kamera ist hier und auf etlichen Webseiten ja schon Einiges geschrieben worden. Technische Details gibt's Bei Nikon.de zuhauf, daher versuche ich mich auf Grundsätzliches und Ergänzungen zu beschränken und möchte diese Rezension als Ergänzung zu anderen sehen.

Zur Mechanik / Verarbeitung:
- Die D7000 ist hervorragend verarbeitet, wenn auch aus einer Kombination aus Magnesium und Polycarbonat (und nicht vollständig aus Magnesium wie häufig zu lesen ist)
- Die Kamera liegt gut in der Hand auch wenn man wie ich sehr große Hände hat, was nicht zuletzt an der griffigen Gummierung (anders als bei anderen kleinen Nikons) liegt.
- Gewöhnungsbedürftig - aber hervorragend - ist der Auslöser Gelungen. Dieser ist sehr sensibel (ähnlich der professionelleren Nikons) und man neigt anfangs zu ungewolltem auslösen, aber mittlerweile habe ich die Möglichkeit mit einer hauchfeinen Berührung den Autofokus zu animieren zu schätzen gelernt.

Zur Ausstattung:
- Eigentlich fehlt es an nichts. Alle Basics sind vorhanden und gut ausgeprägt. Darüber hinaus wurde in anderen Rezensionen schon alles gesagt. Freunde des bewegten Bildes werden vielleicht einen Klappbildschirm vermissen, ich für meinen Teil kann gut ohne auskommen. Das vorhandene Display ist allerding hell und kontrastreich.
- Nikon hat der Kamera zudem einige Spielereien (Scene Modes, Effektfilter etc.) spendiert, die man von Kompaktkameras und Fotohandys kennt. Über Sinn und Unsinn dieser Features kann man sicherlich streiten aber wer will eine (mit Objektiv) DSLR von über 1 KG um am Ende doch nichts Anderes als den Auslöser zu verwenden? Sehr nützlich sind hingegen die zwei User-Modes (endlich). Diese lassen zwar schnell über das obere Wählrad aufrufen. Allerdings das Speichern eines Profils im Menü entsetzlich unkomfortabel gelöst (das geht sicher einfacher).
- Der (Prismen-) Sucher der Kamera ist angenehm hell (für APS-C) und ausreichend groß. Die 100%ige Abdeckung wie die Nikon verspricht kann ich nicht exakt nachprüfen, viel kann aber nicht fehlen. Leider lassen sich nur wenige Belichtungsinformationen im Sucher gleichzeitig einblenden. Eine Sucher-Anzeige wie bei der Canon 7D wäre hier sicher noch ein I-Tüpfelchen.
- Anders als ihre kleineren Schwestern besitzt die Kamera auch einen Motor für den klassischen Stangen-Autofokus wodurch sich der AF auch bei älteren oder exotischeren Objektiven nutzen lässt.
- Besitzer älterer Objektive wird es zudem freuen, dass die D7000 auch über eine AI-'Nase' am Bajonett verfügt um Blendeninformationen des Objektivs mit der Kamera zu teilen. Zudem können 9 verschiedene Objektivprofile in der Kamera hinterlegt werden sodass diese ähnlich einer Linse mit CPU bedient werden können. Auch eine Fokus-Feinsteuerung bei Objektiven mit leichtem Front-/Backfokus ist möglich. Alles Funktioniert soweit gut (getestet u.A. am F1.2/50 AI-S und F3,5/35-70 AI-S), jedoch entlarvt die extreme Auflösung auf kleinem Sensor (siehe unten) die im Vergleich zu heutigen Gläsern eher geringe Schärfe dieser Schätzchen gnadenlos, selbst wenn diese an analogen oder alten DSLRs noch tolle Ergebnisse gezaubert haben. Ich vermute, dass die schlechten Erfahrungen anderer Rezensenten mit einigen Kit-Objektiven die gleiche Ursache haben. Ach ja: PC-E Nikkore sind zwar als kompatibel gelistet, passen aber physisch kaum auf die Kamera da zwischen dem Blitz und dem Bajonett einfach zu wenig Platz ist. Diese zu bedienen ist so kaum sinnvoll unmöglich.
- 39 Autofokuspunkte sind im Vergleich zu den 'alten' D90 oder D80 ein enormer Sprung und durchaus nützlich. Die Kamera findet sofort und zielsicher einen Fokus, der muss allerdings nicht unbedingt genau auf dem gewünschten Objekt liegen. Da ich hier bisher nichts Gutes gewöhnt war, sind anfangs einige Bilder insbesondere bei offener Blende an den falschen Stellen scharf geworden obwohl der Fokuspunkt nur sehr knapp neben dem eigentlichen Ziel lag. Hier heißt es aufpassen oder im Menü lieber 11-AF Punkte wählen. Nach etwas Eingewöhnung möchte ich die Möglichkeiten dies AF aber nicht mehr missen. Auch der neue Fokus Hebel/Knopf links unterm Objektiv hätte besser kaum platziert sein können.
- Sportfotografen sollten sich trotz 6 Bilder/s bei Serienbildaufnahmen nicht zu viele Hoffnungen machen. Trotz schnellster SD-Karten reicht es bei voller Auflösung nur für max. 10-11 Aufnahmen, danach verlangsamt die Kamera die Bildfrequenz drastisch. Das können Andere besser.

Zur Bildqualität:
- Zunächst: Phantastisch. Einschränkend muss man allerdings hinzufügen, dass hier stärker als bei Nikons mit 12MP Sensoren das Objektiv zur Bildqualität beiträgt. Die Pixeldichte des 16MP APS-C Sensors lässt einem kaum eine andere Wahl als in hochwertiges Glas zu investieren. Canon Benutzer kennen dieses Dilemma wahrscheinlich schon länger.
- Der Dynamikumfang dieser Kamera ist fast spektakulär. Selbst bei Gegenlicht und starken Licht/Schatten Kontrasten bleibt die Detailzeichnung sehr gut erhalten. In diesem Zusammenhang kann ich nur empfehlen sich die Arbeit zu machen und die (14Bit-)Raw Bilddateien selbst im Nachgang zu 'belichten'. Zwar ist die JPG Ausgabe gut, die Vorzüge des RAW-Formats zeigen sich bei Kameras wie dieser aber sehr deutlich.
- Farben werden sehr neutral wiedergegeben, was die (JPG-) Bilder der D7000 im direkten Vergleich mit Wettbewerbern manchmal etwas flau, dafür aber naturgetreu aussehen lässt. Liebhaber effektvollerer Farben sollten für JPGs unter 'Picture Control' daher gleich 'Brillant' (Canon Modus ;-) ) wählen. Für die Rohbildbearbeitung lassen die ausgewogenen Farben alle Möglichkeiten offen.
- Die Videoqualität kann ich aufgrund fehlender Vergleiche nicht beurteilen, zumal ich diese selten nutze.
- Das Rauschverhalten der Kamera ist meiner Meinung nach das Beste, was in dieser Preisregion zu bekommen ist. Verglichen mit Canon 60D, 7D und auch mit Nikon's D300s(ja ich bin mir sicher) bleiben auch bei höheren ISO-Werten Details gut erhalten. Rauschen tritt vor allem in Mitteltönen auf, Farbrauschen ist kaum zu erkennen. Von den HI-Modi (bis ISO 25600) sollten rauschempfindliche Fotografen aber deutlich Abstand nehmen, die kann man wirklich nur gebrauchen, wenn gar nichts Anderes hilft. In Kombination mit lichtstarker Optik ist die D7000 für Available-Light Fotografie daher bestens gerüstet. Für mich eines der wichtigsten Kaufargumente.
- Die häufig zitierten Hotpixel habe ich noch nicht gefunden - auch nicht mit der alten Firmware-Version (hatte ich Glück?)
- Auch wird der Kamera häufig die Tendenz zur Überbelichtung bei hellen Motiven nachgesagt. Das stimmt meiner Meinung nach (nur) teilweise, da können die Herrschaften von dreview.com schreiben was sie wollen. Auffällig ist nur, dass im Vergleich zu anderen Kameras bei der Matrixmessung die Belichtungseinstellung sich sehr stark an den gemessenen Fokusfeldern orientiert (ist ja auch Sinn dieser Messmethode). In Zusammenhang mit den vielen AF Messpunkten von denen schnell 5 oder mehr bei gleichem Fokus einen Treffer erzielen kann ein einzelnes Objekt die Belichtung ungewollt beeinflussen. Naja, wenn man drauf achtet ist es kein Problem und heißt es nicht auch: "Expose to the right"? ;-)

Sonstiges, Tipps und Fazit:
Die Kamera hat sich bislang als zuverlässiger Begleiter erwiesen und macht einfach irrsinnig viel Spaß.
Als Objektiv taugen natürlich (fast) alle modernen Nikkors mit Goldring. Wer kein Vermögen investieren möchte, wird auch mit den günstigen 1.8er Festbrennweiten der G-Reihe viel Freude haben, auch bei denen kann sich die D7000 richtig austoben. Bei Drittherstellern finden sich ebenfalls günstige Alternativen. Mir hat zum Beispiel das 60mm Makro von Tamron schon viel Freude bereitet. Wer ein Superzoom möchte oder muss sich deutlich mehr als bei älteren Nikons auf eingeschränkt gute Ergebnisse gefasst machen. Das Tamron F3-5/18-270 PZD zum Beispiel ist zwar auf Reisen sehr praktisch, allerdings schwankt die Bildschärfe je nach Brennweiten/Blenden Kombination zwischen Gut und erschreckend schwach.
Menschen mit 2m Körperlänge (wie ich) kann ich dringend einen alternativen Tragegurt wie den Sniper-Strap empfehlen.
Einige Funktionen sind leider nicht im Handbuch Dokumentiert. So habe ich z. Bsp. zufällig herausgefunden, dass die Kamera bei aufgepoppten Blitz, wenig Beleuchtung und enger Blende ein Strobo-Licht beim Drücken der Blendenvorwahl-Taste erzeugt um das dunkle Sucherbild aufzuhellen.
Als extrem Hilfreich empfinde ich das Display auf der Schulter der Kamera. Alles wissenswert lässt sich hier bequemer ablesen als am Bildschirm auf der Rückseite. Wer den Bildschirm nur zur gelegentlichen Bildkontrolle nutzt und auf Live-View verzichtet wird erfreut feststellen können, das mit einer Akku-Ladungen > 800 Aufnahmen realistisch sind.

Alles in Allem ist die D7000 eine volle Kaufempfehlung wert (daher 5 Sterne). Für Einsteiger ist die Kamera wohl etwas teuer. Die D3100/D5100 bieten hier mehr Hilfestellungen um die Technik zu bewältigen und sind dabei kompakter und preiswerter. Ambitionierte Einsteigern allerdings, die gern was investieren wollen, können ihre Fertigkeiten lange an und mit der Kamera wachsen lassen. Videographen sind mit der D5100 aufgrund des Schwenkdisplays und des geringeren Gewichts sicher besser bedient (genauso wie mit einer Canon EOS 600D). D90 Besitzer können natürlich upgraden und bekommen einiges an Mehrwert, darauf zu verzichten braucht aber niemanden um den Schlaf zu bringen. Der Umstieg von der D80 oder auch einer D200 ist aber schon gewaltig und daher lohnenswert (was ich bestätigen kann). Schade nur dass altes Zubehör wie Akkus etc. nicht mehr genutzt werden kann.
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129 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nah dran am Profilager, 28. Dezember 2010
Ich war einer der ersten D7000-Beistzer in Deutschland und habe sie nun seit etwa 2 Monaten als Zweitkamera zur D700 im Einsatz. Sie kam sowohl bei Portraitshootings Outdoor, als auch im Studio und bei Landschafts/Architektur-Aufnahmen zum Einsatz.

Ich mache es kurz: Sehr geniale Kamera.

Gegenüber meiner alten D90 ist die bessere ISO-Leistung schon echt brauchbar. Ihr könnt mit der D7000 ganz schmerzlos bei ISO 1600 fotografieren und je nach Lichtsituation ist auch ISO 3200 noch absolut akzeptabel. Wenn man dann noch etwas in der Nachbearbeitung entrauscht, sind die Bilder echt vorzeigbar. Das alleine ist schon ein Kaufargument.

Aber die D7000 ist auch nicht der oft angepriesene FX-Killer. Der Sensor meiner D700 leistet doch noch einiges mehr, vor allem was Kontrastumfang und Details angeht. Speziell in den hohen ISO-Bereichen ist der FX-Sensor dann doch leistungsfähiger. Aber da liegen ja auch noch einmal 1.000 € zwischen den Kameras.

Klasse ist auch der 100% Sucher. Man unterschätzt dieses Feature oft, aber zu 100% zu sehen, was man später auf dem Bild hat ist schon ein Vorteil. Das hat selbst meine D700 nicht.

Vom Speed her macht die D7000 mit etwa 6 Bildern pro Sekunde auch einen guten Eindruck. Da kann man schon bei Sportevents etwas mit erreichen und erwischt auch bei schnellen Bewegungen den richtigen Moment.

Tolles Feature ist natürlich auch der Videomodus mit voller HD-Auflösung. Allerdings darf man sich nicht von dem Autofokus-Feature blenden lassen. Zwar funktioniert der irgendwie, aber leider pumpt das Objektiv dabei zu viel, so dass er während des Filmens nahezu unbrauchbar ist. Aber das ist eigentlich auch klar, da es sich ja nur um einen Kontrastautofokus handelt und der nun mal nicht anders kann. Ich bin gespannt ob irgendein Hersteller dieses Problem irgendwann gelöst bekommt. Davon abgesehen finde ich die Videoqualität grandios.

Den 16MP Sensor verwende ich gerne für Gigapixel-Panoramen. Zusammen mit dem Crop-Ausschnitt erhält man eine sehr hohe Auflösung. Für die "normale" Fotografie sind miener Meinung nach die 16MP überflüssig. Da hätte Nikon vielleicht noch mehr in die ISO-Power packen können. Aber dennoch ist Nikon mit dem Sensor ein guter Kompromiss gelungen.

Viel wichtiger aber als all die technischen Features ist die Tatsache, dass sich die D7000 im Fotografen-Alltag super schlägt. Ich habe bereits ganze Shootings mit ihr gemacht und dabei hat mich die Kamera nicht enttäuscht. Autofokus sitzt super, Bildqualität ist hervorragend und das Handling ist absolut Nikon-Like, d.h. viele Knöpfe mit Direktugriff auf die wichtigsten Funktionen.

Die D7000 ist eine geniale Kamera, die mit ihren Funktionen bereits nah an der Profiliga ist. Kaufargument ist vor allem die ISO-Leistung.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Kamera Preis/Leistung super!, 23. Dezember 2013
Von 
Ich habe die D7000 nicht über Amazon gekauft, jedoch sind die Preise höchst interessant geworden, denn die Kamera im Kit mit dem 18-105 mm kostete noch im Sommer 2013 an die 1100.- Euro. Wer gerne eine sehr gute digitale Spiegelreflexkamera sucht, ist mit dieser sehr gut bedient.
In meiner Jugendzeit fotografierte ich sehr gerne mit einer Ziehharmonika Kamera, wobei man manuell sehr wenig einstellen konnte im Vergleich zu heutigen Möglichkeiten, aber dazwischen liegen über 30 Jahre. Eine Kompaktkamera ist auch eine tolle Sache, weil es natürlich sehr platzsparend ist, aber man kommt sehr schnell an die Grenzen, wenn man im Raum und mit Blitz fotografiert.

Wer gerne auf Qualität setzt und einen schönen großen Sucher will, der kommt nicht an der D7000 vorbei, denn ich habe so einige Kameras in dieser Preisklasse angeschaut und da waren alle Sucher doch wesentlich kleiner. Live View ist ja ganz nett, aber ich nutze doch lieber den Sucher direkt. Mit 39 Messfeldern und 100% Bildabdeckung ist man einfach begeistert, wenn man durch den Sucher schaut. Der Akku hält schön lange durch, wobei man mit Blitz natürlich weniger Fotos schafft als ohne, aber das erklärt sich von selbst. Man schafft locker mal an die 500 Fotos ohne Blitz und das ist ein Wort. Der Akku ist auch mit dem Schnellladegerät zügig aufgeladen. Die Ergebnisse sind einfach klasse in Schärfe und Farbe, wobei das Objektiv, welches im Kit dabei ist, mich doch sehr überrascht hat in der Schnelligkeit und Qualität. Ich hätte eher ein "billigeres" erwartet, weil bekanntlich gute Objektive ihren Preis kosten. In diesem Kit wird man aber nicht enttäuscht und macht einen guten Fang.

Man ist auf jeden Fall mit dem Objektiv bereits gut bedient und hat eine gute Abdeckung ideal für Urlaubsfotos. 18-105mm ist meines Erachtens auch vom Gewicht und dem Gesamtgewicht mit dem Body noch im Rahmen des "Tragbaren", wobei ich inzwischen zum Fotorucksack tendiere. Wer gerne fotografiert, nimmt dies aber in Kauf, denn man wird mit den schönen Fotos belohnt und kann auch munter drauf los knipsen. Mit 2 Speicherkarten Steckplätze wird man vermutlich länger brauchen bis die mal voll sind (ich habe derzeit 2 mal 16GB drin). Das erste Fach für Fotos und das 2. Fach für Videos. Es lässt sicher aber auch als Sicherungskopie von der ersten Karte einstellen, bzw. man kann die Bilder im RAW Format speichern, oder als JPEG und RAW zusammen, oder nur als JPEG. Das 2. Fach kann als Spiegelung dienen und man kann auch von einem Fach zum anderen kopieren.

Fazit: Man wird den Kauf nicht bereuen, denn die Kamera kann alles, was man von einer DSLR erwartet. Stabiles Gehäuse, sehr gute Technik drinnen und viele viele Einstellmöglichkeiten, die man kaum ausschöpfen kann. Ich habe es noch keinen Tag bereut und kann die D7000 nur jedem empfehlen, der es nicht nur als Spielerei sieht, sondern für den die Fotografie auch eine Leidenschaft ist. Die 16 Megapixel sind mehr als ausreichend, auch wenn jemand von einem Bild ein Wandposter machen will. Schöne und warme Farben, wie man es von Nikon kennt und die Bedienung der Kamera und dem Menü finde ich sehr gut ausgedacht und angeordnet, wobei dies sicherlich wie bei all den anderen Punkten eine reine Geschmackssache ist.
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80 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kamera, die dem Fotografen nicht im Weg ist!, 11. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ambitionierter Hobbyfotograf, dessen Interessen diesbezüglich weit gefächert sind (Portrait, Landschaften, Natur, Langzeitbelichtung, Makro,...), war es mir ein Bedürfnis, mit dieser meiner zweiten digitalen Spiegelreflexkamera ein Hilfsmittel zu erwerben, dass mir das höchstmöglichste Maß an Komfort, Qualität und Funktionsumfang bietet, um meinen Anforderungen gerecht zu werden.
Im Folgenden möchte ich Ihnen detailiert schildern, warum ich mich nach langer Überlegung und viel Ausprobieren für die D7000 entschied und weshalb ich sie den Kameras anderer Hersteller vorziehe.
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1. Ist die D7000 für mich geeignet?
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Die Nikon D7000 ist für Sie eine sinnvolle Investition, wenn:

- Sie fotografieren um der Fotografie Willen
- Sie ambitioniert sind, aber aus Kostengründen nicht ins Vollformat einsteigen wollen
- Sie nicht viel Wert auf interne Bildbearbeitung (Effekte wie Colour Key usw.) legen
- Sie wissen, was es mit Blende, Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit und Weißabgleich auf sich hat und damit tagtäglich umgehen
- Ihre Ansprüche an die Bedienung der Kamera und die Qualität der Ergebnisse nachweislich nicht mit einer günstigeren DSLR erfüllt werden können (Probieren geht hier über Studieren!)
- Sie unterhalb des Vollformats Sportereignisse fotografieren möchten.

Die Nikon D7000 ist für Sie KEINE sinnvolle Investition, wenn:

- Sie einfach nur schnell gute Bilder schießen möchten, ohne viele Einstellungen vorzunehmen.*
- Sie hauptsächlich fotografieren, um Momente im Urlaub, auf Familienfeiern, usw. festzuhalten
- Sie nichts mit nachträglicher Bildbearbeitung zu tun haben wollen (PS,Lightroom)*
- Sie selten oder gar nicht beabsichtigen, bei schlechten Lichtverhältnissen zu fotografieren
- Sie eine kompakte DSLR suchen
- Sie nicht beabsichtigen, weitere Objektive in der mittleren bis gehobenen Preisklasse zu erwerben
- Sie keinen Wert auf ein Magnesiumgehäuse mit abgedichteten Bedienelementen legen
- Sie gerne einen Klappbildschirm möchten

*Natürlich ist die D7000 auch für diese Dinge geeignet, aber es gibt günstigere Kameras, die diesen Zwecken dienlicher sind. Bedenken Sie beispielsweise, dass die D5100 über den gleichen 16MP Sensor verfügt wie ihre große Schwester und theoretisch dieselbe Bildqualität bietet.
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2. Was zeichnet die D7000 gegenüber etwa der D5100 aus?
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Das Gehäuse der D7000 besteht aus einer Magnesiumlegierung, das der D5100 aus Plastik.
Die Bedienelemente der D7000 sind abgedichtet
Die D7000 bietet mehr Knöpfe, darunter auch frei belegbare, die bestimmte Einstellungen (etwa Weißabgleich, ISO,...) erleichtern.
Das Autofokusmodul der D7000 arbeitet mit 39 AF-Punkten und 9 Kreuzsensoren, sowie einem integrierten Autofokusmotor, ist also sehr schnell und zuverlässig. Nutzbringend wird es erst bei sich rasch bewegenden Motiven oder Momentaufnahmen, in denen wenig Zeit für Einstellungen ist.
Die D7000 bietet zwei Fächer für SD-Karten, die parallel genutzt werden können.
Ein Schulterdisplay erleichtert an der D7000 die notwendigen Einstellungen, ohne auf Menü und Bildschirm zugreifen zu müssen.
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3. Was kann die D5100, die D7000 aber nicht?
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Man kann mit der D7000 keine Fotos direkt als HDR aufnehmen, es gibt kein Colour Key (selektive Färbung) etc., Effekte werden eher umständlich und nachträglich im Menü gewählt.
Die D7000 hat kein Klappdisplay. Die D5100 ist kleiner, handlicher und leichter als die D7000.
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4. Warum ziehe ich die Nikon D7000 einer Canon oder Sony DSLR im gleichen Preissegment vor?
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Sony produziert mittlerweile verstärkt, möglicherweise bald ausschließlich SLTs, also Kameras mit halbdurchlässigem Spiegel, der nicht wie bei traditionellen DSLRs zur Belichtung hochgeklappt wird. Durch die Halbdurchlässigkeit sind die SLTs ungeheuer schnell, doch gehen 30% des einfallenden Lichts verloren, was bei schlechtem Licht höhere ISO-Werte erfordert.
Ich selbst brauche gutes Rauschverhalten auch bei wenig Licht. Da ich kein Sportfotograf bin, ist mir eine schnelle Serienbildfunktion eher unwichtig, ebenso wie ein kontinuierlicher Autofokus beim Filmen.
Was mich von Canon abbringt ist zum Einen, dass in jenen DSLRs geringfügig kleinere Sensoren verbaut sind, die Gehäuse aber oft mehr kosten, was mir sauer aufstößt. Außerdem liegen digitale Canon Kameras mir, nachdem ich sie eingängig testete, schlecht in der Hand -> Ein No-Go.
Pentax macht meines Erachtens nur Sinn, wenn man oft bei schlechtem Wetter unterwegs ist oder weder mit Nikon, noch mit Canon oder Sony warm wird.
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5. Warum gebe ich der Nikon D7000 5 Sterne?
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Die D7000 erfüllt alle meine Bedürfnisse als Fotograf hervorragend. Sie ist schnell, lichtstark (Das ISO-Verhalten ist das beste seiner Klasse), der Akku hält lang, ihre Bedienbarkeit ist ausgezeichnet, sie liegt perfekt in meinen Händen und der Autofokus sitzt bisher immer. Die Bilder werden ohne mein besonderes Zutun wunderbar scharf, die Farben sind knackig und die von mir angestrebten Objektive sind erschwinglich. Der optische Sucher ist hell und groß. Die Kamera bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, die allesamt personalisiert werden können (Profile lassen sich extern speichern). Meines Erachtens schafft diese DSLR, was bei Sony und Canon etwa 300 Euro mehr kostet. Außerdem bietet die D7000 eine Full HD Videofunktion, die ein hochwertiger Zusatz ist, den ich eigentlich nicht brauche.
Mängel kann ich nur solche finden, die mich kaum stören:
- Es gibt kein Eye-Start, wie etwa bei Sony (Hält man die Cam vors Auge, wird der Bildschirm schwarz, nimmt man sie weg, leuchtet er auf.)
- Die Bildstabilisierung findet im Objektiv statt, nicht im Body.
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6. Thema "Megapixel" und abschließende Bemerkungen
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Wenn Sie nicht beabsichtigen, Bildausschnitte Ihrer Fotografien groß auszudrucken, brauchen Sie wahrscheinlich keine 16MP. Selbst bei 10MP können Sie Ihre Bilder messerscharf auf ein 90cm x 60cm großes Poster drucken lassen.
Bitte lassen Sie daher diesen Faktor wirklich nur eine Rolle beim Kauf spielen, wenn Sie eben doch Fläche zum Ausschneiden brauchen.

Die Bildqualität, die eine Kamera bietet, kommt in der Regel erst in Verbindung mit angemessenen Objektiven zum Tragen. Planen Sie daher beim Kauf ein, dass Sie für ein neues Objektiv selten unterhalb der 300€ zahlen werden, falls Sie die Möglichkeiten der D7000 ausreizen wollen, außer vielleicht bei Standardfestbrennweiten (35 oder 50mm).
Investieren Sie, wenn andere, günstigere Kameras auch Ihre Bedürfnisse erfüllen, lieber in gute Objektive, als in ein teures Gehäuse. Die erreichte Bildqualität wird Ihnen Recht geben.

Zum Abschluss vielleicht das wichtigste Argument beim Kauf einer Kamera:
Sollte Sie Ihnen nicht gut in der Hand liegen oder Sie sich nicht mit der Bedienung anfreunden können, etwa weil Sie Anderes gewohnt sind, probieren Sie auch andere Kameras aus.
Denn in allererster Linie soll eine Kamera dem Fotografen beim Fotografieren nicht im Weg sein.

Sollten Sie jedoch nach dieser Rezension bestärkt worden sein, dann greifen Sie bedenkenlos zu, denn die Nikon D7000 ist meiner Meinung nach das Beste, was man unterhalb des Vollformats für sein Geld kriegen kann.
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95 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen TOP Kamera im Consumer/Semi-Profi Segment, 25. November 2010
Von 
Ich besitze diese Kamera seit dem 12.11.2010, habe sie mir als Upgrade zur D90 gegönnt und habe bisher durchweg positive Erfahrungen damit gemacht. Ob die D7000 den Mehrpreis zur D90 wert ist, mag jeder selbst entscheiden. Im direkten Vergleich dieser beiden Modelle punktet die D7000 in erster Linie mit dem besseren Bedienkonzept (z. B. Anordnung der Autofokus-Funktionen), größerer ISO Einstellbereich (nach unten bis ISO 100), 39 AF-Messfelder (davon 9 Kreuzsensoren), Full HD Video....

Bei der Bildqualität fällt auf, dass die D7000 besonders bei Langzeitbelichtungen die Lichtquellen wie Leuchtreklamen schärfer abbildet und DEUTLICH weniger überstrahlt als die D90. Dafür stellt die D90 im Zweifel feine Details in dunklen Bereichen besser dar als die D7000 (Stichwort Texturverlust).
Wobei der oft angesprochene Texturverlust im Wesentlichen abhängig ist vom verwendeten Objektiv. Bei der Verwendung des Nikon AF-S 18-105mm 1:3,5-5,6G ED VR tritt dieses Problem m. E. deutlich stärker auf als beim Nikon AF-S 16-85mm 1:3,5-5,6G ED VR. Sehr schön zu sehen ist dies auf den Testbildern, die man auf der Seite [...] herunterladen kann.
Wenn man dort die Testbilder (D7000 mit 16-85 VR) vergleicht, liegt die D7000 vor der D90 und sogar deutlich sichtbar vor der Canon EOS 60D (entgegen manch anders lautender Testberichte).

Unterm Strich würde ich sagen, dass das Preis-Leistungsverhältnis der D90 nach wie vor unschlagbar ist. Wer aber das Geld für die D7000 übrig hat, wird auch an diesem Gerät mit Sicherheit viel Freude haben...

Editiert am 09.02.2011:
Nachdem ich die D7000 (aus Reklamationsgründen) mittlerweile gegen die D300s eingetauscht habe und nun die Bilder vergleichen kann, muss ich einsehen, dass die Kritik hinsichtlich des Texturverlustes durchaus berechtigt ist. Siehe folgende Vergleichsbilder D300s vs. D7000. Bei 100% Ansicht ist der Unterschied gravierend.

[...]
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Die D7000 ist sicher eine sehr gute Kamera, den Vergleich mit der D300s hält sie jedoch nicht stand. Daher muss ich leider einen Punkt abziehen...
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56 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute Kamera mit "Schönheitsfehler", 6. Februar 2011
Von 
R. Dose (Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einleitung:
Ich hatte schon früh im Jahr 2010 überlegt ob ich mir die D 90 zulegen und so einen Wechsel von der D40 vollziehen sollte. Die D40 besitze ich seit 2007, meine erste digitale Spiegelreflex. Von ihr war und bin ich sehr begeistert, sie macht mit den damals im Kit gelieferten Objektiven sowohl im Raw- als auch im JPG Format sehr gute Bilder und ist leicht zu handhaben. Doch schon bald wünschte ich mir mehr Möglichkeiten als die D 40 bietet.

Vielleicht hätte ich damals schon ein paar hundert EURO mehr ausgeben sollen.......

Dann sah ich im Internet die Ankündigung zur D7000, wieder die Überlegung: D90 oder D7000. Mich sprachen die einzelnen angekündigten Merkmale der Kamera an: also Mut zur Lücke und die D7000 mit dem Objektiv 18-105 mm im Kit bestellt. Da ich kein großer manueller Einsteller bin reizte mich die Vielzahl der Motivprogramme, nämlich 19 an der Zahl.
Ja, Ja, ich weiß: Was will der denn mit der D7000?
Hin- und wieder, vor allem wenn Zeit ist oder bei schwierigen der Lichtverhältnisse stelle ich auch manuell.....oder halb manuell.

Vor allem aber: Für mich liegt die Kunst auch im digitalen Zeitalter darin ein Bild so gut aufzunehmen dass es möglichst wenig oder gar nicht mit Bildbearbeitungsprogrammen nachgearbeitet werden muss.

Jetzt zur Nikon D 7000:
Ja, hier liegt sie nun vor mir. Mitte Dezember 2010 habe ich sie erhalten. Während unseres Weihnachtsurlaubs in Spanien und hier zu Haus habe sie ausgiebig ausprobiert und immer mal die Motive auch mit der D 40 zum Vergleich fotografiert.

Was hat man in der Zwischenzeit nicht alles über die D7000 im Internet oder in Zeitschriften gelesen. Akribisch wurde untersucht und nahezu wissenschaftlich ausgewertet. Die Resultate der inzwischen zahlreichen Tests reichen von "große Klasse" bis "grottenschlecht". Eine Zeitschrift spricht sogar von "Rückschritt" im Vergleich zur D90 was natürlich sofort einen Aufschrei der "Hurra-Seite" nach sich zog. Ich selbst kann als sehr fortgeschrittener Amateur (40 Jahre fotografiert) den zuweilen bis in kleinste Detail vorgezählten Vergleichen oft nicht viel abgewinnen, das liegt doch alles im Minimalbereich. Zum Beispiel über die Schnelligkeit des Autofokus (bewegt sich in hundertstel-Sekunden Bereich), die Anzahl der Serienaufnahmen und vor allem über das Rauschen. Du meine Güte, was macht man sich bei einer Kamera dieser Klasse für Gedanken. Auch das Fehlen eines Klappdisplays wie bei der D5000 oder der Canon EOS60D wird heftig moniert. Aber ich vermisse es nicht. Und wie soll das gehen? Eine Makroaufnahme oder eine Teleaufnahme bei "geklappten" Display "um die Ecke", die Kamera wiegt 730 Gramm plus Objektiv -wiegt auch noch mal 400 bis 600 Gramm oder mehr - na dann haltet man die Arme schön still.......mit Stativ vielleicht, aber dann die Fokussierung.....

Da schon so viele die Vor- und Nachteile der D 7000 aufgezählt haben nur ein paar subjektive Eindrücke über die Kamera von mir:

Gehäuse: Solide und robust, etwas schwer, wie immer bei Nikon. Gegen Staub und Nässe geschützt.

Handhabung: Für Nikon Nutzer kein Problem, für Umsteiger leicht zu lernen.

Der kritisierte Griff: Wo ist das Problem? (Ok, meine Hände sind keine Baggerschaufeln)

Menü: Übersichtlich, logisch aufgebaut, ansonsten das Gleiche wie unter Handhabung

Autofokus: Schnell und präzise (Ja, ich weiß, andere Kameras sind angeblich ein paar tausendstel Sekunden schneller). Einige Rezensionen und Tester bemängeln das die Kamera zu schnell auslöst, wenn noch gar nicht scharf gestellt. Das kann ich nicht nachvollziehen. Im Übrigen: Im Menü kann eingestellt werden ob die Auslösung Vorrang hat oder die Schärfe. Wird "Schärfe" gewählt löst die Kamera nicht aus solange der Fokus nicht scharf gestellt ist, dazu kann noch ein akustisches Signal aktiviert werden. Das ist aus meiner Sicht recht praktisch.

Speicherfach: Die zwei Fächer sind eine gute Idee, sehr nützlich. Ich fotografiere im Raw-Format es ist aber möglich auf der zweiten Karte das Bild im JPG-Format separat zu speichern. Wenn das Bild gelungen ist spart man sich die Bearbeitung.

Video Funktion: Nutze ich nicht

Life View: Na, ja, wer es mag, Fokussieren ist langsamer und zuweilen ungenau. Immer die schwere Kamera samt Objektiv mit gestreckten Armen vor sich halten, ich weiß nicht.

Schärfe: Bislang hatte ich die D40 genutzt und nutze sie noch. Für Bildbearbeitung - wenn nötig oder gewollt- nutze ich Gimp 2.6.10 in Verbindung mit UFRaw und Photoshop Elements 8.
Für Raw Bearbeitung nutze ich aber am liebsten Raw-Therapee 2.4.1. Dafür habe ich mit für die Dateien aus der D40 Vorlagen erstellt. In ihnen war auch eine maßvolle Schärfung eingestellt.
Die ersten Dateien aus der D7000 waren für mich ein Schock. Die Bilder aus der D7000 waren so scharf das z. B. bei Porträts wirklich jede Pore des Fotografierten zu sehen war. Ähnlich bei Landschafts- oder Gebäudeaufnahmen wo die Aufnahmen vor Schärfe pixelig waren. Wobei die kamerainterne Schärfung auf minimal eingestellt oder auch mal ganz abgestellt ist.
Die Schärfung im Programm musste abgestellt werden. Jetzt habe ich auch neue Vorlagen für die Raw-Dateien der D7000. Die Bilder der D7000 sind scharf! Eine nachträgliche Schärfung per Programm am PC ist kaum notwendig.

Rauschen: In meinem Anwendungsbereich nicht. Nachtaufnahmen sind mangels Gelegenheit noch nicht erfolgt.

Bildaufbereitung: A c h t u n g! Jetzt kommt Kritik!
Kontrast und Schärfe sind in Ordnung, so sagen die Histogramme und die entsprechenden Kurven. Aber die Farbsättigung!
Gemeint ist die Aufbereitung im JPG-Format. Für meinen Geschmack fällt die Darstellung der Farben sehr verhalten aus. Es scheint, dass die dafür verantwortlichen Entwickler bei Nikon eine Schwäche für zurückhaltende oder gar schwarzweiße Bilder haben. Also da bereitet die viel einfachere D40 aber kräftiger auf.
Auch im Raw-Format scheinen die Fotos schwächer in der Farbdsättigung als bei der D40. Das mag subjektiv sein und kann über die genannten Bearbeitungsprogramme ausgeglichen werden. Aber für mein Teil hätte ich gerne auch Bilder ohne Aufbereitung, sozusagen "fertig". Dafür stecke ich vor der Aufnahme viel Energie in Motiv, Blickwinkel, Lichtverhältnisse usw. Bei den Lichtverhältnissen kommen dann die manuellen Einstellungen, Zeit-, Verschluss- oder Programmautomatik, ins Spiel.
Bei der Bildaufbereitung war ich sogar schon soweit mit der Vermutung dass die Kamera, das Objektiv oder mein Polfilter eine "Macke" hat. Versuche es demnächst mit einem anderen Filter und einem anderen Objektiv. Bei der Darstellung der Farben bin ich im Zweifel. Vielleicht Rückfrage bei Nikon.
Wie gesagt: der Unterschied zur D40 oder ist letztere sogar.......

Objektiv: Bei Autofokus gut, ebenso bei Schärfe usw. Gutes Preis- Leistungsverhältnis.
Aber auch hier Kritik. Die manuelle Fokussierung ist mir zu schwammig. (Makroaufnahmen) Der Fokusierring ist im Autofokus nicht arretiert, lässt sich quasi im "Leerlauf" mitdrehen. Bei den einfacheren Objektiven an der D40 war das nicht der Fall. Das ist verwirrend und meine Rückfrage bei Nikon ergab das dies so sein soll. Nun gut, ich selbst habe Schwierigkeiten bei diesem Objektiv mit der manuellen Fokussierung. Manchmal funktioniert das nicht, aber vielleicht habe ich "den Trick" noch nicht erkannt......

Fazit: Die D7000 ist technologisch auf dem neuesten Stand. Dennoch ist gerade bei der Qualität der Aufnahmen und der Bildqualität so viel mit der D90 verglichen worden - wobei gerade in Bezug auf die Bildqualität die D90 oft besser dargestellt bzw. hoch gelobt wird - dass man versucht ist sich die D90 zu kaufen. Wenn der Geldbeutel es hergibt. Oder vielleicht wenn möglich bei Freunden auszuleihen um einen Vergleich aus eigener Ansicht zu haben.
Wenn es hier bei uns in Schleswig-Holstein mal nicht aus Eimern regnet werde ich weiter auf jeden Fall weiter ausprobieren.
Für mich selbst ist die Bildqualität im wesentlichen OK. Bei der Farbsättigung könnten die Techniker von Nikon für meinen Geschmack noch nachbessern. Vielleicht bei der nächsten Firmware-Version?

Bewertung: Ich schwanke bei der Bewertung zwischen 4 und 5 Sternen. 4,5 geht nicht, erst mal vier!

Nachtrag 18.02.2011:
In Bezug auf die Farbsättigung habe ich von einem anderen Rezensenten den Tip erhalten dass man im Einstellungsmenü die Farbsättigung individuell einstellen kann. Tätsächlich besteht diese Möglichkeit im Menü --> Aufnahme --> Bildoptimierung. Allerdings können diese Optionen nur angewählt werden wenn am Einstellknopf die Aufnahmemodi "M", "S", "A" oder "P" aktiviert sind. Dort können die Einstellungen für die Farbsättigung schrittweise erhöht werden. Einfach probieren bis das Ergebnis gefällt. Die Wirkung ist bei den danach folgenden Aufnahmen sofort sichtbar. Ob die geänderten Einstellungen sich danach auch auf die Aufbereitung bei den 19 Motivprogrammen auswirken (wenn man mal wieder "zu faul" war) muss ich noch nachschauen. Die Aufbereitung dafür nimmt die Kamera lt. Gebrauchsanweisung gemäß interner Parameter pro Motivprogramm vor. Inwieweit sie dabei auf die vorgenannten Einstellungen zurückgreift weiss ich nicht.
Jedenfalls bin ich wegen der weiter oben genannten Kritik bezüglich der Farbsättigung wieder "versöhnt".
Doch selbstverständlich ist auch das rein subjektiv und Geschmackssache jedes Einzelnen.

Ein weiterer Tip den ich erhalten habe besagt dass man die Belichtungskorrektur um -0,3EV herunterregeln soll damit eine evtl. Überbelichtung vermieden wird. Auch das war ein guter Hinweis.

Vielen Dank dafür.
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