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Kundenrezensionen

100
4,2 von 5 Sternen
Im Angesicht des Verbrechens - Die komplette Mini-Serie (4 DVDs)
Format: DVDÄndern
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Februar 2013
Das Beste, was das deutsche Fernsehen als Serienproduktion seit Langem gebracht hat. Spannend, tolle Darsteller, tolle Story! Unbedingt sehenswert und empfehlenswert!!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juni 2015
Wer hätte das gedacht. Gutes Fernsehen made in Germany. Natürlich wird es wieder nur zu unmöglichen Zeiten ausgestrahl, so dass es niemand sieht. Wer will das auch sehen? Anscheinend wollen ja Alle nur schlechtes Programm. Ich kann das nicht glauben. Ich bezahle jeden Monat meine Rundfunkgebühr für nix als Schrott. Und wenn dann mal etwas Gutes produziert wird, wird es zu einer Zeit gesendet dass es nur ja auch niemand anschaut. Damit dann auch bloß keine 2. Staffel produziert werden muss.
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Der Deutsche, und nicht nur der, definiert sich über sein Auto und sein Haus. Ein Jaguar rollt auf ein prächtiges Anwesen, gefolgt von einem dieser hässlichen Cinquecentos, nicht die Neuauflage des Kult-Fiat-500, sondern dieser kleine Kastenwagen. Die Wagen gehören Geschwistern, Stella (Marie Bäumer) und Marek (Max Riemelt). Juden lettischer Herkunft, hat Stella die Heirat mit einem kriminellen Russen und Marek die Polizistenlaufbahn gewählt. Wie das in Miniserien, die deutlich länger als ein Spielfilm sind, so ist, hängt alles mit allem zusammen, sorgt aber auch für den nötigen Konfliktstoff. Zum Beispiel Familie, Herkunft, Haltung, und bei Marek kommt noch ein sehr persönliches Motiv für die Berufswahl dazu: Vor zehn Jahren hat jemand seinen großen Bruder getötet, Marek war noch ein Kind, hatte zu diesem verwegenen jungen Mann aufgesehen und ihn dann verbluten sehen. Der Täter wurde nie gefasst. Ein weiteres Thema: Mädchenhandel und Zwangsprostitution, die beiden Ukrainerinnen Jelena (Alina Levshin) und Swetlana (Katja Nesytowa) werden mit großen Versprechungen nach Deutschland gelockt und haben dort nichts zu lachen. Das Team um Regisseur Dominik Graf schafft anhand dieser Beiden sogleich eine interessante Irritation: Es sieht gar nicht elend aus, dieses ukrainische Landleben mit Großfamilie, Freunden, Riesengrundstück, Tieren und sonnendurchfluteter Idylle. Die beiden Mädels lockt wohl etwas anderes als nackter Überlebenswille, nämlich die grellen Lichter der Großstadt und das schnelle Geld. Berlins Glitzer ist aber falsch, eher schon eine Hölle als der Himmel auf Erden. Während Swetlana lange denkt, sich mit allem arrangieren zu können (und man bei ihr zeitweilig sogar einen Flirt mit der Gefahr spürt), wurde Jelena eher mitgezogen und ist idealistischer, träumt von einem Mann und hat schon zu Beginn eine Vision von ihm. Ganz rein taucht er in einer hinreißenden Unterwasserszene auf, in der das Wasser nicht nur die Schrecken der Vergangenheit begraben hat (einen deutschen Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg), sondern auch die Verheißung der Zukunft gebiert. Bis dahin wird es freilich ein langer Weg sein...

Dominik Graf ist ein Freund des etwas dreckigeren Genrekinos, der 1970er Kinojahre, und beides schimmert hier durch. Etwa die nicht immer lineare Erzählstruktur, die in einigen Szenen z.B. stark an die Sexszene aus "Wenn die Gondeln Trauer tragen" erinnert (mutmaßlich kein Zufall, wenn man einmal Grafs Aufsatz zu diesem Film in dem Buch "Schläft ein Lied in allen Dingen" liest). Die grobkörnigen, farbveränderten Einsprengsel aus der Vergangenheit, die Handkamera und der (heute zu Grafs Bedauern aus der Mode gekommene) Zoom als Stilmittel. Dazu eine mitunter raue, brutale Direktheit und das Bemühen um Authentizität; insoweit haben er und sein Autor Basedow viel recherchiert und nehmen sich auch die nötige Zeit, das Familienleben der verschiedenen Milieus zu schildern. Zudem eine komplexe und spannende Erzählung. Ein klassisches Finale, das gleichwohl nur Etappensieg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität sein kann; dies ist dem schmalen Grat zwischen Unterhaltungsthriller und anspruchsvollem Realismus absolut angemessen.

Ebenfalls 1970er Jahre: Nicht "Helden", deren Integrität sich gegen eine Gefahr von außen behaupten muss, sondern deren Konflikte von Anfang an in ihrem Inneren angelegt sind. Einzig Marek ist eine eher noch klassischere Figur, entschlossen, aber auch zurückhaltend und bemüht, integer zu bleiben. Doch auch bei ihm wird es schwierig. "Du bist jetzt einer von uns", meint ein Russe einmal, als er ihn für einen Tipp bezahlt hatte. Wird dies wahr werden oder schon sein? Und wird später der schwer verliebte Marek darüber hinwegkommen, was seine Jelena zuvor gemacht hatte? Und wird er bei der Jagd nach dem Superverbrecher (klar, er taucht ziemlich am Anfang und dann erst wieder am Ende auf und hatte Mareks Bruder getötet) seine Rachegefühle im Zaum halten können?

Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft (und das heißt hier vor allem: gegen sich selbst), hat schon verloren. Meines Erachtens ist "Im Angesichts des Verbrechens" ein sehr moralischer Film, was erfreulich ist, weil er sich seine Rohheit dennoch bewahrt hat und die Konsequenzen von Rückgratlosigkeit eher zeigt, statt darüber zu dozieren. Es gibt eine ganze Riege von Personen, die nicht völlig böse sind, aber auf die eine oder andere Weise glauben, sich mit dem Verbrechen arrangieren und mit ihm kooperieren zu können. "Ich will leben, und ich will es jetzt", so oder ähnlich sagt es nicht nur Stella, so sagen es Personen aus allen Milieus, korrupte Polizisten, Kleinganoven, Mitläufer, Gangsterfreundinnen. Und das ist stets mit Misstrauen zu genießen. Wer so redet und lebt, wird in diesem Film auf der Verliererseite sein. Stella ist kein Stern, der ihre sinkt auch nicht, sondern sie ist schon längst am Boden, von Anfang an, nur dass sie dies noch nicht weiß. Man mag diese Interpretation anzweifeln, da sie es am Ende sein wird, die unbehelligt die Geschäfte ihres Mannes weiterführen wird. Aber sehen wir sie nur ein einziges Mal glücklich? Der großen Marie Bäumer ist zu verdanken, dass man stets die Mühen sieht, die es Stella kostet, eine Fassade (Heim, Kinder, Mann, Wohlstand, angebliche Verantwortung) aufrechtzuerhalten. In einer genialen nichtlinearen Parallelmontage erzählt sie ihrem Bruder, wie sie jeden Abend im Restaurant "Odessa" die Chefin "spielt", alles nur eine Rolle, ein Image, die Unnahbare, Kühle, Dominante, Strenge im purpurroten engen Kleid. Dabei hat sie nichts zu sagen dort, ist Marionette ihres Mannes. Wir sehen im Wechsel, wie sie diesen Auftritt Marek ankündigt und dann tatsächlich genauso wie geplant haben wird, und wir wissen: jeden Abend geht das so.

Mehrfach möchte sie sich wehren, lässt es dann aber doch immer sein. Eine, wie Regisseur Graf sagt, "reife" Frau - sicherlich, vom Alter und von der Erscheinung her, aber in der Rolle zutiefst unreif. Man fragt sich, was an ihr besser sein soll als an der polnischen Freundin eines Gangsters, die von diesem loskommen möchte und der sie angeblich tatsächlich gehen lassen will, wenn sie ihm alles dalasse, was er ihr gegeben habe. Dazu muss sie sich fast nackt ausziehen und soll das Haus in einem 08/15-Trainigsanzug verlassen. Da sehen wir in einem Kameraschwank, wie sie dann doch wieder auf dem Sofa liegt, den engen Rock und die knallbunten High Heels tragend, das war ihr wichtiger. Stella ist auch nicht besser. Zwei korrupte LKA-Fahnder und mit gewissen Abstrichen auch Swetlana und eine Polizeikollegin, die eine Schwangerschaft als "Strafe" für einen F*** mit einem kriminellen Russen befürchten muss, sind weitere Spielarten dieses verblendeten Traums, nach dem man "leben", dabei sauber bleiben und notfalls dem Bösen Paroli bieten könne. Eine Folge heißt: "Was kostet Berlin?" Für fast alle zu viel!

Diese komplexe Erzählung von Moral in Zeiten der Verlockung macht es erträglicher, dass diese Serie wie so manches im vornehmlich deutschen Fernsehen sich gar nicht genug sattsuhlen kann in dem Bashing von reichen, arroganten Typen, deren materielle Werte aber gleichzeitig gefeiert werden. Von Derrick über diverse Tatorte bis zu Dieter Wedel und "Adelheid und ihre Mörder"; allzu häufig sehen wir eine protzige Oberschicht mit schlossartigen Häusern, aseptischen Gärten, dicken Autos, dicken, über die Maßen saturierten, arroganten Bewohnern, klavierspielenden verwöhnten Kindern in Anzug und Kleidchen, nur um das gleichzeitig zu ersehnen und uns dennoch oder deshalb daran zu erfreuen, dass dieses schnöselige Gesocks sein Fett abbekommt. Davon ist auch "Im Angesicht des Verbrechens" nicht ganz frei. Da ist die andere Seite schon interessanter; Berlin gilt bekanntlich als "arm, aber sexy", und auf den öffentlichen Dienst scheint Ersteres hundertprozentig zuzutreffen, wenn man sich nur einmal die LKA-Baracken ansieht.

Graf inszeniert mit Furor in jeglicher Hinsicht, meist nützt dies im politisch korrekten TV-Einheitsbrei mit allzu erklärenden Gutmenschendialogen, und besser als Til Schweigers Gegenbild einer Über-Selbststilisierung in dessen Tatorten ist es sowieso. Gleichwohl gehen mit Graf gelegentlich die Gäule durch. Muss die delirierende Liebe der zwei korrupten LKA-ler in ihrer Verzweiflung, weil ihr Auffliegen kaum noch aufzuhalten ist, so weit gehen wie hier? In einer seltsamen "Kranke Liebe = Lust und Schmerz"-Szene fügen sie erst einander je eine empfindliche Schussverletzung zu, dann brettern sie auch noch mit dem Auto in einen Teich, um hiernach aber trotz der Verletzungen noch recht agil einander helfend ans Ufer schwimmen zu können. Und der unglaublich hanebüchene Schwachsinn, dass man mal eben mit dem Pkw in die Ukraine und nach Weißrussland fährt, wird auch dadurch nicht besser, dass das später von einem Hannover-Tatort als klauenswert eingeschätzt wurde. "Visa??? Die Freiheit nehm` ich mir", sagte wohl der Drehbuchautor. Desweiteren verfranzt sich die Serie etwa in der Mitte dann doch; lässt interessante Handlungsstränge zu lange liegen und will des Guten zu viel. Ist es also gerade ratsam, die ganzen acht Stunden möglichst in kurzer Zeit zu schauen oder sollte man dies strecken, z.B. auf eine Folge oder Doppelfolge pro Woche? Das Verzweigte spricht für Ersteres. Andere Aspekte der Serie aber für Letzteres. Ich habe Ersteres gewählt (auf zwei Tage verteilt), und da werden die Redundanzen dann doch etwas anstrengend. Beispielsweise, wenn wir bei jeder Folge eine (jedes Mal teilweise andere und stark auf das Kommende zugeschnittene) Zusammenfassung des Geschehenen sehen. Trotz interessanter Machart letztlich vergurkt: Für denjenigen, der mal eine Weile pausiert hat, ist dies zum Zwecke der Lückenfüllung viel zu kurz und bruchstückhaft, für Dauergucker hingegen überflüssig. So haben wir am Ende das anfängliche Traumbild in der Unterwasserszene und Jelenas inneren Monolog dazu zehn Mal gehört, dito Stellas Essenz, zu ihrem Bruder Marek gesagt: "Du bist Polizist geworden und ich habe einen Russen geheiratet, schlimmer hätte es für die Familie nicht kommen können." Auch wie oft wir in ewig wiederholten Bildern darauf gestoßen werden, dass Marek und Jelena füreinander bestimmt sind, ist überzogen. Schließlich die viel zu oft bei den Szenenwechseln wiederholten Totalen von gewissen Szenerien Berlins. Irgendwann haben wir den Fernsehturm, die sich schlängelnde Spree, bestimmte Sozialwohnungen, den Strip Club und das Schild des Restaurants "Odessa" (und dann JEDES MAL mit fingerzeigendem Zoom!) wirklich oft genug gesehen. Auch muss man beim gefühlten zwanzigsten Mal, wenn eine Szene im Strip Club beginnt, nicht noch einmal die vermutlich jedes Mal gleichen (auf jeden Fall aber gleich wirkenden) barsilikonbusigen Stangentänzerinnen sehen. Ja, Herr Graf, wir wissen, dass es um sex and crime geht, danke!

Trotz solcher Einwände ist "Im Angesichts des Verbrechens" nicht nur ein filmischer Kraftakt (wie im leider etwas knappen Making-Of gut herauskommt), sondern auch eine über weite Strecken gewagte, pulsierende, furiose, vertrackte Perle in der deutschen TV-Landschaft. Daher vier Sternleinchen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juli 2014
Hallo, ich bin über die Serie bei Arte gestoßen und war total begeistert.
Nachdem ich ein paar Sendungen verpasst hatte, habe ich mir die kplt. Staffel gekauft.
Ich habe viele Filme angeschaut und diese Serie ist mit bei der Top Liga dabei.
Leider eine der wenigen Sehr guten Filme aus Deutschland.

Empfehlung: KAUFEN
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26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. November 2010
Angenehm, wie es Dominik Graf gelingt, sich von den hiesigen Fernsehkonventionen zu lösen und in seiner großformatigen Serie beweist, wie "kino-like" sich Krimistoffe auf den Fernsehschirm bringen lassen. Abseits von den eher provinziell wirkenden Tatort-Koordinaten führt die Handlung vielschichtig und abwechslungsreich durch die Milieus der Großstadt (Russenmafia einerseits, andererseits auch die ernüchternde Alltagswelt der Polizeiprotagonisten, die ihren Alltagsfrust nach Schichtende über Alkohol oder Gelegenheitssex zu beherrschen suchen), dabei sind die korrupten Cops nicht so viel anders als die "Aufrechten". Einige Vertreter des "Verbrechens" verfügen ihrerseits über erstaunliche Moralbegriffe, jenseits der gesellschaftlichen Normen zwar, aber tiefer gehend als diese, im Sinne einer "Kameradschaft" angesichts einer Umwelt, die nie anders als feindlich erfahren wurde. Andere der bösen Jungs haben keine Ideale und agieren nur nach den Gesetzen des Marktes, sind auf obszöne Weise als deren Spiegelungen zu verstehen, diese "andere Seite der Wirtschaft" ist kaum zu unterscheiden vom freigelassenen Kapitalismus und vielleicht dessen logische Weiterentwicklung - ungetrübt von den jeweiligen Normen des Staates angesichts globalisierter Märkte...
"Angesichts des Verbrechens" ist trotz der Liebeleien und einiger interessanter Frauenfiguren eher eine "Männerserie", denn es sind die Rituale des Revierverhaltens, des Siegens oder Unterliegens und der teilweise unreflektierten Beharrlichkeit, mit der die "guten Jungs" die Bösen jagen und dingfest zu machen versuchen, die hier die heimliche Hauptrolle spielen. Die Sturheit, zuweilen im Witz offenbart, scheint oft nichts anderes als eine Übersprungreaktion der Polizisten auf die schwelende Frage zu sein, zu was ihr Kampf eigentlich gut sei und ob er einen Sinn hat im allgemeinen Chaos der Welt.
Der Widerstand gegen das Fremdbestimmtsein ersetzt die Freiheit, die es nicht geben kann, und charakterisiert die Polizisten wie deren Gegenspieler. Illusionslos in seiner Analyse der Welt scheint uns der Regisseur sagen zu wollen: die ganz schlechten Menschen sind so selten wie die ganz guten, meist bewegen sich Menschen in den Zwischenräumen, und Gutes wie Böses ist aus Quellen gespeist, die aus der Distanz eher banal sind (Rache, Wiedergutmachung, Gier, Überlebenswille, Dummheit, Trotz). Ein Filmwerk in der gefühlten Tradition des grossen Kinos (z.B. des französischen Krimis von Ventura, Gabin und Delon) und seiner Fragen nach Moral und den Grenzen von Loyalität einerseits, aber heruntergebrochen in ein "hier und heute", in eine Welt, in der die Fronten nicht mehr so einfach darstellbar sind wie in den Klassikern. Das reife Werk eines reifen Regisseurs, dem es - zum Glück derer, die es schätzen können - gelungen ist, diese "altmodischen" Themen des Kinos (und des Lebens) in einer vitalen Handlung zu formulieren und in einem rasanten Look zu verpacken, ohne daß es jemals lächerlich oder öde wird - wie es im deutschen Kino schon oft lächerlich wurde, wenn ein Krimi versuchte, das häufig anhaftende provinzielle Image "international" erscheinen zu lassen. Das ist das wirklich gelungenste Prädikat, das ich der Serie geben würde: exportfähiges (TV-) Kino mit internationaler Klasse.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 30. März 2011
Inhalt
In Berlin herrscht Krieg. Banden der Russenmafia liefern sich in Berlins Unterwelt einen Kampf um die Vorherrschaft im Menschen- und illegalen Zigarettenhandel. Die beiden jungen Polizisten Sven Lottner (Ronald Zehrfeld) und Marek Gorsky (Max Riemelt) wollen die Drahtzieher hinter Gitter bringen. Doch Marek, Sohn baltisch-jüdischer Einwanderer, steht bald zwischen den Fronten. Sein Bruder ist vor Jahren von der Russenmafia ermordert worden, seine Schwester Stella (Marie Bäumer) mit einem Mafiaboss (Misel Maticevic) verheiratet.

Mit dem kompletten zehnteiligen Serien-Event "Im Angesicht des Verbrechens" kommt von der hier vorliegenden Box ein sowohl von Kritik wie auch Publikum begeistert aufgenommener Mehrteiler zur Veröffentlichung. Die hochkarätig mit Darstellern wie Max Riemelt und Misel Maticevic, Ronald Zehrfeld wie auch Marie Bäumer u.v.a. mehr besetzte Serie spielt in der von ihr spannungsgeladen erzählten Geschichte mittendrin im Herzen von Berlin. Es geht um Machtkämpfe und Vorherrschaftsansprüche der Russenmafia. Um Zigarettenschmuggel und Prostitution. Eben um das allgegenwärtige und nahezu perfekt organisierte Verbrechen und Treiben der Unterwelt, welches sich als Bestandteil zwischenzeitlich fest inmitten unter uns manifestiert hat.

Dem Kampf, gegen diesen Sumpf des Verbrechens und der immer weiter ausufernden Kriminalität inmitten Berlins, stellen sich die beiden jungen Polizisten "Marek Gorsky" (Max Riemelt) und "Sven Lottner" (Ronald Zehrfeld). Bei diesem bisweilen schon fast aussichtslos erscheinenden Unterfangen steht Polizist "Marek", als Sohn baltisch-jüdischer Einwanderer selbst inmitten eines tiefen Gewissenskonflikts, der ihn immer wieder und mehr zwischen die Fronten treibt. Dessen eigener Bruder fiel einem Mordkomplott der Russenmafia zum Opfer und seine Schwester "Stella" (Maria Bäumer) ist mit einem Mafiaboss (Misel Maticevic) verheiratet. Nach der Festnahme des russischen Profi-Killers "Sokolov" (Georgii Povolotskyi), werden "Marek" und "Sven" weg von ihrer bisherigen Tätigkeit bei der Bereitschaftspolizei, hin zum LKA versetzt. Nun sind sie noch unmittelbarer und dichter am pulsierenden Herz der organisierten Kriminalität inmitten Berlins.

Regisseur Dominik Graf gelingt es geradezu meisterhaft, die in sich weitläufig verwobene und sich die Zeit für Details nehmende, nach den Büchern von Rolf Basedow in diesem Mehrteiler erzählte Geschichte, aufzuzeigen. Vorbehaltlos kann man hier von ganz großem Heimkino sprechen, welches sich an Produktionen internationalen Standards messen lassen kann. Dabei scheue ich den Vergleich mit anderen sich inhaltlich mit ähnlich gelagerten Themengebieten befassenden Produktionen ganz bewusst. Dafür präsentiert und zeigt sich die hier im Auftrag des WDR in Zusammenarbeit mit "arte" durch die "Typhoon" produzierte Serie trotz aller Fiktion und inszenierten Dramatik in sich als, im positiven Sinne, beinahe schon zu glaubhaft und authentisch mit der Berliner Szenerie verwurzelt.

Dabei war es vom Drehbeginn bis hin zur Premiere der Produktion während der Berlinale 2010 ein schwieriger und langer Weg. Die ARD, welche sich gerne mit den mittlerweile für die Reihe erhaltenen zahlreichen Ehrungen schmückt und in der Öffentlichkeit präsentiert, war anfänglich rein gar nicht für die Idee zu dieser Serie zu begeistern. Zu aufwendig und teuer schien eine mit weit mehr als 100 Sprechrollen besetzte und über Monate andauernde Produktion zu sein.

Diese Befürchtungen schienen sich während der Dreharbeiten auch beinahe zu bewahrheiten, als zwischenzeitlich sogar der Regisseur Dominik Graf kurzzeitig gefeuert wurde oder die Dreharbeiten durch die Gewerbeaufsicht, wegen Überschreiten der Arbeitszeiten, unterbrochen wurden. Der Produktionsfirma "Typhoon" von Ex-RTL-Programmchef Marc Conrad, drohte schon während der Produktion mehrfach das finanzielle Aus. Während der Postproduktion musste die Firma dann tatsächlich Insolvenz anmelden und die Reihe konnte nur mit finanzieller Unterstützung der Öffentlich-Rechtlichen und angeblicher Gagenverzichtserklärung einiger der Darsteller, zum Ende gebracht werden. Die dann fertige und unbestätigten Angaben nach zufolge mehr als zehn Millionen Euro verschlungen habende Produktion, konnte im Fernsehen dann erstmals im Frühjahr 2010 gesehen werden.

Laut dem veröffentlichenden Label "Ascot Elite Home Entertainment", beträgt die Laufzeit der hier vorliegenden, mit vier DVDs bestückten Box ca. 488 Minuten. Neben den zehn Folgen dieser Miniserie selbst findet sich noch ein ca. dreißig Minuten laufendes "Making Of" mit auf der Veröffentlichung. Es sind stimmungsvolle und die Szenerie in ihrer erzählten Geschichte stützende Bilder, die Kameramann Michael Wiesweg eingefangen hat. In der von den DVDs zu erlebenden recht guten Qualität präsentieren sich diese im Bildformat 16:9 anamorph (1.78:1). Dabei können die zur Ansicht kommenden Farben in ihrer Intensität und Natürlichkeit als gelungen gewertet werden. Kontrast wie auch Schärfe finden sich in ihren Einstellungen, mit deren gesetzten Werten, in akzeptablen mittleren Bereichen. Bisweilen wirkt das Bild, mit seinen zum Teil etwas schwachen Schwarzanteilen etwas weich. Im Gesamteindruck kann das von den vier DVDs dieser Veröffentlichung zu erlebende Bild nun zwar nicht als Referenz weisend beurteilt werden, kann aber dennoch, auch mit kleineren Schwächen in sich, durchaus überzeugen.

Die DVD-Menüs zeigen sich in ihrer Gestaltung klar strukturiert und einfach bedienbar gehalten. Sie sind mit einigen Animationen und zu hörender Hintergrundmusik versehen. Über "Alles Abspielen" können direkt aus dem nach Einlegen in den Player zur Ansicht kommenden Hauptmenü heraus, alle der bis zu drei Folgen pro DVD, ohne Unterbrechung "am Stück", zur Wiedergabe gebracht werden.

Aus einer sich in einem separaten Fenster öffnenden "Episodenauswahl", können auch die Einzelfolgen gestartet werden. Es findet sich zwar kein Menü mit einer Kapitelauswahl auf den DVDs dieser Veröffentlichung, jedoch sind innerhalb der einzelnen, jeweils in etwa um die 50 Minuten laufenden Folgen, einige gesetzte Marker. Die vierte DVD bietet neben dem bereits erwähnten "Making of", in welchem an der Produktion beteiligte Darsteller wie auch Macher hinter den Kulissen zu Wort kommen, noch eine Trailershow. Weitere Extras finden sich keine auf der hier vorliegenden Veröffentlichung.

Tonbewertung:
Ein in seinen Dialogen stets gut verständlicher und auch im Gesamteindruck überzeugend gelungener Ton im Format Dolby Digital 2.0 kommt sowohl in einer deutschen wie auch französischen Sprachfassung von den DVDs dieser Veröffentlichung zu Gehör. Er ist stimmig, mit hörbaren Höhen und Tiefen in sich abgemischt. Es wurde darauf geachtet, das gesprochene Wort nach Möglichkeit nicht mit Hintergrundgeräuschen oder Soundeffekten zu überlagern. Nennenswerte Unregelmäßigkeiten oder gravierende Mängel fielen mir nicht während der Ton-Wiedergabe auf. Positiv, da leider noch immer längst nicht Standard, ist die große Anzahl an optional zuschaltbaren Untertiteln, bei der hier vorliegenden Veröffentlichung, zu erwähnen. So bieten die DVDs deutsche, englische, russische, spanische und sogar portugiesische Untertitel an.

Gesamturteil:
Dominik Grafs 10-teilige, inmitten des organisierten Verbrechens in Deutschland spielende Thrillerserie, bietet spannungsgeladenes und authentisches TV-Kino der Extraklasse. Die in sich weitläufig verwobene und sich die Zeit für Details nehmende, in diesem Mehrteiler erzählte Geschichte zeigt sich jenseits üblicher Klischees. Eine zudem gelungen aufspielende Darstellercrew und die mit Liebe zum Detail umgesetzte Inszenierung lassen mich eine ganz klare Empfehlung für diese durch die "MFA+ Filmdistribution e.K." veröffentlichte und unter dem Vertrieb von "Ascot Elite Home Entertainment" verlegte DVD-Box aussprechen.

Autor: Torsten
Fernseh-Serien-Auf-DVD.de
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. April 2014
ich bin zufällig über einen Teil dieser Serie im Glotzophon "gestolpert" und war so gefesselt, daß ich das nun komplett haben muss! Es lohnt sich! Der Pate ist ein "Klacks" dagegen...... grauenhaft realistisch aber spannend spannend spannend
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2011
"Im Angesicht des Verbrechens" ist ein Glücksfall für das deutsche Fernsehen. Zurecht erhielt die Miniserie 2010 gleich zweimal den deutschen Fernsehpreis, zum einen als bester Mehrteiler, zum anderen in der Kategorie "Besondere Leistung Fiktion" für das Schauspielerensemble.
Der Zehnteiler präsentiert sich als großes Kino. In zweieinhalbjähriger Produktionszeit und mit großem Budget wurde das Epos mit an die 150 Sprechrollen und etlichen Komparsen gedreht. Nicht nur der Produktionsaufwand, die Komplexität des Drehbuchs und die Schauspielerleistung bewegen sich auf hohem Niveau. Regisseur Dominik Graf, der sich bereits seit Jahrzehnten mit seinen Film- und Fernseharbeiten einen Namen gemacht hat, hat auch ästhetisch alle Register gezogen: Elegische Bilder wie die Unterwasservisionen der jungen Ukrainerin Jelena (Alina Levshin) wechseln sich mit präzisen Dokumentationen des harten Polizei- und Gangsteralltags sowie mit humorvollen Szenerien wie die nackter Prostituierter beim Tontaubenschießen ab. Um die jeweilige Atmosphäre zu verdichten, werden je nachdem Zeitlupen, rasante Schnitte, Jump-Cuts und Split-Screen eingesetzt. Die Uraufführung der Serie fand im Rahmen der Berlinale übrigens tatsächlich im Kino statt, wo das Publikum seiner Begeisterung durch Szenenapplaus und stehende Schlussovationen Luft machte.
Der Erfolg bei der Kritik ist nicht nur durch den Anspruch der Reihe zu erklären. Die allmähliche Zuspitzung der Ereignisse ist einfach sehr spannend erzählt und bietet außerdem zahlreiche humorvolle Momente, ohne die dramatischen Elemente ins Lächerliche abgleiten zu lassen. Eindringlich wird die Welt der Berliner Russenmafia zugleich in ihrer abstoßenden Brutalität und in ihrer mitunter geradezu mitreißenden Lebensenergie und Leidenschaftlichkeit porträtiert. Dabei werden wenige Klischees des neureichen Russen inmitten von Kaviar, Koks, Krimsekt und immer wieder Wodka ausgelassen. Doch nicht nur die osteuropäischen Figuren scheinen getrieben von fehlgeleitetem Ehrgefühl und Rachegelüsten, von Familiensinn und Liebe, vom Streben nach Ansehen, Macht und Luxus. Nur scheint ihr Nachholbedarf nach Jahren hinter dem eisernen Vorhang womöglich größer zu sein. Unser Held Marek hätte, wie er selbst weiß, auch auf der anderen Seite stehen können.
Bei der Figurencharakterisierung nutzte Drehbuchautor Rolf Basedow die Besonderheiten des Serienformats: Er gibt seinen Figuren Zeit sich zu entwickeln und lässt sie zunehmend in verschiedenen Facetten schillern. So sind selbst bei auf den ersten Blick einfach gestrickten Charakteren mit der Zeit ungeahnte Tiefen und Ambivalenzen zu entdecken, und Zuschauersympathien können sich im Laufe der Serie verändern. Zur besonderen Stimmung der Reihe tragen auch die authentischen Drehorte in Berlin, Brandenburg und der Ukraine bei sowie die lebensnahen Dialoge, bei denen das Nebeneinander von Berliner Dialekt, Akzenten verschiedener Ethnien sowie fremdsprachigen Sequenzen (die mit deutschen Untertiteln versehen sind) überzeugt.

"Im Angesicht des Verbrechens" schnürt mit jeder Folge das Netz um die zunächst nur lose verbundenen Figuren enger, lässt die Zusammenhänge deutlicher erkennen und zugleich neue Ahnungen und Fragen aufkommen, so dass der Zuschauer am Ende jeder Episode fiebrig auf die nächste wartet. Mit dem Release der Serien-Edition auf 4 DVDs kann dieses Warten ein Ende haben: Wer will, könnte sich dem Sog der zehn Folgen von jeweils 50 Minuten damit sogar in einem Atemzug hingeben. Dies wird vielleicht insbesondere diejenigen freuen, die sich über die Ausstrahlungspolitik der ARD geärgert haben: Von den Einschaltquoten enttäuscht, sendete diese die letzten drei Folgen anders als geplant direkt hintereinander, so dass der treue Zuschauer die Auflösung der Saga erst weit nach Mitternacht erleben durfte ' und das, obwohl die GEZ-Gebühren den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ja angeblich genau von diesem Quotendruck entlasten sollen.
Bild- und Tonqualität (Dolby Digital 2.0) der DVDs sind in Ordnung, allerdings kann bei den gelegentlich alltagsnah genuschelten Dialogen auch mal ein Halbsatz untergehen. An Extras gibt es neben einer Trailershow ein halbstündiges Making-of zu sehen.

An ausländische Serien wie die US-Produktion "The Wire" oder den schwedischen Zehnteiler "Kommissarin Lund" mag "Im Angesicht des Verbrechens" für viele noch nicht ganz heranreichen. Wer aber diese Qualitätsserien schätzt, dem macht Dominik Graf hier gehörigen Appetit auf das, was auch die deutsche Serienproduktion häufiger servieren könnte, wenn Kreativität und Know-how auf die richtigen Entscheidungen bei Geldgebern und Sendeanstalten treffen.
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am 18. Dezember 2013
Ich bin immer noch begeistert von der Kult-Serie!! Habe sie schon best. 6-7 mal wieder angesehen ;-)
Mal was ganz anderes als der übliche ,,Krimi,,
Tolle Schauspieler und man geht so richtig rein in die Geschichte!!
Prima!!
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am 3. Dezember 2013
Ich liebe die DVDs, die Schauspieler sind spitze und die Geschichte hat mich sehr gefesselt, sodass ich die DVDs an 2 Tagen komplett angesehen habe und immer wieder gerne schaue.
Ich kann die DVDs nur weiterempfehlen.
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