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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen105
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am 11. Februar 2014
Irgendjemand hat über diesen 10-Teiler gesagt: Nie sah die Russenmafia so cool aus.

Nun ja, ich möchte zustimmen, falls überhaupt etwas Cooles an der Mafia sein kann. Höchstens nur so lange man nicht selbst betroffen ist.

Berlin ist die Hauptstadt der kriminellen Verbindungen. Zigarettenschmuggel, Menschen- und Drogenhandel stehen dabei auf der Liste ganz weit oben. Ich gehe jeden Tag an den kleinen Vietnamesen vorüber, die ihre Zigarettenstangen tütenweise aus den Büschen kramen. Woher die kommen? "Im Angesicht des Verbrechens" bietet eine Erklärung an. Wohlgemerkt: eine der vielen möglichen Erklärungen. Ich lebe in einem Viertel, in dem manchmal mehr russisch gesprochen wird, als deutsch. Ich bin also daran gewöhnt und empfinde es als Farbtupfer auf der eh schon bunten Berliner Palette. Die Serie aber wirft mich mittenrein in die wodkageschwängerte "Russendisko", ins piekfeine "Odessa", in die Tabledancebar "King George" und in die Vorstadtvillen der russischen Mafiosi und Großfamilien, die getreu dem Motto leben: Was kostet Berlin?!

Auf der anderen Seite stehen die beiden Polizisten Marek Gorsky und Sven Lottner, ersterer mit lettisch-jüdischen Wurzeln, dessen älterer Bruder von der Russenmafia erschossen wurde. Seine Schwester ist mit dem Besitzer des "Odessa" verheiratet, dem undurchsichtigen Boss Mischa, dem Herz und Seele noch nicht ganz abhanden gekommen ist - dennoch lebt auch er nach dem strengen Ehrenkodex der Mafia.

Verschiedene Banden bekriegen sich gegenseitig, arbeiten nur scheinbar miteinander, verpfeifen sich abwechselnd an die Berliner Polizei und Marek Gorsky sitzt zwischen allen Stühlen. Er ist der Bruder der Mafiabraut und reist zudem mit dem schweren Gepäck, den gewaltsamen Tod seines Bruders nicht verarbeiten zu können. Lottner hingegen hat LKA-Rosinen im Kopp, möchte vom kleinen Straßenbullen hinauf in die interessantere Ebene, ohne dabei seine moralischen Grundsätze zu vergessen.

Die Klammer des 10-Teilers bildet die altbekannte Geschichte von Lenka und Swetja, die aus einem beschaulichen ukrainischen Dörfchen nach Berlin zum Kochen gelockt werden und im Bordell landen.

Warnung: Die Serie macht abhängig. Man kann nicht weggucken, auch wenn 30 Prozent der Unterhaltungen auf Russisch oder Jiddisch geführt werden, das erhöht die Authentizität einerseits und andererseits förderte es bei mir rudimentäre Russischkenntnisse zutage. Superschnelle Schnitte erfordern Mitdenken und höchste Aufmerksamkeit, das Hin- und Herspringen in Schauplätzen und Zeitebenen ebenfalls. Am Ende begreift man: Es gibt einen Staat im Staat, der außerhalb der deutschen Justiz steht und eigene Regeln aufstellt. Beindruckend und beängstigend.

Gorsky und Lottner a.k.a. Max Riemelt und Ronald Zehrfeld geben ein kongeniales Polizistengespann ab. Misel Maticevic als Gangstaboss Mischa, Bernd Stegemann als Strippenzieher Lenz, Vladimir Burlakov in einer hervorragenden Nebenrolle und die beiden Mädels Alina Levshin und Katja Nesytowa als Zwangsprostituierte, Karolina Lodyga als Mafiosogeliebte und Maria Bäumer als Mareks Schwester sind perfekt besetzt. Das riesige Ensemble russisch/kroatischer/slowenischer Schauspieler ist beeindruckend, aber die geborenen Berliner, die endlich auch mal so quatschen können wie ihnen der Schnabel jewachsen ist, halten stark dagegen.

"Im Angesicht des Verbrechens" hat viel Geld, Zeit und Nerven gekostet. Regisseur Dominik Graf und sein Drehbuchautor Rolf Basedow arbeiteten unter erschwerten Bedingungen, das Geld ging aus, die Gewerkschaft stand ihnen auf den Füßen. Tja. Was soll ich dazu sagen, außer: Oh Gott, wir haben kein Geld für anspruchsvolle Themen, wir müssen Rosamunde Pilcher drehen! Schade, dass die Öffentlich-Rechtlichen den mündigen Bürgern nicht mehr Grips um 20:15 zutrauen. Bildung kann man auch forcieren und nicht im Trash ersäufen. Was bleibt ist ein realistisch aussehendes Zeit- und Sittengemälde. Ich wünsche den Fernsehanstalten mehr Mut und Ideen, solche Projekte viel öfter in Angriff zu nehmen.
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am 19. November 2011
Mein erster Gedanke war noch: Oh Gott, Russenmafia, gibt es überhaupt ein abgegriffeneres und klischeebehafteres Thema als dieses? Ich hatte nichts erwartet und war hinterher umso mehr beeindruckt; dies ist wirklich erstklassige Fernsehunterhaltung wie man sie trotz x Kanälen leider viel zu selten geboten bekommt. Tolle Schauspieler, spannende Story, schöne Bilder.
Hervorzuheben ist besonders wieviel Zeit sich die Macher genommen haben, um ihre Geschichte zu erzählen. Zeit vor allem auch für die Nebenfiguren, alles wird detailliert und farbig ausgemalt. Wie Thomas Mann einmal sinngemäß bemerkte, nur das Ausführliche ist wahrhaft unterhaltend - und das ist es hier! Der Zuschauer lernt eine völlig andere, schillernde Welt mit eigenen Regeln und eigenem Ehrenkodex kennen, und das mitten in Berlin. Hauptfigur des Films ist der junge Polizist Marek Gorski, der zwischen die Fronten eines Bandenkrieges gerät. Sein Bruder war einst selbst in kriminelle Geschäfte verwickelt und wurde ermordet; seine Schwester ist sogar mit einem Gangsterboss verheiratet. Von daher sind schon die Beziehungen zwischen den Personen mindestens genauso spannend wie der eigentliche Krimiplot.
Überraschend ist dann auch wieviel Raum in dieser Welt aus Verbrechen, Geld, Verrat und Korruption die Liebe einnimmt. Die romantische Liebe wohlgemerkt, auch das große Gefühl kommt hier nicht zu kurz.
Wer auf der Suche nach dem besonderen Film ist - und das sind wir doch alle - sollte 'Im Angesicht des Verbrechens' nicht versäumen.
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am 18. Januar 2012
Ich habe die Serie bereits auf Arte verfolgt und mich dann entschlossen mir die DVDs zu holen. Inzwischen habe ich jede Folge etwa 3 mal gesehen und entdecke dennoch weiterhin kleine Details, und subtile Hinweise und Artefakte in den Folgen. D. Graf hat ein wirklich unglaublich gut und spannendes Werk geschaffen, was leider an der breiten Masse vorbeiging, da sich kein Sender getraut hat die 10-teilige Serie im Abendprogramm zu senden. Schade eigentlich.
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am 6. April 2012
Mir hat die Serie sehr gut gefallen. Ein erhebliches Qualitätsmerkmal war für mich, daß der Film sich Zeit ließ, die Charaktere in ihrer Vielschichtigkeit in Ruhe vorzustellen, so daß man mit zunehmender Information seine bisherigen Eindrücke immer wieder korrigieren konnte bzw mußte. Kaum ein Akteur wurde einfach dargestellt, fast alle - auch die Angehörigen der Verbrechergruppe - konnten ihre unterschiedlichen Seiten zeigen. Das Stilmittel der Originalsprache mit Untertitel wurde gekonnt eingesetzt. Die Stärke der Serie war eben nicht das action-konzentrierte Geschehen, sondern die überzeugend dargestellte Verbindung der einzelnen Figuren mit ihrem Mut und ihren Grenzen. Die Rollen waren mit sehr guten Schauspielern besetzt. Insgesamt ein wirklich gelungenes Filmereignis, das wir in einer Gruppe unterschiedlichsten Alters von Anfang bis Ende gemeinsam gerne gesehen haben.
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am 2. November 2010
Vielschichtig und überraschend ehrlich präsentiert sich diese Serie dem Zuschauer, welcher sehr schnell, auch dank einer kurzen Einführung, mit ins Geschehen eintaucht und von dem Gefühl des Miterlebens gepackt wird. Zugegeben, das Thema ist sicherlich nicht neu, jedoch vermag es der Regisseur (Dominik Graf), seinen Charakteren Charisma zu vermitteln, was das Interesse an den Figuren weckt und den Zuschauer emotional mit einbezieht. Auch die Auswahl der Schauspieler ist sorgfältig gewählt. Sie spielen nahezu alle durchweg überzeugend, so dass der Zuschauer sogar geneigt ist, bezüglich einiger Charaktere in seiner subjektiven Bewertung hin- und her gerissen zu sein. Eine interessante und gelungene Gratwanderung.
Dass die russische Sprache hier betont oft gesprochen wird, sehe ich nicht als Klischee oder Selbstzweck an, sie fördert das Eintauchen in dieses spannungsgeladene Milieu-Drama. Auch die Rivalitäten unter den Gangstern, sowie die Vermischung von OK, Polizei und Politik tragen zum Gelingen des Plots bei. Die eingeflochtenen Liebesgeschichten mögen dem einen oder anderen nicht passen; sie wirken jedoch zu keiner Zeit übermäßig aufdringlich oder theatralisch, ohne dabei in die Subtilität abzugleiten. Dass einige storylines etwas holperig beendet werden bzw. offen gelassen werden, ist zu verschmerzen.
Das Ende bleibt überraschend einfach, was ich durchaus positiv bewerte. Zurück bleibt der Zuschauer mit einem Gefühl, welches aus Nüchternheit und doch ein wenig Beklemmung besteht, trotz des vermeintlichen happy ends und der damit verbundenen Freude.
Unterstrichen wird das ganze von einem interessanten Soundtrack, insbesondere das immer wieder kehrende Hauptthema bleibt dem Zuschauer im Gedächtnis und stimmt nachdenklich.

Alles in Allem eine sehr gute TV-Serie, welche ihresgleichen sucht. Sicher, der Medientrubel war übertrieben, dies schmälert jedoch in keiner Weise diese schöne Produktion.
Wer allerdings völlig überladene special effects in Form unrealistischer Explosionen/Schiessereien und dummer Sprüche, wie in einer bekannten Autobahnpolizei-Serie, sucht, sollte hier lieber nicht zugreifen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. Oktober 2013
Auf die Serie kam ich durch den guten alten Kriminaldauerdienst. Im TV habe ich "Im Angesicht des Verbrechens" nicht gesehen, ich mag das eh lieber, wenn es aus der Konserve kommt, da kann man so lange schauen, wie man will. Hier ist dies auch wirklich ratsam dranzubleiben, denn die Serie hat Suchtfaktor. Die Enden der jeweiligen Folge ist meist dermaßen spannend, dass man weiterschauen muß. Was mich, wie bei vielen DVD-Serien stört sind die nicht weggeschnitten Pre- und Reviews zur nächsten/vorherigen Folge. Dafür gibts aber kein Punktabzug. Die Serie beschäftigt sich mit allen Arten des Verbrechens im Kneipenmilieu Berlin's. Vor keinem Schmuggel (Zigaretten), scheinbaren klischee (Zwangsprostitution) und keiner Droge wird Halt gemacht. aber dies kommt nicht überspitzt rüber, sondern baut sich langsam auf. Es gibt "nette" Kriminelle, brutale und unausstehliche (günstiger Weise auf der "guten" Seite spielend). Die Dialoge innerhalb der russisch sprechenden Personen sind mit Untertiteln versehen, ich finde dies gut, macht die Sache sehr authentisch, könnte aber dem ein oder anderen an die Nerven gehen, denn das sind schon gut 25% der Gesamt-Dauer. Die im Vordergrund spielenden Komissare sind sehr sympathisch und natürlich ist einer in alles verstrickt. Also: anschauen rentiert sich, am Besten 2 Tage Urlaub nehmen und am Stück durchschauen.
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am 16. März 2016
Wer die Dutzendware im Einheitsbrei deutscher Krimis wie "Tatort", "Polizeiruf 110", "Soko Leipzig" u.a. guckt, ist oft am Verzweifeln über die Einfallslosigkeit und die Langeweile dieser zusammengestümperter Fillmwerke. Da ist wohl der neueste Schrei, dass man extrem hübsche Kriminalbeamtinnen mit demonstrativ sichtbaren umgeschnalltem großem Schiesseisen durch den Film spazieren lässt. Dabeii soll man Kriminnalbeamte nicht gleich als Polizisten erkennen, sonst könnten sie ja auch Unifotrm tragen. Beamte mit permanent gezogener Dienstwaffe sollen Spannung erzeugen. Armes Deutschland, dass solche Krimis und deren Regisseure ertragen muss. Das es auch anders geht, zeigt der Regisseur Dominik Graf mit seinem Super-Film "Im Angesicht des Verbrechens". Einfach Spitze! Unbedingt kaufen!!! Übrigens: weitverbreitete Unsitte deutscher Regisseure: der Kripobeamte legt seine Dienstwaffe angesichts des vor ihm stehenden Straftäters ab, um mit ihm von Mann zu Mann zu reden. Es gibt auch kein "Halten Sie sich zu unserer Verfügung!" Also, wenn man keinen Haftgrund hat, kann man auch niemandem verbieten, sich aufzuhalten, wo er will. Verehrte deutsche Jung-Regisseure: sprecht doch mal mit echten Kripobeamten, da kann man viel erfahren, auch über spannende Fälle. Oder guckt einfach mal ausländische Krimis! Nein, nicht die amerikanischen. Aber: Franzosen, Skandinavier und Engländer machen Top-Filme. Auch mit Anti-Heldinnen wie z.B. "Vera".
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am 30. Dezember 2014
Hallo,
ich muß dieser Serie wirklich super viele Sterne geben !! Habe sie duch Zufall im TV beim zappen gefunden und bin hängen geblieben.....Dann MUSSTE ich mir diese Serie einfach zulegen !!!
Alle Teile sind sehr gut.
Man kann sie sich immer wieder ansehen und man entdeckt immer neues.....einfach GENIAL
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am 8. Februar 2016
Ich habe zufälligerweise die ersten zwei dieser 10 Folgen im Fernsehen gesehen und wollte danach mehr. Ich hätte nie gedacht, dass mich Geschichten rund um das organisierte Verbrechen interessieren, aber diese Geschichte ist filmisch sehr ansprechend erzählt. Gute Schauspieler, stimmige Atmosphäre, gute Geschichte, die einen zwingt, dran zu bleiben.
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am 17. April 2014
ich bin zufällig über einen Teil dieser Serie im Glotzophon "gestolpert" und war so gefesselt, daß ich das nun komplett haben muss! Es lohnt sich! Der Pate ist ein "Klacks" dagegen...... grauenhaft realistisch aber spannend spannend spannend
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