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am 17. Juli 2012
Nach mehr als 2 Monaten möchte ich auch meine persönliche Rezension zu dem Spiel abgeben. Die Rezension ist leider etwas länger ausgefallen, aber wer sie nicht lesen will und/oder sich seine Meinung bereits gebildet hat muss das ja auch nicht.

Ich habe das Spiel über 150 h gespielt (auch Inferno) und denke, dass ich mir ein ganz gutes Bild von Blizzard`s neustem Machwerk gemacht habe. Ich werde das Spiel im Folgenden immer wieder mit dem Vorgänger vergleichen, da für mich Diablo 2 der Maßstab ist, an dem sich der neuste Teil der Reihe messen lassen MUSS.

I. Die Grafik:

Sie ist typisch für Blizzard und bereits ab Erscheinen nicht mehr auf dem neusten Stand. In Aktion geht die Grafik jedoch in Ordnung. Ein paar Polygone mehr hätten sicherlich nicht geschadet, aber so ist es auch kein Aufhänger und die Effekte sind teils auch schön anzusehen. Mir persönlich ist das Spiel jedoch etwas zu bunt. Der etwas düstere Stil welcher vor allem im ersten Teil klasse war, ist leider in die Richtung WOW abgedriftet, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

II. Der Online Zwang:

Bei Diablo 3 gibt es keine Möglichkeit mehr, dass Spiel offline zu zocken. Auch ein LAN-Modus ist nicht mehr vorhanden. Auch wenn dies bereits vorab angekündigt war, ist es für mich kein Grund es gut zu finden bzw. nicht zu kritisieren. Warum?

- Ohne Internet-Zugang hat man auch als Diablo-Fan keine Chance mehr das Spiel zu 'genießen'.
Und auch in der heutigen Zeit gibt es auf dieser Welt (auch in Deutschland) noch Gegenden, in welchen keine, oder nur schlechte Internetverbindungen angeboten werden.

- Blizzard schafft es anscheinend nicht, die Serverprobleme komplett in den Griff zu bekommen. Erst vor 2 Tagen musste ich das Spielen wieder abbrechen, da die Lags so massiv waren, dass ein Zocken nicht mehr möglich war. Die vielen Fehlercodes mit denen man als Spieler zu Beginn wochenlang zu kämpfen hatte, sind zwar stark reduziert, aber es kommt immer noch vor das man mit einer kryptischen Fehlermeldung aus dem laufenden Spiel geworfen wird und die Quest von vorne beginnen darf.

Die Begründung Blizzards für die Notwendigkeit des Online-Modus um Cheater fernzuhalten ist eine Farce, da bereits Tage nach dem Release dutzende von Cheats und Hacks im Umlauf waren, welche die Spielbalance sehr zu ungunsten einzelner Spieler verschoben haben und zum Teil noch immer im Umlauf sind.

III. Das Spiel:

Es gibt 5 verschiedene Charakterklassen, welche sich auch recht unterschiedlich spielen lassen. Auch wenn die Klassen noch nicht perfekt ausbalanciert sind, hat Blizzard hier meiner Meinung nach ganz gute Arbeit geleistet. Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit sich einen NPC-Begleiter zuzulegen. Als Neuerung gibt es zwei Handerwerkerklassen, den Schmied und den Juwelier. Der Juwelier übernimmt den Job des Horadrim Würfels aus D2, nur dass das Kombinieren zu besseren Edelsteinen jetzt Geld kostet. Allerdings ist es nun auch möglich Juwelen aus gesockelten Items wieder zu entfernen, was ich sehr gut finde. Der Schmied lohnt leider kaum, da das Craften von Items sehr teuer ist und durch die Zufallsgenerierten Eigenschaften ein Glücksspiel. Beide Handwerksklassen können in ihrem Handwerkslevel verbessert werden, um bessere Edelsteine herstellen und bessere Gegenstände schmieden zu können. Die Truhe, in welcher Gegenstände aufbewahrt werden können, wurde im Vergleich zum Vorgänger vergrößert und kann außerdem durch zusätzlichen Goldeinsatz erweitert werden. Auch das finde ich gut.

Das Spiel selbst beginnt recht flüssig und zieht einen zu Beginn auch schnell in seinen Bann. Das Monster Verhauen macht nach so langer Diablo Abstinenz einfach wieder Spaß. Das sich die Klassen nach dem MMORPG-Prinzip wie Tanks und Damage-Dealer spielen ist für ein "Hack-and-Slay" Spiel jedoch unpassend. Die Zwischensequenzen sind Blizzard-mäßig auf sehr hohem Niveau und schön anzusehen. Die Story ist nicht überwältigend und oft vorhersehbar, aber es gab schon schlechteres. Nach ca. 10-20 h hat man das Spiel je nach Spielweise auf dem ersten Schwierigkeitsgrad durchgespielt und kann den nächsten angreifen.
Quest-Belohnungen bestehen leider fast nur noch aus Erfahrungspunkten und Gold (ab und an auch Items). Attributpunkte, Punkte für den Skill-Tree oder sonstige Belohnungen wie in D2 gibt es nicht mehr zu erringen. Die Dungeons sowie die 'Oberwelt' variieren nicht mehr so stark zufallsgeneriert wie im Vorgänger. Es gibt sehr viele Passagen welche unverändert bleiben, was das Spiel bei erneutem Durchspielen langweiliger werden lässt, als das noch bei D2 der Fall war.

IV. Der Multiplayer-Part:

Der Chat im Spiel wurde auf ein Minimum heruntergefahren. Statt eines großzügigen Chats mit diversen Funktionen wie in D2 gibt es lediglich ein kleines Chatfenster, in welchem man nicht mal mehr sieht wer grad alles online ist. Die maximale Anzahl an Spielern in einem Spiel wurde von 8 (Diablo 2) auf 4 Spieler begrenzt. Für mich ein Manko, da ich in D2 oft mit Freunden zu acht unterwegs war. Des Weiteren ist es nicht mehr möglich, Spiele mit einer Beschreibung zu eröffnen. Tritt man einem Multiplayer Spiel außerhalb der Friendlist bei, wird man nach dem Zufallsprinzip in irgendein offenes Spiel der angewählten Quest geschmissen. Aufgrund der fehlenden Beschreibung sieht man nicht, welche Klassen auf welchem Level in dem Spiel bereits vorhanden sind und ob die Spieler überhaupt die gewünschte Quest spielen oder z.B. nur Gold farmen. Somit verkommt die Suche nach der passenden Party oft zu einem 'Spielgehobse'. Man kuckt rein, stell fest es passt nicht, geht raus, tritt dem nächsten Spiel bei, springt bei Nichtgefallen wieder raus usw. Das nervt denjenigen, der ein Spiel sucht und jene, welche ein Spiel eröffnet haben.

Kurz und knapp: Die bereit gestellten Multiplayerfunktionen sind für ein reines Online Spiel ein Witz. Durch den stark reduzierten Chat und die zufällige Spielzuordnung fällt es schwerer als im Vorgänger Kontakte zu knüpfen. Aus meiner Sicht im Vorgänger wesentlich besser gelöst.

V. Das Skill-System:

a.) Der aus dem zweiten Teil bekannte Skill-Tree, welcher die Charakterentwicklung in bis zu 3 verschiedene Richtungen erlaubt hat, wurde komplett entfernt. Zum Verständnis für Leute die D2 nicht kennen: Der Skill-Tree hatte für jeden Char 3 verschiedene Richtungen, bei der Zauberin zum Beispiel Frost-, Blitz- und Feuerzauber. Für jede Richtung gab es diverse Skills welche Levelabhängig freigeschalten werden mussten und anschließend mit Punkten welche man bei Levelaufstieg oder durch Quests erhielt verstärken konnte. Dadurch konnte jeder Char individuell gestaltet werden, da man die unterschiedlichsten Fertigkeiten ausbilden konnte. Einmal festgelegt, konnten die gewählten Skills nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dies hatte zwar durchaus ein gewisses Frustpotential, da man seinen Char dadurch auch 'verskillen' konnte, führte jedoch auch dazu, dass man immer wieder motiviert war, neue Richtungen auszuprobieren und einen neuen Charakter zu beginnen.

Wie ist es bei D3? Bei jedem Levelaufstieg werden ja nach erreichter Stufe festgelegte Skills AUTOMATISCH freigeschalten. Diese können durch bis zu 5 verschiedene Runen je Skill, welche ebenfalls bei einem Levelaufstieg AUTOMATISCH freigeschalten werden verfeinert werden und dann auch munter immer wieder während dem Spiel gewechselt werden. Die von Blizzard vielen verschiedenen Möglichkeiten der Skillung stellen sich als Trugbild heraus, da es auch in D3 (ähnlich wie in D2) für jeden Char nur eine Handvoll brauchbare Skills gibt, will man auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad bestehen, bzw. seinen Char perfektionieren.
-> Charakterindividualisierung? FEHLANZEIGE!

b.) Die erhaltenen Attribut Punkte bei einem Level-Aufstieg können nicht mehr wie bei den Vorgängern nach eigenem Belieben auf Vitalität, Geschicklichkeit, Stärke und Mana verteilt werden, sondern werden je nach gewählter Klasse vom System AUTOMATISCH verteilt. Der Spieler wird dadurch weiter unnötig eingeschränkt.
-> Charakterindividualisierung? FEHLANZEIGE!

Kurz und knapp: Für mich ist dieser Punkt eine herbe Enttäuschung und einer der Gründe warum dieses Spiel absolut keine Langzeitmotivation mehr hat. Alle Charaktere einer Klasse auf demselben Level sind ABSOLUT identisch und unterscheiden sich nur noch durch die angelegte Ausrüstung. Es gibt somit auch keinen Grund mehr, z.B. 2 Barbaren hoch zu leveln, da beide sich nicht unterscheiden. Langzeitmotivation durch das Testen der verrücktesten Charakterskillungen und das Entwicklen verschiedener individueller Charaktere wie in D2? Nicht vorhanden! Dass die Höchststufe von Lvl99 auf Lvl60 gesenkt wurde, ist ebenfalls kein Zugewinn für die Langzeitmotivation, da man Lvl60 bereits nach relativ kurzer Zeit erreicht hat.

VI. Ausrüstung, Droprate und Attribute:

- Die Ausrüstung:
Wie bereits bei D2 gibt es die gewohnten Item-Kategorien: Weiße (Normale) Items ohne magische Eigenschaften, Blaue (magische) Items mit ein paar magischen Eigenschaften, Gelbe (Seltene) Items mit noch mehr magischen Eigenschaften und die aus den ersten Teilen heiß begehrten Unique Items sowie Set-Items.
Problematisch ist, dass die Eigenschaften der Items wahllos zusammen gewürfelt werden. Somit kann es sein, dass man einen schönen Bogen für die Dämonenjägerin findet, welcher plötzlich mit Stärke (absolut unbrauchbar für diese Klasse) und Charakterspezifischen Eigenschaften ausgestattet ist, welche nur andere Klassen nutzen können, welche mit einem Bogen aber wiederum nichts anfangen können. Kurz und knapp: Es ist ein reines Glücksspiel, mal ein Item zu finden, welches dann auch genau die Eigenschaften hat, welche für dieses Items wünschenswert sind. Auch die Unique Items haben jetzt fast nur noch Schrottwert, da auch sie zufällige Eigenschaften haben und keine festgelegten Grundstats mehr wie in D2.

Auf der anderen Seite ist Ausrüstung in Diablo 3 ALLES. Einen guten Char unterscheidet von einem sehr guten Char NUR die angelegte Ausrüstung. Die Wahl der genutzten Skills spielt bei der richtigen Ausrüstung überhaupt keine Rolle mehr. Wer behauptet, dass er mit einer schlechten Ausrüstung einem Spieler mit guter Ausrüstung nur über die Wahl der Skills das Wasser reichen kann der flunkert.

- Die Droprate:
Leider ein absoluter Witz, da brutal verringert. Ich habe in 150 h Spielzeit 3 (drei!) Unique Items gefunden. Durch die zufällig verteilten Eigenschaften auf die Items waren alle 3 unbrauchbar und wurden beim Schmied eingeschmolzen. Brauchbare Rare Items habe ich fast nur im Auktionshaus bekommen. Set-Items habe ich kein einziges gefunden.

- Die Attribute:
Das Attributsystem wurde vereinfacht. Es kommt in D3 eigentlich nur noch auf 3 Attribute an: Leben, Resistenzen, Schaden pro Sekunde. Hier hätte man etwas mehr draus machen können und zumindest Waffenschaden von Zauberschaden trennen können.
Ich verstehe jedenfalls nicht, warum mein Zauberer plötzlich einen wesentlich stärkeren Feuerzauber wirken kann, wenn ich ihm statt einem Schweizer Taschenmesser eine riesige Doppelschneidige Barbarenaxt in die Hand gebe.

Kurz und knapp: Die Langzeitmotivation eines D2, welches darin bestand Set-Items zu vervollständigen, sowie die besten Uniques und Rares zu finden ist hier nahezu komplett zerstört, da man oft auch nach Stundenlangem Farmen KEIN EINZIGES brauchbares Item findet und der 'Belohnungseffekt' ausbleibt. Die weitere Vereinfachung der allgemeinen Spielmechanik finde ich als Befürworter komplexerer Spiele bei eh schon unkomplizierten Spielen wie der Diablo Reihe ungünstig, aber das ist Geschmackssache.

VII. Die Schwierigkeitsgrade:

Normal: Sehr einfach, laut Blizzard aber auch nur das 'Tutorial', quasi um in das Spiel einzusteigen (Ein Tutorial über 10-20h?).
Albtraum: Immer noch einfach, sterben tut man quasi nur selten
Hölle: Ab hier wird's dann auch hin und wieder mal knifflig, aber immer noch gut zu meistern.
Inferno: Und ab hier geht's richtig ab: Ist Akt 1 noch halbwegs spielbar, wird es ab Akt 2 wirklich nicht nur schwer, sondern einfach nur noch unfair. Das Spiel weist hier absolut kein Balancing mehr auf und um bereits vorzugreifen, ohne die Nutzung des Diablo eigenen Auktionshauses ist ein flüssiges weiterspielen ab hier quasi unmöglich.
Aufgrund der (automatisch und oft unfair) zusammengestellten Eigenschaften der Champion Mobs sowie des extremen Schwierigkeitsgrads (2-3 Treffer und man ist tot) stirbt man sich meist nur noch durch um irgendwie zum nächsten Check-Point zu gelangen, oder man kitet sich durch (Gegner angreifen, wegrennen, kurz angreifen, wegrennen, usw. -oft minutenlang- bis der Gegner oder man selber tot ist). Mit Spielspaß, bzw. einem 'Hack-and-Slay' hat das ab diesem Zeitpunkt dann überhaupt nichts mehr zu tun. Die hohen Reparaturkosten für die Ausrüstung geben einem letztlich den Rest.

Für alle die jetzt sagen: 'Dann spiel halt kein Inferno wenn du es nicht schaffst!' WÜRDE ICH JA GERNE! Leider finden sich aber erst ab Inferno die wirklich brauchbaren Gegenstände um seinen Char zu verbessern. Die Items auf Normal, Albraum und Hölle kann man ab Inferno leider total vergessen. Der Spieler wird also gezwungen, wenn er denn besser werden will, Inferno zu spielen, ODER im Auktionshaus einzukaufen, worauf ich als nächstes zu sprechen komme.

VIII. Das Auktionshaus:

Zuerst mal gibt es zwei Arten des Auktionshauses:
- Das Gold-Auktionshaus. Hier können Spieler gegen im Spiel gefundenes Gold Gegenstände kaufen und verkaufen. Das klingt erstmals prima, ist es jedoch nicht. Grund hierfür sind diverse Bugs, Cheats und Hacks, welche Milliarden von Gold in Umlauf gespült haben und die kaufbaren Items immens verteuert haben. Folge? Otto-Normal-Spieler kann sich keine sehr guten Items mehr leisten, da teils aberwitzige Millionenpreise gefordert werden, für welche man wochenlang nur Gold farmen müsste. Spielspaß hierbei? Gleich null.
- Das Echtgeld-Auktionshaus:
Spieler könnten ihre Items gegen Bargeld direkt im Spiel kaufen/verkaufen. Ja Blizzard hat aus D2 und dem florierendem Ebay-Handel gelernt, und will nun auch einen Teil vom Kuchen abhaben. Deshalb zwackt es auch für jeden verkauften Gegenstand 1 Euro in den Blizzard-Eigenen Geldbeutel ab. Das führt jetzt auch zu meinem eigentlichen Kritikpunkt am Spiel, der offensichtlich wird, sobald man Inferno erreicht hat. Dieses Spiel ist kein Diablo mehr, sondern eine von Blizzard entwickelte Gelddruckmaschine, um welches schändlicherweise das Diablo Universum als Deckmantel errichtet wurde.

Ja wenn man etwas erreichen will im Spiel, muss man Inferno spielen und dort hat man nur noch wenige Möglichkeiten:
- man hat unglaubliches Glück und findet die Items welche man benötigt um durch Inferno zu wandern selbst (Ein 6er mit Zusatzzahl im Lotto ist wesentlich wahrscheinlicher)
- man gehört der Hackergilde an und ist in der Lage sich sein Gold/seine Items selber zu schaffen bzw. zu besorgen
- man ist Otto-Normal Spieler und deckt sich im Auktionshaus ein. Dabei kann man die langweilige und absolut nervige Variante, ohne jeglichen Spielspaß wählen und sich sein Gold erfarmen. So um die 100.000 Gold schafft man schon in der Stunde, macht dann also für ein 10 Mio. Item mal eben 100 Stunden stupides Goldfarmen. Und dann hat man erst EINS von vielen Gegenständen, welche der Char benötigt. Ja oder man kauft sich Gold und Gegenstände einfach gegen (viel) Bares und erfreut Blizzard. Somit mutiert D3 zu einem reinen 'Pay2Win', und es wird klar, warum wie bereits oben angesprochen Ausrüstung einfach ALLES ist in diesem Spiel. Weil Blizzard kräftig verdienen will!

Kurz und knapp: Der Grundgedanke des Autkionshauses ist eigentlich nicht verkehrt, es ist allerdings die komplette Fixierung des Spiels auf das AH was stört. Oder anders ausgedrückt: Diablo 3 hat kein Auktionshaus, sondern das Auktionshaus hat Diablo 3. Der Spieler wird bewusst und unbewusst dazu verleitet, bzw. gezwungen diese Einrichtung zu nutzen, will er denn SCHNELL Erfolg im Spiel haben.
Klar kann man theoretisch auch ohne AH auskommen, der Weg ist dann allerdings wesentlich steiniger und länger, und hat mit Spielspaß wie bereits erwähnt absolut nichts mehr zu tun. Denn dann ist nur noch stupides Stunden-/Tage-/Monatelanges Farmen angesagt.

Und wer der Meinung ist, dass die Drop-Rate ja gar nicht so schlecht sein kann, weil sich so viele super Items im AH befinden: Klaro, Blizzard stellt das Zeug ja auch selber massenhaft rein um Profit zu erwirtschaften, als Spieleentwickler dürfen sie das ja auch und müssen nicht befürchten gebannt zu werden.

Zuletzt gilt: Ein fünfjähriger ohne jegliche Erfahrung mit 'Hack and Slay' kann mit Papas goldener Kreditkarte in kürzester Zeit einen Char aufbauen, welchen ein 'Hack and Slay' Veteran ohne Bargeldeinzahlung in 5 Jahren nicht hinbekommt. Nicht das Können macht's, sondern die Größe des Geldbeutels'

IX. Fazit:

Diablo 3 hat aus meiner Sicht 2 wesentliche Probleme:
a.) Das es nur aus einem einzigen Grund entwickelt wurde: Um dem Spieler möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen und Blizzard sehr viel reicher zu machen. Das Blizzard an seinem Machwerk Geld verdienen will, ist natürlich voll und ganz legitim. Die offensichtliche Art und Weise wie es geschieht ist es allerdings, was mich massiv stört. Hätte Blizzard den Weg über den Spielspaß und die damit verbundene Langzeitmotivation gewählt, und Diablo 3 im Sinne der Spielercommunity entwickelt, wären sie aus meiner Sicht besser gefahren. So wird kurzfristig zwar gutes Geld eingenommen, allerdings brechen aufgrund des mageren Inhalts bereits 2 Monate nach Erscheinen die Spielerzahlen massiv ein. Da muss man mal bedenken, dass D2 heute noch, nach 12 Jahren von vielen gespielt wird! Aus meiner Sicht bei D3 undenkbar, aus meiner Friendlist spielt mittlerweile nämlich schon kein einziger mehr.
b.) Das es sich an seinem Vorgänger messen lassen und dem Jahrelangen Hype (welcher von Blizzard aber auch selbst gesteuert wurde) gerecht werden muss. Hier versagt Diablo 3 aus meiner Sicht jedoch kläglich in allen Disziplinen und kann Diablo 2 in keinster Weise auch nur annähernd das Wasser reichen.

Und dennoch: Bei aller Kritik die ich hier aus meiner Sicht abgebe, ist Diablo 3 sicherlich nicht das schlechteste Spiel des Computerspielzeitalters. Und ich möchte auch nicht den Eindruck entstehen lassen, dass bei den Vorgängern (speziell D2) alles perfekt war. Dies war sicherlich nicht der Fall. Aus meiner Sicht gibt es aber halt doch viele Punkte, welche die Vorgänger einfach besser gelöst haben. Meine persönlichen Gründe hierfür kann ja jeder nachlesen.

Wen also meine Kritikpunkte nicht stören, oder wer den kurzweiligen Spielspaß von 10-20 h sucht und bereit ist, dafür 50 € ausgeben, mag unter Umständen zufrieden sein. Auch wer Spaß daran hat, Stunde um Stunde monoton immer dieselben gleichen Bereiche im Spiel nach Gold und Items abzufarmen, oder einfach nur Bares Geld verdienen will, der ist hier gut bedient. Wer zusätzlich hierzu komplexe Spiele nicht leiden kann und gerne nur mit zwei Fingern und ohne nachzudenken durch ein Spiel rennt (soll hier nicht abwertend gemeint sein), hat hier eventuell sogar sein persönliches 'Spiel des Jahres' gefunden. Auch Spieler die sich abends nur hin und wieder mal hinsetzen und ein paar Monster auf den unteren Schwierigkeitsgraden schnetzeln wollen und keinen Wert auf die perfekte Ausrüstung legen werden hier unter Umständen glücklich.

Jedoch allen passionierten Diablo Spielern und Fans der Vorgänger, welche meinen mit Diablo 3 einen lang anhaltenden und würdigen Nachfolger von Diablo 2 zu erwerben, sowie allen anderen empfehle ich: FINGER WEG VON DIESEM MACHWERK! Ihr werdet mit diesem Spiel nicht glücklich!

Wer jetzt noch fragt, warum ich dem Spiel nur einen Stern in der Gesamtwertung gebe, obwohl ich es über 150 h gespielt habe:
- Weil von diesen 150 h ein Großteil mehr Krampf als Spaß war. Bereits ab dem zweiten Durchspielen flachte aufgrund ausbleibender Erfolgsmomente (keine guten Questbelohnungen, keine guten Items, miese Drop-Rate, langweiliges Skillsystem, Aufbau der Dungeons und Areale nahezu wieder identisch undundund...) die Spielspaßkurve stetig ab.
Warum ich trotzdem weiter gespielt habe? Im Nachhinein eine gute Frage. Ich denke es war die Hoffnung, dass es irgendwann noch besser wird, dass es das nicht gewesen sein kann, dass es einfach unmöglich ist, dass Blizzard es wirklich verhunzt hat.
- Weil ich von Diablo 3 eine wesentlich größere Langzeitmotivation erwartet habe. Ich denke vielen Spielern, welche die Vorgänger gespielt haben, geht es ähnlich.

Zuletzt bleibt mir nur zu sagen: Blizzard hat es also wirklich geschafft und eine beliebte Spielereihe für den kurzweiligen, maximalen Gewinn komplett kaputt gemacht. Für mich bedeutet das: In Zukunft kommt mir ohne gründliche Vorab-Recherche kein Titel mehr von diesem Spieleentwickler ins Haus.

MfG
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am 1. Juni 2012
Tja was soll ich sagen zum einen ist das Spiel meiner Meinung nach ein würdiger Nachfolger. Ich könnte Diablo 3 ohne Einscheänkungen empfehlen... wenn.
Ja WENN da nicht der Onlinezwang wäre und der ist (im augenblick) ein großes wenn selbst jetzt kann (oder will) Blizzard keine uneingeschränkte spilebarkeit zustande bringen. Solange Blizz da nicht Nachlegt kann ich im augenblick nur sagen "Finger Weg" da das spiel ab 18:00 oder am wochenende nur sehr eingeschränkt spielbar ist selbst wenn man alleine spielen will. Das Auktionshaus (ingame gold) funzt auch noch nicht richtig (abstürze bestimmte sachen nicht verfügbar angezeigte angebote nicht kaufbar obwohl sie bei jeder suche angezeigt werden also verfüg bar sein sollten. Das als großes Feature ,im vorraus, angepriesene Echtgeldauktionshaus (wers braucht) wurde erstmal verschoben pvp (wers braucht) wird auch "nachgeliefert".
Kurz
Das Spiel ist zwar top (Bugs in dem sinne habe ich noch nicht gehabt) nur Laufen die Server eben nicht richtig was es im Augenblick nur unberechenbar spielbar macht.
Ps ich spreche hierbei nicht von einer normalen Serverwartung

Kaufempefehlung kann ich im augenblick nicht geben
tja ich versuche jetzt nochmal 20 min reinzukommen bevor ich was anderes mache ...
20.09.12
Mitlerweil hat sich das mit der Serverbelastung geregelt (ob se was zugeschaltet haben oder die meisten abgeschaltet haben wer weis)
Das Spiel das im ersten und zu anfang des 2. Aktes noch Sehr gut wirkte läst ab cirka der Hälfte des 2. Aktes Stark nach. Es gibt kaum noch Nebenquests, Farmen von items ist aufgrund des Lootsystems nicht möglich, da man nur beim ERSTEN kill (nicht beim Ersten Kill des Schwirigkeitsgrades sondern beim ALLERERSTEN KILL) eines bosses ne garantie auf ein besseres Item hat. DH die bosse Droppen schlechter als die Random Elite. (Warnung MEINUNG: Denke das Liegt daran das blizz beim Echtgeldauktionshaus mitkassiert.) Gute Items bekommt man fasst nur übers AH. Somit fällt (für mich) eine der Hauptbeschäftigungen aus dem Vorgänger weg (Mephruns).
Ich habe mir ausserdem nochmal bestimmte ankündigungen angesehen und Videos... Die Hälfte von dem was da drin war fehlt im Endgame.
Abschließend bleibt mir da nur zu sagen das das spiel als ERSTER teil gut wäre Leider ists der Dritte.
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am 1. Juni 2012
Normalerweise mache ich auch selbst kaum Rezensionen, aber diemal schon, damit nicht allzu viele Leute auf den Diablo Hype reinfallen.

Solltet ihr euch das Spiel trotzdem kaufen, dann macht NICHT den Fehler auf den europäischen Servern zu spielen (JA leider ONLINEPFLICHT für ALLE), denn diese sind mindestens die hälfte der Zeit down und die andere Hälfte darf man sich mit Fehler 37, 300051, Loginfehler, Aufbaufehler, extreme Ruckler trotz High-End-Rechner, FPS-Einbrüche, nicht funktionierenden Erfolgen, nicht funktionierendem Auktionshaus und wieteren Ärgerlichkeiten herumschlagen.
Wäre man ein richtiger Hardcore-Fan würde man wohl mit der Schulter zucken und sich das Spiel trotzdem kaufen. Aber lohnt sich Diablo 3 wirklich? In meinen Augen ein definitives NEIN. Zumindest nicht zu dem Preis. 10-20 EUR wäre angemessen, als Spiel für zwischendurch, wenn man auf einen Teil einer Lieblingsspielereihe wartet.
Das größte Manko ist, das es bei Diablo 3 viel zu wenige Fähigkeiten gibt. Konnte man bei Diablo 2 noch pro Klasse über 3 Talentbäume mit insgesamt dutzenden Skills und insgesamt mehreren hundert Ausbaustufen verfügen, hat man hier, sage und schreibe 24 Fähigkeiten, die man NICHT ausbauen kann und auch nicht wählen kann WANN und OB man diese lernen will. Man wird bei der Hand genommen wie ein Kleinkind und schaltet mit der Zeit ALLE mageren Fähigkeiten frei, von denen man insgesamt 6 auf den shortcuts haben kann. 1 auf der rechten Maustaste, 1 auf der linken und 4 auf den Zahlentasten 1 bis 4.
Weiteres Manko, der Schmied. Nachdem man sich die Mühe gemacht hat für hunderttausende Goldstücke all seine schmiederischen Fähigkeiten freizuschalten, merkt man das sie einem ABSOLUT nix bringen, da es viel einfacher ist sich "maßgeschneiderte" Ausrüstung im Auktionshaus zu suchen (in der Zeit wo dieses einigermaßen funktioniert), anstatt sich darauf zu verlassen das der Schmied, Materialien und nen Haufen Gold vorausgesetzt, einem etwas gutes herbeizaubert. Das geht in 99% der Fälle in die Hose und man hat am Ende unnötig sein "Erspartes" ausgegeben. Im Grunde kann man sagen das dass Schmieden eine abgewandelte und teurere Form des Glücksspieles aus Diablo 2 ist.
Über die Story sag ich mal nix da sich im Gegenteil zu Teil 2 auch nihts verändert hat. Aber es ist halt ein hack'n'slay, die brauchen keine Story.
Ansonsten lohnt sich Diablo 3 sofern man sich einfach mal durch Horden von Monstern schlachten will und der üblichen Itemsammelsucht verfällt, wenn, ja, wenn da nur nicht die ganzen oben genannten Fehler wären, da würde es auch etwas Spaß machen. Ob die Zukunft was bringt, weis ich nicht. Aber zur Zeit gibt es dutzende anderer Arten der Geldverschwendung, von denen der größte Teil mehr Sinn machen würde als es für dieses Spiel auszugeben.
Blizzard macht die altbekannten Fehler viler Konkurenten nach (wie Ubisoft, EA, und weitere), indem man, im Kampf gegen Kopierer, die ehrlichen, zahlenden Kunden, also UNS, mit unspielbaren Spielen bestraft, die Programme enthalten die im besten Fall persönliche Informationen an den Publisher weiterleitet, der sie auch an dritte zwecks Werbung weitergibt, damit der Email-Ordenr schön zugespammt wird. Im schlechtesten Fall aber, mit Programme, die teilweise den Rechner stark beschädigen können, indem teilweise selbst Teile des Betriebssystems umgeschrieben oder sonst irgendwie in Mitleidenschaft gezogen werden.
Quo vadis Blizzard?

EMPFEHLUNG?!

Im Endeffekt könnte ich selbst beim besten WIllen dieses Spiel nicht empfehlen. Voraussetzung für eine Empfehlung wäre das Blizzard einem erlaubt das Einzelspielerspiel auch offline zu spielen, ohne die ganzen Fehler die jeglichen, unter Umständen aufkommendem Spielspass, schon im Keim ersticken.
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am 1. Juni 2012
Seid nun knapp 12 Jahren wart ich auf dieses Spiel, klar dass die Erwartungen ein wenig hochgeschraubt waren, nicht desto trotz hab ich mir gleich die Online Version geholt da ich keine Sekunde auf den versand warten wollte...

Gut was hab ich letztendlich bekommen:

eine Betaversion die keinesfalls als vollwertiges Spiel gelten sollte, da das Manko in den eu Servern liegt und meistens wenn ich mal Zeit zum Spielen finde eh wegen diversen Fehlern nicht rein komme! Mag sein dass es sich hierbei um "Startschwierigkeiten handelt aber für mich ist es Trotzdem ein NoGo, schließlich kauf ich mir ja auch kein Auto um zu hören dass ich es doch bitte noch paar Wochen in der Garage lassen soll!

Abgesehen von den "paar" Geburtsfehlern muss ich sagen, dass das Spiel mich im Allgemeinen sehr enttäuscht hat! Wie so oft in letzter Zeit ist es mal wieder ein Game4Dummies mit einem leicht kastrierten Spielprinzip (muss die ganze Zeit an Gothic4 Denken) Mit dem eigentlichen Spiel was ich damals gespielt hatte hat es leider wenig zu tun! Die Grafik und Engine scheint zwar reichlich überlegt sein jedoch scheinen mir die komplexeren Spielelemente einfach zu Fehlen (kann sein dass es mein Gefühl ist)

Die Hauptursache für 1 Stern (sonst 2-3) ist jedoch die Tatsache, dass es sich mal wieder um ein Singleplayer Game handelt was keinesfalls "allein" (also ohne I-Net) gespielt werden kann. Man ist auf die Konnektivität ähnlich wie bei einem MMO angewiesen mit allen Nachteilen die es bringt! (Tod durch delay sag ich nur!)

Ich würde jedem vom Kauf dieses Spiels einfach abraten, behaltet Diablo einfach so in Erinnerungen wie es vor 12 Jahren gewesen ist, das ist das Beste was Ihr machen könnt!
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am 21. Juni 2012
Ich muss einfach diese Rezension schreiben, denn ich KOCHE vor Wut!

Kurz und knapp: ja, ich habe Diablo 1 endlos gespielt, habe D2 Classic gespielt obwohl völlig unbalanced und voller Crapitems und ich habe D2 LoD gepielt - meine bisher schönste Diablo-Erfahrung.

Warum? Weil es null demotivierend war. Man konnte mit reinem Selffound Baal in Hell erledigen - und war man noch zu schwach, kein Problem - es gab genug Ecken wo man farmen konnte und es auch SPASS machte, denn Items fielen.

Dann kam Diablo 3. Als ich zum ersten mal vom Auktionshaus hörte, war ich erst angetan. Tolle Idee - ich sammle as eher nutzlose Gold im Spiel und kaufe wie bei ebay einfach ein Item bzw. versuche halt mitzubieten. Tolle Idee. Aber was jetzt gerade abgeht, spottet jeder negativsten Schwarzmalerei.

Ich habe mittlerweile in D3 knapp 150 Stunden investiert - genug Zeit meiner Meinung nach, um eine durchaus begründete Bewertung abzugeben. Diablo 3 ist nichts anderes als ein Spiel, was nur einen Weg kennt - direkt ins Auktionshaus. Und damit meine ich nicht mal das, wo man gegen Spielgold Items kaufen könnte (deren Preise utopisch sind), nein , ins Echtgeld-AH.

Blizzard muss so sauer gewesen sein, dass Leute Gegenstände aus Diablo 2 über ebay vertickten, dass man dagegen vorgehen wollte - aber nicht den Verkauf gegen echte Knete verhindern, sondern dies selber übernehmen! Man merkt Diablo 3 nach den ganzen Stunden an, dass es völlig darauf ausgerichtet ist, dass User das AH nutzen sollen. Es geht nicht um Diablo - es geht um das Auktionshaus.

Dank Patch 1.03, der seit kurzem draussen ist, hat Blizzard so einige Schmankerl für die Spieler eingebaut. So wurde z.B. die Reparatur der eigenen Items um ein Vielfaches erhöht - so hoch, dass man solo im Spiel enorme Probleme hat, überhaupt genügend Gold zu sammeln ab Inferno. Ulkiger Weise kann man Spielgold aber im Echtgeld-AH erwerben...na, klingelt es?

Weitere Nebeneffekte sind der unausgewogene Schweregrad. Während die großen Übel im Spiel eher mit links zu erlegen sind (das gilt ebenso für alle fest installierten Bosse), sind die zufällig generierten "kleinen" Bosse die wahren Übel des Spiels. Diese bekommen lauter zufällige Eigenschaften - es passiert des öfteren (nicht manchmal - oft) das diese Eigenschaften dafür sorgen, dass diese "kleinen" Gegnerbosse nahezu unschaffbar sind. Hat man auch noch prompt das Pech, dass dieser Bossmob einen Weg versperrt den man gehen muss - Neustart. Hinzu kommt auch hier, dass natürlich der Ehrgeiz geweckt wird diese Gegner eben doch zu besiegen, was in einem häufigen Tod endet...und das bedeutet wiederum heftige Reparaturkosten. Dolle Sache.

Die Erhöhung der Rep-Kosten wurde von Blizzard wie folgt begründet: "man möchte vermeiden, dass Spieler sich durchsterben. Das ist nicht Sinn des Spiels. Man möchte, dass das sterben weh tut. Jeder Spieler sollte sich überlegen, was er falsch gemacht hat." Was kann man bitteschön "richtig" machen, wenn einen kleine Bossmobs in 1-2 Sekunden totschlagen? Solche Aussagen führen einfach dazu, dass man sich als Käufer des Spiels veräppelt vorkommt.

Weiteres Schmankerl: bisher wurden alle Charaktere generft - sprich : von ihrem Können herunter gestuft. Aussage Blizzard in einem Statemnt war mal: man habe nichts dagegen, dass der ein oder andere Skill durchaus mächtiger ist. Schöne Sache - man hält sich nicht an diese Aussage. Es gibt ebenso die Aussage, dass jeder mit seiner Spielweise und Skillung durch kommt - stimmt auch nicht. Ab einem späteren Zeitpunkt sind die möglichen Skills sehr stark eingeschränkt - und da muss man noch zusätzlich aufpassen, dass Blizzard nicht auf den Gedanken kommt, auch hier einfach wieder rumzupfuschen. Auch hier sei noch mal auf die Aussage Blizzards hingewiesen, dass Tode weh tun sollen...klingelts?

Letztlich muss man wochenlang Gold farmen, um sich entsprechend bessere Items im Auktionshaus leisten zu können - denn hier ein weitere Schwachpunkt des Spiels: es droppt so gut wie NICHTS brauchbares. Ich habe in den 150 Stunden 2-3 Items gefunden, die ich nutzen konnte über einen längeren Zeitraum. Wichtige Sachen wie Waffen etc. sind nicht gedroppt (also nichts was mich verbessern könnte) - und können teilweise auch gar nicht. Also was macht man? Genau...man farmt bis zum erbrechen Spielgold an den Stellen, wo man es schafft, um sich eine Verbesserung zu leisten (Stichwort: Mondpreis)...oder, man macht das was worauf Blizzard spekuliert: man geht gefrustet ins Echtgeld-AH und kauft dort für bare Münze (und ebenfalls zu Mondpreisen!) eine bessere Waffe, Gürtel, was weiss ich. Denn Blizzard verdient an jedem Verkauf mit - nice, oder? Da wundern einen auch die einerseits miesen Dropraten nicht und andererseits auch nicht, dass das meiste was droppt zudem Schrott ist.

Um das klar zu stellen: ich habe nichts gegen farmen. Im Ggenteil, dass habe ich in Diablo 2 geliebt. Bossruns, Weltsteinturm, Chaos Sanktuarium (mein Lieblingsplatz zum farmen) etc...war motivierend. Jetzt? Zum einschlafen öde. Gold farmen für's AH, weil so gut wie nix droppt....grausam.

Sicher gibt es auch die Verfechter des D3, diejenigen, die in Inferno A4 ohne Probs farmen, während sie sich die Nägel lackieren. Zu 99% hat das aber NICHTS mit Skill oder Können zu tun - Diablo 3 lebt alleine vom Gear, also den Sachen die man hat. Jeder Volldepp kann Inferno A4 leeren, wenn er das passende Equip hat. Hier haben gerade diejenigen, die dank Bugs, Schwachstellen im Spiel (Vasen farmen) sich unfaire Vorteile geschaffen.

Fazit (weil mir langsam wieder die Galle beim schreiben hoch kommt): Diablo 3 ist momentan der Flop des Jahres. Es ist überdeutlich zu spüren, dass hier nicht mehr das alte Diablo-Team am Werk war. Blizzard/Activision haben hier versucht, aus einer sehr erfolgreichen Spielserie einen Goldhamster zu machen - das Spiel ist dabei völlig auf der Strecke geblieben.

Seit heute spiele ich es nicht mehr - und so lange wie Blizzard nicht auf seine Kunden zugeht und das Spiel so ausrichtet wie die meisten es wollen (und nicht einige wenige "Pro's") , so lange ist Diablo 3 und alle anderen Produkte von Blizzard für mich No-Go-Area.

Von daher das Schlusswort analog der Überschrift: früher Hack'n Slay, heute Farm'n Pay.
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am 21. Juni 2012
So, es ist soweit, Diablo 3 ist für mich endgültig gelaufen.

Zuerst einmal muss ich zugeben, dass das Spiel gerade am Anfang doch sehr viel Spaß gemacht hat.
Das Leveln auf die Maximalstufe war motivierend und spaßig. Die Schwierigkeitsgrade von Normal - Hölle
sind meiner Meinung nach genau richtig und steigern sich gleichmäßig und angemessen.

Dann kommt Akt 1 Inferno. Ein deutlicher Anstieg des Schwierigkeitsgrades. Allerdings noch gut verkraftbar. Umgeskillt, neues Equip gekauft (ohne Auktionshaus geht GARNICHTS in diesem Spiel, selber gute Gegenstände finden kann man als druchschnittlicher Spieler absolut vergessen) und los gehts. Kurze Frustmomente bei sehr schwierigen
Elitegegnern. Jedoch sind auch diese noch schaffbar, müssen allerdings oftmals gekitet werden. Man stirbt nun auch regelmäßig (vor 1.03 auch noch kein großes Problem, da die Repaturkosten sehr gering waren).
Akt 2 Inferno. Endstation. Erster Gegner, eine Mücke, 2 Treffer, tot. Nicht die Mücke, sondern ich. Naja, mit viel Mühe und ca. 10 Toden an normalen Gegnern schaffe ich die erste Quest. Der erste Elitemob rückt an. "Gut, dann gehen wir es mal a.... he, ich bin ja schon tot". Der Kampf läuft ungefähr so ab. Gegner rückt an, Laser, Schänder und Wächter. Der Gegner wirkt irgendein CC Effekt auf einen. Man ist sofort umzingelt oder steht in einem Gift-,Arkan- oder Feuerflächeneffekt. Leben sinkt innerhalb von 2 Sekunden von 100% auf 10%. Erster Defensiv Skill zünden. Der Gegner haut zum ersten mal zu, wieder auf 10% Leben runter. Zweiten Defensiv Skill zünden (man ist eigentliche gezwunden nur defensive Skills mitzunehmen, da man sonst bereits an dieser stelle stirbt) - ansonsten: Tod nach dem zweiten bzw. dritten Schlag des Gegners, da alle Skills auf Cooldown.

So lange Vorrede. Das Endgame war auch schon vor dem Patch vermurkst. Einziger Ausweg war Akt 1 abzufarmen. Nach Gold wohlgemerkt, da die Dropchance für gute Gegenstände ... naja um es mathematisch auszudrücken ... gegen null strebte. Mit dem Gold kauft man sich bessere Gegenstände und hofft irgendwann Akt 2 zu schaffen.

Soweit kommt es aber nicht, denn Blizzard launched den Patch 1.03.

Positives:
+Die Monster in Akt 2 Inferno wurden generft
+Die Dropchance von guten Gegenständen wurden leicht erhöht

aber...

Negatives:
-Der Nerf der Monster bringt nix, da auch der Damage der Spieler drastisch generft wurde.
-Das wurde erreicht indem man die Angriffsgeschwindigkeitboni senkte. Dies führt allerdings zusätzlich auch dazu, dass das ganze Spiel scheinbar plötzlich in Slowmotion abläuft, wenn man die Geschwindigkeit vor dem Patch gewohnt war. Es hat einfach nix mehr mit einem schnellen Hack & Slay zu tun.
-Die Dropchance für iLvL 61-63 Gegenstände wurde zwar erhöht, jedoch ist die warscheinlichtkeit für einen guten Gegenstand, also einer der auch sinnvolle Statskombination hat, immer noch unglaublich gering. Nun könnte man das Zeug zwar in das Auktionshaus stellen und wenigstens weiterhin Gold farmen, aaaber ...
-Die Reperaturkosten wurden massiv erhöht. Eine komplette Reparatur der Gegenstände kostet nun gerne mal 30.000 Gold. Das führt dazu, dass man durch das viele Sterben und dem daraus folgendem Haltbarkeitsverlust schlussendlich oftmals mehr Geld für das reppen ausgiebt, als man durch den Dreck den man findet wieder rein bekommt!!!

Konsequenz: Der Char steht arm und dank Angriffsgeschwindkeitsnerf mit nutzlosen Gear in Akt 1 Inferno und schafft es nicht einmal mehr dort einen Elitegegner zu töten.

Lösung des Problems: Echtgeldauktionshaus...

Fazit: Zu Beginn hatte ich wie erwähnt einen äußerst positiven Eindruck. Fehler 37 und Onlinezwang thematisiere ich hier nicht (habe ich beides nicht als störend empfunden, bzw habe den Fehler eigentlich selten angezeigt bekommen). Ich habe auch nicht geglaubt, dass man von Blizzard so stark in das Echtgeldauktionshaus gedrängt wird. Wäre es wirklich nur ein nettes zusätzliches Gadget, hätte ich damit kein Problem. Nun aber habe ich die Wahl, entweder ich benutze es und finanziere meinen weiteren Spielfortschritt mit Echtgeld oder aber ich verbringe Stunden damit stupide und gelangweilt Gold zu farmen und hoffe, dass ich schlussendlich auch wirklich welches verdiene und nicht durch reppen verliere.

Da beides für mich nicht in Frage kommt habe ich die dritte Alternative gewählt. Nicht mehr weiter "spielen" (von spielen kann eigentlich nicht mehr die Rede sein, deswegen die Anführungszeichen).

Empfehlung: Ich bin überzeugt, dass für den Großteil aller Spieler genauso wie für mich nach Akt 1 Inferno Schluß ist. Bis dahin ist es aufjedenfall spaßig. Nun muss jeder selbst Einschätzen ob er für den anfänglichen Spaß 60 EUR ausgeben will. Betrachtet man es rational, so bringt das Spiel tatsächlich mehr Stunden Spielpspaß pro EUR als viele andere Actiontitel mit gerade einmal 20h Spielzeit. Allerdings bringt es auch unglaublich viel Frust und Ärger mit sich, was dieses rationale Denken einfach unmöglich macht und mich dazu zwingt dem Spiel nur einen Stern zu geben.

PS: Es gibt noch viele weitere negative, sowie auch noch ein paar Postive Punkte, die eigentlich noch genannt werden sollten. Aber das sprengt den Umfang dieser Rezension.

Jeder der meint, er habe es hier mit einem absoluten Casual Gamer zu tun, der nicht in der Lage ist den Endcontent eines Spieles zu bewälten, liegt falsch. Ich war zu WOTLK Zeiten aktiv in WOW und sehr erfolgreich im Endgame. Ich bin es also durchaus gewöhnt tage- und wochenlang im Marathon an dem gleichen Hardmode Boss zu wipen. Allerdings ist Diablo 3 kein WOW, sondern ein Hack und Slay und sollte nicht auf die Spielmechaniken eines MMORPG's zurückgreifen.
Genau deswegen spielt man doch auch Diablo. Um einfach mal sinnfrei auf Gegnerhorden einzudreschen und zu entspannen und nicht um Elitemobs 15 Minuten lang zu kiten...
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am 30. Mai 2012
Tja, was soll ich sagen.

Meine erste Rezension bei Amazon, obwohl ich langjähriger treuer Kunde bin.

Frei nach dem süddeutschen Motto "Net g'motzt isch g'nug g'lobt" war ich bisher untätig. Aber meine Kritik richtet sich ausdrücklich nicht gegen Amazon, sondern gegen den Hersteller.

Demzufolge dürften die gefühlten -2 Sterne, die ich hiermit diesem *grandiosen* Produkt aus dem Hause Blizzard verleihe, nicht überraschen.

Das Spiel an sich bietet - wie andere Käufer bereits berichtet haben - weder spielerisch noch grafisch das, was der Hype im Vorfeld prophezeit hat.

Darüber könnte ich persönlich aber hinwegsehen.

Was ich nicht nachvollziehen kann, sind die offensichtlich ungenügenden Serverkapazitäten, die trotz überdurchschnittlich langer Entwicklungszeit, Beta-Test und bekannten Vorbesteller-Zahlen nicht entsprechend bereit gestellt wurden.

Für ein Unternehmen, das jahrzentelange Erfahrung mit der Entwicklung von PC Spielen und jahrelange Erfahrung mit Online-Games (WoW) hat, ist das schlichtweg ein Witz.
Da die Nutzerzahlen von WoW mittlerweile nur noch eine Richtung kennen ([...]), sollte wohl Diablo 3 diese Umsatz-Lücke schließen. (Logischerweise funktioniert das nur, wenn D3 die Validierung übers Internet eingebaut hat und somit - wie bei WoW - das Raubkopieren schwierig macht. Was sonst könnte der Grund sein, keinen Offline-Singleplayer Modus wie bei den VOrgängern einzubauen?)

Man muss nicht BWL studiert haben um zu merken, dass hier nur auf den Gewinn geschielt und die Orientierung an der Community schlichtweg ignoriert wurde.

Da das Spiel - was mir aufgrund des spontanen Onlinekaufs nicht bekannt war - selbst für den Single-Player Modus die Anmeldung an den defekten Blizzard Servern verlangt, ist das Produkt unspielbar und damit mit einem Sachmangel behaftet.

Ich werde das Produkt Retoure senden. Danke an Amazon im Voraus für die Rückabwicklung. Hoffentlich senden noch ein paar andere das Spiel zurück. Denn der Hersteller gibt sich anhand der vielen wütenden Forumsschreiber auf Blizzards Homepage unbeeindruckt - also kann man ihn nur über den Geldbeutel treffen.
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am 5. August 2012
Wie Millionen andere habe ich Diablo3 fast 10 Jahre herbeigesehnt und wurde bitter enttäuscht.
Ich verurteile Blizzard zutiefst, denn mit Diablo 3 ist eine Legende verlächerlicht worden...
Das ist so wie Terminator 3 nach den ersten beiden Teilen. Da schämt man sich einfach nur mehr und möchte lieber nicht hinsehen.

Ich für meinen Teil glaube nicht mehr daran, dass man Diablo retten kann, weil ich fürchte, dass seitens Blizzard garnicht geplant war, die "alte Zielgruppe" zufrieden zu stellen - und deshalb ist das alles doppelt so bitter.
Die Diablo2 Kenner und Liebhaber wissen sehr genau, worauf es ankäme und ahnen die Unmöglichkeit, das Ruder doch noch herumzureissen.
Wenn Diablo3 einmal groß ist, möchte es gerne Diablo 2 werden, dachte ich mal, aber diese Gene hat es leider nicht.

Natürlich gibt es auch Fans, die das Spiel in den Himmel loben und die negativen Reaktionen überhaupt nicht verstehen können. Ich denke, hier streiten sich 2 Zielgruppen. Auf der einen Seite die Diablo2-Fraktion mit ihrer teils schon emotionalen Bindung zu dem Game und den extrem hohen Erwartungen und Ansprüchen an Diablo3.
Ich selbst zähle mich zu dieser Fraktion und das, obwohl ich es nur ein paar Jahre während meiner Zeit als Jugendliche gespielt habe (und bis heute gelegentlich dazwischen).
Wie muss es dann erst den Fans und Faninnen gehen, die sich mit Diablo2 exzessiv auseinandergesetzt haben?

Auf der anderen Seite die neue Blizzard-Zielgruppe, die Diablo2 vielleicht nur am Rande mitbekommen hat bzw nur oberflächlich.
Natürlich ist das jetzt eine ziemliche Unterstellung, aber das ist eben mein Gefühl. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wenn man einmal Diablo2 kennen und lieben gelernt hat, man von Diablo3 begeistert ist, ohne seine Ansprüche völlig verloren zu haben.
Das ist physikalisch unmöglich!

Vielleicht müssen wir uns damit abfinden, dass "wir nicht gemeint waren" und es Diablo 3 nie gegeben hat (so wie Terminator 3 und 4 nicht existieren).

Kritikpunkte im Detail:
* Das Spiel ist vom Schwierigkeitsgrad Normal bis Hölle.. "spielbar" (mehr Lob kann ich leider nicht verteilen). Ab Inferno zwingt es einen ins Auktionshaus, da man keine anständigen Gegenstände findet. Hier unterstelle ich sogar Absicht.
* Im Goldauktionshaus werden Gegenstände aufgekauft und ins Echtgeld-AH gestellt. Die Preise im Gold-AH sind zudem so überzogen (in die Millionen), dass man fast ins Echtgeld-AH wechseln muss.
* Ich wollte keine Wirtschaftssimulation mit Diablo Elementen kaufen!
* Die Story ist so unglaublich schwach, dass man sich diesbezüglich ebenfalls nur noch schämen kann.
* Die Akte sind nicht miteinander verbunden, so dass kein flüssiges Gameplay aufkommt. Ich muss ausloggen, was aber schlecht ist, weil der sonst wichtige Nephalem-Buff verschwindet, ohne den dann noch erheblich weniger Items droppen, als es eh schon der Fall ist.
* Der Buff verschwindet außerdem auch, wenn ich meine Skills tauschen möchte, um etwas anderes auszuprobieren. Völlig sinnfrei und frustrierend.
* Nervige Dialoge und Videos unterbrechen dauernd das Spiel, obwohl man sie eh schon auswendig kann.
* Die Konversationen der Charaktere sind anfangs lustig, aber wiederholen sich dann ständig, sodass man ebenfalls nur genervt wird.

Wer glaubt, dass diese Punkte durch einen Patch zu retten sind, kann sich das Spiel ruhig kaufen. Ich bin aber der Überzeugung, dass Diablo3 im Kern nicht mehr zu retten ist.

Da gerade Blizzard unser Diablo3 völlig in den Sand gesetzt hat, bin ich jetzt viel offener gegenüber unbekannten oder kleinen Entwicklerstudios, die den Freigeist leben und andere Werte hochhalten:
* Grinding Gear Games mit Path of Exile ähnelt sehr Diablo2 und ist auf jeden Fall Wert, unterstützt zu werden.
* Torchlight 2 - wird entwickelt von ehemaligen Blizzard North Mitarbeitern, klare Empfehlung

1 Stern gibts nur, weil es nicht 0 gibt. Nicht einmal für die Grafik, denn die ist weder wichtig noch besonders toll.

Amazon hat mir übrigens trotz Vorbestellung das Spiel am 21. Mai geliefert, statt am 15., sehr nett! Hab es gleich wieder zurückgeschickt, da ich es inzwischen woanders gekauft habe.
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am 21. Juni 2012
Auch, wenn diese Rezension wahrscheinlich in der Masse untergeht, möchte ich mir wenigstens meinen Frust von der Seele schreiben.

Wie viele Andere habe auch ich jahrelang mit Freude Diablo 2 gespielt und die Jagd nach Items konnte mich immer wieder motivieren. Der Spielspaß von Diablo 3 betrug hingegen nur etwas über eine Woche - danach hatte ich das Spiel auf Hölle durchgespielt und es fehlte danach jedwede Motivation weiter zu spielen.

Geringe Hoffnung hatte ich, dass nach Patch 1.3 Aspekte wie der der absurde Schwierigkeitsgrad von Inferno, das viel zu teure Item-Crafting beim Schmied, sowie die Drop-Chance von höher wertigen Items in Inferno angepasst werden.
Leider hat mich Blizzard wieder einmal enttäuscht. Zwar wurde die Schwierigkeit der meisten Gruppen in Inferno auf ein sinnvolles Niveau angepasst, leider tauchen aber immer noch Mobs auf, die sich auch mit höher wertigem Equip alleine nicht besiegen lassen.
Das Itemlevel der Drops wurde verbessert, sodass man auch in Inferno Akt 1 nun Items der Stufen 60-62 finden kann, jedoch sind diese nach wie vor in 90% der Fälle nicht zu gebrauchen.
Auch das Schmieden von Gegenständen, die man theoretisch gebrauchen könnte, wurde nur unwesentlich verbilligt, sodass das Schmieden letztendlich immer noch höchstens für low-level-Items Sinn macht, aber für den End-game-Content weiterhin nutzlos ist.

Was noch wichtig zu erwähnen wäre, ist, dass die Reperaturkosten massiv erhöht wurden und man somit schnell fünfstellige Beträge an GOld für die Reperatur investieren muss. Gefühlsmäßig bleibt einem selbst nach Farmruns weniger Gold als vorher, gleichzeitig droppen keine verwertbaren Items. Hier erkennt man deutlich, dass Blizzard mit Patch 1.3 die Nutzung des Echtgeldauktionshauses noch einmal forcieren will - in meinen Augen eine Frechheit gegenüber allen jahrenlangen Diablo2-Fans.

Unterm Strich beurteile ich, ausgehend von dem tollen SPielerlebenis Diablo 2 als Vergleich (welches ich wieder spiele), Diablo 3 als ungenügend in allen Bereichen, mit Ausnahme der Umgebung (diese ist stimmig) und der Steuerung (diese funzt gut, wenn man keine Lags hat).

Leider hat Blizzard mit Diablo 3 lediglich versucht den Mainstream zu bedienen und mit dem Echtgeldauktionshaus Geld zu verdienen - auf diese eine Sach läuft das Spiel letztendlich hinaus. Spielspaß bestand bei mir lediglich eine Woche, danach war im Endgame-Content nur Frust und null Motivation vorhanden.

Das Blizzard auf ein derart schlechtes Produkt den Namen Diablo schreibt und dafür auch noch 50 Euro verlangt, ist in meinen Augen eine Frechheit!
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am 4. Juni 2012
Guten Tag,

ich bin mir bewusst, dass meine Rezension kaum Leser erreicht, da sie wahrscheinlich in der Masse untergehen wird. Nichtsdestotrotz möchte ich doch meinen Unmut, bzw. meine Empörung über Diablo 3 kund tun und eine schlechte Bewertung abgeben, da dies meiner Meinung nach nur das richtige ist.

Vorab möchte ich sagen, dass meine Erfahrungen auf den wenigen Stunden beruhen, die ich im Spiel verbringen durfte. Ein garantiertes einloggen und ein flüssiges Spielen ohne alle 30 Minuten vom Server zu fliegen ist nämlich nichts anderes als Wunschdenken.

Womit wir schon beim ersten Kritikpunkt wären. Blizzard weiß, bzw. sollte wissen, dass es nach über 10(!) Jahren Entwicklungszeit weltweit diverse Gamer danach dürstet sich wieder in den Abgrund der Hölle zu stürzen. Ist es dann einem Unternehmen, dass im Monat zweistellige Millionenbeträge einfährt nicht möglich in diesem Zeitraum für genügend Serverkapazitäten zu sorgen?
Natürlich ist es verständlich, dass es am 15. Mai um 00:01 Uhr zu Login Problemen kommt, aber dass dies nach über 2 Wochen immer noch nicht 100%-tig klappt und viele Spieler weltweit frustriert vor schwarzen Bildschirmen sitzen ist nichts anderes als eine Frechheit!
Bis heute ist keine einzige Spielstunde vergangen, die nicht damit angefangen hat, dass mich ein kleiner Kasten am rechten unteren Rand des Startbildschirms mit freundlichen Worten darüber informiert, dass mal wieder irgendwie irgendwo irgendetwas nicht funktioniert. Sei es das Einloggen in das Spiel an sich, der Handel über das Auktionshaus ( auf das ich im Folgenden auch noch zu sprechen kommen werde ), oder ein anderes Serverproblem.
Diese unverständlichen Probleme, die Blizzard jetzt auch nach mehreren Wochen nicht in den Griff zu bekommen scheint sind der erste Grund dafür, dass ich nur einen Stern vergebe ( wenn es 0 geben würde, dann täte ich dies mit berechtigtem Vergnügen ). Zweiterer ist das Spiel an sich.

Es ist für mich nicht in Worte zu fassen wie wenig dieses Spiel dem vorausgegangenen Hype gerecht wird. Ich darf es nochmal betonen. Über 10(!) Jahre Entwicklungszeit. Und das was Blizzard abliefert ist nichts anderes als eine Unverschämtheit.

Angefangen beim Skillsystem. Meiner Meinung nach ist dieses die Quintessenz eines jeden Rollenspiels, weil hierüber die individualisierung des eigenen Charakters vollzogen wird und man Fähigkeiten verbessert die man mag, und jene nicht, die man für weniger gut hält. Durch diese Individualisierung entsteht eine Bindung zwischen Charakter und Spieler. Man ist stolz auf seinen Charakter den man in mühevoller Arbeit und vielen Spielstunden "erschaffen und kreiert" hat.
Genau diese Qutintessenz eines Rollenspiels wirft Blizzard komplett über Bord und etabliert stattdessen ein Skillsystem das wie auf Schienen fährt und an Langeweile nicht mehr zu überbieten ist. Der Charakter lernt die Fährigkeiten automatisch mit jedem Levelaufstieg und es gibt keinerlei Individualisierungsmöglichkeiten außer sogenannte Runen, die Fähigkeiten spezialisieren können. Gute Idee, schlecht gemacht, weil spätestens ab Level 40 eh nur noch die gleichen Fähigkeiten+Runen zum Einsatz kommen, weil sont keine Chance besteht die anfangs viel zu schwachen und später viel zu starken Gegner zu besiegen.

Erschwerend hinzu kommt, dass nichtmal Bossgegner auf höheren Schwierigkeitsstufen vernünftige Gegenstände dropen. Somit wird die Sammelmotivation, welche ein weiterer Grundbestandteil eines Hack and Slay Rollenspiels sein sollte nicht im geringsten aus dem Spieler herausgekitzelt. Meiner Meinung nach ist dies von Blizzard beabsichtigt um den Spieler zum Kaufen in das Online Auktionshaus zu zwingen. Möchte man auf höheren Schwierigkeitsstufen halbwegs mithalten können muss dort einfach das mühsam ersammelte Gold ausgegeben werden. Ein geschickter Schachzug von Blizzard. Denn natürlich tut man dies nicht ganz uneigennützig. Für Echtgeldtransaktionen geht nämlich ein Teil an Blizzard. Ganz abgesehen davon dass dies ein Mechanismus ist um die eigenen, ohnehin schon viel zu prallgefüllten, Taschen weiterhin mit Geld vollzustopfen wird mit diesem Spielbestandteil das sogenannte Chinafarmen gefördert worunter viele Menschen zu leiden haben.

Weiterhin schlecht ist der eben erwähnte Schwierigkeitsgrad. Ab "Hölle" sind selbst kleinere Champions kaum noch zu knacken und die Frustration wächst gehörig schnell wenn man teilweise ge-1-hittet immer wieder das Zeitliche segnet.
Verbesserungsbedürftig sind auch die Juwelen, die man sich für viel Gold bei Juwelieren herstellen kann. Die Preise hierfür sind horrend hoch im Vergleich zum Nutzen. Außerdem gibt es Sie im Auktionshaus für einen Bruchteil des Geldes. Wo ist der Sinn? Ins gleiche Horn stößt der Schmied der Gegenstände für teures Geld herstellen kann, nachdem man ihn für noch viel teureres Geld erstmal auf die entsprechende Stufe gelevelt hat. Die Items die der Schmied herzustellen vermag kommen nicht annähernd an die im Auktionshaus heran, kosten aber das X-Fache. Was bitte hat sich Blizzard dabei gedacht?

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Story, die aufgesetzt und oberflächlich wirkt. Einzig die gut animierten Zwischensequenzen die von Akt zu Akt zu sehen sind machen einen schicken Eindruck. Apropos schick. Schick sieht Diablo 3 nicht wirklich aus. Selbst auf den höchsten Grafikeinstellungen wirkt die Grafik verwaschen, unscharf und lange nicht auf dem neuesten Stand. Da wäre mehr drin gewesen!

Weiter geht es mit den Gegenständen. Abgesehen davon, dass es keine Setgegenstände gibt, die von vielen Diablo 1 und 2 Spielern mit Sicherheit zu ihren Liebelingsgegenständen gezählt worden sind, gibt es in Diablo 3 zwar Legendäre Gegenstände, jedoch sind diese nicht annähernd so gut wie magische und seltene. Dropen aber nicht so häufig. (Blizzard schreibt dies sogar selbst auf der eigenen Internetseite ?!?) Wieder stellt sich mir die Frage nach dem Sinn!

So könnte ich jetzt noch lange weiterschreiben und diverse kleine Schwächen aufzählen,( vorgegebene Speicherpunkte, nur 6 benutzbare Fähigkeiten, zu wenige Nebenquests, Tränke müssen erst in vorgegebene Feldern platziert werden etc. ) aber werde ich dies nicht tun, sondern zu einem Fazit kommen.

Meiner Meinung nach ist Diablo 3 keine angemessene Fortsetzung für ein Kultspiel, das von einer innovativen Spieleschmiede für eine sehr große Community geschaffen wurde, sondern ein Instrument für ein profitorientiertes Unternehmen für das der eigene Gewinn wichtiger ist als langjährig treugebliebene Fans, die nur als Geldlieferanten betrachtet und ausgenutzt werden.
Eine absolute Frechheit wie ich finde.

Deswegen kann ich an dieser Stelle nichts anderes tun als gänzlich von einem Kauf abzuraten. Das Spiel ist das Geld nicht annähernd wert!

Mit verzweifelten Grüßen

A.T.
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