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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SpyderLensCal ist perfekt, die Gebrauchsanweisung nicht
Der SpyderLensCal sieht auf den ersten Blick klapprig aus, erfüllt seine Funktion aber auf sehr klare Weise. Allerdings sollte man sich dafür wirklich Zeit nehmen. Sorgfältiger Aufbau von Kamera einerseits und SpyderLensCal andererseits sind unerläßlich.
Um das allmähliche Herantasten an klare Ergebnisse bei der Messung etwas zu...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2011 von Wilfried Dechau

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen funktioniert, aber zu klein und zu teuer
das gerät funktioniert ordentlich, aber man kommt sich ein wenig abgezogen vor.
-die bedienungsanleitung ist ein scherz
-das gerät selbst könnte wahrlich mit wenig kosten größer gestaltet werden, es bleibt eh zuhause stehen. warum größer? damit man sich selbst den entfernungsbereich aussuchen kann, bei dem man kalibrieren...
Veröffentlicht am 18. Juli 2012 von J. Hipp


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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SpyderLensCal ist perfekt, die Gebrauchsanweisung nicht, 30. Oktober 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Der SpyderLensCal sieht auf den ersten Blick klapprig aus, erfüllt seine Funktion aber auf sehr klare Weise. Allerdings sollte man sich dafür wirklich Zeit nehmen. Sorgfältiger Aufbau von Kamera einerseits und SpyderLensCal andererseits sind unerläßlich.
Um das allmähliche Herantasten an klare Ergebnisse bei der Messung etwas zu erleichtern, wären ein paar Empfehlungen in der eher zu knapp ausgefallenen Gebrauchsanweisung sehr hilfreich gewesen. Um sich langsam heranzutasten, wie man zu eindeutigen Messergebnissen kommt, ist es zum Beispiel klug, erst mit den längeren, möglichst lichtstarken Brennweiten zu beginnen. Deren Tiefenschärfenbereich ist bei offener Blende dermaßen gering, dass beim Foto an der Skala 6...0...6 eindeutig abgelesen werden kann, ob die Schärfeebene tatsächlich bei Null liegt bzw. davor oder dahinter. In meinem Fall hieß das: Hätte ich bei den ersten Versuchen mit dem 1,2/85mm begonnen, wäre mir das weitere Vorgehen sehr viel schneller klar geworden.
Natürlich, das Problem hätte mir grundsätzlich vorher klar sein können, aber hinterher ist man immer schlauer...
Ich habe mit Weitwinkel begonnen, das zwar ebenfalls hohe Lichtstärke aufweist (1:1,4/24mm), aber durch die kurze Brennweite immer noch so viel Tiefenschärfe hat, dass die Testfotos erst dann eindeutig werden, wenn man den Abstand von Kamera und SpyderLensCal deutlich verringert. Und genau dafür, nämlich für den günstigsten Abstand von Kamera und SpyderLensCal, hätte ich mir eine klare Hilfestellung in der Gebrauchsanleitung gewünscht. Dann hätte ich mir das etwas hilflose Herumprobieren am Anfang ersparen können.
Konkrete Werte: Beim Canon 1:1,2/85mm hatte ich bei einem Abstand von knapp einem Meter deutliche Ergebnisse, beim Canon 1:1,4/24mm erst bei einem auf etwa 60 cm verkürztem Abstand.
Insgesamt ging bei der Aktion, insgesamt sechs Objektive an zwei verschiedenen Kameras (beide Canon EOS 5 D II) zu checken (und zu korrigieren), ein ganzer Nachmittag drauf. Ein bißchen erschrocken war ich darüber, wie viel ich tatsächlich nachkorrigieren mußte. Bei der ersten der beiden baugleichen Kameras gab es in der Anpassung von Objektiv und Kamera kaum Abweichungen, bei der zweiten aber ganz erheblich. Konkret: An der Kamera ist zur Korrektur ein Bereich von -20...0...+20 vorgesehen. Die zu korrigierenden Abweichungen lagen bei mir zwischen +7 und +15. Für teure, hochlichtstarke Objektive und/oder die Präzision am Kamerakorpus kein gutes Zeugnis!
Unterm Strich: Die Arbeit mit dem SpyderLensCal wäre durch bessere Gebrauchsanleitung von Anfang an überzeugend gewesen. So mußte ich mich erst langsam damit vertraut machen. Aber wenn man den Dreh' erst mal raus hat, klappt's wie am Schnürchen. Und man sieht, dass das Gerät selbst durch nichts zu verbessern wäre - lediglich die Gebrauchsanweisung.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zweifelsfrei ein nützliches, aber überteuertes Werkzeug, 13. Januar 2014
Von 
Abacus "Frank" (Bodenseekreis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Vor wenigen Tagen habe ich mit dem Spyder Lenscal meine Canon EOS 6D in Kombination mit all meinen Objektiven kalibriert. Für mich eine Premiere, da die 6D (nach 10D und 40D) für mich die erste DSLR ist, die eine solche AF-Feinjustage (und das individuell pro Objektiv) überhaupt zulässt.

Überrascht war ich dann tatsächlich, um wieviel ich den Fokus teilweise korrigieren musste, war ich doch bislang überzeugt, dass der Fokus an den meisten meiner Objektive "passte" und - wenn überhaupt - nur geringfügige Korrekturen erforderte. Jedoch: Lediglich ein Objektiv (mein Canon 85/f1,8) benötigte überhaupt keine Korrektur, die anderen 7 Objektive brauchten eine mehr oder minder starke Korrektur. Ausreißer waren mein Sigma 80-400 sowie das Canon 70-300 DO, die hatten am langen Ende einen derart starken Frontfokus, dass die Korrekturskala der 6D (von -20 bis +20) gerade ausreichte, um den Fokus tatsächlich auf die "0" zu bekommen. Schon erstaunlich, dass mir dieser starke Frontfokus bisher noch nicht aufgefallen war, aber es liegt wohl daran, dass man mit solch langhubigen Objektiven meist Serien schießt (bei denen das ein oder andere Bild auch fokusmäßig eigentlich daneben liegt, aufgrund des Fehlfokus passt es dann aber doch) und anschließt rein visuell das "beste" Bild der Serie ermittelt.
Soviel mal zur Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit des Spyder Lenscal.

Zum Hintergrund (für diejenigen, die sich fragen, warum eigentlich eine AF-Feinjustage gemacht werden muss/sollte): DSLRs arbeiten grundsätzlich mit einem Phasen-AF, der vom Bildsensor unabhängige AF-Sensoren nutzt. Dabei muss sicher gestellt sein, dass das Phasen-AF-System den Fokus des Objektivs so steuert, dass die Schärfe-Ebene mit der Bildsensor-Ebene übereinstimmt. Natürlich werden Objektive und das Kamera-AF-System bereits ab Werk kalibriert. Aber zum einen gibt es natürlich Toleranzen, die sich u.U. auch noch ungünstig addieren können. Zum anderen "altert" eine Kalibrierung, d.h. durch z.B. mechanische oder thermische Beanspruchung des Equipments kann sich ein Fokus- oder AF-System auch mal ein bisschen "verstellen". Es empfiehlt sich also eigentlich, in regelmäßigen Abständen (z.B. alle 1-2 Jahre) eine Kontrolle der AF-Justage durchzuführen.
Abweichungen zu ermitteln war natürlich mittels eines geeigneten Werkzeugs wie dem Spyder Lenscal schon immer möglich. Die Korrektur der ermittelten Abweichungen war jedoch bisher meist eine Sache für den Service. Erst neuere DSLRs (und auch seit längerem schon die "Profi-Modelle") haben ein Korrektursystem an Bord, das es auch dem Anwender selbst erlaubt, AF-Abweichungen zu korrigieren.
Diese Problematik existiert nur für Kameras mit Phasen-AF, also im Regelfall DSLRs. Die große Mehrheit der DSLMs und Kompakten nutzt lediglich den Kontrast-AF, d.h. sie analysieren für die Schärfe-Einstellung direkt das aktuelle Sensorbild. Hier gibt es dann logischerweise auch keinen Kalibrierungsbedarf. Allerdings zeichnet sich in der jüngeren Vergangenheit auch im DSLM- und sogar im Kompakt-Bereich ein Trend zum "Hybrid-AF" ab, d.h. manche Vertreter dieser Klassen (z.B. Sony NEX-6, Fuji X20) nutzen inzwischen ebenfalls den schnellen Phasen-AF (bieten aber im Regelfall keine Korrekturmöglichkeit, welche freilich mit abnehmender Sensorgröße, d.h. zunehmender Schärfentiefe, auch nicht mehr soooo wichtig ist, zumal wenn das Objektiv wie bei einer Kompakten fest montiert ist und ab Werk eine präzise Kalibrierung vorgenommen wurde).

Nach diesem kurzen Ausflug nun zum Werkzeug an sich: Der Lenscal ist im Prinzip exzellent für die AF-Feinjustage geeignet. Kritikpunkte sind:

(-) Der hohe Preis. Das kleine Plastikteil ist mit 50-60 Euro eigentlich gnadenlos überteuert, 15-20 Euro wären angesichts des Materialwerts noch immer ein hoher Preis, der sich aber halbwegs rechtfertigen ließe. Angesichts des Nutzwerts (endlich 100% scharfe Aufnahmen, das Potential des jeweiligen Objektivs wird endlich ausgenutzt) relativiert sich der Preis wiederum; das dachte sich wohl auch der Hersteller.

(-) Die Bedienungsanleitung. Eine gedruckte Anleitung war offensichtlich trotz des exorbitanten Preises nicht drin, man muss sich stattdessen eine Kurzanleitung von der Datacolor-Website herunterladen. Diese erklärt dann bilderreich das Prinzip (sofern einem das nicht vorher schon klar war) und liefert eine Faustformel für die "optimale" Distanz zwischen Lenscal und Kamera, sowie ein paar Tipps, die einem aber ebenfalls schon vorher klar sein sollten (z.B. Lenscal und Kamera auf Stative setzen, Offenblende benutzen, ISO möglichst niedrig, Kontrast und Schärfe auf Maximum setzen). Das war's dann auch schon.

Zu meinen Erfahrungen:

- Die Distanz-Faustformel kann man IMHO den Hasen geben. Wenn ich, wie empfohlen, z.B. mit einem 35 mm-Objektiv einen Abstand von 105-175 cm einhalte, kann ich, ehrlich gesagt, selbst bei Offenblende kaum mehr beurteilen, ob der Fokus "sitzt" oder nicht. Ich bin daher schnell dazu übergegangen, den Abstand drastisch zu verkürzen, in den Bereich der minimalen Fokus-Distanz des jeweiligen Objektivs. Für Brennweiten bis ca. 70 mm war ich dann im Bereich < 100 cm, für längere Brennweiten (auch 300 bzw. 400 mm) im Bereich < 150 cm.

- Da ich bei Kunstlicht ohne Blitz gearbeitet habe, stand die ISO bei mir auf 3200, was aber für die 6D noch immer ein Wert ist, bei dem das Rauschen noch keine große Rolle spielt, das Ergebnis also nicht beeinflusst. Ich habe den Bildstil "Monochrom" benutzt und darin Schärfe und Kontrast auf Maximum gesetzt (wie empfohlen). Trotzdem war eine Fokus-Beurteilung teilweise noch schwierig. Irgendwann kam ich dann noch auf die glorreiche Idee, die Belichtungskorrektur auf -2 EV einzustellen, und das hat's dann richtig gebracht. Nun endlich hoben sich die schwarzen Markierungen auf der Zentimeter-Skala des Lencal deutlich vom weißen Untergrund ab.

- Gerade bei relativ kurzen Abständen sollte man peinlich genau auf eine parallele Ausrichtung von Lenscal und Kamera achten. Nach meinem ersten Durchgang war ich nämlich im Zweifel und habe nach einer Neuausrichtung (freilich rein visuell, ohne weitere Tools) noch einmal einen zweiten Durchgang mit allen Objektiven gemacht, bei denen ich teilweise zu leicht abweichenden Ergebnissen kam.

- Nur das zentrale AF-Feld benutzen, dieses ist im Regelfall das empfindlichste und genaueste (und speziell bei der 6D das einzige mit Kreuzsensor). Wann immer möglich (d.h. gerade bei langen Brennweiten in geringem Abstand), auf das kleine Schachbrettmuster direkt neben der Zentimeter-Skala fokussieren; das minimiert Ungenauigkeiten, wenn die Ausrichtung von Lenscal und Kamera nicht 100%ig parallel sein sollte. Mit kleinen Brennweiten ist das aber im Regelfall nicht sinnvoll, da das AF-Feld dann oft "größer" als das kleine Schachbrettmuster ist und man nicht sicher sein kann, ob die Kamera noch auf das Muster oder schon auf die Skala fokussiert. Dann lieber auf das große Schachbrettmuster fokussieren und geringfügige Ungenauigkeiten durch potentiell nicht ganz parallele Ausrichtung in Kauf nehmen.

- Eine Beurteilung auf dem Kamera-Monitor ist IMHO absolut ausreichend, wenn dieser groß genug ist (3 Zoll sollten es wohl schon sein), fein genug auflöst (runde 1 MPixel sollten es bei 3 Zoll schon sein) und ausreichende Vergrößerung von Bildausschnitten zulässt. Bei der 6D war's jedenfalls kein Problem.

- Äußerst hilfreich ist es, eine Vergleichsaufnahme im Live-View aufzunehmen, sofern die Kamera das zulässt. Da hier im Regelfall (s. Hinweis (2) im nächsten Satz) ein anderes AF-Verfahren (Kontrast-AF, der zwar langsamer, aber systembedingt äußerst präzise ist, s.o.) zum Einsatz kommt, kann die Live-View-Aufnahme prima als Referenz genommen werden. Wichtig: (1) Immer auf das große Schachbrettmuster fokussieren, da das AF-Messfeld im Live-View deutlich größer ist als ein Phasen-AF-Messfeld. (2) Wenn bei der Kamera auch im Live-View der Phasen-AF wählbar ist (bei der 6D ist das der "Quick-AF"), darf dieser natürlich NICHT gewählt sein.

- Ein abschließender "Praxistest" (detailreiche Objekte aus verschiedenen Distanzen anvisieren, bei Zooms auch die Brennweite variieren; Aufnahmen machen und Fokus am Kameramonitor visuell kontrollieren) pro Objektiv bringt Gewissheit, dass die Kalibrierung zumindest nicht "geschadet" hat.

Insgesamt ist die ganze Prozedur recht zeitaufwändig (ich habe ca. 3-4 Stunden damit verbracht), lohnt sich aber, denn die Gewissheit, dass das ganze Kamerasystem optimal fokussiert und damit das Schärfepotential der teilweise doch sehr teuren Optiken optimal genutzt wird, ist den Aufwand wirklich wert. Ich habe jedenfalls gestaunt: Selbst bei Objektiven, die nur eine relativ geringe Korrektur (im Bereich +/-5 auf der Skala von -20 bis +20) benötigten, sieht man den feinen Unterschied, zumindest bei Motiven im Nahbereich mit großer Blende (z.B. Porträts), schon bei Vollbildbetrachtung am Monitor. Dermaßen auf den (gewünschten!) Punkt scharf waren meine Fotos direkt aus der Kamera bisher meist nicht, sondern erst nach mehr oder minder starkem Nachschärfen.

Unterm Strich eine dicke Empfehlung für den Spyder Lenscal, ein Stern Abzug für den meines Erachtens unverschämt hohen Preis sowie die suboptimale Hilfestellung (Bedienungsanleitung) seitens des Herstellers.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Praktische Kalibrierungslösung - mit Einschränkungen, 6. September 2011
Von 
H.P. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Ich besitze zur Zeit eine Nikon D300 und eine D700, sowie eine stattliche Anzahl von Objektiven, darunter viele lichtstarke Varianten. Ich erwähne dies, weil es eine Rolle spielt - dazu mehr später.

Der Datacolor SpyderLensCal kommt in einer simplen Verpackung ohne großartige Bedienungsanleitung daher, die aber auch nicht nötig ist, weil die Funktionsweise simpel ist. Was beim Auspacken sofort ausfällt: Plastik, Plastik, Plastik ...

Der SpyderLensCal ist für Fotografen konzipiert, die ihre Kamera/Objektiv-Systeme aufeinander abstimmen/kalibrieren wollen. Ich denke, dass kein Amateur auf die Idee kommen wird, sich überhaupt nach so einem Teil umzusehen, wenn er in der Praxis bereits festgestellt hätte, dass eine bestimmte Objektiv-/Kamera-Kombination einen Backfokus oder Frontfokus aufweist.

Die an anderer Stelle getroffene Empfehlung, die betroffene Kamera-/Objektiv-Kombination bei Vorliegen der Garantie doch lieber an den Hersteller einzusenden, mag für jene in Frage kommen, die nur eine Kamera besitzen.
In meinem Fall müsste ich mich für eine Kamera entscheiden. Mein 50er/1,4 hat an der D300 einen Backfokus von 11 mm an der D700 sind es immer noch 5 mm.
Und genau hier erweist sich derSpyderLensCal als sehr nützlich, weil man für das jeweilige Objektiv an der Kamera ein Profil erfassen kann.

Logischerweise ist das Vorhandensein einer derartigen AF-Feinkalibrierung bei der jeweiligen Kamera eine Grundvoraussetzung. Anderenfalls kann man sich den SpyderLensCal logischerweise ersparen.

Bei Zooms, die von Weitwinkel bis Tele reichen, wird sich ein Back- oder Frontfokus-Problem erst ab dem Telebereich sichtbar einstellen. Bei Weitwinkelobjektiven spielt dies aufgrund der großen Schärfentiefe keine Rolle.

Sichtbar und störend wird's bei lichtstarken Normal- und Teleobjektiven bei Offenblende und im Naheinstellungsbereich. Und genau hier setzt die Kalibrierung an und funktioniert mit dem Datacolor SpyderLensCal auch zuverlässig.

Bei meinem AF-S 24-70/2,8 ED habe ich einen leichten Backfokus. Diesen habe ich bei Brennweite 70 mm / Blende 2,8 und maximaler Naheinstellungsgrenze korregiert. Warum nicht bei 50 mm oder bei größerer Aufnahmeentfernung?

Ganz einfach - ich habe festgestellt, dass wann immer ich mit dem 24-70er fotografiere und in einer Aufnahmesituation rasch in den Telebereich wechsle, ich ohnehin immer voll auf die 70 mm gehe, die dann oft noch zu "kurz" sind. Von daher habe ich den 70er-Bereich korregiert. Bei maximaler Naheinstellung deswegen, weil nur dort eine Fokusdifferenz und auch nur wenn mit Offenblende fotografiert wird, sichtbar wird. Bei einer Aufnahmedistanz von zwei, drei Metern spielt eine Fokusdifferenz keine Rolle mehr (es sei denn diese würde mehrere cm betragen, dann läge jedoch ein gravierendes technisches Problem vor und man sollte Kamera/Objektiv ohnehin zum Service schicken).

Wie arbeitet man jetzt eigentlich mit diesem Teil? Voraussetzung dafür ist eine sorgfältige und exakte Ausrichtung der Kamera/Objektiv-Kombination und des SpyderLensCal.
Mindestens ein Stativ ist dafür eine absolute Notwendigkeit. Mit zwei Stativen fällt das Ganze noch leichter, oder man stellt den SpyderLensCal auf zB einen Tisch oder in ein Regal.

Gute Lichtverhältnisse sind maßgebend, um eine zuverlässige Beurteilung der Testaufnahmen zu ermöglichen.

Anhand der Miniwasserwaage, die im Boden des SpyderLensCal integriert ist, kann man diesen ausrichten. Das ist auch wichtig, denn sonst kann man die korrekte Ausrichtung der Kamera nicht überprüfen.

Das Ausrichten der Kamera/Objektiv-Kombination kann man sich mit einer kleinen, im Blitzschuh aufsteckbaren Wasserwaage, die ein paar Euro kostet, erleichtern, wenn man zB eine solche nicht im Stativkopf integriert hat. Wichtig ist, dass Kamera/Objektiv und SpyderLensCal planparallel zueinander ausgerichtet sind. Dies kann man anhand von Testaufnahmen leicht überprüfen - die Ränder der "großen" Quadrate müssen durchgehend in der Schärfenebene liegen. Sollte der Front-/Backfokus so gravierend sein, dass man dies nicht beurteilen kann (dann müsste die Abweichung bei einem sehr lichtstarken Objektiv aber weit über 1 cm liegen), so korregiert man den AF mit einem Schätzwert, ehe man dann die Feineinstellung vornehmen kann.

Sind Kamera/Objektiv und SpyderLensCal ausgerichtet, stellt man per Vorselektion des entsprechenden AF-Messfeldes auf das kleine Quadrat in der Mitte rechts scharf. Aufnahme - Kontrolle am Kameradisplay mit entsprechender Ausschnittvergrößerung, Korrektur einstellen, fertig.

Ich empfehle jedoch die Aufnahmen direkt am Monitor zu betrachten. Man kann wesentlich besser beurteilen, wo die Schärfe denn nun tatsächlich liegt. Bei sehr lichtstarken Objekviten, die bei Offenblende eher "flaue" Bilder liefern, so wie etwa mein 50er/1,4, erleichtert die Erhöhung von Kontrast und Nachschärfen die genaue Bestimmung der Schärfeebene.

Was man bei der Feinjustage allerdings unbedingt mitbringen sollte: Zeit und Geduld.

Wenn es bei den Aufnahmen schnell gehen muss, nützt mir das erstellte Profil recht wenig, da die Zeit fehlt, selbiges zu aktivieren. Bei geplanten Shootings sind die Profile sehr hilfreich. Bei meinem AF Mikro 60/2,8 liegt die Schärfe nun endlich genau an dem Punkt, wo ich sie zuvor im Sucher gesehen habe.

Mein Resümee: der SpyderLensCal ist ein praktisches, platzsparend aufzubewahrendes Plastikteil zu einem stolzen Preis, mit dem man etwaige Front- oder Backfokus-Probleme zuverlässig ermitteln und beheben kann.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fokus, 19. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Transportiert wird das Gerät als an Scharnieren zussammengeklapptes flaches Brett:
Dicke an der 3/3" Mutter: 10mm, Verpackung (viel klares Plastik) 39mm.
Es erinnert so ein wenig an ein sechzehntel Schachbrett... (:-))
Es macht einen hinreichend robusten Eindruck.

Wenn man einmal das Lineal aus seiner Schiene bekommen hat, (Rastet bei der "0"
mit einer Art länglichen Druckknopf ein) gestaltet sich der "Zusammenbau" sehr einfach.
Schachbrettteil hochklappen und Lineal einrasten.
Ein Stativ ist zu empfehlen. Auch für die Kamera, natürlich.

Die Bedieunungs-Anleitung ist knapp, aber ausreichend.
Unverständlich ist mir, wieso diese Gerät nur bei Profikameras benutzt werden können solle, weil nur diese eine Nachjustage Möglichkeit haben (EOS E50 z.B. nicht aber EOS 60 (keine "Pro"). Das es ein Backfocu-Problem gibt kann man natürlich bei allen Kameras feststellen, nur dann muss ggf. der Hersteller (Garantie/Gewährleistung) dieses beheben.
Ich vermisse den Hinweis, das zum Auslösen möglichst der Fern- oder Selbstauslöser zu verwenden ist und die Spiegelvorauslösung aktiviert werden sollte.

Alternative:
Wer etwas Basteln mag/kann, kann sich eine Bauanleitung für ein Papier-Gerät
bei "Traumflieger" herunterladen. Ist natürlich nicht so präzise reproduzierbar.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt, 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Der spider Lenscal ist eine grosse Hilfe bei Back - oder Front Focus Problemen kann ich jedem Fotografen der das Fotografieren ernst nimmt empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Funktioniert, 11. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Habe meine Objektive durch getestet. Ging leicht und prima. Habe bei einem Objektiv leichte Abweichungen festgestellt und konnte das an meiner Kamera korrigieren. Jetzt passt alles.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein muss für jeden Hobby Knipser., 26. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Verarbeitung ist absolut in Ordnung. Ein sogar etwas hochwertig wirkender Kunststoff.
So gut wie jede Optik muss Auto Fokus Microeingestellt werden. Ich habe mit meiner A77 zwei Objektive einstellen müssen.
Sony 70200/2,8G +10
Zeiss 1680Z nur +3
Die Kamera merkt sich sogar bei Objektivwechsel die Verschiedenen Werte.
Jetzt sitzt der Fokus endlich richtig.
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5.0 von 5 Sternen Der große AHA-Effekt..., 18. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Der 'sehr' gute Preis schreckt doch etwas, diesen Schritt zu tun. Die Überraschung wartet an dem Punkt, wo der erste Focus eingestellt wurde. Blasse Ernüchterung über den grünen Leuchtpunkt in der Kamers, wenn ausgelöst wird, der Focus lag doch daneben!. Mit Geduld, Zeit und mehreren Versuchsreihen, den Auswertungen am Monitor, wächst die Erkenntnis der Dinge. Guter Glaube an meine Kamera, meinem Objektiven gehört in die Kirchbank. Heute weis ich um Blende, Korrektur, Belichtung. Dieses Hilfmittel zeigt den optimalen Punkt zwischen Kamera und Objektiv, zwischen Belichtung, Blende, Tiefenschärfe sowie deren Tiefe.
Fazit: das kommende fotografische Arbeiten wird weniger Daumen-Zeigefinger, sondern Wissen, was ich mit meiner Kamera und dem Obejektiv erreichen kann. Die Ergebnisse der Bilder zeigen es bereits!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen funktioniert, aber zu klein und zu teuer, 18. Juli 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
das gerät funktioniert ordentlich, aber man kommt sich ein wenig abgezogen vor.
-die bedienungsanleitung ist ein scherz
-das gerät selbst könnte wahrlich mit wenig kosten größer gestaltet werden, es bleibt eh zuhause stehen. warum größer? damit man sich selbst den entfernungsbereich aussuchen kann, bei dem man kalibrieren möchte.
-60 euro ist am ende sehr viel geld für so wenig material und BDA. 40 euro wären angemessen.
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5.0 von 5 Sternen Funktioniert einwandfrei zum Erkennen von Backfocussing, 31. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SpyderLensCal (Elektronik)
Zum eigenen Kalibrieren der SLR-Linsen ist das Gerät sehr gut geeignet. Der Setup-Aufwand ist extrem gering, die Qualität der Ergebnisse ist aber natürlich am genauen Setup abhängig, sprich der exakt parallelen Aufstellung von Kamera und dem SpyderLensCal. Danach ist das Prinzip aber kinderleicht. Wichtig: Die Schraube paßt nicht auf die dicken 3,8" Stativ-Schrauben (wo normalerweise der Kugelkopf draufkommt), sondern es ist eine dünne Gewindeschraube 1,4". Ggf. benötigt man hier also einen Adapter.
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SpyderLensCal
SpyderLensCal von Datacolor (Mac OS X, Windows 7 / Vista / XP)
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