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Kundenrezensionen

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am 13. August 2012
Bereits die erste Einstellung des Films „Mother“ verdeutlicht, was den Zuschauer erwartet. Die totale Selbstaufgabe einer Schauspielerin, die sich ihrer Rolle meisterlich hingibt und in dieser aufgeht sowie lange, elegische Aufnahmen und entsprechend langsamer Szenenablauf. Viele werden „Mother“ dadurch als langweilig empfinden – einen Actionfilm bzw. rasanten Storyverlauf darf man hier auf keinen Fall erwarten. Wer allerdings einerseits bereits Erfahrungen mit koreanischen Genreproduktionen gesammelt hat bzw. den eigenen Stil des Films für sich entdecken kann muss sich auf ein Filmerlebnis einer besonderen Güteklasse gefasst machen.

Neben der Mother an sich bietet auch der Rest des Ensembles eine phantastische Leistung. Die Schauspieler bringen sich intensiv in die Geschichte des Films ein und verleihen ihren Charakteren wandlungsfähige, realitätsnahe Persönlichkeiten und entwickeln sich während dem Verlauf des Films sukzessive weiter. Im Prinzip erzählt „Mother“ eine recht einfache Kriminalhandlung um einen Mord und eine Mutter, die um die Freiheit ihres verhafteten Sohnes kämpft. Was „Mother“ allerdings von nahezu allen anderen Genreproduktionen abhebt ist die schier unheimliche Intensität, mit der die meisterlichen Schauspieler hier ihrer Profession nachgehen. Jede Szene, jeder Moment, jeder Blick verstärken die Intensität des Films und wer sich darauf einlassen konnte wird bis zum Finale des Films gefesselt und nicht mehr losgelassen.

Spannung kann der Film allerdings nicht aufbauen. Wenngleich wie bereits erwähnt einige (leider) nur von einem langweiligen Film sprechen werden punktet der Film auch bei anderen nicht durch Hochspannung. Die Geschichte wird langsam erzählt und lässt eine innige Beziehung zu den Charakteren und der Handlung aufbauen. Der Zuschauer erlebt eine atmosphärische, oftmals intensive Erzählung. Der weitere Handlungsverlauf bleibt aber dennoch weitestgehend vorhersehbar und wird nur selten überraschen können.

Hervorragend gespielter, intensiv inszenierter Thriller mit vielen effektiven Szenen, aber trotzdem eher konventioneller und nur bedingt spannender Handlung.
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am 8. Februar 2012
Mother ist ein südkoreanischer Film, der durch eine spannende Dramaturgie, schöne Bilder und eine nachdenklich machende Message überzeugen kann. Insgesamt ein Streifen, der zum Weiterdenken anregt und Diskussionen provoziert, insofern man bereit ist, sich weitergehend mit dem Gesehenen auseinanderzusetzen.

Im Zentrum der Erzählung steht das Verhalten einer Mutter, deren geistig zurückgebliebener jedoch erwachsener Sohn aus ihrer Perspektive zu Unrecht wegen Mordes an einem jungen Schulmädchen angeklagt wird. Aufgrund der Untätigkeit der Polizei in diesem Fall, für die der Tathergang schnell festzustehen scheint, wird die Mutter in eigener Sache aktiv, um ihren Sohn, den sie definitiv unschuldig glaubt, zu entlasten und zu befreien.

Was dann kommt, mutet anthropologisch tiefsinnig und verstörend an.
Wie weit würde eine Mutter gehen, um ihren Nachwuchs zu beschützen? Ohne genaueres zu verraten: sehr weit. Nicht nur das Brechen gesellschaftlicher Konventionen oder gemeinsamer Gesetze, sondern auch Gewaltanwendung und Mord prägen einer Mutterschaft, deren Schutzinstinkt geweckt wurde eine Ambivalenz ein, die kaum mit gesellschaftlichen Normen und Werten vermittelbar scheint. Der Film zeigt die potentielle Macht einer solchen familiären Bindung, die in ihrer inhärenten Gewaltsamkeit gegenüber Dritten kaum zu überbieten ist, wenn der Beschützerinstinkt mobilisiert wird. Dekonstruiert wird das Ideal einer nur rein schützenden und behütenden Mutterschaft, die, je nachdem auf welche Feinde sie trifft, mit durchaus bedrohlichen Seiten aufwarten kann.

Ansehen!
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Wie stark ist die Liebe einer Mutter?

Diese Frage ist der zentrale Kernpunkt dieser Geschichte, in deren Focus ganz eindeutig die Figur der Mutter (Hye-ja Kim) steht, deren Präsenz schier allgegenwärtig ist. Insbesondere dem grandiosen Schauspiel von Hye-ja Kim ist es zu verdanken, das der Film sich ziemlich stark von der breiten Maße abhebt und dem Zuschauer ein sehr aussergewöhnliches und intensives Filmerlebnis beschert. Zumeist sind es gerade die Filme der leisen Töne und einer nahezu genialen Schlichtheit, die beim Betrachter die größte Wirkung hinterlassen und das Werk von Regisseur Joon-ho Bong (The Host) ist ganz eindeutig in diese Kategorie einzuordnen. Es sind keine spektakulären Action-Passagen oder eine extrem temporeiche Erzählweise, die diesen Film auszeichnen, sondern vielmehr die schlichte dafür aber umso aussagekräftigen Bilder, die dem Geschehen eine ungeheure Faszination verleihen, der man sich als Zuschauer auf keinen Fall entziehen kann. In Kombination mit dem herausragenden Schauspiel der Hauptfigur ergibt sich so ein Gesamtpaket, das trotz seiner laufzeit von gut 2 Stunden jederzeit interessant und spannend erscheint und keinerlei Platz für langatmige Sequenzen bitet.

Joon-ho Bong ist es hier wirklich erstklassig gelungen, die oben gestellte Kernfrage in den Focus der Ereignisse zu stellen, vermittelt die Geschichte doch einen ungeheuer authentischen Eindruck von der jeweiligen Gefühlslage einer verzweifelten Mutter, die einfach nicht glauben kann, das ihr geistig etwas zurückgeblebener Sohn ein Mörder sein soll. So entsteht beispielsweise zu keiner Zeit der Eindruck, das ihre Handlungen und eigenen Nachforschungen übertieben oder gar unrealistisch wären, vielmehr kann man sich sehr gut in die Frau hineinversetzen die einfach wirklich nichts unversucht lässt, um die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen. Wohl jede liebende Mutter würde ähnlich handeln und sich schützend vor ihr Kind stellen, auch wenn sie dabei eventuell einige Grenzen überschreiten muss. Durch die brillante Darstellung von Hye-ja Kim erlangt das Ganze ein äusserst hohes Maß an Authenzität, denn das ganze Geschehen wirkt in höchstem Maße glaubhaft. Durch ihre hervorstechende Mimik kann man jede einzelne Gefühlsregung in ihrem Gesicht perfekt nachvollziehen, ganz egal, ob es sich um Bestürzung, Hoffnung oder zum Ende hin um schreckliche Gewissheit handelt. Ein solch überzeugendes und ausdrucksstarkes Schauspiel wie hier bekommt man leider viel zu selten zu sehen, so das "Mother" allein schon aufgrund dieser Tatsache ein ganz aussergewöhnliches Filmerlebnis darstellt.

Doch nicht nur die darstellerischen Leistungen sind hier besonders hervorzuheben, denn auch ansonsten weiss der Film jederzeit zu gefallen, verfügt er doch trotz des eher ruhigen Erzähltempos über einen dramaturgisch mehr als gelungenen Spannungsbogen, der zudem keinerlei Einbrüche zu verzeichnen hat. Teilweise entfaltet sich mit der Zeit sogar eine äusserst beklemmende Grundstimmung, die ihre Wirkung auf den Betrachter keineswegs verfehlt und ihn förmlich in das realistische Geschehen involviert. So ertappt man sich ziemlich oft dabei, wie man eine sehr starke Identifikation mit der hauptfigur aufbaut und sich nicht selten selbst in der Rolle des beschützenden Elternteils wiederfindet. Fast schon selbstverständlich stellt man sich dabei auch selbst die Frage, wie weit man gehen würde, um sein einziges Kind zu beschützen und ob man dazu bereit wäre, gewisse Grenzen zu überschreiten, ohne dabei an irgendwelche Folgen zu denken. Ist man in einer wie hier dargestellten Situation überhaupt dazu in der Lage, rational und logisch zu denken, oder würde man ganz instinktiv aus dem Bauch heraus handeln? Es ist vollkommen unmöglich, sich diese Fragen nicht zu stellen, erreicht die Geschichte doch im letzten Filmdrittel doch einen Punkt, an dem man sich auch als Zuschauer entscheiden muss, ob man gesetzestreu handelt oder aber den Schutzinstinkt für das eigene Kind über alles andere stellt und dabei nicht an eventuelle Folgen denkt, die daraus entstehen könnten.

Letztendlich hat Joon-ho Bong mit "Mother" ein wirklich bewegendes und eindrucksvolles Drama geschaffen, das einen von der ersten Minute an packt und in seinen bann zieht. Durch schlichte, aber extrem intensive Bilder wird dabei ein äusserst authentischer Eindruck erschaffen, so das man sich ohne Probleme sehr gut mit den dargestellten Ereignissen identifizieren kann. Und auch wenn hier ein mehr als nur gelungenes Gesamtpaket vorliegt, muss man die schauspielerische Leistung von Hye-ja Kim noch einmal gesondert erwähnen, da es sich hierbei um den absoluten Höhepunkt eines fantastischen Filmes handelt. Würde man es nicht besser wissen käme man nie auf den Gedanken, das es sich lediglich um "Schauspiel" handelt, vielmehr hat man den ganzen Film über den Eindruck, das diese Frau die Geschehnisse wirklich erlebt. So drückt sie diesem Drama auch ganz unweigerlich ihren ganz persönlichen Stempel auf, der es so stark von anderen Genrevertretern abhebt und unterscheidet.

Fazit:

Schlichte Bilder, eine grandiose Hauptdarstellerin und jede Menge Intensität sind die absoluten Markenzeichen eines erstklassigen Dramas, das den Zuschauer hauptsächlich durch seine authentische Wirkung in seinen Bann zieht. Ein perfektes Psycho-Drama, das den verzweifelten Kampf einer Mutter aufzeigt, die wirklich alles tun würde, um ihr einziges Kind zu beschützen. Dabei wurde gänzlich auf spektakuläre Passagen verzichtet, die dem Werk im Endeffekt auch mehr geschadet hätten und insbesondere den hohen Realitätsgehalt deutlich getrübt hätten. So aber wurde alles richtig gemacht und das Endergebnis ist ein intensives Filmvergnügen, das auch den höchsten Ansprüchen genügen dürfte.
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am 28. Dezember 2010
Sie, Yun Hye-ja (Kim Hye-ja), ist die fürsorgliche Mutter des geistig zurückgebliebenen Sohnes Yun Do-jun (Won Bin). In einer Nacht, die Yun durchzecht hat, wird die Schülerin Moon Ah-jung (Mun-hee Na) ermordet. Am nächsten Tag findet man sie auf dem Dach eines zerfallenen Hauses. Die Polizei legt sich schnell auf Yun als Täter fest. Doch seine Mutter zweifelt an den Polizeierkenntnissen und ermittelt deshalb auf eigene Faust. Dabei sind ihr alle Mittel, bis hin zu körperlichen Gewalt, recht. Bald findet sie die dunklen Seiten des Opfers Moon Ah-jung heraus. Die gelegentlichen Geistesblitze ihres Sohnes, in denen er sie mit unliebsamen alten Geschichten konfrontiert, irritieren Yun. Sie wollte doch immer nur das Beste für ihr Fleisch und Blut. Doch ist ihr Sohn wirklich unschuldig oder macht sie ihr Mutterinstinkt betriebsblind?
Ein spannender Film mit eindrucksvollen Bildern. Die Hauptdarstellerin Kim Hye-ja verkörpert die Mutter überzeugend, wobei ich Won Bin nur ausbaufähiges Potential unterstelle. Ich glaube einen geistig Zurückgebliebenen kann man besser schauspielern. Vielleicht täusche ich mich da auch und in Originalsprache ist das alles überzeugender. Da seine Rolle nicht so tragend ist, würde ich den Film unter absolut sehenswerter kategorisieren. Volle Sterne wären aber des Guten zu viel.
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am 5. Oktober 2014
Story (4)
Ich mag koreanische Filme sehr und bin auch von diesem Werk sehr angetan. Obwohl ich nicht der klassische Thriller-Fan bin, hat mich die Geschichte von der ersten Minute an gepackt und kaum wieder losgelassen. Die Intensität der Bilder und die eindrückliche Spielweise, die immer einen leichten Drall ins absurde aufweist, hat mir ausgezeichnet gefallen.
Auch die Tatsache, das sich zum Schluss nicht alles in Wohlgefallen auflöst, sondern gewissermassen die schlimmst mögliche Wendung nimmt, hebt das Werk wohltuend von seinen Verwandten aus Hollywood ab.

Bild (4)
Das Bildseitenformat liegt in 2.35:1 ( 21:9 CinemaScope ) vor.
Wir haben es hier mit einer ausgezeichneten HD-Umsetzung zu tun, die sehr sauber und mit angenehmer Farbgebung daher kommt. Auch der Schwarzwert ist im sehr guten Bereich. Bildrauschen gibt es so gut wie gar nicht.
Einzig die Tiefenwirkung ist zuweilen etwas eingeschränkt so wie die Detailschärfe vor allem bei Totalen nur leicht über dem Durchschnitt liegt.
Grundsätzlich aber wie gesagt eine sehr gute Blu-ray-Umsetzung.

Ton (4)
Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 5.1 vor.
Die Tonumsetzung ist sehr druckvoll und die Balance ausgewogen. Auch die Dynamik weiss zu überzeugen.
Bei der Surround-Umsetzung muss man kleine Einschränkungen hinnehmen. Das wird gerade bei der Anfangssequenz zum Beispiel sehr deutlich wo das Rauschen des Windes praktisch nur aus den Frontlautsprechern zu hören ist. Überhaupt werden Umgebungsgeräusche nur sehr selten auf die Surround-Lautsprecher gelegt.
Von diesem kleinen Mangel aber mal abgesehen ist auch die Tonumsetzung Blu-ray-Würdig und mag im Ganzen gesehen zu überzeugen.

Extras (3)
Interessieren mich nicht. Es gibt ein Wende-Cover.
Die Freigabe ab FSK 12 finde ich etwas heikel, da es, von der psychischen Brutalität mal abgesehen, auch einige deftige Gewaltszenen zu sehen gibt...

Fazit: Wer koreanische Filme mag und etwas für gut gemachte Thriller übrig hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Kein einfacher aber sehr sehenswerter Streifen.
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TOP 500 REZENSENTam 22. Februar 2013
PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: sehr gut und detailliert, plastisch, ohne wirkliche Schwächen
- TON: solider Ton, gute Transparenz, nicht exorbitante Räumlichkeit, Blu-ray: DTS-HD MA 5.1, DVD: DD 5.1 + DD 2.0 in Deutsch, oder koreanisch mit dt. UT
- EXTRAS: teilweise in HD: Making of, behind the scenes, Trailer, Interview, andere Trailer
- SONSTIGES: FSK 12 uncut, Wendecover ohne FSK Logo (ggfs. nur Teil der Erstauflage)

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Echte breit aufgestellte Filmfreaks wissen um die vielen Perlen die man in Südkorea finden kann. Sie alleine grob aufzuzählen bzw. zu kategorisieren würde den Rahmen hier sprengen. Auch der 43-jährige Regisseur Bong Joon-ho ist für den guten MEMORIES OF MURDER und den 2006er Monster-Überraschungserfolg THE HOST verantwortlich. Mit MOTHER hat er sich nun dem klassischen Thriller verschrieben und liefert mit der Story um eine Mutter die ihren zu Unrecht verurteilten leicht behinderten Sohn frei bekommen möchte, erneut einen sehr dichten, atmosphärischen und von den Bildern her fesselnden Beitrag ab. Für Asia-Movie Fans kann ich also jetzt schon mal eine große Empfehlung aussprechen.

MOTHER vermeidet nicht ganz das typische fernöstliche Overacting, aber es hält sich doch sehr in Grenzen. Weithin überstrahlt wird dies von den starken Bildern und auch die Liebe zum Detail. Wenn sich die Finger eines Schlafenden langsam in auslaufende Flüssigkeit tauchen ist dies mit großer Kreativität gepaart. Überhaupt findet sich auch in MOTHER - obwohl fernab von dem entsprechenden Genre – auch hier und da der typisch voyeuristische Blick auf die Bluse oder unter den Rock eines Mädchen auch wenn dies zunächst einmal recht selbstzweckhaft daherkommt. Der Film wird stets getragen von atmosphärischen Bildern der beeindruckenden Landschaft und Dialogen die diese Bezeichnung tatsächlich verdienen.

MOTHER besitzt ein außerordentliches Gefühl für das Detail und den Augenblick und fängt Gesichter aller Art nicht nebenbei, sondern ganz bewusst oft in Großaufnahme ein. An physischer Gewalt wird nicht gespaart, wobei der Schwerpunkt klar auf der psychischen Verstörung liegt. Trotz der langsam aufgebauten Geschichte und der für den ein oder anderen sicherlich einigermaßen zähen Erzählweise lohnen sich die über 2 Stunden in jeder Hinsicht da die erzählte Geschichte stark und glaubwürdig ist. Somit kann man auf weitere Filme des Regisseurs Bong Joon-ho gespannt sein. MOTHER war von 2009, jetzt haben wir 2013, also ist er schon längst fällig.

4,5/5 Golfschlägern....äh,....Sternen
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am 13. November 2010
Ich habe den Film im koreanischen Original mit englischen Untertiteln gesehen und war vorallem beeindruckt von dem schauspielerischen Können der Hauptdarstellerin "Kim Hye-ja" die ich bis dato noch nicht gekannt habe!
So kommt es dann auch dass der ganze Film von dem Können der Hauptdarstellerin lebt.. Die scheinbar ihre ganze Seele offenbahrt ohne jedoch auch nur 1x in eine lächerliche Dramatik zu verfallen...
Mir ging es so dass ich währenddem Film oft total vergass dass es sich hierbei um einen Film handelt.. also um eine erfundene Story..
Dies ist sicherlich auch dem Regisseur "Bong Joon-Ho" zu verdanken der auf einfache Aufnahmen setzt die jedoch so simpel sind dass sie einen in ihren Bann ziehen!

Ich vergebe nicht alle 5 Sterne weil mir der Schluss etwas zu "plump" ist und mir bei diesem Film irgendetwas fehlt... Trotzdem empfehle ich diesen Film allen Menschen die gerne einen Einblick in eine etwas andere Welt haben möchten wo man als Mutter/Vater/Familienangehöriger ALLES dafür tut, die Unschuld seines Nächsten zu beweisen! Schon alleine diese Tatsache zeigt viel Herz!
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am 30. April 2015
Der 28-jährige Do-joon lebt ein ruhiges und beschauliches Leben zusammen mit seiner Mutter. Eines Tages wird ein Mädchen ermordet und Do-joon aufgrund fadenscheiniger Beweise mit der Tat in Verbindung gebracht. Verzweifelt kämpft seine Mutter darum, seine Unschuld zu beweisen. Sie beginnt selbst, an dem Fall zu ermitteln und stößt dabei auf ein Geheimnis, das sie besser nicht erfahren hätte …

*

“Mother” wird von der Frankfurter Rundschau als “Psychothriller zwischen Hitchcock und Lynch” angepriesen. Ganz so sehe ich das nicht, denn dafür ist Joon-hos Regiestil zu eigenwillig und selbständig. Aber die Entwicklung der Geschichte, die sich von einem ruhigen Familiendrama in einen spannenden Psychothriller verwandelt, zeigt schon gewisse Ansätze, die an die beiden obigen Regisseure erinnern.

Kim Hye-ja spielt ihre Rolle als kämpfende Mutter hervorragend und hat aus meiner Sicht berechtigt einige Preise für ihre Darstellung eingeheimst. Aber auch die anderen Schauspieler agieren sehr professionell und überzeugend.

In teils wunderschönen Bildern erzählt Joon-ho eine geradlinige Story, die sich im Laufe des Films immer mehr von einem “einfachen” Justizfilm in ein blutiges Rachedrama entwickelt, das es wahrlich in sich hat. Gerade gegen Ende werden verstörende Bilder gezeigt, die meines Erachtens eine FSK-Freigabe von 16 Jahren erfordert hätten. Zwölfjährige werden das Ausmaß dieses Dramas mit Sicherheit nicht verstehen. Aber so sind die FSK-Leute nun mal: nicht zu verstehen! Der bildgewaltige Film verbindet auf faszinierende Weise verschiedene Genre-Arten zu einem einzigartigen, im Gedächtnis haftenbleibenden Erlebnis. Sowohl darstellerisch, als auch inszenatorisch beeindruckt “Mother” noch zusätzlich mit verträumt wirkenden Bildkompositionen, die stimmungsvoll aber auch finster wirken.

Geradezu meisterhaft und unterschwellig vermittelt der Regisseur den Weg einer Frau, deren verzweifelter und konsequenter Mutterinstinkt, ihren Sohn zu beschützen, in eine radikale, mörderische Obsession umschlägt, die schockiert.
Das Ende hat mich stark an den unglaublich ausdrucksstarken Film “The Living And The Dead” von Simon Rumley erinnert.
“Mother” ist auf jeden Fall ein absolut sehenswertes Psychodrama.

*

Fazit: Gekonnter Genremix aus Familiendrama, Psychothriller und Selbstjustiz-Krimi. In schönen Bildern wird eine Geschichte erzählt, die einem nahegeht.

© 2015 Wolfgang Brunner
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TOP 1000 REZENSENTam 20. Juni 2011
Wie in Trance bewegt sich eine ältere Frau über ein Feld. Ihre Haare wehen etwas unordentlich im Wind. Die Frau wirkt etwas wirr und entrückt, aber ihr Gesichtsausdruck scheint seltsam glücklich. Sie summt vor sich hin, scheint sich beinahe tanzend zu bewegen, ein Mensch im Einklang mit der Umwelt ?
Eher nicht, denn die ältere Frau lebt eher isoliert von ihrer Aussenwelt.
Yun Hye-Ja (Kim Hye-Ja) heisst sie und ist alleinerziehende Mutter, die zusammen mit ihrem etwas debilen Sohn Do-Jun (Won Bi) lebt, Getreide verkauft und zudem die Leute ihrer Ortschaft mit Akupunktur behandelt, ohne dafür eine Lizenz zu haben. Der Sohn ist bereits 29, recht hübsch, aber durch seine leichte Behinderung ein Aussenseiter, der auch wegen seiner leichten Behinderung keine Freundin hat.
Lediglich mit dem geldversessenen Möchtegerngangster und Frauenheld Jin-tae (Jin Ku) hat er Kontakt und dieser zieht mit Do-Jun manchmal um die Häuser, die Kumpelhafte Beziehung wird aber von der fürsorglichen Mama mit Argusaugen betrachtet.
Yun Hye-Ja meint aber, dass der Kumpel vom Sohn ein schlechter Umgang für ihn ist.
Tatsächlich gibts immer mal wieder Ärger. Als Do-Jun von einem zu schnell fahrenden Auto fast erfasst wird, gehen die beiden jungen Männer dem Fahrerflüchtigen nach und erkennen den Wagen auf einem Golfplatz. Dort wird schnell mal der Spiegel des teuren Wagens demoliert und Mama muss Sohnemann bei der Polizei abholen.
Doch es kommt noch dicker. Tage später wird Do-Jun verhaftet. Er soll ein junges Schulmädchen ermordet haben.
Tatsächlich kann sich Do-Jun erinnern, dass er im betrunkenen Zustand diesem Mädchen nachlief, versucht sie in diesem kleinen Gässchen anzumachen, das Mädchen reagiert aber abweisend und Do-Jun rennt davon. Am nächsten Tag ist aber dieses Schulmädchen tot, ein Golfball neben dem Opfer wird gefunden und so wird der behinderte junge Mann zum Hauptverdächtigen. Die Polizei hat auch schnell ein Geständnis durch subtile Drohung des "Dorfdeppen".
Problematisch ist tatsächlich das Erinnerungsvermögen von Do-Jun, der sich nur unter großer Anstrengungen erinnern kann und durch seine Behinderung generell massive Gedächtnislücken hat.
Die Mutter weiss natürlich, dass ihr Sohn keiner Fliege was zuleide tut und gibt sich nicht mit der abgeschlossenen Ermittlung der Polizei zufrieden. Sie macht sich auf in Eigenregie zu ermitteln...
Bong Joon-Ho ist einer der interessantesten Filmemacher Südkoreas. Auf sein Konto geht das verstörende Meisterwerk "Memories of a Murder", wo es um die Jagd nach einem Serienkiller geht und in dem der Regisseur auch die sehr fragwürdigen und gewalttätigen Ermittlung-Methoden der Polizei offenlegt. In "Mother" setzt sich diese Thematik wieder fort.
Nebenbei schafft er es die Charakterstudie einer besorgten Frau zu zeigen, die einerseits sozial isoliert erscheint und andererseits noch zusätzlich am Rande der Selbstzerstörung agiert.
Für Spannung sorgt ein guter Suspenceanteil, der sogar einen Hitchcockfilm zitiert, den ich jetzt nicht nennen will, da ansonsten die Auflösung vielleicht verraten werden könnte.
Auch ansonsten klingt öfters die abgründige Phantasie vom Master of Suspence an.
Der Film ist durchgehend glaubwürdig, unterhaltsam und spannend komponiert. Darüberhinaus hat Bong Joon-Ho einen großartigen Sinn fürs Visuelle, dies ermöglicht natürlich die Entfaltung einer enormen Wirkung. großen Anteil daran hat die Kamera-Arbeit von Hong Kyung-pyo.
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am 30. Mai 2011
Der Regisseur Joon-ho Bong kann als einer der momentan erfolgreichsten und spannendsten Filmemacher Südkoreas gelten. Sein gesellschaftskritischer Seemonster-Blockbuster "The Host" von 2006 wurde in seinem Heimatland ein Kassenschlager und schaffte es sogar in Deutschland in Cineplex-Kinos und in die Kritikerherzen. Mit "Mother" (2009) gelingt ihm wieder ein eindringliches Werk, das als dramaturgisch und visuell perfektes Genrekino überzeugt und zugleich noch etwas mehr bietet als das.
Der Psychothriller beginnt gemächlich, zieht aber schnell durch die geschickte Inszenierung von Suspense und sein Spiel mit dem Wissen und den Emotionen des Zuschauers in seinen Bann, und selbst den einen oder anderen witzigen Moment gibt es. Dabei klingen zugleich gesellschaftskritische Töne an, nicht nur gegenüber einem fragwürdigen Justizapparat und einem Sozialsystem, in dem es selbstverständlich scheint, dass ein junges Mädchen sich prostituiert, um sich selbst und ihre einzige Bezugsperson, ihre pflegebedürftige und alkoholkranke Großmutter, durchzubringen. Auch die fatale Mutter-Sohn-Beziehung, die in ihrer zweifelhaften Unbedingtheit ebenso zu weit zu gehen scheint wie die in Hitchcocks "Psycho", lässt Fragen danach aufkommen, inwieweit gesellschaftliche Gegebenheiten ihren Teil dazu beitragen.

"Mother" ist vieles zugleich, Thriller, Familiendrama, Gesellschaftsporträt. Die besondere Kunst seiner Macher liegt wohl darin, dass all diese Elemente ihn nicht zerfallen lassen, sondern im Gegenteil elegant ineinander greifen und ein stimmiges und interessantes Ganzes daraus machen, das sich von anderen Genrefilmen abhebt. Der Film wird jedem, der ihn gesehen hat, noch ein wenig länger im Gedächtnis bleibt, insbesondere durch die charismatische, zugleich berührende und befremdende Präsenz der überragenden Hauptdarstellerin Hye-ja Kim. (Übrigens wird die Wirkung für Kenner des südkoreanischen Film- und Fernsehgeschehens besonders ambivalent sein, ist die Schauspielern doch unter anderem durch eine koreanische Fernsehserie auf die Rolle der Vorzeige-Mutter abonniert.) Alleine wegen der atmosphärischen Schlussbilder lohnt es sich diesen Film zu sehen. Und erwähnt werden sollte auch die wunderbar melancholische und rhythmische Titelmelodie des Filmkomponisten Byung-woo Lee.

Die bei Ascot Elite Entertainment erschienene DVD bringt den Film in guter Heimkinoqualität ins Haus und bringt außerdem einige Extras mit: Das "Behind the Scenes"-Material ist zwar wenig aussagekräftig, aber im knapp zehnminütigen Making Of bekommt man ein paar nette Informationen unter anderem zur Auswahl der Drehorte, zum Production Design und den Kostümen. Außerdem erfährt man aus dem etwa 45-minütigen Mitschnitt eines Podiumsgesprächs mit dem Regisseur einiges über seine Beeinflussung durch Regisseure wie Alfred Hitchcock und Claude Chabrol, die wiederkehrenden Themen und die politische Dimension seiner Filme. Das Cover stimmt mit einer intensiven Großaufnahme der Protagonistin auf den Film ein und lässt sich durch Umdrehen vom FSK-Logo befreien.
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