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5.0 von 5 Sternen Und da ist es, das Album des Jahres 2010!
Laut der Wissenschaft nutzt der Mensch lediglich 10% seines Gehirns. Was eher traurig als spannend klingt. Und für einen leidenschaftlichen Musikliebhaber ist dieser Prozentsatz noch trauriger. Musik ist und war also (nach meiner Milchmädchenrechnung) nur auf ein paar Prozent meines Gehirns zugeschnitten. Gut, bei einigen Musikrichtungen glaub ich das sofort,...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2010 von Schwalbenkönig

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weiterentwicklung okay, aber so???
Durchgeknallt (vollkommen). Mehr Worte braucht man nicht, um "The Age of Adz", das achte Studioalbum von Sufjan Stevens, zu beschreiben. Nun gut, so manche Idee des Detroiters kann man getrost als exzentrisch bezeichnen, ich sag nur: Ein Album für jeden Bundesstaat. Aber jetzt ist es auch die Musik, die exzentrisch ist.
"The Age of Adz" besteht nur noch zu...
Veröffentlicht am 23. Mai 2011 von Thomas Schmitz


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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und da ist es, das Album des Jahres 2010!, 8. Dezember 2010
Von 
Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (Audio CD)
Laut der Wissenschaft nutzt der Mensch lediglich 10% seines Gehirns. Was eher traurig als spannend klingt. Und für einen leidenschaftlichen Musikliebhaber ist dieser Prozentsatz noch trauriger. Musik ist und war also (nach meiner Milchmädchenrechnung) nur auf ein paar Prozent meines Gehirns zugeschnitten. Gut, bei einigen Musikrichtungen glaub ich das sofort, bei anderen will ich es einfach nicht glauben. Einem Mann aus den USA reicht das anscheinend nicht aus. Er will alles. Das ganze Gehirn des Zuhörers. Und mit seinem 2010er Album "The Age of Adz" hat er's gepackt. Die totale Entfaltung. Es ist, als ob er über Jahrhunderte in einer Tiefseeglocke unterwegs war und alle möglichen Geräusche, Töne, Gesänge und Melodien gefiltert aufgenommen und nun endlich diesen ausschweifenden Brei auf eine einzige Platte gestopft hat. Gestopft hört sich hart an, ist aber bei den meisten Hörern (auch bei mir) der Ersteindruck. Man denkt: Das ist zuviel Musik auf einmal. Überladen, chaotisch. Und dann knallt es plötzlich. Aus dem Durcheinander aus Harfen, Trompeten, Flöten, Schlagzeug, Klavier, Gitarre, Chören, Gesumme, Gequietsche, Gebrumme und Dröhnen entsteht ein unsagbares Indie-Pop-Feuerwerk, das im finalen 25-Minuten Track (!!) einen meisterhaften Höhepunkt der Musikgeschichte erreicht. Das ganze Album ist einfach nur wunderschön anzuhören und vor allem: nicht sättigend. Es gibt soviel zu entdecken, und ich bin mir sehr sicher, dass auch unentdeckt etliche Hirnregionen angesprochen werden, von dessen Auswirkungen ich erst in ferner Zukunft profitieren werde. Und bis dahin lebe ich mit dem fassbaren Gigant-Sound des Sufjan Stevens und empfehle es als DIE Platte des Jahres 2010 weiter.

Anspieltipps: Vesuvius, Age of Adz
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44 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Age Of Adz - ein weiteres Meisterwerk ?, 10. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (Audio CD)
Anfangs kurz etwas zu meinem Musikgeschmack:
Ich bin ein großer Folk Fan und Verehrer von Bob Dylan, Mumford and Sons, Johnny Flynn und den Felice Brothers.
Dennoch gefallen mir auch andere Genres und Bands wie die Beatles, Bruce Springsteen, Supertramp, The Notwist, Fort Minor, die Söhne Mannheims, Yusuf Islam und Brian Eno, weshalb ich als 18 jähriger mittlerweile eine einigermaßen ansehnliche CD Sammlung vorzuweisen habe, was leider heutzutage in Zeiten der MP3s und des Raubkopierens zu einer Seltenheit geworden ist, da für viele Leute Musik nichts mehr wert ist.

Doch nun zum eigentlichen Thema.
Als ich vor ca. einem Jahr Sufjan Stevens entdeckte, eröffnete sich mir eine neue musikalische Welt.
Die ersten Alben die ich mir von ihm kaufte waren "Greetings Form Michigan - The Great Lake State" und "Come on feel the Illinoise".
Danach folgten "Seven Swans" und sein Erstlingswerk "A Sun Came".
Wie man erkennen kann, legte ich mir die Alben nicht in chronologischer Reihenfolge zu, da man meiner Meinung nach als Einsteiger den leichtesten Zugang zu "Illinoise" und "Michigan" findet.
Desweiteren habe ich "Enjoy your Rabbit" und "The BQE" ausgiebig auf Sufjans Bandcamp Seite gehört und hätte diese schon lange in meinem Besitz, wenn man als Schüler nur nicht immer unter chronischem Geldmagel leiden würde.
Alle diese Alben überzeugen mich mit ihren wundervollen Melodien, ihrer gekonnten und vielfältigen Instrumentalisierung und ihren genialen, oftmals sehr christlich geprägten Texten, was für mich als gläubigen Christ etwas sehr Schönes und Bereicherndes darstellt.
Auch brachte mich Sufjans Label "Astmatic Kitty" auf weitere Alben von dort veröffentlichenden Künstlern wie "Welche to the Welcome Wagon" von "The Welcome Wagon" oder "As Stowaways in Cabinets of Surf, We Live-out in Our Members a Kind of Rebirth" von "Half-Handed Cloud".
Als ich dann in diesem Jahr las, dass Sufjan Stevens keine neuen Alben mehr herausbringen wolle, war ich anfangs sehr traurig. Doch umso erfreuter war ich als im September die Nachricht kam, dass Sufjan eine neue EP namens "All Delighted People" veröffentlicht und desweiteren ein neues Album mit dem Titel "The Age of Adz" herausbringt.
Die "All Delighted People EP" wurde natürlich sofort gekauft und erfüllte wieder zweifellos alle oben genannten Kriterien.
Doch es war auch von Anfang an bekannt, das "The Age of Adz" keine Fortsetzung seines insbesondere von "Michigan" und "Illinois" bekannten und in der EP teilweise wieder aufgegriffenen Stils sein sollte, sondern diesmal fast nur aus elektronischen Elementen bestehen solle.

Und wie angekündigt hört sich "The Age of Adz" sehr anders, aber keinesfalls schlechter als die von ihm "gewohnten" Alben an.
Die Melodien sind meines Erachtens noch vielschichtiger und auf jeden Fall "schwerer" zu hören als die von "Michigan" und "Illinoise".
Auch werden nicht wirklich weniger Instrumente als in den Vorgängeralben verwendet. Dennoch haben diese nicht den gewohnten Klang, da wie oben schon beschrieben viel mit Sythesizern nachbearbeitet wurde.
Nur in den Texten werden kaum mehr Geschichten erzählt, was vor allem daran liegt, dass Sufjan sich auf diesem Album mit persönlicheren Themen wie Liebe, Krankheit, Tod usw. auseinandersetzt und mehr Emotionen vermitteln als Geschichten erzählen möchte. Dennoch liegt das Niveau der Texte weit über dem, was man sonst beim heutigen Radio-Pop zu hören bekommt.
Alles in allem kann, nein muss dieses Album wieder als Meisterwerk bezeichnet werden.
Neben der Musik ist auch insbesondere die Albumgestaltung mit dem Booklet hervorzuheben. Das Coverbild und so gut wie alle im Booklet verwendeten Bilder stammen aus der Hand von Royal Robertson, einem mittlerweile verstorbenen, höchst schizophrenen amerikanischen Künster und selbst ernannten Propheten, der für seine Bilder, die größtenteils düstere, im Weltraum stattfindende Endzeitvisionen darstellen, bekannt ist.
Die Bilder passen perfekt zu dem auf dem Album vorhandenen Sound und tragen dazu bei, sich besser in die Musik hineinversetzen zu können.

Einige Kritiker dieses Albums behaupten dass die neue Richtung, die Sufjan Stevens hier einschlägt die Falsche ist. Doch muss es gesagt werden, dass für Sufjan Kenner diese keinesfalls neu, sondern schon seit seinem zweiten Album "Enjoy your Rabbit" und deshalb weit vor "Illinoise" bekannt und geschätzt ist.

Ich persönlich empfinde das Album als eine der besten Veröffentlichungen des Jahres und als einen Lichtblick für das sonst oftmals so niveaulose heutige Musikbusiness.
Auch ist zu empfehlen, dieses Album, wie alle Alben von Sufjan, bewusst im Ganzen als Gesamtkunstwerk zu hören und nicht nebenher laufen und sich berieseln zu lassen, denn erst durch das bewusste Hören entfaltet es seine vollständige Genialität.
Mittlerweile bin ich sogar so weit, Sufjan Stevens auf eine Ebene mit Bob Dylan zu setzen, auch wenn manche das vielleicht als Blasphemie gegenüber Herrn Dylan ansehen.

Viele werden sich nun fragen, wieso ich anfangs denn eigenlich einen kurzen Einblick in meinen Musikgeschmack gegeben habe. Dieser soll als Hinweis dienen, dass es Leuten, die gegenüber anderen Genres offener sind, leichter fallen wird sich in dieses Album hineinzuversetzen als denen, die stur auf der Folk- Schiene bleiben.

Hoffen wir, dass Sufjan Stevens uns noch mit vielen weiteren, derart guten Alben beglücken wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sufjan goes Elektro..., 28. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (MP3-Download)
Ich bin nicht wirklich ein Sufjan Stevens Fan und bin auf dieses Album eher durch Zufall gekommen. Der Grund, warum dies eines meiner absoluten Lieblingsalben ist, liegt daran, dass es nicht nach Sufjan Stevens klingt. Auf "The Age of Adz" gibt uns Sufjan Stevens im Grunde eine elektronische Version seiner Musik zum besten. Die Kritiker sind über dieses Werk zwiegespalten, ich liebe es aber unglaublich und es wird mir auch nach Jahren nicht über.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unfaßbar schön, 25. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (Audio CD)
Peinlich peinlich, der Mann ist bisher vollkommen an mir vorbeigegangen. Diese Platte ist die erste, die ich von ihm höre, und ich bin fasziniert. Ich höre die Sparks, Caribou, The Notwist heraus, aber alles sozusagen "in Echt". Elektrogefrickel, ohne das ein Ton überflüssig wirkt, spacige Melodiebögen, ohne "lustiges Ron-Mael-Bärtchen", orchestraler Overload, und es klingt dennoch immer organisch. Gottogott, besser wird's nicht mehr. Die danach gehörte "Illinoise" ist im Vergleich hierzu, naja, - nett.
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5.0 von 5 Sternen sensationell!!, 20. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (MP3-Download)
meine erste begegnung mit stevens - wahnsinn. bin von hause aus dem prog rock und core zugetan aber so etwas habe ich noch nie gehört. unvergleichlich, das ist in meinen ohren eine neue musikrichtung. der typ ist tatsächlich ein genie..
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5.0 von 5 Sternen Amerika - Du hast es besser, 17. Juni 2011
Von 
Heiko Ehrhardt "Katzenfreund" (Hüttenberg, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (Audio CD)
Zugegeben: Sufjan macht es den Hörern nicht einfach, wirklich nicht.
Seine Stimme ist immer ein wenig nölig und damit hart an der Schmerzgrenze, die Songs haben Strukturen, die man nicht bei einmaligem Hören durchschaut, bei den Texten muss man schon ganz genau hinhören (bisweilen fühlt man sich in einen creative writing Kurs versetzt) und dann noch die bloße Länge der Stücke (bis weit über 25 Minuten im abschließenden Stück, das fast monolithischen Charakter hat) - nein: Einfach ist das nicht.
Lässt man sich aber erst einmal auf die Klang- und Textwelt des Herrn Stevens ein, dann stellt man schnell fest, dass diese CD reiner Balsam für Ohren, Hirn und Herz ist.
Denn anders als hier in Deutschland, wo man in der populären Musik nur die Wahl zwischen unsagbar langweiligen Superstars, maximal nerviger Lena, flachen Dumpfpoeten wie Freiwild oder Unheilig oder aber Produkten aus anderen Ländern hat und wo zuletzt sogar kreative Ikonen wie Oswald Henke und Tocotronic deutlich geschwächelt haben, gibt es in Amerika einige hervorragend ausgebildete Musiker, denen es gelingt, mit intelligenter Musik und intelligenten Texten zu fesseln: Joanna Newsom gehört dazu und eben auch Sufjan Stevens.
Wer sich in Musik einarbeiten will und wer bereit ist, Hirn und Ohren zu öffnen, der wird mit einem Meisterwerk belohnt.
Klasse !
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weiterentwicklung okay, aber so???, 23. Mai 2011
Von 
Thomas Schmitz (Mechernich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (Audio CD)
Durchgeknallt (vollkommen). Mehr Worte braucht man nicht, um "The Age of Adz", das achte Studioalbum von Sufjan Stevens, zu beschreiben. Nun gut, so manche Idee des Detroiters kann man getrost als exzentrisch bezeichnen, ich sag nur: Ein Album für jeden Bundesstaat. Aber jetzt ist es auch die Musik, die exzentrisch ist.
"The Age of Adz" besteht nur noch zu Fragmenten aus dem typischen Sufjan-Sound. Oft kann man ihn noch im Hintergrund erahnen. Im Vordergrund, da rappelt, knistert, piept, surrt und scheppert es. Ja, das gab es auch schon auf den älteren Platte wie "Illinoise". Aber diesmal sind es keine "organischen" Instrumente, die den Krach erzeugen, sondern elektronische. Stevens wirft seine Songs in einen Elektro-Mixer und freut sich über das, was hinten rauskommt.
Dabei legt er zunächst eine falsche Fährte aus. "Futile Devices" ist ein ruhiger Akustik-Gitarrensong, mit einigen Klavier-Einsprengseln, dazu Stevens wundervoll zarte Stimme. Es werden die zwei ruhigsten Minuten auf der Platte. Denn schon danach geht's los: "Too Much" ist als Songtitel durchaus wörtlich zu nehmen. Zunächst kann man noch denken: Okay, hier verfremdet er nur einen Song. Doch am Ende der fast sieben Minuten hat der Krach gewonnen, Sounds und Instrumente gehen eine krachende Symbiose ein.
Nach Melodien, die durchaus vorhanden sind, sehnt man sich und freut sich, wenn man eine findet. Deshalb ist auch "Vesuvius" zunächst so gelungen - bis es auch totgefiept wird. Der komplette Wahnsinn wird ganz zum Schluss deutlich. "Impossible Soul" dauert 25 Minuten, hat fünf Teile und spiegelt das komplette Album wider - von ruhigem Folk bis unglaublich verrückte Experimental Pop. Das mögen viele Menschen bestimmt sehr mögen. Ich find's schrecklich.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von den Socken gehauen, 26. November 2010
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (Audio CD)
Ein fantastisches Album, das auf nüchternen Ohren gehört werden möchte.
Definitiv falsch : Nach einem anstrengenden und nervenden Tag zum Ausklang.
Besser : Morgens wenn der Tag noch frisch ist, und auf neue Hörerlebnisse gefasst machen.
Für mich ist dieses Album die logische Symbiose aus seinem bisherigen Werk...Elektronische, symphonische Klänge; Chöre, wunderschöne, schräge, Popmelodien treffen und vereinen sich in einem gewagten Experiment mit sensationellem Effekt.
Ein Meisterwerk.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdiger Illinoise Nachfolger, 11. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (Audio CD)
Spektakulär kann ich nur sagen spannend bis zur letzten Sekunde.Gefällt mir sogar besser wie Illinoise.
Es gibt wieder wunderschöne gesangsmelodien die instrumentierung ist deutlich anders (eben elektronisch) aber auf ein orchestereinlagen und "richtige" Instrumente wird trotzdem nicht verzichtet.
Habe das Gefühl mit Sufjan kann man alt werden, er kann einfach nichts falsch machen. AGE OF ADZ ist die Reise in die Welt eines Shizophrenen in diesem fall Royal Robertson und der perfekte Soundtrack dazu.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Motivationstraining mit Genuss, 13. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: The Age of Adz (Audio CD)
Haben Sie schon einmal vor einer sehr schweren Aufgabe gestanden und diese bewältigt? Ja? Und erinnern Sie sich dann noch an das Hochgefühl, dass Ihnen die Erkenntnis um die eigenen Fähigkeiten beschert hat? War da nicht dieses "Wow! Ich hab's geschafft!" voller Euphorie?
Können Sie es sich vorstellen?

Gut, dann sprechen wir jetzt über Sufjan:
Was eine herausragende pädagogische und didaktische Methode darstellt, nämlich zu fördern ohne zu überfordern, wendet er "einfach" für seine Musik an. Ja, sie ist komplex, überladen, überbordend, bisweilen disharmonisch, choral, epochal, größenwahnsinnig und, beim ersten Hören, - Krach.
Gut, Melodien sind da ja schon, stellt man dann fest. Einige sogar. Wow, sogar unfassbar viele!
Ach, und dieser merkwürdig schiefe Akkord ist eigentlich gar nicht so schief. Ganz schön eigentlich sogar. Meine Güte, jetzt macht es Sinn! Ist das klasse gemacht!

Genau so funktioniert der Erkenntnisprozess beim Hören dieser Platte. Sufjan nutzt seine enormen musikalischen Fähigkeiten, um uns herauszufordern. In bester Tradition von Radiohead, Animal Collective, Panda Bear oder Joanna Newsom stellt er unsere Hörgewohnheiten auf die Probe, zeigt uns, dass wir zu verwöhnt sind und keine unbequemen Wahrheiten mehr vertragen.
Und wir? Na, wir lassen uns natürlich darauf ein!
Wir hören, wie Sufjan, der früher auch gerne mal nur mit Ukulele instrumentiert hat, sich heute eines ganzen Orchesters bedient, ergänzt durch Harfe oder E-Gitarre, in ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen kombinierend und spielend. Und es funktioniert immer. Eben noch war da nur ein puristisch, elektronisch glucksender Synthie, dann setzt die Posaune ein, das eletronische Glucksen wird zu einem Stakkato, vermehrt sich, wird ergänzt durch Harfe, durch Streicher und - da ist es! - wir werden erschlagen und in Watte gepackt von einem ganzen Orchester in Höchstform. Langsamer, schneller, lauter, leiser - der Gesang, die Melodie wird zur Nebensache. Wie ein delikater Trüffel in einem Festmahl.

Wir sitzen, haben vergessen, ob die Augen geöffnet oder geschlossen sind, atmen völlig automatisch, während unsere Ohren in Koalition mit unserem Gehirn versucht, das Rätsel dieses opulenten, melodischen Gigantismus zu lösen.
Und mit einem Schlag ist alles klar. Alles ergibt Sinn. Wir haben den Schlüssel gefunden, jedes Lied wird zu einem Meisterwerk für sich.
Und dieses Album zu einem der bedeutendsten dieses Jahrzehnts.

Warum wir so grinsen?
Nun, da ist sie wieder, die sehr schwere Aufgabe.
Wir haben sie bewältigt.
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The Age of Adz
The Age of Adz von Sufjan Stevens (Audio CD - 2010)
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